Beiträge von sarawen

    Hallo Tedda,

    bei deinen Partner klingt das eher nach einen typischen Alkoholiker. Im Alkoholfreien Bier ist auch Alkohol enthalten ebenfalls in Zahlreichen Lebensmitteln.
    Mein Vater hat auch Tage und Wochenlang nichts getrunken und dann plötzlich als wenn es keinen Morgen mehr gebe - einen Totalabsturz hingelegt.
    Mal ganz ehrlich glaubst du wirklich daran das er von nun an nie wieder was trinken wird?
    Was macht dieses Verhalten mit deinen Vertrauen?
    Ich traue meinen Partner der nass ist nicht mal Ansatzweise.
    Kannst du mit den Bedingungen so wie sie gerade sind zur Zeit gut leben?

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Da bringe ich ganz einfach mal den Satz der immer genannt wird wenn man meint das es nie wieder gut wird.... :"Jedes Ende ist ein Neuer Anfang".
    Es wartet ein neues spannenedes Leben auf dich. Momentan siehst du es noch nicht - gerade in der Weihnachtszeit und Silvester ist es für Alleinstehende oft schwer. Dennoch kommt ein neues Jahr und ein Neubeginn kann auch für dich eine positive Wendung nehmen.
    Du bist nicht alleine.... schreibe dir hier deinen Kummer on der Seele wenn du magst.... es wird immer jemand für dich da sein....

    Lieben Gruß + Kopf hoch!

    Sarawen

    Hallo RenateO,

    ich finde nicht das das nach alten fossilen Weib klingt. Vieles was du hier so treffend beschreibst ist doch tatsächlich so. In dieser hektischen und unruhigen Zeit ist es doch schwer Menschen zu finden mit denen man sich noch einfach unterhalten kann. Menschen rennen doch nur noch nebeneinander her.
    Die meisten Partnerschaften entstehen doch schon garnicht mehr auf normalen Weg sondern sind im Internet geschlossen worden. Es ist alles so Oberflächlich. Anhand eines Fotos wird entschieden ob der Partner passt.
    Ich halte diesen Trend u.a. für einen der Gründe warum es soviele Singles gibt.
    In mir ist Angst vor dem Alter - wenn es noch alles Anonymer wird sitze ich am Ende alleine in meinen kleinen Stübchen und habe weder Freunde, noch Familie geschweige denn einen Partner.
    Wo soll das alles noch hinführen?

    Glücklicherweise entdecke ich auch hin und wieder Menschen die noch reden ... mit denen auch im Bus ganz Spontan mal ein Gespräch möglich ist.
    Irgendwie habe ich Hoffnung das auch dahingehend ein Umdenken stattfinden und auch alte Werte wieder zählen.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Hallo Time,

    was hälst du davon dir einen Platz auszusuchen zu dem du hingehst wenn du Ruhe willst (das kann ja irgendein Ort sein wo du dich wohl fühlst)?!
    Vielleicht würde ich mir noch einen tollen Badeschaum reinlegen... od. ein Buch mit Gedichten. Was bei mir auch immer ganz toll wirkt zum entspannen sind Hörbücher.
    Es gibt mittlerweile auch tolle Meditations-cd´s.
    Hin und wieder besuche ich wenn es mir zuviel wird auch das Kino oder fahre zu meiner Mutter. Das losfahren ist zwar meist ein Angang aber wenn man erstmal auf den Weg ist - macht man auch keine Dummheiten (telefonieren oder besuchen von bzw. mit dem Suchtmittel).

    Vielleicht hilft dir auch eine DVD oder Kuchen backen wenn du Ablenkung brauchst....

    Wie geht es dir denn sonst heute?

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Hallo Ela,

    ich habe mir gerade deinen Faden mal durchgelesen und möchte nun auch ein bischen was hier lassen. Ich selbst bin auch mit einen nassen Alk zusammen und kenne deine Gefühle sehr gut. Kennengelernt habe ich ihn vor einen Jahr und ich kenne diese ganzen Ups and Downs und stünde ich heute nochmal vor der Entscheidung wäre ich das ganze sicher nicht eingegangen.
    Es ist schwierig gerade in der ersten Phase einen Cut zu machen. Man meint -- mit all der Liebe kriege ich ihn dazu aufzuhören. Dies ist jedoch ein Irrtum. Du solltest ganz stark darauf achten bei dir zu bleiben. Was meine ich damit!? ... Gehe deinen Hobbies und Interessen weiter nach... warte nicht auf ihn. Wird er verbal ausfallend - gehe. Lass dich nicht auf Disskussionen ein. Lass ihn alleine. Vorallem sei Konsequent. Wenn du sagst - hör auf zu trinken oder ich gehe - dann mach das auch.
    Ich habe meinen Partner gesagt das er sich entscheiden muß. Er ist nachdem ich mich einfach mal ein paar Wochen nicht gemeldet habe nun endlich selbst an den Punkt angekommen das er aufhören will. Ob diese Konsequenz reicht weiß ich heute noch nicht.
    Es kann sein das ich Anfang des kommenden Jahres vor einen Scherbenhaufen stehe.
    Eines solltest du dir jedenfalls klarmachen ....wenn du Depressionen hast - ist es wichtig einen ruhigen und gefestigten Partner an der Seite zu haben. Mit einen nassen Alk hast du einen Partner an der Seite der dir dies nicht geben kann.
    Ich will nicht sagen das solch ein Kontakt nicht auch funktioniert aber letztendlich müssen beide daran arbeiten gesund zu werden.
    Ich hoffe ich bin nicht zu Klugschei*** rübergekommen.
    Schau auf dich und gehe Achtsam mit deinen Nerven um.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Hallo Time,

    ich glaube man macht sich im Umgang mit unseren "Suchtmitteln" etwas vor. Indem man selber nicht konsequent ist und immer wieder dort hinkriecht (ich nehme mich da nicht aus!) - macht man immer wieder Schritte zurück.
    Es ist eine Krankheit - und wenn der eine heilt und der andere krank bleibt - steckt man sich immer wieder gegenseitig an.

    Lange Telefongespräche bringen nichts denn es landet bei deinen "kranken" Gegenüber nichts wirklich im Gehirn. Er sagt immer ja ...du hast recht aber er setzt es nicht um. Du reibst dich dich nur daran auf!
    Du redest und redest und er trinkt und trinkt. Wo führt das hin?
    Lass ihn doch ziehen... er hat sich entschieden.

    Du hast dich auch entschieden ... du möchtest ein schönes Leben mit Menschen an der Seite die auch morgen noch wissen was du gestern gesagt hast und die dir "echte" Gefühle entgegenbringen. Diese Gefühle werden nicht mehr Emotionsgeladen sein sondern Ehrlich. Wenn du streitest mit deinen "neuen" Partner wird dir jemand auf Augenhöhe begegnen.
    Zur Zeit macht dass mit deinen xy keinen Sinn - er will es doch nicht mal versuchen.
    Du weißt es im Grunde und so traurig es ist - er ist für sich und du für dich verantwortlich.
    Komm in den geschlossenen Bereich ... da kannst du auch private Nachrichten versenden und mit den einen oder anderen vielleicht auch telefonieren (kostet allerding ein bischen was aber auch das lohnt).

    Ansonsten wünsche ich dir einen schönen Tag.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Hallo Time,

    eines der fatalen Dinge ist immer dass wieder Hoffnung geschöpft wird - gerade wenn es denn mal nett ist.
    Bei meinen Partner und mir sind die Tage die wir zusammen verbringen auch immer von sovielen Faktoren abhängig.
    Hoffnung mag ich momentan garnicht mehr schöpfen. Er weiß mittlerweile schon genau worauf ich anspringe und kennt auch meine Schwachpunkte.
    Oftmals geht es doch nur darum den anderen in Sicherheit zu wiegen.

    So landet er dann auch wieder in deinen Kopf ... du fängst an zu analysieren und zu überlegen und am Ende des Tages bist du vom vielen Grübeln total müde.

    Letztendlich entscheidest du selbst ob du diese Gespräche willst und was sie dir geben.
    Ich an deiner Stelle würde mich jetzt einfach ein bischen pflegen ... mach dir einen schönen Tee und kuschel dich auf die Couch oder ins Bett.

    Wünsche dir eine gute Besserung.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Hallo Time,

    ich denke diese Up´s and Down´s die du da beschreibst sind doch normal. Meist sind es Eindrücke oder Erfahrungen die gerade in dieser häufig dunklen Jahreszeit hochkommen.
    Das Jahr neigt sich dem Ende zu und man hat wieder viele Erinnerungen mehr im Kopf.
    Das traute Zusammensein gerade auf Weihnachtsfeiern trägt auch nicht immer dazu bei dass man sich gut fühlt.
    Mich bedrückt diese Zeit auch immer ein wenig. Allerdings ist für mich das schlimmste Fest garnicht mal das Weihnachtsfest selbst sondern eher Silvester.
    Ich bin dann manchmal richtig Melancholisch.

    Der Wunsch danach dass alles besser wird ... wer hat den nicht!? Gerade hier im Forum sind viele die das auch so empfinden.
    Es wird auch besser - manchmal ist es dass man innerlich endlich loslassen kann und hin und wieder gibt es sogar dass ersehnte Happy End bei dem beide wieder zueinander finden.
    Das letztere sehe ich eher skeptisch ... für mich sind Partner wie wir sie haben /hatten chronisch Kranke (Rückfall nie ausgeschlossen).

    Was mir ausserdem gerade einfällt ... es sagte mal jemand zu mir dass man mit Wut auch viel Energie entwickelt. Was tust du um diese abzubauen? ... Ich tanze dann meistens.... :wink:

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Guten Morgen Time,

    wie geht es dir heute? Ich hatte gestern auch wieder einen Termin bei der Suchtberatung und habe schon einige Erkenntnisse dabei für mich gewonnen.
    Ein wichtiger Punkt ist dass ich genauso rumeiner und nicht viel besser bin wie er. Konsequentes Handeln soll im Umgang mit Suchtkranken ein absolutes Muss sein... Wenn eine Trennung angekündigt wird bei mir z.B. mit einen "Leb wohl" dann muß dass auch so durchgezogen werden.
    Ich hatte der Therapeutin einfach mal den Schriftverkehr mit ihm in die Hand gedrückt und sie gebeten diesen durchzulesen. Sie hat gelesen ... und meinte dann im Grunde haben wir 2 Stunden darüber geschrieben dass wir uns lieben aber ich will dass er zur Entgiftung geht und er dass zwar möchte- aber nur wenn ich ihm helfe.
    Toll - wir haben uns geschlagene 2 Stunden im Kreis gedreht - für nichts und wieder nichts.
    Wenn er gewollt hätte wäre er schon längst gegangen.
    Er tut es nicht ... und ich warte und hoffe.
    Irgendwie ist es einfacher anderen Ratschläge zu geben - auch dass hat man ja Jahrelang trainiert - sei es bei den Eltern oder nun bei den Leuten die hier im Forum sind um sich Hilfe zu suchen.
    Die Therapeutin meinte Co - Abhängig bleibt man für immer.
    Man kann heilen aber wird immer sehr auf sich achten müssen. Du siehst auch ich muss lernen und mache viele Schritte zurück aber hin und wieder auch welche nach vorn.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Guten Morgen liebe Time,

    mein Partner ist zur Suchtberatung gegangen, war dort 3 x von insgesamt 6 Terminen und das ganze zog sich mittlerweile 3 Monate hin. Jedesmal wenn wir Ärger hatten hat er die Termine abgesagt ... mittlerweile denke ich er wollte mich für meinen "bösen Ausrutscher" bestrafen. Er weiß dass mir die Termine wichtig sind.
    Gestern hat er sich wieder gemeldet und wieder habe ich versucht auf ihn einzuwirken. Der Chat ging die ganze Zeit hin und her - er wollte mich wieder sehen und das möchte ich zur Zeit garnicht mehr. Er hat nicht vor etwas zu tun und jeden Monat länger mit ihm versperrt mir den Weg jemanden zu begegnen mit dem eine Zukunft möglich ist.
    Ja es gibt sie eine Zukunft mit einen Mann bei dem man nicht darauf achten muß was und wieviel getrunken wird.
    Für mich gibt es jetzt jedoch erstmal eine Zeit in der ich lerne auf mich zu achten und liebevoll mit mir umzugehen.
    Wenn mein Partner sich besinnen sollte und endlich seinen Ar** bewegt- dann kann ich vielleicht irgendwann wieder mit ihm einen gemeinsamen Weg beschreiten.
    Leider glaube ich daran nicht mehr denn in mir hat sich ein wenig Erkenntnis breit gemacht.
    Ich weiß sogar warum er sich gestern wieder gemeldet hat ... das Wochenende steht vor der Tür und man möchte vielleicht mal wieder jemanden im Bett haben (Bier und Frau - wow klasse).

    Ich glaube man macht sich gerne etwas vor und wünscht sich Erkenntnis die bei den meisten Suchtkranken wohl immer erst kommt wenn der Anlass stimmt (Frau weg, Job weg etc.).
    Reden bringt nichts ... und ist vertane Zeit.
    Wie hoch sind die Chancen das der Partner sich bewegt wenn die Frau gegangen ist?
    Wohin führen die ganzen Gespräche die sich immer und immer wiederholen und meist um Alk gehen?
    Macht eine Beziehung zwischen Süchtigen und Co. überhaupt Sinn?

    Die längste Beziehung hatte ich mit einen Mann der weder getrunken noch geraucht hat - ich habe sie beendet weil ich den Eindruck hatte es fehlt etwas. Heute weiß ich dass es mein Verhaltensmuster war dass dem im Weg stand.

    Was hält dein Therapeut eigentlich von Beziehungen im Allgemeinen zwischen Co und Suchtkranken?
    Hast du dir schon einen Plan zurechtgelegt wie du zukünftig den Verlockungen einer Kontaktaufnahme begegnen willst?

    LG

    Sarawen

    Guten Morgen,

    ich kann aus meiner Sicht auch sagen dass ich mehr als einmal in einer Schleife war. Bei uns lief es bisher immer so ab:
    Er: wenn du mich lieben würdest wärst du immer für mich da?
    Ich: aber ich bin doch für dich da...
    Er: du lässt mich immer allein...
    Ich: ich muß nun mal arbeiten...
    Er: nie sprichst du was mit mir ab
    Ich: was soll ich denn mit dir absprechen?
    Er: deine Termine...
    Ich: wie soll ich das denn mit dir abstimmen?
    Er: in einer guten Partnerschaft spricht man sich ab....
    Ich: also soll ich bei jeden Termin nach Absprache mit dir noch Rücksprache halten?!
    Er: nein, das habe ich so aber garnicht gesagt...
    REPEAT....

    Diese Gespräche haben sich irgendwann hochgeschaukelt und dann wurde sich wieder versöhnt. Diese ging natürlich immer von meiner Seite aus ... da ich laut seiner Meinung in Beziehungen alles falsch mache. Er wollte mich zurechtbiegen.

    Zur Zeit kostet es mich eine Wahnsinnskraft nicht hinter ihm her zu telefonieren oder E-Mails zu schreiben.
    Wenn ich das tue dann bin ich sofort wieder in eine Dauerschleife ... Liebe-Krach- Liebe.
    Natürlich wäre es mir lieber ich sässe zu Weihnachten nicht alleine vorm Tannenbaum und fühle mich hin und her gerissen aber so kann es nicht mehr weitergehen.
    Man sagte mir mal dass jeder Fall anders gelagert ist und dann meint man "ich bin die Ausnahme - mein Partner ist anders und hat verstanden". Mittlerweile sehe ich das anders.
    Er hat auf Zeit gespielt und gehofft wenn er so tut als wenn er aufhören will und hin und wieder das sagt was ich hören möchte "für dich mein Schatz höre ich auf ..." dann bleibe ich bei ihm.
    Es wiederholt sich immer wieder.

    Für mich ist es momentan der 3 oder 4 Versuch aus dieser Kiste rauszukommen.
    Teilweise habe ich Bauchschmerzen dabei denn ich vermisse diesen Menschen wie nichts gutes. Ich könnte in Tränen ausbrechen.
    Gestern sagte mir ein wirklich lieber Freund "du bist eine hübsche, attraktive Frau und könntest jeden Abend 5 Männer kennenlernen". Meine Gegenfrage: "warum kämpft er dann denn nicht um mich?" seine Antwort: "er ist mit einen anderen Kampf beschäftigt, wäre er Gesund
    würde er kämpfen".
    Das schlimme ist das meine eigene Co - Abhängige Mutter mir sagte dass ich gerade 11 Monate meines Lebens verschenkt habe.
    Ich habe soviel Sehnsucht im Kopf und zweifel wieder daran dass ich letzte Woche das richtige getan habe...auch da war es wieder ein Sinnfreier Streit und meinen letzten Satz hat er bis heute nicht kommentiert.

    Nun ist das hier auch wieder länger geworden als Geplant aber ich mußte das loswerden.

    Hallo Mieni,

    das sich nicht festlegen wollen (können) kenn ich von mir auch. Ich lasse mir immer eine Hintertür offen damit ich immer gehen kann. Letztes Jahr habe ich aus diesen Grund meine Beziehung nach 6 Jahre beendet (Grund: er wollte heiraten!). Ein Leben ist so kaum möglich und seit diesem Jahr bin ich dabei für mich zu schauen dass ich heile. Alleine in diesem Jahr habe ich sovieles bei mir entdeckt und teilweise stehen mir die Nackenhaare zu Berge.
    Ich scheue die Verantwortung und mag mit niemanden Krieg haben. Dadurch bin ich immer schwammig in meinen Aussagen. Nein sagen kann ich nicht und meist muss ich total sauer sein bis ich selbst Dinge anspreche die mich stören... es gährt in mir und irgendwann bricht das dann aus.
    Du siehst ... für einen normalen Mann wäre ich die Hölle auf Erden :lol:

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Zitat von sarawen

    Ich fühle mich schon geliebt. Er setzt sich so weit er es eben kann mit meinen Gefühlen auseinander und versucht derzeit auch etwas an seiner Sucht zu tun.
    Er ist hin und wieder sehr liebevoll und lässt mich auch mal los. Leider kann er es nicht immer.
    Er hat Angst mich zu verlieren und sagt es mir auch sehr oft ... leider steht diesen Wunsch eine unbändige Angst vor dem Entzug gegenüber.
    Dennoch entstehen viele Streitereien... und das kann auch zur Trennung führen.... wir haben dann Pausen. Mit diesen komme ich zwar mittlerweile klar - dennoch fühlt es sich blöd an.

    Hallo Martin,

    erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Das was du beschreibst kennen hier einige. Nicht selten sind es nicht die Suchtkranken die sterben sondern die Co - Abhängigen. Daher kannst du im ersten Moment froh sein das du die Chance hast nun selbst zu heilen.
    Es gibt viele Bücher die man auch im Buchhandel zum Thema Co - Abhängigkeit finden kann. Wenn du magst schau doch einfach in das eine oder andere mal rein. Mir hat im ersten Moment "Ich lasse DEINES bei Dir - Co-Abhängigkeit erkennen und lösen" von Susanne Hühn sehr geholfen. Dies ist jedoch auch sehr Spirituell und manch einer findet da nicht so recht den Zugang.
    Ich wünsche dir für die kommende Zeit alles Gute und das du es schaffst die vergangene Zeit für dich aufzuarbeiten.

    LG

    Sarawen

    Als ich das gerade hier las dachte ich wie ähnlich manche Geschichten doch sind.
    Auch ich habe mich schon 3 x getrennt und jedes mal stand er Wochen später wieder vor der Tür.
    Er braucht seine Co die immer parat steht. Oft wird sich getrennt damit man in Ruhe weiter saufen kann aber das weißt du ja sicher vom lesen hier.
    Die ersten Tage sind immer schlimm aber es wird besser ... du darfst nur nicht schwach werden.

    Lieben Gruß + Kopf hoch....

    Sarawen

    Ich fühle mich schon sehr geliebt. Er setzt sich so weit er es eben kann mit meinen Gefühlen auseinander und versucht derzeit auch etwas an seiner Sucht zu tun.
    Er ist sehr liebevoll und lässt mich hin und wieder auch los. Leider kann er es nicht immer.
    Er hat Angst mich zu verlieren und sagt es mir auch sehr oft ... leider steht diesen Wunsch eine unbändige Angst vor dem Entzug gegenüber.

    Als ich das eben gelesen habe - tat es mir unendlich leid. Es ist so bitter das man an den Verhalten eines Menschen nichts tun kann. Jeder Griff zum Alk od. anderen Suchtmittel geschiet ganz alleine. Deine Schwester hätte sich Hilfe holen können oder sich einen von euch anvertrauen können.
    Für euch bleibt dann einfach nur noch das verarbeiten. So traurig das ist aber auch daran lernt und wächst man.
    Manchmal sind es die Partner, die Eltern oder auch die Geschwister die man daran verliert. Ich habe meinen Vater (68 J.) und meine Tante (41 J.) daran verloren. Mein Partner ist auch krank und ich weiß nicht ob er den Bogen noch rumreissen kann.
    Mittlerweile finde ich mich ganz langsam damit ab das ich den Menschen nicht helfen kann.
    Das ganze nennt sich auch ein Stück weit loslassen. Man kann niemanden dazu zwingen zu leben.

    Euch wünsche ich die Kraft die künftigen Entwicklungen die da nun auf euch zukommen zu verarbeiten.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Liebe Aurora,

    auch ich wünsche dir alles gute für diese schwere Zeit und hoffe die kommenden Wochen werden nicht zu schlimm für euch.
    Die Eltern sollten nie ihr eigenes Kind begraben müssen. Zum Thema Abschied und Verlust des Kindes gibt es viel im I-Net.

    Du bist solch ein lieber Mensch und ich hoffe das die kommenden Jahre nun etwas Glücklicher werden.

    Dir auf den Weg dabei alles Gute.

    LG

    Sarawen

    Liebe RB,

    auch ich lebe in einer Beziehung mit einen nassen Alkholiker. Wir wohnen ebenfalls nicht zusammen.
    Ich bin mit ihm nicht ganz ein Jahr zusammen und weiß was du durchmachst. Gerade in der ersten Zeit in der man doch so verliebt ist soll man etwas beenden und kann es einfach nicht.
    Das schlimmste an der ganzen Sache ist das sich jedes Thema immer nur um Alk dreht. Zumindest ist es in meiner Beziehung so ... das macht das ganze irgendwie anstrengend und unglaublich Kraftraubend.
    Das was an Beziehungen normalerweise schön ist wird dadurch immer mehr zerstört.
    Ich klinke mich zwischenzeitlich immer wieder aus und mein Partner geht mittlerweile zur Suchtberatung. Die Unterlagen zur Klinik hat er schon zuhause und plant mittlerweile schon seinen Entzug.
    Je härter ich bin desto mehr bewegt er sich in meine Richtung. Das war und ist für mich teilweise schon Quälerei. Ich habe noch immer Rückfälle und muß sehr stark auf mich achtgeben.
    Er hat die Neigung jemanden zu vereinnahmen und ich lasse das leider auch immer wieder zu.
    So werden Freundschaften und Kontakte zerstört - so das man am Ende nur noch gegenseitig Süchtig aneinander klebt.
    Den Kreislauf durchbreche ich gerade und versuche wieder mehr unter Menschen zu kommen.
    Es gibt mittlerweile kleine Fortschritte und ich bin dann auch Stolz auf mich.
    Wenn er blöd zu mir ist gehe ich einfach und lasse ihn in Liebe fallen. Ich bleibe bei ihm wenn ich mich wohl fühle. Tue ich das nicht geht es für mich wieder heimwärts.
    Ich besuche selbst mittlerweile ebenfalls die Suchtberatung und habe eine sehr liebe Therapeutin dich sich um mich bemüht - das hilft mir manchesmal mit der Situation klarzukommen.
    Ob er etwas tut oder nicht liegt immer ganz bei ihm -du kannst ihn nicht dazu zwingen aufzuhören. Letztendlich hast du einen Partner und doch wiederrum keinen. Solange du ihn bemuttern musst wie ein Kind ist er keiner mit dem man etwas aufbauen kann geschweige denn eine Zukunft hat.
    Leider ändert sich erst dann etwas wenn du etwas änderst.
    Mit meinen Partner rechne ich im Moment nicht ... ich schaue und beobachte. Spätestens wenn die Termine bei der Beratung um sind weiß ich ob etwas bei ihm angekommen ist.
    Tut sich bis dahin nichts ... weiß ich das er mich hinhält und dann werde ich den Worten hier in deinen Thread Konsequenzen folgen lassen müssen. Das habe ich auch schon öfter gesagt aber bisher die Konsequenz gescheut.
    Loslassen bedeutet manchmal das man auch eine Beziehung verlässt in der man liebt und das macht es so bitter.
    Das gehen tut weh und je länger man zögert umso schwieriger wird es. Was man mir immer -egal wo- vorgeworfen hat ist das man seine Drohungen wahrmachen muß. Leider kann ich es auch noch nicht perfekt aber man kann das lernen.
    Ich hoffe du kannst irgendwann für dich sagen das es dir gut geht.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Ich gehe mittlerweile zur AWO und versuche dort gerade mit der Gruppenleitung eine Gruppe für Angehörige auf die Beine zu stellen. Mit Psychotherapeuten stehe ich auf Kriegsfuss - die kassieren meist nur die Beläge der Krankenkassen um abzurechnen daher kann ich davon nicht Positiv berichten. Zudem ist es häufig immer noch so dass Therapeuten nicht unbedingt geschult sind in Rtg. Co - Abhängigkeit. Einige wagen sich an das Thema nicht ran und lehnen eine Behandlung daher auch schon mal ab.
    Mir bringt das Gespräch mit Gleichgesinnten sehr viel. Zudem habe ich mittlerweile einige Seiten im I- Net gefunden in denen sich gleichgesinnte so wie hier austauschen können.
    Ich lese mich zudem viel bezgl. des Themas ein und habe auch einige Bücher hierzu zuhause.