Hallo Hesse79,
Du schreibst: "ich hatte mich so drauf gefreut, mal rauszukommen von zuhause (ja momentan angespannte Situation hier), in gesichertem Umfeld zu sein, da dort kein Alk angeboten wird. "
Sowohl in einem stationären Entzug als auch in einer stationären LZT wäre ja eben das gegeben wonach du dich da sehnst. Und was den Chef angeht - er erfährt weder eine Diagnose noch in welche Art Klinik du dich begibst... Daß hinsichtlich deiner Erkrankung irgendwann einmal Offenheit hilfreicher sein wird als Tarnen steht erstmal auf einem andren Blatt.
Und wenn deine Frau dich zu einem stationären Aufenthalt selbst auffordert heißt daß ja auch, daß du diesen "Kokon" um sie (der ja auf Dauer eh nichts löst) ruhig einmal loslassen kannst...
Wenn du auf der einen Seite bedenkt, daß es bei der Alkoholkrankheit buchstäblich ums Überleben geht - und auf der anderen Seite erkennst wie desolat und destruktiv die gesamte Situation ist in der du lebst -, dann kann es doch eigentlich bloß eine Antwort geben: Erstmal raus da, Luft schöpfen, Ruhe finden und dich selbst in den Mittelpunkt deines Handelns stellen.
Ich wünsch dir dabei von Herzen Kraft, Mut und Glück. Nimm es in die Hand!
LG Frank