Beiträge von sarawen

    Hallo Lindi,

    möchte euch nicht stören :wink: . Wollte mich einfach aus meinen Urlaub rückmelden. Habe gerade bei Renate gelesen das du meinst ich wäre verstummt. Das bin ich nicht ... habe mich nur etwas sortiert und meinen Urlaub genossen. Habe gerade die Diskussion in meinen Fädchen wieder aufgenommen. Bei dir scheint allerdings auch gerade etwas zu passieren. :)

    Wünsche dir bzw. euch einen schönen Tag.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Guten Morgen Matthias,

    es ist scheinbar die Sucht nach dem Partner der die Einsicht verhindert. Der Tiefpunkt ist (noch) nicht erreicht. Einige erreichen diesen nie und das gilt es eben auch bei den Co´s.
    Das etwas nicht stimmt merken diese zwar schon aber dennoch wird eben nicht die Wurzel des bösen entfernt und eher weiter um das Übel gekreist.
    Der Süchtige müsste das Suchtmittel aus seinen Leben verbannen und einige werden das nie können.

    Hab einen schönen Tag ...

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Guten Morgen,

    ich habe in vielerlei Hinsicht reinen Tisch gemacht. Es war der Zeitpunkt erreicht wo eben nichts mehr geht. Der Topf war voll und ich habe voller Ruhe gesagt was ich empfinde. Ob das nun gut angekommen ist weiß ich nicht. Wichtig ist das es mir gut geht. Jeder bleibt nun mal bei sich.
    Alles was mich stört habe ich aufgezählt...das nicht melden können wenn er seine Kids hat.
    Das mich ausblenden... auch wenn ich in FB drin stehe fühle ich mich versteckt.
    Es ist sein Punkt daran etwas zu ändern. Ich bin es zur Zeit Leid etwas vorzuschlagen. Für meinen Teil kann ich damit nun besser um. Im Grunde fühle ich mich heute erleichtert denn nun sind die Fronten geklärt.
    Am Wochenende war ich seit langer Zeit wieder mit meiner Freundin unterwegs.
    Es hat Spaß gemacht und ich habe anhand von Blicken gesehen das auch etwas anderes gehen würde. Das gibt auch ein wenig Selbstbewusstsein.
    Die letzten Tage habe ich angefangen an meinen Hobbies rumzufeilen. Ich versuche rauszufinden was mir Spaß machen könnte.
    Schwimmen ist das eine ... da habe ich gerade Kontakt aufgenommen und werde das wohl durchziehen.
    Ansonsten schwebt mir immer noch Zumba im Kopf rum.
    2 x die Woche wäre Sport wahrscheinlich eine gute Sache (1 x schwimmen, 1 x tanzen).
    Klingt irgendwie gut.

    Mal schauen was ich umsetze.
    Lieben Gruß

    Sarawen

    Hallo Renate,

    ich denke es ist immer von dem Entwicklungsstatus abhängig. Manche die hier ankommen wollen sich einfach nur Luft machen.
    Andere sind vielleicht auch schon in der Phase das sie sich auch anderswo Hilfe gesucht haben.
    Terminlich ist man da dann manchmal schon ziemlich am Limit. Es gibt bei mir Wochen an denen ich Di. Gruppe habe, Do. Psychologin und am Mittwoch dann vielleicht auch noch AWO. Das sind alles Termine die ich bzgl. Alkohol und der Aufarbeitung Co - Abhängigkeit habe.
    Das Schreiben hier erfolgt hier dann auch noch. Als ich mich Akut getrennt hatte - war es auf jeden Fall mehr. Nun dient es nur noch meinen Seelenfrieden.
    Klar fühle ich mich auch betroffen wenn ich lese das es anderen Schlecht geht wenn der Partner mal wieder gesoffen hat. Dennoch sehe ich auch immer wieder das es sich eben um Erwachsene handelt. Entweder sie nehmen die Hilfe hier an oder aber eben nicht.
    Wer schreibt bleibt - wer gehen will der geht.

    Das nur meine Meinung dazu ....

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Guten Morgen Lindi,

    oft nimmt man in den Moment nur eine bestimmte Situation wahr. Da ist die Wahrnehmung quasi eingetrübt.
    Jeder hat nun mal Vergangenheit und ich denke ein jeder trägt etwas davon mit sich durchs Leben.
    Man hat sich seinen Platz erarbeitet und möchte nun vielleicht auch einen Partner der eben nicht noch finanziell so gebunden ist.
    Zur Zeit lote ich für mich aus ob ich damit überhaupt zurecht komme. Dabei frage ich mich was mir in einer Beziehung wichtig ist!? Wie unabhängig kann und will ich sein? Wie weit kann ich dieses Leben mit diesen Partner führen?
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    Dann sind da fehlerhafte Strukturen die aufgearbeitet werden sollen. Wie sehr kann man gegen anerzogenes Verhalten angehen? Vom Kopf her weiß ich das vieles was ich fühle nicht unbedingt echt ist. Insofern misstraue ich mir selbst.
    Das nimmt Einfluss in meiner Paarbeziehung. Lässt mich auch hin und wieder falsch reagieren.
    Wichtige Fragen nicht stellen ... da ich Angst habe Grenzen zu überschreiten.
    Es klingt wirklich unsortiert - da hast du sicher nicht unrecht...ich will in den kommenden Tagen nochmal genau hinschauen....

    Heute darf ich mich um mein Baby kümmern (Katerchen). Er hat Zahnweh.

    Wünsche dir einen schönen Tag.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Hallo Julie,

    meist ist es eben auch so das solche Thematiken gerade bei Geschwistern oder den direkten Partnern totgeschwiegen werden.
    Das zeigt schon das verstecken der "harten" Stoffe. Dennoch ist es nicht deine Aufgabe für deinen Vater zu sorgen. Ich weiß nun nicht wie alt du bist? - du klingst von Schreiben her noch recht jung. In dem Fall sollten Eltern für ihre Kinder da sein und nicht umgedreht.
    Für Kinder ist diese Situation immer sehr belastend und man weiß dann auch manchmal nicht wohin!?
    Dennoch solltest du dich dringend an die Beratungsstelle wenden. Damit begehst du kein Verrat sondern hilfst am Ende nicht nur dir. Du bekommst dort Prospekte und genügend Hilfestellung bezgl. Umgang mit Suchterkrankungen.

    Wie geht es dir heute?

    LG

    Sarawen

    Hallo Julie,

    ich habe oft festgestellt das Menschen negatives gerne ausblenden. Dazu gehört auch übersteigerter Alkoholkonsum.
    Auch wenn es schwer fällt versuche dich etwas zu distanzieren. Du kannst versuchen mit deiner Mutter ein Gespräch im nüchternen Zustand zu führen und deinen Eindruck schildern. Dabei solltest du es dann aber auch belassen. Deinen Vater kannst du z.B. die Flaschen zeigen aber dennoch sind es 2 Erwachsene Menschen die selbst für sich Zuständig sind.
    Du bist nur für dich zuständig und solltest dabei nicht die Verantwortung für deine Eltern übernehmen.
    Zu schnell überfordert man sich selbst. Schau auf dich und gehe zu einer Beratungsstelle....
    Schreib hier wie es dir geht und wie du dich fühlst.

    Auch das kann helfen.

    LG

    Sarawen

    Hallo lamestain,

    tja, das mit dem Wunderlich oder Anderssein wer kennt es nicht!? Um mich hat man oft einen Bogen gemacht. Tochter eines Säufers war noch eines der wenigen netten Dingen mit denen ich mich betiteln lassen durfte.
    Später mochte ich keine Nähe mehr zulassen ... das ist etwas was immer ein wenig geblieben ist. Auch heute noch unterstelle ... mutmaße ich das jemand von vorn nett ist aber im Hinterkopf denkt "die Sarawen" ist blöd.
    Manchmal verbaut man sich damit einiges.
    Meine Freundin sagt mir oft das sie mich lieb hat ... aber auch nur weil sie eben viel von mir weiß. Mein Partner bemüht sich auch. Von ihm kam nur "was hat man dir bloß angetan?". Mitleid möchte ich nicht.
    Ich versuche mittlerweile etwas unvoreingenommener zu sein. Kann manchmal auch sagen "ich mag dich".
    Wenn ich mutig bin gehe ich auch mal auf andere zu.... spreche auch mal einfach jemanden mit einen Hund an.
    Anfangs war das voller Hemmungen aber auf ein Lächeln kommt meist eins zurück.
    Hin und wieder kann es helfen den Kopf auch mal auszustellen.

    Wie geht es dir denn derweil?

    LG

    Sarawen

    Liebe Julie,

    ich habe mich mal kurz in der Thematik MS und Alkohol eingelesen. Dazu findest du vieles bei Onkel Google.
    Leider kann ich dir derzeit nur Raten dich an einen Suchtberater bzw. Suchtberatungsstelle zu wenden.
    Da die Schwelle bei MS aufgrund der Medikamente eh schon sehr niedrig ist - klingt es nach eindeutigen Suchtverhalten.
    Es ist immer bitter wenn sowieso schon so schwere Erkrankungen vorliegen und dann auch noch der Griff zur Flasche erfolgt. Leider setzt eine Änderung meist erst dann ein wenn etwas schlimmes passiert.
    Ich hoffe dennoch das du zumindest ein wenig bei dir bleiben kannst. Vielleicht wäre auch der Kontakt zum Hausarzt im Vorwege hilfreich.

    Wünsche dir viel Kraft und alles gute.

    LG

    Sarawen

    Hallo Lindi,

    im Grunde steht er zu mir - zumindest bei Facebook. Dort stehe ich als Partnerin drin. Dennoch fühlt es sich eben nicht gelebt an.
    Da erscheint Tochter und schon bin ich nicht mehr existent. Söhnchen sitzt in der Wanne und Papa ruft beinahe schon heimlich bei mir an (ist 1 x vorgekommen).
    Als einmal ein Date stattfinden sollte kam gleich der Hinweis "ich kann mich aber nicht um dich kümmern". Es klang so als wenn ich mich permanent in den Vordergrund schieben würde. Darüber habe ich mich eine ganze Nacht lang geärgert.
    Am nächsten Morgen habe ich dann nur gesagt das er selbst dafür sorgt das ich keine Lust mehr darauf habe seine Kids kennenzulernen. Im Grunde kann ich mir auch was netteres vorstellen als mit knätschigen Teenies meine Zeit zu verbringen.
    Es beschneidet mich und meine Freizeit und selbst wenn er mir selbst in Aussicht stellt das die Kinder bald ihrer Wege gehen - werden sie immer im Leben sein. Finanzielle Belastungen möchte ich hier gar nicht nennen aber auch diese kommen auf mich zu. Letztendlich bespaßt Papa sie um am Ende nicht in der Lage zu sein sich ein Brot zu kaufen (überspitzt formuliert).
    Mangelnde Liebe ist es nicht .... viel mehr sind es Prioritäten die nicht gesetzt werden. Ein halbherziges Bekenntnis zu mir das einfach nicht gelebt wird. Meiner Meinung nach Rücksichtnahme auf ein kleines 9 j. Kind (das er mir jedoch als Selbstständig verkauft hat).
    Genau damit kann ich mittlerweile nicht mehr um.
    Themen wie eine gemeinsame Wohnung werden auf einen Nimmerleinstag verschoben obwohl ich im Vorwege gesagt habe das ich mir mit einen eventuellen Partner etwas aufbauen möchte.
    Teilweise befürchte ich das meine Gefühle irgendwann Wut und Resignation weichen werden.
    Unbewusst lebe ich scheinbar meine Co - Abhängigkeit weiter. Man kann vieles auf die Vergangenheit schieben aber manchmal sind es eben auch Partner die das mit ihren Verhalten fördern.

    Unsere Situation ist da wohl ähnlich .... ich bin gespannt wie es sich bei euch entwickelt.
    Hat dein Partner nur 1 Kind?

    Oft habe ich mir auch schon die Frage gestellt ob ich Kinder mag!? Da sind auch Hemmungen dabei ob ich damit richtig umgehe....

    Tja, klingt echt schwierig....

    LG

    Sarawen

    Hallo Lindi,

    da hast du in der Tat ganz schön viele Fragen gestellt. :) Mein Partner hat die Kinder so oft wie diese eben wollen. Wenn sie nicht wollen hat er sie garnicht. So wie ich es gerade sehe wird daraus gerade eine 2 Wochen - Regelung. Dann hat er mal die beiden jüngeren - die ältere Tochter weigert sich scheinbar etwas.
    Zur Zeit sind die Kids gerade mit Oma und Opa auf Urlaub. Dadurch ist er natürlich mehr bei mir - dadurch entsteht bei mir natürlich schon das Gefühl eines Lückenbüssers.
    Ich versuche schon darüber mit ihm zu reden - wobei ich da natürlich auch schnell in die Ecke mit der Eifersucht geschoben werde. Tendenziell bin ich jedoch nicht auf die Kinder eifersüchtig. Es ist vielmehr der Vater - Kontakt den ich leider so nie hatte. (das habe ich ergründet - mit der Therapeutin).
    Natürlich kann man in dem Zusammenhang sagen es muß sich noch einspielen aber ich tue mich damit von vornherein schwer.
    Ausblenden geht nicht ... was mir besondern zu schaffen macht ist einfach der fehlende Kontakt (dieser bleibt dann einfach aus). Es ist bei mir der Eindruck entstanden das er sich nicht meldet wenn er die Kinder hat. Dadurch fühlt es sich eben falsch an und da läuft dann auch viel Kopfkino.
    Gerade mit meiner Vorgeschichte ist es sehr schnell zu das ich mich abgelehnt fühle.
    Die Kinder sind von 9 J. - 15 J. und genau das ist ja auch ein schwieriges Alter. Für mich ist es wirklich ein Drahtseilakt. Zu beginn habe ich regelrecht Panik vor einen Treffen geschoben - heute sehe ich es mittlerweile anders.
    Auf der einen Seite vermittelt er mir schon den Eindruck das er mehr mit mir will... dann ist er nahezu liebevoll und verwöhnt mich.
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    Meine Wochenenden hatte ich natürlich schon eine ganze Weile immer mit ihm planen können - weil der Kontakt zu seinen Kindern eben nicht regelmässig war.
    Jetzt ist es oft so das Überraschungsweise dann doch am Do. die Info kommt - "ich habe xy od yy". Teilweise ist es dann schon manchmal zu spät sich zu verabreden und das macht mich dann auch wütend.
    Selbst Hobbies lassen sich so nur schwer planen.
    Die letzten Wochen habe ich oft gemeinsame Unternehmungen vorgeschlagen. Teilweise waren die Antworten von seiner Seite her sehr verhalten. Die letzten Tage habe ich mich dazu durchgerungen nicht mehr zu fragen.
    Ich werde Fragen in dieser Richtung zukünftig meiden und eben abwarten. Manchmal regeln sich Dinge von ganz allein. Man kann eben nichts erzwingen. Auch in der Richtung werde ich jetzt loslassen üben.
    Auch der Wunsch nach Nähe scheint sehr unterschiedlich bei Männlein und Weiblein zu sein.
    Silvester, Geburtstage etc. plane ich zur Zeit nicht .... ob die Beziehung sich bis dahin gefestigt hat - lasse ich einfach mal aussen vor.

    Das mit der Erleichterung wenn dann die Rückmeldung kommt - "das alles gut ist" - auch das kenne ich.
    Ungewissheit, Warten ... etc. alles Punkte die Scheinbar in solch Partnerschaften üblich sind. Es fühlt sich unberechenbar an.... und das ist für mich manchmal unerträglich.

    Hoffe - ich konnte auf deine Fragen ein wenig eingehen...

    LG

    Sarawen

    Hallo,

    erstmal vielen Dank für die Grüße zu meiner Null. Es fühlt sich manchmal wahrlich komisch an die 3 nun hinter sich zu lassen. Wobei in mir noch immer ein kleines Kind ist. Das will ich mir nicht nehmen lassen.
    Das Staunen über neues und unbekanntes das bleibt.
    Ich fühle mich gut so wie ich bin. Zumindest heute ist es so. Ja, es schwankt denn ich bin eine "launische kleine Ziege" (O-Ton mein Partner).
    Früher dachte ich immer das wäre verkehrt und eine gute Frau ist so nicht. Dennoch konnte ich gerade diesen Wesenszug nicht verändern. Ich bin manchmal einfach nur Wild und kann kullernd auf den Boden liegen und tränen lachen. Dazu braucht es nicht viel.
    Im Grunde wäre alles andere verbiegen und genau das möchte ich nicht mehr.
    Vielzulange habe ich mich selbst verleugnet und noch immer tue ich mich schwer damit Entscheidungen zu treffen.
    Trennungen und Absagen sind nicht mein Ding und ich gehe lange damit schwanger. Genauso war es auch im letzten Jahr als ich mich von meinen Ex trennte.
    Nun sitze ich hier und gehe im Kopf durch welchen Anlass es braucht sich zu trennen... dann denke ich an den Spruch "Liebe ist nichts für Feiglinge". Einsuggerierte Gedanken aus der Kindheit schwingen da mit ... "Paare trennen sich zu schnell". Für mich wäre Sucht ein Trennungsgrund aber lässt es sich immer in wirklich jeder Hinsicht so sehen!? ... Dann müsste ich jetzt sagen ..."seine Kinder sind (m)ein Trennungsgrund". Scheinbar ist alles in irgendeiner Form ein reiner Kompromiss. Gerade entscheide ich wo ich für mich ein Ende der Kompromissbereitschaft sehe.
    Lt. meiner Therapeutin bei der AWO ist bei mir noch ganz viel Co - Anteil. Das ist nicht "unsere" Baustelle sondern ganz allein meine.
    Ich war bei der Trennung der Meinung ich lasse einiges hinter mir aber scheinbar nehme ich doch mehr mit als ich dachte.

    Euch einen schönen Tag.

    LG

    Sarawen

    Hallo Feuerpferd,

    das mit dem nicht melden ist immer irgendwie schwer. Ich hatte immer den Eindruck ich muss noch ein letztes Mal reagieren. Wenn man selber den Kreislauf nicht unterbricht bleibt dieser für immer am laufen.

    Mit einer neuen Handynr. wird es dir sicher bald besser gelingen darauf nicht mehr einzugehen...

    LG

    Sarawen

    Guten Morgen euch allen,

    nun liegt ein verlängertes Urlaubswochenende hinter mir. Ich habe meinen Runden Geburtstag gefeiert und wurde von meinen Partner quasi entführt.
    So wie ich das sehe und lese gab es hier in meinen Fädchen ja doch noch einiges an Diskussion bzw. Gedankenaustausch.
    Lustigerweise wusste mein Partner bereits was ich denke. Ich fühle mich in 2. Reihe geschoben, ausgegrenzt und einfach nicht ernst genommen. Zudem auch immer wieder als Pausenfüller wenn er seine Kinder nicht hat.
    Immer wieder sind seine Kinder Thema. Wie gehe ich damit um!?
    Tja, das ist eine Frage die ich mir immer wieder stelle.
    Das mit dem Pausenfüller und abgeschoben habe ich im Gespräch gesagt. Auch das er sich nicht melden würde wenn ich es nicht täte... warum kein gemeinsamer Tag stattfand - seine Aussage "es hat sich einfach nicht ergeben".
    Ich will nicht mehr hinterher rennen und werde aus eingenen Antrieb nicht mehr darauf drängen seine Kinder kennenzulernen.
    Im Grunde werde ich mein Leben nun anders planen und melde mich dann halt einfach nicht mehr. Klingt vielleicht im ersten Moment trotzig - ich will allerdings einfach nicht mehr in der 2. Reihe sitzen. Die letzten Wochen habe ich immer wieder in Wartestellung gesessen. Immer mit dem Hintergedanken das er sich vielleicht meldet und es dann einen gemeinsamen Tag gibt. Damit habe ich komplette Wochenenden verbracht.
    Nun drehe ich den Spiess einfach mal um und renne nicht mehr hinter ihm her. Wenn er Kontakt will ist es an ihm sich zu melden.

    Verlassensängste etc. schiebe ich teilweise schon auf meine Vorgeschichte. So ist es eben doch auch immer wieder ein Zeichen für mich das ich falsche Verhaltensmuster an den Tag lege. Ich muß den Fokus auf mich legen und rausfinden was ich will.

    Euch eine schöne Woche.

    LG

    Sarawen

    Liebe Renate,

    vielen Dank für deine Denkansätze.
    Ich denke in den letzten Tagen viel darüber nach und schreibe auch jetzt mit sehr gemischten Gefühlen. Teilweise fühle ich mich abgelehnt und dann schwebt der Satz einer Freundin in meinen Kopf: "wie er meldet sich nicht!? - na, dann kann das mit der Liebe aber nicht so stark sein".
    Vielleicht befürchte ich einfach das sie Recht hat und das das was ich für so etwas gutes hielt einfach nichts besonderes ist. Im Grunde wäre ich dann nichts besseres als ein Pausenfüller für die Zeit in der die Kinder nicht da sind. Das würde auch zu einen Satz passen den er mal in einen lockeren Gespräch fallen lies ...: meine Tochter will zur Zeit nicht zu mir aber dafür habe ich ja dich.
    Je mehr Zeit ich mit Grübeln verbringe desto mehr zerflücke ich das was da ist und am Ende steht dann wirklich das sprichtwörtliche Ende.

    Vielleicht haben sich da 2 Personen gefunden die mit ihrer Vergangenheit noch nicht abschliessen können. Beide sollten schauen erst damit abzuschliessen und sich dann Partner zu suchen oder eben alleine zu bleiben. Ja, auch damit befasse ich mich ... vielleicht sollte ich besser alleine bleiben. Die kommenden Tage werde ich entscheiden.
    Dann werde ich erkennen ob das wirklich eine Partnerschaft sein kann oder ich mich in etwas verrannt habe.

    Wünsche dir eine gute Zeit.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    Hallo Lindi,

    vielen Dank für deine Nachricht. Es hilft mir zu wissen das ich eben kein Einzelfall bin.
    Ich bin oft feige und mag Dinge nicht ansprechen. Heute morgen in der Therapie - Stunde konnte ich das dann doch nochmal kurz ansprechen.
    Das nicht Nachfragen wollen und sich nicht Rückmelden können ... ist auch mal wieder begründet aus meiner Kindheit. Ich habe es nicht gelernt Konflikte offen anzusprechen. Dazu gehört eben auch der Austausch mit meinen Partner. Es fällt mir schwer ihm eben zu sagen das ich wissen möchte wann wir uns wieder sehen. Oft hänge ich Tagelang in der Luft und zerfleische mich.
    Meine Vergangenheit ist sehr schlecht und lässt mich immer wieder unsicher werden.
    Es ist mir unverständlich das jemand so von einen Kind eingenommen wird das er nicht mal mehr Zeit findet sich zu melden.
    Im Grunde macht es mich sogar wütend, traurig ... eine ganze Facette von Emotionen.
    Lindi, du hast denke ich Recht wenn du sagst das es dann immer ein Platz in der 2. Reihe ist. Genauso empfinde ich das auch gerade.
    Ich kann verstehen das jeder seinen Platz finden muß aber im Grunde ist es eine fremde Familie - hin und wieder sehe ich mich sogar als Eindringling. Fehl am Platz.
    Es gabin der letzten Zeit häufig Gespräche darüber das ich es besser finde wenn die Trennung erst dann erfolgt (vorausgesetzt es liegt keine Suchterkrankung vor) wenn die Kinder 18 J. alt sind. Erst dann kann es m.E. auch eine neue Paarbeziehung geben.
    Immer wieder denke ich darüber nach ob es nicht besser wäre mir einen Partner zu suchen der so wie ich eben keine Kinder hat und mit dem eine normale Beziehung möglich ist. Nicht zuletzt würde ich zuvor jedoch erst meine Vergangenheit aufarbeiten - denn das ist zur Zeit scheinbar der größere Hemmschuh den ich da mit mir rumschleppe.

    Lieben Gruß

    Sarawen


    PS: Das mit dem Monster fand ich witzig ... solch Vorwurf kann aber auch nur von Leuten mit Kindern kommen - denn alle anderen können das vielleicht im Ansatz nachvollziehen.

    Hallo,

    das Wochenende war mal wieder durchwachsen. Ich war mit den Gedanken leider nicht so bei mir wie ich es sein sollte.
    Oft weiss ich mich mit mir selbst nicht zu beschäftigen. Dann laufe ich durch die Wohnung und fühle mich unwohl. Wenn mein Partner seine Kinder hat meldet er sich kaum bzw. gar nicht. Das ist ein Punkt der mir nicht gefällt. Ich selbst mag mich aber dann auch nicht melden weil ich denke ich störe dann.
    Im Grunde mag ich das nicht mehr zum Thema machen. Meine Freundin meinte - "leb doch dein Leben und mach halt was anderes". Im Grunde weiß ich ja das sie Recht hat. Gerade die Abhängigkeitsstrukturen wollte ich so ja nun gar nicht mehr haben.
    Wenn ich mich daran so sehr stosse werde ich daraus Konsequenzen ziehen müssen. Das Thema Distanz und Nähe war bisher immer ein Punkt der mir schwer viel. Zuviel ist nicht gut ... zuwenig auch nicht.
    Viele meiner Freundinnen vertreten den Standpunkt das eine Partnerschaft mit Kinderloser und Mann + Kinder nicht gut geht. Oft denke ich mittlerweile das darin etwas wares ist.

    Morgen habe ich endlich wieder meine Therapiesitzung. Möchte wenn es passt das ganze Thema mal ansprechen.

    LG und eine schöne Woche.

    Sarawen

    Guten Morgen Blumenwiese,

    es freut mich das du den Absprung nun endlich geschafft hast. Nun heißt es durchhalten. Das ist eher schwer und einfach wird es nicht. Da würde ich nicht lügen.
    Nach meiner Trennung bin ich zu beginn wie Falschgeld durch die Wohnung geschlichen. Ich hatte Angst vor Konfrontation. Davor das er klingelt und mich wieder einwickelt. Ich habe eine Zeitlang nicht mehr die Tür geöffnet wenn es klingelte. Wenn mich eine Freundin besuchen wollte ... musste sie zuvor eine SMS schicken "ich stehe vor deiner Tür".
    Seine Mails ... Nachrichten ... Anrufe nahm ich nicht mehr entgegen. Es war schwer den Druck zu wiederstehen - denn wenn man meint zu lieben - fühlt man sich so ja auch nicht wohl.
    Ich wollte ja eigentlich helfen...
    Manchmal saß ich im Wohnzimmer und weinte. Ich haderte mit meinen Schicksal.
    Nach ca. einer Woche fing ich an Pläne zu machen... ich schrie meine Wünsche auf einen Zettel. Manchmal setze ich mich ins Auto und fuhr einfach durch die Gegend. Ich ging alleine ins Kino.
    Suchte mir einen Sportverein aus...kaufte mir neue Kleidung. Es wurde Tag für Tag besser. Im Grunde habe ich nach dem Motto "Schritt für Schritt ins neue Leben" gelebt.
    Wenn ich zu Down war ...habe ich bei der Seelsorge angerufen. Ich wollte mein Umfeld nicht mehr belasten.
    Mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen. Es geht mir gut und ich fühle mich nicht mehr schlecht...ganz im Gegenteil. Endlich fühle ich mich frei.

    Was mir auf jeden Fall auch geholfen hat - ist das schreiben hier. Bleibe dabei...

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft ... du schaffst das.

    LG

    Sarawen

    Zitat von Tjorven

    Am WE habe ich mich dann mit meinen Tieren ( Katzen) beschäftigt und bin rausgegangen . Das Wetter war gut, Bekannte zufällig getroffen.
    Hat mir alles geholfen bei mir zu bleiben.

    Ich bin traumatisiert, was diese Anrufe angeht, wenn ich die Stimme meiner Mutter und die Stimmlage in dem Moment höre .... Hilflosigkeit habe ich dann in mir und gleichzeitig "retten zu müssen" .. also emotionale Schiene.

    Lieben Gruß, Tjorven.

    Hallo Tjorven,

    es freut mich zu lesen das du für dich noch mehr Klarheit bekommen konntest.
    Wie viel Katzen hast du denn? Ich habe 2 Kater. Ich finde es schön Haustiere zu haben ... denn die geben Liebe auch vollkommen Vorurteilsfrei ohne etwas zu verlangen (ausser Fressen und das dann auch schon sehr Nachdrücklich :) ).

    Bezgl. deiner Mutter kam mir dann auch noch etwas ganz anderes in den Sinn... meine Mutter schafft es ziemlich gut mich anzutriggern. In dem Moment hat sie eine ganz bestimmte Art Ihren Willen durchzusetzen. Gerade Tränen oder zittrige Stimmlage lässt uns dann ja auch oft weicher sein. Darin verpackt sind dann auch schnell mal Forderungen. "Du meldest dich nicht" ...= kümmere dich oder eben ähnlich.
    Dadurch schiebt sie dich dann wieder in eine Rolle und setzt dich Emotional unter Druck. Das ist aber nur ein kleiner Verdacht... da ich es selbst oft bei meiner Mutter erlebt habe. Sie schafft es immer noch das ich mich manchmal ganz schlecht fühle.

    Wie geht es dir sonst?

    LG

    Sarawen

    Hallo Nys,

    manchmal geht es mir auch nicht viel anders. Im Grunde ist man dann schon morgens müde und kommt nicht so richtig in Gang.
    Das mit dem Verbiegen ist ein Punkt der auch mir in vielerlei Hinsicht oft passiert. Mein Partner nennt das dann immer Laienschauspiel. Dann lache ich obwohl mir so garnicht danach der Sinn steht. Oft spreche ich Dinge die mich stören dann auch nicht aus.
    Die kommen dann gesammelt auf den Tisch wenn ich sowieso schon angesäuert bin. :wink:

    Wie kriegst du das mit dem Nicht- Rauchen denn hin? Willst du da mit Pflaster arbeiten?
    Diese Sucht zu beenden ist denke ich auch sehr von der Psyche abhängig.
    Ich nehme mir zur Zeit oft vor wieder abzunehmen. Die letzten Monate habe ich mir ein bischen was angefuttert. Im Grunde wollte ich Zumba machen.... dennoch finde ich viele ausreden. Immerhin habe ich jetzt endlich die gepackte Sporttasche im Auto liegen. Ja - ich bin schwach... :)

    Das mit dem Hier und Jetzt leben ist auch eine Baustelle bei mir ... ich plane am liebsten alles vorraus. Würde meinen Partner gerne auf Ehe ... Kind etc. festnageln aber dabei vergesse ich dann auch gerne dem Moment im Heute. Spontanität bleibt dabei dann auch schonmal auf der Strecke. Das will ich ändern denn wie singt Joe Cocker immer so nett....Who knows what tomorrow brings?
    In der kommenden Woche habe ich Geburtstag . Dieses Mal habe ich einfach mal nichts geplant ... auch wenn es diesmal die 40 ist. Diesmal mache ich wenn dann etwas spontan ... auf Zwänge reagiere ich derzeit etwas allergisch.

    Wünsche dir einen schönen und entspannten Tag und ebensolches Wochenende.

    LG

    Sarawen