Beiträge von TwoTimes

    Hallo Marion,

    ich bin auch gespannt. Ich war vor ein paar Jahren zweimal beim Chor (Rock/Pop) schnuppern, aber der war mit zu klein (10 Teilnehmer). Da war nichts mit "in der letzten Reihe verstecken" und erstmal ankommen. Wir wurden eingeteilt und ich war dann schön mit einer Frau in einer Stimmlage und musste gleich richtig laut singen :shock:

    Deswegen, werde ich diesmal mit einem Instrument in einen Anfänger- Kurs gehen :wink:

    Hallo Margit,

    ja, ich bin ja auch viel allein mit mir unterwegs und genieße das sehr. Du hast so schön von Balance geschrieben. Genau darum gehts mir. Die wieder herzustellen. Kontakt mit anderen zu haben, dann wieder Kontakt mit mir. Sich wieder trauen, einen Menschen anzurufen, bei Kummer. Und auch wieder etwas geben können: Menschen einladen, für sie kochen, zusammen sein.

    Hallo Steffi und Frank,

    das Buch heißt: Wege finden aus der Einsamkeit (Baer)

    Es ist ein kleines, leises, annehmendes Buch. Das hat mir gut gefallen. Viele Ratgeber zum Thema Einsamkeit haben den Tenor: Zuerst lernen mit sich zu sein, dann mit anderen. Das hilft mir nicht. Da möchte ich antworten: Das kann ich. Und zwar so gut, dass ich im Zweifel immer mich wähle, wenn ich etwas möchte.
    Ich habe durch Lebensumstände und das Trinken verlernt, mit anderen zu sein, ansprechbar zu sein, offen zu sein.

    Liebe Grüße
    TT

    Guten Morgen,

    ich bin wieder ein Stück weitergekommen. Das Einsamkeitsbuch rät, davon abzukommen, immer mehr vom gleichen zu versuchen, wenn es nicht erfolgreich ist. Das fand ich einleuchtend. Und ich habe mich auch ertappt gefühlt. Typisch für mich ist, mir viele Hobbys zuzulegen, und dann zu sagen "Ich bin aktiv, ich gehe raus, ich mache doch ganz viel. Das stimmt. Alles Aktivitäten, für die ich niemand brauche. Ich brauch niemand. Das ist mein Satz. Er stimmt aber nicht. Ich brauche sehr wohl andere Menschen und ich vermisse sie auch.

    Also habe ich mir eine kleine "to do" Liste geschrieben. Eine Schnupperliste mit einem Sport-Angebot, einem Musikangebot, 2 SHG's. Die werde ich abarbeiten unter dem Aspekt "erstmal anschauen, mehr nicht". Allen Aktivitäten ist gleich, dass man sie eben nicht allein machen kann.

    In der Abstinenz gehts mir täglich besser. Ich merke, dass ohne Alkohol alles leichter ist. Auf jeder Sektfalsche, die ich getrunken habe, stand "Du brauchst mich". Das ist noch so eine Lüge. Das stimmt nicht. Wahr ist, ich brauche vieles, aber ganz sicher keine Alkohol. Gefühl dazu: Positiv!

    Liebe Grüße
    TT

    Hallo Kleiner Kolibri,

    nach wie vor lese ich gern bei dir. Die Idee mit dem Windspielgarten fand ich ganz toll. Sollte ich mal in den Genuß eines eigenen Gartens kommen, werde ich das auch machen. Das muss wunderschön sein.

    Bin gespannt, wie es bei dir weitergeht.

    Liebe Grüße TT

    Hallo Steffi,

    schön, dass du den Weg hierher gefunden hast.

    Bei mir war es ähnlich: Zum Schluss nahezu nur noch allein getrunken, die Wohnung mehr und mehr als Gefängniszelle empfunden und mich als Insasse darin.

    Die Frage "Wozu tust du dir das an?" wurde immer drängender.

    Ich wünsche dir guten Austausch,

    Liebe Grüße
    TT

    Hallo Frank, Marion und Margit,

    vielen Dank für euer Feedback. Es hilft mir. Es macht mir Mut. Etwas in meinem Denken verändert sich. So eine Art Gedankenanstoss, die Dinge (und mich) etwas positiver zu sehen. Danke!!

    Ich habe heute mit einem Buch begonnen, das sich mit Einsamkeit beschäftigt. Es scheint gut zu sein, denn mit ein paar kleinen Übungen, mit Stift und Papier, war ich tatsächlich an den ja erst in den letzten 5 Jahren entstandenen Gründen meiner zunehmenden Isolation.

    Durch den Jobwechsel neben dem Homeoffice zurück in ein kollegiales Umfeld werde ich wieder Arbeitskolleginnen haben. Darauf freue ich mich sehr.

    Ansonsten schweben in meinem Kopf Begriffe wie Vereinsleben und dergleichen. Das wäre bestimmt gut für mich. Nur ist das noch eine sehr abstrakte Idee. Interessen habe ich viele. Aber noch keine Idee, in was ich mich einbinden möchte.

    Der partnerschaftliche Bereich taucht natürlich auch immer wieder in meinen Gedanken auf. Ich schiebe ihn wieder zurück, weil ich erst die anderen Bereiche strukurieren möchte. Erfahrungsgemäß ist Partnerschaft für mich auch immer mit Stress verbunden. Ein Mann um die 40 wird in keiner Hinsicht ein unbeschriebenes Blatt sein. Ich bin noch zu instabil. Also das andere zuerst.

    Soweit, ich wünsche allen ein schönes Wochenende,
    Liebe Grüße TT :D

    Hallo Margit, Matthias und Frank, hallo Forum,


    Frank, vielen Dank für dein Kompliment.

    Mich beschäftigt die Frage, aus welchen Gründen dieses Thema, also meine Introvertiertheit so sehr mit der beginnenden Abstinenz verknüpft ist. Ich schreibe und rede sonst nie darüber, nicht im Internet, nicht im realen Leben. Ausschließlich hier. Das ist schon beachtenswert für mich.

    Abstinenz bedeutet ja letztlich:Keinen Rückzugsort in künstliche Welten mehr haben. Vielleicht deshalb.

    Seit ich mit 3 Jahren auf andere Menschen außerhalb meiner Familie getroffen bin, falle ich damit negativ auf. In der Schule bekam ich für mündliche Mitarbeit regelmäßig ein "ausreichend". Ich war zu langsam. Immer. Während ich über meine Antwort nachdachte, hatte ein anderes Kind längst die Antwort in die Klasse gerufen, da war ich noch lange nicht soweit mich überhaupt zu melden. Meine schriftlichen Noten waren sehr gut bis gut und so setzten sich meine Zeugnisnoten zusammen. Manche Lehrerinnen verstanden mich, und so war am Ende "immer gut".

    "Es", also mein Handicap hat nichts in meinem Leben verhindert. Ich habe damit studiert, Vorstellungsgespräche erfolgreich gemeistert. Aber: Auf 4 erfolgreiche Vorstellungsgespräche kommen 30 abgesagte, 20 mal kurz vor der Tür umgedreht, 10 mal so aufgeregt und in kurzen Sätzen gesprochen, dass es einfach für alle Beteiligten eine Qual war.

    Und dann taucht das "Warum" auf. Warum tue ich mir das an? Warum konnte ich nicht einfach einen Handwerksberuf lernen, dabei bleiben und bis zur Rente meine Ruhe haben.

    Und was hat das alles mit "jetzt und heute" zu tun? Wenn ich nachher in eine Straßenbahn steige, gibt es einen Moment der Konzentration "Sprich laut und deutlich aus, welche Fahrkarte du möchtest"
    Sage ich mir das vorher nicht, bekomme ich entweder die falsche Karte oder der Fahrer wird ungeduldig, weil er mich nicht verstanden hat.

    Und es gibt keinen Lerneffekt. Das ist es wohl. Meine Natur ist leise. Jeden Morgen aufs Neue ist wieder alles auf Zero gestellt.

    LG
    TT

    Hallo Matthias, hallo an alle..

    Danke!

    Es ist wirklich sehr bescheiden, was ich bisher zustande gebracht habe, um zu meiner Nüchternheit zu stehen. Gestern wieder ein Versuch. Immerhin. Ich bekomme Worte heraus. Ich bin verbal wirklich schwach. Ich werde schnell überhört. Aber: Einfach weiter.

    Heute bin ich 2 Monate trocken.

    Da das Wetter so schön ist, sind wir viel draußen. Ich habe begonnen, Menschen zu beobachten, die nüchtern sind. Erst sind mir die aufgefallen, die mit ihren Flaschen an den See und in den Park kommen und dort trinken. Aber das kenne ich ja schon. Also habe ich einen Filter über meine Wahrnehmung laufen lassen: Alle, die nicht trinken. Was tun sie? Gefällt mir das? Was will ich davon auch? Das macht mir Spaß. Ich habe jetzt schön lange frei und werde heute damit weitermachen.

    Gestern eine sehr gute Nachricht: Meine Jobsache ist nun ganz erledigt. Es ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Dann: Verlangen. Das war mir klar, dass das so kommt. Erfolg=Anstossen. Die Autobahn in meinem Kopf ist 6-spurig und gut ausgebaut. Ich war darauf vorbereitet. Nach einer Jogging-Einheit und einem Teller Nudeln war es wieder gut. Dankenswerterweise ist die Freude, wenn auch abgeschwächt, bei mir geblieben, eben ein wenig leiser.

    Sonnige Tage wünscht
    TT

    Guten Morgen Linde, Guten Morgen Wacholderfrau,

    ich habe eure Worte wirken lassen und nochmal darüber nachgedacht.

    Ich flüchte im Moment vor den Bedürfnissen der anderen und bin auf der Suche nach meinen.
    Ja, so passt es.
    Ich flüchte nicht vor dem Lärm von Maschinen, sondern vor den Wünschen, dem Wollen, dem Lautsein anderer Menschen.

    Es geht sehr schnell, dass ich mich in dem Wollen eines anderen verliere. Es gibt einen roten Faden in meinem Leben, dem ich folge. Da weiß ich genau, was ich will. Aber bei den kleinen Dingen, den Zwischentönen, habe ich das Gefühl, dass ich viel zu oft "Ach, ist jetzt egal" gesagt habe. Viel zu oft. Meine Bedürfnisse sind da, aber nicht so greifbar. Eher wie ein Schwarm Vögel oder Schmetterlinge. Mal setzt sich das eine, fliegt wieder auf, dann das andere. Leicht aufzuscheuchen, leicht zu vertreiben.

    Euch einen schönen Wochenstart,
    TT

    Hallo Linde,

    das "eigentlich" bezieht sich darauf, dass ich für heute, für den Moment alles für mich getan habe, um es mir schön zu machen. Aber darunter ist so ein Grundton - also hätte man mich vor 5 Jahren gefragt, ob ich mit dem Großstadtleben zufrieden bin, hätte ich aus vollem Herzen "Ja" gesagt. Aber inzwischen, würde ich mit einem "Ich weiß es nicht" antworten. Und auch das aus vollem Herzen. Ich weiß es nicht mehr. Meine Lebensumstände haben sich geändert. Und das Abtasten auf etwas Neues: Dorf, Kleinstadt, Stadtrand, Vorort bringt nichts Erkenntnisreiches hervor.

    Ich fühle mich ziemlich oft nicht mehr wohl..oder die Suche nach Wohlfühlorten wird anstrengend. Sehr oft finde ich mich am Rand von etwas wieder: Am Rand einer Kinositzreihe, im Schwimmbad am Stadtrand, am äußersten Tisch eines Restaurants, zu den Randzeiten im Fitnessstudio. Immer auf der Suche nach Ruhe. Früher war das ganz anders. Gut, ich bin Mitte 30 und nicht mehr Mitte 20 und wahr ist: Ich weiß nicht mehr, ob es eine Phase ist, ob die Reise weitergehen soll, und falls ja, wohin.

    Lg TT

    Hallo ohnerausch,

    ja, danke, ich hatte gestern noch einen schönen Abend. Alles gut.

    Heute wollte ich schwimmen gehen, bzw. fahren. Mit dem Rad. Dann stand ich auf dem Parkplatz vom Hallenbad. Brechend voll. Nein, danke. Dann bin ich ins nächste Freibad geradelt. Eine Gruppe Jungen auf dem Weg zum Eingang. Die sich nur in Discolautstärke unterhalten konnten, jedes zweite Wort "Alter, ey" dazwischen Austausch von gegenseitigen Beleidigungen. Ich hätte es eine Stunde im Becken mit ihnen nicht ausgehalten.

    Dann bin ich ins Waldbad gefahren. Da wars perfekt. Gut, dass Wasser war eiskalt, aber dafür hatte ich meinen Frieden. Und eine zweistündige Radtour.
    Jetzt gehe ich heiß baden, und bin...eigentlich ganz zufrieden :wink:

    Viele Grüße
    TT

    Hi!

    Ich hatte heute eine Bewährungsprobe..völlig aus dem Nichts heraus. Es ist möglich, plötzlich mitten am Nachmittag in eine Gruppe alkoholisierter Menschen zu geraten und genötigt zu werden, mit ihnen zu trinken. Eine Feier. In den Weg springen..und ich bin tatsächlich am Ärmel festgehalten worden. Party, Party..kreisch...usw. Und habe dann ein wenig unkonventionell reagiert..und ganz friedlich. Und war raus. Das Ganze völlig intuitiv. Gefühl jetzt: Sehr Gestärkt. Stolz. Gibt Punkte für mich.

    Aber auch: Das Leben ist außer Konkurrenz. Es stellt keine Fragen. Ich bin keine 2 Monate trocken, wie oft habe ich bisher in direkter Konfrontation mit Fremden "Nein danke, ich trinke nicht gesagt? Einmal?" Und dann gleich Leute, die total betrunken sind und ein "nein" einfach weggrölen. Na bravo.

    Lg TT

    Hallo,

    heute habe ich meinen Notfallkoffer gefunden. Oder..er mich. In der Suchtfibel wird eine Abstinenz-Card empfohlen. Mir gefiel das dahinter stehende Prinzip, aber das schien völlig kraftlos für mich. Also habe ich es ruhen lassen und heute war es plötzlich da. Ich wusste auf einmal, was ich brauche, was dafür nötig ist und..es ist fertig.

    Ich bin glücklich, dass ich warten konnte. Das ich keinen Kampf daraus gemacht habe. Das es von selbst zu mir gekommen ist. Jetzt ist es um so mehr nicht nur Schutz, sondern auch ein Symbol für Zuversicht.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

    Lg TT

    Hallo Forum,

    Anspannung ist das Gefühl meiner Woche. Ich stelle beruflich die Weichen neu, das macht mich ängstlich.

    Außen...ich bekomme jetzt sehr deutlich positives Feedback auf mein Äußeres. Gewicht verloren, Muskeln aufgebaut, Haare glänzen. " Toll siehst du aus" sagt, wer mich einige Wochen nicht mehr gesehen hat.
    Ja. Ich glaube das ich mich über die Komplimente freue, aber die Anspannung liegt darüber wie eine Decke.

    Innen...heute ist etwas ganz ganz Tolles passiert. Ich konnte an einem für mich wichtigen Gespräch teilnehmen, ohne es zwischen den Zeilen nach versteckten Angriffen abzutasten. Stattdessen behielt ich meinen Gesprächsfaden und konnte meine Meinung äußern und hatte das Gefühl Herz und Verstand fließen zusammen. Das war wirklich bemerkenswert schön zu erkennen, dass die Fähigkeit wieder zurückkehrt.

    In meinen Tagebuch habe ich die "Briefe an mich" begonnen. Briefe, in denen es um verzeihen, um Verzeihung bitten geht. Es fällt mir schwer, Enttäuschung, Wut und Scham loszulassen. Aber dennoch, es löst sich nach dem Schreiben etwas. Stück für Stück.

    Lg TT

    Hallo Margit,

    ich wünsche dir alles Gute und das du gut für dich sorgst.

    Zum Thema Ausschenken: Manchmal gibts ja in Fußballstadien Alkohol-Verbote. Daran teil zu haben war für mich (obwohl noch nass) neben dem Spiel ein tolles Erlebnis. Ein gutes Gefühl. Sicherer.

    Es ist so ein Gedanke in einem, das Alkohol überall dazu gehören muss. Als würde auf jeder Flasche stehen "Ohne mich kein Spaß". Sogar auf Festen, die eigentlich für Kinder gedacht sind, wird für die Großen Alkohol ausgeschenkt. Wieso ist das so? Warum hinterfragt keiner mehr?

    Ich würde mich über eine Veranstaltung mit einer Frucktcocktailbar sehr freuen. Ich wäre überrascht, würde denken, dass ich bestimmt wieder kommen würde und vielleicht würde ich dem ausschenkenden Menschen sogar sagen, dass ich das gut finde. Aber bestimmt noch nicht, aus welchem Grund. Da wäre dann wieder meine heutige Grenze des mir möglichen erreicht.

    Lg TT

    Hallo Bruce!

    Mein Tiefpunkt heißt Scham. Ich habe mich soviel geschämt, dass es eine Zeit gab, in der ich dachte, dass ich eine Entscheidung treffen will. Entweder ich steige aus der Sache aus, oder ich fahre konsequent nach unten. Dann habe ich mich hingesetzt und einen Weg weiter gedacht, dann den anderen. Mit allem was dazu gehört. Zu beiden Wegen hat das sich öffnen nach außen gehört. Also das Ende der Scham.
    Dann kann ich auch leben, dachte ich mir. Will ich ja sowieso viel lieber.

    Das Schämen beinhaltet viele Momente, ähnlich einer Dia-Show. Ein Bild, eine Szene, ein Moment "Klick", dann das nächste Dia. Wieder ein Moment, in dem mein Gesicht fast den Boden berührt. Auf der Arbeit, mit einem Freund, allein. Es gibt keinen einzigen Moment, den ich im Nachhinein als schlimmer bewerten kann, als den anderen. Sowohl nüchtern, aber ohne Gefühl für meinen Wert auf der Straße herumzuschleichen, eine Schande für mich selbst, als auch angetrunken etwas zu sagen, was ich besser für mich behalten hätte. Voller Angst aufzuwachen und einen Kater zu haben, wie auch an der Kasse zu stehen und den nächsten Alkohol zu kaufen und mir vorzubeten, dass alles normal ist. Es war einfach schrecklich.

    Lg TT

    Hallo Frank!

    Ja, das ist sowohl spannend, als auch mit Spannungen verbunden. Machst du dir Gedanken, ob es das Richtige für dich ist?

    Ich habe mich für etwas anderes entschieden, aufgrund der Arbeitszeiten. Hab' hier zu Hause noch einen Job. Ich bin froh, dass es jetzt einen Schritt weiter geht. Ich merke auch, dass es wichtig für mich ist, ganz klar zu sagen "Bis hierhin und nicht weiter" und "das kann ich noch leisten, das nicht mehr"

    Lg TT

    Hallo Uwe,

    ja, ich denke, ich weiß was du meinst. Und das stimmt für mich auch. Tränen sind aber auch schön. Ich weine gern.

    Nach Garantien suche nicht, nach Heilung auch nicht...aber nach Tipps, Ideen, Anregungen..und die Bücher sind voll davon. Manche mehr, manche weniger. Ich mag es praxisnah, leicht umsetzbar und für sich selbst nachprüfbar.

    Und...ich habe einen Jobwechsel eingeleitet. Und ich habe ein "Ja". Ich freue mich.

    Lg TT

    Hallo Marion,

    ich schau mir das mal an. Neulich hatte ich ein Buch gelesen, das handelte von Introvertiertheit.
    Darin habe ich mich wieder gefunden. Es gab auch einen Test und ich hatte mehr Punkte als es mir lieb war und musste auch ganz viel weinen. Es gab' einen Abschnitt zum Umgang mit anderen Menschen, Umgang mit Teambesprechungen (ein Alptraum für mich) und zu diesem Energieverlust zu dem es leider kommt, wenn man mit anderen zusammen ist, auch wenn man den anderen Menschen mag und schätzt.

    Das ist ein Arbeitsbuch, dass einem helfen soll, besser zurecht zu kommen. Bei mir ist es nun so, dass ich gern mit anderen zusammen sein will. Also da habe ich mich dann nicht wieder gefunden. Es liest sich so, als wären Introvertierte sich selbst genug. Das geht mir anders.

    OF' s Geschichte war da irgendwie treffend. Ich musste lachen und habe mich gefragt, ob Mönche auch Frauen neben sich schweigen lassen :wink:

    Eine Gruppe hier in der Nähe wäre perfekt.
    Danke dir für den Tipp!!
    Lg

    Der Punkt ist, dass irgendwann da meine Trinkerei angefangen hat.
    Zum Beispiel gehe ich gern ins Kino. Also bin ich mit 5 netten Menschen ins Kino gegangen. Danach waren wir in einem Lokal. Um über den Film zu reden. Und da habe ich gemerkt, dass ich anders bin. Ich habe nichts mehr zu einem guten oder schlechten Film zu sagen, als "War schön" oder "hat mir nichts gegeben. Die anderen wollten mehr hören. Über Schaupielleistung, Kameraführung usw. Mir war das alles zuviel. Ich wollte mich von innen bewegen lassen und dann kam der Alk ins Spiel. Als Spannungslöser. So konnte ich wenigstens bleiben. Ich habe gedacht, dass ich den Unterschied zwischen mir und den anderen nicht ertrage. Damals war ich viel jünger, ich dachte ich bin falsch. Ich konnte weder etwas zum Gespräch beitragen, noch mich von innen wegtragen lassen. Dafür waren zuviel Worte, Wünsche im Raum.

    Geendet ist die Sache so, dass ich jetzt fast nur noch allein ins Kino gehe.

    Und dafür gibts ganz viele Beispiele: Gemeinsames essen, Teamsitzungen usw. Ich weiß, dass ich für arrogant und verschlossen gehalten werde, aber ich kann nicht aus meiner Haut. Will ich auch gar nicht. Ich will aber auch nicht total vereinsamen. Ist ja schon fast so. Es müsste noch so 4 Menschen geben, in meinem Leben, die mit mir am Leben teilhaben und mit mir schweigend genießen. Zumindest das die Freizeit schön ist.

    So jetzt bin ich aber weg.....bin schon wieder ganz durcheinander :). Danke fürs zuhören.
    Lg