Beiträge von garcia

    Hallo Ferra,
    Die Leber erholt sich bei konsequenter Abstinenz von selbst wenn sie keine massive Schädigung davongetragen hat. Wer deine Aufmerksamkeit jetzt viel mehr braucht ist deine Seele :D wenn du dich gut um die kümmerst hat auch der Körper was davon...

    Schön daß du auf einem guten Weg bist. Viel Kraft dafür!

    LG Frank

    Hallo Eniba,

    nix für ungut aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl du willst ein bissel viel auf einmal... Ich kenn das noch gut aus der Zeit meiner immer wieder periodisch auftretenden Trinkpausen. Da wollt ich auch immer alles auf einmal.

    Nicht rauchen ist auf lange Sicht sehr wichtig und ein wundervolles Ziel. Hab ich bis heute nicht erreicht, aber das ist immer noch sekundär - im Vergleich zu dreieinhalb Jahren Trockenheit; irgendwann ist das aber auch dran...

    Und muß es denn gleich vegan sein? Reicht nicht erstmal weniger Fleisch? Nur Biofleisch? Oder vegetarisch? Auch das (also vegetarisch) ist ein wundervolles Ziel (vom Veganismus halt ich wenig aber das ist ein andres Thema).

    Du warst rückfällig und Alkoholismus ist tödlich. Diese Krankheit zu stoppen erfordert mindestens ein Jahr lang so ziemlich alle Ressourcen die man hat; dann ergeben sich weiterführende Ziele irgendwann von selbst aus dem was die Instinkte der heilenden Persönlichkeit uns so zuwispern, und es gibt dann - dann! - auch eine gesunde Grundlage sie zu erreichen. Alles auf einmal ist natürlich sehr anziehend wenn man im Schlamassel steckt - aber es überfordert meist...

    Hab Geduld mit dir und konzentriere dich aufs Wesentliche, und das ist eben Alkohol im Moment möcht ich meinen!

    LG Frank

    Ich habe das Gefühl, daß die zahlreichen Neuankömmlinge sich recht schnell in zwei Gruppen aufteilen:

    Die einen fangen schnell wieder an zu trinken (oder jetzt, nach den neuen Regeln, schaffen den Absprung nicht) - sie sind nicht soweit und schreiben dann auch nicht mehr;

    Die anderen machen ernst, wechseln dann aber recht zügig in den geschützten Bereich - und schreiben im Offenen auch nicht mehr. Oder sehr selten.

    Daher trocknet der offene Bereich etwas aus. Wer ist denn seit Jahren trocken und schreibt nur dort? Kaum wer...

    LG

    Hallo Lydia,

    Nö, finde ich nicht albern. Finde ich verständlich. Finde ich aber trotzdem falsch ;)

    Ich glaube, daß das eine Phase ist, dieses Nicht-Zugeben-Möchten, die ziemlich jeder hier kennt vom eigenen Weg. Enttabuisierung hin oder her, Alkoholismus hat eben immer noch einen anderen "Duft" als etwa Diabetes, und das Wissen um diese Krankheit ist nach wie vor erschreckend gering, selbst bei Ärzten - hier waren in letzter Zeit ein paar erschreckende Bespiele zu lesen...

    Du schriebst: " Ich will nicht als schwach oder krank da stehen." Es ist wichtig dies beides nicht zu vermengen. Krank sind wir hier nunmal alle; aber das zu erkennen und danach zu handeln erfordert eine sehr große Stärke. Du bist also krank, aber keineswegs schwach.

    Um diese Krankheit überwinden zu können braucht es Klarheit wenigstens im engsten Umfeld, und dazu gehören dein Mann und deine Eltern, zumal sie scheint's gern Alkohol konsumieren. Wenn du diese Klarheit nicht schaffst untergräbst du deinen Weg zur Gesundung. Du bist Mutter? Du kannst dir das nicht leisten.

    Ich würde dir raten, diese Klarheit schnell und unmißverständlich zu schaffen, einfach weil es scheibchenweise noch viel schwerer fällt. Häufig sind die Reaktionen viel positiver als vorher gedacht (aber es gibt keine Garantie); sicher ist, daß du, wenn du mit offenen Karten spielst, eine gewaltige Belastung los bist, nämlich die ein Doppelleben zu führen - sowas kann fertig machen.

    Ich wünsch dir viel Kraft auf diesem Weg, laß ihn nicht quälend lang werden!

    LG Frank

    Hallo Lena,

    So viele gute Neuigkeiten auf einem Haufen :D das ist ja wirklich klasse!

    Erstmal meine ganz herzlichen Glückwünsche zu den dreieinhalb Jahren Trockenheit - Du hast sehr viel dafür getan, und das sehr beharrlich auch in unschönen Zeiten, da hast du dir ein wertvolles Fundament errichtet, sozusagen dein Feld gut bestellt (und es war ja mal ein steiniges Feld) -- wenn man so handelt kommt irgendwann die Zeit der Ernte. Ich hoffe und glaube fest daß die anbricht. Und ich wünsche dir, daß deine Hoffnungen, die alten und die neuen, Früchte tragen. Mach so weiter, du bist auf einem sehr guten Weg, das spürst du ja...

    Ich wünsch dir in diesem Sinne einen zauberhaften Sommer!

    Ganz lieben Gruß, Frank

    Hallo Ghost,

    Eines der wesentlichen Probleme scheint mir zu sein daß er von der Krankheit "Alkoholismus" keine Ahnung hat - nicht Süchtige Wissen darüber in der Regel nichts, woher denn auch. Dieses Nichtwissen stellt für eine Trockenheit von dir eine enorme Gefahr dar; ich bin mir ziemlich sicher, daß dein Mann, wenn du einige Zeit nichts wirst getrunken haben, denken wird daß ein Glas hier und da dir nicht schaden würde. Das wäre fatal.

    Ich würde ihn daher, um ihm die Augen zu öffnen, zu dem Termin bei dem Psychiater mitnehmen, damit er aus berufenem Munde hört daß sein Verhalten (Schnaps zum Geburtstag schenken) dir alle Chancen auf Gesundung nimmt und dich in den Abgrund reißen kann. Klingt hart, ist aber so.

    Im übrigen möchte ich mich den Worten von sunshine anschließen - "Help" kann nur heißen nichts mehr zu trinken, denn solange der Alkohol in deinem Kopf sein Werk verrichtet kann jeder Rat, jede Hilfe, jeder Tip nach hinten losgehen. Es gibt keinen Grund mehr auf irgendwas zu warten...

    Runtertrinken funktioniert i.d.R. nicht da Alkohol ein Suchtstoff ist der Kontrollverlust auslöst. Soll heißen, im ersten Bier ist das achte schon drin. Haben viele versucht, hat nie geklappt (und selbst wenn es Gänge wäre es viel viel anstrengender als aufzuhören).

    Meine persönliche Erfahrung damals war, daß ein qualifizierter stationärer Entzug wesentlich mehr ,"Schub" bringt als eine ambulante Entgiftung: es ist eine Chance auf die ich niemals verzichten würde; du bekommst wesentlich umfassendere Hilfe und der Ernstvder Lage tritt auch viel klarer hervor. Was auch deinen Mann um Nachdenken bringen sollte und müßte.

    Ok, viel auf einmal, sortiere es und nimm dir was dir guttut. Ich wünsch viel Kraft zu handeln!

    LG Frank

    Hallo Ghost!

    Ich habe dem was Katha schrieb nicht viel hinzuzufügen - deinen Wunsch, dich in fachlich kompetente Hände zu begeben finde ich ebenso nachvollziehbar wie sinnvoll, und einen konkreten Termin vor Augen zu haben halte ich für einen guten ersten Schritt (dem manche folgen werden und müssen, wenn er sinnvoll bleiben soll, klar). Von daher alles Gute und viel Kraft auf deinem Weg und mit deinem Tempo von mir!

    Aber eine Anregung möcht ich dir doch dringend noch ans Herz legen... Du schreibst, daß dein Hausarzt kein Verständnis und keine erkennbare fachliche Kompetenz für die Alkoholerkrankung zu haben scheint.

    Wenn das so ist: Suche dir unbedingt einen anderen Hausarzt! (ganz unabhängig von deiner Entscheidung im Juni den Facharzt aufzusuchen).

    Ein Hausarzt begleitet einen Idealerweise ja über Jahre und Jahrzehnte durch alle gesundheitliche Angelegenheiten die so anfallen; und wir alle bleiben Alkoholiker, trocken oder nicht. Daher würde ich - als Alkoholiker der ich eben bin - einen Hausarzt, der sich mit meiner Erkrankung weder auskennt noch Verständnis hat für all das was das bedeutet, nicht mal in meine Nähe lassen. Da hast du besseres verdient, auch wenn's mal "nur" um eine Grippe oder eine verstauchte Hand oder sonst etwas geht.

    Dein Facharzt wird dich sicher bei der Suche nach einem für dich geeigneten Hausarzt unterstützen können. Sprich ihn drauf an welche Erfahrungen du dort gemacht hast, denn das muß ja nicht sein!

    Dir einen schönen Abend, LG Frank

    Hallo Lena,

    Also diese Konsequenz bei der bestimmt eklig unangenehmen Paradonthosebehandlung kann wohl nur ein alter Zahnarztphobiker wie ich wirklich würdigen... Ich muß mir da mal ne Scheibe abschneiden. Hut ab.

    Noch besser finde ich aber deine Entscheidung dein Glück nicht in wildem Aktionismus auf dem Arbeitsmarkt zu suchen sondern in dem was deine innere Stimme dir sagt, was sie dir flüstern kann nach einigen Jahren der Sensibilisierung durch Trockenheit und einem Sich-Auseinandersetzen mit teils schwierigen Themen; wozu hättest du das auch alles auf dich nehmen sollen wenn du jetzt nicht hinhören würdest?

    Ohne dich persönlich zu kennen (leider), aber für mich klingt das sehr stimmig und gut so, es fühlt sich einfach richtig an.

    Ich weiß nicht ob ich das je so deutlich schrieb, aber ich lerne viel von dir, seit so drei Jahren, oder?

    Vielen lieben Dank dafür, liebe Lena.

    LG Frank

    Hallo Schneegans,

    Das klingt alles sehr sehr gut was Du schreibst - ich erkenne mich in Vielem wieder wenn ich drei Jahre zurückdenke. Eine LZT ist sicher eine gute Idee, Du wirst bestimmt viel für dich rausziehen können. Was eventuellen Suchtdruck angeht: kann mal kommen, muß aber nicht unbedingt, und falls er doch kommt hat sich für mich die Einsicht bewährt daß so etwas zeitlich sehr begrenzt ist. Ich finde es wichtig - wenn er sich bemerkbar machen sollte - sofort die Situation zu verändern in der ich gerade bin; rausgehen, sich bewegen, und am besten ist es mit jemandem zu reden, vielleicht eine gute Freundin anrufen oder dergleichen... Aber es gibt keinen Grund Angst zu haben oder so etwas von vornherein zu erwarten.

    Alles Gute Dir und halt uns auf dem Laufenden! Einen schönen klaren Sonntag wünscht

    Frank

    Hallo Schneegans, ich gratuliere dir ganz herzlich zu deinem Schritt - ich weiß noch ganz gut wie schwer der fallen kann. Großen Respekt!

    Nun kannst du zur Ruhe kommen, deine nächsten Schritte planen - und dein Körper kann sich renegenieren.

    Erstmal wünsche ich dir eine gute Zeit dort. Ich freue mich deinen Weg hier weiterlesen zu können!

    LG Frank
    LG Frank

    Hallo Schneegans,

    Für einen Entzug brauchst du nix weiter als eine Einweisung vom Hausarzt.Und vllt ne Woche Wartezeit bis die Klinik nen Platz freihat... Mache einen sog. "qualifizierten Entzug". Der dauert drei Wochen und du bekommst sehr viel Starthilfe und lungerst nicht nur im Krankenhaus herum...
    Und was dann, wenn du es willst, an weiterführenden Hilfen zur Verfügung steht und wie du dir das holst erfährst du da. Sie helfen dir.

    Dein Weg gefällt mir gut wie du ihn beschreibst. Wenn du dranbleibst hast du eine gute Chance richtig zu leben. Mach es!

    Hausarzt -- qualifizierter Entzug -- Chancen checken und weitergehen.

    Von ganzem Herzen alles Gute!

    Frank

    Liebe Ute,

    ich wünsche dir von Herzen daß du dir die Hilfen holst die es für dich geben kann. Es sind viele - nur mußt du sie dir holen. Aufgeben gilt nicht. Versuch es so zu sehen daß du das immer noch machen kannst in der Zukunft; aber hier und jetzt ist Gegenwart und wenn du beginnst die zu gestalten bist du nicht hilflos, auch wenn keines der ganzen Probleme schnell verschwinden mag.

    Ich wünsch dir Kraft. Ich muß die gar nicht wünschen, denn die ist eh tief in dir drin, die ist da, deswegen lebst du. Aber die Kraft sie auszubuddeln wünsche ich dir sehr. Daß lohnt sich!

    Ganz liebe Grüße, Frank

    Liebe Samsara,

    Schön daß es dir gutgeht.

    Sowenig ich hier mittlerweile schreibe, lesen tu ich noch und dein Thread gehört immer dazu. Ich mag deinen Weg, wohl deshalb weil er meinem nahesteht.

    Ich wünsch dir alles Glück der Erde dabei; das Schöne daran ist ja daß man sich (entgegen landläufiger Meinung) Glück selbst machen kann indem man einfach (?) in der Mitte bleibt...

    LG von Frank

    Habs jetzt erst gesehen weil ich hier im Forum nicht mehr so oft reinguck daß du nun Papa bist ---

    Ich gratuliere dir ganz ganz herzlich dazu: zu deinem Sohn, deiner Frau, vor allem aber für den Weg den du da gehst, Frank. Das freut mich wirklich sehr.

    Wünsch dir alle Kraft der Welt (du wirst sie brauchen können die kommende Zeit), aber du wirst sie ziehen daraus daß dein Leben nun einen sehr tiefen Sinn bekommen hat, ganz sicher.

    Mann, das ist klasse - toll. Geh deinen Weg so weiter.

    Liebste Grüße!

    Liebe Lena, diese Paradontoseprobleme kenn ich auch sehr gut (und übrigens auch die Zahnarztphobie):

    Mach dir keinen Kopf und vor allem kein schlechtes Gewissen.

    Wir sind nicht auf die heute üblichen 85 Jahre Lebenserwartung ausgelegt. Die Zähne sind der Bereich wo mans merkt :)

    Ich hab Paradonthose. Meine Zahnärztin sagte eigentlich könnt sie alles ziehen. Ich hab das je Freundin von mir erzählt, ganz verzweifelt ... Und sie grinste... Und sagte: "Das ist eben ein kleiner Gruß aus der Ewigkeit" ---

    Klar, Nichtrauchen hilft. Aber Nichttrinken ist viel wichtiger. Alles geht nicht, aber was geht das kann man ja anpacken oder? Der Rest mag sich finden...

    Du gehst einen sehr sehr guten Weg. Geh ihn weiter und bergab dein Zahnfleisch an der Biegung des Flusses wenn es nicht mitwill. Aber behält dein Herz in beiden Händen denn das ist viel wichtiger.

    Einen ganz lieben Gruß send ich dir - und außerdem Respekt daß du gemerkt hast daß soziale Jobs nicht deins sind. Merk ich auch grad. Meine 30jährige Karriere da ist zuende. Mal gucken was kommt - jedenfalls was bessres :)

    Fühlt sich vielleicht anders an aber du machst es richtig!

    Bis bald Habs gut Frank