Beiträge von garcia

    Hallo dry,

    Ich frage mich ob deine Partnerin und deine Bekannten davon wissen ob du dich als alkoholkrank (ich nehm mal mit Absicht dieses Wort) einschätzt oder nicht. Wenn sie es wissen aber keine Rücksicht darauf nehmen, daß du gesund werden willst, sind das keine Freunde - klingt hart, ist hart, aber ist eine Tatsache.

    Von all den Grundbausteinen finde ich den wichtigsten ein alkoholfreies Zuhause. Darüber würde ich mit der Partnerin dringend sprechen.

    Und die Wirtshausbesuche - gibt es keine Alternativen, die ebenso viel Freude machen? Und bei denen du Leute kennenlernst bei denen Gemeinschaft nicht über Alkohol definiert ist?

    Einfach nichts trinken ohne das Leben in solchen Dingen zu verändern klappt eben nicht. Sieh es als Umstellung, nicht nur als Einschränkung. Erschließen dir neue, bessere Räume. Daß wär mein Rat.

    LG

    Hi Calida,

    Du schreibst: "Ich bin immer noch dabei, daraus zu lernen und meine Schlüsse zu ziehen. "

    Das ist die beste, ja die einzig mögliche Haltung. Find ich sehr gut daß du dich nicht entmutigst sondern lernst. Und daß du hier darüber schreibst statt es im stillen Kämmerchen zu versuchen, denn das klappt meist nicht.

    Ich hab hier seit langer Zeit einen Zettel am Kühlschrank mit einer Bemerkung, die Silberkralle mal machte: "LÜGEN-KAUFEN-SAUFEN" steht da...

    Kopf hoch und viel Kraft!

    Hallo Jonas,

    Schön daß du hier schreibst - das fällt ja anfänglich ja ganz schön schwer wenn ich mich recht erinnere :D

    Ich hab mich mal eben durch deinen Thread hier gelesen. Ich bin kein Arzt. Ich kann ebensowenig medizinische Tips geben wie irgendjemand sonst hier.

    Aber, trotzdem: alles was du schreibst geht in eine Richtung - mach einen stationären Entzug in einer dafür gemachten Fachklinik. Dort werden sämtliche körperlichen Probleme kompetent mitbehandelt, du bist in Sicherheit und du kannst runterkommen und dich auf die eigentliche Problematik konzentrieren. Außerdem lernst du die Wege des Suchthilfesystems kennen, bekommst massive Unterstützung auch beim Weg in geeignete Maßnahmen und, vor allem, du triffst auf Leute die dein Problem auch haben und siehst daß du nicht allein bist. Das hier ist eine Volkskrankheit.

    Ein sog. "qualifizierter Entzug" dauert drei Wochen. Einweisung gibt dir dein Hausarzt. Es ist unkompliziert zu bekommen, und du bekommst Ruhe und einen Weg der trägt.

    Mir hats seinerzeit den Arsch gerettet, aber ich hab ein halbes Jahr gebraucht um mich dazu durchzuringen - verschwende weniger Zeit als ich, es ist ja deine Lebenszeit!

    Und wies dann weitergeht entscheidest du in Sicherheit und Ruhe dort. Es gibt eine Menge Wege. Aber mach diesen ersten Schritt. Dann hast du wieder Raum für mehr.

    Alles Gute dabei und viel Kraft!

    Naja, meine Meinung --- kann man anders sehen:

    für 80€ muß man sich in der heutigen Gesellschaft schon auf eine Weise verbiegen die zumindest mir nicht gut täte. Das ist ein Managementgehalt. Dafür muß man ein Managementleben führen dann. Und das muß man aushalten und einen sehr viel höheren Preis zahlen.

    Und Porsches kann man nicht essen. Nichtmal umarmen (wenn man nicht vollkommen übergeschnappt ist) :D

    Schöne, wertvolle Zeit dort und LG, Frank

    Hi Lena,

    Ich arbeite ja auch nicht seit Januar. Werd ich es je wieder wollen und können? Ist das wichtig? Nein, ist es nicht.

    Knüpf doch wieder Kontakte zu deinem alten Kiosk. Was jahrelang gut war sollte man sich warmhalten...

    Alles andre: :-D:-D:-D

    Und Glückwunsch Respekt und Wertschätzung zu deinen 4 Jahren, klar!!


    LG

    Och, da wär ich ruhig mal super egoistisch. Würd nur gucken wie ein trockenes Wochenende denn für MICH klasse ablaufen könnte. Würd MIR was Gutes tun ohne Alk.

    Muß auch mal sein ;)

    Die Nächsten haben einfach was davon wenn du das nüchtern machst, das ist dann son Nebeneffekt...

    Viel Erfolg!

    Und wie wäre es denn mit neuen Hobbies?
    Hast du irgend ne Idee?
    Vielleicht was außer Haus?

    Hätt mir jemand im Saufzeiten gesagt "geh doch mal in die Natur" hätte ich ihn für bescheuert erklärt. Und als ichs dann mal gemacht hab (ich hab auch im Winter aufgehört und fand das anstrengend und doof erstmal) --- das war so geil, so neu, ich hab gemerkt daß sich all das lohnt...

    Machal ganz neue Erfahrungen jetzt. Und sortiere wies kommt. Das wär mein Tip

    Hallo pipboy,

    Herzlich Willkommen und Gratulation daß du die Überwindung hier zu schreiben gemeistert hast. Und auch daß du erkannt hast, daß der Konsum dich "physisch und psychisch kaputt macht" - die meisten hier haben Jahre gebraucht um das zu sehen, ich auch.

    Was hast du nun vor? Wie willst du es angehen? Was glaubst du ändern zu müssen und wie fühlt sich das an? Je mehr du von dir schreiben magst desto mehr kannst du zurückbekommen, das wirst du sicherlich merken.

    Schön daß du hergefunden hast.

    LG Frank
    Ich selbst hab am Anfang sehr viel gelesen, das hat mir sehr geholfen, einfach weil ich merkte daß ich mit dem Problem nicht allein dasteh. Kein Alien mit drei Köpfen bin, sozusagen... sondern mich überall wiedererkenne.

    @Karsten
    Woraus schließt du denn, daß Betroffene, die - vermutlich einfach weil es ihnen schlechtgeht - mit einer Therapie liebäugeln, "nicht wissen was eine solche Maßnahme bedeutet"? Find ich eine recht gewagte Unterstellung in dieser Pauschalität.

    LG

    Ich weiß mein genaues Trockendatum gar nicht. Ich weiß nur daß es im Winter 2011/12 war. Ich hab nie groß Tage gezählt, wohl beeinflusst von den berühmten "24 Stunden".

    Wichtig waren und sind mir aber Jahreszeiten. Trockener Frühling, trockener Herbst und so - das war vor allem im ersten Jahr etwas sehr einschneidendes, und das ist heut auch noch so.

    Wenn man von Tag 1 an zählt und irgendwann wie aus der Pistole geschossen sagen kann "heut ist Tag 1756", und wenn das hilft und Kraft gibt, dann find ich das aber ebenso toll und super. Denn was heilt hat Recht.

    LG

    Meine Sicht ist simpel aber nicht allgemeingültig da meiner Biographie geschuldet.

    Ich hab immer (Naja 20 Jahre lang) Dope und Bier zusammen verwendet.

    Wenn ich heute ne Tüte rauchen würde dauerte es vllt 2,3 Monate bis ich ein Bier am Hals hätte. Gras ist für mich nochmal (!) gefährlicher als sog. alkfreies Bier -was eh schon Wahnsinn wär....

    Was in dem Artikel steht mag für eine verschwindende Minderheit alkoholkranker Leute so gehen wenn überhaupt. Aber auch die kämen ja nie in den Genuß dessen, wie wunderbar es sich anfühlt mit einem klaren Kopf zu leben. Und nehmen sich diesen Riesenvorteil von vornherein, begreifen gar nicht was sie verpassen.

    Nee. Ich rate ab. Ich rate echt ab. Dope für Krebspatienten, les ich ja oft, mag ok sein, ja --- aber für Suchtpatienten?

    Nein.

    Herzlichen Glückwunsch zur Bewilligung deiner Therapie ab 3.12.

    Das ist zwar auch wieder nur ein Schritt auf dem Weg - aber ein sehr großer. Deine Bedenken hatte ich damals auch. Aber es war wie mit allen Ängsten und Befürchtungen im Leben -- 10% trafen ein, 90% nicht. Die Chancen waren sehr groß, und mit der Einstellung was draus zu machen (alles was du schreibst deutet darauf hin) wird's dir sehr sehr guttun.

    Klasse! Mach so weiter! LG

    Je älter ich werde, desto mehr geht hier der Trend dahin, Bücher zum zweiten Mal zu lesen und je mehr ich dies tu, desto mehr neige ich der Ansicht zu, daß mir im Innern ein Buch eigentlich erst ganz "gehört" wenn ich es mehrmals gelesen habe.

    In diesem Sinne gehörten die vergangenen Wochen Dickens "Bleak House" - in meinen Augen sein Schönster -, und jetzt wühle ich mich zum zweiten Mal durch David Foster Wallaces "Unendlicher Spass", was beim ersten Mal eine bei aller Faszination auch sehr anstrengende Sache war, die nun aber doch viel flüssiger vonstatten geht.

    LG

    Hallo Lena, das liest sich ja super :D

    Am Ende ist das Leben selbst eben der beste Therapeut, und daß du dich dem öffnest, gerade jetzt, das scheint mir das Allerbeste was du tun kannst. Ich gratuliere dir, freue mich mit und drücke dir von Herzen die Daumen!

    LG Frank

    Hallo Katha,

    Ich frage mich wie es dir ergeht... aber egal, ob gut, ob schlecht, würde ich mich sehr freuen etwas von dir zu hören hier -- wenn du was mitteilen magst, natürlich.

    Jedenfalls begleiten dich meine guten Wünsche, und ich schicke dir mal einen ganz lieben Gruß herüber.

    Frank