Beiträge von Contemplation

    Hallo Ihr Lieben,


    danke für Eure Beiträge. Es war vorhin wirklich kaum auszuhalten. Ich dachte schon letzten Mittwoch hätte ich Saufdruck gehabt. Die eine Stunde vorhin hat mich eines besseren belehrt. Wie konnte ich das bloß so schnell vergessen, was für ein Gefühl das ist.

    Meine Beine zittern immer noch leicht, so kommt es mir vor. Was für eine Sch...

    Ich war vorhin so schlapp dass ich kaum noch den Telefonhörer halten konnte als ich mit meiner Freundin telefoniert habe. Sie ist jetzt bei mir. Ich wollte die ganzen Tage lieber alleine sein. Nach der irren Runde durch die Stadt bin ich jetzt froh dass sie hier ist.

    Das "NEIN" sagen hat Heute leider nicht funktioniert, die ganzen letzten Wochen und Monate hatte ich es aber auch so gemacht und es klappte so immer. Ich konnte so Gedanken die in die falsche Richtung gingen immer schnell abblocken. Heute ging es leider nicht.

    Mir wird schlecht wenn ich daran denke wenn ich mir Heute die Birne zugeschüttet hätte und dann Morgen aufgewacht wäre. Die Schuld, das Versagen, es wäre so furchtbar schlimm gewesen. Mensch ich bin so froh dass ich es geschafft habe in solch einer Situation zu widerstehen. Zum ersten mal in dieser ganzen Zeit bin ich richtig Stolz auf etwas.

    Es war auch das erste mal in meinem Leben dass ich so einem Saufdruck widerstanden habe.

    Meine Freundin bleibt jetzt erstmal wieder bei mir und mein behandelner Arzt kommt leider erst nächste Woche wieder. Ich meine der in der Suchtstation. Ich will ab nächste Woche auf jeden Fall wieder regelmäßig zu ihm gehen. So eine Art ambulante Therapie.

    So schlimm das erlebte Heute auch gewesen ist, habe ich trotzdem jetzt im Nachhinein den Glauben dass es Morgen normal weitergehen kann. Normal meint natürlich bescheiden normal... Vielleicht war diese Situation, diese Probe einfach mal schon lange hinfällig. Vielleicht brauchte ich diese Situation um neue Kraft zu schöpfen.

    Ach Leute wo ich Euch jetzt gerade so schreibe empfinde ich sogar ein leichtes Glücksgefühl. Es ist zum verrückt werden?!!

    Naja, wir haben uns was vom McDoof geholt, Nys. Spargel hört sich besser an, aber die Mikrowelle läuft bereits. Vielleicht ein andermal. Trotzdem danke ;)


    Ich weiß nicht was Morgen kommt, für Heute bin ich jedenfalls erstmal bedient. Ich werde auch Morgen wieder online sein und mir den erweiterten Forenzugang mal durch den Kopf gehen lassen.


    Danke Euch, lg Maik

    Hallo Leute,


    heute war ein sehr anstrengender Tag. Ich habe Gestern und auch Heute in Enyas Thread gelesen. Über ihr Schicksal und ihre Rückfälle, die trotz vieler guter Vorsätze immer wieder viel zu leicht von der Hand gingen.

    Ich konnte gut Parallelen zu meinem eigenen Rückfallverhalten ziehen. Zusammen mit den letzten Tagen die eher bescheiden verlaufen sind, um es milde auszudrücken habe ich vorhin sehr starken Saufdruck bekommen.

    Ich habe mir alle Erfolge der letzten Monate durch den Kopf gehen lassen und was ich wieder zerstören würde, falls ich jetzt wieder zur Flsche greife. Es hat alles nichts geholfen.

    Wieder lief dieser Film ab, genaues durchplanen bis hin zum saufen. Es war furchtbar :(

    Ich hab mich angezogen und bin los, bin in letzter Sekunde aber links in Richtung Krankenhaus abgebogen und zur Suchtstation hoch. Ich habe mit eine Weile mit Schwester x geredet. Das und alleine der Anblick der Station haben mich wieder etwas beruhigt, aber irgendwie lief immer noch dieser Film im Hinterkopf ab.

    Der Arzt war leider nicht da und Schwester x schien etwas überfordert mit der Situation. Kein Wunder, denn ich war ja zum ersten mal nüchtern da...

    Als ich los bin fuhr ich automatisch in Richtung Bank los, bin aber gleich als es mir bewußt wurde wieder umgedreht, nur um ein paar Straßen weiter wieder kehrt zu machen und mich in Richtung Bank zu bewegen.

    Ich habe dann vor der Bank wieder umgedreht und bin jetzt seit einer halben Stunde wieder zuhause.

    Ich bin völlig fertig. Psychisch und auch körperlich. Ich komme mir vor als ob ich einen Marathon gelaufen bin. Wieso gerade jetzt und dann sowas von heftig?

    Zur Sparkasse würde ich es jetzt nicht mehr schaffen, das beruhigt mich. Aber was ist Morgen. Ich bin ratlos.


    lg Maik


    - edit, realer Name der Krankenschwester entfernt; Name der Bank entfernt, Linde -

    Hallo Jürgen und Mitch,

    ja Jürgen "es hinter mich bringen" war schon etwas blöde formuliert. Ich meinte eher die Selbstfindungsphase voran und das Chaos im Kopf mal langsam sortiert bekommen. Ja ich weiß, das dauert halt seine Zeit.

    Manchmal habe ich zur Zeit echt das Gefühl verrückt zu werden. Naja wie dem auch sei, ich habe mir für diese Woche erstmal vorgenommen den Rechner komplett weg zulassen. Ich möchte ab Morgen mal ausprobieren wie es mir damit geht und ob es mir gelingt die Zeit sinnvoll auszufüllen.

    Wie und was das sein wird weiß ich noch nicht genau. Vom durchplanen hab ich die Nase erstmal voll. Natürlich habe ich schon eine ungefähre Vorstellung von dem was ich machen will, möchte aber auch versuchen spontane Dinge mit einfliessen zu lassen.

    Naja wir werden sehen wie es läuft und ich werde dann natürlich Bericht erstatten :)

    Danke für die Anekdote und Deine Positive Sicht der Dinge, Mitch. Das macht Mut und gibt mir Kraft. Ich merke wie der Austausch mir hier sehr gut tut, werd aber trotzdem erstmal vom Computer fern bleiben müssen. Auch Abends, weil ich dann einfach nicht wegkomme, wenn er erstmal läuft.

    Komme mir vor wie sonstdawas für ein Junkie wenn ich mir dass selber vor Augen führe. Naja aber so ist es nun leider einmal.

    Ich habe bloß jetzt schon Angst vor dem Entzug... Hört sich wahrscheinlich total blöde an. Naja mal sehen was die Woche so bringt.


    Einen guten Start in Selbige, lg Maik

    Hallo Leute,

    vielen dank für Eure Beiträge. Tut echt gut Euch zu lesen und ich werde versuchen auch wieder etwas an Euch zurückzugeben, wenn ich kann.

    Mitch Du hast recht mit dem was Du schreibst. Ich habe einfach zuviel erwartet vom neuen Leben. Zuviel von mir aber auch zuviel von anderen. Es fällt mir schwer mir und anderen die Zeit zu geben, die es eben dauert, weil ich gleich wieder gedacht habe ich tue zu wenig.

    Das hat mich in den letzten Wochen an meine körperlichen aber vor allen auch psychischen Grenzen gebracht. Ich hatte durchweg das Gefühl dass mir die Zeit weg rennt, aber das auch nur weil ich mir selber, aber auch andere mir Ziele gesteckt haben, die ich niemals schaffen konnte. Das hat mich immer mehr in Bedrängnis gebracht bis dieses Wochenende nichts mehr ging.

    Es sind ja gerade mal 9 1/2 Monate die ich jetzt ohne Alkohol lebe. Es kommt mir zwar elendig viel länger vor, aber das liegt bestimmt am langen, grauen Winter. Eigentlich wollte ich bis 12 Juni wieder in Topform sein. 20-30 kg weniger, Arbeit, mit den Freunden alles geklärt, aber vor allem auch meine Beziehung retten, wenn ich das so sagen kann. Ist kompliziert.

    Ich habe mir das alles vielleicht etwas zu einfach vorgestellt. Einfach nicht aber ich wollte es einfach schnell hinter mich bringen. Das hört sich selbst beim schreiben schon komisch an.

    Ich hab in den letzen zwei Tagen wieder Kraft gesammelt um weiterzumachen, werde es diesmal aber etwas ruhiger angehen lassen. Das heißt nicht dass ich es schleifen lasse aber ich werde versuchen mir kleinere Ziele zu setzen. Ziele die ich besser überblicken und somit auch eher bewältigen kann.

    Da kommt mir dass mit dem Computer die ganze Woche wegsperren auch gleich wieder etwas größenwahnsinnig vor. Ist dieses verdammte schwarz-weiß denken. Das bestimmt irgendwie mein ganzes Leben..

    Naja vielleicht versuche ichs damit, dass ich mir höchstens ein, zwei Stunden am Tag für den Rechner Zeit nehm... Was heißt Zeit nehmen, davon hab ich ja eh genug. Ach Mensch ich vermisse die Sonne, wer noch? :)

    Eine gute Nacht, mir fallen gleich die Augen zu, lg Maik

    Guten Morgen zusammen,

    im Supermarkt dass war an dem Tag einfach der Höhepunkt eines sowieso schon schlechten Tages. Ich weiß auch nicht so richtig, ich denke aber es liegt daran dass ich es im Augenblick schon wieder schleifen lasse.

    Also ziemlich lange vorm Rechner sitze, den Sport vernachlässige und mich einfach gehen lasse. Ich habe es auf das schlechte Wetter geschoben und mir gesagt wenn es wieder endlich wieder schöner wird, dann wird schon alles wieder besser.

    Aber ich habe mir bloß was vorgemacht um einfach meine Ruhe zu haben vor der ganzen Arbeit die vor mir liegt. Es war halt sehr einfach mich hier wieder wegzuschließen und in eine Scheinwelt abzutauchen.

    Aber an jedem Ende eines Tages wenn ich dann gemerkt hatte, dass ich überhaupt nichts geschafft habe, ging es mir schlechter. Ich werde nach Ostern nur noch am Wochenende am Rechner sein, das habe ich mir ganz fest vorgenommen. Egal was für ein Wetter ist, meinen Sport werde ich auch wieder weitermachen und auch noch ein paar anderen kleinere Dinge.

    Es ist ganz schön bitter. Egal was es auch ist: Der Computer, das Essen, irgendwie lassen sich meine Verhaltensweisen vom Alkohol auch auf diese Dinge übertragen.

    Ich muss in den nächsten Wochen unbedingt versuchen aktiver zu werden, in Bewegung zu bleiben. Das ist meine einzige Chance hier endlich was zu reißen, das habe ich jetzt begriffen. Nur nichts trinken und darauf warten dass es von alleine besser wird das funktioniert leider nicht.

    Im Supermarkt ist das alles hochgekommen, dass ich mir bloß was vormache, mir Ausreden suche um den Kampf ruhenzulassen und plötzlich dachte ich dass es jeder sehen kann. Genau wie damals jeder sehen konnte, dass ich Alkoholiker bin.

    Ich gebe mir noch dieses Wochenende (ja ich weiß Morgen, Morgen und nicht Heute...)
    Ich bin sowieso alleine und mach hier nochmal klar Schiff und dann gehts los. Werde mich dann nur noch am Wochenende melden und berichten wie es so läuft.

    Es geht mir aber schon wieder sehr viel besser, weil ich für mich erkannt habe was das Problem ist, oder besser gesagt dass ich es jetzt akzeptiert habe und etwas daran ändern will.

    Es wird bestimmt nicht einfach werden, aber ab Montag werde ich mal wieder raus in die Welt. Ich war lange genug weggesperrt.

    Wünsche Euch allen schöne Ostern und ein erholsames Wochenende!


    lg Maik

    Hallo Maria und Jürgen (+alle),


    ich habe die letzten Tage einfach schon wieder zuviel nachgedacht, mir versucht Dinge und Strategien zurechtzulegen, die im Augenblick noch gar nicht zur Debatte stehen.

    Blossoms Thread hat das alles noch verstärkt, denke ich. Heute bin ich "Draussen" überhaupt nicht klargekommen. Im Supermarkt hab ich voll das zittern angefangen und mußte sofort raus da. Meine Freundin musste dann alles alleine machen und jetzt ist sie erstmal wieder bei sich.

    Als ich alleine im Auto saß, hab ich zum ersten mal in den ganzen Monaten kurz daran gedacht etwas zu trinken. Ich bin froh dass ich jetzt wieder Zuhause bin. Den Saufgedanken habe ich schnell wieder weggedrückt, es hat funktioniert, zum Glück.

    Ich habe gemerkt dass dieses viele Nachdenken nicht gut für mich ist und werde mich nun wieder auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Ich versuche es zumindest.

    Er kann wirklich hammerhart sein, dieser neue Weg, dieses neue Leben.

    Ich brauch jetzt erstmal was Süßes ;)


    lg Maik

    Hallo Karsten,


    ich versuche mir gedanklich bloß eine Möglichkeit offenzuhalten, mich in der Gesellschaft, für meine Verhältnisse, normal bewegen zu können.

    Jetzt da meine Freunde wissen, dass es mir diesmal total ernst ist, mit meinem neuen Leben, kommt es mir so vor, als ob sie mit dieser Tatsache noch schlechter umgehen können, als wo sie wussten ja Maik sehen wir bloß betrunken.

    Ich weiß auch nicht so richtig, wie ich das erklären soll. Es ist alles so verdammt schwierig im Augenblick. Ich habe einfach Angst noch mehr zu verlieren, als das bisschen was mir noch geblieben ist.

    Ich will mein altes Leben nicht zurück, das ist erstmal klar, doch es würde so vieles einfacher machen, wenn ich meinen Freundeskreis nicht komplett verlassen müsste und es mir gelingen würde mich irgendwie trocken in ihn zu integrieren.

    Ich meine Freunde die ich schon mein ganzes Leben lang kenne, mit denen ich schon soviel erlebt habe. Es wäre schön für wenn ich dann wieder an Ihrem Leben teilhaben könnte.

    Andere Leute in Bars oder Diskos interessieren mich nicht.

    Wenn ich zum Beispiel an einem Samstag erfahre, dass mein bester Freund in der Stadt ist und er im Club XY ist, dann fahre ich da auch hin, wir freuen uns dass wir uns mal wieder sehen und haben ein paar tolle Stunden. Tanzen, quatschen und dann hau ich wieder ab. Sowas in der Art.

    Ich kann mir einfach mit 35 nicht vorstellen mich nur noch auf Kaffee und Kuchen mit meinen Freunden zu treffen. Das bin auch gar nicht ich und ich kann mir auch irgendwie nicht vorstellen mir neue Freunde zu suchen, für die Fahredfahren und basteln dass höchste der Gefühle ist.

    Ich meine ich will mir ein trockenes Leben aufbauen, aber ich kann doch meinen Charakter nicht völlig ändern, oder?

    Aber z.B.: in eine Kneipe gehen wo Leute bloß zum reinen besaufen sind, das könnte und würde ich nie wieder tun. Oder alleine in einen Club feiern gehen, auch nicht.

    Aber ich würde schon gerne eine Möglichkeit finden mich trocken in das Leben meines Freundeskreises zu integrieren (Keine Saufkumpels!!!), aber eben nicht nur Sachen die wir wegen meiner Trockenarbeit machen, sondern auch Dinge die uns allen Spaß machen.


    Ich hoffe, bei Gott, dass das jetzt verständlich war. Wie ich mich kenne bestimmt nicht ;)


    lg Maik

    Hallo Forum!


    Seit einer Woche ist mir irgendwie schon wieder alles zuviel. Sogar Zähneputzen ist so anstrengend, dass ichs am liebsten ausfallen lassen würde, aber meistens zwingt mich meine bessere Hälfte dazu, wenn sie hier ist.


    Könnte es am Wetter liegen oder sind das Anzeichen für ne Depression, oder bin ich einfach bloß n fauler Depp, der mal nen ordentlichen Tritt in den allerwertesten braucht?

    Oder hattet Ihr das während des ersten Jahres auch öfter, dass Ihr einfach keine Kraft hattet, egal wie sehr Ihr Euch auch bemüht. Bin etwas beunruhigt.

    Schleppe mich schon wieder nur so über den Tag und der Motor mag einfach nicht so richtig anspringen..


    lg Maik

    Hi Neo,


    das hat er doch auch damit gemeint, denke ich. Das er mittlerweile solche Sachen auch machen kann. In Musikkneipen gehen u.s.w.

    Mir würde es momentan auch nicht in den Sinn kommen mich mit nem Wasser an eine Bar zu stellen, aber ich finde es beruhigend, dass es Leute gibt, die einen Weg für sich gefunden haben, sich in solchen Situationen, in denen man einen trockenen Alkoholiker eher nicht vermuten würde, zurechtzukommen.

    Zurechtkommen hört sich schon wieder so nach Zwang an. Die solchen Situation auch etwas abgewinnen können trifft es vielleicht eher.


    Blossom haben wir wohl verschreckt :(


    lg Maik

    Guten Morgen Prinzessin,


    bei mir dasselbe Spiel. Kann mich irgendwie nicht richtig aufraffen bei der Kälte. Ob es wirklich am Wetter liegt werde ich sehen wenn es endlich mal besser wird. Bis dahin schleppe ich mich auch über den Tag. Von Tag zu Tag. Sport hab ich im Augenblick auch keine Lust zu.

    Tja was soll man dazu sagen? Wird mit dem Frühling hoffentlich alles etwas besser. Wenn ich ohne zwei Jacken raus kann in die Sonne und meinen Kaffee Morgens wieder mit T-Shirt aufm Balkon geniessen kann, gehts bestimmt auch mit der Stimmung aufwärts.

    Es geht aber nicht uns bloß so. Viele Leute sind zur Zeit eher schlecht drauf wegen dem Wetter...


    Schönen Tag auch Dir, lg Maik

    Jürgen : Ich werde versuchen nicht so oft darüber nachzudenken und meine derzeitige Situation erst einmal zu verbessern. Wenn man Sachen hat die man gerne macht, denkt man bestimmt nicht mehr so oft über Sachen nach, die in der Vergangenheit liegen.


    Gute Nacht

    Hi Zotti,

    ich sehe das ähnlich. Ich glaube wenn man weiß wo man herkommt und wo man nicht wieder hin will ist das schon mal der erste Schritt.

    Und wenn man sich dann noch ein alkoholfreies Leben aufbaut, dass einen erfüllt, ist die Wahrscheinlichkeit eher gering wieder rückfällig zu werden.

    Die Sachen zu finden die einen Spaß machen und erfüllen im neuen Leben, dass ist glaub ich die Schwierigkeit und eine langwierige Angelegenheit die auch viele Menschen wieder saufen lassen. Denn die Veränderungen lassen sich ja nunmal nicht herbeischnipsen.

    Da braucht man schon einen langen Atem um sich selber auch die Zeit zu geben die man nunmal braucht.

    lg Maik

    Hi Mathias,

    nein tue ich nicht. Ich schätze ich habe einfach wieder mal ein bißchen zuviel nachgedacht. Ist noch so lange hin bis zur Rente und da kann noch so viel passieren. Was wäre wenn und und und ;)

    Frage mich dann halt ob es das nun schon gewesen ist für mich. Ob ich meinen richtigen Tiefpunkt eigentlich schon hatte und wie schlimm der wohl sein muss dass es auch für den Rest des Lebens reicht mitm Saufen. All so nen Kram halt.

    Aber nein, ich denke nicht daran alles hinzuschmeißen, woran ich in den letzten Monaten so hart gearbeitet habe.

    Wie gesagt, das Gehirn arbeitet wieder etwas mehr zur Zeit. Ist ja auch nicht unbedingt was schlechtes ;)


    lg Maik

    Sagt aber auch keiner dass es Forengemeinde heißt anstatt Forumsgemeinde. OMG wie peinlich. Und ich wundere mich die ganze Zeit warum mein Threadtitel so komisch klingt :)

    Dachte es lag am Hallo, liebe ...
    Bis es vorhin klick gemacht hat. Naja wenigstens klickt überhaupt noch was.

    Ja das wird es wohl sein. Mal lieber selber alles ausprobieren, damit man auch sicher weiß dass die anderen Recht haben. Dann kann man wenigstens sagen: Hey stimmt, Du hattest recht mit dem was Du damals gesagt hast. Hab`s selber ausprobiert :)

    Vielleicht werden die Erfahrungen die ich gemacht habe irgendwann mal zu irgendwas nütze sein. Naja eigentlich sind sie das ja schon. Immerhin helfen sie mir dabei jetzt schon eine ganze Weile ohne Alkohol zu leben.

    Ja lange ist ja nicht mehr bis Weihnachten. Dann nehm ich auch gleich noch einen Baum ;)

    lg Maik

    Ja das war vielleicht etwas blöd formuliert. Ich meinte ich finde es gut und ermutigend, dass Du einen Weg gefunden hast Dich auch in solchen Umgebungen ,wo man eigentlich erwartet dass einer trinkt, "wohl" fühlen zu können oder klarzukommen oder wie man das auch immer nennen mag ;)

    Das wünsche ich mir halt auch. Das nüchterne Leben nicht mehr mit so vielen Einschränkungen in Verbindung zu bringen, aber da bin ich ja jetzt wieder etwas beruhigter nach Deinem Beitrag und habe gleich wieder ein bißchen mehr begriffen wie wichtig eigentlich der Austausch hier ist.

    Dein Leben hört sich wirklich sehr interessant an. Ich wünscht meins wäre bloß halb so spannend wie Deins. Naja aber wenigstens stehen mir jetzt mehr Optionen zu Verfügung als zur Suffzeit.

    Attac wäre glaub ich auch was für mich. Ich merke immer mehr, gerade jetzt da ich nicht mehr die ganze Zeit benebelt bin, wie mich immer öfter die Wut packt, wie ich innerlich richtig zu kochen beginne, wenn ich im TV wieder die lange Schlange vorm Apfel Store sehe, wie sich alle wieder das neueste Eye-Phone holen, wie die Zombies von der Werbung getrieben.

    Und die bauen schön Ihre Akkus in den Dingern so dass sie kurz nach Erlöschung der Garantie, den Geist aufgeben. Da gibt es soviele Beispiele und das schlimme ist dass das alles bekannt ist. Aber es scheint keinen zu interessieren. Wir sind die Marionetten der Industrie. Es wird immer schlimmer, damit die Jahresbilanz stimmt. Ein Menschenleben ist doch denen gar nichts wert.

    Mir wird mittlerweile bloß noch schlecht wenn ich die Politiker bei der Illner zum 100ten mal das gleiche labern höre und die Konzernchefs im Fernsehen grinsen sehe, wenn sie ihre Jahresbilanz vorlegen und fürs nächste Jahr noch eine Milliarde Gewinn mehr ankündigen. Man was wünsche ich mir oft mal einen von denen das Grinsen aus dem Gesicht zu treten. Sorry, aber bei dem Thema setzt es echt aus bei mir.

    Achso: Sieht bestimmt gut aus, nen zwei Meter Rocker mit nem O-Saft an der Bar ;)