Beiträge von Lena40

    Hey Frank,

    lieben Dank für deine Grüße-ich hab's gerade erst gelesen....Sonntagsgruß als Tradition hört sich klasse an! Lass mich gerne überraschen....

    Mir geht es ganz gut soweit, auch wenn ich im Allgemeinen immer noch sehr erschöpft bin. Ich glaube ich realisiere jetzt erst wirklich, das ich vor 10 Monaten angefangen habe, mein Leben auf den Kopf zu stellen. Das ich endlich auf meinen Bauch und MEIN Gefühl gehört habe und das ich den Mut hatte, aus dem Gewohnten, dem vermeintlich Sicheren und vermutlich auch abhängigen Leben auszusteigen.
    Mich endlich auf meinen Weg zu machen.
    Ich denke es ist dann auch verständlich, das ich jetzt so erschöpft und müde bin. ich finde es in Ordnung und lasse es so sein wie es grade ist.
    Ich lerne gerade, geduldiger zu werden-das tut mir wirklich gut! Auch bin ich schon sehr viel gelassener geworden, vielleicht auch, weil ich mir wieder vertrauen kann.
    Ich habe jetzt mal 4 Tage frei, das werde ich geniessen!! Am So. haben wir von meiner SHG Sommerfest mit Grillen und ansonsten werde ich Lesen, Kochen, Rad fahren, Shoppen, Freunde besuchen und Entspannen-von allem etwas und wonach mir grad der Sinn steht.....

    in diesem Sinne, schönes WE für alle :)
    Grüße von Lena

    Bin heute 8 Monate abstinent- ein gutes Gefühl!!

    Hallo Margit,
    ich kann Dich sehr gut verstehen.
    Mir geht es ganz ähnlich wie Dir. Seit ca. 4 Tagen habe ich totale Kreislaufprobleme, bin ständig müde, mir ist schwindelig und ich habe auch das Gefühl, das ich echt erledigt bin und keine Kraft mehr habe.
    Heute morgen war ich bei der Nachsorge, erst wollte ich nicht hingehen, und ich bin froh da gewesen zu sein. Ich habe erzählt, wie es mir geht und das ich ein riesiges Bedürfnis nach Ruhe habe und einfach völlig erschöpft bin.
    Ich bin seit letztes Jahr Dezember auf meinem Weg in ein trockenes Leben unterwegs, habe mich von meinem Partner nach 10 Jahren getrennt, war erst bei meiner Psychologin, beim Hausarzt und dann bei der Suchtberatung, habe mir eine SHG gesucht, habe eine 8 wöchige LZT gemacht und auch die ganze Zeit gearbeitet, wenn auch nur Teilzeit. Seit Juni gehe ich wieder zur SHG und zusätzlich zur Nachsorge, ab Januar nächstes Jahr fange ich mit einer ambulanten Gesprächstherapie an.
    Das habe ich heute auch nochmal alles bei der Nachsorge erzählt und die Rückmeldung bekommen, das es kein Wunder ist, das ich so erschöpft bin. Und beim Erzählen ist es mir erstmal richtig bewusst geworden, was ich alles für mich geschafft habe und vor allem, warum ich so müde und erschöpft bin....
    Auch die Rückmeldungen der anderen, das es verständlich ist, das ich erschöpft bin und das das so sein darf, haben mir sehr gut getan.
    Du schreibst, das Du nicht aufgegeben und gekämpft hast, auch schon als Kind....ich denke, auch bei dir ist es verständlich, das Du jetzt auf einmal ganz erschöpft bist und dich fühlst, als würdest du am Boden liegen. Du hast dich für einen neuen Weg entschieden und du kämpfst nicht mehr, sondern hast vor dem Alkohol kapituliert.
    Gib dir, deiner Seele und deinem Körper die Zeit, die du brauchst, mit der neuen Situation umzugehen und wieder neu Leben zu lernen.
    Ich bin der Überzeugung, das es einfach ganz ganz viel Zeit und vor allem auch Ruhe braucht.
    Geduld ist auch nicht wirklich meine Stärke, aber ich denke, genau das ist es, was wir brauchen.....

    Ich schicke dir ganz viel Kraft, herzliche Grüße Lena

    Hallo Marion,
    danke für deine Antwort, wäre schön, wenn Du Recht hast und sich die Blockade bald auflöst. Ich denke, bei mir hängt das mit vielen Dingen zusammen. Früher habe ich sehr viel geschrieben- Briefe, Tagebuch, Gedichte, es war eine gute Möglichkeit, mich mit mir auseinanderzusetzen, mich mitzuteilen und auch Dinge zu verarbeiten. Als ich anfing mit dem Trinken habe ich zwar auch geschrieben, jedoch fast nur noch, wenn ich getrunken habe....und das ist ein anderes Schreiben. Zum Schluß habe ich dann gar nicht mehr geschrieben, weil es gar nicht mehr ging- da kam nichts "Vernünftiges" mehr zustande- eher mehr oder weniger wirres Zeug.
    Das hat mich traurig und manchmal wütend gemacht und auch irgendwie hilflos. Zu schreiben hat mir immer viel bedeutet und durch die Trinkerei ist es mir ganz langsam abhanden gekommen- ist kaputt gegangen- und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu trinken....ein gemeiner Teufelskreis.
    Jetzt bin ich zwar schon einige Zeit nüchtern und habe vor allem einen klaren Kopf/Geist aber vielleicht traue ich mir doch noch nicht so ganz-dafür sind fast 20 Jahre Trinken einfach eine sehr, sehr lange Zeit- und ich brauche einfach noch mehr Sicherheit und Stabilität in mir, um das mit dem "Drauf los"-Schreiben (wie's früher war) wieder zu versuchen. Ist ein bißchen schwer zu erklären....
    naja, immerhin ein Versuch!

    Hey Frank,
    danke für deine Grüße, darüber hab' ich mich doll gefreut! Mir gehts gut und es läuft alles soweit- relativ normal, unspektakulär und überschaubar-einfach Leben und mir gefällt es so...
    Schicke Dir ganz viele liebe Grüße zurück und wünsche Dir morgen einen guten Start in die neue Woche, allen anderen natürlich auch!!

    Bye, Lena

    Liebes Forum,

    ich melde mich auch mal wieder....genau dazu möchte ich euch gerne was sagen/fragen/erklären:
    Ich nehme mir immer wieder vor, mich hier mehr einzubringen und zu beteiligen und auch mehr über mich und meine Gefühle, Gedanken und Ängste zu schreiben....aber irgendwie gelingt mir das nicht.
    Ich lese fast jeden Tag hier und es hilft mir sehr. In vielem, was Ihr schreibt, kann ich mich gut wieder finden und vieles spricht mir aus der Seele-doch irgendwie habe ich eine (Schreib-) Blockade.
    Und das schon seit meinem Entschluss, abstinent zu leben. Ich habe von meiner Freundin zu Weihnachten ein sehr schönes Tagebuch bekommen, damit wollte ich spätestens in meiner LZT anfangen-ich habe es bis heute nicht gemacht bzw. nicht geschafft.
    Ich habe auch schon seit längerem vor einige Briefe zu schreiben...an meinen Ex, an meinen Vater und an mich selbst ("inneres Kind"), aber auch da kriege ich den Dreh nicht.
    Früher, teilweise auch während meiner Trinkzeit, habe ich sehr viel geschrieben und es hat mir gut getan und ich habe es gerne gemacht-manchmal war es eine Art Ventil für mich, um Dinge zu verarbeiten....aber irgendwie schaffe ich es nicht und ich weiß einfach nicht, woran das liegt?!?
    Ich fühle mich manchmal wie ein kleines Kind, das alles nochmal neu lernen muss, das schreiben gehört wohl auch dazu und ist anscheinend noch nicht dran :?:
    Auch brauche ich nach wie vor ganz viel Ruhe und Stille, das tut mir richtig gut und streichelt meine Seele....

    ....schöne trockene Zeit wünsche ich euch....

    herzliche Grüße :wink: Lena

    Hallo Wacholderfrau,

    ich heiße Dich ganz herzlich willkommen und finde es gut, das Du den Weg in dieses Forum gefunden hast-mir hat es gerade am Anfang meiner Abstinenz sehr, sehr viel geholfen und ich denke das wird auch für Dich eine große Hilfe sein.
    Deine Geschichte geht mir sehr nah, stellenweise gibt es schmerzhafte Parallelen zu meiner eigenen Geschichte. Ich finde es klasse, das Du dich nocheinmal dazu entschlossen hast, den Weg in die Trockenheit zu gehen.
    Und ich wünsche Dir dafür ganz viel Kraft, Zuversicht und vor allem Geduld.....

    Liebe Grüße von Lena :wink:

    Hallo Frank, hallo liebes Forum,

    danke deiner Nachfrage, mir geht es sehr gut. Auch wenn die Trockenarbeit jetzt erst -nach der LZT- richtig los geht. Doch bisher klappt es ganz gut und ich hoffe sehr, das dies so bleibt.
    Ich vermeide nach wie vor konsequent jegliche Risikosituationen, ich denke da kommt mir zum Teil auch meine Sturheit zu Gute. Und ich habe das Gefühl, das ich schon langsam-aber wirklich ganz langsam- stabiler und sicherer in meiner Abstinenz werde. Klar denke ich auch noch mal an Alkohol, aber ich konnte meine Entscheidung, nicht mehr zu trinken in der LZT nochmals festigen. Ich weiß bzw. habe es verinnerlicht, das ich nicht kontrolliert trinken kann-ich bin alkoholkrank. Punkt. Was mir glaube ich am meisten geholfen hat ist, das ich vor dem Alkohol kapituliert habe. Ich kann lernen, gut und zufrieden mit der Krankheit zu leben, indem ich den Alkohol nicht mehr in mein Leben lasse.
    Ich bin sehr dankbar für diese Erkenntnis!
    Und ich habe ein gutes Netzwerk um meine Trockenheit langfristig zu sichern und um nicht nachlässig zu werden. Montags gehe ich zu meiner SHG und Mittwochs habe ich jetzt meine Nachsorge begonnen. Und ich hatte ein "Zwischengespräch" mit meiner Psychologin, die Gesprächstherapie wird vorraussichtlich im Januar losgehen, und das ist mir sehr wichtig, da ich noch viele Dinge aus meiner Vergangenheit nicht verarbeitet habe.
    Ansonsten gönne ich mir viel Ruhe und setze mich nicht unter Druck. Ich glaube, ich entwickel zum ersten Mal in meinem Leben ein Gefühl für mich selbst und ich lasse mich auch von nichts und niemandem mehr verunsichern. Nur ich selbst weiß, was richtig für mich ist und was mir gut tut-und was nicht!
    Es ist komisch, aber wenn es mir einfach mal so gut geht und ich zufrieden bin, dann kann ich das kaum aushalten....soetwas gab es sehr selten in meinem Leben und ich traue diesem Gefühl nicht. Auch das möchte ich noch lernen. Es braucht alles viel Zeit und das ist auch gut so!
    Ich bin neugierig, was das Leben noch alles mit mir vor hat....

    Wünsche Dir Frank und allen anderen hier eine schöne, angenehme Woche und vor allem mehr SONNE!!!

    Herzliche Grüße :wink: Lena

    PS.: Bin heute seit 7 Monaten Trocken :D

    Hey Matthias,

    danke für deine Worte und den Apfel....du bringst die Dinge immer auf den Punkt und sie sind sehr wertvoll für mich. Mit wenigen Worten sagst Du sehr viel und triffst den Kern bzw. das Wesentliche, das finde ich einfach klasse!

    lieben Gruß und ne Umärmelung zurück
    :wink: Lena

    Hallo Kolibri, hallo liebes Forum,

    lieben Dank für Deine Glückwünsche und ich möchte gerne auf Deine letzten beiden Sätze Bezug nehmen

    Zitat

    jeder tag ein neuer herrlicher tag, ohne verfolger
    "alkohol". Verfolgen tut er uns vielleicht noch ein bisschen, aber einholen wird er uns nicht!!!!!!!!

    Ich habe folgende zwei Erlebnisse gehabt:
    Ich arbeite in einem Kiosk und verkaufe also auch Alkohol. Damit habe ich auch keine Probleme. Meine Risikominimierung für mich persönlich sieht so aus, das ich zu Hause keinen Alkohol habe, das ich nicht in Kneipen oder auf Feiern gehe, wo (viel) Alkohol getrunken wird, das ich den Kontakt zu ehemaligen Saufkumpanen abgebrochen habe und das ich mich auch von alkoholisierten Menschen im allgemeinen fernhalte. Im Kiosk ist der Alkohol eine Ware für mich und sie ist geschlossen. Für mich war es auch nie ein Problem beim Einkaufen am Alkoholregal vorbei zu gehen. Jedoch könnte ich nicht im Ausschank von Alkohol arbeiten und ich kann auch nicht in eine Kneipe gehen. Das weiß ich und das setze ich auch konsequent um bzw. setze ich mich dem nicht aus.
    Jetzt ist die EM und am letzten Sa. habe ich um 6:30 angefangen zu arbeiten und um 6:45 kam ein Kunde herein, der stark alkoholisiert war und den ich auch vom Sehen aus meinen Kneipenzeiten kannte. Die Situation war für mich extrem unangenehm, mich hat vor allem die Art, wie und was er geredet hat sehr abgestoßen und auch der starke Alkoholgeruch war einfach widerlich. Mich hat das noch lange beschäftigt, auch wenn ich keinen Saufdruck hatte, so hat es doch etwas in mir ausgelöst, es hat was mit mir gemacht-leider kann ich es nicht in Worte fassen, was es mit mir gemacht hat. Aber ich weiß, das ich vorsichtig sein muß und auf mich aufpassen werde. Zum Glück haben wir wirklich sehr selten solche Kunden. Wäre das anders, würde ich ernsthaft darüber nachdenken, mir eine andere Arbeit zu suchen.

    Dann hatte mein Bruder Ende März Geburtstag und da war ich ja in meiner LZT. Er ist Autist und lebt in einer Einrichtung für erwachsene Autisten. Die Einrichtung hatte zudem auch 25-jähriges Bestehen und sie haben heute ein großes Sommerfest gemacht. Da bin ich zusammen mit meiner Mutter mit dem Zug hingefahren. Ich freue mich immer sehr, meinen Bruder zu sehen, da dies zeitlich bedingt nur ca. 3-4x im Jahr der Fall ist. Es war soweit, bis auf das Wetter, alles gut. Doch es gab auch Alkohol, zwar sehr wenig, aber dennoch war es für mich das erste Mal seit einem halben Jahr, das ich mich so damit konfrontiert sah. Ich wurde gefragt, ob ich Sekt, Sekt mit O-Saft oder O-Saft möchte....klar habe ich O-Saft genommen....aber es war irgendwie komisch. Später dann gabs auch "Kurze" und mir wurde wieder etwas angeboten, und da habe ich-für mich zum ersten Mal bewusst- gesagt, das ich gar keinen Alkohol trinke. Danach wurde ich nicht mehr gefragt und damit konnte ich gut leben.
    Trotzdem merke ich, das mich das sehr beschäftigt und deshalb habe ich es einfach mal aufgeschrieben.

    Verfolgen tut er mich grad und ich glaube auch nicht, das er mich wieder einholt, aber ich denke, jetzt kommt eine ganz wichtige Zeit für mich, in der ich noch genauer und sorgfältiger auf mich acht geben sollte. Auch deswegen teile ich euch meine Gedanken mit.

    Gute Nacht, bis bald Lena

    Hallo BC, Matthias, Frank und Zerfreila

    Vielen lieben Dank für eure Antworten, darüber habe ich mich sehr gefreut!!
    Überhaupt gibt mir dieses Forum sehr viel, es ist zu einer meiner festen Säulen auf meinem Weg zu einem trockenen Leben geworden. Sozusagen einer der wichtigen "Eckpfeiler", andere sind zB. meine SHG, meine Mutter, meine beste Freundin, meine Psychologin und natürlich ich selber. Auch meine Arbeit spielt dabei eine große Rolle, sie gibt mir vor allem Sicherheit und Zufriedenheit. Ich strebe zwar langfristig eine Umschulung an, doch so weit bin ich noch nicht, eins nach dem anderen....
    Jetzt mache ich erstmal die Nachsorge und danach fange ich mit meiner ambulanten Gesprächstherapie an. Es gibt da noch so einiges, was ich bearbeiten möchte und hoffentlich damit auch endlich verarbeiten kann. Naja mal sehen, das ist erstmal im Groben mein Plan für die nächste Zeit.

    Bis bald, herzliche Grüße :wink: Lena

    Hallo liebe Leute, hallo Frank,

    danke für Deine Glückwünsche-habe mich sehr darüber gefreut. Habe Dir auch in Deinem Thread ein paar Zeilen geschrieben-hoffe es geht Dir gut!
    Ich bin jetzt fast 5 Wochen aus der LZT wieder zurück und es hat sich alles wieder ganz gut eingespielt. Bei der Arbeit habe ich wieder meine alten, festen Schichten und Montags gehe ich zu meiner SHG. Am 26.06. habe ich ein Gespräch mit meiner Suchtberaterin, wo es um meine LZT und die Nachsorge geht, wahrscheinlich gehe ich dann 1x in der Woche zu der Nachsorge Gruppe. Das reicht mir dann aber auch, was Gruppen angeht...
    Leider habe ich meinen Vorsatz zu Hause zu walken, noch nicht realisiert. Da ich jedoch sehr viel Rad fahre, finde ich das nicht so schlimm und setze mich nicht unter Druck. Möchte auch lieber im Sportverein zur Rückenschule gehen, da werde ich mich noch informieren.
    Irgendwie ist es erstaunlich, aber ich vermisse den Alkohol gar nicht. Manchmal macht mir das ein bißchen Angst-ich möchte nicht den Fehler machen, mich zu sicher zu fühlen. Aber ich schütze mich ja, indem ich mich konsequent keinen Risikosituationen aussetze. Und ich habe einen großen Respekt vor meiner Alkoholkrankheit, das werde ich niemals leichtfertig auf's Spiel setzen-es geht dabei um mein Leben.
    Ich freue mich sehr darüber, das ich jetzt trocken leben darf und auch kann und ich hoffe, das ich es schaffe, auf diesem Weg zu bleiben-auf meinem Weg.
    Wünsche euch einen guten Start in die neue Woche,

    Grüße von Lena :wink:

    PS: Hoffentlich kommt der Sommer bald!!!

    Hallo Frank,

    schön das wieder da bist- und danke für Deine nette Begrüßung in meinem Thread. Du klingst sehr gut und das Du alles langsam und in Deinem Tempo angehen möchtest, finde ich achtsam und vor allem auch nachhaltig. Ich kann mich gut in Deinen Worten wieder finden, mir geht es mit vielen Dingen ganz ähnlich- z.B. das Du viel Zeit für Dich brauchst, gerne alleine bist oder mit Menschen zusammen bist, die in Dein trockenes Leben passen.
    Ich habe das Gefühl, mich nochmal ganz neu kennen zu lernen und irgendwie auch von vorne anzufangen-die Karten werden sozusagen neu gemischt. Und wir waren ja auch nicht von einem Tag auf den anderen alkoholkrank-ich denke, die Krankheit anzunehmen und zu lernen gut mit ihr leben zu können braucht einfach ganz viel Zeit.
    Das Du dich in Deiner Arbeit verändern möchtest, finde ich sehr gut und auch sehr mutig-das hört sich nach langfristiger und ehrlicher Veränderung an. Ich drücke die Daumen, das sich alles zu deiner Zufriedenheit entwickelt und gute Besserung für deinen Rücken.
    Ganz liebe Grüße Lena :wink:

    Hey liebe Leute,

    möchte mich mal kurz melden. Ich habe gestern mein neues Fahrrad abgeholt.....das ist total super....bin richtig stolz und freue mich wirklich sehr.
    Das sieht voll gut aus-habe mir das richtige ausgesucht. Ist eine Mischung aus City und Trekkingrad, ganz in schwarz, sehr edel.... :D freu, freu Und das macht so einen großen Spaß, damit zu fahren! Einfach klasse.

    Und ich bin heute 6 Monate trocken-darüber bin ich auch sehr froh und glücklich. Hoffe, das bleibt so-bin da sehr zuversichtlich. Mir geht es viel besser ohne als mit Alkohol. Trotzdem werde ich vorsichtig bleiben und achtsam mit mir umgehen.

    Allen ein schönes WE, Grüße von Lena :wink:

    Hey Uwe,
    danke für deine lieben Worte. Ich denke ich bin auf dem richtigen- auf meinem - Weg. Dadurch das ich nicht mehr trinke ist mir das erst möglich geworden. Am Anfang stand im letzten Herbst erstmal die Trennung von meinem Partner-das war nicht leicht und ich habe lange gebraucht um das wirklich durchzuziehen. Danach habe ich ca. 2 Monate exzessiv getrunken, um den Schmerz auszuhalten oder auch zu verdrängen-und danach kam ein Prozess der Veränderung in Gang. Daran hatten meine beste Freundin, meine Therapeutin (und letztendlich auch ich selbst) einen großen Anteil. In meiner Partnerschaft wollte ich auch schon länger mein Alkoholproblem angehen, aber mein Ex hat auch ein Alkproblem und ich habe es einfach nicht geschafft es ernsthaft anzugehen-ich hatte die Kraft nicht. Vor allem weil auch sehr viele andere Probleme da waren.
    Ich brauchte die Trennung um wieder klar sehen zu können und um mich endlich meinen eigenen Problemen zu stellen. Am Anfang war es die Hölle, doch mittlerweile bin ich sehr froh, das ich den Mut hatte, diesen Weg einzuschlagen und Schritt für Schritt wieder mir selbst näher komme.
    Ich brauche im Moment ganz viel Zeit für mich und bin auch oft alleine. Manchmal fühle ich mich ein bißchen einsam, aber ich bin froh, das ich das ohne Alkohol aushalten kann. Ich nehme meine Gefühle wieder mehr wahr. Und ich weiß auch, das ich nicht einsam bin, naja aber ich brauche zur Zeit diesen Rückzug. Ich denke, das wird auch wieder anders werden.

    Achja, ich habe mir heute ein Fahrrad ausgesucht und kann es nächsten Do. abholen. Das ist total klasse und ich freue mich wie Bolle!! :lol:

    Wünsche allen ein schönes WE, Grüße von Lena :wink:

    Hallo liebes Forum,

    ich bin seit 2 Wochen wieder zu Hause und komme so langsam auch wirklich hier an. Danke Frank für deine lieben Worte und du hast Recht, es wird eine Weile brauchen und ich lasse es auch langsam angehen.

    In der Klinik waren immer viele Leute um mich herum und es war ein straff organisierter Therapieplan, selbst am WE war noch jeweils für 1 Std. Gruppe und ich war die ganze Zeit mit mir und meinem Leben beschäftigt-das war sehr anstrengend und war wirklich harte Arbeit. Ich war irgendwie chronisch müde und oft sehr erschöpft.

    U.a. habe ich einen Suchtlebenslauf, einen nassen Tag und eine Funktionsanalyse (Funktion des Alkohols in verschiedenen Lebensphasen:wann, Anlass, Suchtmittel, Menge, Häufigkeit und Wirkung) geschrieben. Dabei sind sehr viele Emotionen hochgekommen und mir sind auch Dinge eingefallen, die ich lange Jahre verdrängt habe. Doch ich habe dort auch viele liebe Menschen kennen gelernt und wir haben viel geredet und auch viel gelacht.

    Jetzt bin ich wieder zu Hause und da ich alleine lebe, ist es schon ein wenig ungewohnt-auch wenn ich gut alleine klar komme. Ich habe erstmal meinen großen Balkon auf Vordermann gebracht, das hat mir große Freude gemacht, vor allem bei dem tollen Wetter! Habe auch endlich Gemüse gepflanzt (wollte ich schon die ganzen letzten Jahre, aber aus verschiedenen Gründen, auch wegen der Trinkerei, hab ich das nie realisiert). Also ich habe Tomaten, Paprika, Peperoni und Minze-bin gespannt, ob's was wird und ich eine reiche Ernte einfahren kann. Auf jeden Fall habe ich jetzt eine grüne und blühende Oase, das ist echt klasse und der Sommer kann kommen!

    Ich arbeite in Teilzeit und war jetzt am Sa und Mo das erste Mal wieder arbeiten, war erst bißchen nervös, doch ich war recht schnell wieder mit allem vertraut. Zur Zeit habe ich noch nicht wieder meine festen Schichten, denke das ergibt sich in der nächsten Zeit. So kann ich mich um meine Nachsorge, meine Therapie und meine SHG kümmern.

    Im Allgemeinen habe ich mich ein bißchen zurückgezogen-auch vor der LZT schon. Das ist meine Art der Risikominimierung. Ich bin zur Zeit nur mit den Menschen und Freunden zusammen, die nicht trinken bzw. nicht in meiner Anwesenheit trinken. Ich möchte da einfach kein Risiko eingehen, für mich steht meine Abstinenz an erster Stelle. Und bald lebe ich seit einem halben Jahr ohne Alkohol-das finde ich einfach toll. Und das soll nach Möglichkeit auch so weiter gehen.

    Achja und meine Mutter ist so froh und stolz auf mich, das Sie mir zu meinem Geburtstag Geld für ein neues Fahrrad geschenkt hat-darüber habe ich mich riesig gefreut! Dazu müsst ihr wissen, das ich nie einen Führerschein gemacht habe und immer mit dem Rad fahre-und ich fahre seit Jahren nur mit günstigen gebrauchten Rädern, die dann mit der Zeit den Geist aufgeben....also ich freue mich total und werde mir am Fr eins aussuchen :D

    Bis bald, ganz herzliche Grüße :wink: Lena

    Hallo ihr Lieben,

    bin heute aus meiner LZT zurück und es geht mir sehr gut! Trotzdem wird es einige Tage brauchen, bis ich wirklich zu Hause angekommen bin. Die Therapie und die Zeit dort war gut und sehr intensiv-mit Höhen und Tiefen. Ich konnte meine Abstinenzentscheidung dort nochmals festigen und habe sehr viel über mich lernen können. Bin seit über 5 Monaten trocken und auf jeden Fall guter Dinge. Erstmal werde ich es jetzt geniessen, wieder zu Hause zu sein....

    wünsche allen einen schönen Abend :wink: Lena

    Hallo Ihr Lieben,

    es ist soweit, übermorgen gehts los! Möchte mich von euch verabschieden und melde mich dann, wenn ich wieder da bin- also Mitte Mai.
    Bin echt arg nervös, naja wird schon schief gehen....

    Wünsche euch allen eine gute, trockene Zeit und einen schönen Frühling!

    Herzliche Grüße von Lena :wink::!::D:?:

    N`Abend,
    kurzer Stand der Dinge: in 1 Woche gehts los, am Di. 20. März um 5:59. Meine Freundin holt mich um 5:15 ab und bringt mich zum Bahnhof.
    Heute war ich das letzte Mal bei der SHG, sie haben mich ganz lieb verabschiedet und mir alles Gute gewünscht. Das hat gut getan!
    Mein Gepäck wird am Sa. abgeholt und nachmittags kommen meine Mutter und meine Nachbarin zum Kaffee. Mittwoch hab ich meinen letzten Arbeitstag und dann werde ich mich noch mit zwei Freundinnen treffen.
    Soweit ist alles gut organisiert. Achja, meine Reha dauert 8 Wochen, sozusagen eine kurze, komprimierte LZT.
    Ich freue mich drauf, bin gleichzeitig aber auch tierisch aufgeregt....
    meld mich nochmal kurz vorher, :wink: LG Lena

    Hallo liebes Forum,
    ich habe jetzt den Termin für die LZT, am 20.03. gehts los. Habe mir heute die Fahrkarte gekauft und einen Nachsendeantrag gestellt. Man muss an soviele Dinge denken....mein Perso war auch abgelaufen, konnte den neuen letzte Woche abholen. Hoffe das es mit dem Übergangsgeld klappt. Naja, mache mir meistens im Vorfeld zuviele Sorgen und dann im Nachhinein ist alles halb so schlimm bzw. regelt sich alles.
    Insgesamt geht es mir sehr gut, doch ich bin schon ziemlich aufgeregt was da so alles auf mich zukommt und ein bißchen Angst habe ich auch. Aber ich bin auch neugierig und noch vor einem halben Jahr hätte ich mir niemals vorstellen können, das ich solange abstinent sein kann. Am 09.03. sind es 3 Monate. Gestern waren es 12 Wochen. Rechne mal in Wochen, mal in Monaten- ich denke ich werde jetzt zu den Monaten übergehen.
    Melde mich auf jeden Fall nochmal, bevor es los geht.
    Euch allen ein schönes WE, liebe Grüße von Lena :wink: