Hallo gipfel!
Das sehe ich auch etwas anders, einfach nur zu sagen "Ich muß auch niemand um Vergebung bitten, weil ich an dieser Sch***sucht erkrankte. Ich hab's mir nicht ausgesucht !" ist für mich zu einfach.
Wenn Kinder so aufwachsen müssen ist es immer noch anders als wenn eine Ehefrau bei dem Alkoholiker ausharrt. Kinder können sich nicht wehren und sind voll ausgeliefert. Bis sie erwachsen sind ist die Seele kaputt und natürlich geben sie dem suchtkranken Elternteil die Schuld.
Der hat ja in ihren Augen nichts getan um diese Qual für das Kind zu vermeiden, er hat immer weiter gesoffen obwohl mir keiner erzählen kann dass er nicht gemerkt hat wie unglücklich das Kind ist.
Die Kinder sind verstört, weinen und haben Angst das bemerkt der Suchtkranke nicht? Wenn er sich eines Tages vielleicht entschliesst mit dem Trinken aufzuhören bleiben viele Scherben zurück um die er sich dann nicht zu kümmern braucht weil er kann ja nichts dafür?
Ich würde mir zumindest eine gemeinsame Aufarbeitung vorstellen, ein gemeinsames Reden und nicht wiederum die Missachtung der Gefühle die die Kinder haben.
Gutmachen kann man nichts mehr sicherlich müssen die Kinder lernen mit der Vergangenheit zu leben aber wenn sich der Suchtkranke vollkommen rauszieht aus der Verantwortung und negiert was alles vorgefallen ist wird es sehr schwer für das Kind.
Das gilt natürlich für den trinkenden Teil sowie für den Co-Abhängigen.
Zum Glück waren meine Kinder schon erwachsen als mein Ex anfing massiv zu trinken und trotzdem leidet die Familie darunter, es ist ja schliesslich ihr Vater und sie können noch weniger verstehen dass er seine Sucht über alles gestellt hat.
Für ein Kind ist es noch viel schwerer den Vater oder die Mutter fallenzulassen als für einen co-abhängigen Partner.
Liebe Grüsse
Speranza