Beiträge von TwoTimes

    Hallo Matthias,

    ich will ich mich vor fast allem verstecken. Es ist mir vieles zu laut, zu offen, zu aggressiv. Viele Menschen stressen mich. Ich will nicht angesehen, nicht angestarrt werden, nichts darstellen, nichts werden. Und nicht sprechen. Ich wünsche mir, dass ich nicht sprechen muss, um verstanden zu werden. Oder nur wenig. Schreiben geht, schreiben ist still. Das mag ich.

    Mit meinem wirklichen Leben hat das nichts zu tun. Ich lebe in einer Großstadt. Ich kann da draußen gar nichts machen ohne gesehen zu werden. Und es auch immer laut. Im Wald und im Park geht das. Mit Musik auf den Ohren gehts auch. Musik will nichts von mir.

    Ich fange dann an zu träumen. Zum Beispiel das ich in einem Archiv arbeiten könnte, in irgendwelchen Kellern eines steinalten Gebäudes oder nur umgeben von Büchern und einem einzigen schrulligen Arbeitskollegen, der den ganz Tag nur drei Sätze sagt und der mich trotzdem versteht, auch wenn ich auch nur drei Sätze sage.

    Mit meinem wirklichen Beruf hat das absolut gar nichts zu tun.

    Und so bin ich eben sehr oft und sehr viel auf Klettertour. Ab in mich rein. Dicht machen, zu machen. Schotten dicht. In Bücher kriechen, in meine Wohnung, in die Wanne, in die Sauna. Ich bin auch fast nur ganz früh morgens im Fitnessstudio. Bei Kursen usw. Weil da keiner ist. Oder kaum jemand.

    Dann überlege ich aufs Dorf zu ziehen. Weg von allem. Aber eigentlich fehlt mir da alles. Ich mag Sport, Gesellschaft. Total gern. Nur habe ich halt nichts an Unterhaltungswert zu geben. Und bin von Menschen mit Wünschen und Forderungen an meine Darstellungskraft und an mich komplett überfordert. Ich bin einfach da und brauche ganz viel Ruhe.

    Danke fürs Kraftpäckl :wink:
    TT

    Hallo...

    Am Freitag war ich bei einem Termin. Das Ganze war schwierig. Nicht wegen dem Kurs..der war okay, ich habe mich wohl gefühlt und ich war sogar bei der Sache. Ich bin froh, da gewesen zu sein. Es war abends noch ausreichend Zeit, für mich, zum Entspannen, zum zu Hause sein. Mir ist dieses Verstecken vor dem Leben zuviel. Und auch zu gefährlich. Es führt zu keiner Befriedigung, sondern zu immer noch tieferem Klettern in mich rein. Und am Ende der Leiter ist der Alkohol ganz nah.

    Schon auf dem Hinweg war ich in Aufruhr. Wie in einem Sturm aus Wüstensand habe ich mich gefühlt. "Ich will drin bleiben" "Ich will kein normales Leben" Wut. Und Angst. Wie ein Tanz aus feinen Sandkörnern um mich herum.

    Das war kein Alkoholverlangen, es ging nicht in erster Linie darum. Sondern zu Hause zu sein. Abends. Mich verstecken. So als wäre das gerade noch so in Ordnung. Nicht zu trinken, Wäsche zu bügeln und dann ins Bett zu gehen.
    Aber nachmittags und abends am Leben teilnehmen..rausgehen, etwas Neues lernen, sich einlassen? Das hat da, wo sowieso schon alles weh tut, Wut ausgelöst.

    Vielleicht fällt es mir einfach sehr schwer, mir zu verzeihen. Das ich angefangen habe, mir ein Leben um den Alkohol herum zu bauen.

    Und auch die Dinge, die sagte unter Alkoholeinfluß. Ich wünschte ich könnte zurückgehen zu manchen Momenten in meinem Leben, mir eine Hand auf die Schulter legen und sagen: Sag' jetzt nichts. Nicht jetzt. Nicht das. Geh' einfach. Und trink nicht mehr. Aber das geht leider nicht.

    Der Samstag verlief ruhig, wir waren in der Stadt, ich habe mir ein Kleid in Herbstfarbe gekauft, ein Eis gegessen, wir waren im Wald spazieren.

    Tatsächlich hat das Wetter gehalten. Zu meiner großen Freude.

    Die nächste Woche ist beruflich wichtig für mich. Ich fühle mich angespannt deswegen. Ich werde nachher eine Runde laufen gehen.

    Lg TT

    Hallo OF,

    warum auch immer du nichts geschrieben hast, jetzt bis du ja wieder da, worüber ich mich sehr freue :wink:

    Ja, das Wochenende steht wieder vor der Tür. Ich habe mich darauf gefreut, jetzt wird alles ins Wasser fallen. Das Sommerfest, der Trödelmarkt. Überall wo ich heute war, sind die Menschen traurig oder wütend oder frustriert. Nur die Kinder nicht. Die haben noch Sonne im Herzen. Es ist nicht schön, wenn es nur noch regnet. Es ist nicht so, dass ich mich verkrieche bei schlechtem Wetter, im Gegenteil... aber Frühling, Sommer und der frühe Herbst sind so schöne Jahreszeiten. Gerade für das Leichte und Beschwingte...so dass man raus kann ohne eine Armada von Dingen, Schirmen, Capes...wo sind die Gummistiefel..warum ist der Schirm kaputt...wo liegt die Regenjacke...schade, das es jetzt so ist.

    Heute habe ich noch einen Termin, zu dem ich gehen werde, weil ich nicht mehr trinke. Es ist freiwillig, aber innerlich nicht ganz ohne etwas ängstlich zu sein. Wäre der Sekt noch da, hätte ich mich heute stattdessen in der Flasche versteckt. Es ist etwas Neues. Habe meistens Schwellenangst. Wenn ich drüber bin, ist es, als wäre sie nie da gewesen.

    In der Suchtfibel gibts einen Cartoon dazu. Wie ein kleines Männchen in einer Flasche eingesperrt ist. Vielleicht kopiere ich das Bild und klebe es zum Tag.

    Ich habe ein neues Tagebuch gekauft. Es sieht aus wie ein Zauberbuch...im orientalischen Stil.

    Eine schönes Wochenende
    und LG TT

    Hallo Wacholderfrau,

    Zum Thema Angst kann ich sagen, dass ich auch Angst habe. Normalerweise nehme ich mir etwas vor und ziehe es durch. Oder ich denke mir nach allen Abwägungen "das Vorhaben ist zu schwierig" und lasse es bleiben.

    Das Thema "alkoholsüchtig sein" und "abstinent leben wollen" ist anders. Ich fühle mich voll gefordert. Und es gibt kein Netz und keinen doppelten Boden. Es gibt nur mich und mein ganz eigenes Leben.

    Mir hilft es "Nur heute" zu denken, wenn die Angst sehr groß wird. Das hat mich bis jetzt immer beruhigt. Ein Tag lässt sich überschauen und einfach leben.

    Wünsch dir guten Austausch,
    Lg TT

    Hallo!

    Gestern und heute bin ich komplett verlangenlos geblieben. Zuerst wunderte ich mich darüber, denn ich bin heute aufgrund des Wetters körperlich nicht fit.

    Kurz darüber nachsinniert würde ich meine psychische Stabilität auf den Montag, der in jeder Hinsicht gut für mich war und ich auch gut zu mir war...zurückführen. So zu denken, also langfristiger als bisher gewohnt ist gar nicht (mehr) so leicht. Dass etwas, dass ich vor einigen Tagen Gutes für mich tat, im Jetzt Stabilität zur Folge hat.
    Eigentlich normal und logisch, sollte man meinen. Aber die Art zu denken ist wohl durch die Suchtgedanken verdrängt worden oder in den Hintergrund getreten.

    Lg TT

    Hallo ohnerausch,

    es liest sich gut, was du von deinen Erkenntnissen schreibst.

    Die Befürchtung, auf der Arbeit aufzufallen, kenne ich von mir auch. Ich konnte mich oft schlecht konzentrieren, weil ich mich im Gespräch fürchtete, mich fragte, ob mein Konsum vom Vorabend entdeckt wird. So habe ich mich zurückgezogen, wurde schweigsamer, verschlossener...zumindest das ist in jedem Fall aufgefallen.

    Ich wünsch dir guten Austausch,

    lg TT

    Hallo schnuffig!

    Danke!
    Die Wochenaufgabe ist schon erledigt, spontan und hat sich gelohnt. War ein nettes Treffen.

    Naja, also eigentlich bin ich Beziehungsmensch. Aber wenn ich allein lebe (was noch nicht oft vorgekommen ist) bin ich anders mit mir. Das Rauchen habe ich auch in einer Single-Phase aufgegeben. Ich sorge dann für mich. Wenn ich einen Partner habe, neige ich wohl dazu, dass zu delegieren. Das schleicht sich so ein. Also ich sorge für mich, wenn ich muss. Wenn es kein anderer machen will. Das reicht mir nicht mehr , deswegen will ich diesmal warten, mit dem öffnen für jemand Neues bis ich das als "Das ist mein Job" verinnerlicht habe, kombiniert mit "Mache ich gern" und "Gebe ich nicht mehr her"

    Außerdem musste man mir schon sehr nahe kommen um zu merken, dass ich einen "heimlichen Liebhaber" (den Alk) hatte und das man mit mir in einer Beziehung zu dritt war. Und das wissen von mir eben nur die wenigen Männer, die mir sehr nah waren. In dem Bereich habe ich eben auch wirklich Alkoholbedingte Fehler gemacht. Und habe ein paar Erlebnisse vor Augen für dich ich mich schäme. Da möchte ich erstmal gründlich aufräumen.

    LgTT

    Hallo,

    heute hatte ich einen Termin. Er verlief positiv. Hinterher fühlte ich mich stolz, erleichtert und beruhigt. Ich freute mich intensiv auf meine Zukunft. Und wieder: Kurzes Alkoholverlangen, dass sich anfühlt wie "Ich fühle Freude=Jetzt trinken wir wieder, oder?"

    Ich war dann eine Runde schwimmen und bin dabei zu dem Schluss gekommen, das es anscheinend ab einer gewissen Gefühlsstärke, gleichgültig, ob positiv oder negativ zur einer Art Kurzverlangen bei mir kommt. Also aus der Emotion heraus meldet sich das Suchtgedächtnis. Anscheinend braucht es viele alkoholfreie neue Erfahrungen und Verhaltensweisen, um die alten Muster in den Hintergrund treten zu lassen. Ähnlich war es auch beim Rauchen, daran erinnere ich mich noch. Nur ist es diesmal stärker und hartnäckiger.

    Habe mir einen Film über das Thema "Alkoholentzug" angesehen. Dort wurde eine SHG gezeigt, die mich irgendwie ermutigt hat, es in der Zukunft einmal mit einer realen zu versuchen. Da nur 5 oder 6 Teilnehmer anwesend waren, sah es gar nicht so beängstigend aus. In meiner Vorstellung sitzen 20 Menschen im Kreis. Ich mag es gar nicht, vor vielen Menschen zu sprechen. Fünf oder weniger würde ich sehr gut finden. Vorstellbar.

    Lg TT

    Hallo Dennis,

    ich mache es so, dass ich gern vormittags oder in der Mittagszeit ausgehe. Da trinkt kaum jemand Alkohol und wenn, ist es überall so ruhig und leer, dass ich mich super wegsetzen kann. Ich mag das Bad in der Menge aber sowieso nicht so gern uns mag es auch nicht,wenn andere Leute nah an mir stehen oder man sich gegenseitig eng an eng auf den Teller oder ins Glas sieht.

    Ich fühle mich zum Beispiel von Prospekten sehr belästigt. Neulich habe ich mich über ein Werbeangebot für frischen Fisch so geärgert, da in der Mitte des Prospekts eine übergroße Flasche Weißwein abgebildet war. Da habe ich mir gedacht, dass ich mir dann eben erstmal keine mehr anschaue. Der Nutzen wiegt den Ärger nicht auf.

    Lg TT

    Guten Morgen,

    nach einigen ruhigen Tagen habe ich nun wieder zwei hinter mir, die von Verlangen gekennzeichnet waren.

    Die Situationen waren ähnlich. Jeweils Übergangssituationen von einem netten Besuch bei Freunden zurück nach Hause. Dieser Weg löst Verlangen aus. Der Gedanke: "Früher hast du uns jetzt Alkohol gekauft." Das stimmt. Genau das habe ich getan. Ich habe auch ein wenig den Eindruck, dass ich Abschiedsschmerz spüre, vermutlich weil mir Gesellschaft oft fehlt und ich sie somit sehr genieße und mich dann wohl nicht so recht trennen mag.

    Dann sage ich mir wie ich vorhabe, den Abend zu gestalten und das Verlangen ist weg.
    Das Thema Einsamkeit zu bearbeiten, würde sich hinsichtlich des Verlangens sicher lohnen.
    Ich bin mir nur nicht im Klaren darüber, ob meine Kontaktwünsche sich so von mir umsetzen lassen. Ich bin gern allein und traue mich auch viel allein. Vom allein Reisen, über Kino bis zum Restaurantbesuch mache ich alles. Das macht mir keine Schwierigkeiten.

    Aber ob ich mich traue, auf andere Menschen zuzugehen, das wird sich noch rausstellen. Ich bin eher so, dass ich andere auf mich zukommen lasse. Von Kindheit an. Vielleicht ist es auch normal, viel allein und anonym zu leben. Oder ich bin zu passiv. Oder zu schüchtern. Oder beides.

    Ich denke, meine Wochenaufgabe wird sein, auf eine meiner neuen Bekanntschaften zuzugehen und eine Verabredung vorzuschlagen. Dann habe ich zumindest das Gefühl, in der Richtung für mich zu sorgen.

    Das Tagebuch nimmt Gestalt an. Ich hab mir dieses Wochenende dafür mehr Zeit genommen, Eintrittskarten aus den ersten nüchternen Wochen eingeklebt, Diagramme aus der Suchtfibel kopiert, die mich angesprochen haben und viel geschrieben.

    Viele Grüße TT

    Hallo OF

    Ja, den Satz habe ich mir gemerkt. Er ist für mich im Moment wichtig, da für mich der Aspekt der "Unschuld und Naivität" verführerisch ist. Wenn mir jemand (Arzt, Autoritätsperson, ehemalige Erziehungsberechtigte) Absolution erteilen wollen a la "Du doch nicht" "Mach dir keine Sorgen" Du trinkst nicht zuviel" hatte ich bis vor kurzem die Neigung, instabil zu werden, obwohl ich meine eigene Wahrheit kenne und sie höre. Allerdings folge ich ihr erst ein kurzes Stück.

    Zum Yoga: Ich kein Heilung darin. Das ist ein sportorientierter Kurs. Also der spirituelle Anspruch ist für mich eher weniger im Fokus.
    Mir geht es um die Atemtechnik, der ich mich ganz vorsichtig nähere. Ich bin Flachatmer und neige bei Sorgen zum Luft anhalten, ohne es zu merken.
    Auch beim Gerätetraining atme ich oft gegen die eigentliche Technik.
    Auf mich hat es eine ausgleichende Wirkung und ich möchte so gern meine Konzentration dort halten und nicht gedanklich "spazierengehen" zumindest für diese Stunde pro Woche.

    Das Zeichnen habe ich ausprobiert. Das ist ganz toll!

    Lg TT

    Hallo!

    Seit ein paar Tagen ist in mir ziemliche Ruhe eingezogen. Die Gefühlsstürme sind weg. Ein Mal sagte meine Bauchstimme "Ich fühle mich wohl so". Also ohne Alk. Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig. Zu 99,9% ist das bei mir noch Kopfsache. Insofern habe ich mich riesig gefreut.

    Yoga, Alkoholpräsenz meiden, Tagebuch schreiben und laufen, haben mich umkreist und einen ersten ganz kleinen Schutzzaun um mich gezogen.

    Viele Grüße
    TT

    Hallo Hartmut,

    ja, danke, die kenne ich. Ich lese sie immer mal wieder. Manche kann/konnte ich gut und leicht umsetzen, bei manchen stockt es.

    Ich denke, dass ich trocken und nass denke. Manche Bereiche sind trocken gelegt, manche nass. Ich habe das Gefühl, dass ich langsam abtrockne. Ich kann es nicht anders formulieren, so fühlt es sich an. Und überall da, wo trockene Bereiche entstehen, kann ich mir etwas vorstellen umzusetzen, was ich zum Beispiel eine Woche davor noch nicht konnte.
    Das fühlt sich ganz erstaunlich an.

    Viele Grüße
    TT

    Hallo MaryLou,

    ja, das stimmt, manchmal ist es leicht zu verstehen, was hinter dem Wunsch zu trinken steckt, manchmal erscheint es mir schwierig..verschachtelt oder durch zuviel zerdenken kompliziert.

    Ich möchte auch keinen Partner mehr, der trinkt. Zumindest sollte Alkohol in seinem Leben eine untergeordnete Rolle bis gar keine spielen. Mit einer Mini-Bar in der Wohnung werde ich nicht leben können. Das ging schon zu nassen Zeiten nicht.

    Beim Rauchen war das auch so. Kaum war die letzte Zigarette ausgemacht, die Wohnung gelüftet und die Gardinen gewaschen, war das Nichtraucher-Sein des zukünftigen Partners auch ein Kriterium für die Partnerwahl. Das ging ganz schnell.

    Hallo zerfreila,

    ja, ich hatte deinen Thread gelesen und mich in deinem Bild vom Keller und der Empfindung, dass das anstrengende Arbeit ist, auch sofort wieder gefunden.
    Danke für die guten Wünsche. Ich habe auch das Gefühl, die Gründe um zu trinken, sind vielfältig und vielseitig und manchmal nicht leicht zu entschlüsseln. Bei mir fühlt es sich an, als hätte ich eine kleine Ecke meines Kellers aufgeräumt, die sieht schon gemütlich aus, andere Teile des Kellers kann ich noch nicht mal betreten, weil ich noch nicht klar genug denken kann. Interessantes Phänomen, finde ich.


    Mein Wochenende war schön, ich bin zufrieden mit mir.
    Der ganze Juni war trocken, ich habe jeden Tag bunt angestrichen.

    Zweierlei war dieses Wochenende in Bezug auf die Trockenheit wichtig: Alkohol ist sehr präsent. Die Präsenz löst kein Verlangen aus, keinen Druck, eher eine Art Verärgerung. Im Moment gehe ich damit so um, dass ich wegsehe. Überblättere in Prospekten die Seiten, schaue zur Seite, wenn die Regale im Supermarkt auftauchen. Sogar in Frauenzeitschriften taucht er auf..in Modestrecken, ich lege die Zeitschrift weg... Ich übe überhören, ich übe übersehen.

    Zum anderen gibt es den Aspekt der Gewohnheit. Ein Teil von mir sagt "Sonst haben wir jetzt immer Sekt gekauft und sind nach Hause gegangen". Nach einigem Feilen an einer Antwort, die positiv wirkt, bin ich bei "Heute machen wir es anders" gelandet. Dann schicke ich mir selbst ein paar Vorschläge zur Abendgestaltung. Das hilft sehr gut.

    Das Tagebuch-Schreiben ist zu meiner Tageshausaufgabe geworden. Mal habe ich mehr zu sagen, mal weniger. Ansonsten habe ich viel Schönes gemacht: Schwimmen, laufen, Freunde getroffen und Sonne getankt.

    Liebe Grüße
    TT

    Hallo,

    hallo Matthias, besten Dank :wink:

    heute gehts mir gut. Die Sonne scheint und begleitend geht alles besser: Verabredungen treffen, im Park spazieren gehen und die Sonne genießen.

    Heute beim Einkaufen hatte ich kurz Verlangen: Frau mit Einkaufswagen, darin hauptsächlich Alkoholika. Es sah aus wie Sekt für sich und Bier für ihren Mann. Für das Fußballspiel. Beziehungsweise habe ich das in meiner Phantasie daraus gemacht.
    Hab mich gefragt "Was ist los?"
    Naja, die Antwort kam schnell..mir fehlt ein Partner mit dem ich mir das Fußballspiel ansehen kann.

    Damit war das Verlangen weg. Das andere: Ist jetzt leider einfach so.

    Einen schönen Tag,

    TT

    Hallo Matthias,

    oh, ich habe wohl nicht aufgepasst. Ich bin ja vom feststehenden Medium "Onlinetagebuch" auf Stift und Papier gewechselt.

    Tragbar. Ich habe ja immer zu Hause und allein getrunken. Ich habe mein Sektglas zu Hause immer von Zimmer zu Zimmer getragen. Mitgenommen und meinen Haushalt gemacht.

    Ich denke es ist besser, ich setze mich mit dem Tagebuch einmal am Tag an den Küchentisch, mache mir einen Tee und nehme mir bewusst Zeit für mich.
    Danke!
    Lg TT

    Hallo,

    heute morgen bin ich wach geworden und hatte schon ein Bild vor meinem inneren Auge: Ich stand in einem Wald und ein großer Ast war direkt vor mir. Zuerst dachte ich, ich bräuchte eine Axt, aber dann ließ er sich einfach zur Seite schieben. Und da war er: Mein Weg. Mischwald, Waldweg, Sonnenschein fällt durch die Blätter, Erinnerungen an meine Heimat.

    Ich freue mich. Ich habe eine Frage gestellt und eine Antwort bekommen, zwar nicht sofort, aber doch recht schnell und das freut mich um so mehr, weil ich mich getraut habe, durchzuatmen und loszulassen.

    Jetzt weiß ich, dass ich, wenn ich in Zukunft im realen Leben nicht weiter weiß, einen Spaziergang im Wald machen kann, um einer Lösung näher zu kommen.

    Ansonsten merke ich, dass es mir nicht gelingt im Augenblick zu bleiben. Ich bin auf der Flucht vor mir selbst. Das Tagebuch hilft. Ich nehme es mir von Zimmer zu Zimmer. Schreibe auf, was zu schwer für den aktuellen Tag ist.
    Manchmal nur einen Satz. Egal.

    Ich wünsche einen schönen Tag.

    LgTT

    Hallo OF,

    ich habs gestern mal ausprobiert, an mich selbst zu schreiben, einfach nur mit Stift und Papier. Es könnte sein, dass das gut für mich ist. Das Wort "Selbsthilfe" das sich bislang für mich leer anfühlt, hat einen Hauch Leben bekommen.
    Danke.

    In meiner Welt ist alles auf funktionieren ausgerichtet. Darauf wie es nach außen aussieht. Es interessiert hier bloß niemand mehr. Mein Publikum hat den Saal verlassen und die, die noch da sind wollen mich nicht schauspielern sehen. Ich kann jetzt also die Bühne verlassen. Wohin jetzt?

    Ansonsten auch wenn es vielleicht unlogisch klingt: Es ist im Moment in Ordnung so und es geht mir gut.
    Lg TT

    Hallo Matthias,

    ja, ich denke schon darüber nach. Hier ist es etwas anstrengend, weil ich immer denke "Pass' auf, was du schreibst". Es lässt sich ja an den Zugriffen auf die Beiträge ablesen, wie interessant das Thema Alkoholismus ist. Die Seite ist bei Google ganz oben angesiedelt, so öffentlich habe ich in der Tat noch nie geschrieben.

    Ich werde wohl auch wechseln und mich bis zum Entschluss noch etwas hier aufhalten.

    Der Ausdruck "Glück auf" gefällt mir im übrigen sehr gut.

    Lg TT