Beiträge von jamor

    Hallo Hartmut

    Was hat Abschied "mit Faust in der Tasche" oder "Verzicht" zu tun?

    Ein Abschied ist ein Einleiten bzw. Abschliessen eines Kontaktes.
    Das Leben besteht aus dem.

    Das Ritual bezieht sich vorallem in der Wertschätzung für den Abstinenten Teil.

    Bist du nicht froh, dass du jeden Tag mit einem klarem Kopf aufwachst?

    Ich schlage dir vor eine Verabschiedung deiner negativen Haltung gegenüber allem was im entferntesten an Psychologie erinnert ;)

    Oder bist du so ein gebranntes Kind?

    Nun mein Lieber..unser Leben besteht aus Rituale..Händeschütteln, Winken, Guten Appetit wünschen, usw.

    Ich kann mich auch von einem Dummkopf verabschieden..das heisst nicht, dass ich ihm eine besondere Beachtung schenke.

    Das tägliche Erinnern ist ja auch im weitesten Sinne ein Ritual wie das Essen am Mittag oder das Duschen.

    Gruss Jamor

    Hallo Zusammen

    Ich möchte hier auf das Thema Rituale eingehen im Bezug und der Bedeutung beim Abschied vom Alkoholkonsum.

    Rituale werden oft in Verbindung mit religiösen Handlungen gesetzt, was nicht bedeutet das sie absolut ohne religiösen Hintergrund ablaufen können.

    Ein Ritual läuft meistens nach einem vorgegebenem Schema ab und hat meistens zum Ziel eine Handlung, einen neuen Lebensabschnitt zu verdeutlichen und diesem eine besondere Gewichtigkeit bei zu messen. Man könnte sagen, mit dem Ritual wird der Verstand (Intellekt) mit dem Herz (Intuition) verbunden.

    Die meisten von uns haben über einen längeren oder kürzeren Zeitbereich Alkohol konsumiert. Der Alkoholkonsum hat unser Leben in der einen oder anderen Form unser Leben beeinflusst. Mit dem Entscheid abstinent zu Leben haben wir begonnen einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

    Wie bei jeder grossen Entscheidung welche unser Leben einschneidend ändert, muss auch diese wohl überlegt sein. Da es oft nicht nur damit gemacht ist, dass man nicht mehr konsumiert, sondern die neue Gestaltung von unserem Leben wird notwendig sein. Dies weil wir „nur“ Abstinent leben eigentlich nur eine Handlung ablegen, die uns am „eigentlichen“ Handeln gehindert hat.

    Bevor ich mich entschieden habe abstinent zu leben und mich in die Entzugs-Klinik begangen habe, habe ich mich vom Alkohol verabschiedet. Die Weisung vom Arzt war, bis zum Eintrittstermin weiterhin Alkohol zu konsumieren und keinen kalten Entzug auf eigene Faust zu machen. So habe ich dem Abend zu vor das letzte mal getrunken und dies bewusst. Ich habe mir während dem Trinken aufgeschrieben wie ich mich fühle und was es mir bringt. Dieses Schreiben habe ich aufbewahrt und habe dies bis Heute. Nach dem Entzug habe ich eine Kurzzeittherapie angefangen und während dieser Zeit habe ich einen Abschiedsbrief an den Alkohol geschrieben, wo ich nochmals die ganzen Etappen Revue passieren liess und nochmals bekräftigt wieso ich dem Alkohol den Rücken kehre. Diesen Brief habe ich bis heute aufbewahrt.

    Alle Jahre zum Jahrestag meines letzten Konsums nehme ich diese Briefe hervor und erneuere feierlich mein Gelöbnis dem Alkohol fernzubleiben. Ich gehe an diesem Tag entweder etwas schönes Essen mit Freunden oder mache einen schönen Ausflug.

    Meine Frage:
    Wieso sollen wir unseren Geburtstag, Hochzeitstag usw. feiern und den Tag an dem wir ein neues Leben angefangen haben nicht?

    Mir hilft dies mein Vorhaben immer wieder präsent zu halten und auch zu reflektieren was ich noch besser machen kann.

    Gruss
    Jamor

    hallo zusammen

    ich danke euch allen, die nach mir geantwortet haben. und ihr habt eigentlich alle so reagiert wie ich es mir dachte.

    meine aussage betreffend der zukunft, war nicht auf die therapeuten gemeint..auch die können nicht in die zukunft schauen ;)

    und ersticken muss schon gar niemand daran.

    die aussage war so gemeint, dass einige von uns über einen langen zeitraum trocken sind.. aber es wäre vermessen zu sagen, dass wir schon in die zukunft schauen können und wir in ferner zukunft alle noch trocken sein werden.. und da könnte es sein, dass der eine oder andere vielleicht eine hilfe welche er bis jetzt noch nicht in anspruch genommen hat, in anspruch nehmen könnte.

    was mich etwas nachdenklich stimmt, ist das wir in unseren institutionen sehr eng mit aussenstehenden gruppen arbeiten, welche auch selbsthilfegruppen anbieten und ich in meinem fall auch werbung für dieses forum mache.. und umgekehrt so eine negative stimmung gegenüber therapeutischen institutionen besteht.

    alles hat eine vordere/hintere seite der medaille..
    hier zum beispiel kann ich zwar alles schreiben..aber wie schon an den antworten wo ich erhalten habe...sieht der leser nur meine schrift..aber meine non verbale kommunikation nicht.. und da können sehr wohl missverständnisse entstehen.

    zum beispiel der moderator hat eine ganz einfache frage gestellt.. und hat dabei vielleicht ein lächeln auf den lippen gehabt..weiss es ja nicht..hab ihn dabei ja nicht gesehen..aber einige von uns habens in den falschen hals bekommen. die kommunikation besteht meistens aus dem wort und der mimik..und das ist der grosse unterschied bei einer therapie..apropoz therapie.. lieber moderator.. die therapie muss nicht immer einen therapeuten erfolgen..deine form war auch eine therapie..

    therapie bezeichnet jede massnahme die zur heilung führt..also auch dieses forum könnte man als therapie bezeichnen..da sie sicher eine form einer massnahme zur heilung ist.

    und das ist das grosse problem..diese schubladisierung von was ist was und was bringt was oder nicht.

    und dann noch zu meinem zitat:
    ein blinder sollte keine farben beurteilen

    da gehts mir darum, dass jemand welcher keine geführte psychologische therapie geführt hat.. sich auch nicht ein urteil bilden kann.. da viele sich auch nur vom hören sagen.. wissen was da genau praktiziert wird..

    bei einigen kommt schon fast ein würgen, wenn sie das wort psychologe hören.. eigentlich schade.. heute hat fast jeder top sportler ein mental coach zur seite.. erfolgreiche manager.. also leute denen erfolg wichtig ist.. und da gleich eine ganze berufsgilde in verruf zu bringen ist glaub nicht so ernsthaft.

    also lieben gruss
    jamor

    hallo zusammen

    auf die gefahr, dass ich ausgelacht werde..aber mir kommt hier ein bibelzitat in den sinn:

    "Deshalb seid vorsichtig! Gerade wer meint, er stehe besonders sicher, muss aufpassen, dass er nicht fällt."

    und nach diesem motto lebe ich..
    @BlouCloud ich gehe mit dir einig..was die vergangenheit und die gegenwart betrifft weiss ich was ist..aber in die zukunft schauen ohne ein hellseher zu sein..wird schwierig ;)

    und noch ein zitat:
    ein blinder sollte keine farben beurteilen..

    gruss jamor

    hallo liebe moderatoren

    ich habe mir nochmals die eingangsfrage gelesen.
    die frage stellt sich mir doch noch..wieso fragt ihr so was?
    steht da irgendwie ein kokurenz gedanke - therapie vs selbsthilfegruppe?

    würde mich jetzt wirklich interessieren und wenn die gründe nicht integer sind..ist das für mich ein grund dieses forum zu verlassen.

    weil für mich ist die aufrichtigkeit in der sache extrem wichtig. ich denke nicht, das ein guter moderator solche aussagen machen sollte.

    1. es gibt bei dieser thematik nicht "DER WEG" sondern es gibt "DIE WEGE".

    2. jeder weg hat seine berechtigung, aber nicht jeder weg muss zwangsweise begangen werde.

    also so wie ich es verstanden habe..habt ihr auch eine alkoholgetränkte vergangenheit.. und die maxime sollte lauten, alles anzusprechen was helfen könnte.. und jeder kann dann selber entscheiden.

    liebe grüsse
    jamor

    hallo karsten, hallo hartmut

    mir gehts nicht darum einen konfrontationsweg zu beschreiten. ich kann aus meiner geschichte und meiner arbeit wo ich auch mit suchtkranke zusammenarbeite meine erfahrungswerte ziehen.

    die realität sieht so aus, dass wir oft in situationen begeben, welche wir so nicht gewählt oder vorausgedacht haben. ein beispiel: auf dem arbeitsplatz gibts ein - edit, Markenname entfernt - oder ich bei einem kundenessen usw werden wir damit konfrontiert, dass jemand vor uns konsumiert und dann vorallem dann ist es wichtig, dass wir wissen wie zu reagieren.

    es geht nicht darum sich extra in gefahr zu bringen, würde auch kein psychologe so empfehlen.

    und was etwas bringt oder nicht ist schlussendlich abhängig von der einzelnen person.

    aber was fact ist, wir können die geselschaft um uns herum nicht verändern, wir können nur uns verändern. und besser gut vorbereitet auf das unverhoffte zu sein..als sich blind zu stellen.

    gruss jamor

    hallo karsten

    es gibt in der modernen angewandten psychologie zwei ansätze die gezielte umgehung von risikosituationen und die konfrontationstherapie.. beide haben sicher ihre berechtigung.

    ich für mich habe die konfrontationstherapie gewählt..da diese seriös durchgeführt, dazu führen soll, dass der patient die vermeintlichen risikosituationen immer wie weniger mit dem alkoholkonsum in verbindung setzt..vereinfacht gesagt, man versucht die situationen welche im hirn mit dem konsum verbunden werden zu überschreiben.

    aber ich denke dies ist nur sinnvoll, wenn diese konfrontationen geführt und von einer fachperson geführt werden.

    und die konfrontationstherapie ist nicht für jeden geeignet. die schmerzgrenze liegt bei jedem anders.

    gruss jamor

    hall'o martin

    eine selbsthilfegruppe und eine therapie sind zwei verschiedene paar schuhe..das eine kann man mit dem anderen nicht vergleichen.

    die selbsthilfegruppe in dieser form ist ein gedankenaustausch. aber therapie geht meistens mehr in die eigene tiefe. ein guter therapeut geht auch mal dort wo's weh tut und spricht themen an welche man "freiwillig" nicht ansprechen würde.

    ich habs so gemacht:
    1. entzug
    2. therapie
    3. abstinent leben
    4. nach längerer abstinenz..habe ich mich hier eingeschrieben.

    und muss sagen mir persönlich bringt es mehr hier zu sein als in einer "live" selbsthilfegruppe. es ist hier ungebundener..man hat mehr themen zur verfügung. ich war nach der therapie mal in einer gruppe zum schnuppern und konnte der leider nichts abgewinnen..das ganze artete in eine diskussion welche mich nicht interessiert..

    lg
    jamor

    hallo hartmut

    ich kann deine aussage nachvollziehen.
    trotzdem es gibt veranstaltungen und veranstaltungen..

    es gibt veranstaltungen bei denen gehts nur ums betrinken..da würde ich auch nicht gehen..schon nur, weil betrunkene nüchtern schwer zu ertragen.

    aber zum beispiel einen hochzeits-, geburtstagsbesuch abhängig zu machen ob da alkohol ausgeschenkt wird oder nicht würde jetzt für mich persönlich zu weit gehen. da gibts wohl leute die keinen alkohol konsumieren. und schlussendlich hat man ja auch einen entscheidungswillen ob man trinken will oder nicht.

    am anfang von meiner abstinenz habe ich mich im vorfeld auf diese besuche vorbereitet.

    und wenn man ein auge dafür bekommt, merkt man dass es immer wie mehr leute hat welche an solchen veranstaltungen konsequent keinen alkohol trinken und es wird auch immer wie mehr respektiert wenn man keinen alkohol will.

    die allgemeinheit ist auch durch sehr viele artikel, fernsehsendungen auf das thema sensibilisiert.

    gruss jamor

    hallo zusammen

    ich möchte einfach auch nochmal daraufhinweisen, dass ein entzug nicht auf die leichte schulter genommen werden darf. die risiken sind gross.

    der alkohol macht körperlich abhängig, dies weil er in verschiedene körperfunktionen eingreift und der körper mit verschiedenen regulatorischen massnahmen entgegenwirkt. wenn dann von einem tag auf dem anderen aufgehört wird zu trinken..spielen diese regulatoren immer noch so..als würde der körper immer noch alkohol bekommen..das kann zu verschiedenen symptome führen..welche sogar tödlich enden können.

    wird der entzug medizinisch überwacht durchgeführt sind diese risiken sehr klein..auf jedenfall erheblich kleiner, als wenn man keinen entzug macht.

    im entzug habe ich oft patienten erlebt, die sich gegen die verordneten medikamenten gesträubt haben.. gesundheitsschädigend..süchtigmachend..waren die aussagen..da muss ich einfach sagen auf die paar tage welche einen entzug dauert und all die jahre welche man getrunken hat..ist das sicher das kleinste übel.

    also nochmals..angst vor dem med. überwachten entzug muss kaum jemand haben.

    für das gibts die einrichtungen.

    gruss jamor

    hallo schnuffig

    tönt vielleicht unglaublich..aber ich habe nicht gleich als alkoholiker meine laufbahn begonnen. mein erster alkoholkonsum endete nicht gleich mit einem vollrausch.

    aber mit der zeit habe ich so langsam die kontrolle darüber verloren. ob ich durch meine exzesse zum alkoholiker geworden bin oder wie manche behaupten die gene daran schuld sind kann ich nicht mit sicherheit sagen und möchte mich darüber auch nicht streiten. aber was ich sagen kann, dass ich irgendwann den point of no return erreicht habe, welche ein "vernünftiges" trinken verunmöglicht hat.

    oldie
    ich glaub wir beide meinen das gleiche, ich habe es einfach anders formuliert. eben du hörst auf wenn für dich genug ist und ich wusste zwar dass genug war, aber konnte trotzdem nicht aufhören..kontrollverlust.

    das problem ist nicht der alkohol sondern der alkoholiker = nicht jeder welcher trinkt hat ein alkoholproblem..und die einen könnens wie "oldie" handhaben und die andern zu denen ich mich zählen eben nicht.

    sowie die farben nicht schuld sind, wenn man farbenblind ist ;)

    gruss jamor

    hallo zusammen

    ich denke es gibt feine kleine und grosse unterschiede beim rausch.. und was du beschreibst "schnuffig" würde ich als voll-rausch bezeichnen.

    der grosse unterschied bei einem alkoholiker und einem nicht alkoholiker ist, dass der alkoholiker den konsum nicht unter kontrolle hat.

    ich würde den rausch an und für sich nicht verurteilen. es gibt viele die nach zwei drei gläser aufhören können und sich unter kontrolle halten können und nicht mehr trinken als sie sich vorgenommen haben und da ist auch nichts verwerfliches dran.

    ich für meinen teil, weiss dass ich es nicht bei ein paar gläser bleiben lassen kann und aus zwei drei gläser folgt bei mir der kontrollverlust und dann folgt die ganze flasche und manchmal noch mehr.

    ich glaube, allgemein das ganze zu verteufeln bringt einem nicht sehr weit. sondern viel mehr eine nüchterne betrachtungsweise.

    ich zum beispiel würde auch gerne manchmal lustig im freundeskreis trinken.. einen kleinen rausch haben. aber ich weiss das es für mich nicht geht und lass es bleiben.

    und apropoz es gibt viele parallelen zu anderen krankheiten bei welchen man auf gewisse dinge verzichten muss (z.Bsp. Diabetiker). oder wenn jemand aus gesundheitlichen gründen einen sport nicht mehr betreiben kann.

    beim "verteufeln" kommt bei mir immer so ein verbitterter nachgeschmack auf.

    gruss jamor

    hallo hartmut

    danke für deine antwort. mit abhängigkeit, meine ich, dass sich die gedanken und das handeln um die sucht rundum bewegen.

    ich weiss von meiner schwäche, dass ich mit alk nicht umgehen kann..aber immer wie mehr spielt es für mich gedanklich keine rolle mehr. ich habe mich von dem verabschiedet.

    klar manchmal denke ich auch noch daran..aber ich denke auch an meine ex frau.. aber würde trotzdem nicht mehr zurück gehen.

    wenn ich beim beispiel exfrau bleibe..am anfang tat es mir weh wenn ich sie gesehen habe und ich hätte mühe gehabt sie mit jemandem anderem zusammen zu sehen. mitlerweile ist das mir egal..würde mich sogar für sie freuen. beim alk genau so.. am anfang waren die gedanken und das verlangen da..aber mittlerweile kann sich der alk mit anderen vergnügen und es macht mir nichts.. brauche ihn nicht um spass zu haben ;)

    gruss jamor

    hallo die frau

    ich empfehle dir nichts zu richten. oft geraten die partner/innen eines süchtigen auch in einem suchtstrudel der co-abhängigkeit. man versucht oft die abhängigkeit seines partners zu kaschieren. dir und deinem partner ist damit nicht gedient.

    auch streiten bringt nicht viel. besser finde ich, klar zu definieren was du von deinem partner erwartest und wenn deine erwartungen nicht erfüllt werden, welche konsequenzen du für dich daraus ziehst.

    das könnte zum beispiel so aussehen:
    bis zu diesem datum erwarte ich, dass du den arzt konsultierst, wenn nicht dann ziehe ich aus. wichtig ist, nicht mit konsequenzen zu drohen, sondern die konsequenzen in die tat umzusetzen.

    auch wichtig ist, dem partner zu zeigen, dass dir etwas an ihm liegt, aber sein verhalten nicht akzeptieren kannst.

    es ist vielleicht etwas krass formuliert..aber du hast nicht nur dich, sondern auch ein kind..und für dein kind ist es sicher schlecht mit einem säufer aufzuwachsen..und für sein kind und dich muss er sich den a.... aufreissen.

    liebe gruess
    jamor

    hallo BlueCloud

    ja, ich kann nur von mir und meiner sicht reden. bei mir war es stolz, ich wollte lange zeit die fassade gegen aussen wahren. ich habe oft den fehler bei den anderen gesucht. auch als ich hilfe in anspruch genommen habe, habe ich mich in der anfangszeit der therapie über meine mit patienten, therapeuten, familie aufgeregt. bis ich gemerkt habe, dass ich der einzige bin der mein leben entscheidend ändern kann. klar die unterstützung von aussen hat mir geholfen, aber trotzdem habe ich gelernt mich nicht nur auf diese zu stützen.

    und du sprichst etwas entscheidendes an.. man kann abstinent sein und trotzdem abhängig sein.

    gruss jamor

    vielen dank für die rückmeldungen

    zerfreila
    ich sehe das auch so..die gebotene hilfe annehmen und auch manches mal sicher den falschen stolz dabei abzulegen.

    @BlueCloud
    ja..diese einstellung ist sehr verbreitet und so wie du sagst auch bei vielen nicht alkoholiker. ist wirklich einfacher bei allen anderen den fehler zu suchen und nicht bei sich selber.

    Jürgen
    es freut mich, dass ich dich zum schmunzeln gebracht habe..und es ist wirklich nicht eine neuigkeit..aber manchmal habe ich das gefühl, dass die alten weisheiten immer noch gültigkeit haben.

    @Old Flatterhand
    muss dich leider enttäuschen..der spruch "nur die harten kommen in den garten" hat leider nichts mit der junkie-szene zu tun..ne ne..ist ein alter deutscher spruch..und mit garten im eigentlichen sinn hat es auch nicht zu tun..
    aufs heutige deutsch übersetzt würde es etwa das bedeuten:
    Nur wer besonders hart ist, kommt später ins Paradies (Garten="Garten Eden").

    und mit hart meine ich.. die fähigkeit zu seinen schwächen stehen, die verantwortung für sein handeln zu übernehmen..

    glaub nicht, dass das unbedingt die allgemeinen junkie richtlinien sind.. ;)

    hallo zusammen

    ich habe noch von zeit zu zeit kontakt mit meinen mitpatienten, die mich in meiner entwöhnungstherapie begleitet haben. einige haben es bis jetzt geschafft und viele sind in der zwischenzeit rückfällig geworden.

    wenn ich mir die geschichten und die leute dahinter anschaue, dann fällt mir auf, dass die jenigen welche rückfällig geworden sind, oft die schuld bei den anderen suchen. sei es dass arbeitsumfeld, die familie, die freunden welche nicht so mitgespielt haben wie sie es sich gewünscht hätten. bei denen die es bis geschafft haben, sieht es im umfeld manches mal nicht viel besser aus, aber sie haben gelernt nicht zu jammern und das was sie ändern konnten, haben sie geändert und welches nicht, gelernt es zu akzeptieren.

    was will ich damit sagen:
    unterstützung ist sicher gut, aber laufen muss man selber.
    eine therapie, eine selbsthilfegruppe, ein psychologe..ist nur so gut, wie ich das gelernte auch selber umsetze.

    die lebensgeschichte kann erklären wieso und warum ich in die sucht abgerutscht bin.. aber entschuldigen kann ich dies damit nicht. nicht jeder welcher eine schwere jugend, eine schwierige ehe..oder sonstwas erlebt wird zum trinker.

    ich bin nicht gegen die aufarbeitung des vergangenes um daraus für die zukunft zu lernen..aber dagegen sich hinter dem vergangenen zu verstecken und zu entschuldigen.

    ich denke vielen würde es gut tun aus der opferrolle rauszuspringen und die verantwortung für das geschehene anzunehmen, nicht um in schuldgefühlen zu balgen, sondern um auch die verantwortung für das kommende zu übernehmen.

    nach dem motto "nur die harten kommen in den garten" :)

    gruss jamor

    hallo markus

    vielen dank, dass du deine geschichte mit uns teilst. dein titel finde ich perfekt gewählt..step by step.

    und sowie dein titel wird es schritt für schritt vorwärts gehen. lass dich einfach nicht entmutigen, auch wenn nicht jeder schritt gleich lang sein wird. schritt für schritt wirst du dein leben wieder aufbauen und bei den eltern zu leben ist nicht schlimm.

    ich wünsche dir alles gute.

    gruss jamor

    ja, ich bin völlig eurer meinung. ein ausrutscher kann man auch als rückfall bezeichnen.

    mir gehts darum zu sagen, dass ich das als ausrutscher oder eben rückfall erst definieren kann..wenn ich auch klar weiss was ich will.

    viele die mit mir in der therapie waren wussten bis zum letzten tag nicht, ob sie abstinent sein wollen oder nicht. danach haben sie angefangen "kontrolliert" zu trinken und es ging nicht lange und sie waren gleich weit wie als sie mit der therapie angefangen hatten.

    bei mir ist es auch so, dass ich weiss..ich kann mit alkohol nicht umgehen und es brauchte einige zeit, bis ich mir das wirklich zugestehen konnte.