Hallo Hartmut,
ich hatte gesund ja in ".." gesetzt. Die Beziehung ist ja für den hier schreibenden Teilnehmer nicht zufriedenstellend und er/sie sucht Hilfe. So ging es mir damals auch. Ich würde meinen damaligen Zustand nicht als krank, aber auch nicht als gesund bezeichnen. Mir ging es in der Situation körperlich und psychisch schlecht. Da ich im System gefangen war, sah ich für mich keinen Ausweg und bin nach einigen Recherchen hier gelandet und bin meinen, für mich nicht leichten Weg gegangen - erst allein und dann wieder mit meinem Mann. Heute lebe ich in einer zufriedenen, glücklichen - für mich gesunden - Beziehung mit meinem Mann.
Ich maße mir in keinem Fall an, hier oder sonst wo Diagnosen zu stellen. Ich bin auch der Meinung, dass ich klar stelle, dass ich aus meiner Sicht schreibe, meine Erfahrungen mitteile und dass diese nicht allgemeine Gültigkeit besitzen. Daher werde ich mich auch mit einer Definition einer gesunden Beziehung zurück halten. Vielleicht reden wir besser von einer zufriedenen Beziehung? Das was ich jetzt mit meinem Mann habe macht mich glücklich und zufrieden. Wir lieben uns, wir haben viel gemeinsam, wir akzeptieren unsere Unterschiede, wir reden, lachen, schweigen miteinander, wir lassen dem anderen seine Freiheiten, haben gemeinsame und alleinige Hobbies. Wir können miteinander streiten, Meinungen austauschen. Ich fühle mich wohl in meinem Leben und habe den Eindruck, dass es meinem Mann auch so geht. Das ist meine Sicht der Dinge, die nicht allgemeingültig ist, damit es nicht zu eventuellen Missverständnissen kommt.
Ich wollte gestern keinen ellenlangen Text verfassen, daher nur so ein kurzes Statement, aber dass scheint ja daneben gegangen zu sein. Mir ging es damals so, dass mein Gefühlsleben, meine Werte und Prägungen völlig auf dem Kopf standen, dass ich mich innerlich neu justieren musste. Da war ich mit meinem trinkenden Mann und unserer nicht intakten Beziehung völlig überfordert. Erst mal (in meinem Leben) ging es um mich, ich musste für mich einen neuen Weg in meinem Leben finden. Durch meinen Auszug begann auch mein Mann über gewisse Dinge in seinem Leben nachzudenken und andere Prioritäten zu setzen. Er begann sein Leben zu ändern und ich meins (für mich ein Gesunden) und es gab noch genügend, dass uns verband.
sonnige Grüße
Lütte