Beiträge von Lena40

    Hallo zusammen,

    ich fange jetzt an, mich aktiv zu bewerben, habe auch schon einmal Probe gearbeitet, doch das war noch nicht das Richtige für mich. Und ich möchte nicht den Fehler machen, mich zu schnell für etwas zu entscheiden, was nicht wirklich zu mir passt- sei es aus Angst (finanziell ist es mittlerweile mehr als eng), Druck von aussen oder auch von mir selbst (einer gewissen gesellschaftlichen Erwartung entsprechen zu müssen) oder Panik, gar keine Arbeit mehr zu finden. Was mir leider fehlt, ist ein bißchen mehr Mut, einfach mal etwas auszuprobieren- aber ich arbeite daran. Insgesamt ist es für mich gerade wie eine Achterbahnfahrt....an einem Tag bin ich total zuversichtlich, voller Tatendrang und neugierig und am anderen Tag bin ich voller Selbstzweifel, träge und ängstlich. Diese Stimmungsschwankungen sind ziemlich anstrengend und sicher ein Ausdruck des Stellenwertes, die meine berufliche Neuorientierung für mich hat.

    Nach dem Eingestehen meiner Alkoholkrankheit und meiner Entscheidung für die Abstinenz ist mein beruflicher Werdegang meine größte Baustelle in meinem Leben. Ich habe dazu schon einiges hier geschrieben und vieles ist ursächlich mit meiner Geschichte verbunden. Das ist eine riesige Herausforderung für mich und ich habe große Angst, zu versagen. Doch ich versuche sie anzunehmen und mich auf den Weg zu machen.

    Und das klappt mal besser und mal schlechter....wichtig ist glaube ich für mich, das zu akzeptieren und mich nicht zu überfordern und trotzdem dran zu bleiben. Kein leichtes Unterfangen....

    Seit ein paar Tagen bin ich 2 1/4 Jahre trocken unterwegs, das macht mir Mut, gibt mir Kraft und hilft mir auf meinem Weg zu bleiben. Es ist die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes, zufriedenes, stabiles und glückliches trockenes Leben und es ist gut so.

    Wünsch euch ein entspanntes WE, Grüße von Lena :wink:

    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe heute mal was neues ausprobiert: Couscous-Salat mit Paprika, Mais, Lauchzwiebeln gewürzt mit Essig, Olivenöl, roter Currypaste, Tomatenmark, Chili, Kreuzkümmel, Petersilie und dazu gibts Gemüsebällchen mit Zaziki. Seeehr lecker :D

    Und morgen bin ich zum Snirtjebraten essen eingeladen- selbstgemacht.

    Grüße, Lena :wink:

    Hallo Heike,

    das hört sich alles sehr gut an :D ....wünsche dir einen nicht zu stressigen Umzug und vor allem ein gutes Ankommen in deiner neuen Wohnung und in deinem neuen Leben!

    Du hast in so kurzer Zeit schon soviele Veränderungen in die Wege geleitet, du machst auf mich einen sehr konsequenten und entschlossenen Eindruck, das gefällt mir. Und Glückwunsch zu 3,5 Monaten ohne Alkohol!

    Wünsch dir weiterhin gutes Gelingen,

    Herzliche Grüße, Lena :wink:

    Guten Abend,

    möchte mich kurz bei euch melden, mir geht es mittlerweile wieder sehr viel besser. Es war eine schwierige und traurige Zeit, doch ich konnte sie mit viel Ruhe und Besinnung auf mich selbst ganz gut bewältigen. Natürlich ist es noch nicht abgeschlossen, das wird noch dauern. Doch ich kann es akzeptieren und für mich ist mein Opa jetzt mein Schutzengel und ich habe einen Ort, wo ich ihn besuchen und bei ihm sein kann.

    Ich bin sehr dankbar für alles, was er mir gegeben hat, tief in meinem Inneren war er immer ein Vorbild für mich. Meine Gefühle für ihn kann ich schwer in Worte fassen- auf jeden Fall war er ganz viel für mich....ohne Worte....

    Er gibt mir sehr viel Kraft und er hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.

    Und ich bin so froh, das ich nicht mehr trinke, das ich lernen durfte, wie intensiv und wertvoll das Leben ist!

    Grüße, Lena

    Lieber Bernd,

    ganz lieben Dank für deine Worte....sie sprechen mir aus der Seele und ich kann ganz viel damit anfangen....

    Heute Nachmittag ist die Aufbahrung und ich werde mich zusammen mit meiner Mutter von meinem Opa verabschieden.

    Bis bald, Lena

    Liebe Yvonne, liebes Forum,

    danke für deine tröstenden Worte...

    Vorhin hat meine Therapeutin die heutige Therapiestunde abgesagt, sie ist krank- gerade jetzt hätte ich sie gebraucht. Naja, lässt sich nicht ändern. Am Mittwoch wird mein Opa aufgebahrt, dann können wir nocheinmal Abschied nehmen (die die das möchten) und am Donnerstag ist die Beerdigung.

    Mir geht es einigermaßen, ich kann meine Trauer nicht wirklich zulassen. Im Vordergrund steht für mich, meiner Mutter beizustehen, da es sie doch sehr mitnimmt. Das kostet mich gerade einiges an Kraft und ich stelle meine Bedürfnisse ein wenig in den Hintergrund. Es fällt mir schwer, aus diesem alten Muster raus zu kommen, auch wenn es mir bewusst ist.

    Auf jeden Fall hat mein Opa einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und ich hoffe, das es ihm, wo auch immer er jetzt ist, gut geht.

    Es ist gerade keine leichte Zeit, aber es hat alles einen Sinn- auch wenn man ihn jetzt noch nicht sehen kann. Es ist eine Zeit des Loslassens und Zulassens....und des Lernens....

    Grüße von Lena

    Guten Abend,

    meine Mutter hat vorhin angerufen....mein Opa ist heute gestorben.

    Er ist friedlich eingeschlafen, er war seit fast 3 Jahren in einem Pflegeheim und hat dort nur noch im Bett gelegen, er ist 95 Jahre alt geworden. Ich denke für ihn ist es eine Erlösung und ich hoffe, das er jetzt seinen Frieden gefunden hat.

    Ich bin seltsam gefasst, spüre (noch?) keine Trauer....doch irgendwo ist da gerade eine Traurigkeit, ganz weit weg....

    Morgen fahre ich zu meiner Mutter, ich möchte ja mit ihr über mich sprechen, ich habe soviele Fragen an sie....tja, weiß nicht, ob ich das jetzt noch möchte. Vielleicht besser ein anderes Mal. Ich bin gerade verwirrt, merke das meine Gefühle ganz durcheinander sind.

    Irgendwie mache ich zu, ich spüre deutlich meine Mauern....

    Mir fehlen die Worte

    Grüße Lena

    Lieber Frank, liebes Forum,

    danke für deine lieben Worte, es freut mich sehr, wenn dir das, was ich schreibe sehr viel gibt! Du schreibst, das du komplizierter bist als ich, also das glaube ich nicht wirklich....ich bin nämlich auf jeden Fall (auch) seeeehr kompliziert, naja, vielleicht sollten wir das einfach positiv sehen....so sind wir bestimmt nicht langweilig sondern interessant :wink: ....

    Die letzte Therapiestunde war wieder sehr bewegend und aufschlussreich. Ich hatte 3 Kinderfotos von mir mitgebracht und wir haben jedes für sich einzeln besprochen. Auf dem 1. Foto war ich ca. 4 Jahre alt und da sehe ich noch sehr weich und irgendwie "knuffig" aus, total süss und fröhlich....auf dem 2. Foto war ich ca. 6-7 Jahre alt und ich finde, ich habe da ein bißchen Ähnlichkeit mit Pippi Langstrumpf, also ein paar Zahnlücken, weil da gerade die 2. Zähne kamen, große blaue Augen, Sommersprossen und halblange (noch) blonde Haare. Ich sehe total fröhlich, frech und offen aus....meine Therapeutin meinte, das ich sehr natürlich wirke und man sofort mitlachen möchte....ein sehr symphatisches kleines Mädchen. Auf dem 3. Foto war ich ca. 8-9 Jahre alt und da sehe ich sehr ernst und traurig aus, ich wirke blass und mein Blick geht irgendwie ins Leere....meine Therapeutin fragte gleich, was denn in der Zeit passiert ist.

    Ich habe ihr erzählt, das mein Bruder als ich 6 Jahre alt war, in ein Heim für behinderte Kinder gekommen ist und das ich nur noch weiß, das ich das nicht verstehen konnte und ich ihn sehr vermisst habe. Für mich begann die Schule und zu der Zeit entwickelte ich eine kindliche heftige Migräne. Als ich ca. 9 Jahre alt war, beschlossen meine Eltern sich ein Haus zu kaufen oder zu bauen, und wir sind an Wochenenden öfters im Umland unterwegs gewesen und haben uns verschiedene Häuser und Grundstücke angeguckt. Wir haben dann noch über vieles aus dieser Zeit gesprochen und bei mir sind etliche Fragen aufgetaucht.

    Diese Fragen kann mir nur meine Mutter beantworten und ich habe mich am Wochenende mit ihr verabredet. Meine Therapeutin meint, das mein Bruder weggekommen ist, die Trennung von ihm mein 1. traumatisches Erlebnis war. An meine Gefühle aus dieser Zeit kann ich mich so gut wie gar nicht erinnern....

    Es liegt noch viel Arbeit vor mir und leicht wird das nicht werden- aber ich gehe Schritt für Schritt weiter und wenn ich mal eine Pause brauche, werde ich sie mir nehmen....ich hoffe, ich merke es dann rechtzeitig genug.

    Am Sonntag werde ich zusammen mit einer Freundin meine Bewerbungsunterlagen auf Vordermann bringen und dann steht meiner Arbeitssuche nichts mehr im Wege....außer ich selbst vielleicht ein bißchen :oops:

    Schönen Abend, LG Lena :wink:

    Achja Frank, die Idee wir beide in einer realen SHG finde ich echt gut!! Das hätte schon was.... :D

    Guten Abend zusammen,

    möchte euch noch von meiner letzten Therapiestunde berichten....da ging es ja um meine selbstgeschriebene Geschichte über mich als kleines Mädchen. Einen Abend vor der Therapie habe ich die Geschichte meiner besten Freundin am Telefon vorgelesen und da war ich total aufgeregt dabei, musste mich ständig räuspern, mein Herz raste und ich habe sehr schnell und hastig gelesen....aber irgendwie brauchte ich unbedingt ein Feedback von ihr....war ich doch so stolz darauf, überhaupt etwas zu Papier gebracht zu haben. Sie fand die Geschichte schön und sie hat gesagt, das ich am Anfang noch mehr als Erwachsene geschrieben habe, aber zum Schluss hätte sie deutlich gespürt, das ich mich voll in die Rolle als Kind hinein versetzt habe und auch sehr kindlich geschrieben habe. Sie fand es gut, das ich mich wirklich darauf einlassen konnte.

    Am nächsten Morgen habe ich auch meiner Therapeutin erzählt, das ich die Geschichte meiner Freundin vorgelesen habe, und sie fand das nicht ganz optimal....sie meinte, das es nicht gut wäre, wenn ich bei so einer Hausaufgabe für die Therapie, vorher mit jemandem darüber spreche, da ich dann ja schon beeinflusst werde und ich es dann nicht mehr so unverfälscht in die Therapie mitbringe. Und ich denke auch, das sie damit Recht hat, in Zukunft werde ich versuchen, das nicht mehr zu tun. Ich meine, sie konnte es schon verstehen und fand es auch in Ordnung, das sollte nur ein Hinweis für eventuelle zukünftige Hausaufgaben sein. Das hat wohl auch viel mit dem Wunsch nach Bestätigung zu tun, oder auch das ich hören möchte...."das hast du gut, das hast du richtig gemacht"....doch das ist gar nicht wichtig, es geht dabei nicht um eine Bewertung, es geht nicht um richtig oder falsch- es geht einfach nur darum, das ich mich darauf einlasse, das ich versuche mich darauf einzulassen.

    Sie hat den Spiess dann umgedreht und mir vorgeschlagen, das sie mir meine Geschichte vorliest. Und dann hat sie mir meine Geschichte vorgelesen und das war irgendwie ganz anders, bißchen merkwürdig, doch auch total interessant. Es hat eine gewisse Distanz geschaffen, einen Abstand und ich konnte so mal etwas neutraler auf die kleine Lena gucken und das was ich hörte gefiel mir. Danach haben wir erstmal nur kurz darüber gesprochen und dann sollte ich ihr meine Geschichte auch nocheinmal vorlesen. Diesmal war ich deutlich entspannter und ruhiger dabei, als den Abend vorher. Wir haben noch viel darüber geredet und es ist mir klar geworden, das ich in den ersten ca. 10 Jahren meiner Kindheit noch recht "normal" bzw. gesund aufgewachsen bin. Der Alkoholismus meines Vaters war natürlich schon vorhanden, doch die massive Gewalt meines Vaters gegen meine Mutter trat erst später auf. Und in dieser ersten Zeit meiner Kindheit konnte ich mich ganz normal in meiner Persönlichkeit entwickeln und da liegen auch heute noch ganz viele Ressourcen, welche ich vielleicht wieder (neu) entdecken kann. Diese Erkenntnis tut mir sehr gut und ich finde es wirklich hilfreich, das meine Therapeutin nicht nur auf das Schlechte und das Schwere in meiner Geschichte guckt, sondern das sie versucht, das ich aufmerksamer und genauer hingucke, weil es war zwar viel schlecht, aber es war eben nicht alles schlecht. Sie sagt auch öfter zu mir, das nicht alles schlecht gewesen sein kann, weil ich mich sonst nicht zu dem Menschen entwickelt hätte, der ich heute bin.

    Okay, auch das Schwere kommt noch auf mich zu....doch es tut mir sooo gut, das auch bei mir etwas gut war, das da auch ein bißchen Normalität war....ich weiß nicht, ob ich dafür die richtigen Worte finde....es ist schwer zu beschreiben/ erklären...

    Lass das mal so stehen.

    In der nächsten Woche habe ich mir vorgenommen, mich nach kleinen Läden umzuschauen und mich vorzustellen- möchte erstmal gerne auf 450 € Basis wieder anfangen zu arbeiten. Habe ein bißchen Angst, aber ich werde ja sehen, wie die Chancen so stehen.

    Wünsche euch einen guten Start in die neue Woche, LG Lena :wink:

    Hallo fille d'hiver,

    dann sag ich zuerst mal herzlich Willkommen hier im Forum und natürlich auch bei mir! Ganz lieben Dank für deine Worte, es freut mich, das du mich gerne liest und Anteil an meiner Geschichte nimmst und auch das du findest, das ich "richtig gut drauf bin" :wink: ....

    Hast du schon einen eigenen Thread aufgemacht? Mich würde interessieren, wer du bist, was du machst und auch, wie du aufs Forum gestossen bist- und du kannst dort ein bißchen von dir und deiner Geschichte erzählen wenn du magst. Den Vorstellungsbereich können nicht alle lesen...

    Wünsch dir ein gutes Ankommen und einen hilfreichen Austausch,

    herzliche Grüße, Lena :wink:

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe gerade meine kurze Geschichte über mich als kleines Mädchen fertig geschrieben, da kommen einige diffuse Gefühle in mir hoch. Ich merke, das es mich auf der einen Seite emotional doch ganz schön aufwühlt und auf der anderen Seite wird mir bewusst, wie stark diese Mauer aus Selbstschutz, die ich mir als Kind angeeignet habe, immer noch ist. Ich glaube, ich spüre langsam diese lange verborgene, tief in meiner Seele schlummernde Traurigkeit, doch ich lasse sie noch nicht ganz an mich heran. Da ist einiges in Bewegung und es arbeitet....es ist ein Prozess.

    Morgen werde ich meiner Therapeutin die Geschichte vorlesen und ich bin sehr gespannt, was sie dazu sagen wird. Bin ein wenig aufgeregt...

    Wünsche euch einen schönen Sonntag, lg Lena :wink:

    Lieber Frank, liebes Forum,

    danke für dein Feedback :D , ich freu mich immer sehr, wenn du bei mir vorbei schaust! Und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie du damals von diesem intensiven Coaching berichtet hast. "Taschenspielertrick"....das trifft es, so fühle ich mich auch manchmal in der Therapie. Ich denke, es hat ganz viel mit Vertrauen und mit "sich drauf einlassen" zu tun, dann kann man sehr viel damit bewirken und es kann eine Chance sein, auf spielerische Art und Weise, sich selbst wieder näher zu kommen. Es geht dabei auch viel mehr um Emotionen, um den Bauch und nicht um den Kopf- dabei kann man Erstaunliches entdecken und zu ganz neuen Erkenntnissen kommen. Ich finde das auf jeden Fall echt spannend und es hilft mir komischerweise, obwohl es um meine Vergangenheit geht, mehr Halt in der Gegenwart zu finden. Doch es bedeutet auch Arbeit und ist teilweise sehr anstrengend für mich...

    In den letzten beiden Tagen habe ich mich mal wieder handwerklich betätigt- ich habe mein Dachfenster im Bad abgeschliffen und neu lackiert, und es hat alles super geklappt und das Ergebnis kann sich sehen lassen, bin richtig stolz auf mich und sehr zufrieden :D vor allem nach der letzten doch echt nervigen Heizkörper Lackieraktion...schön, das es jetzt mal wieder prima geklappt hat.

    Ich habe halt eine alte Wohnung, wo ich immer etwas finde, was ich noch renovieren oder verschönern kann...aber so habe ich auch immer wieder Freude an kleinen (oder größeren) Veränderungen und es bleibt lebendig. Ich glaube, an einer total perfekten Wohnung (oder Neubau) würde es mir schnell langweilig werden- auch wenn ich mir das durchaus manchmal gewünscht habe. So wie es ist, ist es gut!

    So und am Wochenende werde ich mich mal dran setzen, eine Geschichte zu schreiben...für die Therapie...mal sehen....

    Wünsche euch ein entspanntes WE, lg Lena :wink:

    Hallo Forum,

    ich hatte heute wieder Therapie und da ich kein konkretes Thema hatte, hat mir meine Therapeutin eine kleine Übung vorgeschlagen. Ich sollte mir aus einem Stapel mit Teddykarten (kannte ich so auch noch nicht) eine heraus suchen, welche auf mich als kleines Mädchen passt. Jedoch sollte ich nicht nur auf das Schwere, sondern auch auf das Gute in meiner Kindheit gucken und mir erstmal alle anschauen und mir dann eine aussuchen, welche vom Gefühl her am besten zu mir passt. Also habe ich mir alle nacheinander angeguckt....zuerst konnte ich mit den Karten nicht soviel anfangen....fand so gar nichts passend für mich. Ich habe dann erstmal so ein bißchen vorsortiert, und habe vor allem die, auf denen ganz viele waren (so Familienmäßig) aussortiert. Dann blieben ein paar über auf denen entweder 1 oder 2 Teddys waren und letztendlich habe ich mich dann für eine Karte entschieden, auf der ein größerer Teddy war, in einem Kleidchen und ein relativ kleiner, der ein bißchen so aussah, als wenn er am "Rockzipfel" hängt. Die beiden sind in einem Garten mit ganz vielen Blumen und sie sehen sehr innig und vertraut aus.

    Dann haben wir viel darüber gesprochen, also der größere Teddy bin ich und der kleinere mein (im realen ältere) behinderter Bruder. Meine Eltern sind nicht dabei. Es würde zu weit führen, das hier alles wieder zu geben, doch ich merke, das mich dadurch vieles beschäftigt und das ich diese Art und Weise der Therapie als sehr angenehm empfinde. Im Gespräch habe ich zB. festgestellt, das ich schon damals die Natur als einen Ort der Geborgenheit empfunden habe, ich war immer gerne draussen und fand die Natur, den Garten von meinen Großeltern, Bäume, Sträucher und Blumen einfach faszinierend und so schön. Und ich habe auch soviele positive Eigenschaften in diesem kleinen Mädchen gesehen, das hat mir gut getan, auch wenn es mich gleichzeitig traurig macht.

    Ich finde es schon bemerkenswert, was zB. solche Karten (was ich erstmal ein bißchen "komisch" fand) alles auslösen, bewirken und zu Tage fördern können. Doch meine Therapeutin hat die Gabe, das ich mich gerne auf soetwas einlasse, das ich das ernst nehme ohne es albern zu finden. Es ist eine spielerische Variante innerhalb der Therapie und genau das gefällt mir wirklich gut.

    Ich habe diesmal auch eine Hausaufgabe für nächstes Mal....ich soll eine Geschichte über mich als kleines Mädchen schreiben (Es war einmal...), mal sehen, was mir da so einfällt....dafür brauche ich auf jeden Fall Zeit und Ruhe....aber ich hab Lust drauf.

    Mir ist es einfach wichtig, das für mich hier aufzuschreiben und fest zu halten.

    Bis bald, lg Lena :wink:

    Hallo Quantensprung,

    es macht mich sehr betroffen, was du schreibst.

    Ich finde auf keinen Fall, das du überreagierst- im Gegenteil, ich finde deine Reaktion und deine Gedanken der Situation angemessen und gesund. Ich habe deinen Thread nicht verfolgt und möchte deswegen nicht soviel dazu schreiben, weil ich deine Geschichte dazu zu wenig kenne.

    Aber ich möchte dir dringend raten, dich nicht solch einer Gefahr, die von deinem Partner ausgeht, weiterhin auszusetzen. Es geht hier um dich und um deine Trockenheit- wenn er meint trinken zu müssen, ist das seine Sache und dann soll er zusehen, wie er nach Hause kommt. Ich würde ihn auf keinen Fall dann noch irgendwo abholen, das geht gar nicht!!

    Wie wichtig ist dir deine Trockenheit und vor allem dein Leben und deine Gesundheit? Es ist sicherlich nicht leicht, aber was möchtest du mit einem Partner, der deine Krankheit offensichtlich nicht ernst nimmt und der dein Leben gefährdet?- bitte sei dir selbst soviel wert und versuche ihm klare Grenzen zu setzen und ziehe auch eine Trennung in Betracht.

    Dafür wünsche ich dir ganz viel Kraft, lg Lena

    Hallo Bernd,

    du hörst dich einfach klasse an! Ich habe es gerade gelesen und ich finde das was und wie du schreibst sehr Mut machend. Du klingst sehr befreit, rundum mit dir zufrieden und vor allem voller Optimismus, das ist wirklich schön zu lesen! Danke dafür, davon kann ich mir eine Menge für mich mitnehmen... :D

    Dein letzter Satz gefällt mir besonders

    Zitat

    Jeder, so trocken und zufrieden gelebte Tag ist Motivation für den Nächsten.

    Herzliche Grüße von Lena :wink:

    Hallo zusammen,

    möchte mich mal wieder bei euch melden....auch wenn ich gerade gar nicht soviel zu erzählen habe.

    Mir geht es im Großen und Ganzen gut und so langsam komme ich auch endlich im neuen Jahr an- mir ging es ja an Neujahr nicht so gut und ich habe einfach ein bißchen Zeit gebraucht, die Gründe dafür zu erkennen, darüber nachzudenken und sie dann für mich annehmen zu können. Es hat ja auch einiges in mir ausgelöst, weshalb ich dann das Bedürfnis hatte, nochmal etwas mehr über mich und meine Geschichte zu schreiben und auch das hat mir im Nachhinein echt gut getan. Ich merke immer mehr, das Schreiben mir sehr hilft...und das ist etwas "altes", was lange verschüttet war und so langsam wieder an die Oberfläche kommt...gerade als Teenager habe ich viel geschrieben, es war für mich eine Möglichkeit die Dinge zu verarbeiten. Doch je mehr ich in die Sucht abglitt, umso weniger wurde es mit dem Schreiben, worüber ich oft traurig oder auch wütend war. Deshalb freue ich mich jetzt wirklich sehr, das es ganz langsam wieder kommt. Da kommt auf einmal wieder etwas von der Lena (dem Mädchen Lena) zum Vorschein, was vor der Sucht da war und was die Sucht unterdrückt, fast zerstört hat. Das ist gut und es gefällt mir....

    Meine Therapie wird gerade irgendwie anstrengender, weil es jetzt noch mehr in die Tiefe und um das Schwere geht. Das ist in Ordnung für mich, doch deshalb ist es ganz wichtig, das ich besonders achtsam auf mich und mein Befinden gucke. Allgemein gelingt mir das mittlerweile recht gut, doch gerade was meine Gefühle in der Kindheit angeht, kann ich mich sehr schlecht einschätzen, ich habe diese Gefühle nie wirklich gespürt, ich habe sie verdrängt und irgendwann angefangen, sie mit Alkohol zu betäuben, so groß war meine Angst davor, mich zu fühlen. Ich hatte Panik, daran zu zerbrechen...ich kann das nicht so gut mit Worten beschreiben. Doch ich merke, das ich ganz langsam so weit bin, sie zuzulassen und ich auch bereit bin, meine Traurigkeit und Trauer zu spüren....doch ich muss gut auf mich aufpassen und ich bin froh, das ich in meiner Therapeutin eine Begleitung dabei habe, das gibt mir eine gewisse Sicherheit und Schutz....alleine wäre ich damit total überfordert.

    Beruflich ist erstmal Stillstand- ist aber vielleicht auch gut so. Es geht nur eins nach dem anderen. Es wird sich alles finden, ich habe wieder mehr Vertrauen und ich bin auf meinem Weg...

    Allen ein schönes Winterwochenende, lg Lena :wink:

    N' Abend,

    bei mir gabs heute einen indisch- orientalischen Gemüseeintopf mit Kartoffeln, Möhren, roten Linsen, Zwiebeln, Knoblauch, Kokosmilch, Ingwer, Curry, Koriander, Zitronensaft und dazu eine Kanne Tee "Arabische Nacht"....habe mich bei dieser Kälte damit ein bissel in den warmen Orient geträumt...und lecker war's :D ....

    LG Lena