Warst du schon dort? Für mich steht der Gang morgen Mittag an... Bin etwas nervös.
Beiträge von Zimttee
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Er weiß halt, wie er dich packen kann.
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Versicherungspflicht gilt für jeden, zudem dürfen Menschen nicht diskriminiert werden. Und es wäre schon eine große Diskriminierung, wenn jemand eine Behandlung nicht bekäme, nur weil er keinen festen Wohnsitz hat.
Vermutlich wollte er dir nur ein schlechtes Gewissen machen. -
Welche Konsequenzen wirst du nun für dich ziehen?
Ihn gegen eine Katze tauschen?Das Tier würde dir niemals bewusst wehtun, sondern dankbar sein, wenn du ihm die Dose öffnest. Das unterscheidet ihn davon.
Also die Katze wäre die bessere Wahl
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Mir scheint, als ob dein Mann Liebe mit Besitzdemonstrationen verwechselt.
Würdest du jemandem weh tun, weil du ihn liebst? Nein?
Dann trau auch deinem Gefühl und lass dir von ihm kein X für ein U vormachen.Sein Verhalten klingt für mich so, als ob er dir deine Abhängigkeit demonstriert und sich an den Machtspielen, die du dir gefallen lässt, ergötzt.
Zieh dir den Schuh nicht an, dass du Schuld bist. Provozieren ist das eine, aber selbst dann hat er nicht mit Gewalt zu handeln.
Mir scheint es eher so, dass er dich provoziert, um dann von dir eine Reaktion zu erhalten, auf die er als "Provokation" dann mit Gewalt reagieren kann. Und das ist unterste Schublade. Ihm geht es nur darum, dich niederzumachen und dich zu besitzen. Wenn er dann mal keinen "Grund" hat, dann ist es halt Liebe, wenn er dich beißt.Entschuldige dich nicht dafür, dass er dir weh tut.. Und das alles ist schon körperliche Gewalt.. Halte dir lieber vor Augen, dass sich das immer weiter steigern wird, weil er die erste Schwelle überschritten hat.. Und irgendwann wird es ihm keinen Spaß mehr machen, dir nur leicht weh zu tun. Das ist dann wie ausgelutschter Kaugummie für ihn, dann braucht er eine Steigerung.
Beschäftige dich lieber mit der Frage, warum du dir das gefallen lässt?
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Hallo Lea!
Es ist in der Tat ungemütlich. Ich glaube, so richtig tolle Abende hatte ich schon lange nicht mehr mit Freundinnen.
Also toll im Sinne von "Pyjamaparty"- TV gucken, Pizza essen, quatschen. Wenn, dann gabs immer Unmengen von Alkohol. Sie, die Borderline-Freundin, trinkt sich dann fix ein hohes Level an, um Spaß haben zu können. Entweder wird der Abend dann zum Therapiegespräch, oder sie will Bestätigung in Form von Party. Das ist beides nicht so mein Fall. Das Problem ist auch, dass sie öfters abends erzählt, dass sie alleine Bier trinkt oder eine Flasche Sekt in 10 Minuten leert, wenn sie zur Disko geht. Das ist schon ein Ritual und sie hat einen festen Mülleimer für die Flasche, die sie als Begleiterin personifiziert. Also sehe ich in dem Bereich auch ein Problem.Die anderen- die eine, die meinte, dass ich mir die falschen Männer aussuche, ist die, die selbst keine eigene Meinung hat. Also sich nicht zu Dingen äußert, die sie gerne machen würde. Die beiden können sich aber nicht ab, leider.
Ich habe keine große Clique, sondern nur vereinzelte Freundinnen. Die mit dem Borderlineproblem, nennen wir sie mal Rita, und ich treffen uns manchmal noch mit einer dritten im Bunde. Die Dritte macht aber den Mund nicht auf, obwohl sie sehr genervt ist und das Gerede von Rita manchmal nicht mehr hören kann. Sie hat die Einstellung, dass sie sich mit Rita nicht mehr belasten will, sich nur noch meldet, wenn es läuft, nicht mehr allzu viel Energie investiert und halt so lange noch am Ball bleibt, wie es ihr etwas bringt.
Das kann es aber auch nicht sein?Naja, ansonsten war es immer so, dass Rita, wir kennen uns seit 18 Jahren, immer in die Kerbe meiner Mutter reingehauen hat und mir ähnliches um die Ohren haute. Ich habe ihr natürlich nie von den Problemen mit meiner Mutter erzählt- aber sie fand dieselben Co-Knöpfe und ich zog mir jeden Schuh an, weil ich dachte, dass sie schon recht hat, wenn sie mich, unabhängig von meiner Mutter, auch als schlechten Menschen darstellt.
Die Erleuchtung bekam ich erst so richtig, als ich hier zu lesen begonnen habe und zeitgleich mitbekam, dass viele andere Menschen Rita die Freundschaft kündigten, weil sie sich dieses Verhalten nicht mehr reinziehen wollten.
Ich ahnte, was dort schief gelaufen ist, aber bekam von Rita Geschichten zu hören, die sie alle als Engel und Opfer zeigten und sie ja so gaaaar nicht wüsste, was alle anderen haben. Da erst sah ich diese Muster. Rita lästert über Person B und ist ganz dicke mit Person A. Bis sie sich dann mit A streitet und zu B hinrennt und über A lästert. Irgendwann ist mit B nicht mehr gut Kirschen essen, dann wird A wieder interessant und sie schreibt eine manipulativ herzzerreißende SMS an A. Dazu kann man dann noch Person C bis F denken. Alle können sich jedoch nicht leiden, da Rita sie gegeneinander ausspielt. Früher, noch vor Rita, war ich mit manchen befreundet, jedoch hat Rita ziemliche Intrigen gesponnen und irgendeinen verqueren Mist erzählt, sodass wir wohl nichts mehr voneinander hören wollten.Naja. Ich möchte das nicht mehr- ständig bin ich die blöde, Wochen später die tolle, die immer für sie da ist und die einzige, die ihr helfen kann. Ich bin es satt.
Die Dritte im Bunde hat in 2 Wochen eingeladen, wir werden wohl wieder zu dritt sein. Ich weiß nicht, ob ich hingehen soll.
Auf der anderen Seite treten die Probleme erst dann mit Rita auf, wenn man viel mit ihr zu tun hat. Da ich sie schon seit einem Vierteljahr nicht mehr gesehen habe, wird das Treffen wohl gut verlaufen, da sie erfahrungsgemäß erstmal Honig verteilt.Heute habe ich mich jedenfalls mit 2 Mädels getroffen, wir waren mal Arbeitskolleginnen. Es war toll, haben in der Fußgängerzone Kaffee getrunken, uns zum Schwimmen demnächst verabredet und einfach über Gott und die Welt geredet. Probleme waren im Hintergrund

Donnerstag habe ich einen Termin bei der Suchtberatung. Ich bin sehr gespannt.
Momentan bin ich fertig- ich kann gar nicht so genau sagen, warum. Aber es zehrt momentan einfach alles so. Ich beende grad mein Studium und habe viele Abschlussprüfungen- sooo viel Druck. Und danach noch das ungewisse Leben. Wie und wo gehts weiter? Nebenbei gehe ich noch arbeiten..Neulich war ich wieder bei meinen Eltern, mein Freund meinte eben noch, dass ich total verstört war, als ich wieder kam.
Meine Mutter hatte monatelang alles relativ unter Kontrolle. Ich war sogar mal entspannt auf dem Weg zu ihnen.
Naja, 3 Stunden, bevor ich ankam, rief sie mich an und versprach von sich aus, dass sie mich vom Bahnhof abholt. Als ich am Bhf ankam, war sie nicht da. Ich bin dann alleine nach Hause, sie lag sturzbetrunken auf dem Sofa. Hab den ganzen Abend kein Wort mit ihr sprechen können, weil sie nur dort lag. Ich hab meine Wäsche gewaschen- sie hat nix mitbekommen. Irgendwann kam mein Vater wieder, rastete aus, als er Mutter sah.. Ging wieder auf sie los. Ein gutes Gespräch hatte ich dann auch nicht mehr mit ihm, stattdessen haben sie sich angeschrien, dass sogar die Nachbarn sich mit ihrer Grilltruppe darüber amüsierten, wie ich am Fenster mithören konnte.
Zu Hause ging es nur um sie, was mit ihr los ist, wieviel sie getrunken hat.. Ich hab mich auf meinem Zimmer eingeschlossen. Schöner Abend. Kaum 2 Stunden zu Hause, schon wieder mit den Nerven fertig und in 3 Wochen wieder Abschlussprüfungen. Seit ein paar Tagen hab ich wieder Magenschmerzen.
Naja, am nächsten Morgen bin ich um halb 9 aus dem Haus, weil ich mit einer Freundin zum Frühstück verabredet war. MaPa saßen am Frühstückstisch und ich konnte mir dann Vorwürfe anhören, dass sie so gerne mit mir frühstücken würden, nachdem man mit mir gestern Abend nicht reden konnte (ich glaube, es hackt??? ) und jetzt würd ich schon wieder gehen. Auf die Idee, mich zu wecken, sind sie von sich aus nicht gekommen. Wäre ich nicht verabredet gewesen, hätte ich noch bis 11 im Bett gelegen.Naja. Ich merke schon, dass ich sehr in die Burn-Out-Falle laufe. Ich stehe nur unter Strom, nur Stress, alle zerren an mir rum- aber Entspannung hab ich nicht. Irgendwas hab ich immer im Nacken. Studium, Familie, Arbeit... Urlaub wäre mal wieder toll. Ich hoffe, ich komme da irgendwie raus, wenn ich noch mehr Distanz zu den Eltern halte, bissl mehr Sport mache.. Mein Leben richtig strukturiere. Mal gucken, was ich Donnerstag neues lerne ^^Bisher war ich noch nicht bei der Suchtberatung, nur bei einem Coach. Aber der hatte dort eben keinen Schwerpunkt, kam nicht sooo wirklich an mich ran.
Danke für's Lesen!
Und auch für dich, Lea, nochmal danke für das letzte Feedback. Es ist auch mal schön, positives zu hören. Ich bin schon darauf eingestellt, dass betreffende Personen ungemütlich werden, sobald sie merken, dass ich nicht mehr zur Verfügung stehe..Schönen Abend euch noch!
(Text gestern geschrieben, aber Internet funktionierte nicht mehr)
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Zitat von topas
Den mann den ich vermisse wenn ich nicht zu hause bin gibt es in wirkichkeit garnicht....
Dieser mann hat ähnliche interessen, mit ihm kann ich lachen, er nimmt mich ihn den arm, ihm kann ich vertrauen und mich anlehnen....
Ich weiß nicht ob er jemals existierte oder ob es ihn immer nur in meinen wunschträmen gab....Vielleicht gibt es ihn doch irgendwo? Nur weil du jetzt nicht mit deinem Mann zusammen bist, heißt es ja nicht, dass du nie mit so einem Mann zusammen sein kannst?
Wenn du dich trennen würdest, könntest du den passenden suchen.Zitat von topas
Wenn ich nun meinen mann ansehe empfinde ich nur noch mitleid mit ihm...und bedauern.Warum mit ihm und nicht mit dir? Nach dem, was du über die Rettungsstelle geschrieben hast, glaube ich nicht, dass dein Mann Mitleid und Bedauern verdient hat.
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Hm, also.. Ich habe gestern und heute die kompletten 60 Seiten gelesen. Ich finde das, was du schreibst, unfassbar und weiß jetzt auch gar nicht so recht, was ich noch dazu schreiben soll. Es wurde ja alles gesagt, mehrfach.
Was hast du denn von der Beratung erwartet?
Wenn dein Vater nicht aufhören will zu trinken, wird er nun daran sterben. Wenn deine Mutter nicht ein eigenständiges Leben leben und sich von ihm befreien möchte, wird sie neben ihm zugrunde gehen.
Wenn du dich nicht befreien willst, droht dir gleiches.Wie soll denn ein Berater auf deine Eltern einwirken, die nicht wollen und auch nicht bei ihm sind? Er kann wirklich nur dir helfen, aber du willst die Hilfe nicht für dich, sondern für deine Eltern. Die aber alles ablehnen. Also führt diese Hilfe ins Nichts.
Ich denke, der direkte Weg, den er da anscheinend wählte, ist der richtige. Es hilft dir ja nicht, wenn er dir zuhört und dich in deiner (ungesunden) Meinung bestärkt. Wichtig ist ja eben eine Änderung im System, die man aber als Angehöriger selten selbst hinbekommt, da man wie du die Missstände nicht erkennt. Ist ja alles normal für einen. Da gehöre ich wohl auch zu den direkten im Forum; was ich aber nicht böse meine.
Wir sitzen ja alle im selben Boot. Auch meine Mutter trinkt seit ich 3 bin, also seit über 23 Jahren. Mein Vater sitzt hilflos daneben und bekommt die Kurve nicht. Er erwartet, dass er nichts machen braucht, weiterhin zu Mutter hält, es sich gut gehen lässt, aber ich den unangenehmen Part übernehme, irgendwo den Schalter umlegen kann und sie quitschfiedel ist und keinen Alkohol mehr anrührt.
Das ist leider Quatsch, so wird das nicht laufen. Wir sind nun in der Situation, in der jeder für sich entscheiden muss, wie weit er sich dort noch mit reinziehen lassen möchte bzw wann er beginnt, sich selbst zu schützen. Mein Bruder und ich machen uns aus dem Staub, mein Vater harrt weiterhin neben Mutter aus. Ich hätte gerne endlich eine Familie, und bei diesen Gedanken bekomme ich Tränen in den Augen. Gerne mal eine Familie, die zusammen hält, die miteinander reden kann, gemeinsame Interessen hat, Dinge unternimmt, über Gott und die Welt redet. Ich hätte gerne Anerkennung von ihnen, Schutz, Sicherheit- ein richtiges Familienleben eben, dass wir alle an einem Strang ziehen. Aber so ist das leider nicht. Dadurch, dass Mama alles egal ist, sie weiterhin trinkt und uns damit das Leben zur Hölle macht, dass mein Vater keine Verantwortung übernimmt und daraus Konsequenzen ableitet, sind mein Geschwister und ich uns selbst überlassen. Ob wir einschreiten und uns endlich selbst schützen, oder ob wir uns weiterhin mit reinziehen und zum Spielball machen lassen.Ich denke, bei dir ist es genauso! Dein Vater will nicht, er will im "Alkohol-Boot" sitzen bleiben. Deine Mutter aber, aus welchen Gründen auch immer, auch.
Du kannst ihr nicht helfen, aus ihrer Sucht, der Co-Abhängigkeit herauszukommen und das Boot zu verlassen. Sie muss ihm einen Riegel vorschieben- es kann doch nicht wahrsein, dass er ihr das Geld vorenthält? So lange sie sich nicht wehrt, wird sich da nichts ändern. Und bei dir ist es genauso. So lange du an deiner Mutter kleben bleibst, klebst du an deinem Vater mit.Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ist leider die Wahrheit. Die ich auch erst lernen musste. Und wofür ich bitter bezahlt habe.
So, hören wir mal auf, über deine Eltern zu schreiben.
Ich schließe mich dem Berater an, es ist zwecklos.
Sie wollen beide nicht. Auch deine Mutter hatte soooo viele Möglichkeiten und soo viele Warnschüsse; aber sie rennt weiterhin zu deinem Vater und lässt sich dort malträtieren. Das ist ihre Entscheidung und ihre Verantwortung.Was willst du denn für dich? Wie sind deine weiteren Pläne? Wie siehst du die Situation nun, wie willst du dir helfen? Wie geht es deiner Familie?
Dein Mann muss dich wirklich sehr lieben, dass er weiterhin zu dir hält.Du kannst bei mir nachlesen, dass ich meine Eltern sehr auf Distanz halte. Wir sehen uns alle drei Wochen, ich rufe ein Mal die Woche an. Auf dem Handy rufen sie mich nicht an, die Festnetznummer, unter der ich unter der Woche bei meinem Freund zu erreichen bin, haben sie nicht.
Auch sie haben es über Einschüchterung versucht, mich wieder ins Boot zu holen, aber ich habe gemerkt, dass ich dabei draufgehe. Ich bin schwer krank geworden durch diesen Stress. Wenn ich mich dem weiter aussetze, zerstöre ich mein Leben. Jetzt muss ich Verantwortung für mich selbst übernehmen, sonst stehe ich irgendwann vor den Trümmern. Und dann, weiß ich, würd mir niemand helfen und mich rund um die Uhr betreuen.Wie soll es für dich weitergehen?
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Hey!
Ich verstehe Blue Clouds Antwort so, dass sie sich auf deinen Mann bezieht.
Du kannst davon ausgehen, dass dein Mann sich dem Ausmaß dieser Erkrankung nicht bewusst ist. "Ja, ich bin Alkoholiker" zu sagen ist das eine, aber zu verstehen, dass er damit dein und sein Leben zerstört, ist das andere. Und ihm dann verständlich zu machen, wie es um ihn steht, ist nicht einfach. Er denkt doch, es wäre alles halb so schlimm. Ab und an mal ein Bier.. Und manchmal kann er ja auch verzichten. Also, wo ist das Problem?
Die Wahrheit ist aber, dass er seinen Körper in den kommenden Jahren systematisch vergiftet mit immer höheren Mengen Alkohol, du immer tiefer mit reingezogen wirst und psychisch und physisch mit draufgehst. Weil du immer weiter hoffst und bangst. Und irgendwann wird dann verfrüht seine Leber den Dienst quittieren.
Ich habe auch den Eindruck, dass du nicht wirklich ahnst, wie schlimm der Zustand ist.Zitat von Miasia(...) und wenn er weniger trinken würde, wäre das für mich schon eine große Erleichterung!
Das ist nur ein trügerischer Schein. Er muss komplett aufhören, um überhaupt eine gesunde Perspektive haben zu können. Dieses "weniger trinken" ist.. wie soll ich schreiben? Damit macht man sich doch was vor. Das ist doch nichts anderes als "kontrolliertes Trinken".
Er soll weiterhin seinen Willen haben und trinken, aber dir dafür den Gefallen tun und nicht betrunken sein, sondern höchstens angeschickert. Aber Alkoholismus führt zu keinem konstanten Zustand, das führt zu einer Abwärtsspirale. Wenn er nun auf einem gewissen Level/Pegel täglich ist, kann er nicht so einfach die Menge reduzieren. Das reicht ihm nicht. Und selbst diesen jetzigen Zustand wird er so nicht mehr halten können, denn irgendwann ist auch die Menge im Blut/Hirn zu wenig und er muss mehr trinken und verliert immer mehr die Kontrolle. Je mehr er konsumiert, desto mehr schädigt er seinen Körper.Das mit dem Patenkind..
Bei meiner Mutter war es auch so, dass sie sich (früher noch, jetzt schon längst nicht mehr) zusammen reißen konnte und sich dafür an anderen Tagen umso heftiger abgeschossen hat.Zitat von Miasia
Unser Patenkind war in den Sommerferien schon mal hier; es hat alles gut geklappt, wir haben viele Ausflüge gemacht, XY hat sich den Alkohol verkniffen und unser Patenkind wolllte gar nicht wieder weg. Erst, als es wieder zu Hause war, hat sich XY wieder so richtig die Kante gegeben. Da ist einfach auch die Hoffnung, das XY das wieder schafft und mir ein "Outing" für diesmal erspart bleibt. Ich weiß, das klingt sehr egoistisch. Aber ich habe mir vorgenommen, XY zu fragen, ob er sich das mit dem Kind zutraut bzw. ihm zu sagen, dass, wenn ich den Eindruck habe, dass irgendwas nicht läuft, ich unser Patenkind sofort nach Hause bringen werde.
Ich möchte nicht, dass du meinen Beitrag als Boshaftigkeit verstehst.. Oder meinst, ich will dir wehtun.
Aber ich hab wirklich das Gefühl, als ob du dich davor versperrst, das Ausmaß der Sucht wirklich zu begreifen.
Ich finde es nicht okay, dass du das Patenkind als Druckmittel nutzt. Es wird auch zu nichts führen. Gleiches hat mein Vater sogar mit meinem Geschwister und mir gemacht; aber gemilde gesagt ging es unserer Mutter am Allerwertesten vorbei, was mit den eigenen Kindern ist. An erster Stelle steht eben der Alkohol. Wenn ihr danach ist, schießt sie sich eben ab. Und wenn das mit einen meiner Besuche kollidiert- dann ist es eben so.
Soll heißen, jetzt ist es eben gut gegangen- aber bedeutet nicht, dass es beim nächsten Mal wieder gut geht. Was machst du denn, wenn er sich dann wirklich betrinkt? Ich glaube nicht, dass du das Kind ins Auto packst und es zur Mutter bringst und ihr sagst, dass du ihr den Zustand des Mannes verschwiegen hast, ihr Kind grad schlimmes erlebt hat und deswegen besser bei der Mutter aufgehoben ist; aber es ja einen Versuch wert gewesen wäre, eine Nüchternheit, letztendlich auf Kosten des Kindes, erpressen zu können.Im Prinzip ist es doch eine Art Opium zu glauben, dass es ein gutes Anzeichen ist, dass er auf Kommando ein, zwei Tage nüchtern bleiben kann. Dann ist es zwar für das Wochenende toll- aber spätestens nach diesen beiden Tagen zieht der Katzenjammer doch wieder ein und zwar
schlimmer als zuvor.Mein Vater hat sich ebenso jahrelang etwas vorgemacht. Hat jeden Strohhalm geschnappt, in jede nüchterne Phase etwas reininterpretiert.. Und nun? Jetzt sitzt er mit einem physischen und psychischen Wrack im Wohnzimmer und hat sich selbst kaputt gemacht. Im Prinzip hat er sich die ganze Zeit selbst belogen.
Ich denke, es ist eine Milchmädchenrechnung, sich auf ein tolles Wochenende zu freuen, wenn der Partner danach weitertrinkt. Du solltest dir keine Gedanken über 2 Tage machen, sondern über die nächsten 20 Jahre.
Wenn du nun keine Konsequenzen ziehst, wird er keinen Grund haben, aufzuhören. Dann wird er auch in 20Jahren noch trinken. Kannst du dir vorstellen, in welchem Zustand sich jemand befindet, der über 20 Jahre trinkt? Glaub mir, ein Leben mit dieser Person zu verbringen, ist nicht mehr lebenswert. Diese Menschen trinken sich systematisch zum Pflegefall und machen dir dabei das leben zur Hölle.Zitat von Miasia
Ich überlege nämlich auch, wie ich das wirkungsvoll tun könnte,Du solltest dir erstmal über seinen Zustand klar werden und dir aufzeigen lassen, wo das hinführt. Dann, ob du das miterleben willst. Und wenn du dir dann sicher bist, dass du darauf keine Lust hast, kannst du ihn vor die Wahl stellen. Mit "könntest du vielleicht" oder "bitte bitte" wirst du leider nicht weiterkommen. Hier gibt es einige Erfahrungsberichte, in denen die Frauen ihre Männer vor die Wahl gestellt haben- letztere haben sich dann für den Alkohol entschieden. Damit solltest du dann rechnen. Aber sobald du ihm noch die Hintertürchen offen lässt, wird er keinen Grund haben, etwas zu ändern. Dein Mann muss merken, dass du es ernst meinst.
Vielleicht kannst du zu einer Suchtberatung gehen und dich aufklären lassen. Das wäre für dich der Anfang. Ich fand bisher, dass die Ratgeber zwar alle nett sind, aber sie sind eben allgemein geschrieben, als Seelentröster. Für konstruktive Ergebnisse ist eben eine individuelle Suchtberatung das beste.Viele Grüße!
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Hey du! Ich antworte dir später. Grad bin ich auf dem Sprung.
Meine Geschichte findest du in dem anderen Angehörigenforum, sie ähneln sich. Auch ich bin EKA, allerdings ist es die Mutter, nicht der Vater.
Bis später!
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Hallo Miasia!
Ich wäre auch sehr sauer, wenn mein Kind (sofern ich eins hätte) im Umfeld eines Alkoholikers beherbergt wird und man mir das bewusst verschweigt. Einfach, weil ich in meiner Kindheit selbst mitbekommen habe, wie verstörend für Kinder manche Verhaltensweisen sein können. Bevor das Problem bei meiner Mutter akut wurde, gab es auch andere in meinem Umfeld.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es dir unangenehm ist- sollte es aber nicht. Es ist schließlich sein Problem, wofür er Verantwortung übernehmen sollte. Wenn du für ihn lügst und verheimlichst, förderst du seine Sucht nur und verlängerst alles.Ich denke auch, dass Kontrolle der Trinkmenge gar nichts bringt.. Du bekommst einen Großteil dessen, was er trinkt, eh nicht mit.
Wenn er über seine Sucht redet, ist er meiner Mutter einen großen Schritt voraus. Sich das einzugestehen ist immerhin der erste Schritt zur Besserung.
Bücher sind schonmal ein guter Start, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Hast du schon einmal über einen individuellen Beratungstermin nachgedacht?Liebe Grüße!
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Hey Miasia,
eine Frage an dich zurück: Was macht es denn für dich für einen Unterschied, zu wissen, welches Motiv hinter seinem Verhalten steckt? Es ändert doch nichts an der Situation.
Viele Grüße!
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Danke Irini!
Ich überlege auch seit ein paar Tagen, warum ich solche Menschen kennenlerne.
Ich glaube, dass ich mich bei diesen Wohl fühle, weiß, wie sie denken. Dass stellen auch die Freundinnen immer fest.
Mit anderen komme ich zwar klar, aber.. Da ist nicht diese Vertrautheit. Ich habe keine richtig enge Freundin, die selbständig leben kann, ein gutes Selbstwertgefühl hat. Die meisten brauchen jemanden, der sie hochzieht und manche davon noch jemanden, den sie niedermachen können, um sich aufzuwerten.
Ständig gibt es mit ihnen Streit. So entstehen keine stabilen Freundschaften. Bei einer "Freundin" ist mir nun aufgefallen, dass sie keine eigene Meinung hat, nicht sagt, was sie erwartet oder gut fände. Wenn man sie nach irgendwas fragt, antwortet sie "Wie du meinst".. Dafür hat sie umso höhere Erwartungen, die man raten soll. Wenn mir dies nicht gelingt, haut sie mir die Vorwürfe um die Ohren.
Die andere ist wohl Borderline-Patientin, hat ihre Therapie abgebrochen. Mal ist man die tolle, mal die böse. Sie flippt schnell aus, schreit rum, ohne zu merken, dass sie schreit. Und sieht sich selbst nur als Engel und Opfer, dabei teilt sie ziemlich aus, spielt ihre Freunde gegeneinander aus, spinnt Intrigen.. Aber wenn es ihr dann schlecht geht, kommt sie wieder an, manipuliert und bringt die Leute, die sie vorher noch angeschrien hat, dazu, ihr zuzuhören und wieder auf die rechte Bahn zu helfen. Davon gabs noch mehr..
Ich bin derzeit dabei, diese Kontakte einschlafen zu lassen.. Aber dennoch.. Ich habe das Gefühl, als ob ich eben nicht weiß, ob meine Beobachtung stimmt. Wie damals, als ich mitbekam, was zu Hause abging und jeder so tat, als wäre es nicht schlimm. Wie Mama sich ständig betrinkt, wie Papa dann mit ihr umgeht. Selbst Mutter hat mir verboten, die Polizei dann zu rufen.
Tja, wie geht man wohl am besten damit um?Ich treffe mich jetzt auch ab und an mit zwei Mädels zum Kaffee, beide scheinen "normal". Aber trotzdem ist man da ja manchmal etwas zögerlich.
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Meine Mutter hat sich mal wieder einen Klopper geleistet. Ich war zu Besuch. 3 Stunden vor meiner Ankunft hab ich noch mit ihr gesprochen, sie wollte mich von sich aus vom Bahnhof abholen. Ich stand dann am Bhf, wartete.. Und ahnte nichts gutes. Tja, als ich dann zu Hause war, lag sie sturzbetrunken auf dem Sofa und hat vom restlichen Abend nichts mitbekommen. Dass ich gewaschen habe oder überhaupt.
Ich glaube langsam, dass ich auch nichts mehr nachvollziehen möchte, was in ihrem Kopf vorgeht. Warum sie mich innerhalb von wenigen Stunden dann am Bhf stehen lässt und was die kleinen Stimmchen in ihrem Kopf so sagten, dass es okay ist, sich den kompletten Abend, den einzigen, den ich dann in 6 Wochen zu Hause bin, so abzuschießen, dass kein Gespräch und überhaupt möglich ist.. Und mir dann am nächsten Morgen Vorwürfe zu machen, warum ich nicht mit ihr frühstücke- man könne sich so nicht unterhalten, nachdem ich gestern Abend nicht im Wohnzimmer war. Es hackt?
Naja, wäre sie nüchtern gewesen, hätte sie erfahren, dass ich zum Frühstücken mit einer Freundin verabredet war.Ich denke, sobald irgendwo ein bisschen Leid bei ihnen aufkommt, wird direkt mit dem Griff zur Flasche jegliche Reflexion ausgelöscht. Bei jedem negativen Gefühl- zack, weg.
Ich bin echt ziemlich wütend.. Und werd nun mal schlafen gehen. Morgen ist ein neuer Tag
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Hallo Irini!
Hm, ich hab deinen Beitrag eben schonmal gelesen, danach einen Tee getrunken, weiter darüber nachgedacht... Und schreibe jetzt einfach mal meinen Eindruck.
Ich denke, das passt auch dazu, dass er so fix die Scheidung will, ohne wochenlang zu grübeln.Mein Eindruck ist, dass dein Partner auch in einer Ehe einen Entzug beginnen könnte. Dann kann von vorübergehender räumlicher Trennung, durch die er den Druck nicht mehr spürt bis zur Abmachung, über seinen Konsum nicht mehr zu sprechen, alles drin sein. Abmachung ist jedoch, dass er die Ruhe nutzt, um an seiner Abstinenz zu arbeiten. Es gibt wirklich soooo viele Möglichkeiten, die eine Ehe erhalten, ihm den Druck nehmen.
Mir scheint, als ob er in erster Linie die Ehe nicht mehr will und das eben nur vorschiebt. Will er wirklich aufhören zu trinken? Oder will er nur dich loswerden, dass du ihm nicht mehr in den Ohren liegst und er dann bequem und unbeobachtet weitertrinken kann?
So scheint es mir zu sein. Er hat sich fix für seine Sucht entschieden- da brauchte er anscheinend keine lange Bedenkzeit.Wenn er wirklich die Ehe weiterführen möchte, würde er alles tun.. Auch deiner Begleitung zustimmen und dort vielleicht erarbeiten, wie du ihn unterstützen kannst, ohne ihn zu überfordern. Oder oder oder.
Ich finde es sehr unfair von ihm, dass er andere Gründe vorschiebt, die dir eine "Mitschuld" suggerieren, nachdem du sogar auf ihn zugegangen bist.
Ein "Ich will lieber weitertrinken und entscheide mich gegen die Ehe" wäre fairer gewesen. Aber lässt ihn dann wirklich schlecht dastehen. -
Ja, Miriel, so denke ich auch!
Ich trinke schon immer eher wenig Alkohol. Bei Freundinnen bekomme ich mit, dass sie den Kater am nächsten Tag schon fest einplanen- dann wird vor dem Feiern schon die Brille ans Bett gelegt und die Kontaktlinsen erst gar nicht probeweise eingesetzt, das Schlabberoutfit liegt schon morgens im Bad parat.. Und dann wird über Facebook gejammert, warum es ihnen denn so schlecht nach einem soo tollen Abend gehen müsse.
Jetzt am Wochenende war eine Freundin zu Besuch, wir haben auf ihre Heimkehr angestossen. Ich habe 2 Gläser Sekt getrunken und am nächsten Tag einen richtigen Durchhänger gehabt. Mir war richtig elend und mir reichts jetzt erstmal. Ich habe momentan Examen und kann es mir echt nicht leisten, einen Tag zu verschenken bzw. finde ich diesen Zustand auch total unangenehm.Wenn ich bei meiner Familie bin, trinke ich gar nichts.. Ebenso bin ich im Freundeskreis dazu übergegangen, nicht mitzutrinken, weil ich weiß, dass zwei der anwesenden ein Alkoholproblem haben und sie ihr Gewissen dadurch beruhigen, dass andere auch mittrinken und ihr Konsum daher also okay sein müsste. Das möchte ich nicht unterstützen.
@ Carl, ich kann deinen Beitrag nicht ganz nachvollziehen. Zum einen gehört es meiner Meinung nach zum Alltag eines Co/Angehörigen, sich über seinen eigenen Konsum bewusst zu werden. Gerade dann, wenn er noch mit einem Alkoholiker zusammen wohnt oder mit solchen feiern geht, kommt man nicht drumherum, sich darüber Gedanken zu machen. Von daher ist es doch ein ganz normaler Punkt, über den man sich hier austauscht?
Mit dem, was hier in der Regel unter kontrolliertem Trinken verstanden wird, hat das auch nichts zu tun. Es geht um das bewusste Trinken bzw darum, sich seinen Konsum bewusst zu machen und zu hinterfragen.. Wenn man mitbekommen hat, wie andere sich, ihre Familie und die Beziehungen kaputt machen, ihr Leben wegschmeißen, kann man meiner Meinung nach nicht mehr gedankenlos mit anderen Menschen zusammen sitzen, wenn man merkt, dass sie in eine ähnliche Richtung abrutschen.. und anstoßen.
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Hey Hiob,
vielleicht ist es möglich, Handynummern sperren zu lassen?
Wäre schön, wenn man dich hier noch ab und an im öffentlichen Bereich lesen würde!
Liebe Grüße!
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Puh, das ist schrecklich!!
Liebe Mitzu, ich möchte dir gerne ein paar Zeilen schreiben, aber ich weiß echt nicht, wie ich anfangen soll?Wieso lässt du das zu, dass er dich und deinen Sohn so misshandelt, missbraucht, beherrscht und tyrannisiert?
Wovor hast du Angst? Es kann doch nichts schlimmer sein als das, was er grad mit euch macht? Du hast Möglichkeiten, ihn von dir fern zu halten, die Polizei wird dir doch sicher helfen, dich aus dem Gefängnis zu befreien?Kämpfe! Was spricht dagegen?
Wie wäre das Leben ohne ihn? -
Hallo Hiob,
danke für deinen Beitrag!
Ich bin Mitte 20. Mit Mutter ging es immer mehr Berg ab. Früher habe ich mich dann zum Lesen zurückgezogen, als wir den PC vor 10 Jahren bekamen, bin ich im Internet abgetaucht. Das merke ich jetzt immer noch- sobald es für mich unangenehm wird (Prüfungen oder wenn ich bei meinen Eltern bin) oder ich Langeweile habe, kompensiere ich das mit dem Internet. Nicht gut.Dass mein Partner nicht in die Sucht abrutscht, hoffe ich auch
In seiner Familie wird viel getrunken, da hat der Alkohol seinen Stammplatz auf dem Tisch. Der Vater trinkt auch täglich "seinen" Wein. Wie ich diese Legitimations-Pronomen vor Alkohol hasse! Jedenfalls sieht man ihm das auch deutlich an.
Nunja, mein Freund besitzt auch Unmengen an (geschenkten) Flaschen, bisher ist mir kein Missbrauch aufgefallen. Ich hoffe, dass er den Stress später im Beruf damit nicht kompensiert (wie sein Vater), aber ich sehe auch, dass mein Freund sehr gut strukturiert ist, viele Pausen einplant und Sport und Spiele zum Ausgleich als Ventil nutzt.Danke für deine Worte!
Ich hoffe einfach, dass ich die Wahrheit in ausreichendem Maße erkannt habe und mir nichts vormache.
Mit meiner Familie musste ich brechen- mit meiner Einstellung passte ich da nicht mehr rein.. Und qualifizierte mich eher als Blitzableiter, der laut meiner Tante an allem Schuld sei. Sie hat im Internet nämlich gelesen, dass Angehörige Co werden und damit die Sucht des anderen unterstützen. So naiv sie ihre Schlüsse gezogen hat, so hart wirft sie mir alles vor, ohne mit mir einmal darüber gesprochen zu haben, wie ich mich eigentlich fühle. Wenn, dann ging es nur um sie- sie verliere ihre Schwester, SIE habe dann niemanden mehr. Naja, auch ihr Verhalten hat für mich Co-Züge, obwohl sie kaum mit meiner Mutter zu tun hat.Danke für deine Wort!
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Hallo Hiob,
meine Geschichte kann man nun auch hier nachlesen.
Sie hat mich so geprägt, dass ich kaum noch Alkohol trinke und dann auch nach 1 bis 2 Gläsern "Nachschub" ablehne. Es ist MAL okay. Aber für mich ist auch ein gutes Essen kein Grund, Alkohol dabei zu trinken. Meiner Meinung nach besudelt der die Geschmacksnerven, sodass man die feinen Geschmacksnuancen des Essens nicht mehr wahrnimmt.Eine Freundin war nun zu Besuch; sie ist vor knapp 2 Jahren ausgewandert. Ich habe dann an dem ersten Abend 2 Gläser Sekt mitgetrunken, danach nicht mehr und dann am 2. Abend meine Beteiligung am 1,5Liter-Sangria-Pitcher abgelehnt.
Generell bringe ich nun zu solchen Gelegenheiten Saft mit- vieeeel leckerer als Alkohol! Darauf kommen die meisten erschreckenderweise nicht. Nachher dann schon
Aber es regt schon zum Nachdenken an, wenn man mitbekommt, wie sehr Alkohol doch in den Alltag integriert ist, dass die Leute meinen, zum Essen gehöre Alkohol, in gemütlichen Runden müsse getrunken werden. Wenn ich mich hier umschaue, stehen in der Wohnung meines Freundes 20 Flaschen. Die wurden ihm größtenteils geschenkt. Das war auch für mich Neuland- ich könnte mir nicht vorstellen, an Weihnachten Alkohol zu verschenken? Das meiste trinkt er nicht.. Aber wir hatten da schon ein ernsthaftes Gespräch drüber, weil mich diese Flaschen erschreckten.Für das Gewicht ist der Verzicht echt super! Ich bin in einem Ernährungsprogramm, da ich früher massives Übergewicht hatte. Ein Glas Wein nimmt schon knapp 1/5 von dem ein, was ich am Tag esse. Das ist mir Alkohol nicht wert.