Beiträge von Marie04

    Hallöchen!

    Gestern war mein Hochzeitstag 32 Jahre sind wir jetzt verheiratet und seit 36 Jahren kennen wir uns schon. Im Vorfeld war mir schon etwas mulmig ich hatte Angst in Trauer zu versinken und mit meinem Schicksal zu hadern.

    Aber zum Glück ist nichts davon eingetreten, ich habe nochmals die vielen Jahre Revue passieren lassen und nur ein leises Bedauern empfunden. Ich habe nur gedacht es ist so wie es ist und die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern.

    Ich bin dann zur Arbeit gefahren und da viel zu tun war hatte ich gar keine Zeit mehr zu grübeln.

    Eine Zeitlang dachte ich immer von der jungen Frau die so viele positive Gedanken bei der Hochzeit hatte ist nicht mehr viel übriggeblieben. Aber das stimmt nicht ich bin zwar anders geworden aber an der ganzen Situation gereift.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Lindi!


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    Wir sind finanziell nicht voneinander abhaengig. ICH bin finanziell vonj ihm abhaengig, da gibt es nichts zu deuten. Ich habe Null Einkommen, Null-Komma-Null-Nichts.

    Dann wirds umso mehr Zeit dass du in die Gänge kommst stell dir mal vor er würde sterben wovon lebst du dann? Von den Almosen seiner Familie oder von Leuten aus dem Dorf?

    Es ist doch egal was er tut oder macht und warum es so ist. Er wird sich nicht ändern und es liegt an dir zu handeln. Wie du handelst spielt auch nicht die grosse Rolle Hauptsache weg aus dieser Misere.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Californiagirl!


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    @ Speranza
    Auf eine Therapie würde er sich nie im Leben einlassen. Ich denke auch, dass wenn er sich von sich aus wirklich ändern möchte, er das auch ohne eine Therapie schafft. Aber er nimmt die gesundheitliche Gefahr einfach nicht ernst, da es ihm ja gut geht. Es ist ja nicht so, dass er nach so einer Sauftour erstmal den ganzen nächsten Tag über der Kloschüssel hängt oder sonstwie körperlich darunter leidet. Ich denke erst wenn das der Fall wäre, würde er aufwachen und den Alkoholkonsum drastisch einschränken. Bei ihm rede ich gegen eine Wand.

    Alkoholiker sind sehr kranke Menschen die es ohne Therapie nicht schaffen aufzuhören. Einfach aufhören klappt ohne Unterstützung nicht. Dann handelt es sich um eine Trinkpause und sie werden schnell wieder rückfällig.

    Wenn er sagt dass er zuhause bleibt weil seine Frau bald ein Baby bekommt meint er das in dem Moment auch so aber wenn dann der Kumpel vorbeikommt wird er schwach das ist die Sucht.


    Zitat

    Aber er nimmt die gesundheitliche Gefahr einfach nicht ernst, da es ihm ja gut geht.

    Eben - aber dass er bereits einen Leberschaden hat bringt ihn nicht zum Nachdenken. Meinem Partner war es auch nie schlecht, er treibt immer noch Sport und trinkt immer noch. Er landete bereits auf der Intensivstation und wäre fast an seinem Konsum gestorben. Aber er trinkt immer noch obwohl er schon hunderte Male gesagt hat er hört auf oder schränkt den Konsum ein.

    Einschränken klappt aber beim Alkoholiker nicht er darf keinen Tropfen mehr trinken. Das hängt mit dem Suchtgedächtnis zusammen.

    Gegen die Wand reden kenne ich zu gut - entweder kommt eine gereizte Reaktion oder es wird bagatellisiert.

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    Es interessiert ihn nicht mal, ob ich das mitbekomme. Ich finde das so schockierend und respektlos.

    Beim nassen Alkoholiker sinkt die Hemmschwelle und es ist ihm egal was andere denken, Haiuptsache er bekommt seinen Stoff. Deswegen denke ich wird er auch trinken wenn das Baby da ist.

    Einen Alkoholiker kann man mit gutem Zureden nicht helfen auch nicht mit Drohungen oder Erklärungen. Er sieht es zwar momentan ein aber seine Sucht ist stärker.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Californiagirl!

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    Mein Mann trinkt seit einigen Jahren eigentlich regelmäßig jedes Wochenende. Manchmal denke ich auch dass er mit dem Trinken angefangen hat, weil sich unserer Beziehung in den letzten Jahren durch mein neu gewonnenes Selbstbewusstsein für ihn zum negativen geändert hat.

    Erstens mal Du bist bestimmt nicht schuld an seinem Alkoholkonsum weil du dich geändert hast. Wenn es du nicht gewesen wärst hätte ein anderer Grund herhalten müssen.

    Es ist dein gutes Recht dich zu ändern oder willst du ihm zuliebe immer so sein wie er es sich vorstellt und bist dabei unglücklich?

    Dein Mann gehört für mich zu den Quartalstrinkern, die anfangs nicht täglich trinken sondern in Abständen aber dann sehr viel. Das ist die Erklärung warum er auch mal ein Wochenende ohne Alkohol auskommen kann.

    Mein Partner hat anfangs auch nur in Abständen getrunken oft lagen sogar Monate dazwischen. Erfahrungsgemäss wird es aber im Laufe der Jahre nicht besser sondern immer schlimmer wenn keine Therapie erfolgt.

    Das Trügerische daran ist dass der Alkoholiker und die Angehörigen oft anfangs denken so schlimm ist es nicht weil ja diese Trinkpausen dazwischen liegen.

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    Denn seine Begründung war, dass er das Wochenende einfach zum abschalten braucht und er mal raus muss.

    Abschalten und Stress abbauen kann man ohne Alkohol viel besser im Gegenteil der Stress ist oft vorprogrammiert denn wie du schreibst leidest du unter der Situation. Ganz offen wenn es dir schlecht geht und du bittest ihn zuhause zu bleiben und er schleicht sich heimlich weg oder trinkt zuhause ist ein deutlichen Zeichen seiner Sucht.

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    Ich habe die ganze Zeit die Hoffnung dass er sich ändert wenn unser Kind erstmal auf der Welt ist. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht die ein positives Ende genommen haben?

    Es könnte ein positives Ende nehmen wenn er mit einer Therapie rigoros auf den Alkohol verzichtet, sonst sieht es eher schlecht aus. Warum sollte er aufhören wenn das Kind da ist? Alkoholiker sind kranke Menschen sie wollen vieles aber häufig ist die Sucht einfach stärker - leider.


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    Ich frage mich ob unser Problem wirklich der Alkohol ist.

    Wenn ich so richtig lese empfindest du es als Problem er aber (noch) nicht). Solange er dieses Problem nicht erkennt stehst du auf verlorenem Posten.

    Alles Gute
    Speranza

    Hallo taila!

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    Jeder hat erst mal seine Bude in Schuss zu halten.
    vielleicht könnte ich auch so beweien, dass ich sehr wohl ordnung halten kann???

    Warum willst di ihm etwas beweisen? Er trinkt bestimmt nicht weil du dies oder jenes nicht machst sondern weil er ein Alkoholproblem hat. Er würde auch trinken wenn du es genauso machen würdest wie er es haben wollte.

    Aber:

    1. gibst du dadurch dich selber auf
    2. findet er andere Gründe zum Trinken

    Ich spreche aus Erfahrung ich dachte auch immer wenn ich Dinge abstelle die ihn stören trinkt er nicht mehr. Falsch gedacht er fand immer wieder einen Grund, es hatte mit mir nichts zu tun.


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    Hab auch schon überlegt wie es wäre, wenn ich erst mal in der Wohnung bleibe, selbst wenn wir wieder klar kommen. Das ganze langsam und neu angehen lassen. Er besucht mich/uns und umgekehrt.

    Die Idee ist an und für sich gut bloss solltest du daran eine Bedingung knüpfen, er darf dich nur besuchen wenn er nicht getrunken hat sonst verlagert sich dein Problem in die neue Wohnung.

    Apropos - eine Trinkpause (im Gegensatz zu einem Versprechen) auszuhandeln ist nicht so gut falls er Alkoholiker ist darf er überhaupt nichts mehr trinken.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Blumenwiese!

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    So klar habe ich ihm das noch nie gesagt. Weil ich nichts androhen wollte, was ich danach nicht halten kann. Jetzt bin ich aber soweit. Nur leider geht es ihm jetzt natürlich total schlecht. Ich frage mich, ob er etwas ahnt und wieder auf Mitleid hofft.

    Es mag ja sein dass es ihm durch deine klaren Worte schlecht geht aber den Schlüssel dass es ihm besser geht hat er alleine in der Hand. DIR ging es auch schlecht das hat ihn auch nicht gekümmert.

    Du hast den Weg gefunden dass es dir wieder besser geht und das ist gut so.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

    Meine Meinung dazu ist dass solche Schlagzeilen niemanden davon abschrecken weiter zu trinken. Ein nasser Alkoholiker wird wenn er solche Berichte liest sich nicht identifizieren und sich vormachen dass es bei ihm ja nicht so schlimm sei.

    Meine Erfahrungen beruflicher und privater Natur sind leider so dass wenn jemand nicht aufhören will ihn selbst gravierende zum Teil lebensbedrohliche Ereignisse ihn auch nicht abschrecken weiter zu trinken.

    Er erkennt die Gefahren nicht oder denkt er könne kontrolliert trinken und setzt immer wieder sein eigenes Leben aufs Spiel. Für meinen Partner sind Alkoholiker immer noch die "kaputten Typen die nichts mehr auf die Reihe bekommen".

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo tantalus!

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    Sie meint sie wäre sich bewußt daß sie Alkoholiker ist , aber sie hätte es im Griff u. es ist ihre Medizin abends runterzukommen vom Stress ( u. auch ihren Ängsten, depressive Schübe hat sie auch) .

    Sie trinkt wenn sie Stress hat, sie trinkt wenn sie feiert, sie trinkt tagsüber, sie trinkt abends, sie wird immer einen Grund finden um zu trinken das ist die Sucht.

    Im Griff hat sie es meiner Meinung überhaupt nicht denn es gibt keinen Grund um zu trinken, weder löst man so seine Probleme noch ist es auf Feiern besonders lustig.


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    Von Anfang an gab es fürchterliche Szenen u. Streits u. wenn Alk im Spiel war wurde es richtig verletzend u. irrational.

    Das stimmt wenn Alkohol im Spiel ist sind Streitereien unerträglich und sinnlos. Es macht wenig Sinn eine Paartherapie zu machen wenn einer der Partner trinkt ihr würdet euch im Kreis drehen und ihr Alkoholkonsum wäre das Thema Nr. 1.
    Die Frage ist wie lange hältst du dieses Leben aus, sie sagt (und meint es auch so) sie hätte alles im Griff, das heisst sie will nichts ändern.


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    Nochwas: ich liebe sie!

    Natürlich liebst du sie sonst wärst du ja nicht hier und würdest unter der Situation leiden. Meine Frage wäre jetzt "WAS liebst du an ihr?". Liebst du sie so dass du so ein Leben weiterhin ertragen kannst?

    Der gemeinsame Weg kann nur lauten: deine Frau muss mit allen Mitteln die ihr zur Verfügung stehen trocken werden und erst dann könnt ihr gemeinsam weitere Knackpunkte in eurer Beziehung in Angriff nehmen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Poster!

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    Auch nasse Alkoholiker sind Menschen und es ist eben nicht wurscht ob sie am Entzug oder Konsum sterben.

    Es bestreitet ja niemand dass es keine Menschen sind. Wenn ich aber in der Presse lese sie ist an ihrer Sucht gestorben ist das tragisch wie bei jedem anderen Süchtigen auch. Aber ob sie letztendlich daran gestorben ist weil sie zuviel getrunken hat oder kalt entzogen das ist wirklich wurscht.

    Was ich mich frage erreiche ich irgendjemanden der süchtig ist nur weil es in der Presse steht? Ich würde sagen nein denn die ganze Literatur über Suchtkranke hält kaum jemanden davon ab zu konsumieren.

    Der Suchtkranke identifiziert sich einfach nicht damit und wegen Prominenten wird er bestimmt nicht aufhören, sondern aus eigenem Entschluss wenn es "klick" macht.

    Tragisch ist jeder Fall ob prominent oder nicht.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Penta!

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    Das Bewusstsein verändert sich auch bei Menschen, die nicht süchtig sind und trinken. Die Beispiele von oben könnten ganz "normale" Leute treffen. Nur "brauchen" die dafür u.U. nicht 3,2 Promille, sondern "nur" 1,9.

    Da gebe ich dir vollkommen recht mit dem Unterschied dass der Nichtsüchtige meistens aus so einer Situation seine Lehre zieht und es ihm in der Regel so schnell nicht wieder passieren wird.

    Als ich noch jung war habe ich ein einziges Mal zuviel getrunken. Ich habe nichts Schlimmes angestellt, nur dummes Zeug geredet und musste von einer Freundin nach Hause gebracht werden.

    Am nächsten Tag war mir totschlecht und ich habe mich fürchterlich geschämt, ich wusste noch alles. Ichfand das Betrunkensein und den Kater am nächsten Tag so schrecklich dass ich nie wieder zuviel getrunken habe.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Melanie!

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    weil das sich verweigern auch ne form der gewalt war. ...

    Das sehe ich wiederum anders, mich zu verweigern weil ich mit ihm keinen S*** haben will wenn er betrunken ist sehe ich für mich nicht als Gewalt sondern als Selbstschutz.

    Ich mag keinen S*** wenn der andere betrunken ist es ekelt mich an. Mich dann zu verweigern ist einfach ein Schutz für meine Seele.

    Ich mache also eine klare Ansage und halte mich auch daran, was er daraus macht ist seine Sache. ER muss mit dieser Situation fertig werden, wie er das macht damit muss ich wiederum zurechtkommen und für mich reagieren.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Melanie!

    Die Trauer in Bezug auf meine Partnerschaft habe ich bereits durchlebt. Nur so konnte ich frei für ein neues Leben werden.

    Ich bin schon noch traurig - wenn ich zum Beispiel andere Paare sehe die noch glücklich zusammen sind. Im Urlaub sah ich ein Pärchen die waren bestimmt schon an die 80 Jahre alt, sie gingen Hand in Hand. Das war immer mein Traum - zusammen glücklich alt zu werden.

    Die Realität sieht leider anders aus dieses Bild halte ich mir immer vor Augen. Ich kenne auch ein Paar - beide über 70 - er trinkt immer noch und sie ist mit den Nerven am Ende.

    Das wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit mein Leben :cry:

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Rhein!

    In meiner Beziehung war es eher andersrum mich hat es so gestört wenn mein Partner eine Alkoholfahne hatte dass mir die Lust gründlich vergangen ist.

    Der Partner muss für mich auch gut riechen wenn von jemandem der Geruch eines Bierfasses ausgeht ist das für mich ein absolutes no go. Ich finde es sogar respektlos mir gegenüber und es zählt für mich zur allgemeinen Körperpflege.

    Natürlich kommt es zu Reibereien wenn so ein Ungleichgewicht entsteht aber in diesem Falle habe ich nie nachgegeben um des lieben Friedens Willen. Ich habe ihm auch in aller Deutlichkeit gesagt dass es mich stört.

    Zum Ende unserer Beziehung konnte ich noch nichtmal Berührungen ertragen, es machte mich aggressiv. Natürlich kann S***ät auch ein Macht- oder Druckmittel sein um irgendwelche Dinge zu erreichen.

    Besonders schlimm finde ich es natürlich wenn einer der Partner so grenzüberschreitend wird und sich S** mit Gewalt holt das war aber zum Glück bei mir nie der Fall.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Rhein!

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    An der Interpretation von Seperanza kann man - so meine ich - keine oder kaum überinterpretation herauslesen. Ich finde ihre Interpretation nüchtern und unaufgeregt.

    Dazu möchte ich noch bemerken dass ich in der Lage bin Dinge nüchtern zu betrachten wenn es nicht um mich geht. Wenn bei mir Gefühle ins Spiel kommen neige ich eher dazu mich zurückzunehmen.

    Falls (wenn überhaupt) ich nochmals eine Beziehung eingehen würde muss ich unbedingt daran arbeiten um nicht wieder in so ein Desaster zu geraten.

    Ich muss es mir einfach wert sein und es mir immer wieder vor Augen halten dass ich bestimmte Dinge unter denen ich leide auf keinen Fall hinnehmen muss.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Melanie!

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    vertrauen, ein guter hinweis. im grunde vertrau ich dem erwachsenen mir gegenüber wenn ich fragen stelle das die antworten so kommen, das es für ihn richtig ist und nicht für mich, um ruhe vor den fragen zu bekommen.

    Es kommt immer auf dein Gegenüber an. Ist es ein Mensch der die offene Konfrontation scheut wird er dir eher das antworten was du hören willst um endlich seine Ruhe zu haben. Gerade männliche Wesen sind oft anders gestrickt und sind eher genervt wenn man fragt und fragt und fragt. Ehrlich gesagt würde es mich auch nerven wenn mich ein Partner jeden Tag fragen würde: "Liebst du mich noch, nun sag schon, sag doch endlich".

    Ich setze es erstmal voraus dass der andere das tut, ob es wirklich so ist werde ich irgendwann auch an seinem Verhalten merken. Dieses Vertrauen schenke ich ihm erstmal ob es enttäuscht wird weiss ich im Voraus nie.

    Zitat

    wenn das einfach so gemacht wird ohne was zu sagen und im letzten mail geschrieben wurde "bis heut abend" dann tagelang nichts zu hören war, bin ich sehr unruhig und spätestens am dritten tag mach ich mir gedanken was los ist und frage einfach nach.

    Wenn mir das öfters passieren würde käme in mir der Gedanke auf dass ich ihm so wichtig nicht sein kann. Ich persönlich bin sehr zuverlässig und wenn ich sage "bis heute Abend" dann meine ich das auch so.

    Nun kann ich ja vom anderen nicht unbedingt erwarten dass er Dinge die mir äusserst wichtig sind auch für genauso wichtig erachtet aber ich müsste schon hinterfragen ob ich in der Lage bin damit umzugehen.

    Also nicht "bin ich ihm keine Antwort wert?" sondern "bin ich es MIR wert tagelang auf eine Nachricht zu warten?". Bin ich es MIR wert ihn anzurufen, schliesslich wollte ER sich ja melden.

    Das Leben kann so kompliziert sein :wink:

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Leo!

    Zitat

    Jemand, der absolut antirassistisch ist beschimpft einen Afroamerikaner im Suff
    als Kanacke...

    Ein Mann, der aus tiefster innerer Überzeugung gegenüber Frauen ein Beschützerverhalten
    hat, schlägt seine eigene Ehefrau... obwohl er sie über alles liebt

    Ein heterosexueller, welcher absolut keine Neigung zum eigenen Geschlecht hat,
    wacht mit genau dem zusammen im Bett auf

    Alkoholiker leiden im fortgeschrittenen Stadium an Wahrnehmungstörungen das heisst die entwickeln häufig auch psychische Erkrankungen. Eifersuchtswahn, Verfolgungswahn, Depressionen, Psychosen um einige zu nennen. Häufig ist es so dass auch bei einer gelebten Abstinenz psychische Schäden zurückbleiben und dauerhaft behandelt werden müssen.

    Es könnte sein dass der Mann der seine Frau schlägt denkt sie würde ihn betrügen, der den Afroafrikaner beschimpft denkt dieser hätte ihm die Arbeit weggenommen und wäre schuld an seiner finanziellen Misere. Das sind natürlich nur Mutmassungen oder Beispiele.

    Nasse Alkoholiker sind oft nicht in der Lage realistisch zu denken und machen alles und jeden für ihre Misere verantwortlich. Diese Gedankengänge die sie nüchtern noch unterdrücken können kommen in betrunkenem Zustand oft voll zum Ausbruch.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Polarsternchen!

    Zitat

    Darf ich mich hier nur "negativ" austauschen? Wie gesagt Melanie, ich bin ein wenig anders gestrickt, aber das heißt nicht, dass ich nicht oftmals sehr traurig bin. Ich muss dies aber doch nicht hier immer schreiben, oder?

    Ich denke mal dass du dich hier austauschen kannst wie du das für dich richtig empfindest, ich kann es gut verstehen, ich bin auch nicht der Mensch der sofort seine negativen Gefühle darlegt. Ich bin nach aussen hin auch die Starke und jammern war noch nie mein Ding. Ich bin auch in vielen Dingen sehr lebenserfahren und weiss was ich zu tun habe.

    Ich bin es einfach gewohnt meine Probleme alleine in den Griff zu bekommen das liegt einfach daran dass eben keiner da war der mir dabei geholfen hat.

    Aber ich habe jetzt beschlossen einen anderen Weg zu gehen und mich einfach anderen Menschen mitzuteilen. Wie ausgiebig ich das mache bleibt mir überlassen, Hauptsache das was ich schreibe ist ehrlich.

    Dazu gehört auch dass ich mal schreibe dass ich traurig bin das ist auch ein Teil von mir den ich nicht unterdrücken darf. Es erleichtert einfach darüber zu schreiben und ich werde verstanden.

    Die negativen Gefühle müssen ja nicht immer von XY ausgelöst werden, es gibt auch andere Dinge im Leben.

    Es ist halt so dass die Forenschreiber auf das reagieren was du schreibst und viele haben eben die Erfahrung gemacht dass nach einem langen Leidensweg nur die Trennung bleibt.

    Wenn du das nicht möchtest und es aushältst so zu leben ist das vollkommen okay. Du musst auch nicht jeden Rat annehmen oder dich unter Druck fühlen denn du bist ein freier, eigenständiger Mensch.

    Was ich damit sagen möchte teile dich einfach so mit wie DU es für richtig empfindest.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Melanie!

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    na dann los, auf, es wartet das leben da draussen. auch jetzt kannst du genau das tun, was du immer tun wolltest

    Das versuche ich ja - wenn es auch nur kleine Dinge sind. Mit dem Haus dauert noch etwas es muss ja erst überschrieben werden. Aber dann gehts los, es wird wohl ca. 3 Monate dauern bis alles fertig ist aber vielleicht kann ich schon vorher umziehen. Gemessen an die Jahre die ich ausgeharrt habe ist das eine kurze Zeitspanne.

    Darauf richtet sich jetzt mein Hauptaugenmerk - es ist mir klar dass ich nicht so richtig zur Ruhe kommen kann solange wir unter einem Dach leben. Gestern Abend war ich etwas nachdenklich und auch traurig aber ich denke das ist normal ich kann die vergangenen Jahre nicht einfach abstreifen wie ein altes Hemd und alles ist wieder gut.

    Morgen gehe ich wieder arbeiten das wird mir guttun, ich habe sehr nette Kolleginnen und es wird viel gelacht bei uns. Die Arbeit hat mir die letzten Jahre sehr viel Halt gegeben.

    Liebe Grüsse
    Speranza