Beiträge von Zimttee

    Was meinst du denn, wie lange der Notarzt zur dir gebraucht hätte? Wenn du ihn tot findest, dann bringt dir doch ein Notarzt, der noch herkommen muss, nichts mehr?
    In einer stationären Einrichtung steht er unter ärztlicher Überwachung UND im worst case ist Hilfe im Nebenzimmer. Diese Versorgung kann man doch als Laie nicht leisten?


    Dein Partner ist krank, der wird vom System nicht fallen gelassen. Lies dir mal "drüben" ein paar Beiträge durch. Dort liest man noch ganz andere Fälle.
    Nunja.
    Du solltest dir wirklich überlegen, welche Kapriolen du noch ertragen möchtest. Wieviele Entzüge willst du noch ertragen. Zig Entzüge - kein Erfolg und dann noch die faulen Ausreden bezüglich der Bezahlung der stationären Aufenthalte. Willst du das weiter ertragen?

    Wo liegt deine Grenze?

    Bonjour je suis,

    ein paar Gedanken dazu:
    1. Er hat bei dir entzogen? Du weißt aber schon, dass das lebensgefährlich ist und vor Entzügen ohne ärztliche Begleitung gewarnt wird, weil so Schoten wie Herzstillstand, epileptische Anfälle etc drohen?
    Ließ mal hier: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic24411.html

    Er wäre nicht der erste, der dabei sterben würde.

    2. Therapie wird nicht mehr bezahlt, weil er es schon mehrfach nicht geschafft hat? Das wäre in etwa so, als ob man einen Opa beim 5. Herzinfarkt auf der Straße liegen lässt, weil sein Kontingent voll ist.
    Scheint so, als ob er nicht will und dir das so unterschiebt.

    Was sagt denn dein Gefühl?
    Was willst du?

    Liebe Grüße,
    Natalie

    Hallo!

    Meiner Meinung nach ist es egal, wer mit ihm redet. Soo viele Leute haben mit meiner Mutter gesprochen- mit Engelszungen auf sie eingeredet oder ihr deutlich die Meinung gesagt. Es ging jedes Mal rechts rein und links raus. Manchmal lief sie weg, andere Male wurde sie schnippisch und frech.
    Wieso fragst du uns, ob es was bringt, wenn andere mit ihm reden? Machen sie es von deiner Meinung abhängig?
    Was hast denn du damit zu schaffen, wenn sie mit ihm sprechen? Doch rein gar nichts. Ich fürchte, du nimmst dir da Verantwortung an, wo du gar keine hast. Und ob sie dir nun die Schuld geben; das hängt doch nicht davon ab, ob sie ihn nun ansprechen? Entweder sie machen es, oder nicht.
    Meine Tante hat mir mit solchen Anschuldigungen auch das Leben zur Hölle gemacht. Sowas widerliches. Aber bei mir hats irgendwann klick gemacht. So lange, wie ich mich da noch auf Diskussionen drüber einlasse, so lange wird sie den Frust darüber an mir auslassen.

    Also verweigere ich Gespräche über Mutter und bin mit ihr verblieben, dass sie es wohl schon mitbekommen würden, wenn Mutter einen stationären Entzug macht und sie mich bis zu diesem zeitpunkt, der wohl nicht kommen wird, danach nicht mehr fragen solle. Ansonsten kann sie Mutter auch selbst darauf ansprechen.

    Hat sich nun nach seiner letzten sich-schämen-Attacke irgendwas geändert? Oder war das wieder nur eine Beruhigungsansage, nach der er wieder in seine alten Muster verfällt?
    Seitdem ist der Kontakt also abgebrochen. Aus Ende. Und es geht mir besser damit =)

    Also, meine Botschaft: Lass dich darauf nicht ein.

    Wartest du jetzt noch darauf, ob dein xy Einsicht zeigt? Oder wie ist dein Plan? Willst du endlich aktiv werden?

    Und warum sagst du ihm nicht, dass du nicht mit ihm hingehst? Warum tust du dir das alles an?
    So lange, wie du da keinen Riegel setzt, wird sich da nichts ändern. Es ist doch ganz bequem für deine Eltern- sie können bei Bedarf ihren Frust und Missmut an dir auslassen und du rennst jedes Mal wieder hin. Sie würdigen nichts, von dem, was du machst und du lieferst ihnen jedes Mal neue Möglichkeiten.

    Du bist Herrin deiner Situation. Die Dinge entwickeln sich so, wie du es zulässt. So lange, wie du keinen Riegel vorschiebst, machen sie weiter.

    @ Renate:
    Genau das meinte ich! Wenn die Basis, also die Liebe, nicht da ist- dann kann ich auch einen romantischen Liebesfilm gucken und die Aussagen des Schauspielers auf mich beziehen. Das würd vermutlich meine Nerven noch eher schonen ^^
    Also, wenn die Liebe nicht da ist- dann sind seine Schwüre für den Eimer.

    @ Syra
    In der Regel ist die Flasche dem Alkoholiker am nächsten. Kannst ihn ja mal vor die Wahl stellen- die Flasche oder du?

    Hallo verzweifelt,

    mir scheint, als würdest du immer noch versuchen, einen Strohhalm zu finden, dass er doch kein Alkoholiker ist.
    Die Sache ist doch eigentlich klar. Er lässt den Wodka mit einziehen und reagiert dann ganz überrascht, weil du noch nichts weißt. Ganz schön mies und ziemlich eindeutig.
    In einer Beziehung würd ich vor dem Zusammenziehen erwarten, dass solche Dinge vor dem Mietvertrag auf den Tisch kommen. Alles andere sehe ich schon als Lüge- auch verschweigen ist lügen.
    Mit der Reaktion macht er es sich noch einfach.
    Und nein, so einfach wird er nicht trocken. Um vom Alk loszukommen, bedarf es einen Entzug und Therapie, vor allem, wenn man solche Mengen wie er verträgt, dann hat es schon eine heftige Vorgeschichte; und sein rumgeeiere zeigt eigentlich nur, dass er einen Entzug nicht so wirklich im Sinn hat.

    Wenn du ernsthaft erwägst, mit ihm Kinder zu bekommen, dann schau dich mal im anderen Forenbereich um bzw. lies meine Geschichte hier.
    Ich muss sagen, dass ichs mehr als verantwortungslos fände. Kinder in so eine Partnerschaft zu setzen; wobei dir klar sein sollte, dass sie ihres Lebens nicht glücklich werden.

    Nunja. Das Problem ist, dass er es dir verschwiegen hat und du nun mit einem Alkoholiker eine Wohnung teilst. Das alles wäre mit betroffenen Kindern noch schlimmer.
    Es bringt rein gar nichts, mit ihm zu schimpfen, ihm zu drohen.. Dafür hängt er zu tief drin.
    Lass dich von seinem Gefasel nicht vertrösten. So lange er nur redet und nicht ernsthaft handelt, kannst du's vergessen.

    Nach all meinen Erfahrungen würde ich ihm gar nicht so viel Aufmerksamkeit schenken (damit bestärkst du ihn nur), sondern dir überlegen, ob du wirklich mit ihm so zusammen leben willst.
    Meine Meinung wäre: NEIN! Ganz klar.
    Gegen Alkoholismus kannst du rein gar nichts bewirken! Da muss er selbst aktiv werden.
    Alles andere macht dich nur kaputt.

    Lies dir mal die anderen Geschichten durch. Irgendwann wird dir ein Licht aufgehen.


    Natalie

    Hallo Sternchen,

    zu Suizidandeutungen: In meinem Umkreis haben sich in der letzten Zeit drei Menschen umgebracht. Keiner von denen, die nun tot sind, haben zuvor irgendwas angedeutet.
    Wenn ich nun die betrachte, die solche Dinge andeuten, kann ich sagen, dass sie alle noch leben und diese Andeutungen eigentlich nur zur Manipulation dienten, um die Menschen im Umkreis zu animieren, weiterzuhelfen.

    Menschen, die sich wirklich umbringen wollen, kündigen es nicht an, weil sie nicht aufgehalten werden wollen.

    Hey,
    gruselig, zu was der Alkohol Menschen bringt.
    Meine Mutter vermisse ich auch, obwohl sie noch lebt und wir sogar Kontakt haben. ABER sie lebt schon so in ihrer eigenen Welt, man kann sich nicht mehr wirklich unterhalten.. Sie hat keine Themen mehr und zu meinen Themen zeigt sie kein Interesse. Ich bin gespannt, ob sie wüsste, was ich studiere und welche drei Prüfungen noch vor mir liegen. Spätestens bei den Prüfungen kommt sie dann ins Stolpern. Sie wusste nie, worüber ich schreibe. Was das Thema ist, wer der Prüfer. Nix.
    So eine richtige verständnisvolle Mutter hatte ich nie, weil sie schon seit meinem Kleinkindalter trinkt. Wir hatten nie eine richtige Bindung.
    Ja, das vermisse ich immer noch, obwohl ich 3 Jahre älter bin als du. Das ist das Problem- wenn die Beziehung zu den Eltern nicht intakt ist, ist der normale Ablöseprozess schwieriger. Vor allem, wenn eine Suchterkrankung da noch reinspielt.

    Zieh dir den Schuh nicht an, dass du Schuld bist. Die eine Seite ist immer, dass der neue Partner dir die Schuld gibt. Aber wie kommt er auf die Idee?
    Ich habe irgendwann rausgefunden, nachdem ich auch öfters mal Vorwürfe von der Verwandtschaft bekam, dass Mutter denen so einen Mist erzählt, um ihren Zustand vor ihnen zu rechtfertigen. Schuld sind sowieso immer die anderen.
    Was deine Mutter nun dazu bringt, dich zu ignorieren- keine Ahnung. Vielleicht schämt sie sichfür ihr Verhalten? Zu recht!

    Naja.
    Konntest du das schon richtig verarbeiten? Sonst bleibt immer etwas zurück :(

    Liebe Grüße,
    Natalie

    Es gibt in manchen Teilen des Forums solche Threads. Ich kann sie nun nicht verlinken, da ich mir dem Handy on bin. Schaut mal im Alkoholiker-Bereich nach. Einheitliche Meinung ist dort, das man als Alkoholiker zu wahrer Liebe gar nicht fähig ist. Es ist ja immer eine Beziehung, die auf Abhängigkeit vom Co basiert. Es steht immer die Fläche an erster stelle.
    Wenn mich mein Partner Göttin nennen würde- das weil ich gar nicht. Ich möchte nicht angebetet werden. Das aussagt doch schon alles und ist keine Partnerschaft auf Augenhöhe.

    Hallöchen,
    Ich frage mich nun, warum du noch nach Ansätzen suchst, die ihn entlasten könnten? Dass er anscheinend Alkoholiker ist, ist doch schon aufgrund deiner Schilderung und seiner Aussagen klar?
    Dass er diese Anzeichen deiner Meinung nicht zeigt, kann daran liegen, dass du sie ignorierst oder das er viel zum Nachschütten griffbereit hat oder oder oder.
    Es ist doch viel zu mühselig, sich darüber noch den Kopf zu zerbrechen. Ich kann dir nur raten, dir bewusst zu werden, was du willst. Willst du ein leben mit einem Alkoholiker verbringen und damit zu gründe gehen

    Zitat von liebeskind


    Zimttee und Lindi
    ....was meinen eigenen "Verzicht" betrifft....
    Bin dankbar für eure Kommentare. Ich kämpfe (gott sei dank erfolgreich) seit Jahren mit meinem Gewicht. Ich bin schlank - aber es kostet mich durchaus einige Mühe - und zwar konstant, es auch zu bleiben. Natürlich kann man das mit (Alkohol-)Sucht in keinster Weise vergleichen...trotzdem heißt das eben auch "Verzicht" - und der Alkoholverzicht meinerseits fällt für mich (als Nicht-Alkhoholiker) in die gleiche Kategorie, hat den gleichen Stellenwert.
    Ich weiß, er hat wegen meines "Verzichts" sowas wie ein schlechtes Gewissen - das erhöht den Druck auf ihn - aber ob und wie sich das auswirkt, werden wir sehen. Ich habe jedenfalls verstanden, es hilft ihm natürlich, wenn er nicht auch noch durch mich "verführt" wird....

    Genau so ist es bei mir auch. Ich habe knapp 20kg abgenommen; das war harte Arbeit, aber der erste Schritt zu mir selbst. Damals sah ich ein, dass ich mich befreien muss, um nichts mehr mit Essen kompensieren zu müssen.
    Ich habe mich auch mit den Nährwertangaben von Alkohol beschäftigt und mein Ergebnis war, dass er mir das nicht wert ist. Da ist man echt mit einem Glas Cola besser dran. Oder 2 Gläser Cola.
    Verzichten muss ich auch- auf Schokolade oder Fast Food. Das fällt mir wirklich schwer. Wenn andere auf einer Kirmes von Bude zu Bude ziehen, stehe ich daneben und teile mir höchstens was mit meinem Partner. Wobei ich mir eine Currywurst kaufen werde, sobald ich mein Wunschgewicht habe ^^

    Ich schließe mich Oldie an.
    Das dachte ich schon vor ein paar Tagen, als ich deinen Text las.

    Ich hatte früher mal eine ähnliche Beziehung, in der ich mich genau so fühlte, wie du es beschreibst. Wie schlecht diese für mich war, merke ich erst nun, da ich in meinem Partner eine ganz andere Persönlichkeit gefunden habe, als D. es damals war.
    In solchen Situationen freut sich mein Freund für mich, hält zu mir und vergnügt sich auf einer Feier nicht mit einer guten Freundin. Bei D. war es damals genau so.

    Hallo!

    Ja, dass ich manches vielleicht zu kritisch sehe, stimmt.
    -edit-

    Ich sehe Wein auch als Genussmittel.
    Aber der Zusammenhang, dass man auf Genussmittel nur schwer verzichten kann, den sehe ich nicht.
    Wenn ich die Botschaft im anderen Forenbereich richtig verstehe, sollen frisch Trockene ein Jahr lang Konfrontationen mit Alkohol vermeiden, ihr Zuhause alkfrei halten, um das Suchtgedächtnis nicht wieder anzuregen. Dies wird zumindest von den Langzeittrockenen empfohlen.

    Daran würd ich mich halten. Inwiefern dein Partner damit ein Problem hat, wenn du außer Haus trinkst, danach wieder zu ihm kommst und mit ihm in einem Raum übernachtest, würd ich mit ihm absprechen. Streng genommen könnte das schwierig werden, wenn du ihn so mit Alkohol konfrontierst. Daher solltest du eher deinen Partner fragen.

    Bedingung für dieses Gespräch ist, dass er dies als sein Problem erkennt und auch daran arbeiten möchte. Wenn er sich der Schwere der Situation nicht bewusst ist, dann hilft auch alles andere nicht.

    ... ich sollte mal daran arbeiten, mich kurz zu fassen.

    Viele Grüße,
    Natalie

    Hallo Liebeskind,

    ich finde es etwas komisch, dass du seit 31 Tagen jeden trockenen Tag mitzählst und auf der anderen Seite fragst, ob du selbst nun jeden Abend Alkohol vermeiden musst. Ich meine, das ist wahrscheinlich die größte Unterstützung, die du ihm bieten kannst?

    Wenn du mal im anderen Bereich liest, wird dort empfohlen, das komplette Haus alkfrei zu halten und im ersten Jahr als frisch trockener Alkoholiker sämtliche Feiern mit Alkohol zu meiden.
    Ich rieche jedes einzelne Glas Wein, was jemand getrunken hat- warum sollte das dein Partner nicht auch riechen können? Mir wäre in deiner Situation die Angst zu groß, dass sein Suchtgedächtnis dadurch anschlägt.

    Wieso empfindest du es als Verzicht, keinen Alkohol mehr zu trinken? Warum muss Alkohol beim Essen sein? Das sind so Fragen, die ich noch nie nachvollziehen konnte.

    Wenn er im Prinzip willig ist zu entziehen, aber noch den letzten Antrieb braucht, wird ihn dein Auszug motivieren.
    Wärest du bei ihm geblieben, hätte er diese Motiviation nicht bekommen und hätte sich womöglich damit vertröstet, dass für dich ja so alles anscheinend okay wäre.
    Wenn er denn möchte.
    Wenn er weitertrinken will, dann änderst du ihn so natürlich nicht. Der Wille muss von ihm kommen.

    ABER egal, wie er sich nun verhält, ist es für dich wichtig, dass du dich nun um dich kümmerst und herausfindest, was du eigentlich willst. Egal, wie sich eure Beziehung entwickelt. Das ist der Teil, den du beeinflussen kannst. Auf ihn hast du keinen Einfluss.