Beiträge von garcia

    Hallo Samsara,

    diskutieren mit dir ist für mich einfach deswegen schwierig weil es zu viele Übereinstimmungen gibt und keine diskussionswürdigen Reibungspunkte :)

    ich les dich immer und nicke mit dem Kopf und denk mir "hey ja, die Samsara, die macht das absolut richtig" (also absolut ist ja garnix im Leben aber ich denk du weißt wie ich daß meine)... und dann freu ich mich still... zu still?

    Aber Austausch. Was uns verbindet, so mein Gefühl, das ist die Zazenpraxis in einem ziemlich eng definierten Sinne - daß Zentrum in Eisenach, wo du die Jahreswechsel im Sesshin verbracht hast, ist ein Soto Zentrum und gehört der Richtung innerhalb des Buddhismus und da innerhalb des Zen an, der auch ich mich verbunden fühle.

    Hast du Lust darüber mehr zu schreiben? Wenn das denn geht. Es ist eigentlich kein Thema über das zu schreiben möglich ist, jedenfalls empfinde ich das so. Ich habe immer Angst, Dinge zu beschädigen, die nicht gut verbalisiert werden können und es auch gar nicht sollten. Ich hab mal mit dem Gedanken gespielt im Freizeitbereich einen Thread über Meditation zu eröffnen und habs gelassen und daß fühlt sich auch besser so an. Trotzdem denk ich manchmal das es da etwas zu sagen gibt, und den Stein stoß ich gern einmal an.

    Aber laß es dir gesagt sein, viele Antworten oder wenige, mir ist das was du schreibst immer sehr wichtig gewesen und ist es weiterhin. Und immer wenn du dich meldest freue ich mich. Es ist wirklich etwas was mit "Wegbegleitung" zu tun hast, im allerbesten Sinne. Dafür auch mal Danke Samsara!

    Lieben Gruß Frank

    Hallo nys, du schreibst:

    " Ich werde mal
    am Boden sein, mal auf Wolke 7 "

    Ich find die Mitte ja bekömmlicher. Geht doch nix über ne gute Erdung...

    Alles alles Gute für deinen Weg.

    LG Frank

    Hallo Girasole,


    natürlich sollen und dürfen Therapeuten Menschen, die rückfällig wurden, nicht vermitteln daß sie sowieso hoffnungslose Fälle seien - das wäre ja eine Bankrotterklärung. Aber hinterfragen was denn in der abstinenten Zeit falsch gelaufen sein könnte oder was versäumt wurde sollten sie schon. Das kann man ja in einem aufbauenden Rahmen und auf stützende Art machen. Ich finde es auch nicht falsch im Auge zu behalten, daß ein paar Monate Abstinenz durchaus eine Leistung sind, die durch einen Rückfall nicht völlig entwertet wird.

    Aber für mich als Alkoholiker steht das nicht im Vordergrund, sondern im Vordergrund steht das was gefehlt hat. Das was ich übersehen habe. Das, was ich nicht habe tun oder unterlassen können um mich zu schützen. Weil jeder Rückfall eben sehr schnell alles kaputtmachen kann was ich mir aufgebaut habe, egal wie lang die abstinenten Phase war. Davon war aber da nicht die Rede...

    Therapeuten neigen (meiner Erfahrung nach, und die ist natürlich begrenzt, es gibt ja nicht den einen Therapeuten auf der Welt) dazu, defizitorientierte Haltungen unbedingt zu vermeiden und das Positive zu sehen. Das find ich aus deren Perspektive auch völlig ok. Bloß ich bin ein Betroffener, kein Therapeut. Ich sehe in einem Rückfall das Negative und zunächst mal nur das, sonst kann ich nichts daraus ziehen was neuen Rückfällen entgegenwirkt. Ich kann mir als Betroffener keine Therapeutensicht auf meine Alkoholkrankheit leisten, nur die Betroffenensicht - und da steht die Risikominimierung in Form der Grundbausteine im Zentrum. Was nicht heißen soll daß die andere, therapeutische Sicht für Therapeuten falsch wäre.

    Das sind komplizierte und heikle Fragen, das mit den verschiedenen Perspektiven und Rollen und sich daraus ergebenden Sichtweisen, und seinerzeit fand ich das interessant und hab ne Menge darüber nachgedacht (vielleicht weil mir das aufgrund meiner eigenen beruflichen Ausrichtung nahe lag); heute mach ich's mir einfacher, konzentriere mich auf das Naheliegende und Lebenswichtige, meine Lebensgestaltung und meine Trockenheit und überlasse solche eher theoretischen Überlegungen denen die das beruflich machen. Alles andere könnte mich ablenken... aber ich fand's spannend auf dies Thema mal wieder gestupst zu werden, danke dafür.

    LG Frank

    Hallo Katha,

    das mit der OP ist bestimmt die einzig richtige Idee. Ich hatte mich über Jahre mit Rückenschmerzen abgequält und dachte, das sind sicher Verspannungen, Psyche, irgend so etwas - bis ich dann endlich beim Orthopäden und infolgedessen in der Röhre gelandet bin mit dem Ergebnis, das ich mich vollkommen unnötigerweise mit Zysten im Nervenkanal der Wirbelsäule durch Job und Alltag geschleppt hatte. OP, bißchen Krankengymnastik und das Problem war behoben. Nur hab ich heut noch öfter Rückenschmerzen, das ist die Folge von jahrelangen Fehl- und Schonhaltungen. Mach es besser!

    Plaudern ist absolut immer mehr als ok :D

    LG Frank

    Hallo Penta,

    ja, ich sehe das ebenso.

    Einen "anderen Alkoholismus" gibt es eh nicht. Alkoholismus ist meiner Meinung nach nichts individuelles, egal wie individuell die betroffenen Menschen auch sonst sein mögen. Der Gedanke wäre hoch gefährlich. Er führte zu nichts als Abwiegeln, Verharmlosen. Darum ist auch das Legen eines Fundamentes für die Trockenheit, die Risikominimierung eben, nichts was individuell angegangen werden kann.

    Was man da dann irgendwann für ein Haus drauf baut kann ja sehr individuell sein... aber ohne ein gutes Fundament wird es eben irgendwann einstürzen.

    LG! Frank

    Hallo Penta,
    das Mißverständnis scheint mir darin zu liegen, daß wir vielleicht ein verschiedenes Verständnis von „Merkmal“ als Begriff haben. Eigentlich Wortklauberei… ein Merkmal ist für mich etwas was IMMER dazugehört: Merkmal einer Katze ist daß sie vier Beine hat, Merkmal eines Insekts ist daß es sechs sind, in der Art. Merkmal von Alkoholismus ist – in diesem Sinne – beispielsweise Kontrollverlust, Verlust emotionaler und geistiger Fähigkeiten, sozialer Abbau, früher und unnötiger und elender Tod etc.pp. Aber wie gesagt, das sind nur Begrifflichkeiten, das scheint mir ein bißchen am Kern vorbeizugehen und ist nicht so wichtig.

    Du schreibst: „Mich wundert, dass du als ein Alkoholiker, der Rückfälle (warum auch immer) erlebte, sagst, dass sie nicht zum Alkoholismus dazu gehören, weil nicht alle anderen sie erleben.“

    Das meinte ich nicht.
    Rückfälle gehören leider in den allermeisten Fällen sehr wohl zum Alkoholismus dazu, wie die Rückfallzahlen zeigen. Es ist selten, daß jemand ohne Rückfall trocken wird. Und häufig, daß Rückfall der Beginn eines Sturzes ins Bodenlose bedeutet.

    Darum mag ich diese Therapeutensicht nicht, die in Rückfällen (auch) eine therapeutische Chance sieht, an irgendwas „zu arbeiten“. Sowas hab ich erlebt, in meiner nachsorge. Da war jemand rückfällig geworden, war verzweifelt und wütend auf sich selbst, und die Therapeuten meinten, er habe doch mit einem Dreivierteljahr Trockenheit schon ganz schön was erreicht und solle nicht so streng mit sich umgehen.
    Mir fiel die Kinnlade runter… Ich bin Betroffener. Ich kann mir eine solche Sicht nicht erlauben.

    Hab ich klären können wie ich das meinte? Und nun vergesse ich mal das Wort „Merkmal“ und bleib einfach dabei, daß Rückfälle nicht ernst genug genommen werden können weil sie schlicht lebensgefährlich sind.

    LG, Frank

    Ich sehe es weniger so, daß Rückfälle ein "Merkmal" des Alkoholismus sind, sondern ich sehe sie eher als Symptome; Symptome dafür daß im Vorfeld mit der Trockenarbeit etwas nicht stimmte, und Trockenarbeit basiert für mich auf den Grundbausteinen, wie sie hier im Forum formuliert und immer wieder nahegebracht werden. Auf Risikominimierung.

    Ich hatte bis vor so zweieinhalb Jahren immer wieder "Rückfälle" (eigentlich waren es keine weil ich auch in Trinkpausen vollkommen naß lebte und dachte). Ich kannte das Forum noch nicht und kannte die Grundbausteine nicht. Ich wollte zwar die ganzen negativen Dinge, die das Trinken mit sich brachte, nicht mehr haben. Ich wollte meinen persönlichen Niedergang aufhalten. Aber ich hatte weder den Willen noch überhaupt eine Vorstellung davon wie ein trockenes Leben aussehen könnte. Woher denn auch nach jahrzehntelangem Leben unter Alkohol? Ich war gedanklich nicht in der Lage, mich von einem Haufen Illusionen zu trennen. Und ich war nicht in der Lage, Dinge in Frage zu stellen, die ich für einen Teil meiner Identität hielt - und die nix andres waren als Persönlichkeitsdeformierungen, geschuldet meiner Alkoholkrankheit.

    Heute ist das anders, aber das heißt ja nicht, daß es für mich (oder irgendwen) die Gefahr eines Rückfalles nicht mehr gibt. Allerdings finge der lange vor dem Alkoholkonsum an sich an; er finge an in dem Moment, in dem ich nachlässig werde, nicht mehr auf mich achte, ungesunde, illusionäre, unachtsame Denk- oder Handlungsweisen einreißen lasse.

    Wären Rückfälle Merkmale der Alkoholkrankheit würde sie ausnahmslos jeder Alkoholiker erleben. Das ist aber nicht so. Angst ist ein schlechter Ratgeber; ein sorgsamer Umgang mit sich selbst, den eigenen Gefühlen, dem eigenen Leben, gepaart mit einem Lebensstil der Risiken minimiert, ist ein guter Ratgeber. So seh ich es und hab damit gute Erfahrungen gemacht grad dann wenn's Leben mir mal Wind und Gesicht bläst. Was es ja immer mal tun wird.

    LG Frank

    So, es ist doch ein wesentlich schöneres Gefühl auf einem Computer mit einer echten Tatsatur zu schreiben als immer auf dem Handy.

    Ich hatte hier ja eine Weile nicht viel geschrieben (allerdings hier und dort im Forum schon, nur eben nicht in meinem eigenen Faden); ich weiß selbst gar nicht ganz genau warum… mein Leben fließt ruhig vor sich hin, ich meide nach wie vor Extreme in jeder Form, versuche eine gesunde Mitte zu halten zwischen An- und Entspannung, schönen Dingen (für die ich sorgen kann) und schlechten Dingen, die in meinem wie in jedem Leben eben auch vorkommen. Vielleicht hatte ich das Gefühl immer nur das Gleiche zu schreiben, aber Ihr habt ja absolut Recht – das Leben besteht nun einmal überwiegend aus den kleinen Dingen, und die wertzuschätzen heißt ein gelingendes Leben führen zu können. Also sollte ich diese Dinge auch schreibend wertschätzen. Das nehm ich mir nun einfach mal vor.

    Das, was berichtenswert gewesen wäre, darüber wollte ich nicht schreiben – meiner Tochter ging´s eine Zeitlang nicht besonders gut, aber das ist kein Thema für ein offenes Forum, zumal das ja vor allem sie betraf. Mittlerweile haben sich die Dinge aber wieder ganz gut stabilisiert und darüber bin ich sehr froh.

    In zwei Wochen habe ich vierzehn Tage Urlaub, und da freue ich mich sehr drauf. In der letzten Zeit war es auf der Arbeit reichlich stressig; ich würde ja gern Stunden reduzieren, kann das aber nicht, da ich dann meinen Unterhaltsverpflichtungen nicht mehr so nachkommen könnte wie es gebraucht wird. Hin und wieder gibt es Phasen, in denen ich schon ein bißchen nachdenklich werde; 30 Jahre Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, das ist eine sehr lange Zeit, vielleicht eine zu lange Zeit für diese Tätigkeit. Es fängt an mich zu erschöpfen. Und eine andere perspektive sehe ich im Moment auch nirgendwo am Horizont. Vielleicht ist das ein Thema, das in der kommenden Zeit mehr in den Mittelpunkt rücken muß, denn mich einfach nur immer weiter und weiter wie in einem Hamsterrad drehen will ich nicht, und es wäre auch gefährlich. Immerhin habe ich am 1. Januar 30jähriges Betriebsjubiläum in der Firma hier, und dafür gibt´s drei Wochen extra Urlaub, so daß ich in 2015 insgesamt 9 Wochen freimachen kann. Vielleicht kann ich mir das dann auch mal leisten, wenigstens ein bißchen wegzufahren. Eine Entlastung, keine große Lösung, aber große Lösungen brauchen Zeit. Und die werde ich mir nehmen.

    Meditation ist weiterhin das Kostbarste was ich habe – nicht übertrieben, zwanzig Minuten morgens als Selbstverpflichtung und abends eben dann wenn ich nicht allzu müde bin. Und vor dem Einschlafen lese ich immer ein, zwei Seiten in Texten, die mir in dem Zusammenhang wichtig sind, das hält gewissermaßen eine Art inneren Kontakt zum Übungsweg. Da ich keinen Lehrer / keine Lehrerin habe ist mir das wichtig.

    Quantensprung , der Stadtpark ist tatsächlich sehr schön. Allerdings im Sommer auch sehr voll. Wo ich mich lieber aufhalte ist an der Alster von Ohlsdorf aus Richtung Norden, da kommt man irgendwann in Zonen, in denen man vergißt in der Großstadt zu sein  … was ich an Hamburg nicht so gern hab ist die Elbe. Nordufer Millionärsvillen, Südufer Industriegebiet und immer überfüllt.
    Klassische Musik kenn ich schon aus meiner Kindheit, meine Eltern hatten ein paar Platten mit den allergängigsten Sachen. Dann kam Rockmusik. Später Jazz. Aber seit ich trocken bin hab ich mir das nach und nach wiederentdeckt. Klassik ist natürlich ein weites Feld, das sind ja ein paar hundert Jahre Musik, ziemlich unüberschaubar am Anfang. Ich finde, es gibt drei Möglichkeiten sich all dem zu nähern:
    1. Man entdeckt einen Lieblingskomponisten, jemand, dessen Stil einen einfach anspricht. Manche mögen z.B. Mahler oder Bruckner oder Brahms, Komponisten, die schwere, großformatige Sinfonien geschrieben haben. Mir persönlich ist das zu mächtig. Andere lieben Mozart, vielleicht Haydn, sparsamere, ausgewogene Musik mit einem diskreteren Charme, da hilft nur ausprobieren.
    2. Man interessiert sich für bestimmte Gattungen. Gibt ja Leute, die hören nur Opern. Oder nur Orchestermusik. Oder mögen lieber kleinere Besetzungen, Kammermusik, Streichquartette etwa. Oder vergucken sich total in Klaviermusik.
    3. Oder drittens man orientiert sich an historischen Phasen: Barockmusik klingt ganz anders als Musik der Spätromantik, Wiener Klassik (Mozart, Beethoven, Haydn) ist recht ausgewogen und faßbar, klassische Moderne kann auch mal recht schräg werden…
    Wie immer, umhören, reinhören, vielleicht über einen Radiosender der viel Klassik bringt, da findest du sicher nach und nach was Passendes. Ich selbst zähle Schuberts „Unvollendete“ zu meinen absoluten Favoriten, wenn du Streicher magst und Musik, die innere Ruhe ausstrahlt, machst du da nix verkehrt schätz ich.

    Ich wünsch euch allen schöne Tage, und danke daß ihr den Faden hier aus der Versenkung geholt habe. Manchmal braucht man ja nen kleinen Stupser 

    LG Frank

    Moin Manni,

    Du schreibst: " Die letzten 38 Jahren war
    ich überwiegend als Stations- und Hausleiter in
    einem Haus für psychisch, autistisch, körperlich und
    geistig behinderte Menschen tätig."

    Wir sind ja Kollegen!
    Allerdings hab ich mir Leitungspositionen nie angetan. Das ist mit Budgetverantwortung verbunden und im sozialen Bereich wär ich dann nur noch dafür da Härten nach unten weiterzugeben... aber ich bin eben Pädagoge durch und durch und will inhaltlich arbeiten und nicht in irgendwelchen Leitungskreisen rumhocken. Leider bin ich "erst" 50 und darf noch 17 Jahre weitermachen... aber irgendwie lieb ich den Job nach wie vor und trocken ab ich wieder richtig Spaß - jedenfalls immer öfter :)

    Gefällt mir mehr und mehr dein Thread hier. Und auch die Art wie du deinen Weg angehst. Kommt mir fundiert und gut verwurzelt in einer umfassenden Lebenserfahrung vor, sozusagen.

    LG Frank

    Hallo Anina,

    Willkommen hier!


    Deine Zahlen verwirren mich ein bisschen...
    (3172 Wochen sind 61 Jahre) :)

    Du schreibst du arbeitest an deiner Abstinenz -
    was heisst das? konkret? Magst du ein bissel mehr schreiben über dich, wie du in die Sucht geraten bis, wies dir heute geht?

    Du hast ja einen tollen Schritt gemacht indem du hier aufgeschlagen bist. Mach mehr Schritte dann wird's ein Weg!

    Lieben Gruß und ganz viel Kraft, Frank

    Hallo Manni,
    erstmal Willkommen hier im Forum.
    bissel verspätet... ich les eben viel und schreib eher wenig.

    Du hast folgenden Satz geschrieben:

    "Ich finde hier die Möglichkeit
    der Auseinandersetzung gegen den Alkohol,
    während im realen Leben die Konfrontation mit dem
    Alkohol besteht."

    Ich versteh nicht recht was du damit meinst... erklärst das näher?

    Ganz generell glaub ich daß es je nach individueller Ausrichtung des Betroffenen auch viele individuelle Wege aus der Sucht geben kann. Wir sind ja Menschen und keine Ameisen.

    Mir persönlich haben die Grundbausteine dieses Forums sehr gut getan und sie haben auch dazu geführt, mich auf eine Weise selbst in Frage zu stellen, die ich vorher so nicht draufhatte. Ich stand zu meinen Überzeugungen. Nur... Alles wovon ich überzeugt war kam ja aus (m)einem chronisch besoffenen Kopf. Für mich persönlich war ein radikales In-Frage-Stellen dessen, was ich für meine "Individuelle Persönlichkeit" gehalten hatte, der Weg aus der Sucht. Bei mir wärs nicht anders gegangen.

    Bei mir. Ich bin nicht du.

    Wenn das bei dir anders aussieht ist das in meinen Augen völlig ok. Ich würd mir auch bei niemandem anmaßen irgendwelche Chancen (schon garnicht aus aus der Ferne des Internetraumes) abschätzen zu können...

    Ich find deinen ganzen Stil erfrischend und grundehrlich. Les das gern hier. Ich hatte eben nicht diese Selbstsicherheit (klar im Suff vorher schon), aber als ich mich vor mir selbst als Alkoholiker geoutet hatte - da zerbrach die. Und von mir war nicht mehr viel übrig. War ne harte Zeit. Heut bin ich aber ganz dankbar dafür. Ich musste quasi ein neues Haus bauen, weil die alten Fundamente nicht mehr zu gebrauchen waren und irgendwer musste mir das klarmachen. Ich hatte ein Selbsthilfe das nur auf Luftschlössern aufbaute. Säuferirrsinn...

    Wenn das bei dir anders ist, um so besser.
    Viel Glück und Kraft auf deinem Weg!

    LG Frank