Beiträge von garcia

    Liebe BC,
    ich finde das sehr sehr schade. Aber Deine Gefühle und Deine Entscheidung auf Grundlage dieser Gefühle sind zu respektieren.
    Da bleibt mir nur: danke zu sagen für die vielen Anregungen, die ich aus Deinen Beiträgen hab ziehen können, und für Deine Offenheit. Und: Dir alles Gute zu wünschen - mit einer kleinen Hoffnung irgendwann einmal wieder etwas von Dir zu lesen.
    LG Frank

    Hi, wenn das so ist daß du um Risikominimierung einen Bogen machst ohne daß du dir im Klaren darüber bist warum, würd ich mir gerade darüber gründlich Gedanken machen: irgendeine versteckte Motivation fürs Bogen-machen wird es ja geben; vielleicht lernst du Wichtiges beim Nachforschen über dich selbst? -- Ich glaube auch daß die Leben der Menschen individuell sind; aber die Suchtmechanismen die ich von mir und Andren (Mitpatienten inner LZT, SHG) kennengelernt habe, die waren sich eigentlich erschreckend ähnlich. Und auch die gelungenen Wege aus der Sucht von denen die es lange geschafft haben (ich gehör noch lang nicht dazu) hatten eines gemeinsam: eben Risikominimierung... hab ich mich auch früher gegen gewehrt mit den üblichen Folgen... LG

    Hallo Erik,
    bei mir persönlich war es so daß ich Dope und Alk 30 Jahre lang parallel konsumiert habe (früher stand Dope im Vordergrund, die letzten 6,7 Jahre Alkohol). Das heißt ich habe beide Substanzen quasi so verschmolzen daß eines das Andre nach sich ziehen würde; darum gilt für mich der Grundsatz der Risikominimierung (daß ich mir eine substanzfreie Umgebung schaffe) für beides. Würde ich einen Joint rauchen wär es eine Frage der Zeit bis ich auch einen Alkoholrückfall bauen würde... und der wäre vielleicht mein Ende. Darum beschäftige ich mich nicht mit Szenarien sondern meide sie. Außerdem will ich die Klarheit, die ich jetzt habe, genießen. Auch wenn sich das hin und wieder (immer seltener) wie ein "Loch" anfühlt - in der Realität ist es ja das Gegenteil, nämlich eine Fülle. So seh ichs zumindest.

    Hi Marion,
    Ist nicht nur Demut. Ich hab auch dieses herrliche Gefühl zu schätzen gelernt einfach MÜDE zu sein... das kannte ich ja eigentlich gar nicht mehr. Ich ging ja nur noch betrunken zu Bett bzw wars ab dem frühen Abend. Nun dieses Gefühl der wohligen Schwere und Mattigkeit, noch ne halbe Stunde mit nem Buch hinkuscheln und dann sanft entschlummern... dafür nehm ich gern in Kauf daß ich gelegentlich den Moment verpasse und nicht einschlafen kann. Hauptsache nüchtern. Und das nüchterne Aufwachen, auch herrlich... schönen Sonntag

    Du schreibst du müßtest die Vergangenheit und die Zukunft ruhen lassen... die Vergangenheit, ja. Aber wer weiß was dir die Zukunft bringen wird? Die kannst du dir doch gestalten. Gerade nüchtern. Wünsch ein schönes Fest

    Ich flieg ab einer gewissen Textlänge auch immer ausm Internet. Hängt vielleicht vom Modell ab und kann nervig sein... aber schärft auch die Konzentration, hat ein bissel was von Haiku-Schreiben (grins). Ich find das gut mit dem Hund das hat mich gefreut

    Danke für all die Tips bzg. Schlafenkönnen. Ihr seid Toll!
    silberkralle : nee es geht nicht drum gebraucht zu werden (ein altes Helfersyndromthema für mich), es geht eher dadrum meine Tage gut strukturieren zu können - was ne gute Balance zwischen An- und Entspannung angeht. NUR Entspannung ist ja auch schwierig. Fühlt sich erstmal gut an aber bringt nicht weiter. Du wirst das kennen als Exarbeitsloser. Bloß jagt mir die Aussicht wieder Leistung bringen zu... "dürfen" (schön gesagt von dir!) auch etwas Angst ein weil ichs einfach net mehr gewöhnt bin. Aber ich werds langsam/vernünftig/"gut" angehn - und rauszufinden versuchen was "gut" denn für mich genau bedeutet. LG an alle hier

    Hallo Lto, das "Lernen wiw Leben funktioniert" hat mich sehr beeindruckt. Ist ja eine Aufgabe die nie endet und daher auch Angst machen kann (so gehts mir zumindest), aber das bringt es auf den Punkt: zufrieden trocken sein zu können heißt (wieder) zu lernen wie Leben funktioniert... meine Kinder können das automatisch. Ich habs vergessen. Versoffen. Das hast du super ausgedrückt. Danke! Nachdenkliche LG, Frank

    Hi Marion, in meiner LZT drehten sich die meisten der wöchentlichen Einzelgespräche um die kaputtgegangene Beziehung, die total destruktiv war aber unter deren Ende ich trotzdem litt und litt. Diese Gespräche haben mir sehr gutgetan (für "Therapie" hatten wir nicht genug Zeit und das musses ja auch garnicht immer sein). Wenn Deine Trauer nicht aushaltbar ist such Dir jemand zum Reden: ruhig auch professionell. Mal 2,3 Stunden alles abladen und neue Ideen kriegen. Das entlastet. Du hast was besseres verdient als immer nur Trauer hm? War "er" das denn wert? Was bist DU wert? Dein Leben? Trocken? Mit deinen Kids? Doch sicher mehr oder? Hoff dies war nicht zu "nah" aber ich kenn diese Gefühle halt allzu gut... LG

    Hallo BC,
    ich würd mich sehr freuen wenn du weiterschreiben würds da ich deine Beiträge für mich immer als sehr wertvoll empfunden habe. Du hast dich einmal in meinem Thread geäußert. Das war nicht bequem (soweit war ich damals noch nicht) aber es war sehr sehr eindringlich für mich. Im Nachhinein weißt?! -- Nun les ich dich immer gern. Auch wenn ich nicht schreib.Und vermiß Neues von Dir. Ist ja Dein Ding aber wenn was käme... freute es mich sehr. Hoff dir gehts gut. "Grüßle" hm? Frank

    Heut war ein schwieriger Tag. Ich häng irgendwie zwischen den Extremen... bin ja schon lang krankgeschrieben und führe so eine Art "Dauerurlaubsleben", (noch aber nicht mehr lang), was sich irgndwie nett anfühlt aber ich merke doch daß mir das nicht reicht auf Dauer und ich wieder in den Berufsalltag zurückwill. Was mir aber andrerseits auch wieder Angst macht. Wie mans macht isses verkehrt -- oder auch wie mans macht isses richtig?! Verwirrrt aber ganz gut beieinander, Frank

    Bleib mal da Poster. Wär schade um deine Prosa... was nicht heißt daß die Lyrik mir nicht fehlte. Ich muß ja nicht alles verstehen Hauptsache es schlägt Funken und das tat sie... ich mag deine "Prosa" sie hat sowas Gesundes (was mir manchmal fehlt). Schöne Zeit

    Hallo Marion!
    Gegen Trauer ist kein andres Kraut gewachsen als die Zeit (was Dir erstmal garnicht hilft, weiß ich ja...); aber eine Sorge möcht ich Dir doch auszureden versuchen. Daß Dein Sohn lieb zu Dir ist weil er merkt daß es Dir nicht gutgeht ist völlig normal und etwas Schönes und hat mit "Co-Abhängigkeit" gar nichts zu tun. Es zeigt einfach daß er Dich liebt und daß er sensibel ist. Und wahrscheinlich daß Du eine gute Mutter bist. Verliere das Positive nicht aus den Augen bei aller Trauer! Ganz LG Frank

    Was macht ihr eigentlich bei Schlaflosigkeit? Die Gedanken rattern, um 11 ist man müde -- ab halb 12 nicht mehr und alle Tagesaktivitäten haben keinen Reiz mehr (lesen, Musik, Spazierengehn etc.pp.) man ist einfach nur HELLWACH?! Gibts da Tips?

    Hi, ich kenne aus meinem (ganz andrem) Job das Gefühl ganz gut wies ist etwas " perfekt" gestalten zu wollen und was es für Mühe kosten kann von dieser Spannung runterzukommen. Mein Trinken war oft nix mehr als mich von Spannung runterzuholen. Klasse daß dir das gut gelingt! Schönen "Spannungslösungsabend" wünscht Frank. (PS nix muß perfekt sein und für Leser schon garnicht `` bin selbst einer und ich muß es wissen) LG