Hallo Ghost,
Eines der wesentlichen Probleme scheint mir zu sein daß er von der Krankheit "Alkoholismus" keine Ahnung hat - nicht Süchtige Wissen darüber in der Regel nichts, woher denn auch. Dieses Nichtwissen stellt für eine Trockenheit von dir eine enorme Gefahr dar; ich bin mir ziemlich sicher, daß dein Mann, wenn du einige Zeit nichts wirst getrunken haben, denken wird daß ein Glas hier und da dir nicht schaden würde. Das wäre fatal.
Ich würde ihn daher, um ihm die Augen zu öffnen, zu dem Termin bei dem Psychiater mitnehmen, damit er aus berufenem Munde hört daß sein Verhalten (Schnaps zum Geburtstag schenken) dir alle Chancen auf Gesundung nimmt und dich in den Abgrund reißen kann. Klingt hart, ist aber so.
Im übrigen möchte ich mich den Worten von sunshine anschließen - "Help" kann nur heißen nichts mehr zu trinken, denn solange der Alkohol in deinem Kopf sein Werk verrichtet kann jeder Rat, jede Hilfe, jeder Tip nach hinten losgehen. Es gibt keinen Grund mehr auf irgendwas zu warten...
Runtertrinken funktioniert i.d.R. nicht da Alkohol ein Suchtstoff ist der Kontrollverlust auslöst. Soll heißen, im ersten Bier ist das achte schon drin. Haben viele versucht, hat nie geklappt (und selbst wenn es Gänge wäre es viel viel anstrengender als aufzuhören).
Meine persönliche Erfahrung damals war, daß ein qualifizierter stationärer Entzug wesentlich mehr ,"Schub" bringt als eine ambulante Entgiftung: es ist eine Chance auf die ich niemals verzichten würde; du bekommst wesentlich umfassendere Hilfe und der Ernstvder Lage tritt auch viel klarer hervor. Was auch deinen Mann um Nachdenken bringen sollte und müßte.
Ok, viel auf einmal, sortiere es und nimm dir was dir guttut. Ich wünsch viel Kraft zu handeln!
LG Frank