Beiträge von Lena40

    Hallo Pink-Lady, hallo zusammen,

    ich freu mich über deinen Besuch bei mir und da scheinen wir ja einige Gemeinsamkeiten zu haben....im Moment zeigt sich der Herbst ja auch schon seit Tagen von seiner schönsten Seite (zumindest hier im Norden) und das geniesse ich in vollen Zügen- bin viel draussen unterwegs, mal mit dem Rad, mal zu Fuss oder ich "tobe" bißchen auf meinem großen Balkon herum und mache ihn so nach und nach winterfest...da gibts immer was zu tun.

    Heute habe ich endlich Nachricht von der Rentenversicherung bekommen, da hatte ich im Juli einen langen Fragebogen ausgefüllt für einen Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben. Zuerst mal ist mir eine ausführliche Erstberatung (Assessment) über 5 Tage bewilligt worden, welche Anfang Dezember stattfinden soll. Da geht es um Abklärung der beruflichen Eignung und Arbeitserprobung, um für die Auswahl von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben meine Eignung, Neigung und bisherige Tätigkeit angemessen berücksichtigen zu können. Das finde ich total klasse, das kommt jetzt genau zur richtigen Zeit! Bin mal gespannt, was da so bei rum kommt....vielleicht mache ich ja doch noch eine Umschulung? Ich denke, das wird sich alles finden.

    Ansonsten möchte ich diese Woche noch 1 Heizkörper im Bad lackieren und nächste Woche evtl. eine Dachluke, mal sehen. Ende Oktober werde ich dann wohl das Abschlussgespräch mit meinem Ex führen, vorher möchte ich gerne noch eine Therapiestunde dafür nutzen um mich zusammenfassend aus den letzten Stunden vorzubereiten. Achja und ein Friseurbesuch ist auch mal wieder nötig.

    Über Langeweile kann ich nun wirklich nicht klagen...

    Ich bin guter Dinge und mein Weg geht weiter...machts gut, LG Lena :wink:

    Hallo Frank, hallo Zotti,

    ich hatte das Rezept gestern reingestellt, hatte aber nicht drüber nachgedacht, das hier nichts abgeschriebenes (war aus einem kleinen Koch-Heftchen) veröffentlicht werden darf. Darum hat Karsten es wieder gelöscht. Ist in Ordnung für mich, nur leider kann ich euch jetzt nicht das Rezept geben...naja, ihr könnt ja selber kreativ werden :lol:

    Wünsche allen eine schöne Woche, herzliche Grüße Lena :wink:

    Liebe Samsara,

    auch ich bin eine meistens stille Leserin in deinem Thread. Ich nehme viel dabei für mich mit und ich mache mir so einige Gedanken über das was du schreibst. Ich brauche dafür immer ein bißchen Zeit und kann dann oft nicht so spontan dazu etwas sagen. Und ich habe noch soviel mit mir selbst zu tun, das es mir oft zuviel ist, bei dir oder bei anderen Usern zu schreiben. Doch ich denke das es in Ordnung ist, jeder so, wie er kann und wie es ihm/r guttut.

    In meiner SHG kommt es auch immer mal wieder zu Rückfällen und für mich sind sie eine Warnung, nicht nachlässig bzw. leichtsinnig zu werden. Ich sehe es auch so, das wenn jemand trinken will , ihn nichts und niemand davon abhalten wird. Und ein Rückfall passiert schon lange vorher, in und mit den Gedanken, die man hat oder die sich aufstauen...das wichtigste ist glaube ich, ehrlich und aufmerksam mit sich selbst umzugehen und dies auch in der SHG bzw. im nahen Umfeld zu tun. Ich hatte bisher noch keinen Rückfall und kann deswegen auch nicht ganz soviel dazu sagen. Nur eines weiß ich, es gibt bei unserer Alkoholkrankheit keine Sicherheit und es bedarf einer lebenslangen Auseinandersetzung und Aufmerksamkeit, dessen bin ich mir bewusst und ich versuche das für mich umzusetzen.

    Herzliche Grüße, Lena :wink:

    Hallo Frank,

    meine Schmerzen in der Brust sind wieder besser, und ich bin ja auch in einer engmaschigen Vorsorge aufgrund der Häufung in meiner Familie. Jetzt geht es mir wieder besser und ich mache mich nicht mehr verrückt, aber es ist ein schwieriges Thema, womit ich umgehen muss, was ich ja auch tue....

    Ich wünsche dir auch eine entspannte und zufriedene Zeit- morgen ist ja dein letzter Arbeitstag....und dann endlich Urlaub! Geniess es... :D

    GLG nach Hamburg, Lena :wink:

    Hallo Forum,

    ich hatte heute einen total schönen Tag....auch wenn meine derzeitige Situation nicht gerade einfach ist, so versuche ich das beste daraus zu machen und gelassen zu bleiben. Ich habe eine kleine Radtour gemacht und dabei das tolle Wetter und die Sonne genossen, ich liebe die Natur und gerade im Herbst ist sie wunderbar anzuschauen- das ist Balsam für meine Seele und ich ziehe ganz viel Kraft daraus.

    Ich habe dann eingekauft (u.a. auch mal wieder ein Buch, habe mir schon lange keins mehr gekauft, gehe regelmäßig in die Bücherei, aber das habe ich mir heute mal gegönnt :D ) und heute abend habe ich mir einen leckeren Gemüseeintopf gekocht mit Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, roten Linsen, Knoblauch, Curry, Kokosmilch, Koriander, Ingwer und Limette. Dazu gabs geröstetes Roggenbrötchen mit Butter....und ich habe wieder mal gemerkt, das gerade die einfachen Dinge mich sehr glücklich machen.

    Zwischendurch habe ich mit lieben Menschen/ Freunden telefoniert, laut Musik gehört und es mir einfach gut gehen lassen.

    Ich habe in den letzten 2 Jahren soviel in meinem Leben und an mir verändert, es ist praktisch nichts mehr so, wie es war....die Kündigung war die letzte wichtige Entscheidung- für die ich sehr lange gebraucht habe - die ich getroffen habe, und wofür ich wirklich all meinen Mut aufbringen musste.

    Ich brauche jetzt erstmal eine Zeit der Besinnung, um all diese Dinge zu verarbeiten und auf mich wirken zu lassen- und diese Zeit nehme ich mir und diese Zeit gestehe ich mir zu. Da vertraue ich mir und ich lasse es jetzt einfach auf mich zukommen....

    Achja, ich würde mich natürlich auch über ein Feedback von anderen Usern freuen (habe da heute etwas bei Samsara gelesen, was ich ähnlich empfinde), auch wenn ich vielleicht selbst nicht oft bei anderen schreibe, da ich doch noch sehr viel mit mir zu tun habe. Auf jeden Fall hilft es mir sehr, hier zu schreiben und ich finde dieses Forum wirklich klasse....es ist zu einem festen und wichtigen Bestandteil in meinem Leben und meiner Trockenheitsarbeit geworden. An dieser Stelle mal ein großes Danke an Karsten, an die Moderatoren und an alle Forenteilnehmer! :wink:

    Wünsche allen ein schönes WE, herzliche Grüße Lena

    Lieber Frank,

    so, jetzt ist es fast soweit....und du hast endlich deinen wohlverdienten und langersehnten URLAUB...!!!

    Juchu, ich freu mich mit und wünsche dir eine tolle Zeit, schönes sonniges Herbstwetter, viel Spaß in der Natur und gaaaanz viel Entspannung....

    Lass es dir gut gehen,

    ganz liebe Grüße von Lena :wink::lol:

    Guten Abend Frank,

    danke für deine Rückmeldung, ich war gestern den ganzen Tag unterwegs und hatte noch keine Zeit zum schreiben. Mir gehts sehr wechselhaft- gestern hatte ich einen sehr schönen Tag mit ganz lieben Menschen aus meiner SHG- und heute drömel ich irgendwie nur rum- habe zur Zeit eh die Tendenz, mich ein bißchen zurückzuziehen- ist ja auch erstmal nix schlimmes.

    Ich hatte die letzten 2 Tage Schmerzen in meiner rechten Brust, ich habe da eine Verhärtung, die ist mal mehr mal weniger da (habe ich schon etliche Jahre) und bislang hat es, wenn ich meine Regel habe, mal gespannt....aber weh getan hat es so noch nicht. Das hat mich sehr geängstigt, da meine Oma und Tante an Brustkrebs verstorben sind und meine Mutter 2009 an Brustkrebs erkrankt ist. Ich gehe 2x im Jahr zur Vorsorge zu meiner Frauenärztin und das mache ich sehr konsequent, war erst im Juni da, trotzdem ist da eine Sch... Angst, wenn auf einmal so blöde Schmerzen da sind. Heute ist es etwas besser, ich hoffe, es geht wieder weg....wenn nicht, muss ich das wohl abklären lassen. Ich versuche, mich da nicht hinein zu steigern...nicht so einfach.

    Ich bin auch sehr müde und schlapp seit ein paar Tagen....war wohl doch etwas viel die letzte Zeit. Also werde ich mir viel Ruhe gönnen und alles ein wenig sacken lassen. Ich brauche Zeit um die Dinge und Veränderungen zu verarbeiten, weil ich habe soviel in meinem Leben verändert....es ist eigentlich nichts mehr so, wie es war. Ja ich habe Platz geschaffen, das ist auch gut so....doch jetzt möchte ich einfach mal nichts machen und Kraft schöpfen für die neuen, hoffentlich schönen Dinge, die da kommen mögen. Ich denke, meine Seele und mein Körper weisen mir schon den für mich richtigen Weg und die Richtung....ich versuche mir zu vertrauen und lasse es auf mich zukommen- ohne Druck, weder von aussen, noch von mir selbst. Mal sehen, wie das so klappt....

    Frank, deine Worte haben mir gut getan, danke dafür :D

    Drück dich zurück, lg Lena

    Guten Abend,

    tja, ich melde mich mal kurz, um euch mitzuteilen, das es mir grad ziemlich durcheinander geht. Meine Stimmung wechselt ständig und ich fühle mich irgendwie wie im nichts....schwer zu beschreiben. Auf jeden Fall ist es sehr anstrengend und diffus.

    Auf der einen Seite stehe ich zu meiner Entscheidung, das ich gekündigt habe und es fühlt sich auch befreiend an....auf der anderen Seite sind da meine ganzen Ängste, vor allem auch Existenzängste, wie es jetzt weitergeht. Ich möchte mir ja Zeit lassen, doch manchmal denke ich, das ich es vielleicht nur wegschieben möchte oder das ich richtiggehend davor weglaufe.

    Und irgendwie fühle ich mich gerade total einsam....ich habe ja mit meiner Therapeutin sehr viel über meinen Ex und unsere Beziehung gesprochen, um das Gespräch, das ich mit ihm führen möchte, vorzubereiten. Ich kann jetzt einiges viel besser verstehen, gerade weil sie neutral und objektiv ist und auch, weil ich jetzt nüchtern bin und damit die Dinge klarer sehe. Und es war nicht alles schlecht, es waren ganz einfach auch die jeweiligen Umstände, weshalb die Beziehung so war, wie sie war. Es war eine Beziehung zu einer Zeit, als ich tief in meiner Sucht steckte, und dafür trage ich selbst die Verantwortung. Das wird mir langsam klar, doch das ist nicht gerade einfach, diese Erkenntnis ehrlich für mich anzunehmen. Ich merke, das in mir auf einmal eine tiefe Traurigkeit und Trauer hochkommt, weil wir diese Liebe nicht leben konnten. Der Alkohol spielte leider eine (destruktive) Hauptrolle, er hat uns verbunden und gleichzeitig zerstört.

    Ich bin dankbar, das ich jetzt trocken bin....bin nur gerade sehr nachdenklich und merke, das ich noch einen langen Weg vor mir habe.

    Lieben Gruß, Lena

    Hallo,

    ich lese hier auch mit großem Interesse mit und ich war in meiner langjährigen Partnerschaft (aus der ich mich vor 2 Jahren lösen konnte) abhängig und alkoholkrank, letzteres werde ich für immer bleiben.

    Mein Ex hat auch getrunken, ob er alkoholkrank ist, kann nur er selbst beurteilen- auf jeden Fall war bei unserer Beziehung der Alkohol gleichzeitig verbindend und zerstörend. Ich möchte hier nichts näheres darüber schreiben, nur soviel, das ich mich erst nach der Trennung auf meinen Weg in die Trockenheit machen konnte. Innerhalb dieser (kranken) Beziehung war das nicht möglich. Und zu der Zeit war er meine große Liebe...heute weiß ich nicht mehr, ob er das wirklich war??

    Ich bin jetzt seit 21 Monaten trocken und erst jetzt bin ich in der Lage, mir diese Beziehung nüchtern, realistisch und ehrlich anzuschauen. Es war nicht alles schlecht, es war für diese Zeit so wie es eben war- doch mittlerweile habe ich viel über mich gelernt und das wichtigste was ich gelernt habe ist, mich selbst anzunehmen, mich selbst zu lieben mit allem was mich ausmacht- als ich noch getrunken habe, war das nicht möglich.

    So wie Frank es schreibt:

    Zitat

    aber dafür muß man verdammt weit sein, erstmal sich selbst kennen und annehmen können, für sich stehn können auch ohne daß sie sich ereignet. Liebe nimmt nichts ab. Dafür ist sie nicht da. Sie bereichert nur was auch ohne sie schon gut ist.

    Ich bin jetzt seit 2 Jahren solo und ich habe bisher auch noch gar kein Interesse an einem neuen Partner- okay ein bißchen Sehnsucht manchmal schon, aber innerlich merke ich , ich bin noch nicht so weit. Und das ist in Ordnung für mich. Ich habe vieles in meinem Leben und an mir selbst verändert und damit geht es mir gut- so darf es gerne bleiben. Ich sehe es auch so wie Frank:

    Zitat

    Und das können weder Alkoholiker noch Cos, auch nach Absetzen der jeweiligen Droge noch eine sehr lange Zeit nicht. Dafür muß man sich erstmal selbst zurückerobern. Und das dauert.

    Ich glaube auch, Abhängigkeit (egal welche) macht Liebe unmöglich bzw. kaputt und auch krank...

    Liebe Grüße, Lena

    Hey Frank,

    das hat sich gerade irgendwie überschnitten...dank dir für deine Rückmeldung! Ja mein kioskjob war sozusagen noch ein "Überbleibsel" aus meiner Trinkzeit und trotzdem hatte ich- aus genannten Gründen- so eine Angst davor, das hinter mir zu lassen. Es stimmt, das hat auch etwas mit Gewohnheit/ Vertrautem und Sicherheit zu tun.

    Aber ich hab's jetzt getan und irgendwie wird's weitergehen....aber ich mache mir (noch) keinen Druck....

    Superliebe Grüße zurück, Lena :wink:

    Weiter gehts...

    Ich habe in dieser Zeit viele Aushilfstätigkeiten gemacht, immer noch besser, als gar nichts zu tun, jedoch war ich nicht in der Lage, auf dem "normalen" 1. Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Zwischendurch habe ich zwar auch noch 2x CAD-Fortbildungen (Zeichnen mit dem Computer) gemacht und mich danach auch intensiv auf Stellen beworben....aber ich hatte nie den Mut, so eine Stelle anzutreten. Ich denke, das hatte auf der einen Seite mit meiner Alkoholkrankheit zu tun und auf der anderen Seite mit meiner Geschichte meiner Kindheit, die ich überhaupt noch nicht verarbeitet hatte. Ein Teufelskreis...

    Ich habe zwar nie ganz aufgegeben und immer wieder neue Versuche gestartet, doch ich war schon zu sehr in meiner Sucht gefangen und ich habe es nicht geschafft, einen Weg heraus zu finden. Und ich habe mir selbst auch nichts mehr zugetraut.

    Mit 30 Jahren habe ich dann in meinem 1. Kiosk angefangen zu arbeiten- für mich war das schon eine deutliche Verbesserung und auch , wenn es nur Teilzeit war, hat mir das eine gewisse Struktur gegeben. Die Arbeit im Verkauf und mit Menschen hat mir von Anfang an sehr viel Spass gemacht, das hätte ich vorher nicht gedacht. Trotz allem habe ich mir meine Alkoholkrankheit noch lange Zeit nicht eingestehen können, dazu kam, das ich meinen Ex da kennenlernte und er hat auch viel Alkohol getrunken....wahrscheinlich habe ich mir unbewusst gerade deshalb ihn "ausgesucht" bzw. mich in ihn verliebt. Aber das sehe ich erst heute so, nüchtern sieht man die Dinge einfach klarer- damals war mir das nicht bewusst.

    Tja und irgendwie bin ich dann nie über meine Arbeit im Kiosk hinaus gekommen. Wie gesagt, die Arbeit hat mir immer sehr viel Freude bereitet und ich empfinde es auch nicht als "niedere" Arbeit oder als nicht so wertgeschätzte Arbeit....auch wenn ich oft zu hören bekommen habe, ich würde mich unter Wert verkaufen oder unter meinen Möglichkeiten bleiben....es ist mir egal, was andere darüber denken, wichtig ist für mich, wie ich mich fühle und ich bin immer gerne zur Arbeit gegangen.

    Ich wollte euch nur ein bißchen von meinem Werdegang erzählen, damit ihr ein bißchen besser verstehen könnt, warum meine berufliche Neuorientierung/ Veränderung für mich ein Riesenthema ist und mit ganz vielen Ängsten verbunden ist. Es ist alles sehr komplex und ich kenne auch meine Stärken/ Fähigkeiten/ Talente nicht wirklich, das ist wie ein grosses schwarzes Loch.

    Aber ich hatte trotz allem gestern den Mut zu kündigen...

    Liebe Grüße, Lena :wink:

    Liebe Samsara,

    danke für deine Antwort, darüber habe ich mich sehr gefreut. Du schreibst:

    Zitat


    Du hast ja ziemlich klare Vorstellungen und ich bin echt gespannt, wohin der Weg Dich führt.

    Dazu möchte ich gerne anmerken, das ich, zumindest was meine beruflichen Ziele bzw. Veränderung angeht, bisher keine klaren Vorstellungen habe. Das ist ein "Riesenthema" für mich und eine meiner letzten großen Baustellen aus meiner Trinkzeit.

    Ich habe zwar eine Ausbildung als Bauzeichnerin abgeschlossen, jedoch nie in meinem Beruf gearbeitet. Ich war 23 Jahre, als ich mit der Ausbildung fertig war- vorher hatte ich noch zwei andere Ausbildungen angefangen (Erzieherin und Schilder-und Lichtreklameherstellerin), jedoch beide aus verschiedenen Gründen nach 1 Jahr abgebrochen. Als ich damals die Abschlussprüfung als Bauzeichnerin bestanden hatte, war ich sehr stolz auf mich und dachte "jetzt hast du endlich deinen Gesellenbrief, jetzt kann dir nichts mehr passieren"....und ich war dafür fast 6 Jahre (mit den beiden anderen Ausbildungen, die ich nicht abgeschlossen habe) unterwegs. Das ich das überhaupt so lange durchgehalten und nicht aufgegeben habe, fand auch meine Therapeutin bemerkenswert.

    Dazu ist wichtig zu wissen, das ich ein sehr heftiges "Zuhause" hatte- mein Vater ist Alkoholiker und meine Mutter war Coabhängig, es gab viel Gewalt und ich habe einige traumatische Erfahrungen gemacht. Meine Bedürfnisse waren nicht wichtig, ich hatte schon sehr früh zuviel Verantwortung und ich kannte keine Sicherheit. Ich wusste nie, was mich erwartet, wenn ich nach Hause komme.

    Mit ca. 16/17 Jahren habe ich angefangen Alkohol zu trinken, ich denke noch nicht abhängig, jedoch deutlich heftiger und schon damals unkontrollierter als andere Jugendliche /Freunde.

    Und als ich die Ausbildung abgeschlossen habe, konnte ich einfach nicht mehr....ich habe mich nicht wirklich um eine Arbeitsstelle bemüht, ich dachte, ich hab ja jetzt meinen Gesellenbrief in der Tasche und mir kann nichts mehr passieren. Ich habe mich treiben lassen, in den Tag hinein gelebt und viel und oft getrunken. Ich wollte einfach nur alles vergessen, mich nicht spüren, mich dicht machen...ich rutschte schnell in eine gefährliche Scheinwelt und in die Abhängigkeit.

    Ich mach mal kurz Pause und schreib später weiter...

    LG Lena

    Liebes Forum,

    meine Gefühle fahren Achterbahn.... :shock:

    Ich habe heute nach 8 Jahren im Kiosk gekündigt. Ich habe ja schon seit einigen Monaten dort viel mitgemacht und seit gestern hat sich die Situation nochmals zugespitzt und deshalb habe ich mich heute während der Arbeit zu diesem Schritt entschlossen. Das ist mir sehr schwer gefallen, aber meine Grenze ist definitiv überschritten und es war die richtige Entscheidung für mich.

    Auf der einen Seite fühlt es sich befreiend an, doch im Moment überwiegt noch die Angst. Ich brauche jetzt erstmal ein bißchen Zeit, um das Ganze sacken zu lassen, um es einfach wirklich zu realisieren.

    Ich versuche mir selbst Mut zu machen, indem ich mir sage (sinngemäß):
    ...wenn sich eine Tür schliesst, öffnet sich woanders eine neue...

    Es ist durchaus eine Chance, doch ich brauche Zeit um damit abzuschliessen....um mich von diesem Lebensabschnitt zu verabschieden. Und diese Zeit werde ich mir nehmen und mir zugestehen- ohne mir von aussen ein schlechtes Gewissen machen zu lassen.

    Nur ich selbst weiß, wieviel Kraft und Mut mich diese Entscheidung gekostet hat. Ich bin auf dem Weg und versuche gut für mich zu sorgen, aber auch da bin ich in einem lebenslangen Lernprozess.

    Gute Nacht wünscht euch Lena :wink:

    Guten Abend,

    ich möchte euch nur mitteilen, das ich nächste Woche wieder arbeiten gehe.
    Ich war jetzt 1,5 Wochen nicht da und ich habe mich sehr dafür eingesetzt, das endlich etwas passiert, da ich unter den sich zuspitzenden Zuständen nicht mehr bereit war, dort zu arbeiten. Ich kann hier im öffentlichen Bereich nichts genaueres dazu schreiben, auf jeden Fall habe ich alle Kollegen mobilisiert und es scheint so, als ob morgen endlich Bewegung in die Sache kommt. Ich bin zwar noch skeptisch....aber ich gehe erstmal wieder arbeiten und bin gespannt, ob jetzt wirklich von Seite der Chefin konsequent gehandelt wird. Ich hoffe, das es sich gelohnt hat, zu kämpfen!

    Ich merke, das ich insgesamt sehr klar bin, für mich und meine Bedürfnisse einstehe und das ich mittlerweile ungewohnt selbstsicher geworden bin....eine schöne Entwicklung, die nur durch meine Entscheidung, abstinent zu leben, möglich geworden ist.

    Es ist nicht alles gut, aber trocken kann ich mich den Herausforderungen des Lebens stellen....ein tolles Gefühl! :)

    Wünsche euch einen guten Start in die neue Woche,

    LG Lena :wink:

    Huhu Frank,

    oops...das war doppelt...

    Also, für mich ist ein Gespräch nicht immer dazu da, um Nähe zu schaffen. Meistens schon, aber nicht zwingend. Ein Gespräch kann auch einfach dazu da sein, besser zu verstehen. Und ich habe noch so einige -grundsätzliche- Fragen an meinen Ex, die unsere Beziehung betreffen...worüber wir nie richtig gesprochen haben. Ich denke auch, das ich jetzt, wo ich schon eine ganze Weile nüchtern bin, schon auch vieles ganz anders wahrnehme/ empfinde, als zu der Zeit als ich noch getrunken habe.

    Und ich brauche dieses Gespräch, um einen endgültigen Abschluss dieser 10-jährigen Partnerschaft in einer gesunden und verantwortungsvollen Art und Weise zu finden. Auf jeden Fall ist es einen Versuch wert, ich hoffe, das es mir weiter hilft und ich ihn dann - im Idealfall mit einem positiven Gefühl- loslassen kann.

    Nächste Woche fällt meine Therapie aus und die nächste Stunde habe ich erst am 23.09. und da wird es nochmal Thema sein. Danach werde ich mich dann zeitnah mit ihm zu diesem Gespräch verabreden. Bin sehr gespannt darauf...

    ....würd gern mal auf ein Konzert in Hamburg gehen....wer weiß?... :wink:

    Ganz liebe Grüße dahin, Lena :D

    Lieber Frank,

    mir ist schon bewusst, das es ein eher schwieriges und nicht so schönes Gespräch werden wird. Ich habe auch keine Ahnung, ob meinem Ex klar ist, das ich ihm einige unangenehme Fragen stellen werde. Auf jeden Fall möchte er auch, das wir nochmal reden, und er stellt sich da ganz auf mich ein, also ich kann den Zeitpunkt bestimmen...

    Eins möchte ich nochmal klar stellen: für mich gibt es kein zurück mehr, darum geht es mir nicht. Was ich brauche, ist Klarheit und einen Abschluss- den es bis jetzt, da ich damals nicht mit ihm reden konnte (weil die Trennung schon schwer genug war), nicht so klar gibt.

    Ich kann deine Bedenken schon verstehen und ich stelle mich auch darauf ein, das ich sehr enttäuscht werden kann. Aber deshalb habe ich ja so lange damit gewartet und mich erstmal um mich und meine Krankheit gekümmert. Jetzt fühle ich mich dem Gespräch gewachsen, ich denke ich bin stabil und stark genug, auch mit einem nicht so schönen Ergebnis umgehen zu können.

    Und wenn es weh tut, kann ich das aushalten. Wichtig für mich ist, das ich weiß, woran ich bin....Klarheit....und wenn es darauf hinaus läuft, das mein Bild von ihm, das ich immer noch im Kopf habe, nicht mit der Realität übereinstimmt....dann ist das eine Chance für mich, dieses Bild zu revidieren. Und dann kann ich meine Konsequenzen daraus ziehen, evtl. gibt es halt keine Basis mehr, auch für eine Freundschaft nicht.

    Ich kann sehr stur sein und ich habe mir das nunmal in den Kopf gesetzt und dann mache ich das auch! :!:

    ....schade, das ich nicht mal eben auf nen Tee zu dir kommen kann, um mit dir zu quatschen....

    Umarmung und LG Lena :wink:

    Hallo Frank,

    ich freu mich immer ganz besonders, wenn du mich besuchst und mir ein paar Zeilen von dir da lässt :D .

    Mir ist dieses Gespräch mit meinem Ex deshalb so wichtig, weil es damals bei/ während der Trennung kein abschliessendes Gespräch gegeben hat. Ich habe mich auch nicht im klassischen Sinne getrennt, ich habe nicht "Schluss" gemacht, sondern ich bin auf Abstand gegangen, ich habe mich ihm entzogen und ich habe 10 Monate keinen persönlichen Kontakt zugelassen. Ich habe ihm meine Ziele, meinen Weg in die Abstinenz und meine Vorhaben in größeren Abständen per Sms mitgeteilt, so das er zumindest mitgekriegt hat, was mit mir ist und wie es mir geht. Aber persönlichen Kontakt wollte und konnte ich nicht, um mich zu schützen, um meine Abstinenz nicht zu gefährden.

    Tja, es war irgendwie eine seltsame Trennung und ich glaube, das die Art und Weise auch für ihn nicht einfach war. Im Prinzip war ich auf einmal weg und für ihn nicht mehr zu erreichen....und wie gesagt, es hat nie ein abschliessendes Gespräch statt gefunden- bis heute. Und ich habe noch einige Fragen an ihn, ob mir seine Antworten weiter helfen werden weiß ich natürlich nicht. Das wird sich zeigen. Doch ich denke, es ist für uns beide wichtig, nocheinmal über einiges zu reden, um dann auch einen richtigen Abschluss zu haben. Einen Versuch ist es auf alle Fälle wert.

    Und was ich dann damit mache, kommt darauf an, wie sich dieses Gespräch gestaltet....vielleicht hilft es mir bei der Entscheidung, ob wir überhaupt eine Basis für eine Freundschaft haben. Mal sehen...

    Gaaaanz lieben Gruß zurück :D:wink: Lena

    Hallo Consuela, Hallo Forum,

    danke für deine Glückwünsche. Ich habe erst 8 Wochen LZT in Tönisstein gemacht, danach 1 Jahr ambulante Nachsorge und seit Januar diesen Jahres mache ich eine tiefenpsychologische Gesprächstherapie. Ich habe eine sehr gute und aufmerksame Therapeutin und sie hat mir schon oft durch ihre Fragen, und auch dem Betrachten der Dinge aus einem anderen Blickwinkel, weiter geholfen. Die ersten 25 Stunden sind bald rum und weitere 25 Stunden sind auch schon genehmigt. Ich vertraue ihr und sie ist eine wichtige Unterstützung für mich auf meinem trockenen Weg.

    Ich habe mich ja diese Woche krank gemeldet und ich weiß noch nicht, ob es mit der Arbeit im Kiosk überhaupt weiter geht. Ich versuche gelassen zu bleiben und ich lasse es auf mich zukommen. Bisher gelingt mir das ganz gut, ich nutze die Zeit, um zur Ruhe zu kommen und um darüber nachzudenken, wie es beruflich für mich weiter gehen kann.

    Dieses Jahr stand für mich unter dem Motto Dinge zu klären, für Klarheit zu sorgen. Einiges habe ich schon geschafft, anderes ist auf dem Weg. Ich bin zB. mit meiner Mutter im Gespräch, und ich bin da nicht mehr so ungeduldig, sondern lasse es auf mich/ uns zukommen, wohin es sich entwickeln wird. Es braucht Zeit und ich habe Vertrauen, das es langsam und stetig vorwärts geht.

    Dann steht noch ein klärendes Gespräch mit meinem Ex-Partner an, darauf bereite ich mich mit Hilfe meiner Therapeutin vor und ich denke, das dieses Gespräch noch in diesem Jahr stattfinden kann. Das ist mir sehr wichtig, um mit der Beziehung wirklich abschliessen und ihn ganz loslassen zu können.

    In den nächsten 2-3 Wochen wird sich zeigen, ob es mit meiner Arbeit im Kiosk weiter geht oder nicht. Ich stelle mich innerlich schon langsam auf Abschied ein und mache mir viele Gedanken, was es beruflich für mich für Möglichkeiten geben kann. Aber in diesem Jahr werde ich diesbezüglich noch keine Entscheidungen treffen....evtl. suche ich mir einen kleinen Putzjob, um zumindest ein bißchen meine finanzielle Lage zu verbessern. Meine berufliche Neuorientierung ist mein großes Thema für 2014...und ich werde mir damit Zeit lassen, solange wie es halt braucht. Ich bin auf dem Weg....

    Liebe Grüße von Lena :wink: