Hallo Linde
Vielen Dank für deinen Beitrag!
Ja, die Strukturierung des Alltags - da bin ich, wie ich heute feststelle, doch recht unvorbereitet reingerasselt. Ich hatte mir zwar eine Menge Gedanken über die Zukunft gemacht (mögliche Freizeitgestaltung etc.), aber diese ganz unmittelbare gestern-noch-Zukunft, die jetzt Gegenwart ist, hatte ich eigentlich nur mit Spannung erwartet - wie einer, der zum ersten Mal ein Flugzeug steuert, aber noch nie ne Landung versucht hat. Schlicht gesagt: blauäugig!
Heute nachmittag wird es erst mal Familienrat geben müssen, denn die Umstrukturierung betrifft nicht mich allein.
LZT möchte ich vermeiden, wenn's geht, ich denke auch, dass ich das ambulant hinbekomme, meine sozialen Voraussetzungen sind ja längst nicht so schwierig wie bei vielen anderen hier. Aber das muss jetzt alles erst in die Gänge kommen, geht ja nicht von heute auf morgen. Nächsten Montag Drogenberatung, dann seh ich ein Stück weiter. Schade, dass ich jetzt die Psychologin aus der Reha nicht hier hab...
Schneespaziergang hatte ich gestern (heut nachmittag bestimmt auch noch mal), der hat mir auch gut getan, auch wenn ich heute meine Muskeln spüre (sehr bergige Gegend) - schön, die Heimat wieder zu sehen, den zugefrorenen Bach und alles andere. Ja, gestern ging es mir richtig gut...
Wichtig ist mir im Moment, die Zeit, wo ich allein zu Hause bin, ein wenig zum Musizieren zu nutzen (weil ich da niemandem auf die Nerven gehe). Aber so, wie's heute morgen aussah, keine Zeit - erst als mein Auto nicht ansprang (KH-Termin geplatzt, neuer Anlauf am Freitag), kam ich langsam etwas zur Ruhe, hab das Frühstück nachgeholt und dann Gitarre gespielt. Auch wenn das nicht so gut ging (zuviel Puls und Adrenalin vom Morgen noch).
Es ist allerdings, das kann ich mit Freude berichten, nicht so, dass mir diese Situation jetzt Saufdruck verursachen würde oder ich zum Beruhigungsmittel gegriffen hätte - ich weiss, wo ich herkomme, und dass ich da NIE wieder hin will. Und dass ich den neuen Umgang mit Problemen nicht von jetzt auf gleich lernen kann, ist mir auch klar gewesen. War halt einfach zuviel auf einmal heut morgen.
Hallo Matthias
Genau das, gestern noch Ruhe und Gelassenheit, und heute der ganz normale Alltagsstress.
Was ich tun kann: Momentan sehe ich nur die Möglichkeit, die Familie ein Stück weit mit Arbeitsverweigerung zu konfrontieren, meinen Beitrag hier eben nicht von null auf hundert, sondern ein bisschen gemächlicher hochzufahren (neun Wochen mussten sie praktisch ohne mich auskommen, dann wirds jetzt auch noch paar Tage mit 'halber' Kraft meinerseits gehen müssen).
Danke für das Päckl, und den Verstärker kann ich auch gut gebrauchen, ich war heut morgen wirklich kurz vorm Heulen.
Jetzt ist Tochterherz gekommen und donnert durch's Haus, da helf ich ihr lieber mal beim Spülen, sonst ist der Tag genauso im Eimer, nur dann aus anderen Gründen
Ganz liebe Grüße euch beiden und bis später!
Noty