Beiträge von Zimttee

    Zitat von aionic_star


    ich möchte wissen ob es ähnliche fälle wie den unseren gibt, wo der mann nicht aufhört aber kooperativ ist und sich eine langfristige langsame besserung abzeichnet.


    Es gab hier Fälle, in denen der Partner sagte, er möchte aufhören, brauche noch ein wenig Zeit... "Irgendwann".. Und er brauche das Bier, um arbeiten zu können und die Partnerin trage Schuld, weil sie sich eben schlecht verhalte. Wenn du das meinst?
    Die Partnerinnen haben hier gemerkt, dass der Mann sie hinhält und haben sich dann getrennt. Und bisher habe ich von keinem gelesen, der danach die Kurve gekriegt hat.
    Auch die Existenz des kontrollierten Trinkens wird hier, auch von ehemaligen Trinkern, geleugnet.
    Meine eigene Erfahrung ist, dass es funktioniert, sich ein paar Tage lang zusammen zu reißen und auf gut Wetter zu machen. Dann sind alle beruhigt, haben wieder Hoffnung und dann wird weiter gesoffen.

    Aber letztendlich ist es auch egal, was bei anderen passiert ist. Wie Aurora und andere schon sagten, kann das niemand voraussehen. Es kann so oder so enden. Du musst für dich selbst eine Position finden, die du annehmen willst. Entweder, du bist bereit, seine Sucht zu akzeptieren und damit zu leben, oder du ziehst deine Konsequenzen und gehst den Weg alleine weiter.

    Ich habe meine Lektion gelernt und kann dir sagen, dass ich sowas nie nie nie wieder mitmachen möchte und mir kein (0!) nasser Alkoholiker ins Haus kommt. Unter keinen Umständen. Erst recht nicht, wenn Kinder involviert sind. Es geht ja nicht nur darum, was Kinder gut oder schlecht finden, sondern auch, wie sie indirekt sozialisiert werden. Meine Kinder sollen nicht das Gefühl bekommen, dass 3-10 Bier pro Tag normal sind.
    Wusstest du, dass 30% der Kinder von Alkoholikern selbst eine Sucht entwickeln?

    "kann so etwas gutgehen, oder haben siech dies schon viele eingebildet, und nach jahren kam dann doch das aufwachen..."
    Ich kenne keinen Bericht hier im Forum, der das bestätigt. Dafür dutzende, die vor der Einstellung warnen.

    Zitat von aionic_star


    Nur WENN er in 10 jahren immer noch jeden tag biert trinkt, dann wird es DANN nicht mehr lustig sein. Stimmt schon ich kann nur an mir arbeiten, meine probleme bearbeiten.


    Mach dir mal Gedanken darum, in welchem Zustand jemand ist, der über so viel Zeit Alkohol konsumiert hat und in welchem er Jahre später sein wird.
    Was bedeutet das für dich, die nächsten 10 Jahre mit einem Alkoholiker zu verbringen und was für deine Kinder, mit einem aufzuwachsen? Ich weiß nicht, wie alt du bist. Aber wenn du noch 10 Jahre ausharrst, wird es nicht besser für dich.

    Informiere dich mal richtig. Geh zu einer Suchtberatung, hol dir auf seriösen Seiten Infos und überlege, ob es das ist, was du für dich willst. Wenn ja, kann dich da eh keiner von abhalten. Wir wollen hier auch niemandem zu seinem Glück zwingen.

    Natalie

    Hallo ihr,

    ja ich lebe noch. Ich habe ziemlichen Stress in der Uni und muss echt reinhauen. Die letzten drei Wochen war ich krank und bin zu kaum etwas gekommen.

    Lindi, deine Worte haben mich begleitet und du hast verdammt Recht.
    Ich denke, mir fehlt einfach das Gefühl von Sicherheit; die hatte ich nie. Im Prinzip wurde ich immer klein gehalten, mir wurde das Gefühl gegeben, dass ich alleine nicht klarkommen werde und meine Familie daher brauche. Manipulation von Anfang an. Mein Vater braucht Menschen, die von ihm abhängig sind und die ihn dadurch stabilisieren. Daher hat er auch eine alkoholabhängige Frau und hält an der Situation fest.
    So sieht das aus, dass ist der Kern des Problems.

    Momentan beginne ich zu begreifen, wie schlimm die Situation überhaupt ist. Also nicht nur die Mutter, sondern auch das heftige Verhalten meines Vaters. Das hat sich so verschlimmert- unglaublich. Es geht nur noch um ihn, alles, was er sagt, stimmt und muss von anderen getan werden. Und wenn es sich um Dinge handelt, die er mal so irgendwann in der BILD gelesen hat.
    Ich bin so froh, damals ausgezogen zu sein und mich hier entwickelt zu haben. Auch, dass ich den Job habe.
    Ich bin erschrocken von dem, was er sich momentan leistet. Im Detail werde ich darauf nicht eingehen- aber es ist sowas von realitätsfern und unlogisch.
    Ich will es auch nicht nachvollziehen.
    Ich denke, es wird nun auf kurz oder lang zum dicken Knall komen. Einfach weil ich mir sein Verhalten nicht bieten lassen kann, er aber Gehorsam verlangt.

    Es stimmt schon, dass jeder irgendwann mal heimatlos ist. Ich werde mich nun darauf einstellen.

    Ich habe nun auch meinen Schulort bekommen. Nur 20km von meinen Eltern entfernt. Momentan weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Ich muss tief in mich gehen, ob ich die Stelle unter den Umständen annehmen kann.

    Viele Grüße,
    Natalie

    Hallo,

    Alkoholsucht ist eine Abwärtsspirale. Lies mal im Alkoholiker-Bereich oder informiere dich über die Wirkung von Alkohol aufs Gehirn. Alkohol ist kein Wellnessdrink, sondern ein Gift, was das Gehirn angreift.

    Und nein, ich würde keinem Alkoholiker glauben, wenn er sagt, dass er gerne aufhören möchte, aber dennoch weitertrinkt. So zeigt er dir ja eben ganz direkt, dass er nicht aufhören will. Sonst würde er auch aufhören.
    Das erinnerte mich an meine Zeit, als ich noch 20kg mehr wog, einen Riegel Schokolade in den Mund schob und beim Kauen dachte "Abnehmen kann ich jederzeit, wenn ich will". Nie war ich so weit weg vom Abnehmen, wie in dieser Minute. Und das dachte ich täglich.

    Kannst du dir vorstellen, ewig so mit deinem Partner zusammen zu leben? So, wie es nun ist?

    Alles Liebe,
    Natalie

    Hallo aionic star,

    als ich mich hier angemeldet habe, musste ich auch feststellen, dass Dinge, die ich für wichtig erachtete und an die ich mich klammerte und über die ich sprechen musste, mich gar nicht weiter bringen. Einfach, weil sie für eine Gesundung des Erkrankten nicht wichtig sind.

    Wir Cos freuen uns über Dinge wie eine Gewichtszunahme oder gesünderes Aussehen des Partners und klammern uns daran- aber in Wirklichkeit ist das nur ein Moment und kann wieder vergehen. Das alles nützt nichts. Die Sucht wird auf Dauer immer schlimmer- auf lange Zeit. Das ist keine Erkältung, die man auskuriert, sondern eine Abwärtsspirale.

    Im Prinzip geht es, wenn man sich an den Partner klammert, nur um "er macht, er denkt, er zeigt, er sagt". Man macht den Erkrankten zum Mittelpunkt des Lebens und vergisst dabei "ich mache, ich denke, ich zeige, ich sage".
    Man vergisst sich selbst und seine Wünsche.

    Was willst du denn für dein Leben? Hast du noch Ziele, was willst du noch erreichen? Wie stellst du dir denn dein Leben vor?
    Das ist wichtig. Mach dich da nicht von dem Partner abhängig.
    Und was ich erst lernen musste: Als Co interpretiert man in so vieles möglichst positives rein, glaubt, dass es dem Partner durch einen selbst besser ginge etc.
    Die bittere Wahrheit ist aber, dass wir keinen Einfluss auf seinen Gesundheitszustand haben. Keinen.
    Auch ist es egal, was er sagt oder verspricht- es zählt alleine das, was er macht und wie er handelt. Wenn er dir verspricht aufzuhören und dennoch weitertrinkt- dann steckt da nicht viel hinter.
    Deswegen ist es umso wichtiger, sich auf sich selbst zu besinnen und sich nicht an jemanden zu klammern, der selbst untergeht.
    Du hast Verantwortung für deine drei Kinder- setz sie einer solchen Situation nicht aus. Ich bin selbst mit einer alkoholkranken Mutter aufgewachsen. Das hinterlässt ein Leben lang Spuren.

    Ich bin auf deine Antwort gespannt.
    Liebe Grüße,
    Natalie

    Hallo Renate!
    Ja, darum habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.
    Co-sein macht ja nicht unbedingt aus, dass ich Hilfe aufdränge. Es gibt ja durchaus auch symbiotische Beziehungen, wo der suchtkranke Partner die Hilfe des anderen einfordert und ihn durch Manipulation an der Stange hält, weil er ohne den Co nicht klar kommt.
    Co-Abhängigkeit beginnt für mich dort, wo ich beginne, Verantwortung zu übernehmen, die ich nicht zu tragen brauche bzw. wo ich nicht wirklich nachhaltig helfen kann, sondern die Situation noch zementiere, indem ich Hilfe anbiete, sodass sich der Betroffene nicht ändern braucht. Unabhängig, ob die Hilfe gewollt ist oder nicht. Wobei Hilfe aufdrängen noch eine Extremform ist.
    Das betrifft auch den Obdachlosen auf der Straße. Es gibt auch hier Möglichkeiten, von der Straße zu kommen.

    Nachdenkliche Grüße,
    Natalie

    Liebe Miriel,
    so ging es mir diesen Monat auch. Bin schon ewig krank geschrieben. Konnte kaum mehr atmen, Atemwege dicht, Schmerzen..
    Nimm dir Zeit und konzentrier dich auf dich. Auch ich muss viel machen; Examensarbeit in 2,5 Wochen, schriftliche und mündliche Prüfung bald.. Aber es nützte nichts, da muss man dann wohl durch. Irgendwann wirds besser.

    Gute Besserung!

    Puh, Brummbär. Harter Tobak, ich habe den kompletten Text eben lesen können.
    Ich kann nachvollziehen, dass du dich sehr hilflos fühlen musst. Meiner Meinung nach hast du damit das beste für sie getan; Fachpersonal hat ihr gesagt, was das beste für sie wäre. Diese Uneinsicht ist typisch und zeigt dir, dass dein bisheriges Handeln richtig war.

    Hab kein schlechtes Gewissen.
    Musst du in Zukunft noch öfters zu ihr?
    Ich fürchte, mit der Aussage hatte die Wirtin recht. :(

    Kannst du die Treffen zu Hause vermeiden?

    Zitat von inbetween


    @ Zimttee: Natürlich freust du dich, wenn dein Partner so fühlt wie du.
    Wenn er es nicht (mehr) tun würde, dann wäret ihr kein Paar (mehr).
    Und dann würde man das, was zwischen Euch ist, nicht mehr als Liebe bezeichnen. Aber es hat eben etwas mit beiden Seiten zu tun, es ist Geben und Nehmen. ... Oder?
    Klar kannst du das nirgends "einklagen".


    Nehmen wir an, dass mein Partner die Beziehung beenden würde, weil er mich nicht mehr liebt. Aus meiner jetzigen Position bedeutet das nicht, dass mit der Trennung meine Liebe für ihn vorüber ist. Seine Gefühle mir gegenüber sind dann keine Liebe mehr, aber das, was ich für ihn fühle, dennoch. Liebe kann man ja nicht einfach so abstellen und Liebe ist ja nicht nur dann vorhanden, wenn beide dies empfinden. Liebe spürt jeder für den anderen, unabhängig vom Partner.
    Wenn ich dazu in der Lage wäre, meine Gefühle abzustellen, weil der andere mich nicht mehr liebt, wäre es in der Tat nur zweckgebundene Liebe.

    Ich sehe es so, dass viele Menschen diese Einstellung haben, wie Miriel sie zitierte.
    Aber ich denke, genau das ist Liebe nicht. Ich erwarte nicht, dass ich von meinem Partner eine Gegenleistung bekomme, aber ich freue mich darüber, dass er so fühlt wie ich.

    Ich erinnere mich noch, als ich gestern bei meinem Freund war- es war eine wunderbare Stille, ich konnte mich super gut konzentrieren. Echt toll.
    Da wird mir bewusst, wie schädlich der Aufenthalt bei meinen Eltern wirklich ist.
    Aber das Problem ist eben, dass man das nicht gut erkennt, wenn man dem Problem schon so lange ausgesetzt war und nicht weiß, wie es anders sein kann.

    Hallo Miriel,

    mit meinen Eltern ist es genau so!
    Ich habe die Besuche reduziert, sofern es ging. Aber wenn ich dann mal da bin und es gut läuft, bleibe ich auch gerne einen Tag länger. Und häufig ists dann so, dass genau dieser Tag wieder schlecht ist. Aber dennoch habe ich dann schon manchmal Sehnsucht- obwohl ich mich dann nur ärgere, wenn ich da bin.
    Meistens jedenfalls.
    Meistens hilft es nur, genau hinzusehen. Ich sehe ein, dass es mir nur dann richtig gut geht und ich entspannt bin, wenn ich lange nicht dort war.
    Meine letzte Prüfungsphase war mir eine Lehre. Ich weiß prinzipiell, dass ich nicht hinfahren sollte, wenn ich Prüfungen und Stress habe. Einmal war ich dann doch kurz vorher da- es war gut. Meine Eltern haben eine Feier gegeben und ich konnte ohne Zwischenfälle lernen. Dann war ich bei den 4 Prüfungen danach nicht mehr dort, aber bei der 5. Sie haben hoch und heilig versprochen, sich am Riehmen zu reißen. Kaum war ich abends da, ging der Terror los. Es war fürchterlich, ich bin zig mal runtergegangen und habe gesagt, dass ich ihr Verhalten nicht vertrage, mit den Nerven fertig bin und nicht lernen kann- nichts! Danach war ich 4 Tage total durch den Wind und die Prüfung am 5. Tag haben meine Nerven nicht überstanden. Es war schrecklich, bin dauernd ins Straucheln geraten, hab den Faden verloren, die Prüfer nicht verstanden. Und was hab ich kassiert? Eine 3.0 trotz monatelanger Vorbereitung und fundiertem Thesenpapier. Ich konnte mich so in den Hintern beißen.
    Das war mir eine Lehre- seitdem werde ich dort nicht mehr hingehen, wenn wichtige Dinge anstehen. Jetzt beginnt die Prüfungsphase wieder so langsam und es wird vorerst der letzte Besuch dort sein.

    Wie oft fährst du so zu ihnen?

    Alles Liebe,
    Natalie

    Zitat von Uschi1987

    Marie04 :) alles gut nicht gegen dich aber jonas ist mir durch den ganzen wirbel in dem anderen thread etwas unsymphatisch und ich lese seine texte nicht gerne ich fuehle mich dann nicht gut angegriffen und helfen tun mir seine saetze auch nicht. auch wenn er noch so ein experten sein soll...
    Tina heute geht es mir besser. war gestern abend noch bei meiner ma und hab mich ausgeheult. wenn ich mit igr rede u sie mich in den arm nimmt geht es mir wieder gut :)

    Bei allem Respekt dir gegenüber finde ich es nicht gut, so über Menschen öffentlich im Forum zu schreiben. Unabhängig davon, ob der beschriebene Mensch Jonas ist und die beschreibende du.

    Hallo Brummbär,

    ich bin der Meinung, dass es nichts gebracht hätte, den Notarzt zu rufen, so lange sie noch stöhnen kann und ansprechbar ist. Die hätten sie nicht mitgenommen.

    Ich glaube nicht, dass die Wirtin Verantwortung hat. Es ist keine akute Situation, sie wird vom nächsten Glas nicht zusammenbrechen. Also derzeit nichts lebensbedrohliches. Da ist es die Verantwortung deiner Mutter.

    Alles Liebe,
    Natalie

    @ schnuffig:
    Ich bin Mitte 20 und habe noch keine eigene Familie. Demnächst, wenn ich einen neuen Wohnsitz habe, überlege ich, wie es mit einer Katze wäre :D Aber bis dahin lebe ich erstmal alleine. Ich habe einen festen Partner, der aus einer guten Familie kommt. Aber nun haben wir vorerst eine Wochenendbeziehung.

    Wir haben eine gute Beziehung, ja. Dennoch denke ich manchmal, was wäre, wenn die Beziehung doch irgendwann mal kaputt geht? Wie schon früher so oft.. Ich hab Angst, mich von ihm abhängig zu machen und dann hinterher vor dem nichts zu stehen.

    Normalerweise ists ja die Familie, die die Heimat und die Basis ist. Momentan stehe ich in einem Umbruch, beende mein Studium, wechsle demnächst die Arbeitsstelle und habe daher viel Druck. Zudem ist mein Freund nun umgezogen, was natürlich auch ein Umbruch ist. Wahrscheinlich werde ich auch nochmal umziehen.
    Mir fehlt die Konstante im Leben. Meine Mitstudenten berichten von ihrer Familie, die ihnen Kraft gibt. Meine nimmt mir Kraft, wenn ich mich ihnen hinwende. Daher sollte ich mich fernhalten. Ich beschäftige mich schon mit Sport oder meiner Ernährung etc. Koche gerne. Ein paar Freundinnen habe ich auch gefunden, aber denen gehts momentan ähnlich, sie haben nicht so viel Zeit. Von daher hätte ich gerne eine Familie, die mir beistehen könnte. Aber die Option gibts nicht, keine Frage. Daher muss ich dann wohl nun die Zähne zusammenbeißen und Augen zu und durch. Nur noch bis März, dann ist der Drops gelutscht. =)

    Schrumplig bin ich nun in der Tat :D Dafür aber ist mir wohlig warm.

    Lindi : In der Schule wird es wohl niemanden interessieren, das stimmt. Aber wenn es um die Verbeamtung, die immerhin eine bessere Bezahlung und steuerliche Vergünstigungen und quasi eine Unkündbarkeit mit sich bringt, geht, dann ist eine Therapie ein Hindernis.
    Solange, wie ich eine Therapie auf Abrechnung der Krankenkasse mache, wird sie beim Arzt und der Krankenkasse erfasst. Wenn ich mich nun verbeamten lassen möchte, muss ich zum Amtsarzt, der ein Schreiben von meinem HA anfordert. Zudem muss ich natürlich die Wahrheit sagen, wenn ich nach einer therapeutischen Behandlung gefragt werde. Daher erfährt der Amtsarzt das alles schon. Sonst kann die Verbeamtung wiederrufen werden.
    NoGos sind Depressionen, Essstörungen, Gewichtsprobleme und sogar Dinge wie Asthma und Neurodermitis. Ich habe die Logik dahinter nicht verstanden. Aber Therapie ist in der Regel ein dunkelrotes Tuch.

    Ich kann mir vorstellen, eine Therapie privat zu bezahlen- aber das wird frühestens ab Mai funktionieren. Dann muss ich gucken, wie ich finanziell mit dem Mini-Gehalt zurecht komme.

    Natalie

    Zitat von Zimttee

    Ich denke, dass sich emotionale und räumliche Trennung gegenseitig bedingen. Wenn ich dann räumlich getrennt bin und notwendigerweise ein paar km zwischen uns liegen, wird die emotionale Distanz noch größer.

    Aber, seit ein paar Tagen grüble ich darum, wie das nun bei uns EKAs im Idealfall ablaufen soll/kann. Es sind ja dann die Eltern, von denen man sich trennen sollte.
    Wenn mein Partner trinkt, dann verlasse ich ihn und weiß, ich will einen anderen Partner, einen gesunden, wenn ich zu mir gefunden habe. Irgendwann, in ferner Zukunft.
    Wenn aber nun ein Elternteil trinkt, das andere Elternteil als Co daneben hockt und Flaschen zählt- dann verlasse ich ja nicht nur meine Mutter, sondern auch den Vater... Und irgendwie zählt dann auch noch der ein oder andere Verwandte dazu, der auch als Co mit drinhängt. Und plötzlich fehlt einem die Basis.
    Wenn es um den Partner geht, weiß ich, wenn ich mich gefangen habe und meine Fehler erkannt, finde ich vielleicht einen neuen. Aber eine neue Familie gibts nicht.
    So sieht es leider aus und damit tue ich mich derzeit schwer.

    Liebe Grüße,
    Natalie

    Zitat von schnuffig

    Ich habe eine Familie. Die besteht aus meinen Kindern, meinem Mann und meinem Kater.
    Wozu brauche ich die Menschen von damals??
    Wozu brauchst du sie, Natalie?
    (Vielleicht sollten wir bei den EKA's schreiben)


    Hier gehts weiter. Aber ich hab grad ein Bad einlaufen lassen und widme mich dem.. Ein paar Gedankenanstöße hab ich ja grad bekommen :)

    Ich denke, es gab irgendwo eine Zeit, in der jeder die Situation als normal empfand oder Gründe fand, wieso er das machte und die Person entschuldigt.
    Bist du sonst nur aus Mitleid mit ihm zusammen geblieben und hast ihn geschützt? Dann wäre die nächste wichtige Frage, warum du dir das angetan hast.

    "vieleicht habe ich die ganze zeit ja auch nur liebe mit mitleid verwechselt..." das kann auch eine wichtige Erkenntnis sein- und wäre ein Indiz für eine Co-Abhängigkeit. Eins von vielen.