Beiträge von jamor

    hallo erik

    mit deiner geschichte sprichst du etwas sehr wichtiges an..anfangs scheint nachdem entzug, längerer abstinenz alles besser zu werden und dann holt einem die realität wieder auf den boden.

    ich habe das während meiner therapie die nüchterne rosa-scheibe scherzweise genannt.

    also mit dem leuten kennen lernen ist es so eine sache..also mit deiner momentanen depro stimmung würde ich es nicht versuchen an orten wo die stimmung zu beschwinglich und zu fröhlich ist..da fällst du auf wie ein ausserirdischer..ich rede aus erfahrung ;)

    die umgebung muss zu deiner stimmung passen..
    ein museumsbesuch könnte ich dir empfehlen..da sind die leute eher ruhig..nachdenklich und beim vorbeilaufen kann man unverfänglich ins gespräch kommen..viele museen haben sogar eine cafeteria dort ist es noch besser..da fällt deine nachdenkliche art nicht auf..kommt sogar gut an..glaubs mir :)

    wenns in deiner region eine wandergruppe hat oder naturfreunde..soll scheinbar auch gut sein..habe es selber aber nicht ausprobiert.

    im sportstudio komme ich auch regelmässig ins gespräch..meistens hats auch einen bar tresen (hehehe..ohne alk natürlich)..da komme ich auch immer wieder ins gespräch..und einige freundschaften habe ich dort angerissen.

    einfach stimmung und ort muss stimmen..
    sonst kommst du noch deprimierter nach hause als du schon eh bist.

    und wieso soll dein psycho-kram jemand hier stören oder vergraulen..???
    dafür ist doch die shg da!!!

    gruss
    jamor

    Hallo Dauertrocken

    Hast du unter ärztlichen Aufsicht den Entzug gemacht?

    So aus der Ferne würde ich sagen, dass du eher zur Kategorie Quartalstrinker gehörst und nicht zum typischem Spiegeltrinker.

    Auch wenn die Entzugs-Symptome beim Quartalstrinker schwächer sind als beim Spiegeltrinker würde ich in deinem Fall gleichwohl zum Arzt gehen.

    Da du schon das eine oder andere Mal einen Rückfall gehabt hast, würde ich diese analysieren. Du sagst zwar die Anzeichen kommen aus dem Nichts, trotzdem aus eigener Erfahrung haben solche Saufdruck-Phasen eine Vorgeschichte. Die ist bei jedem etwas anders.

    Bevor du wieder einen Saufdruck spürst, überlege dir wie du in dieser Situation handeln willst. Es kann sein, dass es dir hilft eine Person aus deinem Umfeld zu informieren, dass du vorhast Abstinent zu bleiben und du diese dann bei Bedarf auch anrufen kannst.

    Liebe Grüsse
    Und viel Erfolg wünsche ich dir

    Jamor

    Hallo Poster

    Du hast eine coole Einstellung :)
    Ich kann auch nicht so viel mit dem Abstinenzsektieren viel anfangen..die Entscheidung zum nichts Trinken steht...und das Leben geht weiter.

    ..und jetzt versuch ich das Leben und den neuen Lebensabschnitt so gut wie möglich zu geniessen..

    Hey..ich wünsche dir schöne Ferien..wenn du ein Fischliebhaber bist..wirst du dich in Portugal wie im Paradies fühlen..die habens wirklich im griff mit der Fischzubereitung :)

    Freundliche Grüsse
    Jamor

    viola

    im eifer des gefechts habe ich im ersten satz das "nicht" vergessen..

    sollte lauten:
    "ich für mich habe gelernt..mich in den problemen nicht als opfer zu sehen"

    danke für deinen hinweis

    gruss
    jamor

    @spedi
    mir gehts hier im forum nicht um schneller, höher, besser..

    mir gehts darum meine erfahrungen auszutauschen:
    ich für mich habe gelernt..mich in den problemen die auftauchen als opfer zu sehen..sondern sie als herausforderung.

    dort stelle ich den vergleich mit meiner sportlichen erfahrung..ich war ein paar mal verletzt..ich hätte diese situation als schicksalsschlag anschauen können..und mit dem schicksal hadern können..auf das stand ich nicht..ich habe jede niederlage im leben als chance gesehen..um mich besser zu werden..um es besser zu machen.

    später als ich in haft war und jetzt auch noch stehen sehr viele trümmer und baustellen offen..aber ich hadere nicht mit dem schicksal..ich sehe es als herausforderung an..

    ich habe gerichtskosten in mehreren tausend franken offen..ich habe fast keine freunde mehr..da fast alle im drogenhandel tätig sind oder waren..

    ich bin oft alleine..
    aber ich sehe mich im ganzen nicht als opfer..sondern als herausforderung..

    daaaas ist meine erfahrung
    und hier gehts um eigene erfahrung..daher sind meine antworten auch nicht aus meiner sicht gekünstlet..sondern ich erlebe das so.

    nicht die situation ist massgebend..sondern die einstellung dazu.

    es gibt mancher der viel auf dem konto hat..
    der viele gute freunde hat..
    der kein suchtproblem hat..
    dem alles rund zu laufen scheint..
    UND TROTZDEM UNGLÜCKLICH IST..

    ich will mich nicht als opfer sehen..daher bin ich auch kein opfer..das ist meine erfahrung und mein motto im leben.

    und da dies meine erfahrung ist die ich gemacht habe..schreibe ich das hier.

    gruss
    jamor

    hallo zusammen

    erst mal vielen dank für die aufbauende antworten.

    @spedi
    ich bin auf weiten teilen mit deinen aussagen einverstanden..aber nicht mit dem beweggrund des glänzen mit theoretischem wissen.

    ich habe zwar in meinem berufsfeld als suchtkranker auch mit suchtkranken zu tun..da liegt es in meiner aufgabe den leuten die selbsthilfe zu empfehlen oder zu empfehlen gänzlich auf alkoholaltige speisen zu verzichten usw.

    wenn du mich persönlich fragen würdest..ob es für mich relevant ist ob jetzt im senf alkohol drinsteckt oder in einer lutschtbonbon alkohol deklariert ist..würde ich dir für mich sagen nein..

    aber wie man so schön sagt...wer wasser predigt soll keinen wein trinken..daher verzichte ich konsequent auf alles was alkohol beeinhaltet.

    das gleiche gilt für die selbsthilfe..ich empfehle dies..aber ich für mich selber..habe den nutzen noch nicht ganz herausgefunden.

    wie gesagt..ich kann es nicht empfehlen..und selber als suchtkranker etwas anderes machen.

    aber wenn du mich nach meiner authentizität fragen würdest..so wie ich ticke..dann sieht das ganz anders aus..

    ich bin jemand welcher probleme hat entscheidungen zu treffen..ich hatte mehr mühe mich zu entscheiden meinen lebenswandel zu ändern..als dabei zu bleiben..soll ich oder soll ich nicht? das ist bei mir meistens die schwierigste frage..aber wenn ich mich für etwas entscheide..dann bleibe ich dabei.

    wie ich kurz vorher beschrieben habe..habe ich früher wettkampfmässig sport betrieben..da war auch immer die grössere überwindung zum training zu gehen..aber wenn ich mal angefangen habe..habe ich mir keine aufhör gedanken gemacht.

    für mich ist es schwierig..sehr schwierig..sogar fast unmöglich..weil ich mich in der theorie nicht finde..

    alle sprechen von wie schwierig es ist nicht mehr zu trinken..für mich war es viel schwieriger die entscheidung nicht mehr zu trinken..aber danach habe ich die probleme welche beschrieben werden nicht vorgefunden.

    bin ich deswegen ein schlechterer mensch?

    wenn ich sehe mit was für probleme sich andere schlagen und ich für mich diese in dieser form nicht sehe..habe ich ein schlechtes gewissen.

    ich habe auch den suchtdruck erlebt..aber für mich war es ein gutes gefühl..ich habe es als herausforderung gesehen..ähnlich wie beim training..wenn die muskeln bei der x-ten wiederholung brennen und schmerzen..dieses gefühl fand ich geil..mein motto war immer..wenns schmerzt dann habe ich gut trainiert.

    bin ich weil ich so ticke..ein schlechterer mensch?

    ich weiss es nicht.

    Gruss
    Jamor

    Hallo OF

    Ich bin kurz davor, dass mein kragen wegen dir platzt..
    Bevor ich mir entgültig eine meinung über dich mache..hätte ich ein paar fragen an dich persönlich:

    hast du deine posts über mich aus dem hilfe gedanke welche im wort selbsthilfe mit drinn steht verfasst?

    oder wolltest du mich hier einfach bloss stellen?
    wolltest du dich hier in deinen antworten über mich belustigen?

    also..wenn du mich bloss stellen und dich über mich belustigen wolltest..hat das mit selbsthilfe zu tun?

    also zu mir:
    ich bin seit dem 02.02.2012 hier angemeldet..ich habe meine posts nicht immer gut verfasst..oder die titel waren nicht immer passend..

    aber habe ich hier jemand persönlich angesprochen und mit meinen antworten bloss gestellt?

    habe ich dich persönlich angegriffen?
    oder fühlt sich jemand persönlich von mir angegriffen?

    OF..es geht auch anders..
    schau dir mal wie zerfreila reagiert hat..
    sie hat mit einer konstruktiven kritik mir ihre hilfe angeboten und dabei darauf hingewiesen wie ich es das nächste mal besser machen kann.

    zerfreila : vielen dank :)

    ich komme aus einer kultur welche mir gebietet respekt vor dem älterem zu haben...und du bist älter als ich..aber um ganz ehrlich zu sein..bei dir fällt es mir im moment sehr schwierig.

    freundliche grüsse
    jamor

    hallo zerfreila

    ich antworte dir gerne deine frage..dafür muss ich etwas ausholen:

    meine alkoholkarriere war nicht die klassische story..mit ca 16 jahren habe ich das erste mal alk getrunken und da schon ziemlich schnell gemerkt, dass ich mit alk nicht umgehen kann und jeweils die kontrolle verliere..

    mit 18 jahren habe ich mit bodybuilding und danach mit 21 bin rüber zum powerlifting (kraftsport) rüber gegangen.. bis und mit 30 habe ich keinen alk konsumiert..dafür etliche anabolika kuren für mich genommen und für die wettkämpfe...zu der zeit bin ich mit der drogenszene in verbindung gekommen..nicht als konsument sondern als dealer.

    als ich mit dem sport aufgehört habe..habe ich weiter mein lebensunterhalt mit dem dealen verdient. ich war im kokainhandel. ich machte gutes geld damit, aber hatte einen ziemlichen ungeregelten tagesablauf...und habe wieder angefangen zu trinken und partys zu feiern..zu dieser zeit war ich bereits verheiratet, war aber frauenbekanntschaften nicht abgeneigt..und es kam wie es kommen musste..meine frau liess sich trennen von mir..danach fing ich selber an drogen zu konsumieren..was absolut für mich vorher tabu war..ich fing an crack zu rauchen und dies verschlimmerte meinen alkohol konsum drastisch..das eine brauchte ich um mich aufzupushen und den alk um runterzukommen..

    bei einem kokain transport von spanien über frankreich in die schweiz wurde ich erwischt..und dies auch ziemlich zugedröhnt.

    danach wurde ich zu einer mehrjährigen haftstrafe verurteilt..in der haftanstalt hatte ich zum glück die möglichkeit mich beruflich neu zu orientieren und konnte ein praktikum in einer behinderten werkstatt machen..danach erhielt ich die möglichkeit mich zum arbeits-agogiker auszubilden. mittlerweile bin ich, in der instutition welche ich das praktikum gemacht habe, angestellt.

    als ich in der haftanstalt war trank ich nur noch wenn ich urlaub hatte..und danach in der anstalt nicht mehr..ich hatte angst, dass wenn ich nicht mehr in haft bin und wieder in freiheit bin..ich wieder anfange zu trinken und beschloss ganz mit dem trinken aufzuhören und machte eine therapie in welche auch andere insassen teilnahmen.

    Seit etwas mehr als einem Jahr habe ich meine Haftstrafe beendet und arbeite als agogiker weiter und bin in der suchtberatung involviert..

    studiert in dem sinn habe ich nicht..sondern die fachhochschule abgeschlossen und danach für die suchtberatung an seminaren weitergebildet.

    was mir sehr weitergeholfen hat..ist die viele zeit die ich in haft hatte um über mein leben nachzudenken..und zu merken, dass die umstände in welche man sich befindet nicht massgebend sind am eigenem glück..sondern die einstellung.

    mein leben bestand früher nur aus wettkampf sei es im sport oder unter den anderen dealern..wer der grösste oder stärkste ist..

    eben wie du auch sagst..mit dem sich mit den anderen zu vergleichen..heute sagt, dass mir überhaupt nichts mehr..ich messe mich nur an mich selber..ich habe wieder angefangen sport zu machen..nicht wettkampfmässig sondern einfach für mich..sauber ohne mittel.

    ich schaue sehr auf meine ernährung, bewegung und eine ausgewogene haltung..

    gruss
    jamor

    Hallo Jürgen

    Würde ich gerne machen..leider liegts nicht in meiner macht.
    Ich hoffe das Wetter hält bei uns das ganze Wochenende..will morgen eine Wandertour im Tessin machen.

    LG
    Jamor

    Hallo Zusammen

    Wir kleinen Schweizer haben keinen Dr. Zu Guttenberg hervorgebracht..wir sind schon froh, wenn wir knapp auf unserer Tastatur die Copy und Paste Taste finden ;)

    Wer denkt, dass ich mich in eine "höhere" position begebe, denkt sich automatisch "klein".

    Ich hoffe für alle die hier austeilen können..dass sie das auch im "realen" leben machen können..auf der Tastatur hinter dem Bildschirm ist das einfach..

    Also ich wünsche Euch allen einen wünderschönen Tag..geniesst die Sonne :D

    Liebe Gruss
    Jamor

    hallo zusammen

    AW1976
    du schreibst:

    Zitat


    Am ehesten kommt mir dann das "ich bin minderwertig" in den Sinn und zwar im Bezug darauf, nicht wie die anderen Alkohol "vernünftig" trinken zu können.


    am anfang dachte ich ähnlich..aber da habe ich versucht die frage umzukehren..: "bin ich mehr wert, wenn ich trinken kann?" nein ! "muss ich auf etwas verzichten?" ja..aber deswegen mindert das meinen wert nicht.

    @BC
    du schreibst:

    Zitat


    Ich lache viel und versuche viel mit Humor zu nehmen


    ja..ich brauchte lange um nicht alles verbissen zu sehen..und auch zu lernen über mich selber zu lachen..mich nicht allzu ernst zu nehmen...humor ist die beste medizin.

    drybabe
    du schreibst:

    Zitat


    ich versuche, wenn sich etwas negatives einschleicht, zu schauen, warum ist das Gefühl da.


    das ist für mich auch ein sehr wichtiger punkt. gefühle haben einen auslöser, ob positiv oder negativ. dadurch, dass ich mich nicht mehr betäube..kann ich mich besser fühlen und merke auch schneller, wenn ich mich schlecht fühle und suche nach den ursachen.

    hier noch einen spruch den ich heute so aufgefasst habe:
    Alkohol beantwortet keine Fragen.
    Dennoch beim Trinken vergisst man die Frage

    lieben gruss
    jamor

    hallo zusammen

    mein letzter thread "ich bin stolz alkoholiker zu sein" ist einigen in den falschen hals gekommen..was ich auch verstehen kann.

    nichts desto trotz möchte ich hier einen neuen versuch zu starten:

    was macht ihr konkret um folgenden gefühlen zu trotzen:
    -ich fühle mich alleine
    -die ganze welt ist gegen mich
    -ich fühle mich minderwertig
    -ich bin traurig
    -oder andere negative gefühle ?

    was macht ihr konkret um ein positives lebensgefühl aufzubauen ?

    ich finde diese strategien sehr wichtig..meistens merke ich im gespräch mit rückfälligen..dass der rückfall nicht von heute auf morgen passiert ist..sondern diese gedanken schleichen sich ein und am schluss sucht sich der betroffene nur noch den passenden auslöser um wieder zu trinken.

    und ich fände es schade, wenn jetzt nur negative und nicht konstruktive feedbacks sich hier ein finden würden.

    lieber gruss
    jamor

    Hallo Erik

    Ich gebe dir recht..aber wenn ich schaue wieviele auf meinem thread meinen persönlich zu werden müssen..

    dann frage ich mich..wie diese leute..durchs leben marschieren. ich habe niemand angegriffen und habe nur über mich gesprochen. wieviel unbehagen, wieviel wut, wieviel verbittertheit muss in manchen menschen lauern..

    du zum beispiel..hast nüchtern geantwortet und absolut nicht bösartig..obschon du dich vielleicht im moment nicht so wohl fühlst..und da glaube liegt zum teil der hund begraben..es gibt überall leute die sich provoziert fühlen..klar mein titel war sicher etwas provokativ..aber es brauch immer zwei seiten..der provoziert und welcher sich provozieren lässt.

    und ich finde es richtig toll wie du reagierst und eben mit deiner einstellung wirst du es auch schaffen dich besser zu fühlen.

    Vielen Dank
    Erik

    Liebe Gruess
    Jamor

    Hallo Gavris

    Dass du dich schlecht fühlst und dein Gewissen sich meldet ist ja nicht verkehrt.. du hast es verbockt.

    Aber jetzt in Selbstmitleid zu schwelgen oder wenn möglich noch meinen, dass du es nicht mehr packst, wäre Falsch.

    Du warst bereits 14 Monate trocken..und jetzt würde ich einfach wieder an diese trockene Zeiten anknüpfen. Deine Lehren daraus ziehen und das nächste mal vielleicht doch den Arzt rufen..deine Idee war nicht ganz ab der Welt..er hätte dich ev. zur Raison bringen können.

    Also pack es wieder an..du hast ja bewiesen, dass du längere Zeit Trocken sein kannst..

    Liebe Grüsse
    und wünsche dir eine grosse Portion Kraft

    jamor

    Hallo Zusammen

    Keine Angst ich bin noch nicht ganz abgehoben ;)
    Ich bin einfach heute mit einer besonders guten Laune gesegnet worden :D

    Auch ich habe meine schlechten Tage und bin auch darüber froh..wenn's nicht so wäre, würde ich mich ja nicht spüren..Hochs und Tiefs gehören nunmal zum Leben.

    Meine Freude gilt nicht einen Alkoholiker zu sein..wäre glaub auch etwas falsch platziert..

    Aber ich habe durch meine Trockenarbeit gelernt, dass ich durch meine Einstellung mein Wohlbefinden sehr wohl steuern kann.

    Ich habe mich gelernt zu lieben..mich gern zu haben.
    Auch mir selber ein Kompliment zu machen..mich eben auch aktiv über einen so gutlaunigen Tag zu freuen.

    Andere Tage wos mir nicht so gut geht..kann ich mich auch selber symbolisch in den Arm nehmen und mir Mut zu reden.

    Wer sich selber nicht liebt..

    Und ich bin hier nicht im Forum um Mädels kennen zu lernen und habe auch nie gesagt, dass ich der grösste und beste Hengst bin.. nur, dass ich eben Trocken besser rüber komme und ich denke, dass trifft auf die meisten von euch..

    Also meine Frage..
    Gibts nichts positives zu berichten von Eurer Seite?
    Wäre ja traurig wenn nicht..ich hoffe doch es geht euch allgemein besser..zu vorher in der nassen Zeit ;)

    Also..

    Gruss
    Jamor

    hallo kossi

    du sagst:

    Zitat von kossi


    Ich weiß der Alk. ist schuld an meinen Zustand, aber wenn ich ganz unten bin blende ich diese Gedanken aus.

    und das ist symptomatisch für viele alkoholiker..die schuld an allem ist der alkohol. der alkohol hat keine schuld..solange er in der flasche bleibt..kann er mir nichts.

    mit dem aufhören zu trinken, wird nicht automatisch ein schalter im kopf umgelegt und die option "glücklich/zufrieden" umgelegt. manchmal ist es auch schwierig zu sagen war das problem vor dem alkoholismus oder ist das problem durch den alkoholismus entstanden.

    mit den medikamenten linderst du auch die symptome ohne den ursachen wirklich auf den grund zu gehen.

    ob die variante eine shg zu leiten und selber noch so unstabil zu sein..weiss nicht ob das so gut ist.

    wichtig ist, dass du auf den grund deiner unzufriedenheit gehen kannst..wo drückt der schuh..welche informationen nimmt dein geist auf, um diese dann in schlechte gefühle umzuwandeln.

    oft ohne zu merken neigen wir die gegebenheiten zu werten, anstatt sie anzunehmen..die negative einstellung bekommen wir dann in rechnung mit miesen gefühlen.

    am gefühl kannst du im moment nicht viel ändern..aber sehr wohl an deiner einstellung..umso positiver die ist, dann werden sich auch die gefühle wieder aufhellen.

    du bist rentner..du schreibst nicht wie du den tag verbringst. bist du viel zuhause? gehst du regelmässig aus dem haus? hast du einen geregelten tag? oder schläfst du einfach durch ohne einen tagesplan zu haben?

    viele kleine ursachen..können sich auf unsere psyche negativ beeinflussen.

    liebe gruss
    jamor

    Hallo Zusammen

    Für mich ist die Abstinenz kein Wunsch..sondern eine Realität..und für diese Arbeite ich daran.

    Ich habe vor Jahren einen "Erste-Hilfe-Kurs" gemacht..aber deswegen Plane ich ja auch nicht einen Notfall.

    Viele Alkoholiker schaffens nicht beim ersten Versuch trocken zu bleiben..meine Ermutigung ist an all jene den Kopf nicht in den Sand zu stecken und einen neuen Anlauf zu nehmen. Sich nicht aus Scham keine Hilfe zu holen.

    Und wer für sich einen Freibrief sieht, weil das Thema Rückfall thematisiert wird, der wird auch so immer eine Ausrede für einen Rückfall finden.

    Liebe Grüsse
    Jamor