Hallo Destiny,
und ob ich Angst hatte, nach über 20 Jahren Ehe "einfach" so zu gehen. Ich hab mir vor Angst fast ins Hemd gemacht. Das ließ mit dem Auszug auch nicht gleich nach. Bei seinen Anrufen hatte ich regelrechte Panikattacken. Mein Herz und mein Kopf waren ja keine Einheit. Die Entscheidung war ja reine Kopfsache, mein Herz hat ja auch gehofft. Aber ich hatte es zu Hause einfach nicht mehr ausgehalten. Ich glaube, es hat ca. 1,5 Jahre gedauert, bis ich ihn wirklich loslassen konnte - auch wenn wir zu diesem Zeitpunkt schon wieder zusammen waren. Ich kann mich an den Moment erinnern als bei mir im Herzen die Erkenntnis ankam, dass es völlig egal ist, was ich mach oder nicht, ich kann ihn nicht ändern, er ist für sich verantwortlich. Das war auch ein Gefühl der Erleichterung, da fiel ne Menge Ballast von mir ab. Ich hab mich gern gekümmert und wollte alles schön und harmonisch für alle, aber das geht nicht. Was für mich schön und harmonisch ist, geht dem anderen vielleicht auf den Keks
. Auch wenn's mir nicht immer leicht fällt, schaff ich es schon, meinen Mann nicht immer aufheitern zu wollen, wenn er mal schlecht drauf ist bzw. zu denken, dass seine Stimmungen immer an mir liegen. Das ist für mich eine schwierige Aufgabe, ihn einfach zu lassen.
ZitatGestern Abend war ich alleine und konnte ganz entspannt den Abend genießen. Ich musste nicht ständig daran denken, was oder wieviel er trinkt und auch nicht seine schlechte Laune ertragen.
So soll es doch sein und so kann es sein, wenn Du für dich sorgst.
ZitatAber trotzdem habe ich ihn vermisst. Den Mann, den ich einmal kennengelernt habe. Den vermisse ich sehr. Immer
Das ist normal und darf so sein, aber ich denke, der Schmerz wird weniger, je mehr du dich in den Fokus rückst. Er hat doch auch die Chance, sein Leben in den Griff zu bekommen, aber das liegt eben ganz allein an ihm.
sonnige Grüße
lütte