Beiträge von garcia

    Hallo Renate,
    guck doch mal auf dich selbst: dann hast du einen Boden und fällst nicht ins Bodenlose... was hast DU davon zu wissen wie Alkoholiker ticken? Nix. Was hast DU davon deinen eignen Spuren zu folgen? Alles - es ist doch DEIN Leben... nä? Ich wünsch Dir daß Du Dich um Dich kümmern lernst. Dann kommst Du wirklich irgendwohin. LG

    Hi Bernd, schön daß du nen tollen Urlaub hattest. -- Musikalisch liegen wir weit auseinander aber das ist ja das Schöne: daß die Welt so groß und bunt ist. Ich wünsch dir einen geruhsam-glatten Wiedereinstieg in die Arbeitswelt und alles Gute für den virengeplagten PC! LG aus Hamburg Frank

    Moin Marion! Nix "Lama" -- das ist ein Ehrentitel für Leute die sich auf Ebenen bewegen die ich mir nichtmal vorstellen kann... außerdem ist das was ich in meinem bescheidenen (!!) Maße betreibe etwas was auf dem Zenbuddhismus basiert, vom tibetischen Buddhismus weiß ich wenig. Also "Frank" reicht und "Garcia" ist auch ok hm? Zähl von 1-10 (und jeden Tag sein es auch bloß 5 min.); tut nix böses aber gut. Schönen Tag!

    Hallo TT, luscher doch mal in MaryLous Thread rein da hab ich gerad ein bißchen was geschrieben was hier auch gepaßt hätt. Morgen schreib ich dir mehr aber da das länger wird muß ich Handy und Notebook zusammennesteln und dafür bin ich schon zu müde... du bist auf einem richtigen und guten Weg denk ich und manchmal tut der weh: lohnt sich aber. Morgen mehr ok? Gut Nacht und LG

    Wenn du die Gedanken denkst ergeben sie so etwas wie eine Perlenkette. Ein Gedanke führt zum Nächsten führt zum Nächsten und so fort, du verlierst dich darin... es ist ein endloser Strom. Wenn du sie beobachtest (und dich dabei z.B. auf deinen Atem fokussierst) bemerkst du daß du deinen Fokus verloren hast, wenn ein Gedanke hochkommt; läßt den Gedanken los und gehst wieder zum Atem zurück. Du erlebst dann Gedanken als etwas Einzelnes, zwischen dem es Lücken gibt: Momente in denen das Denken schweigt. Diese Lücken dehnen sich nach und nach aus. Wenn du in der Gedankenkette gefangen bist bist du nicht in der Realität - dem Atem. Sondern im Kino... Hilfreich ist die Atemzüge still zu zählen: bei jedem Ausatmen von 1 bis 10 und dann wieder ab 1. Dabei merkst du daß du nicht bis 10 zählen lannst ohne irgendwann zu vergessen wo du warst... *lach* geht mir heut noch so, manchmal, nach 15 Jahren sitzen (mit suffbedingten Unterbrechungen). Daß ich das wiederhab ist mein größter Trockenheitsschatz. Probiers LG

    Hallo Marion, du solltest deine Gedanken nicht zu "fokussieren" versuchen (sie würden sich nur wehren, sie machen eh was sie wollen wie unartige Kinder *grins*), sondern sie einfach wahrnehmen - wie sie entstehen und wieder weggehen. Wie im Kino... nach einiger Zeit verlieren sie die Macht. Weil du siehst daß sie dich nicht ausmachen. Beobachte sie einfach - dann wird das was sie beobachtet immer stärker und deine emotionalen Reaktionen aufs Kopfkino lassen nach. Viel Spaß dabei und gute Nacht!

    Hallo!
    @BlueCloud: keine Sorge ich hätte weder Stolz noch Scham zu ner Tafel zu gehen wenns sonst nicht reicht - warum denn auch?
    Mary Lou: ...und für dich gibts keinen Grund dich zu schämen Geld auszugeben. Dafür ists da wenns da ist.
    @Forum: mein Job fängt wieder mehr und mehr an mir Spaß zu machen. Ich werd Bezugsmitarbeiter für eine neue Bewohnerin die Probleme macht (haut nachts ab und geht ins benachbarte Krankenhaus wo sie die Nachtwachen erschreckt und Kaffee klaut...) *lach* diese Art Herausforderungen mag ich. Die schrägen Sachen... LG

    Es gibt nur den Augenblick TT, alles andre ist nur eine Fiktion deines Geistes und existiert nicht wirklich. Ich weiß es braucht lang um das zu verstehen... aber du bist auf einem guten Weg glaub ich. --- Ich les immer bei dir mit. Und ich drück dir die Daumen wünsch Dir alles Liebe und werd weiter mitlesen. Ja? Ich empfehle dir mal Achtsamkeitsübungen (kannste googlen) daß du mehr im Hier & Jetzt dich verankern kannst. Die Vergangenheit ists nicht wert ein Dämon zu sein - sie ist doch weg hm? Eigentlich ist sie nix als eine Vorstellung und eine dumme noch dazu... echt. Ganz LG!

    Ich glaube daß dieser oft beschworene Unterschied zwischen "köperlich" abhängig und "nur" psychisch abhängig nicht recht funktioniert. Denn das Suchtgedächtnis, also das was uns alle hier immer wieder gelinkt hat, bei JEDEM Rückfall, das ist "nur" (!) psychisch --- und es hat uns immer wieder nur zum Ausgangspunkt geführt. Und der hieß immer SELBSTZERSTÖRUNG. Drum wär mein Tip: Finger weg--- komisch das solcherart Denkspiele inner Langzeittherapie aufkommen von Therapeutenseite... Mein Rat : laß es. Lebe lieber. Hab dieses Irrweg lang genug beschritten... LG

    Hi Linde, das ist'n guter Tip auf den ich allein nicht gekommen wär. Dank Dir! Ich mach mich da mal schlau... irgendwie ist es auch eine Herausforderung mal für einen beschränkten Zeitraum mit dem Allernötigsten auszukommen, sehr lehrreich, ich seh es auch aus der Richtung. Ich werd berichten... Verhungern werd ich schon nicht. Braucht keiner Angst zu haben! -- Heut war ich mal kinderlos trotz Samstag, alle hatten was vor (wg Herbstferien),und ich hab den Schauern gelauscht die an die Scheiben prasselten und den ganzen Tag Dickens gelesen (ein Liebling von mir). Zufriedene Grüße

    Hallo Miezekatze!
    Über Eure Beziehung kann ich nicht viel sagen – aber da ich Alkoholiker bin und jetzt seit etwa einem Dreivierteljahr trocken kann ich vielleicht ein paar Anmerkungen machen über das Trockenwerden, vielleicht kannst Du Dir daraus ein bißchen was rausziehen was Dir bei der Bewertung Deiner Probleme hilft. – Ich hab seit einem Dreivierteljahr nichts getrunken; aber bis ich ein stabiles Vertrauen in meine Trockenheit habe wird es noch eine ganze Weile dauern. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich große Teile meines Lebens umbauen muß um eine stabile und vor allem eine zufriedene Trockenheit aufzubauen und leben zu können. Das dauert eine lange Zeit und ist auch mit Frustrationen verbunden, da ich auch Dinge aufgeben mußte die mir schwergefallen sind loszulassen – z.B. soziale Kontakte die mit Alkohol zu tun hatten, liebgewonnene Gewohnheiten, die mit Trinken verbunden gewesen waren, Sichtweisen auf mich selbst, die auf Lügen (nassem Denken) basierten und so fort. Was mir dabei geholfen hat und hilft ist dieses Forum, am Anfang eine Suchtberatung, dann ein qualifizierter Entzug, eine viermonatige Langzeittherapie (stationär), eine jetzt laufende halbjährige Nachsorge (ambulant) und auch eine neunmonatige Auszeit im Beruf, denn ich mußte mich extrem auf mich konzentrieren.

    Was ich mit all dem deutlich machen möchte ist, wie schwer und kompliziert und weitreichend dieser Weg – jedenfalls für mich – ist. Es ist sicher positiv, daß Dein Freund begonnen hat Sport zu machen. Gerade auch für sein Körpergefühl. Aber die Tatsache, daß er zumindest einmal in seiner Kneipe war um zu trinken läßt mich vermuten, daß er die Tragweite des Entschlusses, wirklich trocken zu leben, noch nicht viel begriffen hat. Auf mich macht es ein wenig den Eindruck, als setze er dies und das in Bewegung um Dich zu halten – aber das reicht nicht, er muß es FÜR SICH SELBST wollen und tun und dieses Handeln beginnt nicht mit Sport, sondern mit einem trockenen Leben, in dem er alles was mit Alkohol zu tun hat aus seinem Leben entfernt. Alles andere gleicht dem Versuch, ein Haus zu bauen und mit dem 1. Stock anzufangen ohne ein Fundament und ein Erdgeschoß zu haben. Da fällt einem natürlich immer der Schutt ins Gesicht und man erbaut am Ende garnichts.

    Wie Du mit der Beziehung umgehen solltest kann ich wie gesagt nicht sagen – da bist Du im Cobereich sicher besser aufgehoben. Aber eine Anmerkung am Rande: ob es ein Zusammenleben ist oder ein Beieinandersein auf räumlicher Distanz, das hängt nicht von ihm ab sondern von Dir; da würde ich mich nicht uner Druck setzen lassen. „Ganz oder gar nicht“ – das gilt fürs Trockenwerden. Nicht für Beziehungen.

    Ich hoff Dir hilft das etwas. Tu was für Dich selbst, das solltest Du Dir wert sein! LG Frank

    Hallo Forum!

    silberkralle : es gelingt ja nicht immer... aber doch immer öfter und wenn mal nicht find ich die Mitte eigentlich immer bald wieder...

    Am Donnerstag hatte ich auf der Arbeit meine erste Dienstbesprechung – etwas, was ich früher immer gehaßt habe und dem ich immer mit einem flauen Gefühl im Bauch entgegengesehen hatte. Jetzt hat es sich viel positiver als früher angefühlt und fast schon Spaß gemacht, außerdem war es für mich eine gute Gelegenheit einen besseren Überblick über all die 1000 Dinge zu gewinnen die sich auf meiner Arbeit im Moment so tun. Da habe ich gemerkt, daß es mir mittlerweile doch fundamental besser geht als vor einem Dreivierteljahr noch – was ja nicht heißen soll daß das Leben nun auf einmal unproblematisch wäre (dafür ist es ja nun einmal ein „Leben“, also stetig in Veränderungen begriffen, also immer wieder mal auch problematisch...). Von meiner Ex, die im Nachbarhaus arbeitet und die mich in den vergangenen Monaten viel mehr beschäftigt hat als die Sache es im Grunde wert ist hab ich bislang nix gesehen, aber das Thema nimmt innerlich an Wichtigkeit mehr und mehr ab, was mich sehr erleichtert. Selbst ich werde scheinbar doch auch mal erwachsen...

    Entsprechend gut gings mir dann gestern an meinem freien Tag, den ich bei Regenwetter faul mit Lesen und Kochen und einem langen Spaziergang verbrachte.

    Das nächste Problem steht allerdings auch an; der Übergang von Krankengeld zu normalem Gehalt wird mit sich bringen, daß der November finanziell unglaublich eng werden wird (und ich hab da auch noch Urlaub), im Moment hab ich noch keine Ahnung wie ich in der Zeit überhaupt nur Essen auf den Tisch bringen soll... naja, das sind halt so Altlasten aus der Trinkzeit, ohne die mein Konto nicht aussehen würde wie eine hoffnungslose Ruine. Ich werde auch das irgendwie wuppen und ab Dezember erholt sich das dann alles ein bißchen. Und extrem sparsam leben das kann ich mittlerweile ganz gut.

    Regnerische aber liebe Grüße aus Hamburg, Frank

    Guten Morgen Lena!
    Das ist aber schön daß Du Dich mal wieder meldest. Und dann noch so gut gelaunt und stabil wie es scheint... prima! Was mich besonders freut ist daß Du zu Deinem Ex wieder ein spannungsfreies Verhältnis zu haben scheinst – gerade das spricht dafür daß sich bei Dir viel getan hat und daß Du mit Deiner positiven, beharrlichen und gründlichen Art an Dir zu arbeiten ein tolles Fundament für Dich geschaffen hast. Dazu gratuliere ich Dir ganz herzlich. Und ich freue mich sehr darüber.

    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende!
    LG Frank

    Hallo Forum,
    heute abend bin ich müde - auf eine wohlige Art aber doch ungewöhnlich stark. Das Wieder-Arbeiten hat etwas Befriedigendes, strengt mich aber auch sehr an: die Fülle der Informationen die auf mich einstürzt, die Eingewöhnung in nicht immer nur angenehme Dinge; ich merk doch daß ich monatelang in einer Art "Schonraum" gelebt habe aus dem ich jetzt Stück für Stück herauswachse. Heut abend war noch Gruppe, auch sehr intensiv, aber davon profitiere ich sehr. Also paß ich gut auf mich auf und gehe früh schlafen.

    Hinter all dem steht eine tiefe Zufriedenheit darüber, daß ich mittlerweile eine emotionale und auch körperliche Stabilität habe die ich mir vor einem Jahr nicht einmal hätte vorstellen können. Nichts Extremes - so ein In der Mitte schwingen, aber diese Mitte, die hatte ich ja lange verloren.
    LG!

    Hallo Forum,
    die ersten drei Tage Wiedereingliederung sind gelaufen. Anfangs war´s noch ganz schön ungewohnt, aber ich merke daß ich nach und nach wieder Vertrauen in meine Fähigkeiten und in meine Belastbarkeit zurückgewinne; heute hat es eigentlich richtig Spaß gemacht zu arbeiten. Und immer nur nix tun, das ist es ja auch nicht... allerdings bin ich schon froh, daß ich über das Wiedereingliederungsmodell sehr langsam wieder anfangen kann. So viele neue Informationen, das kann ganz schön müde machen und mental erschöpfen. Ich guck also daß ich gut auf meinen Kräftehaushalt aufpasse.

    Arbeit läßt sich also ganz gut an. Trotzdem habe ich auch das freie Wochenende genossen, Samstag mit meinem Jüngsten, und am Sonntag hatte mein Mittlerer Geburtstag, und das haben wir beide mit einem Kinobesuch plus Pizzaessen gefeiert.

    Körperlich gehts mir so einigermaßen – mal leichtere Beschwerden im Rücken, mal nicht; aber Bewegung tut mir allgemein gut, so daß Arbeiten eher förderlich scheint als daß es da irgendwas verschlimmern würde.

    @deliaaurora: genauer hinschauen ist eigentlich genau das was ich nicht will; es geht überhaupt nicht darum wieder irgendetwas aufleben zu lassen mit meiner Exfreundin. Das geht nicht: sie ist nicht trocken (mal von all den andren Problemen die da waren ganz abgesehen). Es geht mir um möglichst viel Abstand solange ich da eben noch arbeite (ein Wechsel, auch räumlich, ist ja angedacht kann sich aber noch hinziehen). Das Dumme ist eben daß nun doch ein bißchen was von den alten Gefühlen wieder hochgekommen ist. War mir nicht so recht – aber ich will und darf denen eben nicht nachgeben, sondern muß auf mich selbst achten. Das ist eh das was ich immer weiter werde lernen müssen: auf mich selbst achten...

    Im erweiterten Bereich werde ich mich Anfang kommender Woche anmelden, die Rechnung hab ich, aber erst muß das Krankengeld kommen--- aber ich freu mich schon drauf.

    LG an alle, Frank

    Hallo Forum,
    die ersten drei Tage Wiedereingliederung sind gelaufen. Anfangs war´s noch ganz schön ungewohnt, aber ich merke daß ich nach und nach wieder Vertrauen in meine Fähigkeiten und in meine Belastbarkeit zurückgewinne; heute hat es eigentlich richtig Spaß gemacht zu arbeiten. Und immer nur nix tun, das ist es ja auch nicht... allerdings bin ich schon froh, daß ich über das Wiedereingliederungsmodell sehr langsam wieder anfangen kann. So viele neue Informationen, das kann ganz schön müde machen und mental erschöpfen. Ich guck also daß ich gut auf meinen Kräftehaushalt aufpasse.

    Arbeit läßt sich also ganz gut an. Trotzdem habe ich auch das freie Wochenende genossen, Samstag mit meinem Jüngsten, und am Sonntag hatte mein Mittlerer Geburtstag, und das haben wir beide mit einem Kinobesuch plus Pizzaessen gefeiert.

    Körperlich gehts mir so einigermaßen – mal leichtere Beschwerden im Rücken, mal nicht; aber Bewegung tut mir allgemein gut, so daß Arbeiten eher förderlich scheint als daß es da irgendwas verschlimmern würde.

    @deliaaurora: genauer hinschauen ist eigentlich genau das was ich nicht will; es geht überhaupt nicht darum wieder irgendetwas aufleben zu lassen mit meiner Exfreundin. Das geht nicht: sie ist nicht trocken (mal von all den andren Problemen die da waren ganz abgesehen). Es geht mir um möglichst viel Abstand solange ich da eben noch arbeite (ein Wechsel, auch räumlich, ist ja angedacht kann sich aber noch hinziehen). Das Dumme ist eben daß nun doch ein bißchen was von den alten Gefühlen wieder hochgekommen ist. War mir nicht so recht – aber ich will und darf denen eben nicht nachgeben, sondern muß auf mich selbst achten. Das ist eh das was ich immer weiter werde lernen müssen: auf mich selbst achten...

    Im erweiterten Bereich werde ich mich Anfang kommender Woche anmelden, die Rechnung hab ich, aber erst muß das Krankengeld kommen--- aber ich freu mich schon drauf.

    LG an alle, Frank