Beiträge von Contemplation

    Guten Morgen Jürgen,


    ich war früher auch zweimal für die Woche für 2-3 h im Fitnessstudio, mit Sauna anschließend. Zusammen mit meinem Job im Walzwerk hat mir das damals auch völlig ausgereicht um abzunehmen. Ich habe damals keinen Ausdauersport betrieben. 3 mal Joggen pro Woche hat mir damals eine Ernährungstherapeutin während meiner ersten LZT empfohlen, weil ich nach dem Joggen noch fast 20 Stunden nachbrenne, sprich der Stoffwechsel und somit die Fettverbrennung weiter verstärkt aktiv sind.

    Wenn dann irgendwann meine Ziele in die Tat umgesetzt sind und ich auch wieder Arbeiten gehe, reichen zweimal Sport in der Woche vielleicht auch aus. ;)

    So bei uns strahlt heute Frau Sonne und wir haben schon den ersten Kaffee gemütlich auf dem Balkon getrunken. Sehr schön, ein gute Start in den Sonntag. Fahren jetzt gleich mal raus in den Garten etwas aufräumen und die Sonne geniessen.


    Wünsche Euch einen schönen Sonntag, lg Maik

    Ich wollte auch nochmal schreiben dass ich weiß dass mehr dazu gehört als schlank zu sein. Ich habe schon vor langer Zeit gemerkt, dass der Sport ein gutes Ventil ist um Dampf abzulassen und ich glaube auch dass der Sport in Zukunft in meinem Leben eine große Rolle spielen wird. Für mich und meine Freundin. Und ich dränge ihr da meine Meinung nicht auf. Wir sehen das beide so ;)

    Vor einem Monat:

    Sport regelmäßig, 3 mal die Woche 1h Joggen, essen Abends keins außer am Wochenende, rauchen auf dem Balkon ca. 15 Zigaretten pro Tag, Kaffee höchsten 3 am Tag, Computer war zu dem Zeitpunkt trotzdem ein großes Problem sehr viele Stunden am Tag,

    Dann Mittelohrentzündung und Zahnwurzelentzündung zur selben Zeit:

    Über 3 Wochen: Sport eingestellt, wollte Krankheit auskurieren, Resultat: noch mehr Zeit vorm Rechner, mehr gegessen, wieder angefangen vorm Rechner zu Rauchen und Kaffee zu trinken, länger wach geblieben, unruhiger Schlaf, komplett von der Außenwelt abgekapselt

    Nach einem Monat: fast Zusammenbruch mit beinahe Rückfall

    Erschreckend: Ich habe diesen schleichenden Prozess für mich gar nicht richtig war genommen, bis es fast zu spät war


    Erkenntnis: Diese Rückschritte haben mich fast meine Trockenheit gekostet und neun Monate zunichte gemacht.

    Konsequenz: Alle Computerspiele sind jetzt ausnahmslos vom Rechner, er wird bloß noch dazu genutzt ins Netz zu gehen oder mal einen Film zu gucken. Es fällt mir auh nicht schwer darauf zu verzichten, weil ich ersten weiß wo das enden kann und ich zweitens jetzt auch keinen Zeitdruck mehr habe andere wichtige Sachen schnell erledigen zu müssen um schneller wieder zocken zu können (Das hört sich sehr schlimm an beim schreiben)

    Sport sofort wieder angefangen, tut mir sehr gut

    Kaffee wieder reduziert, Kippen auch, schlaf wieder normal, Freundin auch wieder hier, kontakt zu "Außenwelt" wieder hergestellt ;)

    :arrow: Es geht mir wieder so viel besser, es ist einfach unvorstellbar für mich wie ich so schnell in alte Muster zurückfallen konnte ohne es so richtig zu bemerken. Das erlebte war für mich ein wichtiger Baustein meiner Trockenarbeit.

    Diät beginnt am Sonntag wieder, also Abends nichts essen. Somit wäre ich dann wieder da wo ich vor einem Monat schon einmal war, aber mit einer Zugabe, nämlich dass das verdammte Laster mit den Computerspielen endlich vom Tisch ist. Ich wußte dass es ein Problem ist, aber die eigentliche Tragweite wurde mir erst jetzt nach bewußt, nachdem ich fast einen Rückfall hatte.


    Ich wünsch Euch nen schönen Abend :) lg Maik

    Hallo Nys,

    ich trinke schon seit langem ausschliesslich Leitungswasser und wir gehen einmal im Monat zum McDoof.

    Kochen kann ich eigentlich ganz gut, habe mir viel von meiner Mutter abgekuckt und hole mir auch Anregungen aus dem Netz um was ordentliches auf den Tisch zu zaubern ;) Meine Freundin war eigentlich diejenige die ich erstmal von Pommes und Currywurst an den Herd gebracht habe und wir kochen jetzt meistens zusammen und probieren neue Sachen aus.

    Mein Problem ist dass ich eine sehr große Naschkatze bin und das halt meistens am Abend vorm Fernseher oder Computer. So Schoki und Popcorn und die ganzen Kinder Riegel Sachen, da kann ich einfach widerstehen :oops:

    Mein Abnehmrpogramm sieht in der Woche nach dem Mittagessen keine Nahrung mehr vor. Ich berichte dann mal wie es läuft. Bis jetzt hat es immer mal funktioniert und dann auch mal wieder nicht...


    Hallo Sternenhimmel12,

    ich weiß dass ich für mein nüchternes Leben und eine gute Figur hart arbeiten muss und ich weiß dass mehr dazu gehört als nichts mehr zu trinken und nicht mehr zu fressen. (fressen steht für ungesunde Lebensweise)

    Es wird schon so sein dass ich in meiner Sichtweise in den Augen vieler oberflächlich erscheine. Ich denke dass liegt auch an dem Erlebten in meiner Kindheit und Jugend. Ich denke auch daran dass ich mit meinem Aussehen so unzufrieden bin. Vielleicht relativiert sich das auch noch etwas.

    Ich habe in meinem Leben noch nie etwas geschenkt bekommen und erwarte das auch in Zukunft nicht. Dass mit der dick und dünn Disskusion können wir jetzt auch mal langsam abschließen, denke ich. Da kommen wir hier sowieso auf keinen Nenner ;)


    Hallo Nala,

    danke für Deinen Beitrag. Das schlägt ja ganz schön hohe Wellen hier mit dem abnehmen. Nervt langsam etwas :lol:

    Es ist natürlich immer auch eine Sache ob man in seinem Leben glücklich ist, ob man den richtigen Partner hat, einen guten Job, wie alt man ist, eben wo man steht.

    Ich hatte es schon einmal geschafft mein Ziel zu erreichen und über viele viele Jahre habe ich mir wieder alles angefressen und angesoffen. Mein Übergewicht ist das Resultat von 10 JAhren saufen und fressen. Es ist eine Altlast, die jetzt einfach nicht mehr in mein Leben gehört und die ich entsorgen muss um mein neues Leben auch ein neues Leben nennen zu können.
    Es ist für mich, ich will es für mich ;)

    Und meine Nüchternheit steht an oberster Stelle. Das ist mal klar, weil darauf baut sich ja alles andere auf.


    lg Maik

    Hallo Jürgen, hallo Andreas, und alle anderen,

    Ja Jürgen, so mit 100 kg wäre dass schon ein sehr gutes Gewicht, aber es ist ja dann auch so eine Sache und kann sehr anstrengend sein, dieses dann auch zu halten. Das kann sehr schwer sein.

    Das meine ich auch wenn man sich selber in seiner Haut wohlfühlt dann kann man auch ein paar Kilo mehr auf den Rippen haben. Aber von ein paar Kilo kann in meinem Fall ja keine Rede sein.

    Naja ich werde Euch weiterhin auf dem laufenden halten was die Fortschritte mit dem Abnehmen angeht. Ich habe meiner Freundin damals, obwohl ich übergewichtig war und sie na sagen wir mal etwas moppelig war, gleich gesagt dass ich sie etwas zu dick finde. Ich fand es wichtig da gleich für klare Verhältnisse zu sorgen...

    Bei den Umfragen standen die Frauen bestimmt immer mit dabei, als die Männer befragt wurden :twisted:
    So nun ist aber auch langsam genug ;)


    Ja Andreas die Computerspiele haben mich sehr von meinem Programm abgehalten und waren ein Puzzleteilchen, dass bei mir fast zum Rückfall geführt hätte. Dazu Heute Abend mal mehr. Ich habe die Momente und Ereignisse die mir nicht gut getan haben und fast zum Rückfall geführt haben für mich reflektiert.

    Ich versuche das Abend mal aufzuschreiben. Jetzt gehts auf nach PL Zigaretten holen und dann raus in Garten, mal schauen ob noch alles da ist.

    Ist Deine Frau zur Abendschule gegangen um Ihr Abi nachzuholen. Naja ich weiß wie Du es gemeint hast Andreas, danke. Mal sehen was die Zukunft so bringt. Ich mein meine Freunde haben ja alle schon große Schritte auf der Karriereleiter vollbracht und vielleicht kann ich ja da auch irgendwo reinrutschen. Mit meinen nichtvorhanden Preferenzen dürfte sich die ganze Sache sonst etwas schwierig gestalten. Aber wie Du schon sagtest, ein Schritt nach dem anderen.


    Schönen Samstag, lg Maik

    Hey Ihr Beiden,

    fettgemachte Farradspeiche hört sich gut an Mitch. Ich schätze dass ich mich heute mit 80 kg zufriedengeben könnte. Mein Idealgewicht würde aber mit 1,76 cm und meinem Körperbau bei 72 kg liegen...
    Schätze dass werd ich erst wissen wenns soweit ist.


    Das tut mir leid für Dich schnuffig das wußte ich nicht. Aber dann weißt Du ja wovon ich spreche. Ich kann auch den Menschen der in der Hülle steckt sehen, aber das kann halt nicht jeder. Ich denke dass ich bessere Chancen habe wenn ich schlank bin und mich wohl fühle.


    Aber es ist natürlich wahr, das kann jeder sehen wie er mag. Ist ja auch bloß meine Meinung ;)


    Wünsche Euch einen schönen Abend, bei uns ist Heute Game of Thron** angesagt.

    Morgen ist auch schon voll verplant.


    lg Maik

    Hallo Zusammen,

    Zitat

    Komm endlich ausm A...

    Vergrab Dich nicht zuhause...das heißt ja nicht zwangsläufig, daß Du ständig unter Menschen mußt...aber joggen z.B. ist ein guter Anfang. Geh raus an die frische Luft, schon ein kurzer Spaziergang kann helfen, die Dinge wieder etwas positiver zu sehen.

    Ich drück Dir die Daumen und hoffe, ich war nicht allzu direkt...wenn ja, war es jedenfalls gut gemeint

    Hi Andreas,

    direkt sein ist doch nichts schlechtes. Ich wünschte mir manchmal die Menschen in meinem näheren Umfeld würden nicht immer so um den heißen Brei herumreden. Vielleicht haben sie das auch von mir ;)

    Ich war Heute joggen und habe dass was ich mir vorgenommen habe auch umgesetzt. Ich bin seit ner Ewigkeit mal wieder ohne MP3-Player gelaufen, weil meine Batterien leer waren und ich keine neuen mehr hier hatte. Ich habe eine Stunde lang meinen Gedanken gelauscht. Es war sehr befreiend und zum Schluß war eine himmlische Ruhe im Kopf. Werde das auf jeden Fall beibehalten. Was das berufliche Angeht, mag ich noch nicht so recht drüber nachdenken, ehrlich gesagt. Ich komme da immer auf keinen Nenner :roll:


    Hallo Jürgen und Schnuffig,

    Ich habe beide Seiten der Medaille gesehen und würde mich selber eigentlich nicht als oberflächlich bezeichnen, auch wenn ich mir das von meiner Freundin oft genug anhören muss. Aber sie weiß auch nicht alles über mich. Ich will nicht sagen dass ich als Kind durch die Hölle gegangen bin wegen meines Übergewichtes und Aussehens. Ab einen gewissen Zeitpunkt würde ich mein Leben aber als sehr schwierig Bezeichnen. Als viele meiner Freunde Ihre erste Freundin hatten begann bei mir langsam eine Art Rückzug aus dem realen Leben.

    Ich stieß schon während meiner Schulzeit auf Menschen die mich wegen meines Gewichtes ablehnten. Mitschüler, Lehrer, ganz normale Menschen eben. Ich konnte es damals einfach noch nicht ändern, weil ich es zuhause nicht anders vorgelebt bekam und es für normal erachtete dass ich so war.

    Als ich dann zu Beginn meiner Lehre von zuhause weg nach Hamburg zog, lernte ich Menschen kennen, die mich zwar nach einer Weile als Menschen akzeptierten, aber ich merkte trotzdem dass sie sich wenn wir mal weg waren auf Partys, für mich schämten. Ich glaube dieses Gefühl zu emfinden dass sich jemand anderes deinetwegen Schämt ist das schlimmste überhaupt. Wir haben dann auch darüber gesprochen. Das ist wirklich ein schwieriges Thema, das weiß ich. Naja sie haben halt gesagt, dass ich ein super Typ bin aber dass sie mich doch für etwas zu dick halten.

    Was soll man davon halten? Waren diese Menschen Oberflächlich? Also ich für mich kann sagen nein das waren sie nicht. Wir haben uns alle zusammen im Fitnessstudio angemeldet, weil sie mich unterstützen wollten. Ich nahm sehr schnell ab und hatte Blut geleckt. Von da an hatte es vielleicht anderhalb Jahre intensiven Trainings gedauert bis ich endlich auf ca 70 kg runter war. Da ich von Hause aus nicht hässlich bin :shock: begann von diesem Zeitpunkt an ein Leben dass ich früher bloß aus meinen Träumen kannte. Ich war endlich ein normaler Mensch. Ich fühlte mich sauwohl und hatte es ab dieser Zeit um einiges leichter im Leben. Ich konnte mich einfach auf wichtigere Dinge konzentrieren, offener mit Menschen reden und umgehen und mußte die Menschen nicht erst überzeugen dass ich trotz meines Gewichtes ein netter Kerl bin und was aufm Kasten hab.

    Die meißten Menschen verbinden wohl dicke Menschen automatisch mit sich gehen lassen und willensschwäche...
    Ich kann bloß sagen wie es für mich aussieht.

    Zitat

    Damit passt du ja ausgezeichnet in diese Zeit, in der mit Schönheit das Äußere eines Menschen gemeint ist und ein gefälliger Körper eine Leistung darstellt, der man applaudiert und für die man auch bezahlt. Welchen Preis auch immer.

    Ich bin bestimmt einer der letzten dem die Welt in ihrem jetzigen Zustand gefällt. Für mich ist ein gefälliger Körper eine Leistung, die ich mir hart erarbeiten mußte und jetzt wieder muss.

    Ich nehme an dass Du noch nie größere Gewichtsprobleme hattest und Dein Mann auch nicht?!!

    Ein sehr guter Freund von mir wog schon immer 150 kg. Ja doch, glaub schon. Im Verhältnis zur Größe schon. Er ist sehr erfolgreich im Beruf und es stört ihn auch nicht sich nackt mit seinem Körper am Strand zu präsentieren. Er hat auch noch nie ernsthaft versucht sein Gewicht zu verändern. Er vertritt die Meinung dass er sich so wie er ist gut fühlt.

    Es kam bis jetzt zweimal vor, als er bei mir war dass wenn er was getrunken hatte ( das kommt sehr sehr selten vor dass er etwas trinkt) fast bei mir zusammengebrochen ist. Es war ihm anzumerken dass er am Boden zerstört war als er sich bei mir ausweinte und mir erzählte dass er noch nie eine Frau gehabt hat. Das geschah einmal als er 26 war und einmal mit 33 also noch gar nicht allzu lange her.

    Nun frage ich mich ob man da was austherapieren könnte, oder ob die Lösung des Problems vielleicht im Abnehmen liegen könnte? Ich weiß dass er einen sehr wichtigen Teil des Lebens niemals kennen lernen wird, ohne abzunehmen.

    Wie gesagt ich kenne beide Seiten und ich bin deshalb auch nicht voreingenommen, sowie viele andere Menschen die überhaupt gar nicht wissen was es bedeutet fett zu sein. Aber ich bin auch nicht dumm Schnuffig. Sagen dass ich Sokrates schön finde und dann mit Adonis von dannen ziehen kann ich auch ;)

    Zitat

    Aber ich finde es birgt auch die Gefahr des Scheiterns und der Frustration. Deine Ziele sind, wie ich finde sehr hoch und somit benötigst du wahrscheinlich auch viel Energie und Kraft, diese zu verwirklichen. Hast du so viel Kraft? Ich versuche mir kleinere Schritte zu überlegen und so Erfolge zu haben.

    Hallo Enya,

    schön dass Du schreibst. Ich komme mir etwas blöde vor weil ich Dir in der einen Nacht noch soviel vom Saufdruck erzählen wollte und dann am nächsten Tag fast selber auf die Nase gefallen bin. Naja.

    Diese Ziele die ich mir gesteckt habe erfordern natürlich erst einmal viele kleine Veränderungen im Leben. Bei mir hat es damit angefangen dass ich meine Zigaretten- und Kaffeekonsum eingeschränkt habe. Nur noch auf dem Balkon geraucht habe (was ich jetzt auch wieder tue). Ich hatte es schon geschafft zwei, dreimal joggen zu gehen in der Woche. Das will ich jetzt erstmal festigen. Also dreimal joggen in der Woche, bevor ich Anfange Abends das Essen wezulassen. Dann werden nach Fahrradfahren und Krafttraining dazukommen. Aber alles nacheinander. Das sind ja wenn Du so willst kleine Schritte.

    Die nächsten kleinen Schritte in Richtung Führerschein sind nächste Woche zur AWO zu meinem Suchtberater mich informieren und zu meinem Psychotherapeuten (wegen Bluttest, aber natürlich auch zum reden) Ich war schon einmal kurz vor der MPU weiß also dass da Vorbereitungskurse und jetzt meißtens diese unabhängigen Bluttests dazugehören. Aber die wenn die Frau aufm Amt mit dem Geld sagt ich soll das so machen dann wird das auch gemacht.

    Vielleicht habe ich ja Glück und diese Blutwerte werden auch akzeptiert.

    Das alles macht mir eigentlich Spaß, das Joggen und z.B. bin ich Heute vom Amt schön gemütlich nachhasue spaziert. War schön. Ich wurde mir bloß zu anstrengend weil es mir schon wieder zuhause zu bequem auf meinem Ar... machen wollte und dabei gar nicht mitbekommen habe wie sehr mir das schadet, bis es fast zu spät war.

    Ich habe jetzt alle Spiele vom Computer entfernt. Sprich ich habe keinen Druck mehr wenn der Computer an ist davor sitzenzubleiben und zu zocken. Seitdem ist schon wieder ein enormer Druck von mir genommen.


    Sorry falls ich was vergessen habe, war ganz schön viel und anstrengend :oops:


    lg Maik

    Ich habe mich in den letzten Jahren, auch dadurch dass ich kaum in meinem eigentlichen Berufsfeld tätig war und mich zuhause eher mit Computersachen und auch der Politk beschäftigt habe, in eine ganz andere Richtung entwickelt und ich denke wenn ich mein Selbstbewusstsein wieder da hab wo ich hin will, wird mir vieles leichter fallen.


    Liege ich denn wirklich so daneben mit meiner Denkweise und mache mir irgendwas vor?


    lg Maik

    Hallo Zotti,

    ich sehe das alles vielleicht zu verbissen. Das wird wohl so sein. Mit dem Gewicht.

    Ich habe einfach das Gefühl dass, wenn ich das erstmal erreicht habe, ich auch ein ganzes Stück, in meiner Trockenarbeit weiter bin.

    Es gibt da noch andere Gründe warum ich meine Prioritäten so geordnet habe. Es fällt mir sehr schwer offen darüber zu schreiben, weil es mir mein vergangenes Leben und meine Fehler wieder ganz ungeschminkt vor Augen führt.

    Als ich vor jetzt fast 17 Jahren meine Ausbildung zum Schlosser begann, blieb mir zum damaligen Zeitpunkt gar nichts anderes übrig als das so zu machen wie ich es getan habe. Ich wußte aber bereits damals dass das nicht mein Traumberuf ist, dachte aber wer kann sich seinen Beruf heutzutage noch aussuchen.

    Meine Stärken lagen immer schon im Lesen und Schreiben und im Reden. Ich frage mich oft wie mein Leben wohl aussehen würde, wenn ich damals eine andere Ausbildung bekommen hätte, oder das Abi gemacht hätte und vielleicht sogar studiert. Aber dazu war ich damals einfach zu faul und meine Zensuren sahen dementsprechend aus. Ich denke auch die sozialen Kompetenzen meiner Mutter (alleinerziehende Alkoholikerin) haben in meiner Entwicklung natürlich eine sehr entscheidene Rolle gespielt.

    Durch den Alkohol habe ich dann auch eine Umschulung zum Mikrotechnologen verhauen. Das wäre ein handwerklicher Beruf gewesen in dem ich mich gut hätte vorstellen können. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hätte durch Vitamin B damlas sogar einen Job in einer großen Chipbude bekommen nach bestandener Prüfung.

    Ich zog es jedoch vor einem Monat vor den Prüfungen einfach nicht mehr hinzugehen und mir zuhause die Birne ordentlich mit Crystal Meth, Cannabis und Alk vollzuballern. Ja das tut weh.

    Naja im Laufe der Zeit hatte ich viel mit Windows und Computern an sich zu tun. Hab mir sehr viel selber beigebracht und glaube mittlerweile überhaupt nicht mehr an eine Zukunft als Schlosser.

    Ich weiß, ich weiß. Ich mache mir keine Illusionen auf irgendein Wunder. Damals zu meiner Schulzeit konnte ich gut reden, gut mit anderen Leuten wenn ich sie erstmal gut kannte. Später dann als ich mich selbst verwirklicht hatte, mir meinen Körper so geformt hatte, wie ich es immer schon erträumt hatte, spürte ich dass ich am Ziel war und dass jetzt vieles einfacher wurde.

    Ich musste jetzt nicht mehr auf Menschen zugehen, denn sie kamen auf mich zu. Mit Menschen reden, sie beeinflussen zu können dass war ein Geschenk des Himmels für mich. Es war sicher eine Mischung aus meinem Aussehen und der damit gewonnenen Selbstsicherheit dass mir plötzlich alles so einfach von der Hand ging.

    Ich möchte das gern wieder haben, um jeden Preis.

    Das ist sehr harte Arbeit, das weiß ich, aber ich habe es schon einmal geschafft. Die Startbedingungen sind etwas erschwerter, aber es ist machbar, so denke ich jedenfalls. Übrigens Tina: Um 5 kg im Monat abnehmen zu können, müsste ich glaub ich zur Heckenschere greifen, aber das mal nur am Rande ;)

    Was ich damit sagen will: Vielleicht ergeben sich für mich ja noch andere Möglichkeiten wenn ich das erstmal erreicht habe. Andere berufliche Möglichkeiten. Um da hinzukommen ist natürlich der Alkohol überhaupt keine Option und sehr viel Disziplin erforderlich. Ich sehe meine "Abstinenz" als Grundlage für alles was jetzt kommt an, denn falls ich wieder anfangen sollte zu trinken, hätten sich diese Träume, die zum ersten mal seit langem wieder für mich fassbar sind, schnell in Luft aufgelöst.

    Was dann ist Zotti, weiß ich beim besten Willen nicht. Mir fehlt einfach die Vorstellungskraft und Hellseher bin ich auch nicht.

    Ich glaube aber wenn ich mich reinhänge und es mir gelingen sollte meine Pläne so umzusetzen, habe ich gute Chancen mein Leben zum Positiven zu verändern.

    Sorry, die Texte werden auch immer länger. Da hat sich wohl eine ganze Menge angesammelt bei mir.

    Das Schreiben zeigt mir auf wie weit unten im Dreck ich eigentlich noch stecke und wie verpfuscht mein Leben ist. Wenn ich es ehrlich aufschreibe, lässt sich nichts beschönigen, aber irgendwie hilft es mir auch. (Ist das schon wieder Selbstmitleid?)

    Aber so hat ja jeder sein Päkchen aufm Rücken.


    So jetzt gehts ne Stunde in den Wald joggen und dann aufs Amt den Wisch aus Flensburg vorbei bringen.


    lg Maik

    Ja Tina ich war auch überrascht. Wir sind dort ins Gespräch gekommen und sie meinte dass per Einzelfallentscheid der Führerschein bezahlt werden kann. Als ich dann freundlich zu ihr meinte dass ich aber selbst die MPU nicht stemmen könnte und es hier in der Region (eigentlich generell in meinem Job) ohne Führerschein eigentlich unmöglich sei einen Job zu bekommen und dann noch das mit meinem Schwiegervater erwähnt habe, stimmte sie mir zu und meinte dass sie das in meinem Fall auch bezahlen könnte. Warum sollte ich da Stillschweigen?

    Das mit den Tageszeiten hab ich "eigentlich" auch schon soweit hinbekommen. Es hapert einzig und allein noch etwas an der Umsetzung. Ein Plan wäre sicher etwas Gutes.

    Hallo Enya,


    ja es ist ein Plan den ich so ungefähr im Kopf habe. Ich könnte natürlich auch anders an die Sache rangehen und eine Therapie machen. Z.B.: Das es mir nichts mehr ausmacht dick zu sein und ich es hinnehme. Angsttraining, Konfrontationstherapie u.s.w. Hab ich alles schon durch. Bloß schlank hatte ich diese Probleme halt nicht. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß. Das Selbstbewußtsein war natürlich durchs Saufen trotzdem angeknackst. Also habe ich diese Reihefolge für mich erstmal so festgelegt. Es kann sich natürlich trotzdem noch etwas anderes ergeben, wenn ich mit meinem Dok rede. Ich bin da offen.

    Ist halt alles nicht so einfach. Es gibt ein paar Dinge mit den kann ich Leben und ein paar mit denen ich nicht Leben kann. Inwiefern diese noch einer Therapie würdig sind werde ich erst wissen wenn ich das erreicht habe, was ich mir vorgenommen habe.


    lg Maik


    P.S.: Die ersten Blutwerte hatte meine Hausärztin schon bei mir gemacht. Da ich ab nächster Woche ja wieder Kontakt zu meinem Psychotherapeuten aufnehmen möchte, ist das auch gleich eine gute Gelegenheit für weitere.

    Hallo Tina,


    Ja dass das alles nicht so optimal ist weiß ich auch selber. Einen Weg für mich den verfolge ich ja eigentlich schon länger. Ich war ja zwischenzeitlich schon mal bei 90 kg, bevor ich es geschafft habe mit dem Alkohol zu brechen.

    Mit dem Sport habe ich ja eigentlich schon während meiner ersten AEB im Jahr 2006 begonnen. Als ich dann mein Gewicht wieder einigermaßen im Griff hatte, war ich auch dazu in der Lage wieder zu arbeiten und habe auch sofort einen Job bei der Bahn bekommen, den ich aber ein Jahr später wegen des Alkohols wieder abbrechen mußte.

    Wieder richtig zugenommen habe ich eigentlich erst seitdem mir klar geworden ist, dass mit dem Alkohol jetzt entgültig Schluß ist. Also von 90 auf 115 seit Juni letzten Jahres. Ich habe es zähneknirschend hingenommen, weil mir das Essen sehr über die ersten Wochen und Monate meiner "neu gewonnenen Freiheit" geholfen haben.

    Dann kam der Winter und überall gab es Süßigkeiten und hier und da und Mutter macht Ente und sonstiges und ich hab mir gesagt na gut dann halt noch der Winter. Und es schmeckt ja auch. Das nicht trinken schlauchte ja auch und die Gefühlsschwankungen wollten ja schließlich mit Energie versorgt werden ;)

    Naja und jetzt hat das Abnehmen erstmal wieder oberste Priorität, denn ich weiß, dass davon alles für mich abhängt. Ich denke dass Sport in der Zukunft für mich sowieso einen sehr großen Stellenwert einnehmen wird. Ich denke er wird mein Ventil sein. Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen.

    Desweiteren hat sich für mich durch eine glückliche Fügung die Möglichkeit ergeben wieder an meinen Führerschein zu kommen. Da ich, wenn ich einen Führerschein hätte, theoretisch bei meinem "Schwiegervater" anfangen könnte zu arbeiten, hat meine Beraterin vom Jobcenter, sich dazu bereit erklärt, die Kosten für die MPU und den Führerschein zu übernehmen. Dass ich da jetzt natürlich am Ball bleibe brauch ich wohl nicht extra zu erwähnen.

    Es wurde bereits ein Zeitplan mit Ihr ausgearbeitet. Der erste Schritt, meinen Punktestand aus Flensburg anfordern, ist schon erledigt. Wie erwartet ist er mittlerweile wieder auf Null.
    Als nächstes werde ich zur AWO und mich dort erkundigen was jetzt als nächstes zu tun ist. Ich hatte mich schon einmal erkundigt und weiß daher dass man bevor weitere Schritte eingeleitet werden können, erstmal ein Jahr ohne Alkohol gelebt haben muss und auch stabil dabei. Wie das auch immer gemeint sein soll.

    Das wäre praktisch im Juni diesen Jahres. Bis dahin werde ich viel in der Natur auf dem Fahrrad unterwegs sein, so wie ich es damals in meinen Trinkpausen gemacht habe und Joggen und Krafttraining machen. Trotz meiner 115 kg kann ich Morgen locker eine Stunde laufen gehen und das habe ich mir auch vorgenommen für Morgen. Habe halt ziemlich viele Muskeln unter der Speckschicht. Da bin ich eigentlich ganz froh drüber.

    Ja ansonsten gibt es im Garten sehr viel zu tun wenn es endlich (bitte bitte lieber Gott lass es endlich Frühling werden) wieder wärmer wird.

    Ich wollte schon lange zu meinem Psychotherapeuten ins Krankenhaus gehen habe es aber immer wieder vor mich hergeschoben. Das hat sich ja jetzt erledigt. Montag früh rufe ich dort an oder gehe persönlich vorbei um einen Termin bei ihm zu vereinbaren. Mit ihm konnte ich eigentlich immer gut reden und wir kennen uns schon sehr, sehr lange.

    Ich hoffe dass, wenn ich für mich soweit bin, es auch mit dem Job gut klappt. Das ist etwas was mir noch am meisten Kopfzerbrechen bereitet. Hier in der Umgebung ist es eigentlich kaum möglich an einen Job ranzukommen. Als Schlosser auf Montage habe ich bis jetzt nur schlechte Erfahrungen gemacht, gerade was den Alkohol angeht. Eigentlich nur was den Alkohol angeht. Aber damit werde ich mich auch noch auseinandersetzen müssen.

    Vielleicht wird es ja auch beim Vater meiner Freundin was. Mal sehen.

    Wann dann mal irgendwann meine Freunde ins Spiel kommen weiß ich nicht. Momentan ist der Kontakt=0

    Das ist erstmal so das was sich Momentan in meinem Kopf abspielt und was ich so geplant habe.


    lg Maik

    Ich habe für mich erkannt, dass mir nicht alles zuviel wurde, sondern dass ich es mir so zurecht gelegt hatte, weil ich schon wieder in alte Muster zurückgefallen war. Ich habe das reflektiert und ändere das nun wieder.

    Erste Schritte sind schon wieder umgesetzt und ich bin guter Hoffnung.


    lg Maik

    Hallo Mitch,


    das mit der Tagesklinik war etwas rumgeeiert, geb ich zu. Ich wollt nicht dass der Eindruck entsteht, dass ich diesen Vorschlag gleich von Anfang an ablehne und wollte Tina nicht vor den Kopf stoßen. Da fehlt mir noch das tägliche Training an Konversationen mit Menschen, schätze ich.

    Es ist nur so dass ich schon sehr oft in Therapien, Tageskliniken und was es da sonst noch so alles gibt war. Ich habe eigentlich alles durch. Ich habe mit vielen Alkoholikern, Magersüchtigen, Selbstmordgefährdeten und sonstigen kranken Menschen reden dürfen, so dass ich für mich sagen kann: Mir reichts aus. Ich hab viel gehört und auch einiges mitgenommen, aber es reicht erstmal.

    Ich bilde mir auch ein es wirklich alleine schaffen zu können, wenn ich meine Ziele im Auge behalte. Ich denke auch dass ich jetzt nach fast zehn Monaten mehr richtig als falsch gemacht habe. Es fällt mir bloß schwer das für mich auch so anzuerkennen.

    Ich habe einfach Angst Leute zu treffen die ich kenne, weil ich mich für mein Aussehen schäme, auch für das was ich bin. Was der Alkohol aus mir gemacht habe. Für mich spiegelt mein Äusseres auch mein inneres wieder und ich bilde mir ein, erst vollkommen bereit für das normale Leben zu sein, wenn ich es geschafft habe mein früheres Aussehen also Gewicht erreicht zu haben.

    Dass das krankhaft ist und auch viel mit den hänselleien meiner Kindheit zu tun hat und auch damit, dass ich es schon einmal auf 70 kg gebracht hatte (zur Zeit 115 kg) und das für mich das größte war dass ich jemals erreicht hatte, steht ausser Frage. So ist es aber nunmal.

    Meine Hintertür ist dicht Mitch. Hört sich irgendwie komisch an. ;) Ich will gar nicht abstreiten, dass es vielleicht noch eine gibt, aber die Vorstellung mich irgendwann normal in unserer trinkenden Gesellschaft bewegen zu können, gibt mir im Augenblick noch die Hoffnung mich nicht von einigen Menschen die mir eigentlich sehr wichtig sind, gänzlich distanzieren zu müssen.

    Inwieweit das illusorisch ist, ist mir im Augenblick egal, denn das steht zur Zeit für mich auch nicht zur Debatte. Wenn es soweit ist werde ich weitersehen. Ich will keine Alkohol mehr trinken, da hast Du wohl etwas falsch verstanden. Ich stell mir vor beim z.B. : Angrillen dabei zu sein mitm O-Saft. Mit Angrillen sind halt Sachen gemeint in denen ich früher getrunke habe, was aber keine reinen Saufveranstaltungen waren. Das habe ich sowieso meist allein oder mit Saufkumpels getan.

    Ob das realistisch ist? Keine Ahnung. Wie gesagt, dass liegt für mich noch in weiter Ferne, aber die Vorstellung hilft mir zur Zeit noch. Ich bin aber auch zum erstenmal auf dieser Strasse unterwegs und ich mache mir nichts vor. Wenn ich geradlinig alle Tipps der langjährigen Abstinenzler in meine Trockenarbeit einbauen würde, wäre die ganze Angelegenheit vielleicht eine Nummer sicherer.

    Aber ich bin nunmal ich. Ich habe meine Erfahrungen, meine Bedürfnisse und meine Ängste. Ist nicht viel, aber baue ich auf. Ich habe den Glauben und festen Willen daran es schaffen zu können. Wie weit ich komme, werde ich sehen. Vielleicht gibts auch noch ne Runde ( was bei 35 ja sehr wahrscheinlich ist). Und das meine ich damit ich mach mich nicht verrückt dass ich vielleicht irgendwann wieder was trinken könnte, denn ich bin 35. Ich hab meine Ziele und die verfolge ich.

    Es ist ein schmaler Grat, dass weiß ich. Wenn ich früher gesagt habe ein ein Rückfall ist nicht so schlimm, daraus lernt man, dann war das ne ganz andere Nummer. Bis jetzt gehts ganz gut und mein Weg ist gut.

    Ich habe mich bloß schon wieder zu sehr ausgeruht auf meinem Hinterteil. Aber es war eher unbewusst, bis alles fast wieder zusammengebrochen ist.

    Hab Heute meine Bude wieder auf Vordermann gebracht, mir nen neuen Haarschnitt verpasst und war schön heiß baden. Meine Freundin ist auch wieder hier und ich hab neue Kraft gesammelt wieder Gas zu geben.

    Jetzt gehts noch ein bißchen raus. Fahrräder brauchen etwas Zuwendung. Ja die Sonne scheint. Das Problem sind die fetten Wolken die seit nem halben Jahr davor stehen ;)


    lg Maik

    Hallo Tina,


    eine Option wäre es sicherlich. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt. Ich werde sicherlich das Thema nächste Woche auch mit meinem Arzt besprechen so wie ich ihn kenne. Ich bin sicherlich zu wenig unter Menschen, das kann ich drehen und wenden wie ich will.

    Ich bin halt zur Zeit lieber allein. Es funktioniert ja auch ganz normal unter Leuten, wenn ich halt den Kopf nicht so voll habe. Naja, ich hab schon immer Angst jemanden zu treffen den ich kenne, um mich wegen meiner Krankheit mit demjenigen auseinandersetzen zu müssen.

    Das ich nach zehn Jahren, die ich größtenteils zuhause verbracht habe, wenn ich meine Saufphasen hatte, keine normale Beziehung zur Außenwelt habe, ist mir vollkommen bewußt.

    Ich weiß nur nicht was acht Wochen mit psychisch kranken Menschen in einer viel zu kleinen Tagesklinik bringen sollen. Ich war bereits zweimal dort zu meiner nassen Zeit. Es war die reine Beschäftigungstherapie, was zum Teil ja auch Sinn des ganzen ist, aber ich weiß nicht ob das im Augenblick das richtige für mich wäre. Hab schon soviele Körbe zuhause und in meiner Verwandschaft, dass ich gar nicht mehr weiß wohin damit. haha

    Es lief ja auch schon mal besser. Ich denke ich werde erstmal versuchen wieder mit meinem Sportprogramm anzufangen und mit der Essenumstellung. Ich habe beides seitdem ich eine Mittelohrentzündung und mit meiner Zahnwurzel hatte erstmal ruhengelassen.

    Das hat mir einfach nicht gut getan und ich bin teilweise auch wieder in alte Muster zurückgefallen (teilweise wieder in der Wohnung geraucht, viele Süßigkeiten, viel Kaffee und viel zulange wach geblieben) Es hängt da alles mit allem zusammen. Ich denke es waren viele, viele kleine Dinge, dazu zähle ich auch, dass ich erstmal wieder ganz alleine bei mir zuhause sein wollte, die das Fass zum überlaufen gebracht haben.

    Meine Freundin schläft jetzt wieder bei mir und wir haben uns vorgenommen jeden Tag an der frischen Luft was zu unternehmen. Die anderen Dinge versuche ich wieder Stück für Stück in die richtige Richtung zu lenken, so wie ich es bereits getan hatte und mich damit auch wohl gefühlt habe.

    Ich denke dass mir dann auch die anderen Sachen wieder leichter fallen werden. Z.B. unter Menschen zu gehen. Aber ich würde dann den Umgang mit normalen Menschen bevorzugen. Was ist schon normal? Nicht falsch verstehen. Ich finde dass die fantastische Arbeit machen, z.B: in der Tagesklinik, ich glaube aber dass mein Weg ein anderer ist, dieses mal.

    lg Maik

    Hallo Tayenne,

    im Grunde ist es, meiner Meinung nach, auch egal, was für ein Typ Alkoholiker man ist. Alpha, Beta, Gamma, Delta oder Epsilon. Typ I,II oder III Alkoholiker.

    Wenn ich erstmal "Blut geleckt" habe, kann der einzig richtige Weg, nur der ohne Alkohol sein.

    Schön dass es Dir so gut geht. Wünsch ich Dir auch weiterhin.


    lg Maik

    Hallo Schnuffig,


    da hast Du mein ganzes gelaber aber schön auf den Punkt gebracht. Ich habe das Gefühl dass ich durch die Sachen von außen, die ich aber freiwillig aus Mitleid oder um helfen zu wollen mache (einkaufen fahren für andere, die Zeitungen, ich mußte mich sogar schon ernsthaft mit dem Arbeitgeber meiner Mutter auseinandersetzen, zwar erfolgreich aber trotzdem kein positives Erlebnis für mich) mein Tempo nicht mehr selbst bestimmen kann.

    Durch diese Verpflichtungen, die ich aber angenommen habe als es mir mal besser ging, fühle ich mich aber jetzt, da es mir nicht so gut geht, stark unter Druck gesetzt. Eigentlich ist es lächerlich, die paar Dinge. Aber ich fühle mich dadurch wieder irgendwie fremdbestimmt.

    Jetzt gerade habe ich für diese Woche alles abgesagt. Ich weiß nicht genau ob es das Richtige war, aber das Gefühl jetzt nicht rauszumüssen wenn ich nicht möchte, ist stärker, als das Gefühl einige Leute dafür entäuschen zu müssen, aber mich dabei sehr unwohl und schlecht zu fühlen.

    Ich werde trotzdem versuchen ein bißchen an die frische Luft zu kommen.

    Ich komme mir schon ganz schön erbährmlich vor. Da läuft noch eine ganze Menge falsch im Kopf.


    lg Maik

    Ich vertraue meinen Gefühlen jetzt gar nicht mehr über den Weg. Irgendwie kommt es mir so vor als ob mein Gehirn verrückt spielt und ich die vielen Gedanken und Gefühle einfach gar nicht einer Gefühlslage zuordnen kann.

    Sind das vielleicht Lernprozesse oder ist das mein Gehirn das neue Verknüpfungen oder so erstellt. Ich komme mir so unwissend vor, weil ich nicht weiß was los ist.

    Bin etwas durcheinander, das bin ich oft. Wenn ich dann draussen unter Menschen bin wird mir das alles zuviel. Ich habe dann sowieso den Kopf schon so voll, mit Gedanken und Gefühlen, die ich nicht zuordnen kann und wenn ich dann noch auf andere Personen um mich herum achten muß, dann bin ich einfach überfordert und habe das Gefühl dann auch die Menschen nicht richtig einschätzen zu können.

    Mimiken und Gefühlslagen der Menschen dann nicht richtig erkennen zu können und auch völlig falsch einzuschätzen. Das macht es für mich sehr anstrengend "draussen" klarzukommen. Das ist aber nicht immer so. Einfach wenn sich meine Mühle sowieso schon im Leistungsmodus befindet.

    Ist das normal? Kennt Ihr sowas auch? Ist das vielleicht die Sozialphopie über die ich schon soviel gehört habe aber sie nicht genau einordnen kann? Es kann schon sowas in der Richtung sein schätze ich. Ich habe das nicht wenn es mir gut geht, wenn sich mein Selbstbewusstsein z.B. gerade auf einem vernünftigen Level befindet.

    Zur Zeit ist es aber wieder schlimm, vielleicht weil ich mich im Augenblick einfach nicht überwinden kann etwas zu unternehmen? Ich kann mich nicht aufraffen. Und dann kommt das wieder. Das ich mich unter Menschen einfach unwohl und sehr unsicher fühle.

    Sowas nennt man glaub ich einen Rattenschwanz. Naja eigentlich weiß ich ja was ich zu tun habe, damit es besser wird. Vielleicht schaffe ich es ja die Woche noch etwas zu bewegen. Am besten mich selber. Am Montag Morgen werde ich auf jeden Fall zu meinem behandelnen Psychotherapeuten im Krankenhaus gehen.

    Was haltet Ihr von Antidepressiver? Wer von Euch hat damit gute oder schlechte Erfahrungen gemacht? Ich wollte eigentlich völlig nüchtern in mein neues Leben starten, überlege aber ob ich vielleicht nicht doch mit meinem Arzt über eine eventuelle Behandlung spreche. Vielleicht würde es für einen gewissen Zeitraum alles etwas erleichtern. Oder laufe ich da erst richtig Gefahr mich mit dem was ich habe zufriedenzugeben.


    Viele Fragen, lg Maik

    Guten Morgen zusammen,


    Gestern war ein anstrengender Tag. Das Häkchen im Kalender für den gestrigen Tag ist gesetzt. Es ist das am schwersten erarbeitetste Kreuz im Kalender bis jetzt. Meine Erinnerungen an das erlebte Gestern sind lückenhaft und alles kommt mir wie ein schlechter Traum vor.

    Meine Freundin ist jetzt auf Arbeit und ich trink meinen Kaffee und weiß nicht so recht wie ich mich fühlen soll. Ich bin ehrlich gesagt etwas eingeschüchtert wegen Gestern und hab ein wenig Angst bei der Vorstellung, dass sich das Gestern erlebte in naher Zukunft wiederholen könnte.

    Die Angst vor der Angst, ich weiß. Ich versuche mich nicht in dem Gedanken zu verlieren und darauf zu warten dass sich der Saufdruck wieder einstellt aber wie gesagt ich bin ganz schön eingeschüchtert.

    Gestern war ich nur ein Augenzwinkern davon entfernt, die Arbeit von 9 Monaten zunichtezumachen. Ich mag mir gar nicht vorstellen was passiert wäre, wenn ich Geld in der Börse gehabt hätte.

    Heute wäre eigentlich Zeitungsaustragen angesagt (peinlich berührt bin). Ich unterstütze meine Mutter damit, trage einen Teil mit meiner Freundin aus, wenn sie Feierabend hat. Sonntags Frühs dasselbe Spiel. Ich habe Angst meine Wohnung zu verlassen, fühle mich im Augenblick hier sicher und würde aml iebsten alles absagen für diese Woche, bis ich mit meinem Arzt gesprochen habe.

    Aber eigentlich hatte ich den Saufdruck ja Gestern hier zuhause. Ich weiß nicht so recht was ich machen soll, allein schon beim Gedanken nachher raus zu müssen löst unwohlsein in mir aus, andererseits will ich meine Mutter auch nicht enttäuschen und ihr auch über den gestrigen Tag nichts erzählen. Sie würde sich bloß Sorgen machen.


    Naja mal sehen ist ja noch Zeit bis dahin.


    lg Maik