Beiträge von Lena40

    - Danke für neu aufkommenden Mut, Power und Ehrgeiz- habe endlich ein neues Ziel vor Augen, für das ich kämpfen möchte....

    - Danke für den Anruf von meiner Mutter heute

    - Danke für ein Gespräch mit einer lieben Freundin, welche mir wertvolle Tipps geben konnte

    und Danke für diesen Thread Eni, wo es die Möglichkeit gibt, sich der kleinen Dinge des Tages wieder bewusst zu werden und ihnen Raum zu geben....

    Bye Lena

    Lieber Frank,

    ich habe gerade gesehen, das du deinen Thread hast schliessen lassen...

    Das macht doch etwas mit mir- wir sind damals beide in etwa zur gleichen Zeit hier angekommen (ca. Anfang 2012) und du warst mir immer ein sehr sensibler, aufmerksamer, warmherziger und auch kritischer Begleiter. Deine Art zu schreiben und dich einzubringen war (ist) eine ganz besonders wertvolle und es ist soetwas wie (virtuelle) Nähe bei mir entstanden. Du wirst mir hier sehr fehlen....und ich möchte dir nochmal Danke sagen....

    Ich hoffe, das es dir gut geht und wenn du irgendwann vielleicht einen neuen Thread aufmachst, wäre das eine große Freude (sicher nicht nur) für mich. Und falls nicht ist das natürlich auch okay- aber bitte sag doch mal "Piep" ab und an....

    Alles Liebe für dich, und ich drück dich nochmal dolle,

    Grüße nach Hamburg von Lena :)

    Hallo Eni,

    jetzt gehts also los....ich wünsche dir eine gute, hilfreiche und klärende Zeit in deiner LZT. Versuche es nicht so verbissen zu sehen- ich weiß, ist einfacher gesagt als getan. Doch ich glaube das es gut werden wird, wenn du dich darauf einlassen kannst.

    Ich hatte auch einen Riesenbammel damals davor, doch ich habe mich relativ schnell auf alles, was da so auf mich einstürmte, einlassen können- und für mich war es eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Vor allem hat es mich in meiner Abstinenzentscheidung und Krankheitseinsicht gefestigt. Ich denke gerne an die Zeit zurück und zehre heute noch davon.

    Also, lass dich nicht ärgern :wink: und mach was draus!

    Alles Liebe für dich, Grüße Lena

    Nabend Eni,

    schöne Idee, da mache ich gerne mit....und ich wäre auch neugierig auf dein Anfangszitat :?::!:

    1. beim Einpflanzen einer schönen lila Herbstaster das Gefühl der Erde zwischen den Händen und dabei die Sonne auf meiner Haut spüren

    2. unterwegs ein Gruppenmitglied draussen vorm Bäcker getroffen und eine kurze, sehr nette Unterhaltung gehabt

    3. tiefe innere emotionale Bewegung- Spaziergang mit meiner Mutter in der Natur- das Gefühl, da löst sich etwas

    Danke

    Liebe Samsara,

    ganz liebe Glückwünsche von mir zu 6 Jahren ohne Alkohol! Ich schätze deine einfühlsame, ehrliche und selbstreflektierte Art zu schreiben sehr. Ich kann mir oft daraus etwas für mich mitnehmen, danke dafür :D !

    Ich wünsche dir gerade für die nächste Zeit alles Gute, vor allem in deiner neuen SHG und hilfreiche Gespräche mit deinem Therapeuten.

    Herzliche Grüße, Lena

    Lieber Frank,

    du hast natürlich völlig Recht mit dem was du schreibst:

    Zitat

    ---begrab doch manches und werde frei für das was jetzt anliegt... Leichtb gesagt schwer getan. Klar. Aber die Richtung mal in den Kopf bekommen, Das wär sicher nicht verkehrt Smilie

    Ich denke und hoffe, das da jetzt so langsam der Groschen bei mir gefallen ist. Klar hätte ich das am liebsten schon viel eher/ schneller schaffen wollen, aber ich denke jeder Mensch ist anders gestrickt. Meine Erlebnisse und Traumata in meiner Kindheit haben einen großen Anteil daran, das ich alkoholkrank geworden bin, für mich ist es wichtig, mich diesem ganzem nocheinmal zu stellen und mich damit auseinanderzusetzen, denn nur so kann ich damit Frieden schliessen und die Vergangenheit loslassen.

    Wenn ich das nicht tun würde und meine Geschichte einfach in eine Schublade stecke und verdränge, tu ich genau das, was ich während meiner Sauferei auch getan habe. Aber du hast schon Recht, das es jetzt mal an der Zeit ist, mich meiner Gegenwart zuzuwenden. Ich hoffe es gelingt mir....

    Tja, dann zu dem das du dich aus dem Forum zurückziehen möchtest....sicher wirst du dafür deine ganz eigenen und wichtigen Gründe haben....doch ich finde es wirklich sehr schade und werde dich hier dolle vermissen....um so mehr freue ich mich dann, wenn du doch mal etwas bei mir schreibst oder du mich mal besuchst....aber traurig macht es mich doch- du wirst mir fehlen :(

    Alles alles Liebe für dich, drück dich, Lena

    Liebe Samsara, liebes Forum,

    ja, es ist nicht leicht, mich aus dieser Rolle, von diesem Muster wieder zu lösen, das Wort "Konditionierung" trifft es ganz gut. Ich habe lange und ausführlich mit meiner Therapeutin darüber gesprochen und auch wenn der Auslöser (ihr Anruf bei mir, wo sie angetrunken war) erstmal sehr schlimm für mich war, so hat es mir im Nachhinein auch die Augen geöffnet, irgendwie ist da ein Knoten geplatzt. Für mich geht es hier um Loslassen- was viel schwerer ist, als an etwas festzuhalten....meiner Meinung nach. Sie ist erwachsen und selbst für sich und ihr Leben verantwortlich und ich habe mich da gedanklich immer wieder viel zu weit rein gehängt, natürlich aus guter Absicht und wider besseren Wissens. Wie gesagt, bei uns sind unsere Rollen vertauscht durch die Umstände/ Situation in der Familie in meiner Kindheit- ich hatte oft große Angst um sie und habe früh Verantwortung für sie übernommen- und normal bzw. gesund wäre es anders herum.

    Ich hatte ja selber schon das Gefühl, das eine gewisse Distanz zu ihr, mir gut tun würde. Doch ich wusste nicht genau, wie diese Distanz aussehen könnte und hab dann gleich an so etwas wie einen Kontaktabbruch gedacht, was ich mir gar nicht vorstellen kann.... Im Gespräch mit meiner Therapeutin bin ich da jetzt einen Schritt weiter gekommen, es geht um eine Distanzierung meinerseits im Inneren, also das ich es anfange auszuhalten, sie ihr Leben leben zu lassen, wie sie es für richtig hält- egal ob es mir gefällt, ob ich mir Sorgen mache oder sonstwas- es ist ihr Leben. Mir muss nicht alles gefallen, was sie macht....und auch wenn ich mir Sorgen mache, wirklich helfen kann ich ihr nicht, das kann sie sich nur selbst....ich glaube, ich habe da etwas ganz wichtiges begriffen und das ist ja schonmal ein Anfang. Soweit zum Loslassen...

    Das andere ist, das ich mich auch ein Stück weit von einer ganz ganz tief schlummernden Hoffnung verabschieden muss....was das Einfühlungsvermögen, die Emphatie und das Verständnis meiner Mutter für mich betrifft. Wir sind da auf völlig verschiedenen Ebenen unterwegs, einfach nicht auf Augenhöhe und ich kann mittlerweile, vom Kopf her, auch ein gewisses Verständnis dafür entwickeln, warum das so ist. Aus verschiedenen Gründen kann sie es einfach nicht. Doch es macht mich unendlich traurig und manchmal hilflos und tief in meiner Seele war da immer noch so eine leise Hoffnung....und da stehen die Zeichen auf Abschied nehmen.

    Doch beides, Loslassen und Abschied nehmen ist ein Prozess und ich möchte meiner Seele den Raum und die Aufmerksamkeit geben/ schenken die es dafür braucht. Und auch wenn das alles nicht so leicht ist, so fühlt es sich für mich richtig und vor allem gesund an.

    Ich bin heute 2 Jahre und 9 Monate trocken und ich bin stolz und zufrieden mit mir wo ich heute stehe....und ich gehe weiter, Schritt für Schritt auf meinem Weg zu mir....:wink:

    Ganz liebe Grüße, Lena

    Hallo Eni,

    ich habe als Kind die Rolle übernommen, meine Mutter zu (be-) schützen, aus Liebe und Angst um sie. Mein Vater war alkoholkrank und sehr aggressiv, laut und manchmal unberechenbar- ich habe oft hilflos mit ansehen müssen, wie er sie verprügelt hat. Meine Mutter war Co- abhängig und sie hat es nicht geschafft, sich zu trennen und sie hat mich und meine Bedürfnisse nicht gesehen- nicht sehen können(?). Unsere Rollen war vertauscht, ich konnte nicht wirklich Kind sein, und sie war nicht wirklich Mutter. Mittlerweile habe ich dieses Muster realisiert und bin dabei, mich davon zu lösen- doch das dauert seine Zeit und ich glaube so ganz davon zu lösen wird sehr schwer. Zumindest ist es mir bewusst geworden....aber es ist halt ein über lange Jahre gewachsenes Verhalten.

    Meine Therapeutin meinte, das sie das Gefühl hat, das meine Mutter durch ihre ganzen extremen Erlebnisse, emotional abgestumpft ist. Und mittlerweile denke ich ähnlich und gerade das kann ich nicht gut aushalten. Ich wünsche mir nichts mehr, als das meine Mutter glücklich ist, das es ihr gut geht, das sie sich auf den Weg macht, das sie Hilfe annimmt....das würde mich entlasten.

    Doch ich weiß, das sie die Verantwortung für sich und ihr Leben hat, aber es fällt mir schwer, mich davon, aus meiner Rolle zu lösen. Das Wichtigste ist und bleibt für mich meine Trockenheit, denn nur dann bin ich überhaupt in der Lage, an diesen Dingen zu arbeiten.

    Wünsch dir einen guten Start in die neue Woche morgen, lg Lena

    Hallo Andreas,

    ich hab mich sehr über deine Antwort gefreut! Ich weiß, das meine Reaktion auf den alkoholisierten Anruf meiner Mutter angemessen und richtig war, im Nachhinein bin ich froh, das ich instinktiv richtig reagiert habe. Doch es ist alles wieder hochgekommen von früher, fast wie eine Retraumatisierung. Auch wenn meine Mutter nicht alkoholkrank ist, sie war Co-abhängig von meinem Alkoholkranken Vater, so hat sie damals zeitweise missbräuchlich getrunken und als sie mich jetzt angetrunken angerufen hat, war ich sofort in dem alten Film drin. Und das war völlig unvorbereitet und das habe ich, seit ich trocken bin, so noch nicht erlebt.

    Am Dienstag habe ich wieder Therapie, da werde ich nochmal über alles reden und vor allem darüber, das meine Mutter das Gespräch abgesagt hat. Vom Kopf her denke ich mittlerweile, das eine gewisse Distanz zu ihr mir gut tun würde. Doch ich habe ja schon keinen (gar keinen!) Kontakt mehr zu meinem Vater, jetzt auch noch Distanz zu meiner Mutter, ich weiß nicht, ob ich da die Kraft zu habe. Auch wenn ich eine erwachsene Frau bin, so ganz ohne Eltern/ Familie ist nicht wirklich schön....

    Danke für's Drücken, und ich werde jetzt ganz besonders gut auf mich aufpassen!

    Dir einen schönen Abend, lg Lena

    Liebe Samsara,

    ich bin doch ein bißchen erschrocken darüber, was dir passiert ist. Es hört sich ziemlich schlimm an, doch du konntest gerade noch die Notbremse ziehen und Hilfe suchen und annehmen.

    Wichtig finde ich deinen letzten Satz:

    Zitat


    Ich habe es selbst nicht geschafft, aber ich kann aus dieser Erfahrung nur raten - holt Euch rechtzeitig Hilfe, nehmt Euer Umfeld ins Boot, wenn Ihr merkt, dass Ihr es nicht alleine schafft. Solche Situationen haben ein nicht zu unterschätzendes Rückfallpotenzial!!

    Mir geht es zur Zeit auch nicht gut und das was du erlebt hast, kann mir eine Warnung sein. Ich werde versuchen noch aufmerksamer zu sein.

    Schön finde ich wie deine Vorgesetzten reagiert haben und du nicht mehr in den belasteten Arbeitsbereich zurück musst. Das ist doch eine gute neue Perspektive um auch langfristig eine Veränderung zu entwickeln. Ich denke aus dieser Wertschätzung kannst du viel Kraft schöpfen, das wünsche ich dir von Herzen....

    Alles Liebe von mir für die nächste Zeit, Grüße Lena

    Hallo zusammen,

    irgendwie läufts nicht rund....zuerst ist mir vor 3 Tagen ne Blombe raus gefallen, ich bin gleich nächsten Tag zum Zahnarzt und da meiner Urlaub hat, hat es eine Kollegin versorgt. Leider kann da nicht wieder eine Blombe gemacht werden, sondern da muss eine Krone drauf. Finde ich natürlich nicht optimal, aber gut, immer noch besser als wenn er ganz raus müsste.

    Ja und dann hatte ich mich mit meiner Mutter verabredet und sie hat dann kurz vorher abgesagt. Ihr gehts mal wieder super schlecht und wenn ich ehrlich bin, kann ich es nicht mehr hören. Es wiederholt sich alles und seit ich nüchtern bin, nehme ich es viel genauer wahr. Mir wird erst jetzt wieder richtig bewusst, das sie mich gar nicht wirklich wahr nimmt, mir nicht zuhört und irgendwie keine Empathie oder Einfühlungsvermögen für mich hat. Und das tut mir verdammt weh, diese Gefühle nüchtern auszuhalten ist echt be......en. das habe ich immer mit Alkohol betäubt. Ich fühle mich gerade sehr alleine und weiß nicht wohin mit mir. Habe manchmal Angst die Kontrolle zu verlieren.

    Und es nervt mich auch, das ich hier in letzter Zeit nur am rumjammern bin. Aber irgendwo muss ich ja damit hin....

    Danke das ich hier sein darf.

    Grüße Lena

    Liebe Katha,

    ich wünsche dir alles, alles Gute für die bevorstehende OP. Ich finde es bemerkenswert wie du damit umgehst und ich drücke dir die Daumen, das alles gut verläuft und du nachher wieder all das tun kannst, was dir Spaß und Freude macht.

    Mit deiner Einstellung machst du vielen hier Mut, danke dafür!

    Denke an dich, hab einen schönen Abend, lg Lena :wink:

    Hallo Slowly,

    ich möchte mich bei dir für deine Gedanken bedanken. Ich habe viel darüber nachgedacht, und da steckt ganz viel für mich drin.

    Ich weiß vom Kopf her, das es "nur" Äußerlichkeiten" sind und ich bin soviel mehr als das....doch gerade bei zB. Vorstellungsgesprächen sieht mein Gegenüber zuerstmal mein Äußeres und das was mich ausmacht ist nicht so schnell sichtbar. Eine gewisse Anspannung oder Unsicherheit vor einem Vorstellungsgespräch ist meiner Meinung nach relativ normal, doch bei mir kommen dann noch meine großen Hemmungen wegen meinem "Makel" hinzu und das macht das ganze nochmal um einiges schwieriger.

    Doch ich weiß auch, das das Problem in mir selbst, ganz ganz tief in mir selbst liegt. Und ich glaube, wenn es nicht die Hauterkrankung wäre, dann wäre es irgendetwas anderes. Ich mache es an der Haut fest, doch das eigentliche ist etwas anderes, welches mir bis jetzt nicht klar ist. Im Groben spielt da sicher auch mein Selbstwertgefühl eine Rolle, aber das ist nicht alles.

    Zitat


    Verändert sich dann innen etwas, kann das auch im Außen sichtbar werden.


    Dem versuche ich auf die Spur zu kommen- dem innen....danke....

    Hab einen schönen Abend,

    lg Lena

    Lieber Frank, hallo Forum,

    ....mir gehts stimmungsmäßig mal wieder Achterbahn, ständig rauf und runter, halte mich grad selbst kaum aus....und als ich deine Worte las, tat mein Herz direkt einen Hüpfer, einen Freudenhüpfer....und da bin ich nun :D

    Ich hatte jetzt 2x wieder Therapie und einmal war meine Hauterkrankung Thema und das andere Mal meine Mutter. Das Thema Haut ist nicht einfach für mich, doch ich bin froh es überhaupt angesprochen zu haben. Möchte da jetzt gar nicht soviel drüber erzählen- auch wenn es sehr komplex ist-, doch meine Therapeutin hat mir geraten, mich da selbst an die Hand zu nehmen, gerade weil das früher leider nicht passiert ist und ich damit alleine stand. Ich habe da schon sehr resigniert, kaum Hoffnung, das mir irgendwas oder irgendwer wirklich helfen kann, und ich merke selber, das sich das über viele Jahre total verfestigt hat und das ist einfach nicht gut. Und ich möchte mich so gerne selbst an die Hand nehmen und doch nochmal Ärzte, evtl. Homöopathen und andere Dinge ausprobieren....doch irgendwie krieg ich das (noch) nicht hin. Da ist ist dann auf einmal soviel Schmerz darüber, das ich damit einfach alleine gelassen worden bin, das ich es nicht wert war, das ich nicht gesehen wurde. Vielleicht dauert das einfach eine (meine) Zeit, zumindest meldet sich da eine tiefe Traurigkeit.

    Gestern war meine Mutter Thema, sie hat mich letzte Woche angerufen und sie war betrunken....das hat mich voll geschockt und vor allem extrem getriggert, ich habe sie seit Jahren nicht alkoholisiert erlebt. Ich war sofort in dem alten Film drin und alles in mir stand auf Alarm. Ich habe sie direkt darauf angesprochen, sie hat es geleugnet, ich habe ihr noch kurz zugehört und ihr dann gesagt, das ich so nicht mit ihr reden kann und dann das Gespräch beendet. Innerlich war ich völlig konfus, aufgeregt und wütend- sie rief dann kurz danach nochmal an, das sie verletzt wäre und wir so nicht auseinander gehen sollten, da bin ich dann ziemlich emotional geworden und habe zb. gesagt, das sie mich grad gefährdet und das ich alkoholkrank bin und ob ihr überhaupt klar ist, das ich eine tödliche Krankheit habe.....das war bestimmt auch nicht richtig, aber ich war echt in nem Ausnahmezustand. Jedenfalls habe ich ihr dann gesagt, das wir gerne ein andern Mal telefonieren können und das Gespräch ein 2. Mal beendet. Danach habe ich gleich meine Freundin angerufen, lange mit ihr gesprochen und dann noch jemanden aus meiner SHG....das hat mir geholfen, wieder runter zu kommen und so konnte ich später halbwegs gut schlafen. Darüber haben wir gestern in der Therapie gesprochen und es ist ganz wichtig, das ich meiner Mutter meine Grenzen aufzeige und das ich nocheinmal grundlegend mit ihr über meine Alkoholkrankheit spreche. Ich habe sie heute angerufen und wir treffen uns Ende der Woche, vor allem geht es darum, das sie mir zuhört.

    Heute habe ich zumindest mal wieder eine Bewerbung abgeschickt und vorgestern war ich auf einer Infoveranstaltung über ein Zentrum für Rehabilitation von psychisch/seelisch Kranken/Behinderten. Es ist also nicht so, das ich gar nichts mache, doch mir fehlt da nach wie vor die volle Power.

    Also es bleibt anstrengend, ein bissel trete ich auf der Stelle, doch in guten Momenten glaube ich weiter an mich und daran, das meine Zeit dann kommen wird, wenn sie dran ist.

    Schönen Abend und herzliche Grüße, Lena :wink:

    Hallo Frank und guten Abend an alle,

    lieben Dank, das du nachfragst :D ....mir geht es soweit ganz gut, habe aber gerade seit einer Woche eine sehr nachdenkliche Phase.

    Ich habe mich in dieser Woche von allem zurück gezogen und einfach mal versucht in mich hinein zu spüren, mich zu spüren, mir selbst noch etwas näher zu kommen. Vorhin habe ich dann mit meiner liebsten und besten Freundin telefoniert, das erste Mal seit 1 Woche, sie hatte sich schon ein bißchen Sorgen gemacht, auch wenn sie mich und damit auch meine zeitweiligen Rückzugstendenzen sehr gut kennt. Es war ein gutes Gespräch und mir ist dabei einiges klarer geworden.

    Ich möchte darüber hier nur soviel sagen: ich habe eine Hauterkrankung, mit der ich schon seit 30 Jahren kämpfe. Ich kann mich deswegen nicht wirklich ganz annehmen und es gibt Tage, an denen es mir deshalb sehr schlecht geht und ich am liebsten gar nicht aus dem Haus gehen würde. Hinzu kommt, das dieses Thema mir schlicht peinlich und auch schambesetzt ist....doch mit einigen wenigen wirklich guten Freunden kann ich schon manchmal darüber sprechen. Vom Kopf her weiß ich, das mich viel mehr ausmacht, als meine Haut, doch tief in meinem Inneren lehne ich mich deswegen ab. Und ich denke das ist das Thema dahinter: Ablehnung bzw. Angst vor Ablehnung.

    Dies hat auch viel mit meiner beruflichen Baustelle zu tun und da das jetzt ja Thema in meiner Therapie wird (nächste Woche gehts nach 4 Wochen Pause wieder weiter) wird auf einmal auch dieses Thema ganz leise sichtbar....und das habe ich zwar unterbewusst immer mit mir, doch jetzt sucht es sich einen Weg nach draussen, es kommt an die Oberfläche. Ein hoch sensibles Thema und Problem für mich, wovor ich Angst habe. Naja, aber ich werde versuchen, da hin zu schauen....weil ich glaube, das könnte ein wichtiger Schlüssel sein....

    Doch leicht wird das nicht werden.

    Lieber Frank, ich hoffe das es dir gut geht und ich würde mich seeehr freuen, auch von dir etwas mehr zu hören- bin doch einfach so neugierig, was du so machst oder auch nicht machst, gerade in den einfachen (unspektakulären) Dingen steckt doch manchmal ganz viel drin.... :wink:

    Wünsch euch ein schönes WE, alles liebe von Lena

    Hallo zusammen,

    ich hatte gestern nochmal Therapie und die nächste Stunde habe ich erst wieder in 4 Wochen, also sozusagen Ferien....wir haben das letzte halbe Jahr rückblickend noch einmal betrachtet und erst da ist mir bewusst geworden, mit wievielen Themen, vorwiegend aus der Vergangenheit, ich mich intensiv auseinandergesetzt habe. Meine Therapeutin hat mich sogar gelobt und gesagt, das ich wirklich konzentriert und gut gearbeitet habe. Das hat gut getan!

    Zuletzt haben wir ja das Thema mit meinem Vater gehabt und ich habe vieles einmal aus einem anderem Blickwinkel betrachten können und ich habe mir einiges -im Rahmen meiner Möglichkeiten- ihn betreffend angeguckt. Das Thema ist noch lange nicht abgeschlossen, aber meine Therapeutin meinte, das die ganz schweren Traumata jetzt noch nicht dran sind und wir hier jetzt erstmal einen Punkt setzen. Sie ist der Ansicht, dafür bedarf es einer noch größeren Stabilität meiner Trockenheit und das wäre vielleicht in 5-6 Jahren nochmal ein Thema für mich. Sie sagte, das sie ja auch eine Verantwortung für mich als Therapeutin hat und das sie mich nicht gefährden möchte.

    Ich habe darüber nachgedacht und es fühlt sich richtig für mich an. Sie wollte mir damit auch nicht sagen, das sie mich nicht für stabil hält....im Gegenteil, sie hat schon öfter gesagt, das sie eine Hochachtung davor hat, wie ich mich mit meiner Geschichte und schwierigen Themen auseinandersetze und das vor allem nüchtern....doch für die ganz schweren Dinge bedarf es halt noch mehr an Stabilität. Dies nimmt mir -komischerweise?- eine Menge Druck raus, weiß nicht, wie ich das beschreiben kann....also, das ich nicht alles auf einmal schaffen muss, sondern das es für alles die jeweilige Zeit gibt.

    Da wir uns im letzten halben Jahr sehr viel mit meiner Vergangenheit beschäftigt haben, werden wir nach den Ferien mit dem Jetzt und vor allem mit meiner Zukunft weiter machen. Ich möchte in der Pause versuchen, die Dinge sacken zu lassen und nicht mehr viel darüber nachzudenken....sondern im Hier und Heute ankommen und nach vorne zu schauen. Jetzt bin ich dran und ich habe auch schon ein paar kleine Pläne und Ideen, womit ich mich intensiver befassen möchte. Ich hoffe, das mir das gelingen wird, mal sehen....

    Schönen Abend und herzliche Grüße von Lena :wink:

    Hallo Katha,

    da habe ich ja -scheint's- ganz schön was angestossen. Es sollte auf keinen Fall als Kritik rüber kommen, sondern es war einfach eine Feststellung, wie ich dich hier wahrnehme.

    Ich bin selbst nicht so eine Macherin und wünsche mir oft etwas mehr davon. Okay, ich bin schon sehr selbständig und ich kann die meisten Sachen und Herausforderungen des Lebens durchaus allein und ohne große Hilfe bewältigen. Ich bin auch für mir nahe stehenden Menschen eine verlässliche Ansprechpartnerin, Zuhörerin und Ratgeberin und ich helfe gerne, wenn es erforderlich ist und wenn ich das leisten kann. Das sehe ich als selbstverständlich an.

    Doch ich wünsche mir manchmal mehr Power, Durchsetzungsfähigkeit und auch Selbstvertrauen. Wie gesagt bin ich in vielem sehr langsam, kann schwer Entscheidungen treffen und mache mir manchmal selbst das Leben schwer. Was zB. meinen beruflichen Weg angeht - das ist gleich nach meiner Alkoholkrankheit meine größte Baustelle in meinem Leben-, so stehe ich da mit 43 Jahren wieder ganz am Anfang und fühle mich wie eine etwa 15-16 jährige, welche kurz vor ihrem Schulabschluss steht und sich überlegt, wo es beruflich hingehen könnte. Diese Phase habe ich nie wirklich gehabt, dafür war bei mir zu Hause kein Raum da- da war Alkohol, Streit, Gewalt und ich wusste nie, was mich erwartet, wenn ich nach Hause komme. Ich habe die Rolle übernommen, meine Mutter zu beschützen und mich für sie verantwortlich gefühlt- was mit mir war, war völlig egal. Naja, das ist eine lange Geschichte....ich habe dann zwar Ausbildungen angefangen, zwei wieder abgebrochen und die dritte dann auch abgeschlossen, als Bauzeichnerin- aber ich habe nie in diesem Beruf gearbeitet. Das hat viele Gründe gehabt, u.a. habe ich auch da schon mißbräuchlich Alkohol getrunken, angefangen habe ich mit ca. 16 Jahren. Leider habe ich viel zu spät, erst mit 30 jahren, meine 1. Therapie angefangen, aber auch da ging es noch nicht um Alkohol. Ich merke gerade, das wird irgendwie zu lang jetzt....

    Also, auf jeden Fall habe ich keinerlei Berufserfahrung, ausser meine Tätigkeit im Kiosk und ich weiß so überhaupt gar nicht, was ich machen möchte, wo ich Lust drauf habe, was mir Spaß oder Freude machen würde. Ich habe mir meine berufliche Entwicklung regelrecht durch die Sauferei kaputt gemacht.

    Diese Erkenntnis macht mir schon zu schaffen, und ich versuche sie anzunehmen, es ist halt jetzt so, wie s ist. Und in dieser Situation könnte ich schon etwas von gewissen Macherqualitäten gut gebrauchen. Was ich damit sagen möchte ist, das es alles Vor- und Nachteile hat. Jede/r muss ihren/seinen individuellen, für sich passenden Weg finden und dabei können wir alle viel voneinander lernen.

    Ich finde es übrigens sehr bemerkenswert und wunderbar, das du so ausführlich schreibst, ich lese dich wirklich total gerne und habe dabei oft etwas neues zum drüber nachdenken und fast immer ist auch viel zum Schmunzeln dabei.... :wink:

    Ich wünsche dir eine schöne und angenehme Woche,

    mit lieben Grüßen, Lena

    Hallo Katha,

    ich kann mit dem, was du mir geschrieben hast, eine Menge anfangen und ich habe einen großen Respekt davor, wie du trotz der ganzen Widrigkeiten und vor allem so schrecklicher Schicksalsschläge deinen Weg gehst. Ich habe in deinem Thread gelesen, das du dich gerade mit dem Thema "um Hilfe bitten- Hilfe annehmen" auseinandersetzt, das finde ich gut, da ich dich hier als "Macherin- ich schaff das schon" wahr nehme. Das ist ja durchaus erstmal positiv, aber ich denke, das kommt ja auch irgendwo her und kann auf Dauer halt auch zu Überforderung führen und sehr anstrengend werden....und trotzdem kann es auch ziemlich lange dauern, das einem das überhaupt bewusst wird. Doch um Hilfe zu bitten hat meiner Meinung nach nichts mit Schwäche zu tun- im Gegenteil und es kann einen wirklich entlasten und man hat wieder Energien frei- für sich, für Andere, für was auch immer....

    Du schreibst:


    Zitat

    Die Aufarbeitung meiner Vergangenheit habe ich damals nach hinten gestellt, weil es bei uns zunächst erst einmal um die Schaffung einer Basis ging. Für mich persönlich war es eine gute Entscheidung, Andere müssen sich sofort an die Arbeit machen, weil Ihnen dieses Grundgewicht sonst die Sicht verstellt auf das Leben.

    Bei mir war es alles irgendwie gemischt....ich bin nach 10 Jahren Partnerschaft zu meinem Partner auf Abstand gegangen- getrennt hatte ich mich unzählige Male, bin aber letztendlich immer wieder zurück gegangen- diesmal war es anders, auch wenn ich es noch nicht klar aussprechen konnte. Darauf folgten 2 Monate des extremen Trinkens, in der Zeit hatte ich zwei heftige und gefährliche Filmrisse, hatte ich vorher zwar auch, aber die Qualität war extremer und ich bekam regelrecht Angst vor mir selbst....mein Ex war (damals) meine große Liebe und mich nach 10 Jahren von ihm zu trennen hat mich erstmal noch heftiger trinken lassen. Doch eines Tages kam der Zeit- und Tiefpunkt, an dem ich beschlossen habe, nicht mehr zu trinken. Einen großen Anteil daran hatte meine beste Freundin, meine Therapeutin (damals hatte ich bei ihr meine ersten Vorgespräche) und dieses Forum.

    Seitdem habe ich nicht wieder getrunken und bin relativ zielstrebig und konsequent meinen Weg gegangen. LZT, reale SHG, Nachsorge, Gesprächstherapie. Da war ich noch am arbeiten und habe mich erstmal um eine stabiler werdende Trockenheit gekümmert, habe meine Wohnung komplett renoviert (so nach und nach) und mich noch eher mit aktuellen Sachen in meinem Leben beschäftigt. ZB. das Abschlussgespräch mit meinem Ex und schliesslich die Kündigung meiner Arbeit.

    Erst danach habe ich angefangen mich vorsichtig mit meinem beruflichen Thema zu beschäftigen und war auch eine Zeitlang guter Dinge. Dann kam der Tod von meinem Opa (der mir mehr Vater/ Freund war, als mein richtiger Vater) und kurz darauf der Tod seiner Lebensgefährtin. Ja und irgendwann ist mir dann mein Vater auf einmal öfter begegnet, er wohnt in derselben Stadt. Jedoch grüßt er mich nicht und ich sage dann auch nichts- ist halt ziemlich schräg. Und so kam es, das ich ihn in der Therapie thematisiert habe.

    Und ich denke, das ist jetzt halt dran. Und es braucht ein bißchen Zeit. Trotzdem versuche ich auch die Arbeitssuche nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Doch das geht grad nur mit halber Kraft sozusagen.

    Hab mich sehr über deine Zeilen gefreut, und da sind einige Zipfel dabei, die mir weiter helfen :D

    Schönen (Fussball) Abend und lg Lena

    ....bin ganz gerührt gerade über eure Antworten... :oops:

    Liebe Samsara,

    danke für deine Worte- ich möchte hier einfach ganz ehrlich sein und gerade auch dann schreiben, wenn es mir nicht so gut geht oder wenn ich eigentlich gar keine Worte finde. Ich bin jetzt an einer ganz arg wichtigen Stelle in meiner Therapie bzw. in meinem Leben angekommen und das ich überhaupt den Mut und das Vertrauen habe, mich diesem Thema zu stellen bedeutet sehr viel für mich. Ich hoffe sehr, das es mich weiter bringt, das ich da für Klarheit sorgen kann um somit evtl. halbwegs gesund mit ihm abschliessen zu können. Ich wünsche mir am meisten, das ich ihn endlich loslassen kann und doch scheint es das schwerste für mich zu sein. Auch wenn ich vor ca. 20 Jahren aus Gründen des Selbstschutzes den Kontakt zu ihm abgebrochen habe, innerlich habe ich ihn nie losgelassen, da war immer so ein Gefühl der Hoffnung, bis heute....ich habe nur einen Vater....den Kontakt abbrechen ist eine Sache (äußerlich), ihn loszulassen ist eine ganz andere (innerlich). Und ich glaube, das hat auch etwas mit Traurigkeit, Trauer und Abschied zu tun. Da bin ich jetzt angekommen....

    Lieber Frank,

    deine Worte haben mir einfach nur gut getan, danke dafür!....du kannst dich unheimlich gut in andere hineinversetzen, auch in mich und das hilft mir gerade sehr. Ich habe das Gefühl, was echt angenehm ist, bei dir brauche ich mich nicht zu rechtfertigen oder stundenlang zu erklären. Du siehst mich so wie ich bin und du hast für vieles Verständnis. Das bedeutet mir sehr viel und ist etwas ganz besonderes... :D

    Liebe Katha,

    wie schaffst du das nur, mal eben soviel zu schreiben?? Ich bin ganz platt... :o ....habe mich super drüber gefreut, möchte noch n bissel drüber nachdenken und schreibe dir dann noch etwas dazu....

    bis später, lg Lena

    Hallo Ihr Lieben,

    ich befinde mich zur Zeit in einem Wechselbad meiner Gefühle, ich habe große Stimmungsschwankungen und es ist nicht ganz einfach damit umzugehen.

    Manchmal zweifel ich alles und vor allem mich selbst an. Ich weiß zB. das es mir sehr gut tun würde, endlich wieder zu arbeiten- und trotzdem finde ich einfach den "Dreh" nicht. Ich komme da nicht von der Stelle und schiebe es vor mir her....

    Ich merke, das ich für viele Dinge mehr Zeit brauche, als andere. Ich fühle mich schnell überfordert oder auch von den ganzen Reizen im Alltag, im Aussen und des Lebens regelrecht überflutet. Mir ist alles zu hektisch, zu schnell, zu oberflächlich und zu pauschal. Da bleibt so wenig Raum für Menschen, die ein bißchen aus dem Raster fallen.

    In meiner Therapie setze ich mich mit meinem Vater auseinander und ich fange langsam an, die ganze Tragik meiner/unserer Geschichte zu sehen und zu begreifen. Ich habe in der letzten Zeit öfter Kopfschmerzen, bin sehr müde und träume viel- kann mich aber selten an meine Träume erinnern. Irgendwie ist es echt anstrengend und auch wenn ich es noch nicht oft zulassen kann, macht es mich sehr traurig. Ich fühle mich manchmal total alleine, allerdings ziehe ich mich auch bisweilen in mich selbst zurück, es gelingt mir selten, mich selbst guten Freundinnen gegenüber zu öffnen (was das Thema mein Vater angeht). Da sind viele Gefühle, auch neue Gefühle durch die erstmals nüchterne Auseinandersetzung damit, für die ich noch gar keine Worte finde. Es ist irgendwie ein unbeschreiblicher Zustand, in dem ich mich gerade befinde.
    Besser kann ich es nicht beschreiben...

    Das wollte ich gerne mal los werden bzw. hier lassen.

    Allen ein schönes WE, liebe Grüße, Lena :wink: