Hallo Regenbogenblume!
Ich war in meiner langen Ehe öfters total unzufrieden, verzweifelt, depressiv und voller Selbstzweifel. Die letzten 5 - 6 Jahre waren dann die Hölle für mich, die letzten 10 Monate so unerträglich dass ich Selbstmordgedanken hatte.
Ich konnte und wollte einfach nicht begreifen dass diese Suchtkrankheit so übermächtig sein kann. Der Gedanke zu gehen kam mir schon viel früher und ist immer mehr in mir gereift. Es war einfach der Gedanke: "Ich muss gehen wenn ich in meinem Leben je wieder glücklich sein möchte".
Mein Partner ist ein Alkoholiker der nach aussen hin kaum auffällt, es spielte sich fast alles hinter verschlossenen Türen ab. Er geht seinem Beruf nach und verdient gut. Finanziell musste ich mir noch nie Sorgen machen, wir hatten auch noch nie Schulden.
Er ist wenn er nüchtern ist sehr zuverlässig und er hat immer für seine Familie gesorgt. Leider wurden seine Phasen in denen er nüchtern war immer weniger.
Waren es früher Monate bis Jahre die letzten 5 - 6 Jahre war es dann jedes WE, wenn ich von der Arbeit kam lag er meistens schon betrunken auf der Couch. Ich wusste nie was mich erwartete, mal war er friedlich mal fing er aus Nichtigkeiten heraus Streit an.
Ich hatte schon längst nicht mehr die Kraft nach aussen hin so zu tun als ob alles in Ordnung wäre.
Trauriger Höhepunkt war dann letztes Jahr vor Weihnachten als ich ihn bewusstlos in der Küche gefunden habe und er auf der Intensivstation gelandet ist. Im Grunde wusste ich da schon ich muss mich trennen aber gab ihm noch eine allerletzte Chance.
Ich hatte Todesängste ich würde ihn eines Tages tot auffinden mit dieser Verantwortung kann und will ich nicht leben.
Es kam wie es kommen musste er wurde wieder rückfällig - ich dachte wenn ihm der Schock er hätte sterben können nicht ausreicht gegen seine Sucht anzugehen kann ihm keiner helfen.
Ich habe ihm das auch ganz deutlich gesagt er wäre für sich alleine verantwortlich und wenn er meint er müsse sich zu Tode trinken wolle ich mir das nicht mehr mitansehen.
Wir haben ganz ruhig und lange miteinander geredet, er versteht auch was ich meine - sagt aber auch er könne nicht aufhören.
Zitat
Du strahlst in Deinen Worten so einen Lebensmut und so eine Kraft aus, das man
unwillkürlich anfängt sich Deine Träume und Gedanken bildlich vorzustellen.
Gemütliche Räume mit warmen und freundlichen Farben, Blumen und Kerzen statt
Alkoholflaschen und Bierkästen, saubere, frische und gut riechende Luft in allen Räumen und kein Alkoholgeruch.
Niemand der morgens mit einer Fahne oder einem Kater neben Dir aufwacht, statt dessen
wirst Du mit Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher geweckt.
Entschuldige den Ausbruch meiner Fantasie, aber es hat mich einfach mitgerissen.
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Du musst dich doch nicht entschuldigen genauso stelle ich es mir auch vor
und das Häuschen ist auch so geschnitten, schöne helle Räume ein kleines Grundstück für einen Kräutergarten und Blumen.
Finanziell mache ich mir wenig Sorgen, er geht in wenigen Jahren in Rente und hat das Geld immer zusammengehalten. Meine Kinder verstehen mich und freuen sich dass ich wieder glücklicher wirke sie wollen aber auch für ihren Papa dasein.
Liebe Grüsse
Speranza