Beiträge von Zimttee

    Hallo Renate!

    Ich habe neulich noch an dich gedacht- jedes Mal, wenn ich durch DD fahre- mich hats in die andere große Stadt am Rhein verschlagen ;) Dort ist auch der Ref-Platz.
    Ich genieße hier die Mentalität, die Landschaft, das Wetter. Ein Traum.
    Ich habe damals alles auf eine Karte gesetzt- den einen Platz in den Wind geschlagen, um darauf zu pokern, meine Wunschschulform UND die Stadt zu bekommen- was angesichts der Beliebtheit mehr als unwahrscheinlich war. Und ich habe beides gewonnen :)

    Bist du noch im geschlossenen Bereich?

    Und dein Partner hat nun die Kurve bekommen? Das freut mich sehr für dich!


    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Zitat von sugarbubble

    aber so wie es meine Family meint ist es lieb gemeint. Da ich immer erst an alle Anderen denke und zuletzt an mich.

    Das kann ich nachvollziehen, dass denen deine Einstellung gefällt- in erster Linie profitieren sie ja ziemlich davon ;)
    Nur du ziehst dabei den kürzeren. Wenn du immer zuerst an andere denkst- wer denkt denn dann an dich?

    Ansonsten ist es sehr gut, dass du alleinig im Mietvertrag stehst. Das und die Tatsache, dass deine Kinder sonst ausziehen müssten, wird dir zu Gute kommen. Lass dich aber bitte vorher rechtlich beraten, was im Falle einer Scheidung alles auf dich zukommt- Unterhalt an deinen XY zum Beispiel.
    Lass prüfen, wieviel euch zuzumuten ist- ob es nicht einen Härtefall darstellt und somit die Sache etwas beschleunigt werden könnte.

    Liebe Grüße- und Kopf hoch
    Zimttee

    Es ist schon lange her, dass ich nicht mehr im offenen Bereich geschrieben habe.

    Mir geht es soweit gut- ich lerne für meine letzte Prüfung, die in 6 Wochen stattfindet. Meinen Arbeitsplatz werde ich diese Woche wechseln, um etwas mehr zu verdienen.

    Manche von euch werden sich sicher an das Theater um meinen Platz für das Referendariat erinnern. Damals habe ich den Platz abgesagt, da er so nah bei meinen Eltern war und zudem so weit von meinem Freund entfernt.
    Heute habe ich Bescheid bekommen:
    Der neue ist 200km von meinen Eltern entfernt- UND in der Stadt meines Freundes.
    Es hat sich also gelohnt.
    Zudem weiß ich nach zig Arztbesuchen, dass diese Dauererkrankung leider auch eine chronische Sache ist, an der ich nun viel arbeiten muss. :(
    Nun, aber insgesamt geht es aufwärts.

    Ich hoffe, es geht euch allen gut?

    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Hallo Pantouffle,

    ja, in so einer Situation bin ich momentan auch.
    Meine Mutter ist Alkoholikerin und mein Vater extremer Co. Mutter trinkt nun seit 25 Jahren etwa. Meine Kindheit und Jugend hat sie schon versoffen, so geht es jetzt natürlich weiter. Bis sie stirbt.

    Ich hatte zwar immer ein Zuhause, war finanziell abgesichert und hatte Geld. Da bin ich meinen Eltern dankbar. Aber es war dennoch hart.
    Da bin ich nun- dabei, zu sortieren und das irgendwie zu verpacken. Helfen kann ich beiden nicht.

    Zimttee

    Hallo Weidenkätzchen,
    welche Situationen meinst du denn da?
    Ich neige manchmal auch zu Panik, da ich merke, dass ich Situationen kontrollieren möchte, aber nicht kann.
    Und natürlich meine ich auch, das ich sie kontrollieren muss, dass dies absolut notwendig ist.. Dass ist aber nur meine subjektive Sichtweise, mit der ich alles noch schlimmer mache. Denn in meiner Panik übersehe ich dann oft, dass man von vornherein fast nicht in der Lage ist, Situationen zu kontrollieren, in die bspw andere Menschen involviert sind.

    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Hallo FD,

    puh.

    Also, du nennst ihre Situation ein hartes Los. Aber so, wie du es beschreibst, ist es doch eigentlich ihr Wille? Wenn sie alles abschlägt und dann nur noch diese Möglichkeit bleibt, hat sie sich bewusst dafür entschieden.
    Dazu kann es natürlich, angesicht ihres Zustandes, mehrere Gründe haben.
    Mein Vater dachte übrigens auch immer, dass Mutter "nur" abends trinkt- aber das hat sie geschickt so aussehen lassen. Wir Kinder bekamen natürlich auch mit, dass Mutter immer so trank, dass Vater es vor Abend nicht mitbekam.

    Ansonsten ist die Unterhaltung meiner Eltern, was ihre Zufriedenheit betrifft, auch von Vorwürfen geprägt.
    Wenn ich das aus der Persp
    ektive von uns Kindern reflektiere, war es der Zweck der Streitgespräche, den anderen mit Vorwürfen zu beschäftigen, um sich mit eigenen Fehlern (das Ganze ging meist von Mutter aus, sie beschäftigte Vater mit den Vorwürfen, um eben von sich abzulenken.)
    Irgendwie ist so auch jeglicher Respekt, Anerkennung etc gestorben. Ich denke, wenn eine Beziehung durch Alkoholismus so aus den Fugen gerät, dann ist es kaum mehr möglich, sowas wie Liebe, Respekt, Anerkennung zu bewahren.

    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Ich war mal bei der Caritas und habe mich beraten lassen. Ich denke, dass es schon helfen kann, sich mit jemandem auszutauschen, der Ahnung vom Fach hat. Das ist dann wie hier im Forum, nur in persönlicher und individueller.
    Unabhängig davon kannst du ihn natürlich dennoch vor die Tür setzen. Bei der Suchtberatung geht es um dich, dein Befinden und wie du klarkommst.
    Ihn trocken legen kannst du ja nicht. Das muss er selbst hinkriegen. Früher wollte er trocken werden und hat sich von der Schwester distanziert, weil er damals wusste, dass sie ihn runterzieht. Jetzt sind die Vorsätze hin, er will trinken- und nimmt sich die Schwester zur Seite. Erbärmlich. Daran erkennst du ja seine Einstellung.
    Sehr gut, dass dein Bruder dir zur Seite steht.

    Lass dich von der Schwester und ihm nicht verunsichern; das ist Suchtverhalten. Es ist nicht deine Schuld- beide sind krank und daher in nassem Zustand kein Wort mehr wert.

    Ich wünsche dir viel Kraft dabei, euch zu beschützen.

    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Doch, mit einem Suchtkranken hast du ALLES zu verlieren. Deine Würde, deine Gesundheit, die Beziehung zu deinen Kindern, Freunde, Familie, Sozialkontakte, deinen Stolz- alles.

    Er kann kein Traum von Ehemann sein, wenn er trinkt. Das widerspricht sich- ein Traum von Ehemann würde nicht trinken, weil er seine Existenz und die seiner Familie damit gefährdet.
    Ging es dir und den Kindern etwa gut, als er euch eiskalt sitzenließ, um egoistisch weitertrinken zu können?
    Der Traum von Ehemann wüsste das und würde daher seine Familie schützen.
    Das, was du beschreibst, klingt eher nach Albtraum.

    Zitat von FroileinNicole


    ich bin perplex wie sehr ich mich darin finde. Ist irgendwie wohltuend, dass man gesagt bekommt, woran es lag, dass man im Leben gescheitert ist. Das Arbeitsbuch lieh ich mir auch aus, möchte aber erst bis zum Schluss das Infobuch durchlesen, bevor ich mit der Arbeit beginne.

    Fehlende Glückshormone.. hmm.. liest sich fast wie eine Entschuldigung für Alkoholkonsum :(

    Das klingt danach, dass ich mir diese Lektüre mal anschaffen sollte. Ich habe das Buch gerade eben bestellt und bin sehr gespannt.

    Ich denke, dass es sich dabei um einen Grund handelt, wieso Menschen zu trinken beginnen. Oder sich ein anderes Laster anschaffen. In der Forschung gibt es mehrere Theorien darüber, wie eine Sucht entsteht. Festgehalten wird daran, dass immer mehrere Faktoren auslösend sind, nicht nur bloß der eine.

    Aber es handelt sich um keine Entschuldigung, weil der erkrankte immer mehrere Möglichkeiten hatte, aus der Misere zu kommen- niemand wird mit der Sucht geboren. Sondern trägt mit seinen Handlungen und Entscheidungen dazu bei, dass sie entsteht.
    Nicht jedes Kind eines Alkoholikers beginnt selbst zu trinken, jedoch etwas 30%. Ich weiß nun, dass ich zur Risikogruppe gehöre und bin daher "auf der Hut".

    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Zitat von Rhein

    Hallo Zimttee,

    das mit Lust/Unlust: könnte man hier auch "niedrige Frustrationsschwelle" sagen?

    hängt für mich irgendwie mit der (in der Kindheit erlernten) Möglichkeit zu Selbstdisziplin und Selbstmotivation zusammen.

    Das mit dem Glückshormon und der Verstärkung durch Alkohol war mir neu.

    Rhein

    Hey Rhein,
    ich kann gerade nicht nachschlagen, da das Buch nicht bei mir legt. Da es aber prüfungsrelevant für mein Staatsexamen war, bin ich mir ziemlich sicher, dass es so stimmt. Vorallem, da dies eine Erläuterung war, die mir die Dozentin gab, als sie die Theorien kurz vorstellte um uns aufzuzeigen, in welche Richtung die Prüfung laufen könnte.
    Sie erklärte, dass das einer der Gründe sei, warum eine Sucht vererbt werden kann- Kinder von alkoholkranken Menschen haben diesen niedrigen Hormonspiegel meist auch. "Sche*ße" dachte ich in dem Moment.
    Ich schlage da Mittwoch Abend mal nach.
    Es wird in dem Buch auch darauf eingegangen, dass diese Menschen meist eine niedrige Frustrationsschwelle haben. Aber an diesen Zusammenhang kann ich mich nicht mehr genau erinnern.

    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Hey Florena,

    10 Tage sind besser als nichts. Jetzt kannst du wenigstens in Ruhe Pläne machen, wie es weiter geht, ohne Angst haben zu müssen, dass er gerade in der Tür steht.

    Was wünschst du dir denn für nachher? Erstmal unabhängig, ob du es für realisierbar hälst. Einfach nur dein Wunsch.
    Wie du es umsetzen kannst, kann man danach immer noch überlegen.

    Liebe Grüße,
    Zimttee

    MaMe,

    wo ist denn Selbstwertgefühl?
    Du bist Mutter von drei Kindern; dein Mann fröhnt dem Alkohol, lässt euch alle vier sitzen.. Gibt dir die Schuld an der Situation, macht dir ätzende Vorwürfe, beleidigt dich und verlässt euch auf dem Egotrip. Und du denkst jetzt tatsächlich noch an eine glückliche Zukunft mit ihm?
    So einen Menschen möchte ich nicht in meinem Leben haben.
    Da sind Kinder, die ein Vorbild und ein Fundament für ein stabiles Leben brauchen. Es geht nicht nur darum, dass sie lernen, dass man seinen Kummer nicht ertränkt. Es geht auch darum, dass sie durch den Umgang und die Rückmeldungen mit/von Erwachsenen geprägt werden und ihr Selbstwertgefühl entwickeln. Was meinst du, was der Alkoholkonsum, die Launen deines Mannes und seine egoistische, unverantwortliche Flucht nun bei den Kindern anrichten? Meist suchen so kleine Kinder die Schuld, dass Papa abgehauen ist, bei sich.

    Meinst du, wenn dein Mann nun zurückkommt, ist alles wieder in Ordnung? Dann geht doch alles nur weiter. Er wird immernoch trinken- schließlich sollst du froh sein, dass er wieder da ist und in Zukunft nicht mehr über seinen Konsum meckern.

    Ohne wirkliche Einsicht seinerseits wird das nichts. Und nach dem, was du geschrieben hast, ist er momentan maximal von der Einsicht entfernt.

    Also, nochmal: Was kannst du für dich machen? Wie kann es dir besser gehen?

    Liebe Grüße.
    Zimttee

    Hallo MaMe,

    ich bin auch Tochter einer Alkoholikerin, bin mit ihr aufgewachsen und kann mir daher vorstellen, was bei euch abgeht.

    Du schreibst, dass die Sucht das Übel ist- dennoch ist dein Mann erwachsen und trägt die Verantwortung für seine Handlungen. Er hat jeden Tag die Wahl, ob er nun trinkt oder das Glas stehen lässt. Aktuell hat er anscheinend die Flasche euch vorgezogen.

    Als 2. Gedanken:
    Sei froh, dass er weg ist. Der Suchtkranke macht mit seiner Sauferei nicht nur sich selbst kaputt, sondern sein gesamtes Umfeld.
    Ich habe von klein auf das Elend mitbekommen. Solche Diskussionen, wie du sie beschreibst, gab es zwischen meinen Eltern immer wieder. Irgendwann hatten wir ein bestimmtes Alter, dann wurden wir für die Sauferei meiner Mutter auch verantwortlich gemacht. Für uns Kinder war das die Hölle- kein Ort, an dem sich Kinder aufhalten sollten.
    Ich bin sehr krank geworden; habe seit einigen Jahren die Diagnose Grüner Star und bin aktuell in der Asthma-Diagnostik. Jedes mal, wenn ich dann danach gefragt werde, ob ich unter Belastung und Stress stehe, könnte ich mich gelinde gesagt übergeben. Das hätte alles nicht sein müssen, wenn meine Eltern in ihren Sche*ß-Alkoholdiskussionen mal an die Kinder gedacht und uns aus der Schusslinie gezogen hätten.

    Deswegen, sei froh, dass er dir diese Entscheidung abnahm. Lass die Türschlösser austauschen und versperre ihm den Weg zurück. So ein hin und her ist nichts für kleine Kinder.

    Hast du dich mal an die langfristigen Folgen von Alkoholmissbrauch informiert?

    Und das aller, aller wichtigste: Was kannst du für dich machen? Wie kann es dir besser gehen?


    Liebe Grüße,
    Zimttee

    Hallo Nicole,
    ich war mal bei einem Coach, der mir auch erzählte, ich solle mein inneres Kind an die Hand nehmen. Das Buch klingt interessant, ist es von Erika Chopich und Margaret Paul?
    Hast du das Arbeitsbuch dazu?

    Hm, ich habe ein Buch von Hurrelmann gelesen, Titel: Drogengebrauch, Drogenmissbrauch.
    Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Sucht auslösen. Bzw die Gefahr, in die Sucht zu rutschen, erhöhen.
    U.a. ist es so, dass es Menschen gibt, die einen erblich bedingt niedrigen Glückshormonspiegel im Hirn nachweisen. Ich kann gerade nicht nachschlagen, um welches Hormon es sich da handelt. Irgendwann merken sie, dass Alkohol, von außen zugefügt, diesen Spiegel erhöht. Das führt dazu, dass sie häufiger trinken und dann eben langsam in die Sucht rutschen. Irgendwann hört der Körper auf, dieses Hormon zu produzieren bzw. produziert noch weniger davon, da ja immer genügend vorhanden ist- der Konsument erhöht die äußere Zufuhr.
    Hurrelmann schreibt auch, dass Alkoholiker häufig von "Lust- und Unlustgedanken" geprägt sind. Unlust ist zu vermeiden, Lust erstrebenswert. Wenn eine Situation Unlust auslöst, wird versucht, diese Unlust in Lust zu verändern, indem man Alkohol als Glücksverstärker hinzufügt.

    Liebe Grüße
    Zimttee

    Zitat von cocomel


    Mein Wissensstand ist auch,dass wenn dein Freund eine ambulante Therapie machen möchte,er clean sein muss (keine anderen Substanzen und natürlich auch kein Alkohol), da bei ambulanter Therapie Voraussetzung ist,klar im Kopf zu sein.So hat man mir das bei der Caritas mal erklärt.

    Stimmt, das hab ich hier auch mal gelesen.
    Vielleicht liegt genau dort der Hase im Pfeffer?

    Hallo Leo!

    Da dein Partner seit Mai dabei ist, die Kur zu beantragen, würde ich nicht mehr lange darauf warten, dass da noch was passiert.
    Ich hätte viel mehr Sorge darum, dass er mich hinhällt, weil er eh weiß "Die ist schwanger und läuft jetzt nicht mehr weg". Er hält dich hin. Noch ein paar Monate, dann hat er sein Ziel doch erreicht.
    Bedenke auch, dass sein ambulanter Entzug dann möglicherweise, falls er doch noch die Kurve bekommt, in die Zeit deiner Entbindung fällt. Willst du da wirklich mit einem frisch geborenen Säugling und einem entziehenden Alkoholiker zu Hause sitzen?

    In meinen Augen wäre es das beste, du suchst nun nach einer anderen Wohnung und setzt ihm eine Frist bis vor der Geburt. Dann siehst du, welche Absichten er wirklich hat.

    Als ich deinen Beitrag eben las, hab ich langsam runtergescrollt und war gespannt, welche Contra-Punkte nun folgen. Ich war echt etwas erschrocken, dass es nur einer war, und der drehte sich nicht wirklich um dich, sondern wieder nur um ihm. Neue Wohnung, damit er schneller handelt.
    Aber die ganzen contra-Punkte, die sich massiv auf euch beziehen, die listest du nicht auf.


    Meinst du, dass er überhaupt handeln will? Bisher hat er ja nichts in der Hand.

    Zimttee