Beiträge von Convaincu

    Hallo Jil,
    du bist kein schlechter Mensch, das Du Deinen Partner belogen hast
    ist (leider) eine der Konsequenzen unserer Krankheit.
    Wir haben, in der nassen Phase, alle gelogen und betrogen, bis zum geht nicht mehr. Vor allem uns selbst, nicht die anderen.
    Es ist aber gut das Du dich hier meldest.
    Aber das alleine wird nicht reichen, Du brauchst professionelle Hilfe,
    sonst dreht sich die Spirale immer weiter nach unten.
    Und es mag ja sein das Dein Partner das nicht verdient hat, aber zuerst geht es um DICH.

    C.

    Noch einen auf den Weg,
    zum Thema Namensgebung als Mittel zur
    Selbsttäuschung hatte ich gestern ein
    "nettes" Erlebnis.
    Ein Bekannter aus einer ehemaligen
    SHG erzählt mir im Vorbeilaufen das er
    Tirami-Su mit Alkohol gegessen hat.
    Dies betrachtet er aber als "Lapsus"
    Nun ist dieses Dessert eines der klassischen,
    bei denen man mit Alkohol rechnen darf
    Ein zufälliges, unbeabsichtigtes Essen ist für
    mich de facto ausgeschlossen. Ein derartiger
    Mangel an Sorgfalt ist kein Zufall.
    Da ich ihn jetzt nicht belehren wollte, aber auch
    keine Lust habe mir diesen Sch... anzuhören,
    habe ich im die Hand geschüttelt, beglückwünscht
    und bin gegangen.

    C.

    Hallo LoL,
    also ich persönlich fühle mich nicht auf den
    Schlips getreten.
    Es wäre naiv von mir davon auszugehen, dass
    Menschen allem was ich sage und schreibe
    vorbehaltlos zustimmen und alles annehmen.
    Schließlich hast Du das Recht auf Deine eigene Meinung
    und Sichtweise und die ist logischerweise durch das
    eigene Erleben geprägt.
    Und in der Abstinenzarbeit lerne ich damit umzugehen
    das Menschen Dinge sagen die mir nicht gefallen.
    Für mich ist entscheidend das Du Dich überhaupt mit dem
    Thema auseinander setzt.
    Das ist der richtige Anfang. Alles andere entwickelt sich
    mit der Zeit
    :):):):)
    C.

    Tja, die Begrifflichkeiten,
    da können wir uns schon mal vergaloppieren
    Passiert auch mir immer wieder mal, obwohl
    ich es besser weis.
    Gehört aber auch zum Entwicklungsprozess.
    Ansonsten bin ich aber ein Befürworter des
    Begriffes den Hartmut genannt hat->Akribie
    Und wenn unabsichtlich mal was rausrutscht
    "so what", wir sind keine Maschinen.
    Mir persönlich fällt auf das ich immer wieder
    mal den Begriff "man" statt "ich" benutze.
    Problematisch wird es dann wenn Menschen
    bewusst und permanent Begriffs-Maskerade
    betreiben.
    :wink::wink:
    C.

    Hallo JazzCore,
    es ist sogar gut nicht alles auf einmal zu machen.
    Die ersten, richtigen Entscheidungen hast Du ja
    schon getroffen.
    Nicht mehr trinken wollen, alkoholfreie Umgebung,
    und das Ganze unter ärztlicher Betreuung.
    Für den Anfang ist das doch nicht schlecht
    :wink::wink::wink:
    C.

    Hallo LoL,
    meine Vermutung ist das Du auch ohne Alkohol
    Opfer von Gewalt geworden wärst/bist.
    Niemand wird NUR durch Alkohol gewaltätig.
    Es steckt grundsätzlich in diesem Menschen drin
    Der Alkohol senkt die Hemmschwelle und verstärkt
    die Qualität.
    Opfer und natürlich auch Täter nehmen das Suchtmittel
    als Vorwand/Begründung, weil es einfach ist.
    Dann muss niemand an die Wurzeln packen.
    :wink::)
    C.

    Hallo Hartmut,
    in diesem Zusammenhang ist Akribie durchaus
    angebracht. Die Sorgfalt mit der ich Begriffe
    verwende dokumentiert auch den Umgang mit der
    Sucht.
    Und Verharmlosung und Verniedlichung sind die
    falschen Signale.
    Wer sich selbst als ALKI bezeichnet hat keine
    Selbstachtung und liefert seiner Umwelt die
    Munition für den Umgang mit ihm.
    Wenn ich selbst keinen Respekt vor mir habe warum
    sollten andere mich dann so akzeptieren wie ich bin.
    Und wenn Menschen ihre Krankheit als Krücke
    bezeichnen, dann empfinden sie das wohl als
    Behinderung. Tue ich nicht
    Im Gegenteil, sie ermöglicht mir einen Weg
    in eine andere, besseren Lebensqualität.
    Ich habe in meinen 3 Jahren Abstinenz noch
    keine Minute darauf verschwendet Begriffe
    zu finden die meine Krankheit beschreiben.
    Wozu auch.
    :wink:

    C.

    Hallo CW,
    das mit dem Umziehen und der richtigen
    "Wohlfühl-Umgebung" finden kenne ich.
    Habe aber festgestellt, das es meistens an
    mir gelegen hat.
    Die Idee zu Hause etwas zu verändern ist immer
    gut, aber Gardinen tue ich mir nicht an. Ich
    habe Innen-Jalousien und die wasche ich einfach
    ab.
    :)
    C.

    Hallo Hans,
    ich stimme Blue Cloud zu.
    Der Zusammenhang der Ausführungen hat sich mir nicht wirklich erschlossen.
    Du würfelst diverse Situationen durcheinander, stellst Bezüge her die eigentlich nicht zusammen
    gehören und nur darauf ausgerichtet sind irgend jemandem für alles die Schuld zu geben.
    Von grundlegenden Erkenntnissen und Entscheidungen ist nichts zulesen.
    Das ist etwas von Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit geprägt.
    Und ein Sozial-Psych.-Dienst kann erst richtig in Aktion treten wenn Du es willst.
    Wieso müssen diese Menschen "Ausreden" zur Hand haben?
    Die haben keinerlei Verantwortung für Dein Leben oder das Deiner Tochter.
    Auch die imaginären Ausbildungspläne nicht.
    Es kann ja sein das Du das gar nicht so gemeint hast aber es liest
    sich fürchterlich.
    :wink:
    C.

    Hallo Martin,
    ich stimme Dir absolut zu
    Bedenke aber das bei dem TV-Film natürlich auch dramaturgisch überzeichnet und aufgeppt wird.
    Es soll ja auch eine Wirkung erzielt werden.
    Und ob die Menschen davon abgeschreckt werden-> who is the interested!!
    Wen sie soweit sind, sind sie fällig, ob ihnen das gefällt oder nicht
    Zu Punkt 2 bin ich auch Deiner Meinung.
    Das habe ich mit Analysen und Therapieansätzen
    gemeint. Ich bin auch der Meinung das es grundsätzlich jeden treffen
    kann. Diese Aussagen sind oft ein Zeichen von Hilflosigkeit.
    Auch das mit der Vererbung ist ein ewiges junges Thema.
    Es gibt bis heute keine wissentschaftlichen Studien, die ausreichend belegen
    ob überhaupt und wie stark dieser Aspekt wirkt.
    Ich glaube das wird oft verwechselt mit dem Aufwachsen in einem
    alkoholgeprägten Umfeld.
    :wink::wink::wink:
    C.

    Hallo Martin,
    die Doku habe ich auch gesehen.
    War tatsächlich teilweise interessant.
    Auf jeden Fall war gut zu sehen wie
    der Weg in der Suchtkarriere sich entwickelt
    und auch wie schnell es gehen kann.
    (Mit 28 im Rollstuhl und Pflegefall)
    Und wie unwideruflich die Konsequenzen
    sind wenn man den Cut nicht rechtzeitig
    schafft.
    Im Bezug auf Analysen und Therapieansätze
    schien mir das etwas oberflächlich.
    Aber ich gebe zu das es sehr schwierig ist
    so komplexe Vorgänge in so kurzer Zeit
    darzustellen.
    Die meisten Dokus und Talkshows habe
    ich bisher eher ideolgoisch verbrämt
    oder populistisch wahrgenommen.
    Und ich bin mir nie so sicher ob das wirklich
    hilfreich ist, obwohl im Ansatz durchaus
    lobenswert.

    C.

    Hallo Schneeweißchen,
    auch von mir ein Willkommen und Glückwunsch
    für Deine Erkenntniss und Entscheidung.
    Die Tatsache das Du diesen Weg, zuerst einmal,
    ohne Deinen Mann gehst ist schon ok.
    Denn Du tust das alles nur für Dich.
    Eine große Hilfe wäre er, im Moment, sowieso nicht.
    Du musst Dich ja zuerst einmal selbst sortieren.
    Irgendwann wird Du allerdings eine Entscheidung treffen, ob und
    wie Du den Weg mit Deinem Mann zusammen gehst.
    Mit in eine SHG, Partnertage in Therapie u.s.w
    Zuerst ist allerdings wichtig das Du Dich stabilisiert und nachdem
    die erste Euphorie sich gelegt hat weitermachst.
    :wink:
    C.

    Hallo Schnuffig,
    die Situation kenne ich.
    Der erste Schritt, das Schaffen des alkoholfreien Umfeldes war für mich einfach.
    Da ich zu den Menschen und Situationen in Verbindung mit Alkohol
    eh keine hohe emotionale Bindung hatte war Cut recht einfach.
    Aber ich versuche auch ein Umfeld zu finden das nicht trinkt, nicht raucht und meine
    Interessen hat und nicht unmittelbar mit der Abstinezarbeit zu tun hat.
    Das ist gar nicht so einfach. Aber Karsten hat es ja korrekt beschrieben.
    So etwas geht nicht nebenbei.
    Dieser Prozess ist auch mit Entäuschungen verbunden.
    Aber die Suche danach kann auch spannend und eine wichtige Erfahrung sein,
    solange Du nicht die falschen Kompromisse eingehst.
    :wink:
    C.

    Hallo CW,
    das mit dem Selbstmtleid bei den Eltern kenne ich auch ein wenig, allerdings mit etwas anderen Auswirkungen.
    Meine Mutter pojeziert das auf mich und möchte sich kümmern dürfen. Gott sei Dank wohnt sie weit weg
    Ich bremse das, denn kümmern um mich tut sich zuerst einmal nur einer: ICH
    Aber ich kann Dich verstehen das dies auch belasten kann.
    Du machst das schon.
    :wink:
    C.