Beiträge von Notyetaname

    Hallo Jasmin

    Danke für den Glückwunsch - verdient hab ich den nicht, es ist immer noch alles von dieser unheimlichen Leichtigkeit.
    Wie empfindest du deine Trockenheit?

    Zitat von JazzCore

    Manchmal komme ich mit Euren ganzen Abkürzungen nicht klar.. was ist denn DB (Deutsche Bahn) ?

    Zitat von Bruce

    ... Drogenberatung...

    Hallo Bruce

    stimmt! das mit DB...

    LG, FTZ und auch einen ST euch beiden :lol:
    Noty

    Hallo Jamor

    Zitat von jamor

    mir gehts nicht darum die abstinenz auf die leichte schulter zu nehmen. auch ich bin seit meinem entzug und die entwöhnungs-therapie "sauber".

    aber ich sehe die abstinenz als instrument um meine ziele zu erreichen.

    Das sehe ich auch so, aber letzten Endes ist für mich die Abstinenz die unabdingbare Voraussetzung, um diese Ziele zu erreichen - ich kann nun mal nicht mit Alkohol umgehen, das habe ich mir zwanzig Jahre lang immer wieder bewiesen. Das bessere Leben ohne kann für mich nur in TOTALER Abstinenz liegen, jeder 'Ausrutscher' (für mich tatsächlich eine krasse Beschönigung) kann mein Ende im Suff bedeuten. Denn ich bin mir sehr bewusst, wieviele glückliche Umstände zusammenkamen, um mich dahin zu führen, wo ich jetzt bin (nachzulesen in meinem Thread).
    Ich hoffe, dass das abstinente Leben irgendwann für mich zum Normalfall wird, im Moment (15 Tage trocken) fände ich es vermessen, das schon von mir zu behaupten. Bis ich 'stabil abstinent' bin, bleibt mir daher nichts anderes als jeder Versuchung aus dem Weg zu gehen und mir auch immerzu Gedanken darüber zu machen, wo meine Stolperfallen liegen KÖNNTEN (es wird trotzdem welche geben, die ich vorher nicht bedacht habe, das sind dann die wirklich gefährlichen Momente!)

    Liebe Grüße
    Noty

    Hallo, ihr zwei

    Danke für eure Hinweise!

    Dass es in der altgewohnten Umgebung zu größeren Anfechtungen kommen kann, darauf bin ich einigermaßen vorbereitet. Zum Glück wohne ich so dermaßen jwd, dass ich kaum um die Ecke was zum Trinken bekomme.

    Ausserdem steht eh fest für mich, dass ich beim geringsten Anflug von Lust auf Alk mich zuerst hier melden und auch mit meiner Frau, oder wer sonst grade greifbar ist, sprechen werde.

    Ich will das Erreichte auf gar keinen Fall leichtfertig ruinieren.

    Liebe Grüße
    Noty

    Guten morgen!

    Zwei Wochen hab ich, geschafft kann ich nicht sagen, es ist von einer fast verdächtigen Leichtigkeit, keinerlei Gefühl von Verzicht, nur Befreiung. Es werden auch noch andere Tage kommen.

    Den gestrigen Tag hab ich noch recht gut und geruhsam verbracht.

    Ich wünsche allen viel Kraft für einen neuen trockenen Tag

    Liebe Grüße
    Noty

    Hallo, ihr drei, nein vier inzwischen, während ich schrieb

    Notfallkoffer hab ich nocht nicht, der ist noch in der mentalen Vorbereitung - einiges, was rein kommt, weiss ich schon: Foto von der ganzen Familie vor dem (endlich gerichteten) Haus, am liebsten noch wenigstens die Pferde mit drauf (von denen ich mehr gelernt habe als von den meisten Menschen). Wasser...
    Im Moment steht immer ein Kasten Mineralwasser bereit. Und da ich nicht so mobil bin wg Bein, hab ich auch immer den Computer und damit euch. Wie gesagt, bin ich auch weit entfernt von Saufdruck, Gott sei Dank.

    Das Problem ist mehr, dass mich der Alltag nicht nur eingeholt, sondern überfahren hat heut morgen. Ich kann ja nicht einfach die Pferde hungrig und durstig im Mist stehen lassen. Wichtige Angelegenheiten wegen meines Unfalls (Berufsgenossenschaft, Krankenkasse, Arzttermine...) kann ich auch nicht einfach sausen lassen etc etc.
    Ich war immer stolz darauf, trotz der Sauferei meine Arbeit zu schaffen, blauer Montag war fast ein Fremdwort, habe mir auch bis jetzt an (fast) jedem Arbeitsplatz den Ruf besonderer Zuverlässigkeit erarbeitet, auch zur Faschingszeit nie einen Tag gefehlt usw.
    Nun bin ich durch diesen Schenkelhalsbruch für drei Monate ausgefallen - gut, war ein Unfall, sowas passiert. Und ich genieße die Pause. Aber ihr könnt euch denken, dass ich die LZT unter diesen Umständen schon gerne vermeiden möchte. Dabei geht es nicht darum, dass jemand was merken könnte - mit der Tatsache, dass ich Alkoholiker bin, gehe ich sehr offen um, das ist für mich auch ein Schutz vor dem Rückfall durch Maximierung der 'Peinlichkeit' - soll nicht heißen, dass ich mich sicher fühle.
    Mein Arbeitsplatz ist auch schön, ich kann die Arbeit relativ stressfrei gestalten, Druck von oben gibt es eigentlich nicht. Den Job hatte ich mir ausgesucht, u.a. wegen der humanen Arbeitsbedingungen. Und Drei-Tage-Woche ist traumhaft!
    Es ist aber eine sehr kleine Firma, wo wochenlanger Ausfall eines Mitarbeiters wirklich ein Loch in die Kasse reisst, weil auch die Gewinnspanne nicht grade der Hit ist. Nur: noch teurer kann das Biogemüse nicht werden, dann bleiben die Kunden weg.

    'Wo ich herkomme', das ist die Zeit der mühsam gebremsten Sauferei. Ich weiss, dass für mich mit dem kleinsten Rückfall alles von vorne losgehen würde - und es ist unwahrscheinlich, dass ich nochmal so eine Chance bekäme wie jetzt grade in der Reha, wo irgendwie schicksalhaft ALLES zusammengepasst hat.

    Eins noch: OHNE DAS FORUM WÄRE ICH NICHT DA, WO ICH JETZT BIN!!!!!!!!!!!! Morgen hab ich zwei Wochen trocken :)
    Dafür gilt euch mein immerwährender Dank.

    Liebe Grüße

    Noty

    Hallo Linde

    Vielen Dank für deinen Beitrag!

    Ja, die Strukturierung des Alltags - da bin ich, wie ich heute feststelle, doch recht unvorbereitet reingerasselt. Ich hatte mir zwar eine Menge Gedanken über die Zukunft gemacht (mögliche Freizeitgestaltung etc.), aber diese ganz unmittelbare gestern-noch-Zukunft, die jetzt Gegenwart ist, hatte ich eigentlich nur mit Spannung erwartet - wie einer, der zum ersten Mal ein Flugzeug steuert, aber noch nie ne Landung versucht hat. Schlicht gesagt: blauäugig!

    Heute nachmittag wird es erst mal Familienrat geben müssen, denn die Umstrukturierung betrifft nicht mich allein.

    LZT möchte ich vermeiden, wenn's geht, ich denke auch, dass ich das ambulant hinbekomme, meine sozialen Voraussetzungen sind ja längst nicht so schwierig wie bei vielen anderen hier. Aber das muss jetzt alles erst in die Gänge kommen, geht ja nicht von heute auf morgen. Nächsten Montag Drogenberatung, dann seh ich ein Stück weiter. Schade, dass ich jetzt die Psychologin aus der Reha nicht hier hab...

    Schneespaziergang hatte ich gestern (heut nachmittag bestimmt auch noch mal), der hat mir auch gut getan, auch wenn ich heute meine Muskeln spüre (sehr bergige Gegend) - schön, die Heimat wieder zu sehen, den zugefrorenen Bach und alles andere. Ja, gestern ging es mir richtig gut...

    Wichtig ist mir im Moment, die Zeit, wo ich allein zu Hause bin, ein wenig zum Musizieren zu nutzen (weil ich da niemandem auf die Nerven gehe). Aber so, wie's heute morgen aussah, keine Zeit - erst als mein Auto nicht ansprang (KH-Termin geplatzt, neuer Anlauf am Freitag), kam ich langsam etwas zur Ruhe, hab das Frühstück nachgeholt und dann Gitarre gespielt. Auch wenn das nicht so gut ging (zuviel Puls und Adrenalin vom Morgen noch).

    Es ist allerdings, das kann ich mit Freude berichten, nicht so, dass mir diese Situation jetzt Saufdruck verursachen würde oder ich zum Beruhigungsmittel gegriffen hätte - ich weiss, wo ich herkomme, und dass ich da NIE wieder hin will. Und dass ich den neuen Umgang mit Problemen nicht von jetzt auf gleich lernen kann, ist mir auch klar gewesen. War halt einfach zuviel auf einmal heut morgen.


    Hallo Matthias

    Genau das, gestern noch Ruhe und Gelassenheit, und heute der ganz normale Alltagsstress.

    Was ich tun kann: Momentan sehe ich nur die Möglichkeit, die Familie ein Stück weit mit Arbeitsverweigerung zu konfrontieren, meinen Beitrag hier eben nicht von null auf hundert, sondern ein bisschen gemächlicher hochzufahren (neun Wochen mussten sie praktisch ohne mich auskommen, dann wirds jetzt auch noch paar Tage mit 'halber' Kraft meinerseits gehen müssen).

    Danke für das Päckl, und den Verstärker kann ich auch gut gebrauchen, ich war heut morgen wirklich kurz vorm Heulen.

    Jetzt ist Tochterherz gekommen und donnert durch's Haus, da helf ich ihr lieber mal beim Spülen, sonst ist der Tag genauso im Eimer, nur dann aus anderen Gründen

    Ganz liebe Grüße euch beiden und bis später!

    Noty

    Guten Morgen!

    Das erste Erwachen zu Hause nach drei Wochen - und gleich ein böses.
    Aufstehn, Tiere versorgen, Öfen anheizen usw... (die andern sind alle arbeiten). Die Küche sieht aus wie Sau, sollt ich auch noch machen...
    Von Null auf Hundert in einem Tag zurück in die alte Mühle. Vor lauter hab ich glatt das Frühstück vergessen, was mir die letzten eineinhalb Wochen zur lieben Gewohnheit geworden war. Nachher noch Termin im Krankenhaus.

    Ich glaube, heut werde ich euch noch brauchen!

    Ich wünsche euch einen schönen Tag und die Kraft, ihn durchzustehn
    Liebe Grüße
    Noty

    Hallo zusammen

    Heute morgen hatte ich mein letztes Frühstück in der Reha, nun bin ich wieder zuhause in meinem alkohofreien Heim und sitze in meinem Zimmer, wo ich immer das Bier in mich geschüttet habe.
    Es fällt mir nicht schwer, ich empfinde keinen Verzicht, aber ich trinke Unmengen Wasser.
    Mein neuartiger Zustand hier, und damit aber auch sein Gegenteil, der frühere, beides ist schon grade sehr gegenwärtig im Denken.
    Heute beim Hausarzt gewesen, weiter Medizin...

    Und grad merke ich, dass mir der Computer so spät abends nicht mehr gut. Ich muss das Timing ändern...

    Also: es geht mir gut, ich fühle mich in guten Händen und wünsche euch allen eine
    Gute Nacht und eine frohe und trockene Zukunft
    Noty

    Hallo Bernd

    Ich habe grade von deinen Bauchbeschwerden gelesen.
    Will dir keine Angst machen, aber ich muss dabei an einen Fall in meiner Familie denken.
    Ich denke, es wäre gut, auf einen früheren Untersuchungstermin zu drängen.

    Es feut mich, dass du dich in deiner Trockenheit so wohl fühlst, ich steh noch ganz am Anfang...

    Liebe Grüße
    Noty

    PS: Deinen Thread werde ich mal vom Anfang her lesen müssen.

    Hallo Nobby

    Die 'Bombe' war mein sehr deutlicher Beitrag gestern abend beim Teilnehmer krümmelkäfer, dem Frank noch einige versöhnlichere Worte nachgetragen hatte.
    Insofern fehlt mir nichts - und Frank hat dankenswerterweise den Aspekt zu Sprache gebracht, dass auch die Beschäftigung mit scheinbar nicht so hoffnungsvollen Fällen keine Zeitverschwendung ist.

    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Noty

    Guten Morgen, Frank

    Ja, hast recht. Lernen können wir auch aus scheinbar hoffnungslosen Fällen noch eine Menge - so hatte ich das noch nicht gesehen.

    Und danke, dass du meine Bombe noch ein bisschen entschärft hast :)

    Wünsch dir einen schönen Sonntag
    Liebe Grüße
    Noty

    Hallo krümmelkäfer

    Habe deinen ganzen Thread grade gelesen. Und mir wird ganz kalt...

    Zitat von krümmelkäfer

    Und nun kann ich endlich ein wenig meine Überzeugung untermauern.
    Ich hatte in meiner Alkoholsucht nichts. Gar nichts, ausser diese Forum und diese Entgiftgungen...


    HATTEST?? Du weisst doch längst, dass die Sucht ein Leben lang bleibt. Ich kann trocken werden und bleiben, aber die Sucht ist ein Bestandteil von mir. Nix mit 'hatte' - habe ist korrekt

    Zitat von krümmelkäfer

    ... und zum Stillstand zu bringen.


    Das Trinken kannst du zum Stillstand bringen, die Sucht nicht. Auch das weisst du.

    Zitat von krümmelkäfer

    Jeder hat seinen eigenen Weg, den er erfahren hat, um erfolgreich trocken zu bleiben.


    Jeder? Jeder, der es schafft! Denk mal über die Rückfallquote nach...

    Zitat von krümmelkäfer

    Jeder Tag ist ein Kampf gegen dieses Gift, jeden Tag führe ich mir vor Augen, was mit mir geschehen würde, wenn ich weitermache.


    Dass, wer kämpft, schon fast verloren hat, wurde hier schon vor Monaten gepostet.

    Zitat von krümmelkäfer

    Aber im Moment fühle ich mich sicher...
    Und obwohl in den ersten Wochen Euphorie da war, und ich einen Job hatte, kam dann dieses tiefe Loch und ich verlor den Job.


    Und hier hören wir dann wieder von dir, wenn du gemerkt hast, dass die Sicherheit doch nur eine trügerische gewesen war? Wenn das tiefe Loch plötzlich wieder da war und der nächste Job weg und und und?

    Zitat von krümmelkäfer

    Ach PS: Ich habe nie eine Therapie oder Selbsthilfegruppe besucht. Bisher noch nicht. Ich fühle mich aber derzeit gut. Auch wenn das ein unkalkulierbares Riskio birgt.


    Da fällt mir eigentlich gar nichts mehr ein.
    Matthias (Silberkaralle) hat wohl recht: du musst noch ein paar mal zurück auf die Weide.

    Ich will dich nicht entmutigen, aber ich kann nicht erkennen, dass du in dieser schon recht langen Zeit hier auch nur irgendwas dazugelernt hättest. Beim Lesen hatte ich wiederholt den Eindruck, beim Blättern im falschen Thread gelandet zu sein, nichts passt zusammen. Und was es da zu 'untermauern' gäbe, bleibt wohl dein Geheimnis...

    Ich wünsche dir, dass du endlich aufwachst, und trotzdem trockene Zeiten
    LG Noty