Beiträge von garcia

    @Karsten:
    Doch, selten aber manchmal klappt das. Poster fällt mir grad ein, der gab alles auf und es geht.


    Aber genug davon, likeafeather, tut mir leid falls ich deinen Thread n bissel von dir abgelenkt haben sollte ...

    Ich finde deinen Weg gut. Du scheinst gründlich und gut zu reflektieren was du tust, das ist eine Grundlage auf die du bauen kannst finde ich. Habe aber auch für Wege wie den von alkoholkrank Respekt, grad für Sportler mag das passen.


    LG

    Ich habe beides erlebt, Alkoholiker die trocken Wurden und erstmal eher noch mehr geraucht haben als in nassen Zeiten (ich selbst gehöre dazu), und auch, seltener, Alkoholiker die mit beidem gleichzeitig aufhören konnten. Letzteren fiel der Nikotinverzicht allerdings leicht. Sie mußten nicht kämpfen. Ich hab keine Ahnung woran das liegt, vielleicht haben die irgendwie eine andre, beneidenswerte Persönlichkeitsstruktur oder so... Jedenfalls bin ich für mich zu der Erkenntnis gekommen, daß ich eben nicht so bin und habe vorerst mit den Kippen meinen Frieden gemacht. Nüchtern leben lernen ist ja eine gewaltige Aufgabe, und wenn man seine Kraft allein dafür verwendet dann lohnt sich das.

    Als Suchtverlagerung sehe ich das nicht, die Nikotinsucht bestand ja bereits; Gedanken würde ich mir eher machen wenn neue abhängige Verhaltensweisen mit der Trockenheit einhergehen (spielen, übermäßiges Essen, Tabletten, nur noch im Internet hängen, sinnlos shoppen etc).

    LG

    Das Kirschenglas ist im Klo hervorragend aufgehoben...
    Siehst du wie nervös das macht? Kein Grund sich auf irgendwelche Saufdruckschlachten zu freuen...

    Du schreibst du hast ansonsten keinen Suchtdruck, die Dinge laufen gut. Also machst du irgendwas richtig. Find raus was und konzentriere dich darauf, das wär mein Rat -- bleib dran, ganz dicht, du siehst ja daß es geht.

    LG

    Hallo alkoholkrank, du schreibst:

    "Habe zwei, drei Tage von früh bis Nachts mit Deadline gearbeitet, die Kids teils dazu parallell beaufsichtigt, da meine Frau familiär verhindert und belastet war, fast nix gegessen, nur Kippen und Kaffee und mich dabei selbst komplett aus dem Auge verloren..."

    So etwas meinte ich, als mir in den Sinn kam, daß im Unbewussten / im Suchtgedächtnis der Saufdruck sich schon vorbereitet bevor er sich erkennbar als solcher äußert...

    Was du da beschreibst (kommt mir nebenbei ziemlich bekannt vor von mir) ist eigentlich schon "nasses Verhalten" - sich selbst aus dem Auge verlieren, auf eigene Bedürfnisse nicht mehr richtig achten, Kippen, Kaffee, Arbeit als Suchtverlagerung und dann, wenn mal Entspannung in Sicht ist --- ist es zu spät.

    Ich weiß nicht ob man lebenslang jeden Suchtdruck ganz vermeiden kann, weil ich ja noch lebe :D Aber man kann vorbauen indem man auf sich achtet, davon bin ich schon überzeugt. Ich jedenfalls konnte es irgendwann, nachdem ich Jahre und Jahre immer wieder auf die Klappe gefallen war, ziemlich jeden Fehler gemacht hatte den ich machen Konnte, und ich kann es immer nur vorläufig. Aber ich lebe. Und zwar bei allen Problemen (die nie enden) zufriedener und sinnvoller denn je. Viel lernen war wichtig für mich, mich abgrenzen bspw. und überhaupt rausfinden was ich brauche und was nicht... hat lange gedauert und war manchmal mühsam, aber hat sich gelohnt.

    Da ich ein Mensch bin wie alle andren auch glaube ich, daß das jeder kann. Ist ja immer dieselbe Krankheit bei uns allen hier...

    LG

    Hallo alkoholkrank, erstmal ein verspätetes aber herzliches Willkommen hier :)

    Du schriebst: "aber ich warte schon (könnte fast sagen, ich freue mich schon darauf) auf den ersten Kampf gegen mich selbst und meinen Suchtdruck!"

    Diese Art zu denken halte ich für gefährlich - ich kenne es von mir selbst und es hat früher regelmäßig aus Abstinenzversuchen bloße Trinkpausen gemacht. Diese Art Kämpfe gewinnt man nicht, oder doch nicht über längere Zeit- viel besser ist es, an einem zufriedenen trockenen Leben zu arbeiten und die Art Stärke zu entwickeln, die derartige Kämpfe überflüssig macht. Suchtdruck baut sich meist aus dem Unbewussten heraus auf wenn man diese Arbeit versäumt, und wenn man ihn bemerkt ist er oft schon so verwurzelt daß man kaum noch was entgegensetzen kann... Dies ist jedenfalls meine Erfahrung.

    Noch ein Wort zum essengehen: ich persönlich habs etwa ein Jahr lang gelassen. Früher war ich sehr sehr gerne beim Griechen, weil ich das Land liebe und auch seine Küche (sofern es über gewaltige Fleischmassen mit Pommes hinausgeht :-)), und speziell bei dieser Rstaurantart gehörten Ouzo und Weizenbier einfach dazu. Griechisch essen lasse ich auch heute noch, dafür hab ich die asiatischen Küchen für mich entdeckt... Risikominimierung muß nicht zwangsläufig Genußminimierung bedeuten - Na,, auch dies ist halt meine persönliche Erfahrung.

    Da muß niemand zum Moslem werden. Aber es geht ja im Grunde ums Überleben, so ist das eben mit dieser Krankheit, und das gerät allzu leicht in Vergessenheit...


    Lieben Gruß, Frank

    Hallo Calida,

    Du schreibst: "Also natürlich bin ich manchmal einfach so zufrieden - aber manchmal auch nicht. ".

    Ja. So geht es ausnahmslos jedem Menschen, der jetzt auf der Welt lebt und je darauf gelebt hat, dem Dalai Lama ebenso wie einem bulgarischen Hafenarbeoter, dir, mir. Das ist vollkommen normal; den Anspruch, IMMER zufrieden sein zu möchten, den halte ich für gefährlich (wenn auch für verständlich).

    LG Frank

    Hallo Kerstin,

    Ich freu mich mal.mit über deinen gelungenen Einstieg :)

    Die anfängliche Euphorie dauert nicht ewig - genieß das ruhig aber sei vorbereitet daß auch ein trockenes Leben seine Schwierigkeiten hat - die allerdings viel besser angegangen werden können. Ich find gut daß du den Kreuzbund besuchen willst, daß du die Dinge ernstnimmst und weitermachst.

    Stein auf Stein, irgendwann hast du ein Haus gebaut.

    Gratulation erstmal!


    LG

    Hallo,

    ich weiß nicht recht... Wenn er eine mehrmonatige LZT gemacht hat wird er mit allen diesbezüglichen Informationen schon häufig konfrontiert worden sein, du wirst ihm kaum etwas Neues sagen können. Es ist ein emotionales Problem, keines welches auf Informationadefizit basiert; wenn er diesen Weg geht, wird er seine Erfahrungen machen müssen, fürchte ich.

    Wenn du dir deine eigene Co-Abhängigkeit anschauen willst, wie du schreibst, dann tu das indem du die Verantwortung für sein Handeln dort abgibst wo sie hingehört: bei ihm.

    LG

    Hallo Wellensittch,
    Es ist sehr wertvoll daß du dich bei deiner Therapeutin gut aufgehoben fühlst. Nichtsdestotrotz, du hast ja geschrieben:
    "Meine jetzige Therapeutin kennt mein Problem auch, aber sieht es m.E nicht so problematisch wie ich selbst." Dies und die Tatsache, daß du sie nur einmal im Quartal sehen kannst (Das ist wirklich sehr wenig), das sind schon Dinge die (mich) zweifeln lassen ob das reicht an Stütze...

    Ich würde in einer Suchtberatung in aller Ruhe ausloten, welche Schritte für dich sinnvoll sind - und da gibt's ja noch viel mehr als gleich eine stationäre LZT, ambulante Therapien beispielsweise. Schaden wird ein solcher Schritt auf keinen Fall, und nur mit "angehen", so per Willensanstrengung, wird's nach meiner Erfahrung langfristig unheimlich schwer... Ich würde mir alles an Unterstützung an Bord holen was du kriegen kannst.

    Schön find ich daß du dranbleibst, Daumen hoch dafür.

    LG

    Hey Frank...

    Ich les ja schon Jahre mit (auch die mißlungenen) und... Was du da auf die Beine stellst, das find ich richtig gut, das gefällt mir sehr!

    Daumen hoch und ganz viel Kraft (-wirst brauchen können, ich hab auch 3 Kinder :-))

    Mach so weiter!!

    LG Frank

    Hallo Wellensittich,

    gerade wenn du viele Baustellen hast würde ich dir sehr ans Herz legen eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen. Dort wirst du nämlich - das ist meine Erfahrung - Menschen finden, die dir sehr effektiv helfen können, komplizierte Situationen zu entwirren und inmitten vieler Probleme einen guten Weg zu finden. Das lohnt sich sehr und um so mehr, wenn auch durch Nüchternheit allein noch nicht alles geklärt sein mag - solche Situationen gibt es ja häufig...

    Allerdings, je komplizierter deine Situation auch sein mag, Alkohol kann alles ja immer nur noch unübersichtlicher und unlösbarer machen, weil er deine Kraft, irgendwas anzugehen, sabotiert...

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft und einen klaren Weg. Laß dir helfen den zu finden!

    LG

    Ich würde ja mal drüber grübeln was ich denn STATT grillen so alles Tolles mit dem Sommer anfangen könnt :)

    Wenn ich merkte daß Grillen und Bier in meinem Kopf irgendwie zusammenklingen würde ich die Finger davon lassen - ok ich hab leicht reden weil ich Grillen eh nicht mag... Aber mir geht's so mit Draußen sitzen und Essen beim Griechen. Ich vetmiß es. Ich laß es. Auch heute noch

    Der Sommer ist groß und weit und voller Möglichkeiten, entdeck sie und hab Freude! Grillen tun ja alle ;)

    Hamburg ist aber groß! Wie willst mich denn finden?


    Ich kann ja auch einfach mal nach Niedersachsen fahren, ich müsst nur wissen zu welchem Bahnhof :)

    sag das und ich schreib an welchem Tag ich auf welchem Bahnhof steh und wann

    ich hoff dies mißbraucht nicht das Forum... ich habe sehr sehr großen Respekt vor den Regeln hier und ich will sie nicht verletzen... wenn doch, Karsten, entschuldige das bitte - ich kann dir auch meine Nummer per PN schicken und du gibst sie der Lena einfach weiter, vielleicht ist das sauberer

    aber so geht's ja nicht... nochmal: ich will hier keine Regeln übertreten (ich verdanke diesem Forum alles), aber ist denn nicht irgendein Kontakt möglich ohne "erweiterten Bereich"?

    Hamburg ist aber groß! Wie willst mich denn finden?


    Ich kann ja auch einfach mal nach Niedersachsen fahren, ich müsst nur wissen zu welchem Bahnhof :)

    sag das und ich schreib an welchem Tag ich auf welchem Bahnhof steh und wann

    ich hoff dies mißbraucht nicht das Forum... ich habe sehr sehr großen Respekt vor den Regeln hier und ich will sie nicht verletzen... wenn doch, Karsten, entschuldige das bitte - ich kann dir auch meine Nummer per PN schicken und du gibst sie der Lena einfach weiter, vielleicht ist das sauberer

    aber so geht's ja nicht... nochmal: ich will hier keine Regeln übertreten (ich verdanke diesem Forum alles), aber ist denn nicht irgendein Kontakt möglich ohne "erweiterten Bereich"?

    Ja, sich treffen, darüber hab ich auch lange nachgedacht... auch obs überhaupt gut wär, aber das weiß man ja auch nur danach, jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen daß es SCHLECHT wäre. Und wünschen tu ichs mir schon lange :D Aber dies ist nunmal ein Forum ohne PN und ich respektiere das auch.

    Selber schreiben - ich hab viele Gründe das nicht zu tun. Was hier wirklich ist kann und will ich hier nicht verhandeln weil es nicht mich selbst betrifft (Tochter, so als zarter Wink)...

    Dein Berufsproblem kann ich sehr gut nachvollziehen. Es geht mir nicht anders (und doch sehr nach 30 Jahren im Job); ich bin seit Januar krankgeschrieben, Rücken, massiver Burnout, und ich frag mich ob und wenn ja wie ich wieder einsteigen soll - mit meinen Unterhaltsverpflichtungen im Rücken, die natürlich einen ziemlichen Druck machen. Trotz dieser Dinge geht es mir gut. Grad weil ich weit draußen bin, mich entfernt habe und nicht vereinnahmen lasse.

    Ich möchte dir mal einen Rat geben: laß dich nicht unter Druck setzen und setze dich nicht selbst unter Druck. Was du dir in den vergangenen Jahren aufgebaut hast schaffen manche Manager im Leben nicht. Man muß nix "leisten" um was wert zu sein. Das ist eine ganz kaputte Ideologie in einer kaputten Welt (wie man grad git verfolgen kann wenn man diese Griechenlandkrisenberichterstattumg verfolgt) -- nee nee Lena, ohne dich zu kennen, du bist ganz genau richtig so wie du bist, und wenn die Lena, die ich hier lese, die Lena ist weil sie nicht arbeitet, dann sollte sie es auch nicht tun. Hab den Mut das so zu machen. Ich hab ihn auch grad und wenn's für n halbes oder ein Jahr ist, drum kenn ich das Problem daß man ein schlechtes Gewissen bekommen kann,aber das ist falsch.

    Dein Weg stimmt so, das ist mein Eindruck.

    Uns treffen? Manchmal denk ich, es geht eben nicht und das ist schade ;manchmal denk ich aber auch, wir laufen uns eh irgendwann übern Weg. Weil es so sein soll. Ich glaub an sowas. Und manchmal denk ich, wir haben uns doch sowieso schon lang getroffen :)

    Bitte mach dir über dein Nicht-Arbeiten wenig Kopf. Du bist genau richtig wie du bist und kein Job fügt dem irgendwas dazu oder zieht irgendwas ab. Sei Lena. Das ist ein Geschenk. Bestimmt nicht nur an mich.

    Grüß deinen Bruder unbekannterweise wenn du ihn siehst (der ist bestimmt auf seine Weise klasse!) und fühl dich umarmt, wenn du magst

    LG Frank

    Kleiner Nachsatz, Lena...

    Ganz besonders gefreut an deinem Posting hat mich deine Zuneigung zu deinem Bruder :) und daß du seine Besonderheit so als Bereicherung siehst... Ist wohl berufsbedingt, ich erlebe das eher selten -- es paßt zu dir.

    Toll daß dirs gutgeht !