Beiträge von JJE

    Hi Julia,

    ja Hoffnung, dass kenne ich auch. Ich habe mich damals an jedes Wort geklammert, was Hoffnung bedeuten kann. Ein nasser Alkoholiker in meinen Augen, ringt immer, da sind sicherlich auch "wache" Momente. Problem hier ist, solange andere noch Sachen auffangen und ein "normales" Leben ermoeglichen, hat ein nasser Alkoholiker immer noch Ausfluechte parat, ist ja noch alles in Ordnung, Frau und Kinder sind noch da, so schlimm kann das nicht sein. Waesche wird gewaschen, Rechnungen bezahlt, Essen steht auf dem Tisch, solange ist alles in Ordnung.

    Diese Hoffnung hat mich persoenlich damals davon abgehalten etwas zu tun, auch ich musste meinen Tiefpunkt erreichen. Wenn man mit einem nassen Alkoholiker lebt, kann das auch unserer Gesundheit schaden, mein Ex-Partner damals ist nachts nach Hause gekommen, ich hatte schon geschlafen, er hatte sich ein paar Wuerstchen aufgesetzt und ist eingeschlafen, waere ich nicht rechtzeitig wach geworden, haette ich mich in einer lebensbedrohlichen Situation befunden.

    Ausserdem kostet diese Sucht auch einiges an Geld, mein Ex-Partner hatte sich immer wieder Geld von Freunden geborgt und das nie zurueckbezahlt, ich musste letztendlich aufpassen, dass er nicht an mein Geld geht und hatte spaeter nicht mal mehr Bargeld in meiner Geldboerse, weil ich Angst haben musste, dass er sich dranmacht.

    Wie geht es Dir Julia, schreib mal ein wenig ueber Dich, Deine Gefuehle, wie Du weitergehen moechtest. Vielleicht schaffst Du es auch Dir ein tatsaechliches Datum zu setzen, was realistisch fuer Dich erscheint, bei dem Du dann bestimmte Sachen fuer Dich umsetzt. Das kann hilfreich sein.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Blumenwiese , auch wenn es Julia's Thread ist, ich hoffe Sie moege mir verzeihen, dass ich Dir antworte.

    Das nach sich schauen ist wichtig, in einer "gesunden" Beziehung hat der Partner ueberhaupt kein Problem damit. Mein Mann, der ist kein Alkoholiker, haelt das ganz normal, dass man nach sich selbst schaut. Wir beide koennen uns auf gemeinsamer "Augenhoehe" begegnen, dass ist wichtig zu erkennen. So eine Beziehung kann ich ueberhaupt nur fuehren, weil ich nach mir selbst auch schaue, meine Moral, meine Grenzen lebe, meine eigenen Grenzen vorallem. Eine "gesunde" Partnerschaft akzeptiert Grenzen und ueberschreitet diese nicht, zumindestens nicht so wie wir es von einem alkoholkranken Partner kennen. Auf sich aufpassen, sich was gutes tun, sich nicht einspannen zu lassen in Verantwortungen, die bei jemanden anderen liegen.

    Wir alle Lernen, liebe Blumenwiese, liebe Julia, daher ist das gut, dass wir alle hier im Forum sind uns auszutauschen. Ihr seid nicht allein. Viel Kraft fuer euren Weg.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hi Julia,

    Du hast heute morgen Deinem Mann gesagt, dass der Verlust des Arbeitsplatzes nur der Anfang waere und dass der Verlusst der Familie und/oder Gesundheit die naechsten Schritte nach unten sind. Du hast empfunden, dass er das nicht realisiert. Mein Frage ist, warum hast Du ihm das gesagt? Ein nasser Alkhololiker nimmt diese Gespraeche nie so auf, wie ein "gesunder" Mensch. Er haelt an seiner Krankheit fest. Taten sind das einzige was einen Alkoholiker sehen laesst was passiert. Predigten sind vergebliche "Liebesmueh", sie kosten uns Angehoerige nur Kraft, Nerven und lenkt uns von unserem eigenen Handeln ab.

    Julia, versuch Dich auf Dich zu konzentrieren und gehe Deinen Weg, Schritt fuer Schritt.

    Viel Kraft wuensche ich Dir,

    JJE

    Hi Julia,

    Deine Wut ist riesengross auf Deinen Mann. Kann ich verstehen, allerdings ein nasser Alkoholiker wird immer anders handeln als ein "gesunder" Mensch. Es scheint so auszusehen, dass er da erstmal nicht loslassen will. Wie weit der Abstieg erfolgen muss und wie weit er fallen muss, kann keiner sagen. Das einzige was wir als Angehoerige machen koennen, ist nach uns zu schauen, mag erstmal wahnsinnig egoistisch klingen, ist aber das einzige was wir tun koennen. Denn wir haben nicht die Macht die Entscheidung nicht mehr zu trinken fuer den Alkoholiker zu treffen. Daher bringt es auch nichts, sich um etwas den Kopf zu zerbrechen, was wir selbst nicht aendern koennen. Lieber den Fokus auf das zu setzen was wir aendern koennen, dass heisst wir kuemmern uns um unser Wohlbefinden.

    Kopf hoch und ich wuensch Dir die Kraft Dich um Dein Wohlbefinden zu kuemmern und das Wohlbefinden Deine Kindes.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hi Julia,

    Co-Abhaengigkeit wird in meinen Augen immer wieder sehr unterschaetzt, ich muss dazu auch sagen, dass Alkoholiker viel mehr Hilfe bekommen, als ein Co-Abhaengiger, weil es einfach erstmal nicht offensichtler zu sein scheint.

    Ich komme mit dem was in meiner Familie passiert ist ziemlich gut klar und hab den noetigen Abstand dazu gefunden, ich hatte bevor das alles passiert ist meine Co-Abhaenigigkeit schon gut in den Griff bekommen und somit in diesem Fall erkennen duerfen, dass die Entscheidung ganz allein bei meiner Mutter und bei meinem Stiefvater gelegen haben. Das einzige ueber was ich mich geaergert hatte, war, dass wir Kinder damals viele Rennereien deswegen hatte, es musste die alte Wohnung aufgeloest werden, da meine Mutter Hauswart war und diese Taetigkeit durch den Tod meines Stiefvaters und durch die Krebserkrankung meiner Mutter, daher musste die Wohnung aufgeloest werden. Ich war sehr sauer, dass meine Mutter einfach gedacht hatte, dass sie einfach so sterben darf und uns mit dem ganzen Mist alleine laesst. Ich war froh, dass ich selbst nicht den ganzen Kram uebernommen hatte, sondern damals auch meinen Geschwister gesagt hatte, dass sie helfen muessen und organisieren muessen.

    Es gibt keinen Menschen auf diesem Planeten, der niemals Probleme zu bewaeltigen haette, ich sehe meine damalige Co-Abhaengigkeit als Wachstumspotential, natuerlich, wenn man sie "besiegt" hat und nicht, wenn man aktiv noch darin haengt. Das meiste was ich daraus gelernt habe, war um Hilfe zu bitten, wenn ich Hilfe brauche, Nein zu sagen, wenn ich etwas nicht moechte, meine Moral und Grenzen zu verteidigen und das ich an meinem Selbstwert arbeiten muss.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hallo Schwindelfrei,

    was denkst Du denn ist der Sinn und Zweck der Sache mit einem nassen Alkoholiker ernsthafte Dinge zu besprechen. Was erhoffst Du Dir daraus? Taten sind wichtiger als Worte. Du schreibst er hat unersetzbare Erinnerungsstuecke von Dir, die Du zurueckhaben moechtest. Was waere, wenn Du diese nicht mehr zurueckbekommen wuerdest, wie schlimm waere das fuer Dich?

    Mein alkoholkranker Ex-Partner hat naemlich auch Sachen von mir behalten, ich habe mich dann aber innerlich davon verabschiedet, diese Sachen hatte er spaeter noch benutzt und versucht ueber Freunde von mir mit mir in Kontakt zu treten, ich war daran aber nicht interessiert, mein Frieden, mein Leben war fuer mich wichtiger in dem Moment.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hi Julia,

    Dein Mann hat seine Arbeit verloren und nutzt das als Grund um zu trinken. Manchmal muessen Suchtkranke tief und weiter abrutschen um taetig zu werden und zu erkennen, dass die Sucht nichts loest und trinken nicht hilft.

    Es ist gut, dass Du Dich erkundigen willst, wie es bei Dir weitergeht. Hol Dir Hilfe.

    Mein Vater hatte damals auch seinen Job verloren. Nicht einfach und er ist nie wieder arbeitstechnisch richtig auf die Beine gekommen.

    Kopf hoch, schau nach Dir, Deinen Beduerfnisse und Eurem Kind, das ist der einzige Ratschlag, den ich Dir geben kann.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hallo schwindelfrei,

    das hoert sich alles ziemlich chaotisch an und Dein Gefuehlsleben scheint ja Achterbahn mit Dir zu fahren. Du schreibst, warum ein Mensch einen so kaputt machen kann und warum er Dich so manipuliert?

    Meine Frage ist, warum laesst Du das zu? Warum glaubst Du so einen Mensch in Deinem Leben zu gebrauchen?

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Mein Stiefvater haette letzte Woche Geburtstag gehabt, er waere 61 Jahre alt geworden. Er ist 2007 verstorben. Er hatte Krebs der Mundschleimhautdruesen, dass kam vom Rauchen und Alkohol hat sicherlich auch viel dazuzugetragen. Selbst waehrend seiner Chemo und Bestrahlung hat er nicht auf Alkohol und Zigaretten verzichtet, es ging immer froehlich weiter. Er ist von fast 100kg auf 60kg abgemagert, Essen war schlimm da sein Mund wie rohes Fleisch gewesen ist, aber trinken und rauchen, dass ging immer. Seit laengerer Zeit hat er damals bemerkt, dass sein Bein dick war, seine eine Physiotherapeutin meinte, er sollte dringend einen Termin beim Arzt machen, dass koennte eine verschlossene Vene sein, hatte sie damals vermutet. Er hatte einen Termin gemacht beim Arzt, aber zwei Tage vor dem Termin ist er im Badezimmer zusammengebrochen, keiner hat es gehoert, es muss in den fruehen Morgenstunden gewesen sein, am Abend zuvor war er noch einen Trinken. Meine Schwester, die zu diesem Zeitpunkt daheim gelebt hatte, hat ihn gefunden, Gottseidank hat sie die Tuer nicht richtig aufmachen koennen, denn der Koerper meine Stiefvaters hat davorgelegen, sie hatte nur eine richtig grosse Blutlache gesehen und sofort den Krankenwagen gerufen. Leider konnte man nichts mehr machen, er war tot, von heute auf morgen.

    Meine Mutter sollte diesen Tag allerdings auch ins Krankenhaus. Sie hatte in letzter Zeit sehr abgenommen, ich hatte meine Mutti bereits ueber ein Jahr nicht mehr gesehen, da ich nach England gezogen war. Es hiess nur, sie will ins Krankenhaus. Mein Stiefvater wollte sie an dem Tag an dem er verstorben ist, ins Krankenhaus fahren, das ganze hat sich dann einen weiteren Tag verschoben, mein Onkel hat sie dann am darauffolgenden Tag hingebracht. Ich hatte in der zwischenzeit ein Flugticket gebucht und war schon auf dem Weg nach Deutschland. Was meine anderen drei Geschwister und ich am naechsten Tag aber zu hoeren bekommen hatten vom Arzt im Krankenhaus, hat uns wirklich den Boden unter den Fussen weggezogen. Es wurde gesagt, dass unsere Mutter Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium hatte, man wuesste nicht wie lange sie noch leben wird, er haette aber schon gestreut und war offen. Nach und nach in den darauffolgenden Tagen hatten wir rausbekommen, dass meine Mutter 10 Jahre zuvor einen Knoten in der Bruste gefuehlt hatte. Sie hatte sich aber nicht getraut zum Arzt zu gehen, damals waren meine zwei juengsten Geschwister erst 12 und 11 Jahre alt. Sie hatte Angst, dass wenn es Brustkrebs waere und sie ins Krankenhaus muesste, dass mein alkoholkranker Stiefvater haette Verantwortung uebernehmen muessen. Sie hat das nicht gewollt, sie war so in Ihrer Co-Abhaengigkeit verhangen, dass sie ihre Gesundheit und ihr Leben riskiert hat. Nur durch eine gute antroposophische Klinik in Berlin, die sie palliativ behandelt, ist es noch moeglich, dass sie nach wie vor lebt, sie ist ein kleines Wunder, sie sieht sehr alt aus, ist auf dem einen Auge blind und kann ihren einen Arm nicht mehr richtig fuehlen, weil der Krebs dort schon Nerven angefressen hat.

    Co-Abhaengigkeit kann uns auch toeten, dass musste ich mir an diesem Tag sehr deutlich bewusst machen.

    Das war mein reflektieren, diesen Vorfall in meinem Leben werde ich niemals vergessen koennen, aber ich kann daraus lernen, ihn mit anderen teilen und sagen, ja ich bin ein erwachsenens Kind eines Alkoholikers und einer co-abhaengigen Mutter und ich selbst weiss was es heisst Co zu sein.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Liebe Speranza,

    das hoert sich ja sehr entspannt und gluecklich an. Ich hatte damals es auch als pure Erleichterung empfunden, als ich mich getrennt hatte und ich Ruhe daheim hatte und mit Freunden ausgehen konnte ohne mir Gedanken zu machen was daheim auf mich wartet. Erst dann wird einem eigentlich bewusst, wieviel Stress man hatte und wie belastend die ganze Situation war.

    Freut mich ganz doll fuer Dich.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hallo Lottemotte,

    Du warst mit Deinen Freundinnen weg und sie haben Dich nicht verurteilt, dass hoert sich doch gut an. Mit den Gewaltfantasien ist nicht unbedingt ungewoehnlich, ich hatte damals Traeume gehabt, in denen ich meinen alkoholkranken Partner ein paar gescheuert hatte. Ich denke wir unterdruecken im Alltag ziemlich viel. Mit der eigenen Wertschaetzung liegst Du da nicht verkehrt, sich selbst zu lieben ist eine wichtige Aufgabe, gerade fuer uns Co's. Gib Dir Zeit und sei geduldig mit Dir, dass ist nur was ich Dir raten kann, will ja auch alles verarbeitet werden.

    Gut ist, dass Du nicht mehr mit ihm zusammenlebst, da bist Du schon konsequenter gewesen als manch ein anderer Co.

    Achso, was ich bei mir damals festgestellt habe, wenn man sich selbst liebt und sich nicht fuer jemanden anderen "verstellt", dann zieht man auch die Leute/Partner an, die einem guttun.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hallo Julia,

    das hast Du richtig erkannt nur Taten zeigen, ob er wirklich trocken werden moechte.

    Es ist aber nicht ungewoehnlich, dass es hier auch Hinhaltetaktiken gibt. Da wird halbherzig zur SHG gegangen oder man geht in eine Psychotherapie. Allerdings wird auch ein Therapeut nichts bewirken koennen, wenn ein Alkoholiker oder Suchtkranke selbst nichts tun moechte. Mein damaliger Partner war auch bei der SHG oder auch beim Arzt, auch da wurde gelogen. Das "nasse" Denken meines damaligen Partners war, dass er das gemacht hat, um mir zu zeigen, dass er etwas macht und ich ihn nicht verlasse, aber da er nicht selbst aufhoeren wollte, hat er die SHG und Aussagen von Aerzten dafuer benutzt, um eine Bestaetigung zu finden, dass es ja alles gar nicht so schlimm bei ihm ist, andere sind viel schlimmer dran in seinen Augen.

    Als Angehoeriger kann man gebetsmuehlenartig immer wieder verlangen, dass derjenige anfaengt trocken zu werden, wenn es aber bei einem Alkoholiker nicht "Klick" macht, wird da rein gar nichts passieren. Das einzige was wichtig fuer uns Co's ist, ist fuer uns selbst taetig zu werden. Eine Trennung kann auch erstmal raeumlich sein, man muss sich nicht gleich scheiden lassen. Raeumlicher Abstand ist auch zum Schutze von uns Anghoerigen, denn mit einem Suchtkranken zu leben, schraenkt unser eigenes Leben viel zu sehr ein.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hi Julia,

    Dank Dir, dass ist sehr nett von Dir. Wir alle haben das verdient, auch Du.

    Ich kann natuerlich verstehen, dass es mit Kind zum Teil schwieriger sein kann. Liebe Julia, ich wuensche Dir alle Kraft der Welt, auch Du hast es verdient gluecklich zu sein und in einer respektvollen und liebevollen Partnerschaft auf gleicher "Augenebene" zu leben.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    P.S. Glaub mir, dass Lernen hoert nie auf, Co-Strukturen sind nicht nur in unseren Beziehungen zu unserem Partner, die koennen sich ueberall erstrecken.

    Hi Julia,

    ich gebe da Speranza recht. Alkohol an sich kann zu Depressionen fuehren, gerade, wenn Unmengen getrunken werden. Es ist ein Teufelskreis. Wenn Dein Mann keinerlei Anzeichen derzeit sieht vor seiner Sucht zu kapitulieren, besteht auch keine Chance auf einen Therapie-Erfolg. Ein Therapeut kann seinen Klienten nicht dazu zwingen etwas zu tun, das eigentliche Tun liegt in den Haenden Deines Mannes und dazu gehoert ersteinmal die Einsicht, dass er ein Problem hat und das wichtigste, der Wille etwas zu tun. Mein damaliger Partner hat mir auch immer alles versprochen, weil er wusste, dass ich nur dableibe, wenn er mir Hoffnung geben kann, aber wirklich aufhoeren wollte er nicht.

    Liebe Julia, ich hatte es schon im anderen Thread geschrieben. Ich wuensche Dir die Kraft fuer Dich die Entscheidungen zu treffen, die Dir guttun.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hi Speranza,

    das mit dem braven Kind sein, kenne ich auch. Heute kann ich sagen, dass es wichtig ist generell als Co zu sehen woher dieses Verhalten kommt und haeufig liegt es weiter zurueck, also in unserer Kindheit, als wir persoenlich vermuten wollen. Fuer mich war es immer eine Art "geliebt werden". Irgendwo unterbewusst dachte ich immer, dass ich wohl nicht liebenswert sei, wenn ich mir einen nassen Alkoholiker anlache und das ganze Drama mitmache. Das alles ist nun schon ueber 10 Jahre her. Nach dieser Erfahrung habe ich mir persoenlich geschworen, keine Kompromisse einzugehen, ich habe mir persoenlich versprochen mich nicht mehr zu verbiegen um geliebt zu werden. Heute bin ich gluecklich verheiratet, mein Mann ist kein Alkoholiker und ich bin gluecklich, dass es meine erste gesunde Beziehung ist und ich sehen kann, dass dadurch, dass ich auch auf meine Beduerfnisse achte, ich viel freier leben kann.

    Liebe Gruesse,

    JJE

    Hi Julia,

    da stimme ich Silberkralle zu. Letztendlich ist das Ergebnis das gleiche, derjenige trinkt, egal ob koerperlich oder mentale Abhaengigkeit.

    Alkoholiker ob "mental" oder "koerperlich" muessen die Finger vom Alkohol lassen. Ich weiss, dass es mal einen Arzt oder Wissenschaftler gab, der versucht hat zu erzaehlen, dass man nicht abstinent leben muss, aber das halte ich fuer ziemlich gefaehrlich und nicht durchfuehrbar.

    Wusstest Du auch, dass wenn Du als Angehoeriger eines Alkoholikers auch keinen Alkohol trinken solltest? Gerade trockene Alkoholiker werden zusehen, dass sie keinen Alkohol im Hause haben und das deren Partner auch nicht trinkt.

    Liebe Gruesse,

    JJE