Beiträge von Zimttee

    Du, mein Partner hat viele Monate im Ausland studiert. Wir haben uns monatlich in der Zeit gesehen, das klappt.
    So schnell lebt man sich nicht auseinander, wenn man vorher schon lange zusammen war. Man kann ja wirklich über Telefon oder Webcam Kontakt halten.

    Aber es scheint mir so, als ob er diese typische Strategie mit "Zuckerbrot und Peitsche" fährt, die hier so viele schon angesprochen haben.
    Es wird schön gekocht und eingekauft, wenn du wiederkommst.. Aber wenn du nicht direkt spurst und deine eigenen Bedürfnisse miteinbringst, dann schickt er dich wieder weg. Du wirst ausquartiert und er weiß genau, dass es dich wurmt, dass du nun weg bist und nichts mehr mitbekommst. So weiß er, dass er dich wieder kriegt.
    Diese Taktik findest du hier in allen Fäden irgendwo wieder. Schau mal bei RenateO.
    Sie führt eben zu deinem Verhalten. Dass du nur ihn im Focus hast, dass du gar nicht so wirklich weißt, was du willst, sondern hier irgendwie nur vom dem schreibst, was er macht.

    Du brauchst meiner Meinung nach auch keinen konkreten Grund (den er dir wohl nicht liefern will, daher schickte er dich ja auch weg), wenn du nicht mehr zu ihm zurück willst. Wieso argumentierst du da nicht mit deinen Wünschen? Die sind doch Grund genug.

    Du willst...
    - niemanden, der nicht aufrichtig und ehrlich zu dir ist.
    - nicht mit einem nassen Alkoholiker zusammen sein.
    - jemanden, der deine Gefühle und Bedürfnisse ernst nimmt und dir nicht versucht einzureden, dass sie unangemessen bzw deine Wahrnehmungen falsch sind.

    Selbst, wenn du ihm sagst, dass du ihn nicht mehr sehen möchtest, weil heute Samstag ist, sollte er akzeptieren, weil es dein Wille ist.

    Und ob er nun zur Caritas geht und Sport macht- was hat es denn für einen Wert, wenn er dennoch weitertrinkt? Manche machen das auch nur zur Gewissensberuhigung, um so weitertrinken zu können.

    Hm, es wird schon seinen Grund haben, weswegen er dich auf Abstand hält. Ich tippe darauf, dass er in Ruhe trinken will und du ihn dabei nur stören würdest. So kann er dich nun mit Lügen abspeisen, er hats gemütlich und du bist auf Distanz und bekommst von alledem nichts mit.

    Würde er etwas machen, von dem er wüsste, dass du dich darüber freuen würdest, dann würde er dich doch herholen, um es dir zu zeigen.

    Ich schätze, dass du dich in einer eher passiven Situation befindest und von ihm erwartest, dass er wieder auf dich zugeht.
    Begib dich aus der wartenden Position heraus und stell Forderungen an ihn. Stell ihm ein Limit; entweder, oder.

    Seine Begründungen klingen alle so, als wolle er nicht wirklich.
    "Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe"

    Das Problem bei Co-Alkoholikern ist, dass sie sich nur noch auf den anderen Partner konzentrieren und sich selbst vergessen.

    Warum fragst du hier, was man für den Vertrauensaufbau machen könne? Wie willst du Vertrauen aufbauen, wenn du doch diejenige bist, deren Vertrauen aufgebaut werden müsste? Eigentlich sollte dein XY hier fragen, und nicht du.

    Natürlich war es nur eine Lüge, dass er nach Alk riecht, weil er Erkältungstropfen genommen hat.
    Das ist Quatsch.
    Wenn du dich hier mal durch die Beiträge liest, wirst du feststellen, dass dieses Verdrehen der Situation ja genau das ist, was viele Alkoholiker abziehen. Du sitzt jetzt da und überlegst, wie Vertrauen wieder aufgebaut werden kann. Das wäre sein Part, nur du hast seinen schwarzen Peter angenommen.
    Du lässt dich von ihm nach Hause schicken, obwohl er derjenige ist, der deine Wut abbekommen sollte.
    Du kommst bei ihm angekrochen, obwohl er kleine Brötchen backen sollte.
    Verstehst du, was ich meine?
    Er scheint dich so manipuliert zu haben, dass du dich für die Situation verantwortlich fühlst, dir Gedanken machst, während er (derjenige, der eigentlich handeln sollte) gemütlich seine Drinks trinkt.

    Du fragst nach einem Neuanfang. Neu-Anfang. Das bedeutet, dass er auch neu anfangen wollen muss. Bisher ist da aber keine Veränderung in Sicht, außer, dass er dich bezüglich seines Konsums anlügt.
    Du wünschst dir Ehrlichkeit. Das kannst du allerdings bei einem Alkoholiker knicken. Die sind nichtmal zu sich selbst ehrlich.

    Das einzige, was du machen kannst:
    An dich und deine Bedürfnisse denken, um die er sich gar nicht kümmert. Du bist für dich selbst verantwortlich und kannst nur entscheiden, wieviel du dich von ihm an der Nase herumführen lässt.

    Wenn du jetzt allerdings zu ihm zurückkehrst, sollte dir klar sein, dass er dich dann gar nicht mehr ernstnimmt und meint, weitertrinken zu können, weil du es duldest.
    Dein wichtigster Part sollte nun also nicht der Vertrauensaufbau sein, sondern Konsequenz.

    Liebe Grüße,
    Natalie

    Hallo Marmas,

    Zitat von Marmas

    die verbalen Angriffe haben seit Anfang des Jahres immer mehr zugenommen und sind zum Sommer hin auch in Gewalt ausgeufert.


    "Die verbalen Angriffe sind zum Sommer hin auch in Gewalt ausgeufert."
    Das ist ein Satz, der mich nachdenklich machte. Er klingt in gewisser Weise passiv und verschönernd. Die bittere Wahrheit wäre wohl "Seit Sommer hat sich seine Gewaltqualität gesteigert. Seitdem verprügelt/schlägt er mich."

    Zitat von Marmas


    Bin ich zu ungeduldig?
    Will er nur mich als seine Co halten oder liebt er much wirklich noch,


    Worauf willst du noch warten bei jemandem, der dich schlägt? Darauf, dass sich auch diese Qualität noch steigert und er dich schwer schädigt bzw umbringt?
    [/quote]

    Zitat von Marmas


    Seit der Trennung hat er schon Kontakt zu einer.anderen...
    Das trifft mich mit am meisten.


    Das finde ich sehr erschreckend. Es ist egal, dass er dich schlägt; AM MEISTEN trifft dich, dass er nun eine andere gefunden hat, an der er seine Aggressionen auslässt?
    Ich will es mal so hart formulieren: Wenn er nun wieder zu dir zurückkommt, ist das kein Zeichen von seiner ewigen Liebe, sondern davon, dass die andere zu unbequem war, er merkte, dass er sie nicht unterbuttern kann und du das bessere Opfer bist.
    Kannst du jemandem weh tun, den du liebst? Dann sollte das die Frage nach seiner Liebe auch von der Seite aus beantworten.

    Wieso stellst du dein eigenes Wohl soooo weit hinten an?

    Hey Tina,
    es war auch mein Eindruck, dass dein Leidensdruck noch nicht hoch genug ist. Es mag momentan schlimm für dich sein, das streitet niemand ab. Aber es ist noch nicht sooo schlimm, als dass du den Kontakt zu deinen Eltern wirklich abbrichst.
    Das meine ich damit.

    Was spricht denn dagegen, den ersten Schritt zur Suchtberatung zu gehen? Du hast hier ja vor 2 Jahren schonmal geschrieben, dass du meinst, dass es besser sei, wenn du eine Therapie machst. Ich verstehe es so, dass du das bisher nicht getan hast.
    Ich denke, es wäre ein erster Schritt, dorthin zu gehen.

    LG
    Natalie

    Hey Ratzfatz!
    Deine Vorstellung im Vorstellbereich können die meisten nicht lesen.

    Ja, auch ich habe nie gelernt, an mich zu denken oder mir mal etwas zu gönnen. Belohnt habe ich mich nur mit Essen. Wahrscheinlich so, wie meine Mutter zu Alk greift.
    Naja, ich habe es in letzter Zeit geschafft, den Focus auf mich zu setzen und zu gucken, was ich überhaupt brauche. Habe mit dem übermäßigen Essen aufgehört, viel abgenommen und dabei gelernt, zu spüren, was ich eigentlich brauche, wenn ich den Drang habe, Dinge in mich reinzustopfen. Es war schwierig und ich war zu kaum etwas in der Lage, weil so neben der Spur ohne das viele Essen ^^ Das war schon heftig. Aber irgendwann merkte ich, was ich wirklich brauche und habe mir das einfach erlaubt.

    Was spricht dagegen, morgen loszuziehen und was schickes für deine Wohnung zu holen?

    Womit, meinst du, kompensierst du deine Bedürfnisse?

    Liebe Grüße,
    Natalie

    Hallo Tjorven!

    Puh, so ähnlich ist es bei mir auch.
    Allerdings ist es die Mutter, die säuft und der Vater schaut zu.
    Neulich habe ich wieder mit ihr telefoniert. Ich hatte eine Prüfung an diesem Tag und habe sie mit gutem Erfolg bestanden. Als ich abends anrief, war sie grad aufm Sprung, zum Sport. Da ich auch noch zum Sport ging, habe ich 2 Stunden, nachdem sie wiederkam, zurückgerufen.
    Ich merkte schon, dass sie da schon auf dem Sofa lag und ihren Rausch "genoss". Sie konnte kaum mit mir sprechen, hatte auch kein Interesse an einem längeren Gespräch und hat fix das Ende eingeleitet.

    Ich bin mir eigentlich sicher, dass sie gar nicht weiß, in welchem Fach diese Prüfung genau war bzw erst recht nicht, worum es inhaltlich ging. Auch in diesem Telefonat kein Interesse.
    Man kann mit meinen Eltern immer weniger reden- sie interessieren sich für nix mehr, außer für ihre kleinen täglichen Kleinkriege.

    Es schmerzt auch mir, meine Eltern so zu sehen. Sie sieht nun aus wie ihr versoffener Vater, der schon vor Ewigkeiten gestorben ist. Krank, dürr, dicker Bauch und irgendwie doch aufgequollenes Gesicht, stieriger Blick. Geistig manchmal weg, zu normalen Gesprächen nicht mehr in der Lage. Nur noch die einfachsten Themen, das geht.
    Und mein Vater geht auch mit drauf. Er wirkt in letzter Zeit so übelst vergesslich, mit den Gedanken woanders, wird leicht aggressiv. Er ist so gar nicht mehr wie früher.
    Aber auf der anderen Seite sehe ich es so wie du. Auch ich habe jahrelang versucht zu helfen, indem ich ihnen "vernünftige" realistische Wege aufgezeigt habe. Die wollten sie alle nicht hören, weil sie zu unbequem waren. Jetzt haben sie den Salat. Ich habe auch irgendwann gemerkt, dass ich nicht mehr kann. Ich dachte echt, wenn es gar nicht mehr geht, ist da in der Nähe eine Autobahnbrücke. Mein Plan war, mich selbst aufzurappeln, rauszukommen und mich zu befreien. Wenn das nicht klappt, die Brücke.

    Es hat Gott sei Dank geklappt und auch ich weiß, wenn ich nicht ausgezogen und mich enorm distanziert hätte, wäre ich sicher gesprungen.
    Auch ich bin chronisch krank geworden, nachweislich durch den Stress zu Hause. Jetzt büße auch ich erhebliche Lebensqualität ein, aber dafür leide ich nicht mehr so unter den Eltern. Ich muss sagen, mit dem Tausch kann ich leben. Lieber die Angst vor etwas, was ich mehr oder weniger kontrollieren kann, als diesen psychischen Druck und psychische Gewalt von dritten.

    Darf ich fragen, was du bekommen hat?
    Bei mir hat sich ein Grüner Star entwickelt.. Ich bekomme Augentropfen, die auch extrem schlauchen. Man mag es gar nicht glauben, bei 2 kleinen Tröpfchen täglich.

    Viele Grüße!
    Natalie

    Was möchtest du denn damit erreichen?

    Dass er "aufwacht" und merkt, dass du es -dieses Mal wirklich- ernst meinst?
    Ich denke, das kannst du knicken.
    Es scheint ihm doch recht egal zu sein, wie er es dir im Urlaub klar gemacht hat.
    Ich würde mir überlegen, ob ich wirklich Energie in so "Kleinkämpfe" stecken möchte, oder wirklich einen großen Strich ziehe.
    Das wäre wohl, angesichts seines Verhaltens am Bahnhof, eine angemessene Reaktion.

    Liebe Grüße,
    Natalie

    Im Prinzip gehört alles zum Co-Verhalten, was die Sucht kaschieren soll (Lügen über Fehlzeiten, Verstecken (auch aus Angst vor Reaktion des nichttrinken Elternteils) und Suchen von Flaschen) oder was dem Alkoholiker hilft, sein Leben mit der Sucht weiterführen zu können. Also Aufgaben abnehmen und er kann weitertrinken. Somit übernimmt man irgendwann mehr Verantwortung für den Suchtkranken als für sich selbst, weil man sich irgendwann unterordnet.

    Ganz eindeutig ist für mich Co-Verhalten, wenn jemand nur noch um den anderen herumkreist, obwohl er sich selbst im Zentrum haben sollte.
    Gedanklich die ganze Zeit bei dem anderen ist (Wird er heute Abend trinken oder wird der Abend harmonisch enden? Wird er den Job behalten? Wie kann ich mich verhalten, dass er keine neuen Gründe hat?) Irgendwann baut man alles andere darauf auf, erledigt seine Aufgaben mit, macht sein eigenes Verhalten und Wohlergehen vom Trinkverhalten des anderen abhängig.
    Wir zu Hause hatten keine Harmonie mehr, wir liefen alle nur noch wie auf Eierschalen. Das ging sogar so weit, dass man als Kind nicht auffallen wollte, weil man weiß, der Vater hat immer ein Ohr auf dem Flur und steht direkt wie der Habicht vor einem, wenn er ein ungewöhnliches Geräusch gehört hat. Mutter könnte ja was hingeschmissen haben oder so.

    Und wie jemand gesundes reagieren würde?
    Der würd direkt Grenzen setzen, sich nicht selbst verlieren und in alledem vergessen.

    Ich hatte eine Bekannte, mit der ich so mehr zu tun hatte. Mir ist ihr Verhalten wie bspw. großkotziges Verhalten und andere Menschen schlecht machen früh aufgefallen.. Aber ich dachte, dass sie ja mir gegenüber ganz nett wäre. Naja, dann ist mir ihr Alkoholkonsum aufgefallen: abschießen auf Parties, Abstürze. Das nahmen andere auch zur Kenntnis und reagierten mit Belustigung oder Distanzierung auf sie.
    Irgendwann fragte sie mich nachts um halb 12, ob ich mit ihr Bier trinken wolle? Da war dann bei mir Ende Gelände ;)
    Beim nächsten Kaffee trinken habe ich sie vorsichtig mit wohlüberlegten Sätzen darauf angesprochen, "Ich habe das Gefühl"-Botschaften, keine Vorwürfe. Ihre Reaktion war eindeutig "Alkoholiker sind die Obdachlosen vorm Supermarkt", nach deiner Definition hat hier jeder dritte ein Problem.. Ich hab alles unter Kontrolle, nur 2 mal feiern pro Woche bla bla".
    Mir war alles mitlerweile klar und ich habe den Kontakt abgebrochen, da mir eine "Freundschaft" mit ihr nicht guttun würde.

    Inwieweit man Alkoholikern helfen sollte, wenn sie im Flur auf dem Boden liegen oder sich sonstig daneben benehmen- das ist schwierig.
    Als meine Mutter im Flur lag und nicht ansprechbar war, habe ich den Notarzt gerufen, der sie dann mitgenommen hat. Ich konnte/wollte ihr nicht helfen UND dann noch die Verantwortung tragen, dass sie am nächsten Morgen wieder aufwacht. Wenn sie nachts erstickt? Nee. Und mit ihr helfen verband ich, ihren Leidensweg zu verlängern, weil sie keinen Leidensdruck bzw. einen schwächeren, entwickelt.

    Das ist ja die Diskussion wie bei Jenny Elbers-Elvertzhagen. Hätte sie ihre Sucht eingestanden und wäre in eine Klinik gegangen, wenn die Verantwortlichen das Interview hätten platzen lassen? Wahrscheinlich eher nicht.

    Naja, ich bin mal gespannt auf die weiteren Antworten =)

    Euch einen schönen Abend,
    Natalie

    Hallo du!

    Nunja, warum trinkt sie immer noch?
    Weil die Sucht eine Krankheit ist. Sie muss erstmal die Einsicht haben, dass sie das ändern muss und den Willen, es zu ändern.
    Du kannst ihr das nicht klarmachen- vielleicht weiß sie das auch selbst schon.. Aber aus welchen Gründen auch immer, setzt sie es nicht um. Da hast du leider keinen Einfluss drauf. Es ist eine Sache, die sie für sich entscheiden muss. Sie hat auch das Recht, weiter trinken zu dürfen.
    Auch wenn wir alle natürlich wissen, dass es schlecht für alle Beteiligten ist.

    Du kannst nicht für sie sprechen, sondern nur für dich.
    Ich habe auch eine trinkende Mutter, sie trinkt seit meinem 3. oder 4. Lebensjahr. Ich habe mir das über 20 Jahre lang angesehen- immer dieses hin und her.. Sie versaut sich ihre Gesundheit und alle anderen leiden mit. Warum hab ich mitgelitten? Naja, jahrelang hatte ich sicher keine andere Wahl. Aber nun bin ich seit 5 Jahren ausgezogen- jetzt habe ich die Wahl, aus dem System auszusteigen. Ich leide nur solange, wie ich es zulassen.
    Im Prinzip macht es deine Schwester richtig- sie hat ihre Grenze gesetzt, die deine Mutter überschreiten wollte. Da hat deine Schwester die Konsequenzen gezogen.

    Mein Rat:
    Wenn du nicht weiter zusehen möchtest, wie sie sich zu Tode trinkt, dann wende dich auch von ihr ab. Das ist dein gutes Recht. Du musst dich damit nicht belasten.
    Wenn sie nur noch dich hat, weil sie den Rest schon vergrault hat, dann ist das ihre Schuld und ihre Verantwortung. Sie kann doch nicht erwarten, dass die anderen daran auch zugrunde gehen?

    Aufhören will sie anscheinend nicht. Dann ist es nun deine Sache, zu gucken, wie lange du noch an ihrer Seite bleibst. Ändern kannst du sie eh nicht- es macht es nicht besser für sie, wenn du bei ihr bleibst. Nur schlechter für dich.

    Ich weiß, das ist höllisch schwer. Aber jeder hat doch damit schon genug zu tun, wenn er auf sich selbst aufpasst bzw Verantwortung für die eigenen Kinder übernimmt. Da kann jemand wie deine Mutter nicht auch noch ihre Verantwortung für selbst dir aufbürden.
    Es ist ihre Aufgabe gewesen, dich zu beschützen und Verantwortung für dich zu tragen.
    Da sind die Rollen in Familien mit Alkoholikern häufig vertauscht.

    Ich hoffe, ich habe mich richtig ausgedrückt?

    Kennst du die Begriffe EKA (Erwachsenes Kind eines Alkoholikers) und Co-Abhängigkeit?

    Viele Grüße und schön dass du hergefunden hast,

    Natalie

    Was hörst du dir da an?
    Du bist der Grund, dass er trinken musste? Geht es noch?
    Sowas würd ich mir im Leben nicht anhören.

    Wenn ich jeden Mist in meinem Leben als Anlass zum Trinken genommen hätte, dann würd ich schon längst unter der Erde liegen. Es war meine Entscheidung, es meiner Mutter nicht nachzumachen, ebenso wie es die Entscheidung deines Mannes war, zu trinken.

    Meine Mutter trinkt besonders dann gerne, wenn ich zu Hause bin. Also zieht mein Vater die Konsequenz, dass mein Besuch sie so belaste und sie dann trinken müsse. Nach dem Motto "Gib dir mehr Mühe und entlaste sie mehr." Als ich am Tag vor meiner Examensprüfung bei meinen Eltern war, forderte er, ich solle mal eben den Haushalt auf Vordermann bringen und zu Mittag kochen. ^^

    Einmal hat er das in meiner Anwesenheit gesagt, da bin ich für über 4 Wochen nicht mehr zu Hause erschienen. Dann hat er das noch einmal am Telefon gebracht. Danach habe ich ohne Verabschiedung aufgelegt. Seitdem habe ich so einen Schmarrn nicht mehr gehört.

    Ja, es ist Irrsinn. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass man in Therapien/psychologischen Einheiten nur das begreift, was man auch zulassen möchte. Entweder, er will es wirklich ergründen- dann nimmt er sich dem an.
    Oder er will sowas gar nicht hören- dann kommt es auch nicht im Hirn an, sondern der Therapeut wird verteufelt und in die Wüste geschickt.

    Hast du seine Anschuldigungen kommentarlos im Raum stehen lassen?

    Danke, Marion!

    Ich denke schon, dass wir alle hier sind, weil zusammen an unserem Co-Dasein arbeiten möchten.
    Der Wille zur Veränderung ist generell da- manchmal hat man gute Tage, fühlt sich wie ein junges Reh- an anderen Tagen wird man ein paar Schritte zurückgeworfen. Aber so lange es größtenteils vorwärts geht?

    Jürgen sagte in einem anderen Teil des Forums, dass es ein lange antrainiertes Fehlverhalten war, durch das man in die Alkoholsucht rutscht. Und man eben Zeit brauche, um dieses Fehlverhalten wieder abzutrainieren.

    So sehe ich das auch im Bezug auf die Co-Abhängigkeit.
    Was mir als kleines Kind als Norm eingetrichtert wurde, was ich dann 25 Jahre lang als Norm gelebt habe- das werde ich nicht von heute auf morgen los.
    Und diese Zeit sollten wir uns einfach nehmen. Auf beiden Seiten. Mit Respekt voreinander.

    Hey Suzy!

    Ich meine, dass du das alles schon ganz gut machst! Du setzt Grenzen, machst dir Gedanken um deine Zukunft und gehst nun deinen Weg.

    Wieso soll dir jemand anderes Schritte nennen, die womöglich gar nicht zu dir passen?

    Also ich habe die Meinung, dass du grad schon einiges leistest =) Sprich mit dem Arzt über eine Therapie, genieße erstmal deinen Urlaub- genießen gehört auch dazu :)
    Danach erschließen sich neue Möglichkeiten womöglich schon von ganz alleine.

    Liebe Grüße,
    Natalie

    So lange, wie er dich zu einer anderen Meinung bringt, als du eigentlich hast.. Ist es Manipulation.

    Warum ist es denn wichtig, ob er bewusst oder unbewusst manipuliert?
    Es sollte doch an erster Stelle stehen, dass du von deiner Meinung und deinem Willen abgebracht wirst.

    Ich würde es auch damit in Einklang bringen.

    Ich habe mich gefragt, wie du dazu kommst, dass eine Trennung böse wäre? Sie kann ja durchaus für beide eine Erlösung sein. Ich habe noch nie Schluss gemacht, sondern wurde immer abserviert. Im Nachhinein denke ich, dass es damals IMMER das beste für mich war. Sonst wäre ich ja nun nicht in der Beziehung, in der ich nun bin UND im Nachhinein waren die damaligen Beziehungen auch immer Käse. Also gut, dass sie beendet wurden. Manchmal sieht man das als Schluss-Gemachter erst im Nachhinein, wenn man weiß, wie viel besser eine Beziehung sein kann.

    Zitat von Georgina

    Immer wenn ich denke ich habe mich ein Stück weit gefunden oder habe was gefunden was mich ausmacht, muss ich schmerzlich erkennen das ich mich im Unterbewusstsein wieder von ihm hab manipulieren lassen(was er ja auch nicht mit Absicht macht, er weiß halt einfach was er will und mag)

    Den Satz hab ich noch gefunden.

    Glaubst du, dass Manipulation unbewusst geschieht, nicht steuerbar passiert, nur weil er weiß, was er will?

    So gibts du dir ja auch indirekt die Schuld.
    Weil du nicht weißt, was du willst; er aber schon. Außerdem handelt er nicht absichtlich.

    Welche Situationen meinst du genau, wenn du von Manipulation sprichst? Was passiert dann?

    Liebe Grüße,
    Natalie (beim letzten Posting vergessen)