Beiträge von Marie04

    Hallo BC!

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    Du antwortetest:
    Zitat:
    ich werd immer dann skeptisch wenn derjenige der schreibt im eigenen tread immer wieder vom partner schreibt und dann bei anderen tips gibt. das mach ich nicht da an du botschaften aus sondern ich lese ja auch bei dem ein oder anderen und wunder mich über so viel einsicht die er für sich selbst nicht hat.

    Das habe nicht ich geschrieben sondern Melanie. :)

    Zitat

    Ich habe es jetzt so verstanden, dass Hartmut z. B. nicht Dich oder Melanie meint (da ihr ja schon viel Erfahrung habt......

    Das wiederum habe ich nicht so verstanden ich habe es so verstanden dass ich in meine Antworten nicht in der Du-Form verfassen sollte auch wenn ich Erfahrungen weitergebe.

    Ein Beispiel:

    Jemand schreibt:"Mein Mann ist jeden Tag betrunken und aggressiv ich schaffe es aber nicht mich zu trennen - ich tue alles für ihn und er behandelt mich so schlecht".

    Ich antworte:

    "DU musst da raus".
    "Wie lange willst DU das ertragen?"
    "Such DIR Hilfe"
    "Geh in eine SHG"
    "Wann denkst DU endlich mal an DICH?"

    usw.

    Ich könnte aber auch schreiben:

    "Ich habe die Erfahrung gemacht dass ich meinem Mann nicht helfen kann"

    "Ich habe mir Abstand geschafft und Dinge gemacht die mir Freude machen"

    "Ich diskutiere nicht mehr mit ihm das bringt mich nicht weiter"

    "Ich habe ihm ein Ultimatum gestellt"

    "Letztendlich habe ich eingesehen dass ich so ein Leben nicht führen will"

    Ich könnte natürlich auch schreiben:

    "Mir hat jemand den Rat gegeben:

    Komm endlich in die Puschen, jammern bringt dich nicht weiter. "

    weil mir diese Aussage geholfen hat.

    Wenn ich in der Du-Form schreibe erteile ich im Grunde erwachsenen Menschen einen Befehl wozu ich kein Recht habe.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Melanie!

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    Marie04 ich versuche das schon so zu formulieren. wenn ich jemanden anspreche. zumindest ist das meisstens in den texten so drin die ich schreibe. find ich auch wichtig das an zu merken.ich versuche viel texte zu schreiben in ich form aber ich kann das nicht immer.

    Manchmal ergibt es sich halt dass ich eher in der Du-Form schreibe, ich setze dann einfach voraus dass der andere merkt dass es meine eigenen Erfahrungen sind.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

    Zitat

    Nun befinde ich mich im CO Bereich . Wenn ich lese das jemand aufgefordert wird etwas umzusetzen , obwohl eigene Erfahrungen nicht vorliegen, sehe ich das etwas kritischer und denke mir das derjenige nur von sich ablenkt .

    Das ist gut möglich aber für mich persönlich gilt auch wenn ich in der Du-Form schreibe dass es sich um eigene Erfahrungen handelt. Ich kann ja nicht anderen etwas weitergeben das ich nicht selber erfahren, bearbeitet oder eine Lösung für mich gefunden habe.

    Ich kann ja nur von mir schreiben wie andere es handhaben liegt ja nicht in meinem Ermessen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

    Ich verstehe schon was du meinst :wink: aber irgendwie reden wir wohl aneinander vorbei. Nun helf mir mal was auf die Sprünge, wie würdest Du schreiben wenn jemand ein Anliegen hat?

    Müsste ich jetzt jedesmal schreiben: "Aus meinen Erfahrungen heraus kann ich dazu folgendes sagen usw. usw. Ich habe dies und jenes gemacht damit es mir besser geht usw." ?

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

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    Dem gegenüber wird nach meinen Empfinden seine Selbsthilfe abgenommen oder vorausgesetzt sie so in Anspruch zu nehmen.

    Das sehe ich wiederum nicht so - egal wie ich meine Erfahrungen weitergebe - ob in der Ich-Form oder der Du-Form bleibt es meinem Gegenüber überlassen was er mit meinen Informationen macht.

    Ich wäre ja irgendwann total frustriert wenn ich obengenannte Dinge annehmen würde.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

    Zitat

    wenn "man" die CO Krankheiten nicht von außen erkennen kann...

    Ob man es erkennt spielt doch keine Rolle es geht darum dass ich es erkannt habe und gehandelt habe.

    Natürlich steht es mir nicht auf der Stirn geschrieben aber wenn ich mich in so einem Forum anmelde erkenne ich für mich wo ich stehe und so fallen meine Beiträge aus. Dazu gehört auch Selbstreflektion und unbedingte Ehrlichkeit mir gegenüber.

    Ich muss ja nicht unbedingt ständig von mir reden wenn ich Erfahrungen weitergebe.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Nachtrag:

    Mir hilft es durchaus nicht von mir wegzuschauen oder von mir abzulenken - das wäre fatal - ich empfinde es so dass ich meinen Weg schon so weitgegangen bin dass ich so stabil bin anderen Menschen meine Erfahrungen mitzuteilen ohne in Gefahr zu geraten selber wieder "rückfällig" zu werden.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

    Mir geht es so dass ich es manchmal einfach "vergesse" immer wieder meine eigenen Erfahrungen niederzuschreiben.

    Wenn jemand aber intensiv hier liest wird er erkennen dass es vielen von uns Co-Abhängigen ähnlich ergangen ist und wir wissen wovon wir reden.

    Ich reagiere natürlich auch auf Situationen von denen jemand berichtet die ich nie erlebt habe.

    Wenn jemand zum Beispiel schreibt er wird körperlich misshandelt (diese Erfahrung habe ich nicht) kann ich natürlich nicht meine eigenen Erfahrungen einbringen aber trotzdem dem anderen raten.

    Ich persönlich war nie in einer Selbsthilfegruppe aber arbeite in der Psychiatrie und von daher kenne ich beide Seiten, im Grunde kann die Lösung aller Probleme nur lauten "Hände weg vom Suchtmittel und Verhaltensänderungen herbeiführen damit es MIR wieder besser geht".

    Vielleicht solltest du das aber nicht zu eng sehen wie man anderen schreibt denn im Grunde wollen die meisten nur Hilfestellung geben.

    "Du musst", "du sollst", "du kannst" hört sich eindringlicher an, vielleicht um den Anderen besser zu erreichen oder aufzurütteln.

    Im Realleben würde ich auch zu jemanden der mir so etwas immer wieder erzählt sagen: "Nun komm endlich in die Puschen und unternimm was, jammern bringt dich auch nicht weiter".

    Das ist ein Erfahrungswert meinerseits den ich weitergebe ohne das immer wieder zu betonen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo aionic_star!

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    BIN den ganzen tag nicht aufgestanden, liege im bett und surfe internet, hab mich bisher nur geduscht. di ewohnung ist sehr unordentlich un dalles gehört geputzt, und meine tochter die verkühlt ist hat den ganzen tag keinen tee bekommen, ich hab uns bloß palatschinken un d pizza bestellt weil ich auch für einkaufen und kochen zu faul war.

    Anscheinend herrscht nicht nur in deiner Wohnung Chaos sondern auch in denem Inneren. Du musst ihm nichts klarmachen sondern erstmal BEI DIR dass Chaos beseitigen was nicht gelingen kann wenn du nur im Bett liegst und an ihn denkst.

    Wenn du so wenig Antrieb hast brauchst du vielleicht ärztliche Hilfe aber auch einen eigenen Willen und Tagesstruktur. Auch wenn es dir schwerfällt rappel dich auf und tu was!

    Es geht um DICH und DEINE Kinder :!:

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo aionic_star!

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    Die fairness gebietet es trotzdem zu reden, dann sag ich klar was ich für ein problem habe und zurück kommt immer die forderung ich soll mich ändern damit er sich dann irgendwann ändert.

    Reden kann man ja aber nicht immer weiter was da abläuft ist Manipulation seinerseits. Das ist aber ganz typisch für einen nassen Alkoholiker. Würdest du dich ändern würde ihm wieder etwas anderes einfallen. Die Gespräche drehen sich im Kreis und sind sinnlos.


    Zitat

    ich habe gsagt ich packs zur zeit wieder nicht wieviel du trinkst und er sagt ich soll weniger depressiv sein und ihn emotional mehr unterstützen/motivieren dann wird er wieder weniger trinken (dann wenn die beziehung positiver läuft weil ich mehr energie reinstecke).

    es ist nicht deine Sache wieviel er trinkt das liegt an ihm und du kannst es nicht durch dein Verhalten beeinflussen. Mein Ex hat auch solche Spielchen mit mir getrieben bis ich ihm eines Tages sagte er könne doch gehen wenn ich an allem schuld wäre.

    Aber für Süchtige ist es normal dass sie so reagieren wenn du es nicht bist sucht er jemand anderen der cö-abhängg ist.

    Das einzige was du versuchen könntest sind klare Ansagen in denen du DEINE Wünsche sagst und was du von ihm erwartest.

    Zitat

    Es ist schwer weil erstens ich nicht durchhalte und der mich nicht lässt.

    Ich werde morgen mit ihm darüber reden, vielleicht kann er es so verstehen ohne sich bedroht zu fühlen, weil er macht zur zeit auch ein drama weil ich so faul bin und dauernd fernsehe..

    Ob du faul bist oder nicht ist deine Sache und ob du dauernd Fernsehen guckst auch, wenn ihm das nicht passt kann ja er etwas daran ändern aber über dich so zu bestimmen oder gar etwas zu verbieten hat er kein Recht.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Nat!

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    Das schlimme an der Geschichte ist aber, das das war er gerade abzieht er schon mal abgezogen hat.
    Nach der ersten Entgiftung, nach der zweiten und nach der dritten.

    Nun liegt es ganz an dir was du aus der Situation machst. Dich weiterhin auf solche Spiele einzulassen oder einen Neuanfang zu machen indem so ein Partner keine Rolle mehr spielt.

    Auch wenn du momentan noch so traurig bist wird es dir besser gehen wenn du dich nur auf dich besinnst und für dich sorgst.

    Alles Gute
    Speranza

    Hallo aionic_star!

    So ganz verstehe ich jetzt nicht was du schreibst.


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    leider ist es zu schön mit ihm, die beziehung zu positiv bis auf seine psychischen ausfälle und saufphasen und zusammenbrüchen.


    Zitat

    ich sollte weiterdenken und was für nene schaden meine kids kriegen wenn sie ihn 2 mal die woche auch sehr besoffen erleben oder hier die dosen rumstehen und alle paar monate ein streit mit ärgsten beschimpfungen ect wenn er die nerven verliert (er wird dann wirklich verrückt in solchen phasen, hat auch eine schizophrenie diagnose)

    da frage ich mich was du da noch schön findest an seiner Seite. Er trinkt ist unberechenbar schreit rum was findest du da noch Positives?

    Er leidet an einer Schizophrenie und trinkt :!: weisst du überhaupt dass bei solchen Erkrankungen Alkohol weitere Schübe auslösen kann und er noch unberechenbarer wird?

    Er spielt mit seinem Leben und hatte bereits Entzugskrämpfe die unter Umständen auch tödlich verlaufen können.

    Zitat

    es ist ein komisches gefühl hier zu sitzen und auf ein drohendes unheil vorauszublicken und keinen finger zu rühren irgendwas zu tun weil alles sinnlos erscheint.

    Dann verstehe ich deine Aussage nicht dass das Schöne überwiegt, immer die Angst im Nacken zu haben was wieder passieren wird kann kein schönes Gefühl sein.

    Wenn du dir selber so wenig wert bist dass du das alles aushalten willst und auch noch schönredest denke wenigstens an deine Kinder die das alles ertragen müssen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Schmetterlingsfee!

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    Zur Zeit trinkt "er" nicht. Aber ich habe große Angst, dass er wieder anfängt.

    Das ist ein übler Kreislauf in dem du dich befindest deine Gedanken kreisen nur um seinen Konsum. Ich kenne das auch mich hat es seelisch fertiggemacht. Immer wenn ich etwas Hoffnung hatte kam die bittere Enttäuschung.

    Ich konnte überhaupt nichts mehr geniessen und nachts nicht mehr schlafen weill ich so angespannt war. Ich habe Ängste und Depressionen entwickelt bis ich begriffen habe egal was ich mache es steht nicht in meiner Macht ob er trinkt.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Nat!

    Ich hätte mal eine Frage warum hat dein Freund diese Therapie gemacht aus eigenem Antrieb und eigener Einsicht oder auf Druck deinerseits?

    Mein Mann hat eine Therapie gemacht aber nur weil ich ihm ein Ultimatum gestellt habe das ging voll daneben. Er gab mir auch das Gefühl was er doch für mich tun würde und sagte das auch, das hat mich total verunsichert.

    Er hat sich mir gegenüber nie so schlimm benommen wie während seiner Therapie. Manchmal dachte ich er hasst mich förmlich weil ich ihm den Alkohol wegnehmen wollte.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Melanie!

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    kannst du erkennen das es deine unfähigkeit ist für dich zu sorgen und dich um dich zu kümmern, das du dein leben in die hand eines alkoholikers gibst und hoffst ausgerechnet er hilft dir ein schönes leben zu führen?

    Es war durchaus nicht die Unfähigkeit für mich zu sorgen zumindest was meinen Lebensunterhalt betrifft. Es war eher die Unfähigkeit zu erkennen dass ich IHN nicht ändern kann sondern nur mich selber.

    Zitat

    wie tief ist denn dein selbstwert gesunken als das du dich so herablässt auf eine solche ebene die von sucht, lug und trug geprägt ist.bist du dir selbst so wenig wert?

    Mein Selbstwert war eher schwach ausgeprägt und ich habe mich über Ehe und Familie definiert und war darauf bedacht heile Welt zu spielen um nach aussen etwas darzustellen.

    Zitat

    bist du nicht in der lage allein für dich zu sorgen, dich um deine angelegenheiten zu kümmern?

    Natürlich bin ich das aber zu meinen Angelegenheiten gehörte an erster Stelle seine Trockenheit und die damit verbundene Hoffnung auf ein schöneres Leben.

    Zitat

    brauchst du einen anderen menschen den du betüddeln kannst, bestimmen kannst, mannipulieren kannst um dich grossartig zu fühlen, weil du ohne ihn ja nichts mehr hast?

    Ganz deutliches NEIN ich empfand es immer schon als Last jemanden zu betüddeln oder über ihn zu bestimmen ich fühle mich dabei nicht grossartig sondern bin genervt. Vieles geschah aus Pflichtgefühl heraus.

    Zitat

    kann es sein das du ihn brauchst weil du ohne ihn nichts bist?

    So habe ich nie gedacht ich habe mir nur immer gewünscht er würde sich meinen Wünschen anpassen.

    Ich würde von mir sagen dass ich eine starke Persönlichkeit bin was das Leben allgemein angeht, mich haut so schnell nichts um. Aber was Beziehung betrifft lag ich wohl total daneben und habe mir lange Zeit auch die Mitschuld gegeben.

    Mein Problem war eher dass ich zwar in die richtige Richtung dachte aber es einfach nicht umgesetzt habe was der gesunde Menschenverstand mir sagte.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Melinak!

    Meine Meinung co-abhängig ist man bereits vorher es hängt mit der Erziehung zusammen. Wenn ich als Kind immer nur dann Zuneigung erfahre wenn ich "brav" bin werde ich ein Gefühl entwickeln dass Zuneigung damit gekoppelt ist das ich etwas dafür tun muss.

    Ich selber bin kein EKA und trotzdem co-abhängig daran sieht man dass andere Faktoren eine Rolle spielen. Als Kind hatte ich immer das Gefühl alles was ich leiste ist nie genug um die Zuneigung meines Vaters zu bekommen und habe mich immer mehr angestrengt.

    Mein grösster Wunsch war immer dass er einmal zu mir sagt "Ich mag dich so wie du bist, ich bin stolz auf dich".

    Dieses Verhalten hat sich in der Ehe fortgesetzt obwohl anfangs Alkohol kaum eine Rolle spielte. Dieses Muster aufzubrechen war für mich wahnsinnig schwer und ich hatte grosse Ängste die Liebe und Zuneigung meiner Familie zu verlieren.

    Ich fand die hohen Ansprüche die mein Partner an mich stellte unerträglich, ich sollte so sein wie er es sich vorstellte. Er hingegen vertrug keinerlei Kritik von meiner Seite.

    So habe ich langsam alle Mauern eingerissen und fühle mich frei wie noch nie im Leben.

    Co-abhängig bin ich dann wenn ich Dinge mache die ich eigentlich gar nicht will aber damit erhoffe positive Resonanz zu bekommen, wenn ich mich aufopfere ohne an mich zu denken. Wenn mir das Wohl anderer Leute wichtiger ist als mein eigenes, dabei spielt es weniger eine Rolle ob mein Partner Alkoholiker ist oder mich betrügt oder oder ...

    Mit Hilfsbereitschaft hat das wenig zu tun ich lasse mich ausnutzen, mir untragbare Dinge gefallen und wundere mich dass keiner für mich da ist wenn ich Hilfe brauche.


    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Damion!

    Erstmal herzlich willkommen hier im Forum :)

    Wenn ich deinen Beitrag durchlese würde ich aus meiner Sicht sagen dass du von Anfang an co-abhängig warst.

    Wahrscheinlich warst du es schon in deiner Ehe denn du bist von einer schlimmen Beziehung direkt in die nächste gerutscht.


    Zitat

    war ich in dem moment schon Co.? weil ich ihn unterstützen wollte. Ihm den Weg erklärt habe, den er gehen muß, wenn er wirklich da raus will?

    Das ist co-abhängig denn der Weg aus seiner Sucht ist sein Ding nicht deins.


    Zitat

    Ich habe ihn gewarnt, habe gesagt er muß unbedingt psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Was er auch tat (aber nur weil er seinen Führerschein wieder haben wollte- und das mit Gewalt am liebsten gestern

    Seine Motivation um trocken zu werden waren dein Druck und weil er den Führerschein wieder haben wollte und nicht eine zufriedene Trockenheit zu erreichen. Deswegen ist er auch rückfällig geworden weil er nicht an sich gearbeitet hat.

    Dass du ihn rausgeschmissen hast war eine gute Tat, was du falsch gemacht hast war ihn zu unterstützen. Das fördert die Sucht und hilft ihm nicht weiter.

    Es ist aber auch nicht deine Sache dass er trinkt sondern seine. Du musst jetzt für dich selber sorgen dass es dir wieder besser geht. Überlege mal warum du dir hast soviel gefallen lassen und dein Leben so von ihm abhängig gemacht hast.

    Ich war auch eine sehr lange Zeit co-abhängig aber im letzten Jahr sind mir so viele Lichter aufgegangen und ich frage mich heute noch warum ich mir das angetan habe.

    Ändern kann ich es nicht mehr nur in Zukunft besser machen, einfach nach mir schauen und mich wichtig nehmen. Auf das zu schauen was mir guttut und mich abzugrenzen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Else!

    Zitat

    hallo speranza..
    ooohhh ..hab mich grade ein wenig erschrocken...
    die beispiele die du mir genannt hast kenn ich alle

    Nasse Alkoholiker haben fast immer die gleichen Sprüche drauf und doch glauben wir Co-Abhängigen bis zu einem gewissen Zeitpunkt daran.

    Ich habe auch jahrelang gehofft und immer gedacht er muss es doch begreifen. Leider denken Alkoholiker ganz anders eben in süchtigen Gedanken.

    Wenn du es zulässt zerstört er alles in dir, Glaube, Hoffnung und Liebe. Er ist kein böser Mensch er ist krank und begreift es (noch) nicht.

    Ich hatte nicht mehr die Geduld zu warten ob er vielleicht eines Tages trocken wird, ich konnte seine Sprüche nicht mehr hören und seine Rücksichtslosigkeit nicht mehr ertragen - ich wollte so nicht mehr leben.

    Mit einem nassen Alkoholiker ist es unmöglich eine normale, gesunde Beziehung zu führen das macht krank.

    Ob er trocken wird interessiert mich nicht mehr, er hat sein Leben und ich meins.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Else!

    Zitat

    Marie04 : ja,genau das habe ich auch gedacht,dass diese verzweiflungsausbrüche dann " nur " lichte momente sind .aber irgendwo hofft man ja doch ,dass es "durchgedrungen" ist,oder ?

    Nein es ist nicht zu ihm durchgedrungen diese Sprüche machen alle nassen Alkoholiker.

    Ein paar Beispiele:

    "Es tut mir leid was du mit mir mitmachen musst"
    "Ich bin ein totaler Versager und schaffe es nicht"
    "Du hast dir Besseres verdient als so einen Looser"
    "Mir kann eh keiner helfen"
    "Die Ärzte/Therapeuten reden eh nur Blödsinn"
    "Ich bin ja so krank und muss trinken"
    "Hab Geduld mit mir ich schaffe das irgendwann dann machen wir uns ein schönes Leben"
    "Wenn du mir nicht Druck machen würdest könnte ich bestimmt aufhören"

    usw.

    Wenn sich dein Freund als Looser sieht und deswegen nicht zum Arzt geht hat ihn die Sucht fest im Griff. Er begreift nicht dass er ernsthaft krank ist und verteidigt seine Sucht mit allen Mitteln.

    Diese Sprüche sollen unser Mitleid erregen und wir sollen unsere Aufmerksamkeit auf ihn richten. Ändern wird sich dadurch nichts, im Gegenteil wir werden schamlos ausgenutzt.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Sultanine!

    Das hört sich doch recht positiv an ich drücke dir die Däumchen dass es so klappt wie du es dir vorstellst.

    Du wirst sehen wenn du den ersten Schritt gemacht hast fallen dir weitere Schritte einfacher. Denn nichts ist schlimmer als bei einem trinkenden Partner zu sein der einem das Leben schwer macht.

    Alles Gute
    Speranza