Hallo Georg,
du stellst ja selbst die genau richtige Frage: " Ist es nicht eigentlich unsinnig, dass ich mich mit jemandem "vergleiche" (vergleichen ist eigentlich immer unsinnig, ich weiß), der allein lebt und viel Zeit für das Leben mit sich selbst zur Verfügung hat?"
In der Zeit, in der ich noch mit meinen drei Kindern und meiner Ehemaligen zusammenlebte, habe ich all den damit verbundenen Streß kompensiert: mit Trinken.
Als ich dann allein lebte habe ich das Zerbrechen der Familie auch kompensiert: mit Trinken. Da wurd es extrem.
Erst als ich absolut kapituliert hatte, vor einem Jahr, und 10 Monate nicht mehr arbeitete sondern mich mittels Suchtberatung, Entgiftung, LZT, Nachsorge und diesem Forum aus diesem ganzen Sumpf herauszuarbeiten begann, fand ich wieder das bißchen Kraft zu meinen eigentlichen Grundlagen zurückzufinden - das ist vor allem die Meditation, für mich persönlich.
Du aber leistest all das im Rahmen eines stressigen Alltags, ohne zuzulassen daß deine Familie leidet oder gar kaputt geht, du arbeitest, stützt deine Frau, betreust deine Kinder und gehst einen eh schon schweren Weg inmitten des Feuers des Lebens.
Wer sollte sich hier eine Scheibe von wem abschneiden? Ich von dir. Nicht andersrum. Was du da tust hat meine absolute Hochachtung, auch, weil ich das so nie geschafft hätte.
Sei ruhig auch ein bißchen stolz auf dich.
LG Frank