Beiträge von Zimttee

    Alkoholabhängig bedeutet psychisch krank. Aber solange kein Wille da ist, selbst etwas zu unternehmen.. Kann man sich jegliche Mühe sparen.
    Hast du das schriftlich von ihm? Ansonsten ruf bei der Polizei in seinem Ort an und schildere, was er sagte, dass du km-weit entfernt sitzt und nicht weißt, was du tun sollst. Dann haben die quasi die Verantwortung bzw können nach dem Rechten sehen. Und du bist aus der Nummer raus.

    Du, er drückt wieder alle Knöpfe, von denen er weiß, dass sie ziehen. Er manipuliert dich und drückt dabei auf die Tränendrüse. Wirst du bei dem Gedanken nicht wütend, wie er mit dir spielt?
    Er spielt auf die "psychisch krank"-Nummer an, mit der er sich eine Absolution und dein Mitleid holt.
    Hätte er eine Mandelentzündung, würde er nun zum Arzt gehen. Das gilt auch für psychische Erkrankungen. Und wieso macht ers nicht? Weil er nicht will. Stattdessen will er den bequemeren Weg und bei dir -auf deine Kosten- in "Therapie".

    Schieb da einen Riegel vor! "er weiß nicht, was er machen soll" sooo schwer ist das nun jetzt nicht- das habt ihr ihm die letzten Tage vorgekaut. Er hatte sogar einen Freund da, der ihm in die rechte Spur helfen wollte- und jetzt weiß er nichts? "Kann nicht" wohnt in der "will nicht"-Straße.

    Du, ich habe auch eine eigentlich sehr gute Freundin, die ich seit knapp 20 Jahren kenne. Mit ihr ist es das gleiche- sie hat Depressionen und eine Persönlichkeitsstörung und will nun auch keine Therapie mehr. Dazu rutscht sie in die Alksucht ab. Sie merkt nichts- aber jammert seit 4 Jahren ohne Ende, beklagt sich über ihr Leben. Und meldet sich nur, wenn mal wieder Not am Mann ist, dann ist man zum Trösten da und soll sofort eine KM-Zahl im dreistelligen Bereich anreisen. Alles geht nicht- keine Therapie hilft, die Freunde halten sowieso nicht zu ihr, Hobbies sind zu teuer, Vereine müssen auch bezahlt werden. Meine Idee, mal zu einer SHG zu gehen wurde mit "Ja, für dich mag das gut sein- aber ich bin ja nicht krank" (sinngemäß!) kommentiert. Weißt du, es gab einen Moment, in dem es mir wie Schuppen von den Augen fiel- es ist eh zwecklos, weil sie jemandem sucht, auf dem sie ihre Belastung abladen kann, damit sie sie selbst nicht tragen braucht. Abtragen ginge auch nicht, weil zu mühselig.
    Ich stehe dafür nicht mehr zur Verfügung- und seitdem meldet sie sich auch nicht mehr, weil ich jetzt keinen Zweck mehr erfülle.

    Und nochmal eine Geschichte aus dem Nähkästchen- du kannst nichts ändern, wenn er sich was antut. Ihr habt euer bestes gegeben und habt ihm eure Zeit gewidmet- aber er will das nicht umsetzen und auch nicht annehmen. Da kannst du nichts gegen unternehmen. Wenn er nicht mehr atmen möchte, kannst du ihn dazu nicht zwingen.
    Erst letzte Woche hat sich jemand aus dem Bekanntenkreis von mir umgebracht. Der zweite in 2 Jahren. Und aus der bitteren Erfahrung kann ich dir sagen, dass es die sind, die sich umbringen, die vorher am leisesten waren und nicht die, die jammern und ihr Leid bewusst zur Schau stellen, damit sich jemand ihrer annimmt. Die finden meist immer jemanden, der sich den Schuh anzieht bzw sind eher an Aufmerksamkeit interessiert.
    Diejenigen, die sich wirklich umbringen, sind leise, damit sie niemand davon abbringt.

    Und wenn du wirklich das Gefühl hast, dass da was im Busch ist oder er sagt, er werde sich was antun, dann ruf die Polizei. Oder willst du ewig bei ihm bleiben, weil du jedes Mal, wenn du dein eigenes Leben wieder aufnimmst, Angst hast, dass er sich deswegen nun umbringt? Das ist doch auch kein Leben.

    Er ist dafür verantwortlich. Es ist sein Leben und damit kann er machen, was er möchte.

    Du sagst ihm, dass er nicht herkommen braucht, weil du ihn nass nicht sehen magst. Und wenn er dennoch fährt, wirst du ihm die Tür nicht öffnen.
    Nun ist es Zeit, dass du die Bedingungen stellst.
    Und eine ist, dass er endlich trocken werden soll. Wenn er dazu jetzt nicht bereit ist, dann wird das erst recht nichts, wenn du wieder auf ihn eingehst.

    Das ist alles super gelaufen!
    Und, du hast die Zügel in der Hand! Nun bist du aufgeklärt und reflektierst hier sehr gut und sachlich. Du bist dir um deiner Gefühle bewusst, kennst die Gefahren.

    Wenn du in diese Spirale nicht mehr möchtest, wirst du da auch nicht mehr reingeraten. Und das wird auch nicht passieren, weil du jedes Mal die Distanz eingehalten hast. Die Spirale hüpft ja nicht einfach so über dich und zieht dich runter, sondern du gerätst in ihre Nähe und wirst reingezogen. Aber diese Situation hast du echt gut umschifft.
    Ich würde mich da auch auf nichts mehr einlassen, bevor er nicht handfeste Pläne und Einweisungen in der Hand hält. Einweisung, Entzug, stationäre Therapie. Nachsorge.

    Ich stehe in der selben Situation wie du. Jedoch ist es nicht meine Schwester/mein Bruder, sondern meine Mutter, die sich zu Tode trinkt. Korsakow vermute ich auch schon und der Wasserbauch ist auch nicht mehr zu übersehen. Bei dem warmen Wetter nun habe ich auch überall blutige bzw verkrustete Stellen auf ihrer Haut gesehen- an Armen und Beinen.
    Nunja, ich habe im letzten Jahr sehr an mir gearbeitet, weil ich nach ein paar Gesprächen mit Ärzten und meinem Coach eingesehen habe, dass der Zug nun abgefahren ist und sie - es ist nur eine Frage der Zeit- sterben wird.

    Meine Erkenntnis:

    - Ich versuchte, für sie einzuspringen, weil ich merkte, dass sie für sich nicht kämpft. Den Kampf und die Erkenntis kann ich ihr jedoch nicht abnehmen. Ebenso wenig wie einen Entzug, den kann nur sie machen und ich nicht stellvertretend.
    - Eigentlich weiß sie auch um ihren Zustand. Aber sie hat sich bei der Entscheidung "kämpfen und vielleicht überleben oder weitertrinken und dann definitv sterben" für letzteres entschieden.
    - Diese Entscheidung ist ihr freier Wille und sie hat ein Recht darauf. Aber sie darf mich nicht zwingen, ihr bei dem Selbstmord auf Raten zuzugucken.

    Ich würde an deiner Stelle die Vorsorgevollmacht abgeben, da es dich zu sehr belastet. Angehörige haben da zu wenig emotionale Distanz und setzt keine Grenzen- eine externe Person könnte da viel eher durchgreifen. Außerdem ist es ja auch so, dass deine Schwester von ihrem Zustand ablenkt, indem sie so tut, als wäre sie noch ganz auf der Höhe. Alkoholiker sind da sehr einfallsreich, was Strategien und Manipulation betrifft. Meine Mutter bspw. kann sich nicht mehr richtig artikulieren. Wenn ihr irgendwas nicht mehr gefällt, bezeichnet sie es als "schei*e" oder "beschi**en". Wenn Ärzte nur solche Alkoholiker gewöhnt sind, ist klar, dass deine Schwester durch das Raster fällt, wenn sie bewusst eine gute Artikulation benutzt. Und wenn du ihre Rechnungen zahlst oder dich dafür einsetzt, dass ihr der Strom nicht abgedreht wird, ist klar, dass es nicht auffällt, dass sie so nicht mehr klar kommt. Ich schätze auch, dass die Ärzte diese Schilderungen von einem neutralen, distanzierteren Externen mehr Bedeutung zuweisen, als von einem Angehörigen, der schnell als zu fürsorglich und übertreibend bewertet werden kann, weil er sich natürlich mehr Sorgen macht.. Weil eben die emotionale Distanz fehlt.

    Denk mal an dich! Wir Angehörige neigen sehr schnell dazu, die Fürsorgerolle des Kranken zu übernehmen, wenn wir merken, dass er sich um sich selbst nicht mehr kümmert. Dabei vergessen wir uns selbst immer mehr. Irgendwann dreht sich alles um den Kranken, aber wir verlieren uns mehr.
    Was sind deine Ziele für dich selbst in der nächsten Zeit?
    Hast du Hobbies oder einen Urlaub geplant?

    Hey,
    ich meine, dass du das schon sehr gut gemacht hast.
    Ich kenne den Typen nicht und weiß nicht, wie er zu deinem XY steht.
    Ich weiß, dass ich vor ein paar Jahren aus einem Impuls heraus ("Jetzt ändere ich die Welt") meine Verwandtschaft eingeweiht habe. Ich war mir sicher, dass sie bescheid wussten und dachte, wenn ich dort anrufe, stehen sie mir zur Seite. Ich habe dann bei denen angerufen, die Mutter am nächsten standen. Völlig unvorbereitet, ohne weitere Argumentation zu durchdenken. Sie taten am Telefon so, als ob sie nichts wussten (Lüge bzw. Verdrängung, sie MÜSSEN davon gewusst haben) und schoben mir alle Schuld zu. Ich konnte mich dann noch ausschimpfen lassen- die haben alles komplett rumgedreht. Es ist schon gut, dass du mit ihm nicht unvorbereitet gesprochen hast. Du kannst dir nun in Ruhe überlegen, was du ihm wie sagst. Was dir wichtig wäre, wie du ihm verklickerst, dass du nicht mehr helfen kannst, dies nichts bringen würde und auch nicht deine Aufgabe ist. Anscheinend hat sein Freund ja noch das Bild vor Augen, dass dein XY arm dran ist und in dieser schwachen Zeit Beistand von einer starken Person wie dir braucht und sonst ohne dich unter geht. Die ganzen anderen Spielchen der Manipulation und Frust ablassen kann er aus seiner Perspektive ja gar nicht erahnen, sondern glaubt alles zu 100%, wie dein XY sich als Opfer darstellt.
    Wenn es dir wichtig ist, kannst du ihm ja auch einen Brief schreiben. Aber auf eine direkte Konfrontation mit beiden Männern würd ich mich jetzt nicht einlassen.

    Hey inbetween!

    Noch eine kleine Ergänzung, welche Botschaft du sendest, falls ihr zusammen zieht:
    "Es ist alles okay, ich bleibe bei dir, wie du bist.. Du musst dich nicht ändern, ich ziehe dennoch mit dir zusammen."

    Dann bleibt er in der für sich bequemeren Situation, der Alk zieht mit in deine neue Wohnung ein.. Warum es sich unbequem machen und den Weg eines neuen Entzugs gehen, wenn er bei dir auch weiterkommt, ohne etwas zu ändern?

    Ein Vorschlag, was die anderen betrifft: Dann sollen die den Tyrannen besuchen, wenn sie es schlimm finden, dass er am Sonntag alleine ist. Zieh dir den Schuh nicht an.
    Du rutschst in jedem Posting, was du hier verfasst, ins selbe Muster zurück. Er drückt jedes Mal wieder die Knöpfe und du springst und machst dich fast sogar strafbar. Er führt dich an der Nase rum und macht auf sterbenden Schwan und sobald er dich außer Reichweite wähnt, springt er wieder durchs Zimmer. Du bist bei ihm, machst dir Sorgen- er beschimpft dich wieder nur.
    Was sollen wir denn noch dazu schreiben?
    Lass ihn wüten- dafür wird er betreut. Du brauchst dir das nicht anzutun. Wenn du es allerdings nicht schaffst, emotionale Distanz aufzubauen, dann hilft das hier auch nicht, weil sich das Ganze jedes Mal aufs neue abzieht.
    Vielleicht wäre darüber nachzudenken, dass er dich selbst nicht mehr kontaktieren darf, sondern das Ganze über seinen Betreuer oder jemanden des Personals läuft, der dich nur dann anruft, wenn es wirklich notwendig ist- so kann er die Spielchen nicht mehr abziehen.

    Deine Einstellung, dass du ein Teenager bist und nicht seine Erziehungsberechtigte, finde ich gut! Die wird dir helfen, dich da zu befreien. Meist ist es ein langer Weg, überhaupt diese Einstellung zu erreichen.. Man wächst mit komischen und falschen Vorstellungen auf, die einem schon von den Erwachsenen eingetrichtert werden. Dann kommt noch ein Partner, der sich der gleichen Mittel bedient- und man kommt aus dem Gedankenkreis nicht raus. Aber du hast es schon geschafft- jetzt ist eben nur die Frage, wie du dich aus der Beziehung befreist.

    Ich finde es erschreckend, wie doll er immer noch Macht hat- du gibst ihm keine, aber er schafft es immer noch, dir in dein Leben zu schießen.

    Du solltest dich rechtlich gegen die Aktion mit der Wohnung wehren! Nicht nur Widerspruch gegen die Kündigung einlegen, sondern ihn noch wegen Verleumdung anzeigen. Das geht doch nicht, dass er dir dein ganzes Leben so zerschießt, was du seit Anfang des Jahres aufgebaut hat? Das ist doch schon Bösartigkeit, das ist das letzte! Wer weiß, zu was er noch fähig ist? Heute die Wohnung, morgen der Arbeitgeber? Lass dich da beraten! Wenn du dir finanziell keine Beratung leisten kannst, gibt es Möglichkeiten, wie du kostenlose Beratungen erhälst.

    Tascha, das ist schrecklich! Hast du eine Ausbildung gemacht? Lieber Himmel :(
    Was würde ich machen.. Hm. Kannst du irgendwo Bezugspersonen finden? Irgendjemanden, dem du vertraust? Notfalls kannst du zu einer Beratungsstelle gehen, bei der Caritas haben hier viele gute Erfahrungen gemacht. Ich denke, wichtig ist erstmal, dass du dir ein stabiles Umfeld suchst, dann fällt dir die Trennung leichter.

    @ Miriel, das sind seine Sachen. Du bist da nicht verantwortlich! Wenn ich richtig sauer wäre, würde ich sie wegwerfen. Ansonsten nimm einen Karton und stelle sie in den Keller oder einen Abstellraum, wenn du den Platz hast. Wenn er sie wiederhaben möchte, wird er sie holen. Oder du kannst sie dann vor deine Tür stellen.
    Nicht nachgeben! Du bist nicht verpflichtet. Er wirds dir auch nicht danken, sondern denken, dass du trotz Trennung und keinem Kontakt immer noch hinterherdackelst.

    Das mit den Freundschaften kenne ich auch nur zu gut.
    Ich habe auch festgestellt, in Freundschaften zu depressiven Menschen in eine Co-Abhängigkeit gelangt zu sein. Sie sind genau so, wie du die eine Freundin beschreibst- von einem Extrem geht's ins andere. Und alles wird an mir ausgelassen. Seitdem mir das klar geworden ist, habe ich mich auch nicht mehr gemeldet. Allerdings scheint es ihr momentan auch gut zu gehen, daher meldet sie sich nicht.

    Ja, das ist sehr bitter. Wirklich..
    Ich weiß, wie es ist, jahrelang zu bangen und Angst zu haben.. Und dann ist da dieser Lichtstrahl- den nimmt man sooo schnell an, klammert sich daran, baut alle Hoffnung darauf auf. Wenn er dann auch noch über 15 Wochen anhält, dann krallt man sich soo daran fest, vertraut wieder, denkt, dass alles überstanden ist.. Und dann sowas :( Mutter trinkt vor seinen Augen Bier, schwärmt eine Runde davon und Tage später trinkt er wieder und zack- ist alles wie vorher.
    Es ist normal, dass du nun ent-täuscht bist und Zeit brauchst, um dich zu ordnen. Was sagt denn deine Mutter dazu?

    Puh, dinha, fühl dich umarmt!

    Hat sich deine Mutter nichts dabei gedacht?
    Ich denke auch, dass es schon von deinem Vater kommen muss, den Alk zu entfernen. Wenn er das nicht schafft, wie soll dann erst die Abstinenz werden? Wer weiß, wo er sonst noch Vorräte hat, die du so nicht findest. Wenn es ihm wirklich ernst war, hätte er es selbst gemacht. Da kann man sich echt nicht auf andere verlassen.

    Zu deiner Mutter: vor seinen Augen zu trinken und ihm dann, kurz nach der Therapie, zu beschreiben, wie lecker so ein Radler doch ist- das ist doch verantwortungslos hoch 10? Tut mir leid, da wäre für mich nun der Ofen aus und das Mitleid für die Mutter vorbei.
    Es zehrt ja auch unheimlich an den Nerven- Bangen, bangen, bangen, bangen- dann kurz Hoffnung- und die ist sofort wieder zunichte.
    Hat sie sich denn kein bisschen informiert? Obwohl, das mit dem vor den Augen trinken sagt einem eigentlich schon der eigene Verstand.

    Wie ist denn dein Leben so? Arbeitest du (viel)? Hast du Hobbies? Ein paar Freunde? Nette Arbeitskollegen? Was würdest du gerne machen? Neue Hobbies, um andere kennenzulernen, oder warst du schonmal bei AlAnon?Darauf würde ich mich konzentrieren, mein eigenes Leben erstmal "einrichten", wie eine neue Wohnung. Und den Kontakt zu der Familie stark reduzieren bis einstellen.
    Du hast zwar nur die eine, ja. Ich auch. Aber sie tut dir nicht gut und da solltest du dich an erster Stelle sehen.

    Hallo 3b,

    ich schätze, wir haben die Situation schon so verstanden, wie du sie beschreibst. Aber aus Erfahrung interpretieren sie eben anders.

    Wenn du nun das Bedürfnis hast, dich vom Forum hier erstmal zurückzuziehen, darfst du das machen. Wir zwingen dich nicht, hier täglich reinzugucken.

    Wenn dir wieder danach ist und sie den letzten Abstinenzbeginn von vor 1,5 Wochen nicht durchzieht, meld dich einfach wieder.
    Wie gesagt, wir sind da wohl alle im selben Boot und nehmen dir das nicht übel.

    Viel Erfolg!

    Du hast schon richtig gehandelt, Topas!

    Er hätte Stullen mitnehmen können, wenn er sie sich selbst geschmiert hätte. Das wollte er anscheinend nicht ;)
    Mach dir keine Vorwürfe!

    Gibt es keine Möglichkeit, mit den Kollegen engeren Kontakt aufzubauen?

    Und ja, es ist absolut normal, nach der Arbeit einen Kaffee trinken zu wollen- sowas brauchst du dir von jemandem, der das Wochenende gammelnder Weise mit Alkohol verbracht hat, nicht anzuhören.

    Viele Grüße,

    Natalie
    (Die jetzt auch erstmal von der Arbeit kommt und lieber am PC sitzend und entspannend auf das Essen wartet, statt weiter für die Uni zu lernen ;) )

    Hm, ich bin selbst ein EKA und ich muss sagen, dass es mir immer sehr weh tut, wenn ich von Kindern in dieser Situation lese. Auch im Nachhinein ist es bei uns so gewesen, dass mein Vater zig Gründe gefunden hat, warum wir Kinder am anderen Elternteil hängen und warum er sich nicht trennen kann. Natürlich nur vorgeschoben.
    Mitlerweile hasse ich diesen Teil seiner Persönlichkeit.

    Was macht deine Gesundheit? Du sagtest, wegen derer wolltest du dich trennen? Bzw solltest du besser? Was ist mit der Gesundheit deiner Tochter? Da ist ja immerhin Prävention möglich. Mein Vater hat auch immer über seine körperlichen Beschwerden gejammert- um uns hat er sich nie Gedanken gemacht. Kinder sind ja in der Regel erstmal gesund. Nun sind mein Bruder und ich beide chronisch krank geworden; ein Mist, der uns beiden das Leben versaut. Toller Salat. Aber über uns wird jetzt nicht gejammert, weil er weiß, dass er es selbst zu verantworten hat.

    Zitat von Schmetterlingsfee


    Ich habe einige Bücher zum Thema Alkoholmissbrauch gelesen, das hat mir etwas weitergeholfen. Es ist gut den Feind zu kennen ;)

    Wenn ich recht gelesen habe, hast du das letztes Jahr schon getan?

    Zitat von Schmetterlingsfee


    Meine Tochter würde leider ihren Vater bevorzugen (so sind Töchter eben)

    Nein, so sind Töchter eigentlich nicht zwangsläufig. Aber Töchter von Suchtkranken, die meinen, sie müssten dem Vater helfen, weil er sich selbst nicht helfen kann. Deine Tochter merkt, dass Papa krank ist und hält daher zu ihm, genau wie du auch. Sie wurde immerhin schon in die Co-Abhängigkeit hineingeboren und hatte dich als Co-Abhängige als Vorbild. Lernen nach Modell.

    Zitat von Schmetterlingsfee


    und ich arbeite daran mich besser abzugrenzen und mir gutes zu tun. Morgen fahren wir in den gemeinsamen Urlaub.

    Das ist doch ein Widerspruch?
    Nunja, bedenke- wenn du schon Angst hast- wie geht es dann einem kleinen Kind, was eigentlich deinen Schutz braucht?

    Was wünschst du dir denn für deine Tochter? Das selbe Leben mit einem Alkoholiker, wie du es nun auch führst?

    Er weiß, was deine Co-Knöpfe sind und die hat er nun genutzt!
    Schau dir doch mal seine Gedanken und Aussagen an- die geben viel mehr preis, als er meint.
    Willst du mit jemandem zusammen sein, der dir schreibt:

    "aber er haette ja Verstaendnis dafuer, dass ich den Kontakt nicht mehr wollen wuerde usw. und ueberhaupt haette er ja eh in den letzten Tagen mit vielen anderen Leuten geredet und waer sich ueber einiges klar geworden"

    und

    "dass er das Problem woanders sieht und der Alkohol ueberhaupt garkein Problem ist"

    Er sieht gaaar nichts ein. Absolut nichts.