Hallo Melanie!
Danke für deinen Willkommensgruss.
Mit deinem Beitrag sprichst du mir aus der Seele. Irgendwann sind die Verletzungen so gross dass sie nicht mehr verheilen, zumindest nicht mehr an der Seite dieses Partners.
Mein Mann ist ja einsichtig - bis zum nächsten Mal. wenn man ständig belogen wird schwindet das Vertrauen und wird auch nicht wiederkommen.
Ich wüsste nicht warum es diesesmal anders sein sollte, ich habe auch keine Lust mehr massive Drohungen auszusprechen um eine Trinkpause bei ihm zu erwirken.
Ich erkenne sein Verhaltensmuster schon sehr lange - erst gibt er klein bei, verspricht mir das Blaue vom Himmel, malt mir eine Welt ohne Alkohol und wir schön wir es uns machen werden.
Er ist selbst bei laufender Therapie mehrfach rückfällig geworden, es war seine erste Therapie überhaupt und ich hatte doch wieder etwas Hoffnung geschöpft.
Als er dann vor 3 Wochen Sonntag Mittag sturzbertrunken vor mir sass und sich noch damit brüstete wie schlau er doch wäre und uns alle hinters Licht führen würde (das denkt er aber nur!) war für mich der Ofen aus.
Er führt nach wie vor ein Doppelleben, geht unter der Woche arbeiten und seine Kollegen ahnen nichts. Es weiss kaum jemand was bei uns los ist, ich spreche auch nicht darüber. was mich zusätzlich Kraft kostet.
Ich mag nicht mehr, bin mittlerweilen depressiv und habe das Empfinden wenn ich nicht gehe werde ich mir selber etwas antun. Das kann kein Mensch der Welt wert sein.
Es tut mir gut hier zu schreiben ich merke es lockert sich etwas in mir, ich werde bestimmt noch lange brauchen bis sich diese Starre in mir wieder lösen kann.
Die Zeit gebe ich mir, Grundvoraussetzung ist aber dass ich gehe und mein Leben nur für mich gestalte. Es ist die einzige Chance für mich, er hatte schon viele Chancen und hat sie nicht genutzt.
Lieben Gruss
Speranza