Beiträge von Zimttee

    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, dass ich sehr nach Sicherheit suche. Aber wenn ich mein Leben überdenke, dann hatte ich nie Sicherheit oder Beständigkeit.
    Meine Mutter hatte sich schon zur Bewusstlosigkeit getrunken, da war ich ein Kleinkind und alleine zu Hause. Wenn ich von der Schule heim kam, wusste ich nie, was mich erwartet- entweder, gutes Essen steht auf dem Tisch, oder Mutter ist eingeschlafen und hat das Kochen vergessen, oder irgendwas brennt grad auf dem Ofen an und sie ist eingeschlafen.
    Finanziell war alles okay, solange, bis ich mein Studium begann. Die erste Zeit hatte ich keinen Job und bekam Geld von den Eltern- Bafög wurde mir nicht erlaubt, damit ich brav abhängig bin. So bekam ich dann immer Geld, womit ich knapp 2 Wochen auskam und wurde dann groß angeguckt, weil es nicht länger reichte. Manchmal musste ich sogar überlegen, ob ich nun zum Arzt gehe und 10 Euro dafür bezahle- oder ob ich dann für den Rest der Woche noch genug Geld zum Essen kaufen habe. Das war echt nicht schön und hat mich sehr geprägt. Es ist mehr als einmal vorgekommen, dass ich dann zu Hause anrief und sagte, dass ich kein Geld mehr habe und Mutter meinte, ich solle sie erst mal wieder am WE besuchen kommen, bis ich neues kriege. Ich mag gar nicht mehr dran denken :(
    Überhaupt kam ich mir immer wie ein Versager vor- das wurde mir zu Hause eingetrichtert. Mein Vater glaubt nicht, dass ich ein Fliegengitter anbringen oder eine Glühbirne auswechseln kann.
    In der Schule damals hab ich diese Rolle auch eingenommen.. Die Mitschüler hielten nicht viel von mir, die Lehrer auch nicht. Dann ist man irgendwann davon überzeugt und traut sich selbst nichts zu.

    Ich glaube, dieser Umzug und der komplette Neuanfang haben mir total gut getan. Wie gesagt, ich habe einen Job bekommen, durch den ich endlich unabhängig bin und bekomme dort endlich gute Rückmeldung.. Ich bin bald mit der Uni durch, habe auch sehr an mir gearbeitet und Dinge geschafft, die ich nie für möglich gehalten habe. Das gibt einem ungemein Selbstvertrauen- Vertrauen in sich selbst. Ich bin ein komplett anderer Mensch geworden, die Leute starren mich mit offenem Mund an, zumindest die, die mich in den 3 Jahren nicht gesehen haben.

    Ich finde es auch krass, wie sehr das alles Einfluss nimmt. Ich meine, mit meinem Partner habe ich nun die große Liebe gefunden, verstehe endlich, was es bedeutet... Und merke auch, wie toll es ist, als Partner auch ein Team zu sein, auf einer Augenhöhe zu stehen. Ich wäre fast vorher wieder auf das alte Muster reingefallen. Puh! Vorher hatte ich immer die Typen, die mich zu Beginn für stark und unabhängig hielten, um von mir mitgezogen zu werden und ansonsten fies wurden, mich anlogen.
    Das kann ich nicht mehr nachvollziehen. Ich meine, wenn ich in einer Boutique bin und dort eine XXL-Tunika sehe, die grün-pink-lila gemustert ist, aber dafür nur 10Euro kostet, nehme ich die doch auch nicht mit? Ebenso wenig sollte man sich auch nicht mit dem ersten Typen abgeben, der nicht zu einem passt. Bei mir war es vorher schon so, dass ich eine Ahnung hatte, dass es mit diesen Typen nicht klappt- trotzdem habe ich mich drauf eingelassen. Und dabei ist die Tunika-Entscheidung von wesentlich geringerer Tragweite, als sich einen Typen anzulachen, der einen runterzieht.

    Puh, schnuffig! Das ist ziemlich heftig. Unglaublich, dass das in einer Menschenmenge passiert ist. Du sprichst von Männern, in Plural. Ist dir das öfter passiert?
    Du hast Recht, schämen musst du dich nicht. Das ist nicht deine Schuld.

    Ich hatte ein ähnliches Erlebnis, was ich bis grad vollkommen vergessen hatte. Aber nun spüre ich das gleiche wieder, wie du es beschrieben hast.
    Ich war damals mit meiner Mutter im Freibad schwimmen. Wir waren im Schwimmbereich, dort war das Wasser so tief, dass ich nicht stehen konnte. Als wir eine Runde zogen, sahen wir den Mann meiner Musiklehrerin und haben uns mit ihm dort im Wasser unterhalten. Irgendwann zog er mich mit dem Rücken zu sich rüber und klammerte sich von hinten an mich und hielt mich fest. Ich habe meine Mutter angeguckt, war total geplättet und wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Mir war das total unangenehm- aber meine Mutter reagierte nicht. Ich dachte, er darf das; dass es okay ist, wenn er mir so nahe kommt, weil Mutter es zulässt. Auch wenn ich das nicht will. Irgendwann lies er mich dann wieder los, Mutter fragte mich, warum ich mich nicht gewehrt habe? Und ich fühlte mich ziemlich verraten und im Stich gelassen.
    Danach hatte ich Angst, zu meiner Musiklehrerin zu gehen (das war immer bei ihr zu Hause, daher kannte ich den Mann) und habe mich davon abgemeldet.

    Auch ich fühlte mich wie gelähmt.
    Danach hatte ich noch zwei Situationen, in denen ich aber schon volljährig war, in denen ich auch keine Grenze ziehen konnte. Ich war wie blockiert und habe die Situation erst später richtig erfasst.
    Im Nachhinein kann ich eins und eins zusammen zählen- zu Hause durfte ich auch nichts sagen, mir wurde immer abgesprochen, die Wahrheit zu erkennen und ich traute mich nicht, das, was ich fühle, als richtig zu erkennen.. Deswegen habe ich dann auch nicht den Mund aufbekommen.

    Haben dir deine Eltern danach geholfen?

    Hey Broti!
    58 kg bei 1m76 war aber schon im Untergewicht. Wenn ich nun da 30kg zuaddiere, hast du den selben BMI wie ich vor meiner Ernährungsumstellung. Es ist machbar, aber ich kann dir nur raten, es bei allem, was über 5kg hinaus geht, nicht auf eigene Faust zu versuchen.
    Ich habe mich da so einer amerikanisch-stämmigen Abnehmgruppe angeschlossen.. ("Ich habe bei .... angerufen- keiner hat abgenommen").. Wenn du weißt, wen ich meine?
    Und es hat sehr gut geklappt.
    Bei mir war es genau so- den Tag über war ich gut abgelenkt, aber abends hab ich vieeel zu vieeel gefuttert. Jetzt klappt es seit 2 Jahren sehr gut :) Vorher hatte ich ständige Gewichtsschwankungen und Differenzen von 22kg.

    Zitat von herzeloyde

    xy kam gerade nach Hause (betrunken) und er war furchtbar drauf. Er reagierte auf alles agressiv und fühlte sich angegriffen. Ich verstand die Welt nicht mehr, da wir gestern - als ich zu meinen Eltern gefahren bin - noch ein gutes Gesräch hatten. Ich hab mich ihm wieder nahe gefühlt, es war schön. Ich war verletzt, da ich gedacht habe, er freut sich mich zu sehen. Aber die Mechanismen (er betrunken, ich angenervt/frustriert/abweisend) funktionieren mittlerweile eben prächtig. Obwohl ich mich zusammengerissen habe, ihm keine Vorwürfe gemacht habe (zumindest nicht bewusst), da ich mir vorgenommen habe, dass das an mir abprallen soll, da es seine Sache ist, hat er so reagiert und meinte, dass wir uns besser trennen sollen, da wir nicht miteinander können.

    Ich fürchte, da hast du dir die Antwort auf die Frage, ob er auch Knöpfe drücke und manipuliere, selbst gegeben.
    Das ist das typische "Zuckerbrot und Peitsche"-Spielchen, mit dem er dich abhängig macht. Du bist dich seiner sicher, hast ein gutes Gefühl, denkst, dass es wieder aufwärts gehe- und dann ZACK. Trifft dich seine schlechte Laune. Das lässt dich verzweifeln, versaut dir den schönen Grillabend mit Freunden... Und er hat dich wieder in der Spur, weil du dich nun wieder nach Anerkennung und Harmonie sehnst.

    War es das erste Mal, bevor du alleine raus willst? Oder passiert es öfters, dass er dir so eine Szene macht, bevor du, wie heute, alleine einen schönen Abend haben möchtest?

    Zitat von herzeloyde

    Den Verdacht meiner Mutter, dass er genau wisse (ob bewuss oder unbewusst) was er tun muss, damit ich wieder weich werde, habe ich natürlich vehement abgestritten. Ich kann mir es nicht vorstellen....

    So sind Alkoholiker leider- sie sind Meister der Manipulation. Bei deinem Partner kann ich es nicht einschätzen, da du wenig über seine Aussagen oder sein Verhalten geschrieben hast. Dein schlechtes Gewissen lässt mich jedoch etwas aufhorchen. Warum hast du ein schlechtes Gewissen?

    Ich habe hier im Forum bisher von niemandem gelesen, dass sein Partner diese Spielchen nicht angewendet hat- ich sehe es sogar hier in meiner Familie, wie meine Mutter als Süchtige mit meinem Vater umgeht bzw. was sie uns damals als Kindern schon zugemutet hat an Psychospielchen. Mich würde es ein wenig wundern, wenn dein Freund da anders wäre.

    Ich nehme an, dass du deiner Mutter mehr berichtet hast, daher würde ich mich da eher auf ihr Urteil verlassen. Abwägig ist das leider nicht. Die Cos geben den Alkoholiker Halt, einen Blitzableiter, jemanden, auf den sie die Schuld abwälzen können und natürlich auch jemanden, der das Bettchen abends vorwärmt. Alles in allem jemanden, der die Verantwortung trägt und ihm bei Bedarf die Kohlen aus dem Feuer holt. Da waren sich die Beziehungen hier allesamt ähnlich. Die Süchtigen wollen ihren Co natürlich nicht verlieren und setzen alles daran, ihn zu halten.

    Zitat von herzeloyde


    oder will ich es einfach nur nicht wahrhaben, da ich mich immer noch zu sehr an den Glauben klammere, dass auch ich etwas ganz besonderes für IHN bin und er soetwas dann doch nicht mit mir machen würde.....ich weiß es (noch) nicht.

    Seine Nr 1 ist momentan einfach sein Suchtmittel. Viele beschreiben es hier im Forum als eine "Beziehung zu dritt" oder den Alkohol als Geliebte, gegen die man nicht ankommt, die aber die Beziehung unterwandert.
    So ist das leider. Das ist auch der Grund, wieso die meisten Beziehungen daran kaputt gehen- vor die Wahl gestellt entscheiden sich die meisten dann doch lieber für den Alkohol und geben als Legitimation an, unter Druck gesetzt, kontrolliert oder erpresst zu werden. Soweit ich weiß, hat dir dein Partner auch soetwas unterstellt, oder? Das würde mich stutzig machen. Indem er dir unterstellt, ihn zu kontrollieren, lenkt er von seiner Alkoholsucht ab und schiebt dir den schwarzen Peter zu.. Er ist aus dem Fokus, nun sollst du dich damit auseinandersetzen, ob, wie und warum du ihn kontrollierst. Da läuft der Hase leider. Das Spielchen kann ich wunderbar und mit großer Sicherheit bei meinen Eltern beobachten- wenn Papa sie wieder in die umbequeme Position bringt, sich zu ihrem Alkoholmissbrauch äußern zu müssen, antwortet sie meisten mit einer Gegenbeschuldigung- er kontrolliere, er sei Schuld, er sei ein A**chl*ch, ob er denn nun zufrieden wäre? und so weiter. Schwupps- so kann man dann immer sicher sein, ist sie aus dem Fokus und er beginnt, sich zu rechtfertigen.
    Ich habe mal im Alkoholiker-Bereich gelesen und fand das ganz hilfreich- jemand hat gefragt, ob sie meinen, dass ein nasser Alkoholiker jemanden wirklich lieben könne- klare Antwort ist "nein". Die Gedanken sind immer beim Alkohol. Ich würde dazu noch ergänzen, dass der Co dabei nur Mittel zum Zweck ist. Vielleicht schreibt Silberkralle auch noch in diesem Thread- seine Antworten sind immer kurz, knapp und bringen es auf den Punkt.

    Die Geschichten sind gleich und mehr oder weniger auch die Auswirkungen auf die Partner und Kinder.
    Sei froh, dass du das alles hinter dir hast! Das freut mich sehr für dich! Auch die Idee mit dem Urlaub finde ich super. Ihr könnt die Seele baumeln lassen und in der Sonne entspannen.
    Wie geht es deinen Kindern damit? Wie lange haben sie alles miterlebt? Aus eigener Erfahrung würd ich raten, dass sie das aufarbeiten sollten.. Die kriegen mehr mit, als man meint und es richtet heftigere Schäden an, als man denken kann.

    Hey Fatima,

    ja, so ist das Leben mit Alkoholkranken. Die Suppe wird nicht versiegen, aber sie wird bitterer.
    Ich weiß nicht, wie lange deine Eltern schon trinken und ich kenne auch nicht den Gesundheitszustand von LaMers Vater.
    Aber ich weiß, dass ich diese andere Dimension, von der du schreibst, die du nun kennengelernt hast, da du Mutter wurdest und deine Kinder mit deinen Eltern zu tun haben, nie kennenlernen werde.

    Eigene Kinder gibts frühestens in 3-4 Jahren. Bis dahin, so kann ich mir sicher sein, wird meine Mutter sterben. Würde sie das nicht- dann würde Korsakow richtig zugeschlagen.. Egal welcher Fall eintritt- es wird auf jeden Fall ein Zustand sein, vor dem ich meine Kinder von Anfang an schützen will. Das soll sie nicht belasten.

    Und ich weiß auch nicht, ob LaMers Vater noch so lange durchhält, bis seine Enkel geboren werden.
    Ich will nicht, dass das nun oberlehrerhaft rüberkommt- aber so bitter eure Zukunft für dich auch ausschaut- du kannst froh darum sein, dass du deine Eltern zwischen 60 und 70 so noch hast und deine Kinder so eine schöne Zeit mit ihnen verbringen. Für meine Kinder wäre das jetzt schon, sollten sie jetzt schon auf der Welt sein, kein schöner Ort.
    Meine Eltern können sich jetzt schon nicht mehr zusammenreißen, selbst wenn sie wissen, dass für mich (vor Prüfungen) viel davon abhängt..
    Sie wissen auch, dass mein Geschwister und ich schwer chronisch krank geworden sind durch das ganze Theater seit 25 Jahren. Es interessiert sie kein Stück, dass sich durch ihre Kapriolen und die dadurch resultierende Belastung alles weiter verschlimmert, sodass ich im worst case erblinde, obwohl ich jetzt täglich Medikamente nehme (die eben die psychosomatische Komponente nicht therapieren können), die meine Lebensqualität erheblich einschränken. Sie nehmen keine Rücksicht.
    Schon alleine deshalb könnte ich niemals eine solche Beziehung, wie ihr sie zu haben scheint, zu ihnen zulassen.

    Ich habe mich auch schon damit beschäftigt.
    Als ich mit 16 meine erste Beziehung hatte, war das eher eine Flucht von zu Hause, wo ja meine Mutter uns das Leben nicht angenehm gestaltete. Papa mischte gut mit.
    Dort war ich etwas in die Familie integriert, bekam Anerkennung von meinem Ex. Er war anfangs sehr von mir begeistert- das genoss ich und sehnte mich sehr danach. Ich weiß mitlerweile, dass er psychisch nicht ganz aufm Damm war. Irgendwann nahm er von mir Abstand, kritisierte ab und an- ich gab mir mehr Mühe, wollte wieder mehr Anerkennung, klammerte. Dann machte er Schluss.
    Bam, auf dem Boden der Tatsachen. Die Beziehung war vorbei, aber ich wusste, dass ich mehr davon will, die Geborgenheit kannte ich gar nicht. Ich konnte mit jemandem in der Beziehung leben und nicht aneinander vorbei, wie zu Hause.
    Bei den nächsten beiden Partnern war es ebenso- ich suchte Geborgenheit, einen Zufluchtsort und Anerkennung. Am Anfang war ich distanziert, die Typen sprangen auf mich an und gaben sich Mühe. Sobald ich die Distanziertheit aufgab, wurde ich uninteressant und rannte dann wiederum hinter ihnen her, klammerte und suchte Aufmerksamkeit und Anerkennung.. Und wurde dann abgesägt.
    Alle Partner hatten geschiedene Eltern und irgendwo einen Knacks weg- ich schleppte immer "Pflegefälle" an, sagten Freunde.
    Der erste hat sich nun umgebracht, die anderen beiden hatten Therapien, aber ihr Leben läuft psychisch nicht gut. Ich kanns nicht ändern. Sowohl den Selbstmord nicht als auch den Zustand der anderen beiden.
    Nach der letzten Beziehung merkte ich, dass was in meinen Beziehungsmustern nicht stimmt- es war ja immer derselbe unglückliche Verlauf. Vor allem der letzte Ex tat mir nicht gut- er hackte auf meinem Ego rum, versuchte mich klein zu machen, sägte mein Selbstwertgefühl ab, weil er sich neben mir minderwertig fühlte.
    Ich habe keine neue Beziehung gesucht, sondern mich nur auf mich und ein paar gute Freundinnen konzentriert. Uni. War ein paar Monate nach der damals letzten Beziehung von zu Hause ausgezogen, habe mich in dieser neuen Wohnung eingerichtet, den Platz genossen (die Wohnung war 4 Mal so groß wie mein Minizimmer bei meinen Eltern), genoss die Freiheit und leckte die Wunden.
    Irgendwann beschloss ich mich, an der Uni zu engagieren und habe auf diesem Wege meinen jetzigen Partner kennengelernt. Er fiel mir dort sofort auf, das nahm ich zur Kenntnis, aber ich wollte ja keine neue Beziehung. Er war auch so ganz anders als mein "Beuteschema": Sehr intelligent, erfolgreich, mit beiden Beinen im Leben, strukturiert, zuverlässig, humorvoll.. Stammt aus einer intakten Familie, hat ein gutes Selbstwertgefühl und weiß um seine Kompetenz. Ich fand das zunächst langweilig und wollte ihn nicht weiter kennenlernen, er war grundsolide- doch eine Freundin sagte dann, dass er doch genau der Jemand sei, den ich für mich am besten haben wollte, auf den ich seit 3 Jahren wartete und nicht so einen Typen, der nur heiße Luft von sich gibt und sich aufplustert. Ja, ich habe mich darauf eingelassen. Er schlug zum ersten Date vor, zusammen zu kochen. Er hatte sogar Mousse au Chocolat vorbereitet, da dachte ich schon, dass es ein gutes Zeichen sei ^^
    Ich lernte ihn langsam kennen und merkte- es ist mein Seelenverwandter. Es passt. Von Freunden (mit denen ich ihn bewusst bekannt machte, um alles auf den Prüfstand zu schicken) bekomme ich die Rückmeldung, dass wir sorgsam und mit Respekt miteinander umgehen, uns zuhören und, wenn nötig, unterstützen. Eine sehr gute Freundin, die alle kannte, sagte nun, nach unserem letzten Treffen, dass ich endlich einen gescheiten habe, der mir gut tut.
    Und das Gefühl habe ich auch.

    Also, mein Weg war:
    - mir meines falschen Musters bewusst werden und die Gründe zu erkennen
    - eine Auszeit nehmen, um zu mir selbst zu finden und zu merken, was ich eigentlich suche und will und was mir gut tut
    - wenn ich meinte, jemanden gefunden zu haben, habe ich ihn vertrauenswürdigen Freunden vorgestellt und mir vorgenommen, auf ihre Meinung zu bauen und sie nicht in den Wind zu schlagen, falls sie mir nicht passt.

    Einziges Problem ist, (falls man es sagen kann), dass in seiner Familie Alkhol als Genussmittel missbraucht wird. Nicht von allen, aber bspw von seinem Vater. Da bin ich sehr vorsichtig und habe es unter Beobachtung. Und natürlich schon ein ernstes Gespräch mit ihm geführt. Bei ihm ist alles im grünen Bereich und es läuft.

    Die Probe war von Elli Saab - Le Parfum. Schade eigentlich :(
    Als ich damals "meinen Duft" ausgesucht habe, musste ich mich zwischen Cloé von Cloé und J'adore von Dior entscheiden. Ich glaube, Cloé gefiel mir besser, aber für Dior habe ich mich entschieden, weil es um Weihnachten im Weihnachtsspecial immer günstiger ist ^^
    Die Idee mit dem 2. Konto hab ich auch schon vor 2 Jahren oder so in die Tat umgesetzt, aber ich spare nun erst seit ein paar Monaten ernsthaft damit. Es funktioniert, wenn man die 2.Karte zu Hause in einer Schublade lässt ^^

    Mit dem Handy habe ich auch erstmal richtig Kosten reduziert- ich hatte früher Rechnungen in Höhe von 50-70 Euro. Finanzieren konnte ich, weil ich einen guten Job habe- aber natürlich ist es besser, das Geld zu sparen oder für nützlicheres auszugeben.
    Das Geld war mir dann irgendwann zuviel und ich habe den Vertrag gekündigt und bin zu einem NoName-Prepaid-Anbieter gewechselt. Seitdem reichen ca. 15 Euro/Monat.

    Tjaaa.. So ist das mit dem lieben Geld.
    Momentan überlege ich, ob ich mal für ein Vierteljahr in den geschützten Bereich gehen sollte. Ob sich das lohnt.

    Hey Broti, das klingt gut, wie du rangehst. Ich kenne das- reinen Tisch machen, alles ansprechen, was belastet- und dann guten Gewissens gehen können.

    Wieviel möchtest du abnehmen? Und wie hast du das vor? Nimmst du an einem Programm teil?

    Was für ein Duft ist es denn?

    Ich mag Parfums auch total gerne :) Heute habe ich eine Probe, die ich gut fand, kaputt geworfen :/ Aus Versehen.
    Ich spare momentan auch bewusst, weil ich bald mit meinem Studium fertig bin und dann natürlich auf ein paar Gebieten höhere Ausgaben haben werde. Echt krass, was man zwischendurch für Ausgaben hat. Die gar nicht so auffallen, aber wenn man dann das ein oder andere weglässt, bleiben plötzlich dreistellige Beträge am Monatsende übrig.

    Wenn du nicht weißt, ob du die Kraft hast, das Handy zu ignorieren- dann lass es doch aus :)
    Ich finde es immer ungemein beruhigend, wenn ich weiß, nicht erreichbar zu sein. Ich verbringe viel Zeit bei meinem Freund- meine Eltern haben seine Nr nicht.
    Auf das Handy rufen sie selten an. Aber an meinen Geburtstagen zB stelle ichs aus- wer mich erreichen will, erreicht mich auch anders bzw schreibt eine SMS. Ansonsten bleibe ich dann davon verschont, dass sie mich besoffen anruft.

    Zitat von TimeIsAHealer


    Ja er hatte einen Termin, es sei alles in Ordnung. Auch mit der Leber, nur der Cholesterin waere zu hoch.


    Glaubst du ihm das?

    Du siehst an den Leberwerten schon, wenn du vorher ein Glas Alkohol getrunken hast. Erst recht, wenn der Konsum monatelang/jahrelang missbräuchlich war.

    Zitat von TimeIsAHealer


    Jetzt hat sein Freund ihn so weit, dass er zum Arzt gehen will, aber mein XY sagt dennoch, dass er nicht denkt, dass ihm das helfen kann. er haette Angst, dass er dann wieder in eine Klinik muesse und blablablabla.. Er sucht Gruende, keine Wege.


    Ja, er sucht Gründe. Das einzige, wobei die ihm in der Klinik nicht weiterhelfen können, ist seine Sucht weiterhin zu pflegen. Das scheint seine Angst zu sein. Im Grunde hat er doch nichts verstanden :( Leider.
    Er weiß nicht, an wen er sich wenden soll. Aber wenn man ihm die garantierte Hilfe aufzeigt, weist er sie ab und stempelt sie als unnütz.
    So kann das nichts werden, das stimmt.

    Hatte er nicht schon letzte oder vorletzte Woche Freitag einen Termin?

    Für mich klang der Text nicht so, als ob er sich für eure Beziehung einsetzt, sondern auch so, als ob er als eine Art Seelsorger fungiert.

    Wohnst du in einer ruhigeren Gegend? Gibt es in der Nähe einen Ort, wo du nur deine Ruhe hast und mal durchatmen kannst, fernab vom PC und Telefon? Dann geh mal dorthin und verbring ein paar Minuten nur für dich :)

    Ich lese deine Beiträge gern, aber so hat sich dein Nachmittag sonst nur um XY gedreht.

    :) Du nervst hier nicht.. Wenn du mich nerven würdest, würde ich deinen Faden nicht mehr lesen- ich mache es ja freiwillig und es ist dein Bereich, in dem du schreiben kannst, was du magst.

    Ja, das meinte ich eben mit der Freundin. Sie haben immer einen, der die Kohlen aus dem Feuer holt. Du bist weg, also instrumentalisiert er andere. Der wiederum die Verantwortung nicht alleine haben möchte, also versucht er, dich zurück ins Boot zu holen.
    Das Spielchen geht endlos so weiter, bei meiner Bekannten und mir auch schon bestimmt seit 12 Jahren- sie hatte IMMER wirklich irgendwas, was nicht toll war. Immer eine Beziehung, die mies lief, mit einem Typen, der sie ihrer Meinung nach schlecht behandelt und wenn das grad nicht der Fall war, dann jammerte sie, weil sie Single war und niemand sie haben wollte. Immer Drama, Drama, Drama. Von ihr kam nichts zurück; als ich schwer krank wurde, bekam ich dann mal 5 Minuten "Aufmerksamkeit" und hörte aber dann von einer anderen gemeinsamen Freundin, dass sie zu ihr sagte, ich solle mich nicht anstellen, sie sei schlimmer dran.
    Aber jetzt hab ich mich ausgeklingt, hatte ansatzweise mal ein schlechtes Gewissen und schnell gemerkt, dass da eine Menge Leute recruitiert wurden, die nun meine Position einnehmen.
    Ich wette, deinem XY geht es auch nicht um dich als Menschen, sondern um die Funktion, die du einnimmst. Sonst hätte er dich vorher mehr zu schätzen gewusst. Und darauf willst du nicht reduziert werden, oder?