Beiträge von Zimttee

    Hallo Jenile,
    bezüglich des Briefs vom Sozialamt: Du solltest einen Anwalt nehmen und prüfen lassen, ob du unter diesen Umständen überhaupt verpflichtet bist. Ich meine- dein ganzes Leben war er nicht da, hat nichts getan oder bezahlt, keine Besuche- dann hat er nun auch keinen Anspruch, selbst Geld zu erhalten. Aber das Sozialamt kann es dennoch ja mal versuchen.. Bei Erfolg lohnt es sich. Daher nimm dir einen Anwalt.

    Ich gehe nun erstmal ins Bett- morgen mehr.

    Viele Grüße


    Zimttee

    Lass dich nicht verarschen, Sanduhr.

    Ich würde ihm kein Stück trauen- er sagt, er wolle, dass du schnellstmöglich ausziehst? Plant hinter deinem Rücken den Verkauf des Autos, obwohl du es bezahlt hast und nun möchte er den Wagen für 1-2 Monate behalten?
    Er verprügelt dich verbal, und du leihst ihm als Dank den Wagen? Für 1-2 Monate? Lass das nicht mit dir machen. Dein Vater scheint so auf Rache raus zu sein- cih traue dem gerade alles zu. Nimm das Auto mit, wozu nett sein? Damit er weiter nachtritt? Behalte dein Hab und Gut zusammen- das Geld kannst du gut gebrauchen. Verkauf es selbst.
    Aber lass dich da nicht verarschen.

    Viele Grüße,
    Zimttee

    Hallo Sanduhr,

    ein unbefriedigendes Gespräch war ja leider zu erwarten.
    Wäre es ihm egal, würde er sich nicht so ekelig verhalten, wie er es nun tut. Dadurch, dass er dir Auto und Laptop entzieht, nun nicht mit dir spricht (Stichwort "Funkstille") und das Gespräch mit "traurig, dass du das Gespräch alleine nicht hinkriegst" beendet, tritt er ja noch nach, statt dich bei deinem Auszug zu stärken.

    Ganz ganz ekelhaft, sein Verhalten. Manipulation und Erniedrigung bis zum Letzten.

    Wie ist denn deine Meinung zu Auto und Laptop? Sind es deine? Dann lass sie ihm nicht, sondern nimm sie mit. Lass dir das nicht gefallen!

    Viele Grüße,
    Zimttee

    Hallo Sanduhr!

    Das, was ich hier gelernt habe, ist, dass manche Menschen in sehr emotionalen Situationen geradewegs austicken können.
    Kannst du das bei deinem Vater ausschließen? Wenn nein, dann würde ich dann würde ich den Teufel tun und ihn 1 Woche vor dem Auszug informieren. Ich finde das, was du beschreibst, sehr unangenehm- mit so jemandem würde ich mir keinen Stress machen. Wieso sollte er es verdient haben, "Gewöhnungszeit" zu erhalten?
    Sieh lieber zu, dass du mit ihm nicht alleine bist, wenn du ihm von deinem Vorhaben berichtest. Er scheint recht manipulativ zu sein- und kannst du ausschließen, dass er nicht doch austickt?

    Viele Grüße,
    Zimttee

    Liebe Sanduhr,

    ich lebte selbst mit meiner alkoholkranken Mutter unter einem Dach- 20 Jahre lang.
    Sie hatte begonnen zu trinken als ich etwa 2 oder 3 Jahre alt war. Damals fiel es mir jedenfalls auf.

    Heute war ich wieder bei meiner Therapeutin und sprach mit ihr über meine Vergangenheit- ich denke, das Fazit passt auch zu dir.

    Wenn ich das Ganze mal auf dich beziehe, ist der Schluss, dass du unbedingt ausziehen solltest.

    Du solltest nicht mit jemandem unter 1 Dach leben, der in Konfliktsituationen droht, dich rauszuwerfen. Das kostet zum einen unglaublich viel Kraft, die du eigentlich für die Schule und die Arbeit brauchst und zum anderen ist es kein Umfeld, in dem sich ein junger Mensch entwickeln kann. Sondern es ist schädlich, so wie du manipuliert zu werden. Nichts anderes macht dein Vater.

    Ich finde es auch ungut, dass deine Mutter damals ohne dich ausgezogen ist. Wieso eigentlich?

    Ansonsten war es in meiner Familie auch so, dass sich niemand traute, "ohne" Grund von zu Hause auszuziehen- mein Bruder und ich sind beide zum Studium ausgezogen. Das war dann das Alibi.
    Aber wir hatten auch keine Möglichkeiten und Hilfe von außen, die uns einen Plan anbot.

    Ich denke, du solltest dich selbst schützen. Du brauchst deine Energie für dein eigenes Leben. Eltern sollten Energiespender und nicht Energiediebe sein.
    Das, was dein Vater tut, ist missbrauch. Emotionaler Missbrauch und somit hat er es nicht verdient, mit dir zusammenzuleben.
    Warum tut es dir denn leid, dass du gehst? Hat er irgendwas tolles getan, dass er Dank verdient hätte? Essen und Kleidung zur Verfügung stellen- dazu ist er gesetzlich verpflichtet. SOnst wäre das Jugendamt zur Stelle gewesen, dafür brauchst du nicht zu danken.

    Und ansonsten hat es dein Vater selbst in der Hand, wie sein Leben verläuft, wer ihn begleitet. Wenn er die Leute vergrault, braucht er sich nicht zu wundern, wenn er alleine ist. Das fällt dann unter "selbst Schuld". Wenn er anderes erwartet, wären wir wieder beim Thema "emotionaler Missbrauch", den du nicht ertragen brauchst.

    Nimm dir ein Herz und zieh auch aus. Was hält dich denn bei ihm? Er wird es dir nicht danken, sondern dich weiterhin der Energie berauben, die du aufsparen solltest. Nimm dir ein Herz und pack deine Sachen :)

    Viele Grüße,
    Zimttee

    Ich denke, jeder darf seine Erfahrungen machen.
    Ich kann dir nur raten, dich bezüglich der (gemeinsamen) Firma abzusichern.

    Setz dir und ihm Grenzen und bestehe auf deren Einhaltung, das ist mein Tipp. Du solltest wissen, was du willst.

    Lies dich hier weiter durch und du wirst finden, was wir meinen.

    Viele Grüße,
    Zimttee

    Sophie, dann tut es mir leid- die Therapeutin erzählt Bullsh*t.

    Entweder, er ist süchtig- dann braucht er die Klinik, einen Entzug, eine Therapie- und darf nie wieder trinken.

    Oder er ist nicht süchtig, dann braucht er keinen Entzug.


    Dann gebe ich dir den Tipp, mal "nebenan" bei den trockenen Alkoholikern nachzulesen. Da werden dir die Augen aufgehen.

    Viele Grüße,
    Zimttee

    Hallo Sophie,

    ich kenne deinen Partner nicht. Jedoch schriebst du von einer Therapeutin, die ihn als Kandidaten für den Entzug sieht. Es klingt schon danach.
    Dann solltest du sich am den Gedanken gewöhnen, dass er nie wieder “normal“ Alkohol trinken kann. Bei jedem Schluck, auch nach 1 Jahr Abstinenz, ist die Sucht wieder da.

    Solange dein Partner nicht einsichtig ist und lebenslang abstinent leben möchte, ist es leider ein Fass ohne Boden.

    Viele Grüße,

    Zimttee

    Hallo Ayki,

    ich freue mich sehr für dich und die Kinder, dass du vor 7 Jahren einen Cut gemacht hast und ihnen den Zugang zu entsprechenden Kindergruppen ermöglicht hast.
    Noch schöner ist es, dass sie bald "große Geschwister" werden.

    Wie alt sind deine Kinder denn? Das hab ich gerade nicht so auf dem Schirm. Soweit ich weiß, haben sie ab 14 Jahren Mitspracherecht, oder?

    Viele Grüße,
    ZImttee

    Hallo PetiZ,

    er ist doch dein Ex, wieso bringst du dich da so ein?

    Ich würde dir dringend dazu raten, von den Unterstellungen, er trage Schuld an dem Herzinfarkt seines Angehörigen, Abstand zu halten. Ich glaube, es ist ziemlich einfach gestrickt, zu glauben, jemand habe mit seinen Eskapaden zu dem Herzinfarkt eines anderen beigetragen. Wenn es danach geht, dann wäre dieses Forum doch leer, da wir alle schon aufgrund der jahrelangen Belastung krepiert wären. Es gibt soo viele Faktoren, die zu einem Herzinfarkt führen, dass ich es ziemlich fies fände, jetzt ihn als Ursache rauszupicken.
    Zudem solltest du nicht vergessen, dass dieser Angehörige sich freiwillig mit deinem XY rumplagt. Wäre es ihm zu viel geworden, hätte er eine Grenze ziehen können.

    Aber wenn ich mal genauer nachdenke, scheint es eine übliche "Erziehungsmaßnahme" zu sein, dem alkoholkranken an irgendeinem Unglück die Schuld zu geben und zu hoffen, dass er sich dadurch ändert.
    Das habe ich in meiner Familie oft genug erlebt- und ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemand damit Erfolg hatte.

    Wieso willst du ihm "die Augen öffnen"?
    Glaubst du, er ist nicht alleine zur Erkenntnis fähig, dass hier was gewaltig schief läuft?
    Ich denke, du kannst ihm nicht helfen. Zur Erkenntnis kann er nur alleine kommen- wenn er den Tiefpunkt erreicht. Ich glaube, dass es jedoch nicht zum Erreichen des Tiefpunkts förderlich ist, wenn du sofort als Retter parat stehst, noch bevor er erkennt, in welcher Misere er steckt. Ein verzweifelter Anruf, ein wenig das stammeln, von dem er weiß, dass du es gerne hören möchtest- und das Problem ist erledigt. Warum sollte er dann noch was ändern? Ist doch wieder alles gut.

    Mein Tipp: Lass ihn auf die Sch*auze fallen und seine Situation spüren.
    Hör damit auf, ihm alle Telefonnummern rauszusuchen und die Gänge abzunehmen. Damit schadest du ihm.
    Er ist ein erwachsener Mann und kann sich selbst helfen. Wenn er möchte. Wenn er nicht möchte, dann ändert es auch nichts, wenn du ihm die Nummern hinlegst.

    Konzentrier dich auf dich, auf deine Vergangenheit mit deinen Eltern. Warum springst du sofort in die Co-Rolle? Was bewegt dich dazu?

    Viele Grüße,
    Zimttee

    Hallo Karl,

    ich weiß gerade gar nicht, was ich von deinem Beitrag halten soll?
    Was ist denn dein Ziel? Abwägen, welche Schäden deine Kinder davon tragen können, um eben zu prüfen, ob diese "tragbar" sind? Oder der Mühe wert?

    Ich habe dir ja schonmal ausführlich in deinem eigenen Thread dazu etwas geschrieben, aber du hast einige Begründungen gefunden, meinen Text abzuwehren. Auf mich macht es eher den Eindruck, als wolltest du das alles auch gar nicht hören, weil du, wenn du diese Texte (von mir und auch anderen) annehmen würdest, zu Handlungen gezwungen wärest, die du im Prinzip nicht durchführen möchtest.

    Von daher halte ich mich auch hier eher kurz.

    Linde hat ja schon genug dazu geschrieben- ließ dir die Merkmale eines EKAs durch.
    Von daher möchte ich dazu hier an dieser Stelle auch nichts konkreter beschreiben.
    Wenn du deinen Kindern nur gut willst (das war so der Standardsatz meines Vaters), würdest du sie nicht mit ihrer Mutter aufwachsen lassen, sondern sie schützen.

    Du bist gerade dabei, ihre Zukunft, ihre Gesundheit, ihr Glück und ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Ich kenne mehrere junge Menschen, die sich umgebracht haben. Die meisten von ihnen waren EKAs. Soviel dazu. Ist auch hier im Forum nachzulesen.
    Also überleg es dir, ob es dir das wert ist.

    Du fragst: "Welches Männerbild gebe ich meinen Söhnen mit, wenn ich nicht in der Lage bin zu handeln?" Soll ich dir sagen, was ich von meinem Vater halte? Da denke ich, ist er ein Versager, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und diese Verantwortung, die er selbst nicht tragen kann, auf die Schultern seiner durchaus noch minderjährigen Kinder abwälzt. Daran bin ich als Kind fast zerbrochen. Und dass ich das alles überlebt (ja, richtig, überlebt) habe, ist nicht der Verdienst meiner Eltern, sondern anderer Menschen. Ich wünsche deinen Kindern, dass sie diese Menschen auch in ihrem Leben haben.

    Dies führte auch dazu, dass mein Geschwister und ich den Kontakt zu unseren Eltern nahezu auf 0 reduziert haben, sobald wir dazu in der Lage waren. Soll heißen, die Eltern-Kind-Beziehung ist zerstört.
    Du siehst- nicht nur deine Kinder leiden unter deiner Handlungsunfähigkeit- es wird später, wenn deine Kinder selbst zur Handlung fähig sind, auf dich zurückfallen.

    Jetzt hast du noch die Möglichkeit, es zu ändern.
    Und ich gebe dir den Tipp, falls du wirklich das Gute für deine Kinder willst- gucke nicht danach, warum es NICHT möglich ist, sondern WIE es funktioniert. Informier dich bei der Caritas, beim Jugendamt oder sonstwo. Welcome soll ein guter Service sein, oder vielleicht ein Au Pair?
    Wenn du willst, gibt es Wege, deinen Kindern eine schöne unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen- ansonsten lieferst du hier nur Gründe, warum es nicht geht.

    Und mir scheint es, als ob du bisher nur deiner Frau an der Misere die Schuld gibst. Aber du hast ganz sicher auch einen Anteil, der zu der Situation beiträgt.


    Nun. ich hoffe, dieser Beitrag war nicht vergebens. Ansonsten tun mir deine Kinder unendlich leid.

    Zimttee

    Hallo Elpida,

    ja, sie war dabei. Aber ich muss im Nachhinein sagen, dass es kein schöner Abiball war, da er soo bedrückend war und ich ihn nicht genießen konnte.
    Ich war nicht viel bei meinen Freundinnen, obwohl die extra für mich kamen, sondern saß bei meinen Eltern am Tisch und hatten uns dort nichts zu sagen. Meine Eltern konnten nicht wirklich was damit anfangen und Mutter sah natürlich auch mega fertig aus. Es gibt nicht mal Bilder von dem Abend. Wir haben quasi die Zeit dort abgesessen und ich bin dann früh mit ihnen nach Hause.
    Die anderen haben mit ihren Familien um mich herum gefeiert.

    Sagen wir es mal so: Wäre ich zum Abschlussball der Uni gegangen (bin ich nicht, da er an einem Freitag stattfand und ich daher nicht mal eben ab 18Uhr 200km fahren kann), dann hätte ich meine Eltern nicht mehr gefragt, obwohl es eine Familienveranstaltung ist. Was da die anderen denken, ist mir egal. Was würden sie denn denken, wenn Mutter betrunken wäre?

    Du scheinst da, im positiven Sinne, weiter als ich damals zu sein. Ich dachte noch, dass es toll ist, wenn meine Eltern mich zum Ball begleiten. Ziemlich naiv.
    Wenn du nicht möchtest, dass dein Vater mitkommt- und das ist mehr als nachvollziehbar, dann würde ich an deiner Stelle die Mutter vor die Wahl stellen. Dann wären die Verhältnisse geklärt. Aber ich würde diesen inszenierten Eiertanz von heiler Familie und "wir sind alle so glücklich und unsere Leben perfekt" nicht mehr mitmachen.

    Wäre der Abend ohne deine Eltern schöner?

    Liebe Grüße!
    Zimttee

    Hallo ihr!

    @ Hazel: Danke für deine Ausführungen. Ich freue mich immer über optimistische Worte- du kennst diese Texte, die man in allen Zeitschriften zum Thema "Referendariat" findet, sicher selbst zu genüge.. Nach dem Motto "im Vierteljahr zum Nervenzusammenbruch und Pleite".
    Wie geht es dir nun in der Weihnachtszeit mit deinen Eltern?

    @ Andreas: Danke für deine Worte. Ich hospitiere momentan und gucke mir an, wie welcher Typ Lehrer auf die Schüler wirkt und bin total überrascht, was es dort für Unterschiede gibt. Wie unterschiedlich ein und dieselbe Klasse bei verschiedenen Lehrern arbeiten kann.
    Alles in allem denke ich, dass es gut läuft :) Mein Kleiderschrank ist natürlich auch entsprechend angepasst worden, dass ich denke, durchaus mit den modisch versierten mithalten zu können :)

    Der Text, den ich eben im geschlossenen geschrieben habe, ist nicht sooo detaillreich, dass man mich wiedererkennen könnte. Also kopiere ich es einfach mal her.


    ich freue mich momentan sehr meines Lebens.
    Anders kann ich es nicht ausdrücken :)

    Ich habe meinen Schuldienst vor ein paar Wochen begonnen und es macht mega Spaß. Die Arbeit mit den Schülern ist toll, ganz anders als noch im Praktikum- obwohl die Praktika auch gut waren. Aber nun haben wir auch erstmal ein paar Wochen Zeit, in der Schule anzukommen. Das war damals die Zeit, die wir zum gesamten Praktikum hatten.
    Die Lehrer sind sehr nett, die Schüler ebenso. Ich freue mich schon total auf die ersten Stunden, die ich halten darf. Bald geht es damit los.
    Ich fühle mich jedenfalls total wohl und freue mich darauf, richtig mit den Kindern zu arbeiten.
    Zudem macht es Spaß, locker vor den Kindern zu stehen und zu merken, dass es läuft.

    Ich hatte auch in der Zwischenzeit meine erste Therapiesitzung. Es war anstrengend, aber tat gut und war entlastetend. Es war eine grobe Bestandsaufnahme- ich konnte sogar über alles reden. Fazit ist jetzt erstmal, dass meine Kindheit eine Katastrophe war, ich aber auch eine menge Ressourcen besaß- sonst wäre ich nicht dort, wo ich nun bin. Für gewöhnlich hat das Leben dann einen anderen Weg.
    Zur Therapiedauer sagte sie, dass diese auch immer von der Dauer der Zustände abhängt- waren bei mir über 20 Jahre. Aber verkürzend wirkt, dass ich eine Menge Ressourcen besitze, die dann auch weiter aufgebaut werden sollen, damit ich besser nun damit umgehen kann.
    Ich konnte lange darüber sprechen und war zwischendurch sehr aufgelöst. Das ging sonst alleine nicht. Mir ist jedenfalls die Bedeutung mancher Menschen in meinem Leben bewusst beworden, wodrum ich sehr dankbar bin. Leider kann ich ihnen das nicht mehr sagen- die meisten sind tot.

    Mein Ritual wird dann wohl ein Kakao nach jeder Sitzung werden- Starfuchs hat seinen Laden direkt nebenan.

    Nun, was soll ich noch sagen? Ich bin sehr glücklich- hätte niemals gedacht, je so zufrieden zu sein.
    Momentan habe ich das Gefühl, dass endlich mal alles gut läuft und sogar die ein oder andere Entschädigung für die miese Kindheit rausspringt.
    Finanziell ist nun alles sehr entspannt- das Gehalt ist nicht sooo der Hammer, aber es ist mehr als sonst, ich kann mir das ein oder andere leisten und plane gerade den nächsten Urlaub im kommenden Jahr. Sonne, Wärme, Strand und Palmen- juchuu :) Und natürlich etwas Kultur. Es ist schon sehr erleichternd, dass diese Last nun abgefallen ist.

    Meine Eltern sind immer noch im Hintergrund. Manchmal ruft Mutter an- ich höre, dass sie betrunken ist und halte das Gespräch kurz, bei 5 Minuten. Dann ruft Vater an und beschwert sich, dass ich mich gar nicht mehr melde. Von den Gesprächen mit Mutter weiß er nichts. Aber auch er weiß gar nicht, wie er Gespräche mit mir führen soll- da ich dann keine Lust habe, einen Monolog zu halten, der bloß mit "hmm", "ja" und "aha" kommentiert wird, bleibt dieses Gespräch dann auch bei 5 Minuten. Außer, wenn es darum geht, wie toll alle Entscheidungen von ihm waren, dass es meinem Bruder und mir nun ja "sooo gut" gehe, dann beginnt er zu reden.

    Nunja. Ansonsten orientiere ich mich gerade auch sportlich um und habe mich vor ein paar Wochen im Fitnessstudio nebenan angemeldet- wow ist das riesig. In meinem früheren Fitnesstudio war der Teich im Trainingsraum das Highlight- bei diesem habe ich schon eine Sonnenbank, eine Sauna und eine riesen Dusche mit Pflanzen in der Damenumkleide. Für das gleiche Geld.
    Und Kurse. Ich möchte zum Zumba und vielleicht auch mal zum Yoga. Ich bin total begeistert. Hoffentlich bleibt dafür auch genug Zeit.

    UND, oha- bisher unglaublich- ich habe Leute kennengelernt. Wir sind nun in einer Gruppe und haben uns vorgenommen, uns regelmäßig zu treffen. Unter anderem sind da auch mehrere dabei, die ich öfter sehen werde.

    Das hilft mir momentan, mit allem gut klarzukommen.
    Am Wochenende ist mein Freund auch weg und ein paar Mädels kommen dann zu mir- Mädelsabend :)
    Das Zusammenleben läuft nun auch ganz gut.

    Ich freu mich.

    So, nun muss ich aber wirklich an den Schreibtisch- meinen ersten Unterricht vorbereiten :)

    Bis die Tage :)
    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Hallo Schnuffig,

    wie soll ich es beschreiben? Hm. Ich empfinde den Hass nicht andauernd, sondern "nur" in Situationen, in denen mir bewusst wird, wie meine Kindheit war, wie ich mich nun deswegen fühle und dass sich meine Eltern weiterhin nicht ändern, sondern weiterhin alles abwälzen und es so ruhig weitergehen könnte.

    Ansonsten sind meine Gefühle sehr gemischt und schwanken je nach Intensität des Kontakts mit ihnen.
    Momentan ist es gut, nur 1-2 Mal die Woche mit ihnen für 5 Minuten zu telefonieren, da wir uns eigentlich nicht mehr so viel zu sagen haben. Und eben die Besuche so alle paar Monate.

    @ Just: Ja, ich erinnere mich an vieles- Vorwürfe, Geschehnisse, Gefühle. Es ist teilweise schwierig, daran zu denken; vor allem Gefühle kommen wieder hoch. Aber ich muss sagen, dass ich daran wohl denken kann, aber nicht lange oder "tiefer". Das geht nicht.

    Viele Grüße,
    Zimttee

    Hallo Kämpferherz,

    nach allem, was du seit 2011 über die Beziehung geschrieben hast, habe ich nun gehofft, dass du nun über die Trennung berichtest.

    Würdest du ihn als Alkoholiker bezeichnen?

    Wie geht es dir nun?

    Viele Grüße,
    Zimttee (auch EKA)

    Hallo Elpida,

    ich kann es nachvollziehen, dass du deinen Vater nicht mit auf der Feier haben möchtest. Ich kenne dieses beklemmende Gefühl, das man hat, wenn man mit dem alkoholkranken Elternteil irgendwo hinmuss, wo alle anderen glücklich sind und feiern und man selbst das Elternteil die ganze Zeit im Auge hat und so angespannt ist, dass man nicht ausgelassen sein kann.
    Nach dem, was du über ihn schreibst, ist es absolut in Ordnung, wenn du darauf bestehst, dass er nicht mitkommt.

    Lass dir da kein schlechtes Gewissen einreden- der, der eins haben sollte, macht sich da keine Gedanken drum. Und vielleicht ist das die Möglichkeit, ihm zu zeigen, dass es dein voller Ernst ist, dass es so nicht weitergehen kann.

    Dein Abiball ist aber erst im Sommer, oder?

    Viele Grüße,
    Zimttee