Beiträge von Contemplation

    Hi Andreas,

    naja aber fast, oder? :) Wenn Du Dir den Schuh anziehen magst... Aber eigentlich wollte ich damit etwas anderes zum Ausdruck bringen. Ich wollte Dich damit wegbringen davon Volkmar zu verteidigen zu wollen.

    Andreas wenn Du und Dein Freund Euch gegeseitig unterstützt ist das auch schon wieder etwas anderes. Dein Freund hat mit Sicherheit einen harten Weg hinter sich, wenn er schon zehn Jahre trocken ist. Von seinen Erfahrungen profitierst Du sicher und das ist gut so.

    Ich glaube Dein Freund hat bestimmt auch lange gebraucht bis er eine gewisse Sicherheit aufgebaut hatte im Umgang mit Situationen, denen sich ein frischer Abstinenzler lieber nicht aussetzen sollte. Ist jetzt bloß eine Vermutung meinerseits Andreas. Frag ihn doch einmal, würde mich auch mal interessieren.

    Das ist mein erster ernsthafter Versuch trocken zu bleiben, abstinent zu leben und ich könnte vielleicht auch schon etwas weiter sein in meiner Trockenarbeit, wenn da nicht meine Sozialphobie und das andauernde Grübeln wären, aber das will ich ja mit den Tabletten in den Griff bekommen.

    Aber ich glaube in dem einen Jahr was jetzt läuft eines schon erkannt zu haben, kann mich natürlich auch irren...
    Die Wege der Menschen um glücklich trocken leben zu können mögen sich vielleicht marginal unterscheiden, aber ich glaube im Grunde geht es bloß so dem Alkohol ein Leben lang aus dem Weg zu gehen.

    Damit meine ich jetzt nicht aus dem Restaurant rennen wenn am Nebentisch ein Sektkorken knallt, aber doch bewußt den Weg der Risikominimierung zu gehen. Ich bin ehrlich ein Alkoholiker müsste eigentlich wissen was eine gefährliche Situation darstellt und was nicht. An einem Glas Wein schnuppern dürfte wohl dazu gehören, da sind wir uns jetzt aber einig, oder? Mit den ganzen anderen Aussagen von ihm vermittelt er mir ein Bild dass ich einem trockenen Alkoholiker nicht zuordnen würde.

    Bei dem was ich über Dich und Deinen Freund gelesen habe hört sich das schon ganz anders an Andreas und deshalb wollte ich das unterstreichen in dem ich schrieb: Dein Freund nimmt bestimmt nicht jede Party mit... ;) Ich denke schon dass ihr darauf achtet in welcher Umgebung Ihr Euch bewegt, bei Volkmar ist das alles irgendwie schwammig.

    So wünsch Dir auch nen schönen Feiertag, was denn überhaupt für einen??? :lol: Im Osten haben wir keinen, hier wird gearbeitet!!! Alle außer mir jedenfalls :oops:


    lg Maik

    Hallo Volkmar,


    das hat sich aber vorher irgendwie ganz anders angehört.

    Zitat

    diskussionen hier im Forum zum Thema Risikominimierung sind nicht schön und auch nicht zielführend, daran beteilige ich mich auch nicht (mehr).
    Es gibt nicht das "Risiko", das ist bei jedem anders und das muss jeder für sich selbst verantworten. du gehst z.B. nicht auf das Fest, weil du auf das ganze Gesaufe drumrum keine Lust hast, vollkommen ok.
    Ich geh halt (wahrscheinlich) hin, weil ich trotz dem vielen Alkohol noch meinen Spaß haben werde und möchte. So einfach ist das.


    Ich hab die Weißheit auch nicht mit Löffeln gegessen, aber eins ist doch mal klar. Ich jongliere nicht mit Arsenspritzen, weil die giftig sind. Würd ichs machen, würde ich mich stechen oder meine Arme würden langsam taub werden, was wiederum einen Stich zur Folge haben könnte. Also lege ich die Spritzen lieber beiseite. Risikominimierung eben.


    lg Maik

    Guten Morgen lieber Andreas,

    Zitat

    ich hatte innerhalb kürzester Zeit zwei totale Kontrollverluste, und dies im Beisein meiner 16-jährigen Tochter. Dies verkraftet sie nicht und wurde notfallmäßig in eine psychiatrische Klinik eingeliefert

    Bin natürlich kein Fantast, ohne zu wissen, dass noch einige Klippen auf meinem Weg ohne Alkohol zu umschiffen sein werden.
    Dies ist eine der wichtigsten Gründe, warum ich mich hier angemeldet habe, um mich auszutauschen und auch zu überprüfen, ob der Weg, den ich eingeschlagen habe, so weit in Ordnung ist.

    Zitat

    Es gibt nicht das "Risiko", das ist bei jedem anders und das muss jeder für sich selbst verantworten. du gehst z.B. nicht auf das Fest, weil du auf das ganze Gesaufe drumrum keine Lust hast, vollkommen ok.
    Ich geh halt (wahrscheinlich) hin, weil ich trotz dem vielen Alkohol noch meinen Spaß haben werde und möchte. So einfach ist das.

    Zitat

    ich lass das von Dir unkommentiert so stehen, muss jeder selbst seine Schlüsse darausziehen.
    Möchte nur wiederholen, dass das Risiko sich für jeden anders darstellt und entsprechend jeder für sich selbst entscheiden muss, wie er mit den Risiken der Krankheit umgeht.

    Zitat

    auch Deinen Kommentar lass ich unkommentiert stehen.
    Ich hatte schon vor längerem geschrieben mich an solchen "Diskussionen" nicht mehr zu beteiligen und dabei bleibt es auch. Bringt mich nicht weiter.

    vergiss bitte nicht dass es hier immer noch um Volkmars Aussagen geht und ich meine Posts auch hauptsächlich auf ihn bezogen habe. Leider habe ich noch nicht soviel bei Dir gelesen Andreas um mir ein Bild von Dir machen zu können, werde das wenn ich nicht mehr so mit mir selber zu kämpfen habe bestimmt nachholen. Das was Du in Deinem letzten Beitrag geschrieben hast hört sich gut für mich an, hab ich nichts dran zu meckern :)

    Mit durchschlängeln meinte ich viele Sachen von Volkmar, z.B.: freiwillig an einem Glas Rotwein riechen, eine Absprache treffen dass eine Verwandte ein Glas Rotwein trinken darf (Wieso?) Ich bin trockener Alkoholiker, hab zwanzig Jahre lang gesoffen, das Leben meiner Tochter fast zerstört (und das eigene) und die Verwandte brauch ein Glas Rotwein zum Mittag wo ich mal eben meine Nase reinhalte und inhaliere um wem, vor allem was zu beweisen? (What The F...?), und eben die obere Aussage mit dem Fest.

    Andreas Toleranz ist schön und gut, aber ich glaube Volkmar geht die Sache etwas falsch an. Das ist meine Meinung. Nicht weil ich die Grundbausteine auswendig gelernt habe, sondern das sagt mir einfach mein gesunder Menschenverstand.


    lg Maik

    Ich respektiere grundsätzlich mal jede Meinung, ohne sie zwangsläufig teilen zu müssen ist mir aufs Thema Alkohol bezogen irgendwie zu lasch Andreas. Ich hab einfach schon zuviele vergebliche Versuche hinter mir um da Kompromisse eingehen zu können. Für mich ist jedes Risiko dass ich freiwillig eingehe eines zuviel.

    Trotzdem verstehe ich was Du sagst. Aber ich glaube so funktioniert das nicht. Ich glaube wenn ich versuche mich normal durchzuschlängeln nur halt ohne Alkohol zu trinken, weil er mich nicht länger kontrollieren soll, kommt irgendwann Leichtsinn, Neid oder Gier ins Spiel. Es soll sich doch auch keiner zuhause einigeln Andreas. Das ist ne ganz andere Baustelle meinerseits.

    Dein Freund hat ja dann ein paar Jahre Vorsprung Andreas, vergiss das nicht. Ich kann mir nicht vorstellen dass er vor zehn Jahren als er trocken wurde jede Party mitgenommen hat die ging ;)


    lg Maik und gute Nacht zusammen

    Na und wie gesagt ich versteh auch einfach nicht wieso man sich schon zu beginn seiner Trockenarbeit freiwillig in die Nähe des Zeugs begibt von dem es doch auch so schon schwer genug ist von loszukommen.


    lg Maik

    Hallo Andreas,

    Danke für Deinen Beitrag. Ich gebe zu dass die Art und Weise vielleicht nicht ganz in Ordnung war. Ich denke das liegt einfach auch daran dass es mir zur Zeit nicht so besonders geht, deshalb schreibe ich auch nicht so besonders viel. Ich weiß dass es mir normalerweise gut tun würde, aber gerade geht es einfach nicht.

    Trotzdem: Wenn Du mir das so sagst ist das Deine Meinung. Und entweder ich stimme Dir zu oder sage nä ;) Es ist Teil meiner Trockenarbeit mich zu finden, herauszufinden wer ich bin, meine Meinung zu finden und zu vertreten. Das habe ich all die Jahre nicht getan und bin gerade dabei mir das alles wieder zu erarbeiten. Ich habe schon öfters einen Beitrag wieder gelöscht bevor ich ihn abgesendet habe, weil ich mir einfach nicht sicher war dass es so richtig ist. Die Beiträge vorhin würde ich da aber nicht dazu zählen, obwohl ich eigentlich auch der Meinung bin das der Ton die Musik macht.

    Mir hat einfach nicht die Art und Weise von Volkmar gefallen wenn ich ehrlich bin. Man kann etwas agressiv meinen wenn man so schreibt wie ich vorhin, aber man kann auch etwas agressiv meinen so wie er es geschrieben hat. Letztere Variante finde ich persönlich hier in dem Forum nicht angebracht. Klare Worte: Ja Leute blöde von Hinten anmachen: Nein!

    Sorry Andreas, wünsch mir auch dass ich bald wieder in der Spur bin. Schönen Abend noch, lg Maik

    Hallo Andreas,


    ganz im Gegenteil. Gerade weil es mir zur Zeit so schlecht geht habe ich diesen zugegebenermaßen etwas sehr agressiven Beitrag geschrieben, weil ichs einfach nicht verstehen kann. Es gibt doch gerade zu Beginn soviel mit dem ich mich auseinandersetzen muß, wenn ich wirklich ernsthaft das Trinken aufgeben will, dass mir doch im Traum nicht einfallen würde auf ein Fest zu gehen auf dem getrunken wird. Der Sinn erschließt sich mir nicht, weiß ich doch wie oft ich viel zu schnell den Alkohol wieder in die Arme schloss.

    Am 12. Juni werde ich ein Jahr lang keinen Alkohol getrunken haben und ich weiß dass es noch sehr lange dauern wird bis sich bei mir so etwas wie Normalität eingestellt. Ich finde dass Volkmar einfach seine Prioritäten falsch gesetzt hat. Das Motto "wird schon schief gehen" ist mir zuwenig, dafür ist die Sache einfach zu scheiße ernst.


    lg Maik

    Hallo Volkmar,


    ich wollte Dir nicht zu nahe treten. Ich wollte damit bloß zum Ausdruck bringen die Trockenheit als ganzes zu begreifen. Natürlich sind das alles erstmal drastische Einschnitte, aber wenn ich auf den Rest meines Lebens schaue dann möchte ich dort nicht ein hecktisches mir beweisen zu wollen dass ich es aushalten kann sehen, sondern ich möchte Ruhe und Frieden haben in meiner Seele, denn nur so kann ich doch mit meiner Krankheit lernen zu leben.

    Ich bin noch weit entfernt von einem zufrieden trockenen Leben, aber ich gehe dem Alkohol wo ich nur kann aus dem Weg. Ich sitze als Nichtraucher nur dort wo nicht geraucht wird und habe somit Luft für andere Sachen in Reserve.


    lg Maik

    Hallo Marvormar,


    Du scheinst wohl immer noch zu glauben so weiter machen zu können wie bisher, dass vielleicht mit etwas Glück diesmal alles gut geht und der Alkohol jetzt einfach so für immer von Dir abprallt wenn Du vielleicht nur noch etwas stärkeren Willen zeigst?

    Dass Du auf dieses Fest gehst und es dort aushältst ist doch scheißegal, das kann jeder. Aber Du machst Dir etwas vor damit. Das Konstrukt in Deinem Kopf, das was Dich nicht frei werden lässt dass sitzt noch immer fest in Dir drin. Wenn Du wirklich für immer mit dem Trinken aufhören willst heißt das endlich loszulassen. Dieser ewige Kampf, hin und her, dieses ewige sich rechtfertigen, bist Du es nicht leid?

    Wenn Du aufhören willst dann richtig, dann lass endlich los. Lass den scheiß Alkohol los und dann willst Du gar nicht mehr auf irgendein Fest wo bloß gesoffen wird. Es wird so oft gesagt "Es reicht nicht aus nur nichts zu trinken". Dieser Satz liest sich so schnell dahin, doch wenn Du ihn auf Dich wirken lässt und mal genauer drüber nachdenkst, wirst Du eine tiefe Wahrheit in ihm erkennen.

    Ich habe losgelassen und trug zunächst eine tiefe Trauer in mir. Trauer und Wut dass ich der Mensch bin der ich bin und nicht normal. Auf der anderen Seite war dieses ewige hin und her im Kopf endlich weg. Dieser letzte Zweifel "irgendwie vielleicht" war verstummt. Ich glaube wenn dieser letzte Zweifel verstummt ist, stellen sich manche Fragen gar nicht mehr, denn dann bist Du stark genug dem Alkohol aus dem Weg zu gehen.


    Ich wünsch Dir Kraft und Glück, lg Maik

    Hey Schnuffig,


    gib Dir noch ein Zeit. Bestimmt wird es besser und dann siehst Du die Dinge vielleicht nicht mehr ganz so verbissen (ich weiß...) Ich bin mir ganz sicher dass Du irgendwann noch jemanden findest der auf Deiner Wellenlänge mitschwimmt ;)


    lg Maik

    Guten Morgen,


    würdest Du denn wirklich "Deine" Existenz aufgeben? Was ist denn das was Ihr jetzt habt? Willst Du denn eines Morgens aufwachen und dann bemerken dass Du Dein ganzes Leben für eine verlorene Sache gekämpft hast? Du sagst es ja selber, dass Du bereits seit zwei Jahren zur Caritas gehst. Aus zwei Jahren werden schnell zehn. Der Mensch ist sehr leidensfähig und gewöhnt sich irgendwann auch an die schlimmsten Lebensumstände. Ich spreche da aus Erfahrung. Irgendwann ist alles egal und dann hast Du verloren.


    Viel Kraft, lg Maik

    Guten Morgen Ihr Lieben,


    wollt mich mal wieder melden. Nicht dass Ihr noch denkt ich bin eingeknickt. Ich stehe noch, leicht gebeugt. Am Dienstag wurde meine Dosis verdoppelt, weil ich Raucher bin. In ein, zwei Wochen sollte es nun endlich Bergauf gehen. Es geht mir auch schon etwas besser.

    Im Nachhinein war diese Methode schon etwas gewagt. Nur einmal in der Woche einen Termin beim Dok zur Kontrolle... Naja aber ich habe es ja so gewollt und bin jetzt ganz guter Dinge. Mehr gibt es zur Zeit leider nicht zu berichten.

    Ich melde mich wieder , lg Maik

    Hallo,


    das ist ja alles eine ganz schöne Scheiße da bei Dir. Ich bin ganz ehrlich zu Dir: In Deiner Situation da ganz alleine, wüßte ich auch nicht ob ich jetzt noch nüchtern wäre. Nun ist es nunmal passiert. Kann man nichts mehr dran ändern. Wichtig ist jetzt dass Du Dich nicht aufgibst!

    Kannst Du nicht vorrübergehend irgendwie wieder hier nach Deutschland zurück? Hast Du keine Verwandten oder Freunde hier in Deutschland die Dir erstmal ein Ticket auslegen können, oder willst Du jetzt immer noch da bleiben? Komm doch erstmal wieder hierher zurück und komm wieder klar wenn Du hier bist. Hier bekommst Du erstmal alle Hilfe die Du brauchst und zwar kostenlos.

    Lass den Kopf nicht hängen. Selbst aus dem tiefsten Loch kommt man mit etwas Hilfe wieder raus.

    Ganz liebe Grüße Maik!!!!

    Hallo Andy,


    habe jetzt fast mein erstes Jahr ohne Alkohol hinter mich gebracht. War ein teilweise sehr hartes erstes Jahr, aber ich bin froh dass ich damals den der beiden Wege gewählt habe.

    Du hast Dich auch für das Leben ohne Alkohol entschieden. Das ist ein guter und wichtiger erster Schritt. Sei jetzt vorsichtig und höre immer gut in Dich hinein. Alles was Therapie und Nachsorge angeht kann Dir helfen, ist aber irgendwann wieder vorbei.

    Wichtig ist dass Du da wo Dein Leben stattfindet Veränderungen vornimmst, die Dir Deinen Weg erleichtern und Dir gut tun. Ein neues altes Hobby hast Du ja schon wieder für Dich entdeckt. Tischtennis habe ich früher auch sehr gerne gespielt.

    Manchmal muß man auch Entscheidungen treffen die man am Anfang vielleicht nicht so gut findet, die auf lange Sicht aber einen entscheidenen Punkt in der Trockenarbeit darstellen können. Ich meine damit solche Sachen wie z.B. : Freunden die gerne Trinken erstmal aus dem Weg gehen, Fußballspiele erstmal eine Zeit lang aussetzen, wenn immer Alkohol dabei konsumiert wurde. Als Beispiel, weißt schon wie ich es meine.

    Ich wünsch Dir was, lg Maik