Beiträge von garcia

    Hallo Lena,

    zu den Schilldkröten (was du bei mir geschrieben hast) wollte ich noch was sagen daß du mich nicht falsch verstehst...

    Ich seh das wie Silberkralle. Schildkröten wissen sich zu schützen, gehen gründlich und bedächtig vor (und sind für mich ausgesprochen symathische und interessante Tiere).... Aber es gibt solche und solche Exemlare.

    Die "Schildkröte", um die es in dem Coaching ging, ist ein Exemplar das ihren Panzer mißbraucht um sich von der Welt abzuschotten, nicht zu kommunizieren, nichts an sich heranzulassen. So wird sich Schützen zu einem inneren Gefängnis.

    Die Coacherin fragte dann was eine Katze mit einer Schildkröte dieser Art wohl anfangen könne - "Sie brauchen eine andere Katze mit der sie jagen oder es sich hinter dem Ofen gemütlich machen können, nicht ein Wesen das sich bei jeder Bewegung mit Kopf und Beinen in ihren Panzer zurückzieht und in einen Stein verwandelt", sagte sie.

    Du bist doch ganz anders, alles was du hier beschreibst sind gut abgesicherte, beharrliche Schritte in die Welt hinein... wie es eine gesunde Schidkröte eben so an sich hat.

    Genug der Zoologie, aber daß du dir gerade eine Schildkröte ausgesucht hast das hat mich vor dem Hintergrund erst zum Schmunzeln und dann zum Nachdenken gebracht :)

    LG Frank (der sich angesichts von 30Grad und feuchter Luft gerad auf wundervolle kühle bunte Oktobertage freut)

    Hallo Lena,

    vielen Dank für deinen sommerlichen Gruß! -- Mir geht es gut, das Leben gleicht in den letzten Wochen einem ruhigen Fluß. Drum hab ich hier nicht viel geschrieben (in andren Threads schon mal aber nicht bei mir), weils eben auch wenig zu berichten gibt.

    Im Moment hab ich eine Woche Urlaub und darüber bin ich der Hitze wegen sehr froh...

    Schmunzeln mußte ich bei der Schilderung deiner Therapiesitzung mit der Schidkröte. Ich hatte bei meinem Coaching im April genau dasselbe, bloß das ich mir für mich eine Katze ausgesucht hatte... aber meine Ex, von der zu lösen damals mein Hauptproblem war, der sollte ich auch ein Tier zuordnen... und was glaubst du was das für eines war?

    Eben... ne Schildkröte :)

    LG und sonnige Tage wünscht dir Frank

    Mit dem Laufen kämpfe ich - d.h. eigentlich mit meinem inneren Schweinehund. Es hat eine Menge Ähnlichkeiten mit der Meditation bloß da habe ich es geschafft (das ist auch nix was auf Anhieb sich guuuut anfühlt im Gegenteil)...

    Bei beidem gilt: wenn ich erstmal dabei bin bin ich froh angefangen zu haben. Vorher fluche ich übelst. Wenn ich diese bittre erste Zeit aber überstanden habe (also mich ab und an auch mal gegen jedes Gefühl nur "gezwungen" habe), dann entwickelt sich nach und nach auch eine gewisse Lust es zu tun. Und die wird mehr.

    Beim Sitzen ist es mitterweile so. Beim Laufen fehlt noch die letzte Kosequenz. Aberich bin sicher daß ist eine Sache der Sturheit...

    Auf einmal ist es wichtig...

    Arbeit bringt mehr zurück als man reinsteckt. Wenn man Geduld hat...

    LG Frank

    Hallo Samsara,

    ich freue mich sehr, ganz allgemein: aber besoders für dich im Speziellen, über diesen Schritt den du für dich (und ja längst nicht nur für dich) getan hast. Ich wünsche dir, daß er sich auf viele viele gute, sicher nicht immmer vorhersehbare sondern auch überraschende Weisen auswirken wird - und bin mir dessen auch sicher, daß er das tut.

    Herzliche Grüße! Frank

    Hallo Renate,

    ich bin schreibend ja nur im Alkoholikerbereich unterwegs und im Co-Bereich lese ich nur ab und an (geht mich allerdings auch was an) -- dein neues Thema hier betrifft aber beide Bereiche gleichermaßen.
    Drum meine persönliche Einstellung dazu:

    Ich finds auch immer jammerschade wenn jemand einfach verschwindet. Vor allem dann wenn ich mich bei diesem Menschen geäußert hatte und dafür auch Zeit, Hirnschmalz und Emotionen aufgewendet hatte. Soweit.

    Aber ich denk dann auch immer (und dafür brauch ich ne kleine Zeit), daß letzten Endes jeder sein eigenes Leben zu leben hat. Manchmal geb ich Tipps. Vielleicht helfen die ja. Ob und in welchem Maße liegt eher am Empfänger als an mir.

    Ich kann ja nie wissen - wenn jemand "verschwindet" - , ob nicht doch etwas was ich sagte (zu sagen versucht hatte) vielleicht weiterwirkt, auf einer Ebene oder Art und Weise, die ich gar nicht mehr mitbekomme... aber das ist nicht meins, das ist Sache des Andren.

    Ich glaube wir alle die wir hier im Forum rummachen sollten uns vor einer Vorstellung hüten: wir können niemals Retter sein. Wir machen das alles primär für uns. Menschen retten sich entweder selbst oder eben nicht. So ist das in dieser Welt eben... Unterstützung ist wertvoll aber laufen muß jeder auf seinen eigenen Beinen.

    Warum machst du dir soviele Gedanken um Menschen die verschwinden? Was sagt dir das über dich? Schreib den Neuen weiter aber fühl dich nicht verantwortlich dafür was sie damit anfangen. Sie sind alle erwachsen...

    Soweit mal die Gedanken eines Alkoholikers zu deinem (wichtigen!) Thread im Co-Bereich. In dem ich weiter ab und an lesen werd ohne groß zu schreiben...

    Einen herzlichen Gruß, Frank

    Hallo kleiner Kolbri,

    also wie du das alles so regelst was da auf dich eingestürmt ist, da kann ich nur sagen: Hut ab. Bin sehr beeindruckt. Mach weiter so - und einen Bogen um die landestypischen Versuchungen... nix riskieren, du erlebst ja wie weit ein klarer Kopf dich bringen kann.

    LG und weiter viel Glück, Frank

    Hallo Carpenter,

    du schreibst (inmitten einer insgesamt sehr schönen und berührenden Äußerung wie ich finde) u.a.:

    " Heute empfinde immer noch etwas Enttäuschung über mich selbst, daß es erst diesen gewaltigen Schubser gebraucht hat, um mich vom Alkohol zu lösen."

    Nein, Carpenter. Da haben Andre noch sehr viel gewaltigere Schubser erlebt. Und was ist geschehen? Kurze Saufpausen. Oder gleich weitertrinken.

    Im Gegensatz zu dir. Und das macht den Unterschied... zu Enttäuschung gibt es keinen Grund denk ich.

    LG Frank

    Hallo schnuffig,

    2 Jahre sind eine große Lebensleistung, an der viele viele andre Leistungen dranhängen die durch die trockene Grundlage erst möglich wurden. Gratuliere! Ich wünsch dir daß dieser Weg immer weiter wachsen möge und du an seinem Rand immer wieder Schönes findst das den Weg lohnenswert macht - auch über das reine Trockensein hinaus.

    LG Frank

    Hallo, Rauchen ist eine wirkliche Pest. Ich hatte in der LZT einen Nichtraucherkurs mitgemacht (Erfolg: anderthalb zigarettenlose Tage das wars dann), ich habs dutzende Male versucht aufzuhörn und rauche nach wie vor. Aber ich mag mich damit nicht abfinden.

    Nach meiner Erfahrung bringt eine langsame Zigarettenreduktion gar nix. Eher im Gegenteil: wenn ich nur noch fünf Zigaretten am Tag rauche "schmecken" die umso besser... und das Suchtgedächtnis (das ja bei Nikotin ebenso ne Rolle spielt wie bei Alk) hat Extrafutter.

    Ich kann keine Tips geben, könnte ich das wär ich ja Nichtraucher. Aber ich glaub - Nys -, sich ein Datum zu setzen wie du mit deinem 15.7. ist schonmal n guter Start. Bis dahin würde ich nicht reduzieren aber mich jeden Tag mit dem Thema beschäftigen, den Willen stärken, Bücher lesen (der gute alte Allan Carr ist sehr hilfreich find ich, laß ihn nicht aus), und ich würde mich auf 2-4 wirklich harte Wochen gefaßt machen... aber umso stolzer kannst danach sein.

    Glück und Erfolg dabei!


    kaltblut : danke für deinen Beitrag, der bringt mir viel. Ich will ja auch auch wie vor aufhören - bevor Tabak mich umbringt und das wird er, irgendwann. Ist n ernstes Thema. Grad wenn man gesoffen hat; 2 nun trockene Alkholiker aus einer LZT haben mittlerweile Kehlkopfkrebs...

    Hallo Samsara,

    das ist zwar schade, aber ein richtig gutes Buch und ein richtig heftiges Gewitter (ich liebe Gewitter, kein Wetter find ich faszinierender, diese Naturgewalt), und das noch in Kombination... ich würds schon als vorläufige Entschädigung annehmen...

    ...und der Elsaß hat ja keine Beine und wird nicht weglaufen...

    ...ich wünsche dir vor allem erstmal eine gute Gesundheit.

    LG! Frank

    Ich hab noch nen Aschenbecher rumstehen wo eine französische Likörfirma draufsteht (ein Getränk das ich glaub ich nie getrunken habe, ich zitiere hier mal nicht den Namen). Den hab ich vor 30 Jahren mal in Paris aus nem Straßencafe mitgehn lassen als ich mit einem Freund kurz nach dem Abi da war. Eine Erinnerung...

    Ich würde alles entsorgen was mit Bier zu tun hat, denn mein Alkoholverhalten bestand aus Unmengen Bier. Dieser alte Plastikaschi bleibt hier - außer ich schaffs irgendwann mal mit dem Rauchen aufzuhören, dann würd er verschenkt...

    ...weil er nikotinmäßig triggern würde. Aber alkoholmäßig triggert er nicht. Und das ist für mich entscheidend.

    LG Frank

    Hallo Samsara, hallo Forum,

    danke für den guten Wunsch, ich hatte den schönen Tag. Einen Arbeitstag nämlich an dem ich mich einer Bewohnerin meines Wohnhauses mal so ganz allein widmen konnte (bei uns heißt das "PA-Tag", und "PA" steht für "Persönliche Assistenz" und das heißt soviel wie "Bezugsmitarbeiter sein" - also Hauptansprechpartner für jemanden. Solche Tage sind viel zu selten im sozialen Bereich...).

    Und so kams daß Frank und seine oft völlig durchgeknallte laute autistische & zwanghafte "PA-Bewohnerin " einen total entspannten (ja!) Tag mit U-Bahn-Fahren, Waldspaziergang und Eisessen hatten. Wonach sie mit einem breiten Grinsen ins Bett fiel.

    Das war schön. Für solche Tage mag ich meinen Beruf... es gibt weiß Gott auch andere...

    LG an alle hier, Frank

    Im Moment fließen die Dinge. Vor allem im Job... wir haben einige neue Bewohner bei uns (sie werden im Elfenbeinturm der Heilpädagogik "Klienten" genannt aber ich bleib mal bei einer weniger euphemistischen Sprache), die eine Menge unangepaßter Verhaltensweisen aufweisen und eine Menge Streß machen.

    Genau das was ich an meinem Job so liebe.

    Ich wupp das richtig gut und es macht einen Heidenspaß - die Jahrzehnte in denen ich mich immer nur zur Arbeit geschleppt hab und das alles im Grunde nur als unwillkommene Abwechselung zwischen den diversen Räuschen gesehn habe scheinen endgültig vorüber (wobei ich mit jedem "endgültig" vorsichtig bin)...

    Selbst bei dem Thema das mich immer am meisten belastet hat: Teamfragen (Konflikte, Unverträglichkeiten, schwelende Dinge, Notwenigkeiten mich einzubringen, abzugrenzen, Unangenehmes nicht nur auszuhalten sondern meins beizutragen es zum besseren mitzuwenden), selbst bei dem Thema fällts mir leicht.

    Liegt es an anderthalb Jahren Trockenheit? An der Überwindung einer destruktiven Beziehung (ich für mich definiere es im Nachhinein weder als Co noch als Beziehungssucht aber als emotionale Abhängigkeit)? Oder an einem Wachstum das mit meiner Meditationspraxis zusammenhängt?

    Ich glaube es ist eine Mischung aus all dem - die Abstinenz aber war und ist die Basis.

    Mir gehts endlich mal gut. Und das muß noch nichtmal so bleiben damit das so bleibt... klingt vielleicht paradox ist es aber nicht...

    LG an alle hier! Frank

    Hallo Jens,

    ich kann mich noch ganz gut an meinen Entzug erinnern (das war Dezember 2011, allerdings 3 Wochen - qualifizierter Entzug). Ich hatte da den Antrag für meine LZT angeleiert. Mit vielen Leuten gesprochen die teils ihren 12.,13.,14 Entzug machten... dachte ich hätt ganz viel gelernt... tja:

    An einem Freitag um 14 Uhr wurde ich entlassen. Um 14:45 war ich zuhause. Um 17 Uhr war ich besoffen - was ich mir drei Stunden vorher niemals hätte vorstellen können...

    Darum weiß ich wie wichtig es ist daß es sofort weitergeht. Hast du ne Suchtberatung? Wo du notfalls jeden Tag hinkannst? Hast du einen Plan wies weitergeht? Eine SHG?

    Sollte es dir ergangen sein wie mir: Mach weiter. Gib nicht auf. Und wenn du hier weiter schreibst kriegst du Unterstützung...

    Kraft und Glück und LG Frank

    Hallo Samsara,

    du schreibst: " Ich glaube, ich habe mich ganz gut geschlagen -" -- nichts andres war zu erwarten...

    Herzlichen Glückwunsch. Und schön daß mein kleiner Hinweis (etwas was du selbst weißt und das vielleicht besser als ich // bloß wenn man selbst betroffen ist kanns einem durch die Finger rutschen), schön daß er dich noch rechtzeitig erreicht hat.

    Wie gesagt: herzlichen Glückwunsch daß du deins hast tun können! Der Rest ist Sache einer (Firmen-)Struktur, das Herz hast ja schon gewonnen. Mehr geht nicht.

    Ganz lieben Gruß Frank

    Ich hatte in den letzten Jahren immer Kräuter in meinem Balkonkasten, und Vergißmeinnicht (ich liebe diese kleinen blauen Blüten). Vor allem Zitronemelisse. Die schossen immer die ersten 4-6 Wochen hoch und ich freute mich... und dann wurden die Blätter braun und alles welk, egal ob ich viel oder wenig goß und egal ob mit oder ohne Dünger, egal wies Wetter war...

    Ich kann nur Drinnen-Pflanzen, und auch die nur wenns keine Palmen sind. Aber der Magerbenjamini der scheint immer zu grinsen. Hab ihm ja auchs Leben gerettet....

    Dein Balkonkasten scheint ja n Garten für sich zu sein. Klingt spannend.

    Mal was andres: du schriebst irgendwo du wolltest dich beruflich gern verändern... wohin? was würdst du gern machen? hast du da Pläne/Vorstellungen/Träume? Das tät mich interessiern...

    Ganz lieben Gruß, Frank

    Hallo Samsara,

    ich wollte dir für dein Gespräch alles Gute wünschen. Wenn es gut ausgeht gehst aufs Kissen und spürst der Freude nach, wenn nicht gehst aufs Kissen und spürst den Gefühlen nach die dann in dir herumwirbeln -- und auf jeden Fall hast du viel gelernt :)

    Viel Glück!

    LG Frank