Beiträge von garcia

    Hallo Tine, in der Einrichtung in der ich meine stationäre LZT gemacht habe gab es auch die Möglichkeit dies mit Kindern zu tun (ich glaube bis zum Alter von 10 Jahren aber da bin ich mir nicht mehr so sicher..). Ich denke daß das kein Einzelfall ist, nach so etwas würde ich gezielt suchen wenn die Kids noch kleiner sind. Deine Suchtberatung sollte dir da weiterhelfen können. "Meine" Einrichtung war das STZ in Hamburg Hummelsbüttel.

    Es findet sich immer ein Weg - es geht ja auch um viele Jahre in denen deine Kinder von einer gesunden Mutter ins Erwachsenenleben begleitet werden.

    Das schaffst du! LG Frank

    Hallo Jonas,

    du schreibst: " Fachwissen erweitert das Höruniversum, aber am Anfang stehen Ergriffenheit, "Gänsehaut", Faszination.".

    Ich gebe dir vollkommen recht. Allerdings bedauere ich meinen Mangel Wissen immer wieder sehr.

    Vorgestern habe ich einmal von meinem Bach und Mozart aus einen Ausflug in die Moderne genommen und bin in meiner CD-Sammlung auf ein paar alte Pendereckiaufnahmen gestoßen. Habe mir sein Cellokonzert angehört. Nichts "verstanden", natürlich (wenn es da überhaupt groß etwas zu verstehen gibt), aber diese Intensität, die da rüberkam, die dunklen Klangfarben, die Rhytmik, das ging sehr tief, in ein Zentrum in mir. Herzklopfenmusik bei permanenter geistiger (Beinahe-)überforderung... danach konnte ich erstmal garnichts mehr hören. Gänsehaut, Faszination, genau das war es.

    Ich werde mich in diesen Bereichen mal mehr umsehen. Außer Penderecki (den ich früher häufiger gehört habe, zu der Zeit als auch recht freier Jazz seine Zeit hatte) kenne ich keine modernen Komponisten. Ich habe deine hohe Meinung zu Ligeti im Hinterkopf, und ich lese viel in meinem Konzertführer; wahrscheinlich gibt es in diesen Bereichen Vieles womit ich gar nichts anfangen könnte...

    Ich geh also mal auf Perlensuche und halte dich auf dem Laufenden was dabei herumkommt...

    LG Frank

    Hallo schnuffig,

    das ist wirklich bitter. Eigentlich gibt es da kaum einen Trost--

    --den besten aber, den es dann doch geben kann, hast Du selbst vor einigen Tagen hier formuliert:

    du schriebst: " Ich bin froh, dass sie meine Freundin war. Und das ist etwas, was sie immer gewusst hat." Das ist sehr viel, und es ist etwas das mit der Zeit wachsen wird.

    Ich möchte Dir Kraft wünschen. LG Frank

    Samsara, du hast bei sternenhimmel folgendes geschrieben:

    " Vielleicht stellst Du Dir Deine Trockenheit wie eine kleine zarte
    Pflanze in Deinem Lebensgarten vor. Wenn Du sie vor Ungeduld
    zuviel gießt, geht sie ein - kümmerst Du Dich zuwenig, verdorrt sie
    und geht ebenfalls ein.
    Umsorgst Du sie aber mit Achtsamkeit, Wertschätzung und
    unterstützt sie liebevoll in ihrem Wachstumstempo, so wirst Du an
    einer starken, stabilen
    und kraftvollen Trockenheitspflanze Deine Freude haben. Lass sie
    wachsen und habe Geduld mit Dir und den Entwicklungen."

    Ich möchte dir für diese Zeilen ganz herzlich danken, sie geben mir viel, vielleicht mehr als du gerade ahnst. Danke!

    LG Frank

    Hallo Samsara,

    ja ich bin weiter auf meinem Weg - bis kommenden Sonntag erstmal in krankgeschriebenen Zustand und mit Hilfe von Antibiotika. Was ein bissel schade ist weil ich eigentlich wieder ein bißchen mit Laufen anfangen wollte wo doch der Winter so mild ausfällt, aber dazu muß ich erstmal gesund sein und die Zeit geb ich mir.

    Bis dahin kann ich mich prima mit meinen Interessen befassen: Musik (nach wie vor Bachs Kantaten, eine am Tag, wöchentlich welchsel ich zur nächsten), und Mozarts Streichquartette, und etwas Jazz... und Literatur, z.Zt. Dostojewskijs "Idiot" den icb Mitte 20 zum erstenmal las zu dem ich aber heute einen viel tieferen Zugang habe... faulenzen kochen und meditieren, das geht weil ich frei atmen kann...

    ...wenn ich kommende Woche wieder arbeite werd ich Termine für Hospitationen in andren Betriebsteilen machen wo es keinen Schichtdienst gibt. Vielleicht geht dann ja auf der Ebene mal was voran.

    LG an alle!

    Hallo Silberkralle,

    ich weiß weder ob Ingwer groß Viatmine hat noch was bei denen passiert wenn mann nen Tee draus macht, aber die ätherischen Öle werden freigesetzt auf die Art. Wenns dir schmeckt ists auch ne gute Vorbeugung gegen Krankheiten vielerlei Art :) man sollte halt "scharf" mögen.

    Vergangenheitsbewältigung find ich wertvoll. Aber mein Gefühl ist daß dein Hauptteil an Suchtprävention vor allem aus der Art herrührt wie du die Gegenwart gestaltest. Da scheint mir Angst unnötig... wenn ich dich so lese... spricht ja nicht gegen Vorsicht...

    LG

    "Doch, es gibt immer wieder Augenblicke, die mich erfreuen." Und da liegt der Wert. Es gibt kein "richtiges" oder "falsches" Leben in irgendeinem abstrakten "Richtigen" oder "Falschen". Das ist doch auch nur so eine simplifizierende 68er Floskel...

    Es gibt nur ein Leben, unsres, und das wird immer ebenso viel Falsches wie Richtiges enthalten. Pfeffer und Salz wirr gemischt... das ist seit den alten Griechen so.

    Und unsrer Job ist auf das Salz zu achten und es immer da zu befördern wo wir können (statt uns nach dem nächstbessren HD Ready Super Flachbild-TV aus der Werbung zu verzehren).

    Kein Grund für Kulturoptimismus. Aber Verzweifelung gilt nicht. Schon gar nicht für jemand der das alles so klar sieht wie du das tust. Das hab ich ausdrücken wollen...

    LG

    Hallo,

    die Art wie du da reingerutscht bist klingt für mich sehr nach meiner eigenen. (nur war noch massiv THC im Spiel...)

    Suchtberatung ist ein wunderbarer Ort um sich über sich selbst klarzuwerden und in aller Ruhe die weiteren Schritte zu planen, einen Weg aus der Sucht zu entwickeln der zu einem selber paßt. Die in diesem Forum niedergelegten Grundbausteine sind ein hervorragendes Fundament und unverzichtbar. Kennst du sie schon?

    Und "Langsam bergauf" funktioniert mach meiner Erfahrung besser als "steilbergauf" - immer wenn ich zuviel wollte geriet ich ins Schleudern: manchmal durch die Freude daß alles so gut aussah, man hmal dur h Selbstüberforderung -- und auch kleine Schritte ergeben einen langen Weg (aber mit Fundament).

    Gratulation daß du hierher gefunden hast das ist ein guter Beginn!

    LG Frank

    Aber Jonas,

    sich um die Werte zu kümmern und sie zu kultivieren die einem noch bleiben - mit einer Sucht zu brechen - seinen Enkel in die Musik einzuführen - sich Gedanken zu machen und das eigene Handeln danach auszurichten versuchen - einen solchen Thread zu führen...

    ... das ist doch das Gegenteil davon alles hinter sich zu lassen und die Professorenrente an der Cote Azur zu vertrinken? Das ist doch das Gegenteil von Naivität? Es ist doch wertverbundenes Handeln in einer wertvergessenen Zeit (und also ein notweniges Gegengewicht das seinen Wert in sich selbst trägt)?

    Doch, so seh ich das.

    LG Frank

    Hallo Jonas, du schreibst: " Jeder Denkende, der sich der ökonomischen Maschinerie entzieht, um nicht absorbiert zu werden, gerät in die Aporie: denn bleibt er draußen, bleiben seine Reflexionen leer.".

    Nun ist aber doch die Frage, ob diejenigen, die sich dieser Maschinerie eben nicht entziehen (können) und also absorbiert werden, ob diese nicht viel hinreichendere Gründe zur Verzweifelung hätten da sie ja, als Absorbierte die sie sind, als Subjekte ihres eigenen Lebens zu existieren aufgehört haben --

    -- und ob nicht diejenigen, die sich dieses Absorbiert-Werdens entziehen konnten, etwas vorzufinden imstande sind (:eine eigene Identität), das ihnen helfen kann einer Verzweifelung entgegenzuwirken?

    Mir ist dein Ansatz zu pessimistisch, weil er der Manipulationsmaschine der derzeitigen Konsum-, Markt- und Leistungsgesellschaft eine allumfassende Wirkmächtigkeit zubilligt. Das kommt mir ein wenig vor wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod. So dermaßen allumfassend ist der Einfluß dieser Maschinerie non do h auch nicht - selbst wenn er die Stärke hat alle öffentlichen Debatten zu unterlaufen und mitzubestimmen.

    Die Reflexionen einer sich nicht all dem unterwerfenden Minderheit bleiben eben nicht "leer". Sie sind unverzichtbar und finden zumindestens Resonanznischen die ihnen einen Wert und Sinn verleihen: eine dieser Resonanznischen ist, beispielsweise, dieser dein Thread hier, und das spüren Viele nach meinem Eindruck.

    Wenn du, beispielsweise, jemandem wie mir mit ein paar Worten einen verschütteten Zugang zu großer Kunst (Bach) wieder eröffnen kannst dann ist das sehr sehr viel. Auch wenn es die TV-Werbung nicht verändert. Wenn jemand hier mitliest und ihm das hilft nicht mehr zu trinken ist das radikal viel. Und, vor allem, es eröffnet individuelle Fühl- und Handlungsmöglichkeiten für einzelne, individuelle Menschen: und das ist nicht bloß viel - es ist alles was wir hoffen können.

    Sich bloß "Gutfühlen" wär ja blind und dumm in diesen Zeiten --- aber "Verzweifelung"?! nee nee Jonas da solltest du dir mehr wert sein finde ich.

    LG Frank

    Hallo Nys,

    ich schreibe mal - weil du ja gucken wolltest was ich schreibe -, daß es nix zu schreiben gibt... ich und die Frau waren verabredet, sie hat sich allerdings nicht gemeldet und war auch weder auf Festnetz noch auf Handy erreichbar und hat auch auf ne sms nicht reagiert. Also gabs kein Treffen. -- Ich schreib hier nicht immer alles was in meinem Leben so passiert, drum der Zusatz: dies war das dritte Mal daß sie mich treffen wollte (sie mich nicht umgekehrt) und an dem Tag wo wir uns sehen wollten dann abgetaucht ist.

    Das Gute an alldem ist daß es mich emotional kaum noch belastet. Irgendwann wird sie mich wieder anrufen und ein Treffen vorschlagen. Vielleicht dann wieder abtauchen...

    Dahinter steht wahrscheinlich eine große innere Not bei ihr und ich finde das schlimm. Aber ich kann nichts tun. Ich genieße trotzdem meine Zeit, ich beschäftige mich mit Büchern, Musik, den Katzen (die heute abgeholt wurden und "tiefenentspannt" zu Hause angekommen sind) ich laboriere an einer leicht fiebrigen Erkältung und verbring meine Tage ganz gemütlich im Bett und hab mich krankgemeldet, das alles mit der Frau ist unschön aber mir geht es gut...

    Meine Mitte liegt in mir und für ihre bin ich nicht zuständig - so seh ich das mittlerweile. Manchmal kommt mir das etwas brutal vor. Aber vielleicht mußte ich ja dahinkommen, vielleicht war das nötig...

    LG Frank

    Ja und nein, Hartmut.

    Du schreibst: " Sucht kann nunmal nicht nur mit dem Verstand gestoppt werden. " Vollkommen richtig.

    Du schreibst: " Nun ist es ja gut gegangen und es war alles Easy. Also kann ich ja nun die Latte etwas höher stellen ?" -- Nein, auf keinen Fall. Die Latte liegt wo sie liegt. Wenn ich sie reiße reiße ich mein Leben in den Abgrund. Springen lohnt nicht - wozu sollte ich meine Trockenheit riskieren? Für was? Es ist gutgegangen aber das war im Vorfeld nicht klar. Da gebe ich dir recht.

    Bloß, ein "neues Leben aufbauen", das ist eben mit drei Kindern viel leichter gesagt als getan und nicht 100prozentig umzusetzen. Die Verantwortung bleibt. Es geht doch eher darum, in dem Leben das man hat, zu einer gesunden Neuorientierung zu kommen. Das ist das Schwere wenn man - beispielsweise als Vater - so eingebunden ist ins Leben. Da haben es Singles einfacher : sie können es rabiater machen...

    Ob dieser Urlaub nun richtig war oder falsch ist garnicht so mein Thema. Es ist eine zu individuelle Entscheidung... Ich kann jeden (dich) gut verstehen der darin ein unnötiges Risiko sieht. Aber auch Georg dems gutgetan hat und der es sich redlich verdient hat. Und der daraus Kraft schöpft für den weiteren Weg.

    Du hast mit deiner Betonung der Grundbausteine sehr recht. Ich lebe ja auch eher nach deinem "Muster". (Kunststück: meine Kids kommen nur am Wochenende und ich habs wirklich leichter als Georg). Aber Manchem mag das ein zu enges Korsett sein, etwas was so nicht lebbar ist, und dann? Wenn man doch trocken leben will und muß? Dann guckt man daß man es dem eignen Leben anpaßt.

    Und wenn man das tut kommen Warnungen von jemand wie dir: und das finde ich hilfreich und wertvoll so. Denn dieses "Anpassen" kann ja schnell zu weit gehen. Das merkt man selbst vielleicht garnicht. Du bist viel länger trocken als viele hier. Und wenn du warnst ist das immer ein Grund mal innezuhalten.

    Bloß mit ddm "neuen Leben" ist das eben manchmal nicht ganz so einfach...

    Dankbaren Gruß, ich hab jetzt viel nachzudenken und das ist gut so. Frank

    Tja 3 Kinder hab ich ja auch, und wär ich "Single" gings mir besser...

    ich weiß nicht ob man sagen kann Singles haben es leichter trocken zu werden / zu bleiben oder Familienväter. Die einen können notwendige Veränderungen rabiater angehen weil sie weniger Rücksichten nehmen müssen; sie stehen aber auch dann alleine da wenn sie Unterstützung brauchen könnten. Manchmal fehlt jedes stützende soziale Netz weil das alles nur Mittrinker waren...

    Die anderen haben weit mehr Sachzwänge, die nicht immer zu umgehen sind, aber sie haben ein Ziel vor Augen: ihrer Verantwortung gerecht zu werden, und das kann ein starker Halt sein.

    Es kommt ja am Ende immer auf den einzelnen Menschen an. Und was du, Georg, da wuppst, auch wie du das tust, das hat meine uneingeschränkte Hochachtung und meinen Respekt.

    Ich freu mich mal mit daß sich dein Silvesterurlaub als eine Stärkung erwiesen hat die du sicher gut brauchen kannst. Ich glaube, daß du, hätte sich das als ein Risiko für deine Trockenheit herausgestellt, diesen Urlaub abgebrochen hättest. Natürlich geht Risikominimierung über alles, sie ist die Basis. Ich hatte aber nie das Gefühl daß du das vergessen würdest.

    Zumal ja deine Freunde da wissen was mit dir ist. Da ist ja keine Heimlichkeit. Also guck daß du ein gutes Leben lebst -- und bleib vorsichtig: das muß kein Widerspruch sein.

    Hallo Jonas,

    ich glaube aber doch daß die "gesunde Mitte" nicht bloß Ideologie ist, sondern - ebenso wie das Bedürfnis nach Rausch - ein dem Menschen eingegebenes tiefes (archetypisches?!) Ideal darstellt. Im Buddhismus ist es ja gar eine Grundvorstellung (der "mittlere Weg" jenseits von Askese und weltlicher Völlerei). Das findest du in jeder Kultur: das Dionysische, das Welt- und Rauschabgewandte, die manchmal verzweifelten Versuche etwas wie eine goldne Mitte zu finden. Verzweifelt vielleich weil wir als Menschen es müssen... In asiatischen Kulturen wie auch in griechisch fundierten.

    Ich meine mit einer gesunden Mitte keinesfalls eine rauschfrei/abstinenzlerhaft rigide Lösung. Sondern eine Vorstellung in der das Rauschhafte und das Versagende in eine gesunde Mitte gebracht werden kann - eine Ordnung in der beide Pole menschlichen Erlebens ihren Raum finden...

    Kann es dies für Alkoholiker geben? Oder sind wir aus dieser Mitte für immer vertrieben? Das war mein Gedanke -- eine Antwort hab ich aber nicht.

    LG

    Hallo Bernd,

    ich hab zwar keine Ahnung was "überschrieben" wohl heißen mag in deiner Firma...

    Was ich aber weiß ist: daß Du an meiner Trockenheit einen großen Anteil hast. Du und Silberkralle, das waren die beiden Threads in denen ich noch in nasser Zeit viel gelesen hatte noch bevor ich mich hier angemeldet hatte.

    Vor allem die Geschichte mit deiner nassen Exfrau hatte mich sehr berührt. War ja mit meiner Situation sehr verwandt.

    Was das alles mit diesen Leistungsbewertungsgesprächen zu tun hat? Sehr einfach. Du bist unendlich mehr wert als dein Chef da überhaupt zu ermessen vermag. So ist das. Das ist es worauf du bauen kannst. Vergiß das nicht! Es gibt soviel jenseits vom Job...

    Z.B. Aquarien. Deine Frau. Wind und Regen und Sonne... Viel Spaß mit denen und laß dich nicht unterkriegen! Du hast doch schon soviel Schwereres gemeistert...

    LG Frank

    Hi Jonas,

    aber ist nicht einem Rausch immer schon eine "Entgleisung" immanent? Im Sinne eines Herausfallens aus einer gesunden Mitte?

    Was treibt den Menschen aus dieser Mitte heraus? Warum reicht es uns nicht in einer als gesund empfundenen "Wohlfühlzone" alt zu werden? Ich glaube das gilt auch für Gesunde, es ist nicht nur pathologisch sondern dem Menschen eigen - bloß das der Süchtige es wieder und wieder um den Preis der Selbstzerstörung betreibt.

    Aber daß es allen Menschen immanent ist das ist ja für uns die große Gefahr. Denn wir sind ja Menschen und haben als solche auch diese Bedürfnisse - und die führen uns in ein lebensgefährliches Gebiet aber sind doch da.

    LG

    Hi Nys,

    Das ist spannend. Mir kamen folgende Gedanken - sind aber keine Antworten - die hab ich nicht:

    Da wir Menschen Rauschzustände erleben können - eine Fähigkeit die uns gewissermaßen "eingebaut" ist - suchen wir das auch. Es gehört zu unserer menschlichen Grundausstattung auch diese Facetten leben zu wollen. Ist ja erstmal garnicht falsch.

    Für trockene Alkoholiker wie uns ist das allerdings ein Tanz auf der Rasierklinge: denn wir haben das Rauschhafte, das in einem nicht-krankhaften Maß nichts Verkehrtes ist, in einem derartigen Maße ins Krankhafte übersteigert daß unser Suchtgedächtnis bei allem Rauschhaften aus dem Gleis zu springen droht und in eine alte Bahn zu springen droht, die wir selbst gelegt haben und die wir nie wieder wirklich loswerden können. Denn Alkoholiker bleiben wir eben. Wir haben unser Belohnungssystem im Hirn eben derart überstrapaziert daß auch so etwas wie ein gesunder, ungefährlicher Rauschzustand uns in gefährliche Nähe zum bekannten und allseits verfügbaren (Alk-)Rausch bringen kann.

    Außerdem leben wir in einer Konsumgesellschaft die davon lebt, billige "Kicks" zu verkaufen, gleich welcher Art. Da stehen wir nicht drüber sondern sind tief von ihr geprägt, egal wie sehr wir das reflektieren.

    Wie lebt man Rausch auf nicht selbstzerstörerische Weise aus? S**ualität? Kunst/Kultur? Sport? Konsum? Verdrängen? Ab ins Kloster? (wär nicht auch das wieder eine Art Rausch?) Das ist ein hochinteressantes und (über)lebenswichtiges Thema... ich hab keine Antwort, wie gesagt, nur oben genannte Fragen...

    LG Frank

    Hi Jürgen, du schreibst:

    " Ablenkung - z.B. viel Sport - hilft gar nicht, wenn es von Abstinenz
    und Persönlichkeitsbildung ablenkt. Wenn ich 2 x die Woche zur SHG / Kontaktstelle gehe, gehe ich auch gern 3 x zum Sport.SHG ist immer wichtiger als der Sport, als die Arbeit, als dieBeziehung - bei mir."

    Hab ich selten so kompakt und schön ausgedrückt gehört. Danke!

    Hi Axel, wo bist du?! Schreib doch mal wär gut & wichtig... LG Frank

    Hallo Yvonne,

    ich finde es sehr sehr schön daß du die Kraft Zeit und Lust hast dich zu melden. Ich glaube ich hab nie was bei dir geschrieben -- aber ich habe sehr viel bei dir gelesen und das hat mir sehr viel Kraft gegeben die ich wirklich brauchen konnte. Vielen lieben Dank dafür!

    Ich möchte dir für dieses noch recht neue Jahr vor allem Gesundheit wünschen. Es ist sehr sehr schön daß du hier bist. Für dein Bein sind ja vor allem die Ärzte da - aber deinen Kopf, den hast Du allein geheilt, und da bist Du ein Vorbild für mich.

    Einen ganz lieben Gruß aus dsm hohsn Nordsn sendet dir Fank