Beiträge von garcia

    Hallo Barthel,

    den "Einzelkämpfer" würd ich nochmal überdenken... egal wie gut man ist und egal wie stark, irgendwann ist die Kraft eben mal alle. Und "kämpfen" ist eh keine gute Idee, wie lange kann und will man das denn? Das Leben sollte ja kein Krieg sein...

    Schön das du deine Situation da trocken bewältigst hast. Nun noch sowas im Vorfeld vermeiden, dann hast weniger Krisenhaftest und mehr Raum für Schönes, oder?

    Herzlichen Gruß

    Liebe Lena,

    Geht's dir żu gut um häufiger zu schreiben? Oder zu schlecht? Ich hoffe ersteres... aber wie immer, ich vermisse dich sehr hier -- und ich glaube nicht daß ich damit allein bin.

    Laß doch mal was von dir hören ;) viele Leute warten drauf und ich auch

    Liebe liebe Grüße Frank

    Zitat Karsten:

    "
    Wo es mindestens zwei Meinungen gibt, die fest verankert sind, wird sich kaum ein Konsens finden lassen, außer man akzeptiert einfach die Meinung des anderen und lässt es damit dann aber auch gut sein."

    Find ich einen sehr schönen Satz.
    Könnt man ja mal so stehen lassen und drüber nachdenken und einsinken lassen, oder? Das würde ja sehr sehr bereichern über den eignen Horizont hinaus...

    Danke dafür, Karsten.

    Katha wieder da :)
    Schreiben öfter und ich mach wider n Thread auf... erstmal nur für dich versprochen :)

    Aber hier Hesse

    Lieber Hesse,du mußt erstmal raus da und was dann an Gedanken so kommt das kannst du dann ja in Ruhe angucken. ... manches schlägt Wurzeln und wird dringlich und manches schwimmt wieder erstmal weit weg. Und manches macht Wurzeln und schwimmt doch wieder weg. Und manches sieht nach Wegbleiben aus und läßt dich nimmer los und bleibt. ...

    Das alles auseinanerhalten braucht einen nüchternen Kopf. Den du noch nicht hast. Aber nach und nach entsteht der. Wirst du sehen.

    Geh die Entzugssache an behalte im Kopf, daß das ein erster Schritt ist - nicht mehr aber weniger auch nicht. Die weiteren Schritte gehn dann eben weiter.

    Die Richtung aber finde ich erst mal gut
    Nun nur noch die gehen... wann geht's denn los bei dir? Hast nen Termin?

    LG

    @Sunshine 33,

    Ich habe mich über dein letztes, relativierendes und gemäßigtes Posting gefreut, weil ich diese Stutenbeißerei (tut mir leid aber das wars) gegen Alles was nach Therapie klingt zunehmend ärgerlich fand.
    Niemals hat hier irgendwer gesagt, daß Trockene die diesen (übrigens überaus schweren und manchmal schmerzhaften) Weg nicht gebraucht haben, Trockene 2. Klasse seien. Jeder gelingende Weg aus eher Sucht heraus verdient höchsten Respekt, egal mit welchen Mitteln er erreicht wurde. Du hast ja selbst hier und da betont, daß du betreffs Therapie weder Erfahrung hast noch Ahnung davon. Dann hast du das nicht gebraucht - das freut mich für dich. Andere brauchen es aber weil unterhalb der Sucht noch andere Probleme lauern, die eben nicht durch Selbsthilfe allein regulierbar sind. Sei froh und dankbar daß du es da besser hast. Und laß diese Sticheleien...wem soll das denn nutzen? Und, nebenbei - eine Therapeutin, die eine Zeit braucht bis sie ihren Klienten zu entscheidenden Schritten bewegen kann, ist deswegen keine "Therapeutentussi" - einverstanden?

    Im übrigen ist eine SHG, die Therapie als solche schlechtmacht, eine schlechte SHG - ob online oder real. Denn sie verbaut Wege. Das auch an andere.

    @Hesse:
    Ich glaube daß diese Gedankenkreisel erst in einem geschützten Rahmen zur Ruhe kommen können. Ich freue mich daß du das jetzt angeht und wünsche dir Glück. Danach wird es auch noch ein langer (lohnender!) Weg sein, aber jeder Weg beginnt ja mit dem ersten Schritt. Daß du den nun tust, Respekt, finde ich gut.

    "Selbsthilfe"...

    Mir sind beide Anteile gleich wichtig. Nur:

    "Selbst": Ich bin es der etwas bewegen muß. Das kann mir niemand abnehmen. Es ist mein Leben das ich in die Grütze gefahren habe. Ich bin der der jahrelang in die falsche Richtung gelaufen bin. Also bin ich auch der der zurücklaufen muß, Das kann mir keiner abnehmen.

    "Hilfe": ...aber allein und nur nach einem eigenen Plan funktioniert es nicht. Ich hab ja mein Hirn jahrzehntelang mit Alk überschwemmt. Wer dieses "Ich" eigentlich sein soll / könnte weiß ich ja selbst am wenigsten. ...

    Es ist also beides. Mich an andren orientieren um meinen Weg zu finden. Und diesen Weg dann aber auch gehen.

    Das fällt mir dazu ein.

    Am Anfang ist das keine individuelle Sache. Je weiter ich komme desto individueller wird es. Wenn ich von Beginn an einen individuellen Weg zu gehen versuche werde ich scheitern weil ich kein Fundament hab.

    Dies ist meine Erfahrung.

    Hallo Hesse79,

    Du schreibst: "ich hatte mich so drauf gefreut, mal rauszukommen von zuhause (ja momentan angespannte Situation hier), in gesichertem Umfeld zu sein, da dort kein Alk angeboten wird. "

    Sowohl in einem stationären Entzug als auch in einer stationären LZT wäre ja eben das gegeben wonach du dich da sehnst. Und was den Chef angeht - er erfährt weder eine Diagnose noch in welche Art Klinik du dich begibst... Daß hinsichtlich deiner Erkrankung irgendwann einmal Offenheit hilfreicher sein wird als Tarnen steht erstmal auf einem andren Blatt.

    Und wenn deine Frau dich zu einem stationären Aufenthalt selbst auffordert heißt daß ja auch, daß du diesen "Kokon" um sie (der ja auf Dauer eh nichts löst) ruhig einmal loslassen kannst...

    Wenn du auf der einen Seite bedenkt, daß es bei der Alkoholkrankheit buchstäblich ums Überleben geht - und auf der anderen Seite erkennst wie desolat und destruktiv die gesamte Situation ist in der du lebst -, dann kann es doch eigentlich bloß eine Antwort geben: Erstmal raus da, Luft schöpfen, Ruhe finden und dich selbst in den Mittelpunkt deines Handelns stellen.

    Ich wünsch dir dabei von Herzen Kraft, Mut und Glück. Nimm es in die Hand!

    LG Frank

    Hallo Ajnat,

    Ich lese hier schon ne Zeit mit und deine gesamte Herangehensweise gefällt mir gut... Daumen hoch...

    Diese innere Unruhe ist ja kein Wunder. Bedenke... Du hast dein Hirn viele Jahre mit einem Zellgift das sediert überschwemmt. Es ist logisch daß es seine Zeit braucht bis die ganze Chemie da oben wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zurückfindet. Das kann schon ein paar Monate dauern. In dieser Zeit gibt es nur zwei Dinge die du tun kannst, um es einfacher zu machen :

    1, vertrau auf deinen Körper, er pendelt sich wieder ein, ja, das tut er - wir haben erstaunliche Selbstheilungskräfte. Nur braucht es Zeit.
    2, sieh zu daß es dir gutgeht. Klingt banal. Ist es aber nicht, denn das hast du in Saufzeiten nicht gemacht. Ebensowenig wie ich oder irgendwer hier... Aber da bist ja bei wenn ihr dich recht verstehe!

    Viel Kraft und LG, Frank

    Moin Lena,

    Das klingt alles für mich sehr sehr nachvollziehbar, das Berufliche.... Du weißt ja, ich bin auch lange ausgestiegen aus diesem Hamsterrad (im Mai fang ich wohl wieder an, aber ich sehe es als Test und guck mal wohin mich das führt); in dieser unsrer Gesellschaft dreht sich ja viel zuviel um den sogenannten "Erfolg" und worin der dann bestehen soll wird Viel zu sehr über diese Karrieresachen definiert. Das darf man dann nicht selbst bestimmen. So verwandelt man Menschen in ineinandergreifende Zahnräder. Daß du dich diesem Spiel in der dir eigenen sanft-störrischen :) Weise mal so nonchalant entziehst freut mich sehr, weil es von einer großen inneren Stärke zeugt. Respekt!

    Noch mehr freut mich dein Glück mit deinem Partner. Sowas ist ein seltenes Geschenk. Du hast es mehr als verdient.

    Und am meisten würde mich freuen dich ein klitzekleines bißchen regelmäßiger hier lesen zu dürfen :)


    Alles Glück der Erde dir, Frank

    Bezüglich Sucht/Rückfallgefahr halte ich die Aussagen des Heilpraktikers für unsinnig. Aus ernährungsmedizinischer Sicht stimmt es sicher, daß es nicht verkehrt ist, schwer verdauliche Sachen mit komplexen Kohlehydraten nicht mehr spätabends zu essen, das belastet den Körper der sich ja erholen soll statt zu verdauen. Und aus seelischer Sicht halte ich es für eine ganz gute Idee das Leben zu genießen und nicht wie das Kaninchen vor der Schlange vor nicht existenten Alkoholgefahren zu zittern - im Rahmen der Risikominimierung, aber da gehören Obst und Salat nicht dazu...

    Also während ich Hürden zu nehmen habe bin ich niemals gelassen... aber im Nachhinein schon, da kann sich das einstellen und ich hab die Gelegenheit zu sehen wie weit ich gekommen bin - die Anspannung schwindet schneller wieder und ohne Alkohol.

    Schön, Samsara, dich hier wieder zu lesen. Wird da was Regelmäßiges draus? Ja? Versprochen? Das würde mich freuen ...

    @Correns: du bist auf der richtigen Spur... suchen und suchen ist ja nicht finden, und mit der Gelassenheit ist es wie mit dem Glück, das sind Momente, das ist kein Zustand. Momente von denen man zehren kann. Ich schätze mal die hast du als Läufer mehr als ich sie hab - du hast doch schon was du da suchst ♡

    LG Frank

    Na Lena, "in den nächsten Tagen" ist ja nun schon wieder nen Monat her... sooo beschäftigt? Oder geht's dir so gut daß es egal ist?

    Ich würde mich jedenfalls freuen mal wieder was von dir zu lesen... und damit bin ich hier sicher nicht allein. .. drum zieh ich deinen Trend einfach mal hoch.

    Alles Liebe aus Hamburg, vor allem was die Liebe angeht

    Hallo,

    mit dem Wunderlichwerden hab ich massig Erfahrungen :D aber das ist ja irgendwie auch ganz lustig...

    Du könntest dich mal ein wenig nach MBSR-Training umschauen. Die Abkürzung steht für „Mindfulness Based Stress Reduction“, zu Deutsch: Stressreduktion durch Achtsamkeit. Es kann helfen, störende Gedankenmuster nach und nach durch einen Blick auf das, was wirklich IST, zu ersetzen. MBSR ist übrigens nicht an irgendwelche weltanschaulichen oder religiösen Weltbilder gebunden (es ist keine buddhistische Praxis), der Erfinder war Psychologe. Du findest im Netz bestimmt eine Menge Infos drüber.

    Aber immer ein bißchen wunderlich bleiben, das ist das Vorrecht des Alters :D

    LG

    Der Plan klingt gut, aber du wirst Hilfe von außen brauchen. Hol sie dir -- je gründlicher und schneller desto besser

    Als ich in deinem Stadium war bin ich in eine Entzugsklinik gegangen. Das war heftig und ich traurig weil es eine Kapitulation war. Aber ich hab mich sehr schnell sehr erleichtert gefühlt und aus der Rückschau wars meine Rettung, wirklich...

    Nix gegen einen trockenen Freitag... Aber dann hast du einen Samstag vor der Nase und einen Sonntag und eine weitere Woche und und und...

    Ich hab das nicht gekonnt. Absolut nicht. Gar nicht. Nimmer. Und heute leb ich wieder.

    Nimm dir raus was du brauchen kannst und viel Glück auf dein Weg

    Alles Liebe in deinem Schmerz

    Ich kenn das aber s tröstet auch nicht

    Das tut mir so furchtbar leid... Ich wünsch dir ganz viel Kraft

    Und mit der Zeit, mit der Zeit, glaub mir, da kommt die auch wieder... Habs erlebt

    Liebste Grüße zu dir!

    Hallo Haussperling,

    Ich finde es vollkommen legitim nicht jedem alles zu sagen, wenn ich es auch bei sehr nahen Menschen notwendig finde zu dieser Krankheit zu stehen. Wen das wirklich angeht sollte man selbst entscheiden.

    Sind Sachen wie Antibiotika-Erklärungen wirklich notwendig, muß man überhaupt erklären warum man nicht trinkt? Ich mein... Ich frag doch trinkende Leute auch nicht warum sie trinken? Reicht's nicht einfach zu sagen "danke, ich möchte was ohne Alkohol"? -- kann man ja wenigstens mal überlegen; Ausreden können für den Moment sicher entlasten (hab ich auch gemacht hier und da), aber so ganz wohlgefühlt hab ich mich damit auch nicht. Heute lehn ich in derartigen Situationen einfach Bier ab und frag nach ner Cola. Bin an sich selten oder nie gefragt worden warum. Und mir wars wohler. Es trinken ja mehr Leute keinen Alkohol als man denkt.

    Aber wenn solche Ausreden erstmal besser funktionieren für dich dann mach das so.

    LG

    Hallo,

    ja, manchmal fallen mir Sachen auf, die Andren in meinem Umkreis die nicht abhängig waren nicht so auffallen. Wie jemand über das Thema Alkohol spricht, bspw, oder auch das Thema vermeidet. Das ist bei nassen Alkoholikern einfach nie entspannt. Oder beim Einkaufen, diese typischen Lebensmittelbeikäufe aus Tarnungsgründen damit nicht nur Flaschen auf dem Band sind. Das sehe ich weil ich es von mir selbst kenne.

    LG