Beiträge von garcia

    Hallo Walter, herzlich willkommen.

    Wenn du eine Langzeittherapie machst bist du kein "Looser". Du tust gerade alles dafür ein "Winner" zu werden. Dafür meinen herzlichen Glückwunsch!

    Ich wünsche dir eine gute und gewinnbringende Zeit dort. Der Schlüssel dazu - das hab ich in meiner eigenen Therapie gemerkt die von Feb bis Mai lief - ist Offenheit Offenheit und Offenheit.

    Werd mich freuen mehr von Dir zu lesen!

    LG nach Heiligenfeld, Frank

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    heute hatte ich Spätdienst; auf dem Nachhauseweg sind ich und die Frau, mit der ich zweieinhalb Jahre so etwas wie zusammen war, uns über den Weg gelaufen. Ich hatte seit Wochen nichts von ihr gehört und hatte mich in dieser Zeit geistig und emotional dahin bewegt daß ein weiterer Kontakt sinnlos ist - was soll ich auch in meinem Leben mit jemanden anfangen der noch trinkt, nicht mit mir spricht, immer diese Achterbahn...

    Sie sagte mir dann von sich aus daß sie ebenfalls keinen Kontakt mehr möchte. Dieses Hin und Her belastete sie ja auch sehr. Also sagte sie das was auch ich mir überlegt hatte und was wohl auch die einzige Lösung für uns ist. Und so haben wir uns verabschiedet - nur ein paar Sachen die ich noch bei ihr habe muß ich mir noch abholen die Tage.

    Also bin ich im Prinzip eine Riesenbelastung los. Aber trotzdem bin ich sehr, sehr traurig; vor allem darüber daß aus dieser ganzen Zeit nicht einmal so etwas wie ein freundschaftlicher Kontakt übrigbleibt. Es ist beides irgendwie: eine Befreiung aus einer vollkommen destruktiven Geschichte, aber auch ein zwischenmenschlicher Supergau, irgendwie...

    Ich hab wirklich alles was ich konnte dafür getan daß aus alldem irgendetwas letztlich Positives erwächst. Es hat nicht gereicht. So ist das eben. Vielleicht bin ich irgendwann erleichtert. Aber jetzt und hier bin ich einfach nur traurig. Einfach nur das.

    LG Frank

    Danke Samsara - den schönen Abend hab ich gehabt. Ja mit der barocken Kirchenmusik, die auf irgendeine, mir selbst nicht klare Weise meine eigene so ganz andre religiöse Praxis befruchtet...

    So fremd mir diese christliche Sichtweise auch ist und bleiben wird, das gemeinsame Thema scheint mir der Umgang mit dem Leiden zu sein. Das menschliche Grundthema um das sich alles dreht.

    Übermorgen kommen die beiden Katzen von meinem Freund für 2 Wochen. Die werden wieder ne Zeit brauchen bis sie damit klarkommen woanders zu sein und sie werden sich erstmal unwohl fühlen. Aber sie werden nicht "leiden", denn leiden fängt im Kopf an... sie werden eben leben, und nach n paar Tagen werden sie merken daß das hier ganz nett geht.

    Katzen grübeln eben nicht. Das haben sie uns voraus.

    Also werd ich von den beiden lernen und gucken daß sies schön haben hier. Darauf freu ich mich sehr.

    LG Frank

    Hallo deliaaurora,

    überleg doch bitte folgendes: bei allen Problemen die es in deinem Leben gibt - wird IRGENDWAS davon denn besser, händelbarer, leichter dadurch daß du trinkst? Löst dieses Trinken irgendetwas - oder macht es dich nur schwach und unfähig all das was dich belastet anzugehen?

    Die Antworten auf diese Fragen werden einfach sein. Dich im Leben daran zu orientieren wird allerdings schwer sein. Ich kenn das ja allzugut. Ich glaube du solltest dir Hilfe holen.

    Dieses Forum kann eine solche Hilfe sein, aber es reicht nicht aus. Bitte, liebe deliaaurora, bitte geh in die nächstgelegene Suchtberatung und such das direkte Gespräch mit einem wirklichen Menschen. Laß dir einen Platz in einem qualifizierten Entzug vermitteln: dann bist du für 3 Wochen erstmal aus allem Streß raus und auch über diese ganzen Feiertage gut aufgehoben (ich weiß wovon ich rede: meiner war auch über Weihnachten/Silvester letztes Jahr). Das tut sehr sehr gut. Allein scheinst du nicht weiterzukommen im Moment. Das ist so und ist ok so. Also laß für dich sorgen. Das ist wahre Stärke und nix Schwaches.

    Die Sonne wird wieder scheinen. Aber nicht durch diesen Alkoholnebel. Du weißt doch wie gut es sich anfühlen kann, dies Leben, wenn man es nicht vernebelt: hol dir das zurück, mit Hilfe von Außen. Wenn du heute ernstmacht bist du spätestens Donnerstag erstmal in guten Händen, in Sicherheit, und kannst dir ein neues Fundament bauen.

    Ich wünsch dir von Herzen daß du das so machst wie ich es dir vorschlage und daß du Weihnachten sagen kannst: "gut daß ich hier bin - garcia hatte Recht".

    Ich drück dich. LG Frank

    Hallo ihr Lieben,

    ich schreibe ja wenig bei mir selbst - es gibt einfach wenig zu berichten. Eben viel Arbeit und der Rest ist Ausspannen. Ich hab eine neue Liebe, barocke Kirchenmusik (ja das geht auch als Buddhist), die einer Anregung von Jonas (aka. C52OH oder so ähnlich) geschuldet ist, mehr darüber hab ich dort geschrieben... wens interessiert lese dort weiter (lohnt sich eh sehr).

    silberkralle : ja, ich hab mir da ein sehr wertvolles Geschenk gemacht, bloß es auch annehmen zu können das war sehr bitter und schwer und hat lang lang gedauert. Aber jetzt hab ichs ausgewickelt und drinnen war: " komm selber klar du kannst es doch". Manchmal hab ich Sehnsucht. Das ist das Bittre. Aber ja ich kanns. Das ist der Zuckerkern...

    Ich schreib gerad wenig aber ich bin verdammt dankbar daß es euch alle hier gibt. Könnt ihr mir glauben. Denn lesen: das tu ich immer und viel.

    LG Frank

    Hallo Jonas,

    es ist Zeit mich bei dir zu bedanken und es ist Zeit dir eine kleine Rückmeldung zu geben. Worum geht es?

    Du hast mir vor einigen Wochen einen Musiktip gegeben – es ging um ein Stück aus der Matthäuspassion von Bach. Erinnerst du dich? Und aus diesem Tip ist einiges entstanden für mich. Ich hatte mir – ich hatt dir das geschrieben – eine Einführung in diese Passion bestellt. Das ging daneben, aus mir nicht bekannten Gründen wurde das nie bearbeitet oder geliefert. Dann habe ich mir eben die Passion zugelegt (Gardiner war mir zu teuer, es lief auf Rilling raus) und habe mich mit dem von dir empfohlenen Stück beschäftigt: mit großem Gewinn. Mit einem Gewinn den ich vielleicht erst in Jahren wirklich ermessen und ausdrücken kann.

    Die ganze Matthäuspassion hat mich nun aber (als inkompetenten, wenig erfahrenen Klassikhörer) recht ratlos zurückgelassen. Das ist mir (noch) einfach zuviel. Drei Stunden – ich möchte mir bei einem Werk, das als Ganzes komponiert wurde ja nicht immer nur die Rosinen herauspicken ohne das Große und Ganze im Blick zu haben, und diese drei CDs haben mich einfach überfordert.

    Aber dein Tipp „so ist mein Jesus nun gefangen“, das war wunderbar. Ich hatte jetzt sozusagen Blut geleckt. Bloß ist die Matthäuspassion ein für mich zu schwerere Brocken. Also bin ich folgendermaßen vorgegangen:

    Wenn ich mich in diese Art der Musik hineinhören möchte (so dachte und denke ich), dann muß ich klein anfangen. Wie beim Sportmachen: die Matthäuspassion kommt einem Marathomlauf nahe, also kann ich da nur entmutigt herausgehen. Ich habe mir eine CD mit Kantaten von Bach besorgt (diesmal wirklich Gardiner, English Baroque Solists, Monteverdi Choir von 2000). Mit den Kantaten BWV 43, 128, 37 und 11 (in dieser Reihenfolge auf der CD).

    Und nun befasse ich mich eine Woche lang nur mit der ersten Kantate (BWV 43). Dann eine Woche mit der folgenden --- und so weiter. Ich hör sie einmal am Tag, Teile die mich mitreißen höre ich auch öfter, ich befrage meinen Reclams Chormusikführer, ich lese die entsprechenden zugrundeliegenden Bibelstellen, hab eine Bachbiographie aus der Bücherhalle hier – kurz: ich hole mir alles was dem Verständnis dieser Musik dienen könnte und lasse sie immer wieder emotional auf mich wirken.

    Und ich bin begeistert. Ich mag ja ein Dummkopf sein (kann nichtmal Noten lesen), aber ich dringe immer tiefer ein in diese Musik. Der abschließende Choral hat mich zu Tränen gerührtr, diese zwei Minuten waren ein Hörerlebnis wie ich es zuletzt in der Pubertät hatte. Unglaublich. Kopf UND Rückenmark... Ich hab sowas bei Rockmusik so nie erlebt. Die Tiefe (die ich erkennen kann als Laie, auch die schon) scheint bodenlos. Sogar die Rezitative (früher ein Inbegriff dessen was ich musikalisch überhaupt nicht nachvollziehen konnte) stören nicht nur nicht sondern machen das Ganze nachvollziehbar, erklären eine Terra Incognita, verleihen Tiefe und ich kann sie genießen (!). Ich lese immer den Text mit.
    Diese Woche also steht BWV 43 auf meinem Programm, kommende Woche dann BWV 128. Eine Woche, eine Kantate, jeden Tag ne halbe Stunde und ein bißchen Lesen. So sind die ja auch gedacht. Wenn ich als werde sachaff ich sie alle und habe ein Universum entdeckt  Wenn mich auch die Matthäuspassion überfordern mag – schon aufgrund ihrer schieren Masse -, das „So ist mein Jesus nun gefangen“, als Splitter aus dem Gesamtzusammenhang, das hat in mir ein tiefes Interesse geweckt mich dieser ganzen musikalischen Kultur anzunähern. Und da scheint mir eine Beschäftigung mit den Kantaten sinnvoller zu sein als gleich den Mount Everest besteigen zu wollen – zumal ich als Laie ja keine „Sauerstoffmaske“ dabeihab (in Form von Notenkenntnissen und Hörerfahrungen)...

    Und das hab ich Deiner Anregung zu verdanken, Jonas. Schreib bitte nie nie wieder davon du würdest „existieren“. Du lebst. Und davon hast du eine Menge abzugeben. Mir hast du viel geschenkt. Manchmal beneide ich deine Enkelin – aber mit meinen 9 Jahren ists für einiges eben zu spät, ich sag das ohne Bedauern.


    Vielen lieben Dank Jonas, und einen ganz lieben Gruß von Frank

    Hallo Nyana,

    das klingt sehr gut was du schreibst. Ich mache auch die Erfahrung daß Teile des Unbewußten mit zunehmender Trockenheit mehr ins Bewußte geholt werden können und dadurch ihre Bedrohlichkeit nach und nach verlieren - die wirklich schmerzhaften Anteile kann ich besser annehmen und bearbeiten.

    Trotzdem eine kleine Warnung von mir. Du scheibst: " Das bedeutet-gerade für mich-daß ich völlig angstfrei bin und auch meinem "Unterbewusstsein" furchtlos begegne, da es sich sozusagen
    ins Bewusstsein integriert hat".

    Das Unbewußte macht - meiner Meinung nach - einen viel größeren Teil unsres menschlichen Innenlebens aus als der uns bewußte Anteil und läßt sich darum nimmer ganz in unsere Persönlichkeiten integrieren. Da werden immer Überraschungen bleiben, manchmal schöne, gelegentlich unliebsame. Diese Arbeit - sich Unbewußtem stellen zu lernen -, die hört erst im Grab auf... bleib aufmerksam, wachsam ohne Furcht aber skeptisch was deine bewußte Kraft angeht; so bleibst du auf der (soweit es geht) sicheren Seite.

    Soll aber keine Mäkelei sei versteh mich nicht falsch. Du s hreibst du kannst deiner Intuition mehr vertrauen. Das ist ein sicheres Zeichen daß du auf einem sehe guten Weg bist. Bloß hat der kein Ziel: menschliche Wachstumsmöglichkeiten sind unermeßlich, die unbewußten Fallen aber auch ziemlich bodenlos. Dein Weg geht in eine sehr gesunde Richtung scheints :)

    geh Schritt für Schritt wie bei einer Bergwanderung und staune wohin das alles noch führen kann...

    Bei allem Warnen, vor allem gratuliere ich dir.

    LG Frank

    Liebe Uta,

    das tut mir unendlich leid was mit deinem Oscar passiert ist. Es gibt auf das "warum" keine wirkliche Antwort - ich hab mal viele Jahre mit einem Kater zusammengelebt, und seit er starb hatte ich keinen mehr weil der Verlust so weh tat. Und der wurde immerhin alt bei mir. Drum weiß ich daß es jetzt, wo alles so frisch ist auch keinen rechten Trost gibt.

    Wenn du hier weiterschreibst werden wir alle versuchen dich ein bißchen zu stützen , da kannst du sicher sein. Ich hoffe sehr daß du auch darüber hinaus Menschen hast mit denen du deine Trauer teilen kannst.

    Zu sagen, daß es auch wieder bessre Zeiten geben wird, klingt jetzt gerade vielleicht wie ein Hohn. Es stimmt aber - das wirst du merken.

    Ich wünsch dir für die nächste Zeit viel Kraft, und ich hoffe daß wir alle hier von dir lesen. Sich mitteilen hilft, und wenn es nur für den Moment sein mag...

    Einen ganz lieben Gruß von Frank

    Hallo Nyana,

    auch ich gratuliere dir zu einem Jahr Trockenheit, einem Jahr das nicht verloren war, einem Jahr das dich sicherlich unendlich weitergebracht hat, und ich wünsche dir viele weitere solcher Jahre.

    LG Frank

    Hallo sternenhimmel, danke für die Blumen...

    über das Phänomen der Co-Abhängigkeit habe ich schon recht ausgiebig nachgedacht, auch auf mich bezogen; letztlich habe ich es dann aber verneint, was meine ganz persönliche Gefühlslage angeht.

    Was ich gesehen habe ist allerdings, daß da eine emotionale Abhängigkeit bei mir entstanden war was diese Katastrophenbeziehung anging -- daß die Frau nun auch noch Alkoholikerin war/ist (zusätzlich zu all ihren anderen Eigenarten und Problemen), das ist Zufall gewesen.

    Mittlerweile hat sich das alles gottseidank beruhigt, mehr als ein bißchen Bedauern daß es nicht anders laufen konnte ist nicht mehr in mir; aber das hat ja auch, alles in allem, über zwei Jahre gedauert.

    Dafür hab ich mich allerdings auch in sehr tiefen Schichten meiner Persönlichkeit weiterentwickeln können - da wo ich entsprechend tief feststeckte.

    LG! Frank

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    heute vor einem Jahr bin ich in die dreiwöchige Entgiftung gegangen - insofern ist der 12.12. schon ein recht denkwürdiger Tag für mich, auch wenn es noch nicht der "1. Trockengeburtstag" ist. Und das Jahr, das zwischen diesem Tag und heute liegt, war auch ein denkwürdiges, voll von äußeren und - vor allem - inneren Erfahrungen. Da ich heute sogar einmal einen freien Tag hatte gab es Gelegenheit genug diese Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen, auch dadurch daß ich mir die Tagebuchaufzeichnungen aus der Entgiftung noch einmal durchlas... ich führe seitdem fast täglich Tagebuch.

    Und da dies Buch fast voll ist bin ich in die Stadt gefahren und habe mir ein wunderschönes neues Buch für meine Aufzeichnungen gegönnt, als eine kleine Belohnung von mir an mich :) und werd nun gucken ob ich zeitig werd schlafen können, denn morgen wartet ein Frühdienst auf mich. Mit anschließender Dienstbesprechung. Kein Hobby von mir...

    Aber nüchtern geht vieles was früher eine Qual war. Auch eine der Lehren aus diesem Jahr.

    Ich wünsch euch allen einen guten Abend und sag LG, Frank

    Hallo Jonas, du schreibst: " Aber es ist leichter, seine Primäreltern als die mächtigen Sekundäreltern (Peerrgroup- Alphas, "Bands" usw.)
    abzuschütteln."

    Oh ja oh ja, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Es gab aber eine Antriebsfeder die du auch benennst: "... denn sie transportieren vor allem Ideologie, sind Identifikationsplattformen, verhindern
    Individuation!)"

    Schön ausgedrückt. Ich hatte das gewußt Jahre bevor ich mich befreien konnte - der emotionale Halt war noch zu groß den mir das vermeintlich gab... was ich mir heute wiederum auf eher tiefenpsychologische Weise erkläre.

    Ich finde immer wieder erhellend was du schreibst, es bringt mir Klarheit. Danke dafür. (von NLP verstehe ich allerdings gar nichts)

    LG Frank

    Hallo liebe Wegbegleiter (Samsara, das ist ein sehr schöner Ausdruck, den klau ich mir einfach mal :) ),

    Im Moment ist bei mir angesagt: Arbeit Arbeit Arbeit & Arbeit. Die Vorweihnachtszeit ist in meinem Job immer recht intensiv, dazu kommt ein komisch gemachter Dienstplan - immer (selten) mal 1 freier Tag statt zwei...

    Umso wichtiger auf eine gute Balance zu achten und die ruhigen Momente zum Auftanken zu nutzen. Daß ich das im vergangenen Herbst/Winter nur noch mit Alkohol konnte hat mich an den Rand meiner Kraft getrieben. Was vielleicht gut war, denn die Gesamtsituation hat mich in die Suchtberatung, dann in die Entgiftung und dann in die LZT gebracht.

    Heut hab ich viel mehr Kraft: dank meiner Nüchternheit und meinem inzwischen recht entwickeltem Sinn für mich selbst. Ich kann auf mich aufpassen und gut für mich sorgen. Und drum geht das auch für Andre - Behinderte, meine Kinder...

    Und darum gehts mir unterm Strich: gut.

    LG! Frank

    Hallo Lena,

    ich gratuliere Dir auch ganz ganz herzlich zum "1. Geburtstag". Das hast Du Dir hart erarbeitet, sei stolz auf dich!

    Außerdem wünsche ich Dir gute Besserung was Deine Schulter angeht.

    LG Frank

    Hallo zerfeila

    du schreibst daß es bei dir in gesundheitlicher Hinsicht nach einem Meilenstein aussehe.

    Ich kann kaum ausdrücken wie sehr mich das freut. Ich schreibe nicht viel hier bei dir -- ich bin nichtmal ein Jahr trocken und lese und lerne in diesem Bereich eher als daß ich schreibe --, aber ich lese dich immer und daß ich das kann, weil du hier schreibst, das bedeutet mir viel.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen daß deine körperliche Genesung auf einem guten Fundament steht und aus sich heraus weiter wächst: so wie es deine seelisch/geistige Genesund ja schon lang tut, zu deinem Nutzen, aber auch zum Nutzen vieler Menschen die hier lesen.

    Respekt. Einen ganz lieben Gruß von mir! Frank

    Hallo Lena, deliaaurora, Samsara, Prinzessin? und alle Andren!

    Ich bin in den vergangenen Tagen nicht recht zum Schreiben gekommen da ich viel gearbeitet habe (auch jetzt schreibe ich aus dem Dienst), aber gelesen hab ich immer viel im Forum. Mir geht es gut; das Arbeiten macht sogar Spaß, ich merke daß ich viel mehr Kraft habe als früher. Wenn ich dies hier fertig geschrieben habe werde ich für die 24 Bewohner/innen des Hauses hier und die Kollegen kochen :)

    @ deliaaurora: nein, verantwortlich fühle ich mich nicht für den Abstieg der Frau, aber es betrifft mich schon emotional mit – jedenfalls soweit, daß ich mich ab einem gewissen Punkt abgrenzen werde. Und es macht natürlich schon traurig. Aber das ist nicht mein Weg sondern ihrer, und ein weg der nach vorn gehen würde wäre auch etwas das sie selbst beschreiten müßte – da kann ich wenig tun.

    @ Samsara: ich sehe es ebenso. Leider ist es mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion bei ihr nicht weit her, ich sehe keine große Basis für etwas Gemeinsames. Aber das wird die Zeit zeigen. Für mich ist es wichtig, daß ich unter der ganzen Situation nicht mehr sehr leide; das ist ein Zeichen dafür, daß ich meinen Schwerpunkt in mir selbst habe und nicht außerhalb von mir in jemand anderem. Um dahin zu kommen habe ich lange gebraucht.

    Im Mittelpunkt steht bei mir ohnehin eher die berufliche Situation, die Verhandlungen über einen Wechsel an einen Arbeitsplatz ohne Schichtdienst, damit ich mehr zeitliche Stabilität und einen verläßlicheren Rahmen in mein Leben hineinbekomme und einfach mehr Raum bekomme für Dinge die anstehen und mir wichtig sind, vor allem den Besuch einer Zen-Gruppe. Das wird ein längerer Prozeß werden… aber wenn ich irgendwas habe ist das Geduld. Es soll ja auch schließlich keine Notlösung sein sondern irgend etwas Interessantes, was ich dann die mir noch verbleibenden 16,17 Jahre bis zur Rente mache.

    Ich hab öfters mal den Gedanken in letzter Zeit: was ich jetzt gestalte ist das letzte Drittel meines Lebens (meines Arbeitslebens und meiner Existenz als Mensch hier gleichermaßen). Und das sollte ich behutsam und umsichtig tun. Es sollte eine Zeit der Ernte sein. Es ist eine Aufgabe die mir Freude macht wenn ich sie in diesem Licht sehe.

    Allen einen lieben Gruß! Frank

    Hallo ihr alle,

    es sind turbulente Zeiten (nicht nur negativ aber eben turbulent), und das hindert mich gerade etwas daran mich hier im Forum so zu beteiligen wie ich es gern würde. Vielleicht wird morgen mehr daraus, sonst aber Samstag, mein einziger freier Tag in knapp 2 Wochen... aber ich lese intensiv, dafür reichts...

    Samsara : es geht weniger um eine völlige Lösung, eher um eine Umwandlung in Richtung Freundschaft (ich bin nicbt bereit den Wert dieses Menschen infrage zu stellen wegen der Instabilität oder ihrer Auswirkungen auf mich); die Wichtigkeit dieses Menschen bleibt ja bestehen bloß die alte Art, sie zu leben, geht aufgrund ihrer Ängste und eben ihrer Instabilität gar nicht. Alles aufgeben oder eine andre Form finden, das ist die Aufgabe, und dabei endlich mal Schmerzen vermeiden -- es ist anstrengend und kompliziert, aber ich guck etwas am Ende Lohnendes mit ihr daraus zu machen. Die Frage ist halt ob das "mit ihr" geht oder nicht. "Kraftakt" klingt richtig für mich. Manchmal brauchts den halt. Danke dafür daß du das so gut nachfühlen kannst, das ist mir wertvoll.

    Bin beruflich sehr angespannt und hab kaum nen freien Tag. Also muß ich für Ruhe sorgen...

    @Prinzessin, liest du hier? Es gab bei dir ja eine Menge Diskussionen, ich hab im Kopf viel mitgedacht und ich werde etwas dazu schreiben in den nächsten beiden Tagen, aber ich brauch etwas mehr Raum und Zeit. Bald, ok?

    Insgesamt gehts mir ganz gut, aber ich bin rechtschaffen müde - die Intensität ist hoch zur Zeit und ich muß gut für Ruhepole sorgen. Das sind meine Meditationen, morgens und abends, hat was Eisernes gerade aber tut mir sehr gut.

    LG an alle!