Hi Steffi,
vieles von dem was Du schreibst erinnert mich daran wie ich die letzen zehn Jahre gelebt habe und eigentlich die wichtigsten Jahre in denen man sich beruflich was aufbaut durch den Alkohol zerstört wurden. Bin am 12.ten zwei Monate trocken und achte sehr auf die Grundbausteine und gehe allem was auch nur im entferntesten nach Alk riecht ausm weg. Also z.B.: gehe ich in keine Geschäfte mehr wo ich direkt am Eingang gleich erstmal an nem riesigen Alkregal vorbei muß. Die kenne ich ja zum Glück alle und weiß sie zu meiden. Garten wo ich oft blau war: weg.
Die Gefühle: Ja ist ziemlich schwierig manchmal. War nach meiner Entgiftung auch total gut drauf und guter Dinge. Hab mitm Sport angefangen, meine Ernährung umgestellt und bin einfach sehr oft raus in die Natur, also weil ich eigentlich nur zuhause gesoffen hab. Aber zur Zeit hab ich auch wieder nen Hänger: keine Lust auf gar nix! Ich bekomme dann Angst die ganze versoffene Zeit nicht mehr nachholen zu können, unterzugehn.
Aber wie sehr die Gefühle auch Achterbahn fahren, eins ist mir klar: Ich will diese Achterbahn diesmal nüchtern und mit klarem Verstand fahren. Auch wenn mir zwischendurch mal schlecht wird, rgendwann fängt es bestimmt an Spaß zu machen.
In diesem Sinne drück ich Dir ganz dicke die Daumen für Deine Therapie und wünsch Dir ganz viel Kraft auch die üblen Tage zu meistern!!!!
lg Maik