Danke für sehr, sehr emotionale nahe Momente mit meinem Bruder....danke, das ich mich getraut habe....danke, das ich das erleben darf....
Lena
Danke für sehr, sehr emotionale nahe Momente mit meinem Bruder....danke, das ich mich getraut habe....danke, das ich das erleben darf....
Lena
Hey Katha und Frank,
nur ganz kurz: danke für eure Worte, ich werde sie im Herzen mitnehmen.... sie bedeuten mir sehr viel!
Ansonsten werde ich heute früh ins Bett gehen (gleich), ich bin total emotional, meine Gefühle fahren Achterbahn, freu mich, habe Angst, bin aufgeregt, hab nen Kloß im Hals und bißchen Tränchen in den Augen....
Grüße Lena
Liebe Katha, lieber Frank, liebe Mitleser,
Katha, was du schreibst spricht mir aus der Seele. Und im Kopf, also theoretisch ist mir das auch schon seit längerem klar, doch leider mangelt es mir noch an der Umsetzung. Ich brauche da immer wieder noch die Unterstützung seitens meiner Therapeutin, auch wenn ich es in kleinen Schritten manchmal schon ganz gut hinbekomme, so falle ich doch auch genauso schnell wieder in mein (als Kind erlerntes) Verhalten wieder zurück. Und damit entferne ich mich wieder von mir selbst und es bedarf einiges an Konzentration/ Anstrengung um mich wieder zu fangen und zu mir zu kommen. Ich brauche im Allgemeinen sehr viel Zeit für mich, eben um mich nicht durch äußere Umstände/ Ereignisse von mir zu entfernen. Das wird mir immer klarer und das wird wohl noch sehr lange ein wichtiges Thema für mich sein.
Am Samstag werde ich zum 1. Mal ohne meine Mutter zu meinem Bruder fahren. Es würde zu lang werden, die Hintergründe dazu zu erklären, auf jeden Fall ist das absolutes Neuland für mich und ich bin dementsprechend aufgeregt, aber ich freue mich auch drauf. Mein Bruder ist, als ich 5-6 Jahre alt war, in ein Kinderheim für behinderte Kinder gekommen und das war eine traumatische Erfahrung für mich. Er ist Autist und ich liebe ihn von ganzem Herzen, jedoch ist es schwierig für mich, eine Beziehung zu ihm aufzubauen, da er gar nicht spricht und ich einfach manchmal nicht weiß, was in ihm vorgeht, wie er sich fühlt und wie es ihm geht. Und über die Jahre ist so ein Automatismus entstanden, das ich ihn immer nur mit meiner Mutter zusammen besucht habe. Ich bin also gespannt, wie das werden wird....
Frank, über deinen Besuch bei mir habe ich mich dolle gefreut
!! Und so habe ich auch die Gelegenheit, Dir auch alles Gute für das neue Jahr zu wünschen- ich hoffe sehr, das es Dir gut geht und das Dir das nächste Jahr viel Glück und Zufriedenheit schenkt. Also, alles Liebe für Dich....
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr, viele liebe herzliche Grüße von Lena ![]()
Liebe Katha, liebes Forum,
du hast natürlich völlig Recht, mit dem was du schreibst. Ich bin auch dabei zu versuchen, mich abzugrenzen. Meine Mutter war ja auch gerade erst für 6 Wochen in der Klinik, wegen einer akuten Depression. Ich war sehr froh darüber, das sie endlich Hilfe angenommen hat und das hat mich sehr entlastet. Und ich habe sie auch nur 1x in dieser Zeit besucht, obwohl die Klinik hier vor Ort ist. Ich konnte darauf vertrauen, das sie schon das für sie richtige/ passende tun wird und ihren eigenen Weg finden wird.
Sie war erst seit knapp 2 Wochen wieder zu Hause und wollte ab Mitte Januar in der Tagesklinik weiter machen. Soweit war alles auf einem guten Weg. Am Montag (22.12.) war ich morgens zum hospitieren in einer Krippe, dann danach noch in der Stadt und um ca. 16 Uhr war ich wieder zu Hause- da hatte ich 3 Nachrichten von ihrem Lebensgefährten auf meinem AB, es klang sehr dramatisch. Also habe ich zuerst ihn angerufen und danach dann meine Mutter. Sie war am Sonntag Mittag in ihrer Wohnung gestürzt und konnte nicht mehr laufen, sie hat sich nur noch auf allen vieren fortbewegen können, konnte nicht mehr auf die Toilette und hatte seitdem auch nichts mehr gegessen. Trotzdem wollte sie nicht, das ich herkomme. Und es war keine leichte Entscheidung für mich, dann doch zusammen mit ihrem Lebensgefährten zu ihr zu fahren. Wir waren dann gegen 17 Uhr bei ihr und sie war in einem völlig hilflosen, erschreckenden Zustand- ich war total geschockt. Ich habe ihr dann klar gemacht, das ich einen Krankenwagen rufen werde und dann habe ich ihr geholfen, sich anzuziehen, was sehr schwierig war, da sie ihr Bein und den Fuss nicht bewegen konnte und sehr starke Schmerzen hatte. Ich habe ihr eine kleine Reisetasche gepackt und dann einen Krankenwagen gerufen, der kam dann auch recht schnell und es ging in die Notaufnahme. Dort stellte sich dann nach dem Röntgen heraus, das ihr Schien- und Wadenbein gebrochen ist- wie sie das fast 1,5 Tage ausgehalten hat, ist mir ein Rätsel. Und es war auch sehr gut, das ich entschieden hatte, das sie ins Krankenhaus muss, einen Tag später hätte es sein können, das sie es wegen noch stärkerer Schwellung gar nicht operieren können. Sie hat dann sofort einen Gips bis zum Oberschenkel bekommen, um das Bein ruhig zu stellen und eine weitere Schwellung zu verhindern. Danach bekam sie dann ihr Zimmer, ich habe ihre Sachen eingeräumt und mittlerweile war es dann auch schon 22 Uhr- ich war ziemlich groggy, wusste sie erstmal gut versorgt und war dann froh, als ich endlich zu Hause war.
Was mich am meisten beschäftigt hat, ist die Tatsache, das sie sich selbst keine Hilfe geholt hat, obwohl sie sich nicht mehr bewegen konnte und sich auch nicht mehr versorgen konnte- und das 1,5 Tage lang....und ihr Lebensgefährte ist schon 78 Jahre alt, kann selbst nicht mehr gut laufen und war schlicht und einfach überfordert mit der Situation- sie wollte nicht, das er einen Arzt holt....
Und zum Thema Alkohol, ich glaube nicht, das meine Mutter alkoholkrank ist, sie war früher Coabhängig und hat manchmal dann mitgetrunken, doch das ist schon 20 Jahre her. Ich habe sie seitdem immer so wahr genommen, das sie eher selten, am Wochenende oder Feiertag mal etwas Alkohol trinkt, jedoch für mich in einem völlig "normalen" Mass. Doch mittlerweile kommen mir da doch so einige Zweifel und das macht mir schon Sorgen. Es belastet mich und ich weiß noch nicht genau, wie ich damit umgehen kann.
Ich werde mich versuchen abzugrenzen, jedoch kann ich sie jetzt auch nicht im Stich lassen. Es wird eine längere Geschichte werden, sie darf ihr Bein nicht belasten und sie ist auf längere Sicht auf Hilfe angewiesen. Und sie kann auch erstmal nicht in ihre Wohnung zurück, da sie alleine lebt und das auch noch im 3. Stock....also werde ich mich um ihre Wohnung kümmern müssen und ab und an ihre Wäsche waschen....
Ansonsten hoffe ich, das ihr das Geschehene Anlass zum Nachdenken gibt.
Bis bald, Grüße Lena
Hallo zusammen,
ich wünsche allen schöne, besinnliche Weihnachtstage... lasst es euch gut gehen und habt eine angenehme und stressfreie Zeit....
Meine Mutter ist seit vorgestern im Krankenhaus, Schienbein und Wadenbein ist gebrochen, da fahren wir gleich hin. Mir gehts nicht besonders, weil wohl Alkohol im Spiel war. Ich weiß langsam nicht mehr, was ich ihr noch glauben kann....
Naja, irgendwie Augen zu und durch, es hilft ja nix.
Liebe Grüße von Lena
Hallo Step,
toll das du jetzt schon wieder ein halbes Jahr trocken unterwegs bist, ganz liebe Glückwünsche von mir!
Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute, weiter so ![]()
Herzliche Grüße, Lena
Hey Hartmut, Matthias, Step,Frank, Samsara, Katha,
ich danke euch ganz herzlich für eure Glückwünsche, darüber habe ich mich sehr gefreut! Ich weiß, das es jeder ein wenig anders hält/ sieht, was die Länge bzw. Zeitspanne der Trockenheit betrifft....doch für mich hat dieses Datum eine ganz große und besondere Bedeutung, für mich ist das wie mein 2. Geburtstag, es war ein Grundstein meines neuen Fundamentes für mein weiteres Leben. Und ich habe mir an diesem Tag auch selbst etwas geschenkt, einen Kalender für 2015, in sehr edlem Leder gebunden und vor allem in meiner Lieblingsfarbe petrol (die letzten Jahre hatte ich den immer in lila, aber jetzt gab es den auf einmal auch in petrolfarben). Sieht einfach klasse aus und ich liebe ihn jetzt schon
....
Morgen gehts zur Weihnachtsfeier von meiner SHG, heute Nachmittag haben wir alles geschmückt und vorbereitet und ich freue mich schon drauf. Nächste Woche möchte ich noch 2x Kekse backen, welche ich zu Weihnachten verschenken möchte und dann gehe ich ja in 2 Einrichtungen zum hospitieren, bin total gespannt drauf, wie das wird- und auch schon bissel nervös.
Auf jeden Fall war mein 3. trockenes Jahr bisher am anstrengendsten und schwersten, fast ein 3/4 Jahr war vieles in meinem Leben am stagnieren, ich fühlte mich wie ausgebremst und nichts wollte so richtig klappen. Es sind einige Dinge passiert, welche ich nicht so leicht zu verarbeiten wusste und in der Therapie waren sehr Kräfte zehrende Themen dran, denen ich mich zwar gestellt habe, welche mich aber doch echt sehr erschöpft haben. Ich weiß nicht so recht, wie ich das beschreiben kann....also ich habe mich innerlich weiter entwickelt und an mir gearbeitet- doch nach aussen war das nicht sichtbar. Ich konnte nichts sichtbares "präsentieren", und auch wenn mir das nicht so wichtig ist, so ist es manchmal nicht leicht gewesen, mich diesem Druck von aussen zu entziehen....
Nach einer längeren Talfahrt geht es jetzt langsam wieder nach oben (wobei ich für meine Verhältnisse ganz schön Gas gebe!), doch ich brauche auch dabei meine kleinen Auszeiten/ Ruheinseln um mich nicht zu überfordern. Ich versuche in meinem Tempo zu bleiben....
Wünsch euch einen entspannten 3. Advent morgen
lg Lena
Hallo Katha,
ich wünsche dir auch alles Gute und drücke die Daumen!
Danach hast du wieder ein Stückchen geschafft und Ballast abwerfen tut soooo gut... ![]()
Lieben Gruß, Lena
Lieber Frank, hallo Forum,
das ist aber schön, das du mich auch mal wieder besucht hast, da hab ich mich sehr drüber gefreut!
Ich habe heute noch ein paar Bewerbungen abgegeben und gerade habe ich mit 2 Einrichtungen telefoniert und ich kann da nächste Woche 1 Tag hospitieren, einmal in einer Kindertagesstätte und einmal in einer Krippe. Bin total gespannt, wie das wird, und bin jetzt schon aufgeregt. Naja, ich lasse mich mal überraschen...
Ich hoffe, dir gehts gut und ich wünsche dir jetzt hier schon mal schöne, besinnliche Weihnachtstage und alles Liebe für's neue Jahr, da du ja keinen eigenen Thread mehr hast. Machs dir schön und lass es dir gut gehen.... ![]()
Heute bin ich seit 3 Jahren trocken....mensch, wie die Zeit vergeht! Ich fühle mich sehr stabil und ich habe viel gelernt in dieser Zeit, ich vermisse den Alkohol nicht mehr, ich geniesse es immer mehr, nüchtern und klar durch die Welt zu gehen, ich nehme das Leben an, wie es ist und ich bin mir selbst so viel näher gekommen und das ist einfach wunderbar! Trotzdem ist es wichtig für mich, achtsam zu bleiben und weiterhin nach den Grundbausteinen zu leben. Ich habe meine Krankheit angenommen und ich habe gelernt, wie ich gut und zufrieden mit ihr leben kann.
Wünsche euch einen schönen Tag, lg Lena
Huhu Slowly,
das was Du zur Vorweihnachtsstimmung und Weihnachten geschrieben hast finde ich total schön! Und Du hast so Recht damit und heute habe ich doch tatsächlich ein ganz kleines bißchen angefangen zu dekorieren. Und ich habe vor, die nächsten Tage nochmal nach weiteren schönen Dekosachen zu gucken. Leider habe ich weder einen Partner, noch habe ich Kinder, und vielleicht ist das auch mit ein Grund, warum ich um Weihnachten herum mich doch manchmal etwas einsam fühle, irgendwie empfindlicher bin....naja, aber da ist ja noch meine Mama und mein Bruder...und natürlich meine Freunde. Ich denke, es kommt darauf an, was ich daraus mache.
Hast mich mit deinen Worten auf jeden Fall erreicht und ein bißchen angesteckt ![]()
Lieben Dank dafür, Lena
Hallo Forum,
ich bin jetzt dabei, mir einen Praktikumsplatz im Kindergarten/ Kindertagesstätte zu suchen. Letzte Woche habe ich dafür eine Bewerbung fertig gemacht und dann habe ich im Internet eine echt hilfreiche Seite (Betreuungsbörse) entdeckt, wo ich nach Stadtteilen aufgelistete Kindergärten in meiner Nähe finden kann. Jetzt gehe ich persönlich zu den Einrichtungen, frage dort nach und bei Interesse/ Bedarf gebe ich meine Bewerbung dort ab. Bisher habe ich bei 6 Einrichtungen meine Unterlagen abgegeben und auch wenn es nicht ganz einfach werden wird, da anscheinend sehr viele auf der Suche nach einem Praktikum in dem Bereich sind (hier ist ja auch die Fachschule vor Ort), habe ich insgesamt ein gutes Gefühl, das es irgendwo klappen wird. Blöd ist, das ich zum Ausdrucken immer zum Copyshop muss, da ich keinen Drucker habe, aber naja, gibt schlimmeres.
Ansonsten kann ich bis jetzt der Vorweihnachtszeit noch nicht ganz soviel abgewinnen. Ich bin irgendwie nicht in Weihnachtsstimmung, ich denke auch, das ich Weihnachten eher ruhig verbringen werde. Mich nervt dieser extreme Kommerz und es ist nicht leicht sich dem ganzen zu entziehen. Ich werde versuchen, für mich eine kleine Rückschau auf das letzte Jahr zu nehmen und auch schon ein bißchen überlegen, was im nächsten Jahr für mich ansteht....
Wie geht es euch denn in der Vorweihnachtszeit??
Wünsch euch einen schönen Abend, lg Lena ![]()
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DANKE für
.....eine hilfreiche, tolle Therapiestunde und dem Gefühl, gesehen, wahr genommen zu werden, als die, die ich bin....
.....diese schöne, wärmende Novembersonne....
.....einen Anruf einer ganz lieben, alten Freundin und einer Verabredung für nächste Woche, auf die ich mich sehr freue....
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Hallo in die Runde,
ich möchte mal kurz über ein Erlebnis von mir berichten....ich wohne ja in einem Mehrfamilienhaus mit 8 Parteien, jetzt seit knapp 7 Jahren. Zu einer Nachbarin habe ich ein super gutes Verhältnis, sie wohnt seit ca. 3 Jahren unter mir und hat somit nichts mehr von meinen Saufzeiten mitbekommen. Sie hat auch meine Wohnung gehütet, als ich 8 Wochen in der Klinik war und ich habe ihr auch erzählt, das ich keinen Alkohol mehr trinke, jedoch habe ich ihr nicht gesagt, das ich alkoholkrank bin- ich empfand dies nicht als notwendig und evtl. denkt sie sich auch ihren Teil. Naja, auf jeden Fall habe ich einen sehr großen Keller und da ich den nicht wirklich brauche, bzw. auch wegen meiner blöden Spinnenphobie nicht öfter als unbedingt notwendig betrete, habe ich ihr angeboten, das sie ihn gerne mitbenutzen kann, was sie seither auch gerne in Anspruch nimmt. Meistens hat sie den Schlüssel, ich bin froh, wenn der Keller zumindest für jemand anderen einen Nutzen hat.
Vor ca. 2 Wochen hat sie mich gefragt, ob sie dort ihre Sommerreifen einlagern darf, ja klar, kein Problem....ein paar Tage später ruft sie mich an und fragt mich, ob sie die Sachen aus dem Vorraum zum Keller evtl. in meinen Keller räumen soll. Sie weiß ja, das ich nicht so gerne in den Keller gehe, und wollte mir einen Gefallen tun...doch ich konnte mich nicht erinnern, das ich da irgendetwas hingestellt hatte. Also habe ich am nächsten Tag erstmal nachgeschaut, tja und da waren alle möglichen Sachen kreuz und quer abgestellt worden, fand ich ziemlich unmöglich und ich hatte gleich einen Verdacht, wer das gewesen sein könnte- meine Nachbarn, ein junges Pärchen direkt neben mir.
Da habe ich dann geklingelt und freundlich nachgefragt, und als es sich bestätigte habe ich höflich darum gebeten, die Sachen doch in ihren eigenen Keller zu stellen. Achja ich muss dazu sagen, das die auch schon seit ca. 6 Jahren hier wohnen und somit auch einiges von meinen Saufzeiten mitbekommen haben- das war bestimmt nicht immer so angenehm....jedenfalls war schon 1 Tag später alles weggeräumt, darüber habe ich mich erstmal gefreut. Doch an einem anderen Tag bekam ich zufällig ein Gespräch mit, sie hatte Besuch von ihrem Vater und bei der Verabschiedung sagte er im Hausflur: "....diese asoziale Trinkerin, die soll blos aufpassen..." ....tja, das hat mich echt geschockt und sehr verletzt und ging mir den ganzen Tag im Kopf rum. Meine Gefühle fuhren Achterbahn und ich wusste nicht ob, und wenn ja, wie ich darauf reagieren soll. Irgendwann habe ich es dann meiner Nachbarin von unten erzählt, und sie sagte auch, das ich auf jeden Fall mal mit ihr sprechen soll, weil ich das sonst immer im Hinterkopf haben würde.
Ein paar Tage habe ich immer abends im Bett darüber nachgedacht, anfangs wollte ich sie aggressiv zur Rede stellen, weil die beiden auch öfters laut streiten, nachts duschen oder wie jetzt, einfach ihre Sachen irgendwo abladen und noch so einiges mehr, oder ich wollte sie einfach ignorieren und nicht mehr grüßen....naja, irgendwann habe ich mich dann wieder etwas beruhigt und dann kam mir eine ganz andere Idee in den Sinn. Und zwar habe ich mir überlegt, ihr einfach ganz offen zu sagen, was ich da mitbekommen habe und das mich das sehr getroffen und verletzt hat. Dazu dann den Vorschlag zu machen, das ich da gerne mal mit ihr drüber reden möchte und ich sie herzlich einlade, mal auf eine Tasse Tee zu mir zu kommen. Also habe ich all meinen Mut zusammen genommen und es genauso gemacht.
Sie hat sehr nett reagiert und gesagt, das sie nicht die Meinung ihres Vaters vertritt und das sie auch kein gutes Verhältnis zu ihm hat, dann haben wir noch über einiges geredet und auf einmal hat sie mich sogar spontan in den Arm genommen....ich war echt überrascht, und wir haben zwar noch keinen Tee getrunken, aber auch so haben wir schonmal was klären können. Danach ging es mir richtig gut und ich bin echt froh, das ich die Geduld und die Weitsicht hatte, erstmal ein paar Tage darüber nachzudenken, wie ich mich verhalten soll. Ich bin so dankbar über meine Trockenheit, denn erst mit meinem klaren Kopf ist mir dies möglich geworden....nach einer gesunden, vernünftigen und menschlichen Lösung zu suchen und das dann auch umzusetzen.
Das wollte ich gerne mal festhalten!
Schönen Abend, Grüße Lena ![]()
Hallo Katha,
danke dir! Wie war denn dein Arzttermin, und entwickelt sich alles zu deiner Zufriedenheit? Ich hoffe, das deine Genesung weiter voranschreitet und es macht mir Mut zu sehen, wie du das alles mit soviel Geduld für dich annimmst. Leicht ist das sicherlich nicht, also ich wünsche dir nochmal gute Besserung!
Liebe Grüße, Lena
Hallo Slowly,
ich glaube schon das die Arbeit mit Kindern genau das richtige für mich ist- ich habe vor 25 Jahren schon mal ein Vorpraktikum im Kindergarten gemacht, für ein knappes Jahr. Das war gleich nach meinem Schulabschluss und es war das einzige, was ich mir selbst überlegt und gesucht habe. Leider hatte ich mich nicht gut genug informiert und als ich mich dann an der Fachschule beworben hatte, bekam ich die Info, das ich noch 1 Jahr Hauswirtschaft machen muss und erst danach die Ausbildung als Erzieherin anfangen kann, welche dann auch noch 3 Jahre dauern würde. Ich hätte also 1 Jahr Leerlauf gehabt, weil die Anmeldefristen für dieses Jahr Hauswirtschaft schon vorbei waren und dann hätte ich also noch 4 Jahre (mit dem leerlauf 5 Jahre) vor mir gehabt und deshalb habe ich diese Ausbildung dann gecancelt. Ich war ja vom Gymnasium nach der 11. Klasse abgegangen, weil ich endlich Geld verdienen und von zu Hause raus wollte, ich hab s zu Hause einfach nicht mehr ausgehalten. Tja und dann hat sich mein Vater eingemischt und mir praktisch eine Lehrstelle bei einem Kumpel von ihm besorgt und da ich leider nicht wirklich wusste, was ich eigentlich möchte, habe ich dann dort angefangen zu lernen, als Schilder-und Lichtreklameherstellerin. Nach 1 Jahr ging die Firma pleite und da es in meiner Umgebung keine andere Firma gab, wo ich diese Ausbildung hätte fortführen können, musste ich mir wieder eine neue Lehrstelle suchen. Dann habe ich mich auf eine Lehrstelle als Bauzeichnerin beworben und das hat auch geklappt und diese Ausbildung habe ich dann auch abgeschlossen. Trotzdem hatte auch da wieder mein Vater was mit zu tun. Ich habe irgendwie nur funktioniert zu der Zeit, aus purer Verzweiflung- ich habe mich selbst nicht gespürt und ich wusste nichts damit anzufangen, nach meinen Wünschen zu suchen.
Und innerhalb der Therapie ist dann diese 1. Ausbildung wieder deutlicher aufgetaucht, weil das etwas war, was ich mir damals als einzigstes selber ausgesucht/ überlegt hatte. Naja und ich möchte jetzt versuchen daran anzuknüpfen, erstmal gehe ich ab nächste Woche auf Praktikumssuche. Und wenn ich diese Ausbildung tatsächlich machen möchte, und mir das jetzt durch die DRV gefördert/ finanziert wird, dann ist das für mich wie ein 6er im Lotto!! Und deshalb bin ich da wohl immer noch etwas ungläubig....
Ich mag Kinder sehr gerne und ich gehe da vor allem mit vollem Herzen dran. Ich möchte sie dabei unterstützen, ein gesundes Selbstwertgefühl und vor allem ein stabiles Selbstvertrauen zu entwickeln. Mir geht es darum sie ein Stück ihres Weges aufmerksam und liebevoll zu begleiten und zu unterstützen. Mit das wichtigste ist glaube ich, ihnen das Gefühl zu geben, das sie genauso in Ordnung sind, wie sie sind.
Liebe Grüße, Lena
Guten Abend zusammen,
ich hatte ja heute morgen das Gespräch mit meinem Reha-Berater, und was soll ich sagen
....es ist alles super gelaufen! Auf einmal scheint alles möglich zu sein und ich kann das irgendwie noch gar nicht glauben
. Ich denke die ganze Zeit, das ich das nur geträumt habe, das es einfach nicht wahr sein kann....bin emotional echt in nem Ausnahmezustand....aber ich freue mich natürlich gaaaanz dolle.
Also zuerstmal ist auf einmal doch eine kaufmännische Umschulung möglich, was vor 1 Jahr- nach meinem Assessment im BfW - ganz klar abgelehnt wurde, und was mich damals auch sehr zurück geworfen hat. Das hat mich doch sehr überrascht, ist aber für mich nicht mein primäres Ziel, sondern sozusagen Plan B. Trotzdem ist es gut, überhaupt einen Plan B zu haben
....Mein Ziel ist eine Ausbildung als Sozialassistentin an einer Fachschule für Sozialpädagogik (2 Jahre Vollzeit), weil ich schon immer gerne mit Kindern arbeiten wollte. Und dann brauche ich natürlich jemanden, der meinen Lebensunterhalt finanziert, da ich dann ja nicht arbeiten kann....und das soll jetzt grundsätzlich möglich sein. Ich werde mich in der nächsten Zeit darum bemühen, kurze Praktika in Kindergärten zu bekommen, um auch für mich herauszufinden, ob es wirklich das richtige für mich ist und dann werde ich mich im Februar bei der Schule bewerben.
Seit 3 Wochen habe ich ja auch wieder einen kleinen Job in einem Kiosk, welcher aber wirklich nur übergangsweise sein soll und mir den Besuch bei der Tafel erspart. Auch wenn das eine wichtige Erfahrung für mich war, so ist es ehrlicherweise doch angenehmer, da nicht drauf angewiesen zu sein. Ich lebe natürlich immer noch sehr sparsam, aber eben nicht mehr ganz so extrem am unteren Limit.
Somit bin ich seit heute doch sehr zuversichtlich, wenn auch noch etwas verhalten....weil so wirklich glauben kann ich es immer noch nicht....vielleicht muss ich einfach erstmal ne Nacht drüber schlafen....
Glückliche und verwirrte Grüße von Lena ![]()
Hallo Seidenraupe, Katha, Andreas, Matthias und Slowly,
superlieben Dank an euch alle für eure Rückmeldungen!! Darüber habe ich mich dolle gefreut und das gibt mir nochmal eine ordentliche Portion Mut mit auf den Weg für mein Vorhaben. Vielleicht sollte ich es so sehen, das ich nichts zu verlieren habe, sondern mit etwas Glück ganz viel gewinnen kann....
Katha, du hast Recht, das ich bestimmte Bilder im Kopf habe, wie man (ich) zu sein hat, wenn man etwas erreichen will. Und vor allen Dingen entspreche ich leider so gar nicht diesem Bild in meiner Vorstellung. Deshalb hilft es mir gerade sehr, was du geschrieben hast:
ZitatDu bist davon überzeugt, dass diese Umschulung eine reelle Chance wäre für einen beruflichen Neuanfang in einem Bereich, der Dich interessiert und Dir viel Freude bereiten würde. Das ist doch bereits das schlagende Argument.
Vielleicht ist es wirklich so einfach und ich mache es mir viel zu kompliziert? Dazu möchte ich noch sagen, das ich in meiner Vergangenheit schon häufiger versucht habe, eine Umschulung zu bekommen- jedoch war das noch zu meinen Trinkzeiten und ich denke genau daran ist es oft gescheitert. Auf jeden Fall habe ich da einige schlechte Erfahrungen gemacht und das einfach so beiseite zu legen, gelingt mir noch nicht so richtig. Meine Therapeutin meinte, ich sollte versuchen, da einen Schnitt zu machen, was in der Theorie auch erstmal Sinn macht, aber praktisch nicht ganz so leicht funktioniert. Naja, aber ich arbeite dran ![]()
Denn eines ist sicher, ich habe mir in der Zeit meiner Trockenheit eine Menge erarbeitet und vieles in meinem Leben verändern können, darauf darf ich auch ein bißchen stolz sein und ich hoffe einfach mal, das ich heute eine bessere oder gesündere Ausstrahlung habe, als zu der Zeit, in der ich noch nass war. Ich denke schon, das ich heute eine Frau bin, die es wert ist, ernst genommen zu werden.
Ich werde mich morgen in Ruhe vorbereiten und dabei versuchen, mich nicht verrückt zu machen....mal sehen, ob's klappt....
Auf jeden Fall nochmal ein riesengroßes DANKE an euch, ihr helft mir gerade sehr ![]()
Herzliche Grüße, Lena
Hallo Forum,
ich habe am Anfang der Woche bei der Schule angerufen und grundsätzlich ist es möglich, diese Ausbildung auch als Umschulung zu machen- ich war mir da nicht ganz sicher. Und am nächsten Montag (17.11.) habe ich einen Termin bei einem Rehafachberater von meiner Rentenversicherung, den ich davon überzeugen möchte, mir diese Umschulung zu bewilligen. Leider habe ich von vielen Seiten gehört, das die Rentenversicherung schulische Umschulungen nicht fördert, aber ich möchte es wenigstens versuchen. Für mich wäre das eine reelle Chance auf einen beruflichen Neuanfang und vor allem in einem Bereich, der mich schon immer interessiert hat und der mir viel Freude macht. Doch irgendwie glaube ich da nicht wirklich an mich und ich habe eine Riesenangst vor dem Gespräch- auf der einen Seite will ich kämpfen und auf der anderen Seite ist da meine Sch.... Unsicherheit. Mir fehlt einfach so n Quentchen mehr Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft....ehrlich gesagt wird mir regelrecht schlecht, wenn ich nur daran denke.
Ich werde versuchen, mich nochmal gut darauf vorzubereiten, doch ich komme mir schon so n bissel so vor, wie beim Kampf gegen Windmühlen.
Drückt mir mal die Daumen....liebe Grüße, Lena ![]()
Hallo zusammen,
ist schon wieder eine Weile her, das ich hier geschrieben habe, deshalb mal ein kurzes Update....Also Ärztemäßig habe ich alles gut hinter mich gebracht, neue Krone ist fertig und macht auch keine Probleme mehr. Bei der Mammographie war alles in Ordnung und der Arzt meinte ich soll in 3 Jahren und dann nochmal in 3 Jahren wiederkommen- dann bin ich 49 Jahre und ab 50 Jahre soll ich alle 2 Jahre kommen. Zusätzlich 1x im Jahr Ultraschall der Brust bei meiner Frauenärztin....damit kann ich gut leben und ich denke, das ist eine gute und vernünftige Vorsorge. Ja so werde ich es machen....
Bei meiner Therapie ist gerade Pause (Herbstferien) und da geht es am 18.11. weiter, mir tun diese Pausen immer gut, da habe ich Zeit die Dinge sacken zu lassen. Ich habe jetzt noch 18 Stunden, also ich schätze es geht noch ca. 1/2 Jahr und insgesamt war ich dann 2 1/2 Jahre in der Therapie. Bisher hat sie mir viel geholfen, ich konnte vieles für mich klären, mir meine Geschichte genauer angucken und vor allem unter verschiedenen Blickwinkeln mehr Verständnis für das Ganze gewinnen. Ich bin sehr dankbar dafür, so eine gute und emphatische Therapeutin gefunden zu haben- das ist nicht selbstverständlich....
Mein neues berufliches Ziel werde ich nächste Woche angehen, es geht da um eine schulische Ausbildung/ Umschulung, und da im Moment Ferien sind, kann ich da erst nächste Woche etwas erreichen. Doch ich habe seit 1 Woche endlich wieder eine Beschäftigung, es sind zwar nicht viele Stunden, doch ein Anfang ist gemacht. Also ich komme ganz langsam wieder in Bewegung und das ist doch schonmal was....
So darf es weiter gehen, liebe Grüße von Lena ![]()
Danke für eine neue Chance....
Danke für meinen Mut....
Danke für ein plötzliches Wiedertreffen eines alten, sehr guten Freundes....
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Guten Abend zusammen,
ich hab ja länger nichts mehr von mir hören lassen und weiß auch gar nicht so recht, was ich schreiben möchte....also einfach mal anfangen....
Irgendwie war ich in den letzten Wochen viel bei Ärzten, u.a. 2x zum Blut abnehmen, da ich seit Ende August ständig müde, schlapp und völlig antriebslos bin und das kenne ich so nicht von mir. Und dann ist heraus gekommen, das ich einen Vitamin D Mangel habe, obwohl ich viel draussen und in der Sonne war. Jetzt nehme ich hochdosiertes Vitamin D, doch es dauert wohl eine Zeit, bis sich das wieder aufbaut und ich eine Besserung spüren werde. Ich hatte davon noch nie etwas gehört und mich darauf hin ein bißchen damit beschäftigt- ist ein ziemlich komplexes, interessantes Thema und ich hoffe jetzt, das mit ein bißchen Geduld meine Power wieder zurück kommt. Ich hatte das Gefühl, das diese bleiernde Müdigkeit eine Vorstufe in Richtung Depression ist und das war wirklich unangenehm, und es hat mir auch Angst gemacht, deshalb habe ich schnell versucht, nach der Ursache zu suchen.
Dann ist mir ja letztens noch eine Blombe abgebrochen und da muss jetzt eine Krone gemacht werden, vorgestern war ich da zum Abdrücke machen, abschleifen und habe jetzt für 10 Tage ein Provisorium- und danach hatte ich erstmal ganz dolle Zahn- und Kieferschmerzen, seit heute ist es wieder besser. Hinzu kommt dann noch, das ich seit gestern Morgen Kopf- und Halsschmerzen, Husten und erhöhte Temperatur habe. Bin etwas genervt, komme im Allgemeinen gut mit meinem Singleleben zurecht, doch gerade wenn ich krank bin, vermisse ich einen Partner bzw. fühle ich mich dann schnell einsam. Klingt vielleicht blöd, ist aber so...achja, ich gehe 4x im Jahr zur Zahnreinigung (wegen Parodontitis) und zwischendurch musste ich auch nochmal wegen was anderem hin, so das ich dieses Jahr 9x beim Zahnarzt war- und das finde ich langsam echt nicht mehr lustig. Das reicht jetzt definitiv!
Dann habe ich seit September eine neue Frauenärztin und da muss ich nächste Woche zur Mammographie, da bei mir mütterlicherseits 3x Brustkrebs in der Familie war/ ist. Ich stehe dem durchaus kritisch gegenüber und habe bisher immer 1x im Jahr Ultraschall der Brust machen lassen und das war für mich als Vorsorge okay- doch dann gabs auf einmal Probleme mit meiner letzten Ärztin, so das ich beschlossen habe, mir eine andere Praxis zu suchen. Naja und die letzte Mammographie ist ca. 4-5 Jahre her und deshalb lasse ich sie jetzt doch mal wieder machen, aber ich werde das nicht alle 2 Jahre machen lassen, da ich dem wie gesagt sehr kritisch gegenüberstehe.
Und da ich zur Zeit eh nicht besonders fit bin, ist das alles wirklich sehr anstrengend- ich denke, es kann nur besser werden!....trotzdem hoffe ich, das ich im nächsten Jahr mal eine Pause hab, was Ärzte betrifft....
Das andere ist, das ich beruflich ein neues Ziel vor Augen habe und sich endlich mal wieder mein Ehrgeiz anfängt zu melden. Und ich werde versuchen darum zu kämfen, auch wenn es auf den ersten Blick relativ aussichtslos erscheint....ich möchte mich nicht beirren und verunsichern lassen, sondern mit allem was ich habe und mit ganzer Kraft darum- für MICH- kämpfen. Das ist mein Leben und mein Weg und ich weiß was ich will ![]()
Und es gibt Menschen, die mir zeigen, das sie an mich glauben- Danke dafür.....doch noch viel wichtiger ist, das ich selbst an mich glaube.
Herzliche Grüße in die Runde, bis bald Lena ![]()