Beiträge von garcia

    Hallo Lena,

    Du schreibst: "Ich bin jetzt wichtiger als die Arbeit."

    Nicht nur jetzt, Lena, das war immer schon so und es wird und muß auch so sein...

    Ich wünsche dir viel Mut und Kraft um das, was in Deiner Therapie hochkommen mag, zu Deinem Wachstum nutzen zu können. Manchmal sind die Dinge, die uns wehtun, ja auch das was uns die Räume öffnet in denen wir wachsen können. Und wenn das gelingt haben wir weniger Schmerzen.

    Wichtig finde ich zu sehen daß das Schlimme, was mal war, eben zwar schlimm war (da kann man nix mehr machen), aber daß es NICHT Teil der Gegenwart ist. Das find ich ganz wesentlich.

    Du hast die Kraft dahin zu gehn glaub ich - Erobere dir die Gegenwart zurück, es ist Deine.

    LG und Gutnacht, Frank

    Hallo Lito,

    es ist sehr schön einmal wieder etwas von dir zu lesen (ich schreibe ja selbst wenig zur Zeit)...

    Aufgefallen ist mir , du sagst:

    " Ich weiß z.B; mittlerweile dass mir zuviel Spiritualität nicht gut tut. Dieses Abdriften in universale Sphären."

    Meine Erfahrung ist die, daß auf der einen Seite Spiritualität in gewisser Weise ein (ich meine das positiv) Aufgeben des eigenen Ichs ist --- und das Trockenbleiben, auf der anderen Seite, eine Wiedergewinnung des eigenen, nun aber trockenen Ichs ist. Und das ist jetzt dran.

    Also kommt Trockenheit zuerst und das auf viele Jahre. Wirkliche (aber was ist schon "wirklich"?) Spiritualität ist vielleicht eher was fürs Alter... naja so sehe ichs für ich persönlich jedenfalls.

    Mein "Ehrgeiz" besteht darin, mein Leben jetzt gut zu gestalten. Was immer an "Spiritualität" unter den Dielenbrettern des Alltagslebens warten mag wird schon hervorkommen und wird willkomen sein - ich werd ja sehen. Das läßt sich nicht aufhalten - außer ich zerstöre es durch Trinken.

    Allerdings, wenigstens einmal am Tag Meditation, meine 20 Minuten Minimum, das brauch ich inzwischen - und ich brauchs gern.

    LG! Frank

    Hallo Lena,

    ich möchte dich beglückwünschen zu den 17 Monaten, aber mehr noch für deine Entwicklung und die Art wie du deinen Weg im Leben gehst (naja soweit ich das aus dem was du schreibst beurteilen kann) - das ist eine Art, die Dinge anzugehen, vor der ich immer Respekt hatte und die mir in schwereren Zeiten auch immer wieder mal Kraft gegeben hat.

    Wie so ein Licht irgendwo in Niedersachsen das in Hamburg noch zu sehen ist, verstehst du was ich meine?

    Ich wünsch dir einen schönen Feiertag. Und send dir einen:

    LG von Frank

    Hallo Cotemplation,

    mir ist da ein Halbsatz in deier letzten Äußerung ins Auge gesprungen. Du schreibst:

    " Diese Ahnung die Kurve zu spät bekommen zu haben"

    Das gibt es nicht. Entweder du bekommst die Kurve oder nicht... und daß du das so schreibst zeigt doch daß du sie bekommst oder?

    Kurven sind schwierig und allein daß du sie nimmst sagt noch nicht daß du sie meisterst, und sie können lang sein. Aber die ganze Zeit bewegt man sich in eine bessere Richtung, und das lohnt sich immer. Immer.

    Wegen der Nebenwirkungen deiner Medikation würde ich in engem Kontakt zu deinem Arzt bleiben, und ich persönlich (das muß aber jeder selbst für sich gucken, es soll kein Ratschlag sein sondern nur meine Erfahrung die ich mal so weitergeb), ich persönlich würde Antidepressiva nur im Rahmen einer psychotherapeutischen Begleitung nehmen. Zusammen ergibt das Sinn - nur Medis allein find ich zuwenig, für einen trocknen Alkoholiker erst recht.

    Aber das am Rande. Was mir wirlich wichtig war dir zu sagen steht am Anfang dieses Textes... es gibt kein "zu spät" beim Über- und Weiterleben.

    Kraft, Mut und alles Liebe wünsche ich dir von Herzen.

    LG Frak

    Hallo kleinerkolibri,

    ich möchte dir für diese schwere Zeit sehr viel Mut und Kraft wünschen. Ich habe keine Ahnung, wie ein weg aus einer solchen Zusammenballung von Schwierigkeiten aussehen kann - schon gar nicht wenn man in Amerika ist, einem Land von dem ich wenig weiß -, aber ich bin sicher, daß das Leben auf irgendeine Weise immer weitergehen kann und wird.

    Du weißt ja, daß Alkohol alles Schwierige nur unendlich verschlimmern würde und nichts, rein gar nichts löst. Guck, daß du kleine Schritte findest, die dich auf irgendeine Weise wieder voran bringen - die gibt es immer -, Trinken wäre nur ein Schritt in den Abgrund.

    Ich drücke dir die Daumen und hoffe, daß du die Motivation, hier ab und zu zu schreiben, erhalten und ausbauen kannst - sei dir sicher daß hier viele Menschen Anteilm nehmen.

    Einen lieben Gruß, Frank

    Hallo,

    meine Erfahrung ist die, daß meine Selbstsicherheit in der Zeit in der ich getrunken habe extrem im Keller war. Das lag daran, daß ich ein Doppelleben geführt habe - ich soff und das sollte / durfte ja keiner mitkriegen, wenigstens nicht das Ausmaß. Ich hatte also in einem Lügengebäude gelebt. Wenn man so lebt - Lügen, Schuldgefühle, die letzte Kraft brauchend um eine Fassade aufrechtzuerhalten - woher soll ein intaktes Selbstwertgefühl dann kommen, woraus soll es sich speisen?

    Das heißt nun aber nicht, daß sich das mit oder durch die Trockenheit alles normalisiert hat. Denn mein Selbstwertgefühl ist, bedingt durch meine individuelle Lebensgeschichte, seit frühester Zeit nicht so stabil wie es gesund wäre: das ist einer der Gründe warum ich in meiner Persönlichkeit überhaupt süchtige Strukturen entwickelt habe, eben als Ausgleich für ein durch Verletzungen in der Kindheit angeschlagenes Selbstbewußtsein.

    Dies allmählich heilen zu lassen erfordert mehr als Trockenheit allein. Aber ohne Trockenheit geht es gar nicht. Ohne Trockenheit gibt es nur eine Abwärtsspirale, die alles immer auswegsloser macht. Trocken wird das Hirn gesünder und die Lebensumstände werden stabiler. Und auf der Grundlage kann man anfangen zu arbeiten...

    LG Frank

    Hallo Lena,,

    erstmal gratuliere ich dir zu dem schönen Abend den du hattest!

    Folgenden Satz von dir fand ich wichtig: " aber ich glaube meine Interessen haben sich einfach verändert." Das spricht dafür daß deine Entwicklung in die Tiefe geht. Ein Prozeß der Reifung, ein Wachsen von neuen und gesünderen Fundamenten...

    Darum stimme ich dem anderen wichtigen Satz deines Postings zu: " Ich bin auf dem richtigen Weg und dafür bin ich sehr dankbar."

    Sei doch ruhig nicht bloß dankbar (obwohl auch das sehr schön und erständlich ist), ich finde du kannst auch ein bißchen stolz sein - denn dieser richtige Weg ist DEIN Weg, und du hast sehr viel dafür investiert.

    Ich wünsche dir eine gute Woche und schick einen LG, Frank

    Hallo avenly,

    "besser spät als nie" ist ein vollkommen richtiger Ansatz.

    Und was heißt "spät" schon? Du bist so 15,16 Jahre jünger als ich es war als ich merkte daß ich auf einen unendlichen Abgrund zuschlitterte...

    Was tust du? Hast du Kontakt zu einem Arzt, einer Suchtberatungsstelle, einer SHG? Machst du deine Erkrankung öffentlich oder versuchst du in einem geheimen Winkel allein alles zu wuppen? (klappt meist nicht- ich weiß wovon ich rede)...

    Schön daß du da bist. Erzähl ein bißchen von dir, umso mehr bekommst du zurück - und Gratulation zu deinen 11 Tagen, wenn du von Tag zu Tag denkst und nicht abhebst sammelt sich das immer weiter an...

    LG Frank

    Hallo Lena,

    ich hab ja deinen Weg über eine lange Zeit sehr aufmerksam - und mit großer Sympathie - verfolgt. Darum habe ich über das was du da vorhast gleich eine Meinung gehabt --- nee, ich wills besser ausdrücken: ich hatte gleich ein Bauchgefühl:

    das fühlt sich völlig richtig an.

    Du hast sehr beharrlich und gründlich an deinen Grundlagen gearbeitet. Hast dir alle Unterstützungen geholt die du bekommen konntest und sie genutzt. Dabei hast du auch - scheints - manche Bedürfnisse zurückgestellt, weil dir die Erfüllung noch zu riskant war...

    Ich habe, ohne dich im Realen zu kennen (was ich immer wieder mal bedaure, aber so ist ebenn ein Forum), das Gefühl, daß dieses Zurückgestellte nun auch mal zu seinem Recht kommen sollte. Ich bin sehr zuversichtlich daß dir das guttun wird und daß es keine Gefährdung dastellen wird, sondern eher einen weiteren Schritt zur Festigung eines Lebens, das nicht nur trocken sondern ZUFRIEDEN trocken sein darf soll und muß.

    Kennst den alten Spruch: erst DARF ich nicht trinken, irgendwann WILL ich nicht trinken, aber am Ende BRAUCHE ich nicht mehr trinken? Ich glaube, du stehst an der Schwelle zur dritten Stufe. Und das freut mich mal sehr mit :)

    Ich weiß daß du sensibel und vorsichtig bleiben wirst (na ich glaube es zu wissen).

    Und ich wünsche dir ganz ganz viel Spaß bei deinem Mädelsabend! Das wird dich stark machen auf eine ganz neue Weise...

    Genieß es!

    LG Frank

    Hallo und Dank an Alle die mir hier geschrieben haben – Lena, Tocco, Sternenhimmel, Triiine, Samsara, Lütze, Cora, Correns, Prinzessin, Carpenter – und an das gesamte Forum einfach weils da ist!

    Mir geht es nach einer sehr anstrengenden Phase im Ganzen recht gut. Meine Tochter hat sich fürs Erste ein bißchen gefangen und schöne Ostern mit ihrer Mutter und ihren Brüdern bei den Großeltern verlebt; der Kontakt zwischen ihr und mir hat sich intensiviert. Wenn auch die akute Krise erst einmal überstanden zu sein scheint liegt natürlich doch ein längerer und sicherlich nicht immer einfacher Weg vor ihr und uns als den ihr nahestehenden Menschen. Wie der aussehen wird kann ich auch nur in Umrissen erahnen… aber zunächst einmal herrscht Erleichterung vor.

    Da mein Jüngster das Telefon, mit dem ich meine gesamten (abgesehen vom Forum eher bescheidenen) Internetaktivitäten bestreite kann ich nicht im gewohnten Umfang hier lesen und schreiben, das geht nur – so wie jetzt – wenn ich auf der Arbeit bin. Als reines Telefon funktioniert das Ding noch, aber das Oberflächenglas ist gesplittert und sieht aus wie von Spinnenweben überzogen… ich kann es erst reparieren lassen wenn die Haftpflichtversicherung den Kostenvoranschlag übernommen hat, ich hätte nie gedacht daß so eine kleine Glasscheibe so teuer sein kann (€200.--!! Unfaßbar!), aber in diesen smartphonsüchtigen Zeiten ist das ja keine „Glasscheibe“ sondern ein „Touchscreen“ und somit wohl so etwas wie ein modernes kulturelles Heiligtum… naja. Ärgerlich, mehr auch nicht.

    Ich hab mir ne billige Stoppuhr bestellt und werde am Mittwoch wieder anfangen zu laufen (die entsprechende „App“ kann ich ja nun erstmal vergessen), die Wege sind wieder einigermaßen benutzbar und die 5,6 Grad plus reichen mir. Ich habs auch im Beruf im Moment ein bißchen stressig und brauche einen Ausgleich, gerade körperlich und nicht über Denkschienen. Bin zwar auch so viel draußen gewesen all die kalten Tage, aber eben nicht wirklich ausgepowert und ohne die daraus sich ergebende Tiefenentspanung.

    Ich finde es wichtig auch in schwierigen Zeiten sich Dinge erhalten oder erschaffen zu können, die positive Gegengewichte bilden. Als Alkoholiker nicht nur wichtig sondern lebenswichtig – immer nur mit Willenskraft gegen fiese Strömungen des Lebens anzupaddeln mag eine Zeitlang gutgehen, aber es erschöpft aus der Tiefe heraus und das kann früher oder später böse ins Auge gehen.

    Ich wünsche allen einen wenn auch verspäteten, dafür um so schöneren Frühlingsanfang!

    LG Frank

    Moin Poster, du schreibst:

    "Für Psysche, Selbstfindung, Vergangenheitsbewältigung und so nen
    Krempel habe ich keine Zeit.
    Einmal laut in den Spiegel lachen pro Tag reicht."

    Ist zwar nicht eben allgemeingültig, denn: Da haben ja auch Viele so ihr eigenes Päckchen zu tragen mit der eventuell verdrehten Psyche, der vielleicht katastrophalen Vergangenheit, mit dem vielleicht verschüttetem Selbst... wenn dann ist es anders als bei dir und auch das verdient Respekt. Darum stört mich nur das "Krempel". Mag ja für Andre mehr sein als das... kann man, sozusagen, auch generöser ausdrücken wenn die Souveränität echt ist, verstehst du wie ich das meine?

    Aber, wie immer (jenseits des "Krempels"), es ist schön daß es dir so auf diese Weise gutgeht und das ein ebenso simples wie bestechendes "Rezept" wie in den Spiegel lachen (ein hübsches Bild!) reicht um dich zufrieden zu machen. Auch das gibt es und das ist schön so.

    Ich hoffe daß der Felsen auf den du baust dick genug ist um dich dein Leben lang zu tragen. Möge er sich nie als Sand erweisen...
    Alles Gute!

    Frank

    Hallo Samsara,

    auch wenn ich z.Zt. wenig schreibe - es geht nicht - , deine Postings tun gut und ich lese sie und nehme sie wahr und lasse sie wirken. Sie schlagen Wurzeln und sie werden ihre Blüten schlagen, in bessren Zeiten, keine deiner Äußerungen ist vergebens, sei dessen sicher.

    LG

    Hallo Lena und hallo Forum,

    ich muß leider sagen daß es mir garnicht gutgeht -- nur ist das ein Thema das ich hier im offenen Bereich nicht gut behandeln kann. Ich hab ja für mich selbst nie großen Wert auf Anonymität gelegt. Bin eben Alkoholiker und wer mich kennt weiß das auch.

    Nun geht es aber um meine Tochter; und gerad weil ich immer sehr offen war hier muß ich jetzt vorsichtig sein...

    darum nur soviel: ich hab sie Mittwoch in eine hiesige Kinder-und Jugendpsychiatrie bringen müssen, zum Selbstschutz und um ihr eine gute fachliche Behandlung und einen guten Rahmen geben zu können. Es wird viel auf mich zukommen in den kommenden Monaten. Und ich werde das angehen - wär ich nicht trocken würde ich scheitern, so hab ich dann doch die Kraft.

    Das kam alles sehr überraschend und es war als habe man keinen Boden mehr unter den Füßen, von jetzt auf gleich.

    Wenn man etwas Positives an der ganzen Sache sehen will: das Verhältnis zwis hen mir und meiner Tochter schei t sich zu intensivieren, und ich und meine Ex (die Mutter) arbeiten eng zusammen dabei diese Krise im Sinne der Kleinen in den Griff zu bekommen. Das sind gute menschliche Erfahrungen (wenn auch in einem Meer von Schei**e), und es kann uns alle weiterbringen.

    Trotzdem hab ich Angst und Sorgen. Aber ich muß sie nicht wegtrinken. Immerhin.

    Das alles nimmt mich sehr in Anspruch und darum lese ich zwar hier, finde aber nur selten die Kraft was zu schreiben. Das tut mir manchmal leid (Sternenhimmel! Laß den Perfektionismus - ich glaube daß du auf einem guten Weg bist aber er geht eben nicht nur nach oben... guck mal zurück woher du kommst und du siehst wie weit du gekraxelt bist, das ist doch ne große Leistung)...

    Geldsorgen berühren mich nicht. Ich hab vom Job her drei Stunden "Coaching" bei einer Frau die ich äußerst wertvoll für mich finde. Und was hat die gesagt nach der ersten Stunde? "Treiben Sie Sport. Ich finde Meditation ja ok aber: Laufen Sie. Das ist wichtig. Sie müssen auf der Körperebene dtwas tun." Und sie wußte garnicht daß ich das eh vorhabe...

    Ich war ja nie so wetterfühlig und hab nix gegen Schnee, aber ich brauche jetzt Frühling damit ich damit starten kann.

    Ich bin sehr belastet - das Leben schlägt seine Kapriolen auf üble Weise -, aber ganz tief drinnen bin icb stark. Für meine Tochter, jetzt. Weil ich nicht trinke.

    Danke für deinen Post, liebe Lena, der tat mir sehr gut.

    Ich wünsche allen hier starke Tage, auch im Sturm, und ich melde micb auch wieder häufiger... nur zu diesem Problem mag ich nicht deutlicher werden da meine Maus ja ein Recht auf Wahrung ihrer Privatsphäre hat...

    LG an alle! Frank

    Hallo,

    als ich noch relativ neu hier im Forum war gab es einen Satz, über den ich damals gestolpert bin und der mir recht schlagartig klargemacht hatte warum alle meine vorherigen Nichttrinkversuche nix als Trinkpausen haben sein können. Diesen Satz hab ich mir dann aufgeschrieben und ausgedruckt und er hängt heut noch an meinem Kühlschrank.

    Der Satz lautet: "LÜGEN -- KAUFEN -- SAUFEN",

    er stammt aus Silberkralles Thread und ich werd Silberkralle für diesen Satz noch auf meinem Sterbebett dankbar sein...

    die Bedeutung, die dieser Satz halt für mich hat ist: wenn ich nicht ehrlich bin mache ich Kompromisse und wenn ich damit erstmal anfange gibt es kein Ende.

    Es mag so sein daß es Menschen gibt - viele sogar -, die zwischen tinkenden Männern und Frauen unterscheiden. Was diesen Menschen gemeinsam ist ist, daß sie von dieser Krankheit keine Ahnung haben. Was sie sich leisten können da sie ja nicht selbst betroffen sind und Unwissenheit für sie selbst keine fatalen Folgen hat.

    Wir sind aber betroffen.Wir müssen die Dinge klar sehen. Wir müssen wissen - ganz tief in uns und ganz klar - daß es egal ist welches Geschlecht jemand hat der trinkt. Das ist ebenso egal wie die Schuhgröße. Und daraus entsteht die Einsicht: "LÜGEN -- KAUFEN -- SAUFEN".

    Wenn wir das begreifen können wir gesund werden. Und sonst nicht.

    LG Frank

    Hallo Lena,

    ich erlebe dich hier seit langer Zeit eigentlich als einen Menschen, der einen sehr tiefen Zugang zu seinen Gefühlen hat und der sehr sorgfältig und sensibel damit umgeht... mach dich nicht kleiner als du bist, auch wenn ein klarer Blick auf die eignen Schwächen dtwas Wertvolles sein mag.

    Kann es sein daß du zu deinen Stärken keinen rechten Zugang hast? Daß du gar nicht recht weißt wie weitreichend die eigentlich sind? Gibt es vielleicht Menschen, die dir nahestehen, die viel mehr von dir halten als du selbst? Wenn ja dann vertraue ihnen.

    Es ist immer wieder schön zu lesen wie du die Dinge angehst. Ich möchte dir dafür danken, es gibt mir sehr viel.

    Einen schönen Sonntag und einen lieben Gruß von Frank (der auf den Frühling wartet...)

    Hallo ,

    es geht mir recht gut - ich bin gerade in der zweiten von 2 Wochen Urlaub und ich hatte ihn auch wirklich nötig.

    Die finanziellen Probleme werden mich nicht umbringen. Es ist alles recht unerfreulich (und auch nicht gerecht, aus meiner Sicht), aber ich werde das ab der kommenden Woche Schritt für Schritt klären - wenn mir garnix andres übrig bleibt eben über eine Privatinsolvenz, lieber über eine Ratenzahlung die für mich machbar ist. Was mir sicherlich zugute kommt ist, daß ich nur sehr wenig materielle Bedürfnisse habe; Zufriedenheit liegt für mich auf andren Gebieten. Und wenn man all das mal in einem größeren Maßstab sieht: ich lebe in einem Land in dem niemand verhungern muß oder unter der Brücke schlafen, ich hab einen guten Beruf, all das geht ja vielen Menschen ganz ganz anders...

    Es stimmt, ich schreibe nicht mehr soviel wie früher. Ich bin ganz allgemein nicht mehr so viel im Internet und konzentriere mich mehr auf die reale Welt. Aber einmal am Tag lese ich hier im Forum nach wie vor, und verschwunden bin ich ja auch nicht so ganz ;)

    Ich denke Stimmungsschwankungen sind in den ersten ein, zwei Jahren normal. Trockenheit ist ein Langzeitgeschäft... ab und an ein Blick zurück, wie es in nassen Zeiten war, schärft aber den Blick für das Maß an Stabilität das sich unmerklich ja doch mehr und mehr aufbaut. Das tut gut und ist auch ein wichtiger Teil des Trockenwerdens und -bleibens, finde ich.

    Dein Weg gefällt mir sehr. Ich finde du machst es sehr gut (auch wenn du dich nicht immer sehr gut fühlst: aber wer tut das schon ?)

    Lieben Gruß aus dem Schneetreiben! Frank

    Hallo sz,

    ich glaube daß das gehen kann. Aber nicht gehen muß.

    Am Ende sinds ja immer zwei Menschen, die sich lieben und sich vertrauen sollten. Das kann wunderschön sein und auch gefährlich... da haben trockene Alkoholiker/innen kein Alleinstellungsmerkmal. Sie sind weder besser noch schlechter dran als andre Menschen, denn sie hören ja nicht auf Menschen zu sein weil sie trocken sind oder mal naß warn.

    Wenn du liebst riskierst du alles weil du alles zu geben bereit bist. Gilt auch für Diabetiker. Gilt auch für Herzkranke. Gilt auch für Alkoholiker -- die sind vielleicht für Gefahren sensibler, so gesehen mag das sogar ein Startvorteil sein (weiß ich nicht)...

    Liebe ist ebenso gefährlich wie lohnend, egal wer sich auf diese Reise einläßt, so seh ich das. Wer sich darauf (noch? wieder?)einlassen kann hat immer meinen Respekt und ich drück immer meine Daumen daß da der Schatz winkt.

    LG

    Hallo Lena,

    "Möchte dann lesen, schreiben, faul sein, kochen,baden und endlich eine alte Freundin besuchen. "

    Das klingt sehr schön. Hellhörig wurd ich bei "schreiben": magst du darüber mehr erzählen?

    Eine tiefenentspannte Woche wünsche ich dir!

    LG