Beiträge von lütte69

    Hallo Maskottchen,

    ich kann Deinen Schmerz, Deine Trauer, Deine Wut spüren.
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    Zitat

    Was würde ich darum geben insbesondere meiner Mutter zu verzeihen. Ich denke so viel darüber nach, weshalb ich immer wieder vor einer Wand stehen bleibe und sie nicht einreißen kann...

    habe ich Fragen, die Du nicht beantworten musst. Bist Du deswegen wütend auf Dich, weil Du es nicht kannst? Wie sind Deine Gefühle Dir gegenüber? Gefühle entstehen im Kopf, dass bedeutet, dass ich sie beeinflussen kann. Vielleicht nimmst Du mal eines dieser "doofen" Gefühle, wenn sie wieder auftreten und redest mit ihm. Sag ihm, dass es jetzt genug Platz eingenommen hat und mal zurück treten muss, dass Du den Platz jetzt für andere - positive - Gefühle brauchst. Du merkst selbst, dass Dich Dein bisheriger Weg bis an die Wand gebracht hat. Einreißen kannst Du sie nicht, vielleicht kannst Du daran entlang gehen und sie umgehen oder ein Schlupfloch finden, statt immer wieder dagegen zu rennen. Der neue Weg erfordert Veränderung und Geduld, da er bestimmt länger ist, aber er ist auch eine Chance auf Erfolg. Nimm das kleine Maskottchen in den Arm, tröste es und gib ihm die Liebe, die es braucht. Dann hat das große Maskottchen auch wieder Kraft für seinen Weg.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Maskottchen,

    vielleicht musst Du nicht beim Verzeihen Deiner Eltern anfangen, sondern einfach sagen: Heute beginnt der Rest meines Lebens. Hier stehe ich, was gewesen ist, kann ich nicht ändern, ich lass es erstmal so stehen, jetzt bin ich der Mittelpunkt. Ich gestalte mein Leben so, dass ich mich wohl fühle. Alles "hätte, wenn und aber" macht Dein Leben nicht zufriedener. Du bist Deinen Weg bis hier gegangen und er hat Dich zu dem Menschen gemacht, der Du bist und ich mag emotionale Menschen. Das schöne ist, wir haben jeden Tag die Möglichkeit uns neu zu entscheiden unser Versteck ein wenig zu verlassen. Mach Dich nicht selber runter, Du bist kein Weichei und Emotionalität ist auch eine Stärke. Jeder muss seinen Weg gehen und du bist dabei, Deinem eine neue Richtung zu geben, das fühlt sich ungewohnt an und das Neue braucht eben seine Zeit. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Maskottchen,

    Hartmut hat da für meine Begriffe was ganz wichtiges geschrieben. Es sind Erwartungen, die Du hast, die Du haben darfst. Nur sieht es so aus, dass diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Damit kannst Du den Rest deines Lebens hadern oder Du sagst Dir, es ist vergangen und keiner kann es ändern, aber jetzt ist meine Zeit, jetzt kann ich darüber entscheiden wie mein Leben weiter geht. Wenn es am Ende gar nicht um Schuld geht? Sie konnten in ihrer Sucht nicht anders handeln. Das war für mich eine wichtige Erkenntnis, einfach diese Sucht als das zu sehen, was sie ist - eine Krankheit, keine Schuld. Ich weiß, dass Du als Kind keine Alternative hattest - ich kenne das Gefühl, wenn auch nicht wegen Alkohol sondern auf Grund anderer Umstände - ich als Erwachsene aber gehen konnte. So traurig es ist, nicht jeder schafft es aus der Sucht. Darüber kannst Du Dein Leben lang wütend sein, aber es ändert ja nichts mehr. Wichtig finde ich, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zufrieden zu gestalten.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld für Dich auf Deinem Weg
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hi,

    es geht um Dich. Du bist am Ende Deiner Kräfte und möchtest Deine Ruhe und brauchst Deine Energie um Dinge für Dich aufzuarbeiten. Das ist Dein gutes Recht. Du darfst Deiner Mutter die Ansage machen, dass Du nicht mehr ans Telefon gehst. Das musst Du auch nicht rechtfertigen. Du bist ein freier Mensch, Du darfst über Dein Leben bestimmen. Sie ist erwachsen und hat die alleinige Verantwortung für ihr Leben. Bei uns war zwar kein Alk im Spiel aber aus meiner Kindheit kenne ich auch das Gefühl selbstverständlich zu sein. Das holt mich heute noch ab und zu ein.

    Ich wünsche Dir die Kraft und Geduld, Dich in den Mittelpunkt zu stellen.
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Maskottchen,

    ich bin auch so ein harmoniesüchtiges Etwas und scheue mich vor Konflikten. In unserer Familienkonstellation gibt es auch eine Person vor der ich lieber davon laufe und mir überlege, wenn ich das und das tue, was diese Person dazu sagt. Heute weiß ich, dass es niemand auf der Welt gibt, der dieser Person irgendetwas recht machen kann. Also versuche ich die Dinge so zu gestalten, wie ich es möchte, dann weiß ich, dass wenigstens ich zufrieden bin und die andere Person regt sich eh auf, egal wie ich gehandelt hätte. Vielleicht ist das ja auch für Dich ein Ansatz, Dinge in Deinem Sinne zu händeln, dann bist Du zufrieden und das ist das wichtigste.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Milla,

    wie geht es dir heute? Das mit dem ins Loch fallen nach dem Auszug ist mir auch so ergangen. Mein Lebenszweck - das Kümmern um den Alki - war weg. Da war mit eine mal viel Zeit und Raum, der gefüllt werden wollte und ne Menge an unbearbeiteten Gefühlen. Wichtig ist jetzt dran bleiben und sich mal um Milla kümmern.
    dafür viel Kraft und Geduld
    Lütte

    Hallo Sandy,

    ich bin weit davon entfernt, dich zu verurteilen. Nachdem ich erkannt hatte, warum ich so unglücklich bin, hat es ungefähr 2 Monate gedauert bis ich ausgezogen bin (nach 21 Jahren Ehe). Den Mut dafür haben mir Menschen hier im Forum gegeben, denn ich bin ein sehr harmoniesüchtiger, konfliktscheuer Mensch. Dieser Schritt war für mich so ungeheuerlich und die erste Zeit alleine eine Qual. Aber ich hatte nun was geändert und siehe da, langsam änderte sich auch meine Welt. Mein Mann hörte auf zu trinken. Zwar nur für mich, aber er trank nicht mehr. Nach 4 Monaten ereilte mich ein Schicksalsschlag und mein Mann war nüchtern an meiner Seite. Das tat mir gut und ich ging zurück. Es war eine schwere Zeit, denn er war ja für mich trocken und ich war schuld, dass er keine (Sauf)Freunde und keinen Spaß am Leben hatte. Ich war drauf und mich endgültig zu trennen (ca. 1 Jahr später). Als ich das ankündigte, ging irgendwie ein Ruck durch ihn. Er hatte einen neuen Sport für sich entdeckt, bei dem er viel nachdenken konnte und irgendwie kamen wir ins reden. Reden auf Augenhöhe - das war eine neue Qualität. Und es kam nach ca. 1,5 Jahren der Moment, an dem ich ihn loslassen konnte, ohne Gram und Schuldzuweisungen. Ich spürte, dass es egal ist was ich mache, er lebt sein Leben und ich bin nicht für ihn verantwortlich. Das war in groben Zügen meine Geschichte. Heute leben wir gemeinsam das Leben, was wir uns immer gewünscht haben. Inzwischen hatten wir sogar schon Silberhochzeit. Der Weg dahin war voller Tränen, Selbstzweifel, Wut und viel Lernen, aber er hat sich gelohnt.
    Ich für mich kann sagen, dass ich ohne diese räumliche Trennung keine Änderung geschafft hätte. Dazu war ich viel zu sehr Co. Wichtig in diesem gesamten Prozess war auch, dass ich den Fokus von ihm auf mich lenkte und langsam wieder zu spüren begann, was ich wollte, was mir gut tut und begann, mich um mich zu kümmern.

    Zitat

    Noch leide ich still, wenn es wieder passiert ist


    Ich kenne das und das bringt mich innerlich auf die Palme ( das sind meine Gefühle, an denen Du nicht schuld bist) Warum sollst Du leiden? Er zieht ohne Rücksicht sein Ding durch und Du leidest. Du versuchst, es vor Deinem Kind zu vertuschen, Du verbiegst Dich für ihn. Da ich das alles hinter mir habe, weiß ich, dass ich so nicht mehr leben möchte. Wie soll ich in einer kranken Beziehung gesund werden?

    Zitat

    Ich denke jeder muss seinen eigenen Weg finden und auch gehen

    Da hast Du Recht und jeder braucht seine Zeit dafür. Und ohne Wertung oder Urteil, es geht mich auch nichts an, es ist nicht mein Leben und wir kennen uns nur virtuell. Wenn ich den Rechner nachher aus mache, hab ich mein zufriedenes reales Leben. Ich bin hier, weil ich hier viel Hilfe erfahren habe von Menschen, die diesen Weg vor mir gegangen sind. Ich möchte etwas von dieser Hilfe zurück geben, indem ich von meinem Leben, meinen Erfahrungen berichte. Was andere daraus machen, liegt nicht in meiner Hand und ich weiß auch, dass mein Weg nur einer von vielen ist.

    Ich wünsche Dir einen entspannten 3. Advent
    lütte

    Hallo Sandy,

    dann ist doch alles okay. Du möchtest bei ihm bleiben, auch wenn er trinkt. Dann frage ich mich über was Du dich austauschen möchtest. Nass ist nass, ob quartalsweise oder täglich excessiv oder Spiegel - ein normaler Umgang mit Alk ist nicht möglich.

    Zitat

    wann ihm die nächste Gelegenheit geboten wird wie jetzt die Weihnachtsfeier

    Dein Mann ist nicht passiv und die anderen nicht Schuld daran. Er kann (wenn er denn kann) "NEIN" sagen zum Alk oder zu der Weihnachtsfeier, wenn es nicht anders geht.

    So wie es bei den Alkoholikern keine Tipps zum "kontrollierten Trinken" geben kann, kann ich Dir keine Tipps geben, wie Du die alkoholisierten Zeiten mit Deinem Partner ertragen kannst. Was ich hier und durch meinen Weg gelernt habe ist, dass jeder für sein Leben verantwortlich ist, seine Entscheidungen treffen muss. Dadurch ist vieles leichter für mich geworden.

    Ich hab auch zu lange im System verharrt und mein Kind hat seine Blessuren davon getragen und das Verhältnis zum Vater ist nicht immer einfach. Wir arbeiten daran und es wird besser, aber es hätte nicht so sein müssen, wenn ich eher gehandelt hätte. Das sind meine Erfahrungen. Du musst Deinen Weg gehen und Deine Erfahrungen sammeln.

    sonnige Grüße
    lütte

    P.S. hier im Forum gibt es zwei Sätze, die mir wahnsinnig geholfen haben.
    "tun muss man tun" und "wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe"

    Hallo Sandy,

    lebst Du mit einer ständigen Anspannung, der ständigen Erwartung, dass es wieder passiert? Ich hatte zum Schluss Angst davor nach Hause zu kommen. Es fühlte sich an wie ein Knoten im Bauch, wenn ich die Straße lang fuhr. Das wollte ich nicht mehr aushalten.

    Zitat

    Aber wie oben geschrieben jetzt kann ich alles noch "kontrollieren" und auf mein Kind aufpassen. Bei einer Trennung hat er ein Umgangsrecht und ich weiß nicht was passiert, wenn ich nicht dabei bin. Und wenn erst was passiert, ich würde es mir nie verzeihen


    Was ist das für ein Leben? War das Dein Traum von einer Beziehung? Was muss erst passieren? (rhetorische Fragen) Ganz ehrlich, ich würde mein Kind heute nicht mehr mit dem nassen Partner alleine lassen. Ich denke auch dieses Umgangsrecht lässt sich verändern.

    Ich habe gelernt, dass es am Ende nicht darum geht wieviel er trinkt und wann und was andere dazu sagen. Es geht darum, dass Du Dich nicht mehr wohl fühlst in dieser Beziehung und Deinem Kind mit dem Verharren in dieser Beziehung eventuell Schaden zufügst. Wenn Du Dich nicht für Dich trennen kannst, dann trenne Dich für Dein Kind. Dein Partner kann sich für ein trockenes Leben entscheiden, dass liegt in seiner Hand. Du kannst dich für ein Leben ohne nassen Partner und Vater entscheiden. Das liegt in Deiner Hand.

    sonnige Grüße
    lütte

    Liebe Dafina,

    meinst Du irgendjemand aus seiner Familie würde Dir sagen, dass es nicht gut läuft mit ihm? Und wenn, ist es jetzt auch egal. Du hattest Gründe für Deine Trennung. Du hast Dir die Trennung nicht leicht gemacht und ihm beim ersten Problem alles vor die Füße geworfen. Du hast so lange gekämpft wie du konntest und jetzt ist die Zeit für einen Schlusstrich. Bei mir war es wichtig, dass jeder für sich wieder zu sich finden musste. Das ging nicht in der kranken Beziehung, dazu brauchten wir die schmerzhafte Trennung. Wir haben es jeder für sich geschafft und damit hatten wir eine gesunde Basis für eine neue Chance, die wir genutzt haben. Das war ein langer, steiniger Weg, bei dem ich mich selbst wieder kennen gelernt habe. Ich denke, dass das wichtig war.

    Ich möchte Dir Mut machen, Dich erst mal ganz liebevoll um Dich zu kümmern und Deine Wunden heilen zu lassen. Die Zeit hilft dabei ungemein. Und wenn es sein soll, findet ihr wieder zusammen und wenn nicht, hast Du die Möglichkeiten Dir trotzdem ein zufriedens Leben zu schaffen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld für Dich.

    sonnige Grüße
    lütte

    Herzlich willkommen Marco,

    was soll ich Dir sagen? Wenn ich Deinen Bericht so lese, sehe ich nur eine Möglichkeit: Schnapp Dir Deine Tochter und verschwinde!

    Du bist erwachsen und weißt nicht, wie Du mit der Situation umgehen sollst (das ist keine Wertung sondern eine Feststellung). Wie soll Deine Tochter, die ja noch Kind in der Pubertät ist, damit klar kommen. Du wirst keine friedliche Lösung finden, was für mich als harmoniesüchtiges Wesen eine Katastrophe war. Es wird allen Seiten weh tun, aber es kann was Gutes für Dich und Deine Tochter daraus werden. Deine Frau ist für sich selbst verantwortlich. Sie entscheidet, wie sie leben will und nur sie allein kann sich für ein Leben ohne Alkohol entscheiden. Das war ein ganz wichtiger Moment für mich, als ich fühlen konnte, dass ich nicht für meinen Mann verantwortlich bin.

    Wenn Du nicht mit Deiner Frau sprechen kannst/willst, dann eben nicht. Dann such Dir und Deiner Tochter ne Wohnung und geh.

    Hör auf Deine Frau zu kontrollieren, damit änderst Du nichts, ziehst Dich nur runter. Nutze diese Zeit und Kraft für Dich und Deine Tochter - unternehmt was für euch.

    Ich weiß, dass das ne ganz bescheidene Situation ist und ganz viel Gefühlschaos, aber Du kannst das schaffen.

    Viel Kraft und Geduld wünsche ich Dir dafür.
    sonnige Grüße
    lütte

    Herzliche willkommen liebe Helli,

    da hat Dich Dein Instinkt ja vor einer noch größeren Katastrophe gerettet.

    Zitat

    Habt ihr auch vor Euch selber verleugnet was offensichtlich war?


    Ich hab es jahrelang nicht erkannt. Ich war unglücklich, wusste aber nicht woran es lag. Es war doch alles normal - Kind, Arbeit, Haus und Hof. Dieser ganze Prozess war so schleichend, dass erst ein Gespräch mit meinem Kind mir die Augen geöffnet hat.

    Zitat

    War auch ein anderes "Problem" oder Euer Verhalten so vorrangig das der Alkohol im Hintergrund war oder nicht mehr thematisiert wurde?

    Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, bin ich der Überzeugung, dass der trinkende Partner Meister darin ist, vom eigentlichen Thema abzulenken und es am Ende so aussehen zu lassen, dass er das Opfer ist und Du ein Problem hast, aber nicht er/sie. Ein großes Dilemma, aus dem ich mich, als harmoniesüchtige Person, nur sehr schwer befreien konnte.

    Du hast jetzt die Möglichkeit, Dein Leben in die Hand zu nehmen und es nach Deinen Wünschen zu gestalten. Er ist erwachsen und für sein Leben verantwortlich. Logisch sind da noch Gefühle, da sind geplatzte Träume, Ziele, die nicht erreicht wurden. Aber wie sähe das Leben an seiner Seite aus? Ich hab aus Deinem Bericht nicht herausgelesen, dass er auch nur ansatzweise Einsicht zeigt. Kannst Du mit einem Alki an Deiner Seite Deine Träume erfüllen?

    Wie wäre es, wenn Du den Fokus darauf legst, dass es Dir gut geht. Das lenkt vielleicht auch ein bisschen vom Thema "er" ab. Es liegt nicht in Deiner Macht ihn zu ändern, aber es liegt in Deiner Macht, Dich glücklich zu machen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld
    sonnige Grüße
    lütte

    Hallo Dafina,

    mir ging es kurz nach meinem Auszug ähnlich. Ein Anruf von ihm - annehmen oder ignorieren - Kampf ohne Ende. Ich bin nicht die Böse, also annehmen. Mein Herz in der Hose, Bauchknoten und Atemnot - auf der anderen Seite Vorwürfe, Phrasen ... . Der innere Kampf wieder auflegen? Furchtbare Situationen. Irgendwann war ich soweit, dass ich nicht mehr rangegangen bin. Du kannst das auch.

    Wie Aurora schreibt, richte Dich nach den Wünschen der Kinder. Vielleicht denkst Du mal über die Bedingung nach, dass er nüchtern sein muss, wenn er die Kinder sehen will. Du hast das Recht die Kinder vor dem trinkenden Elternteil zu schützen. Und Du hast das Recht, zu entscheiden, ihn nicht zu sehen. Die Entscheidung fällt sicher schon schwer und diese Entscheidung konsequent durchzuziehen noch schwerer. Aber es geht um Dich und Deine Kinder und da entscheidest Du und das ist richtig.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld.

    sonnige Grüße
    lütte

    Liebe Dafina,

    merkst Du was? Da wird mit allen Mitteln versucht, Dich wieder in was reinzuziehen, was nicht gut für Dich ist. Ich kann Dir nur das Mantra empfehlen "Er ist erwachsen, er allein hat die Verantwortung für sich". Es hat auch bei mir lange gedauert, bis das vom Kopf ins Herz gewandert ist, aber es hat sich gelohnt. Du bist nicht schlecht und Du hast keinen Anteil an seiner derzeitigen Situation. Du hast ausreichend damit zu tun, Dich um Dich selbst und Deine Kinder zu kümmern. Du brauchst kein weiteres Kind.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld.
    Sonnige Grüße
    Lütte

    Liebe Silten,
    ich lebe wieder mit meinem Mann glücklich zusammen. Das ist meiner Meinung nur dadurch möglich geworden, dass jeder erst mal sein Leben neu sortiert hat. Die Liebe war auf beiden Seiten noch da und so haben wir uns als Paar neu gefunden. Hier im Forum ist das aber eher selten. Es ist wichtig dass der Alki von seinem Suchtmittel los kommt, weil er daswill und auch der Co muss von seinem Suchtmittel weg kommen, sprich, sich wieder in den Fokus rücken, sich wahrnehmen und seinen Gefühlen trauen.

    Es kann niemand in die Zukunft schauen, wir leben heute. Das bedeutet für mich, dass ich versuche so zu leben, dass ich heute glücklich/zufrieden bin. Als ich damals ging, war ich mir sicher, dass alles besser ist, als in dieser Situation zu verharren. Es war ein wahnsinnig schwerer Schritt. Mir war im Prinzip alles egal, nur nicht weiter aushalten müssen.

    Ich will dir Mut machen, Dein Leben so zu gestalten, dass Du glücklich bist.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Silten,

    herzlich willkommen im Forum.
    Ich habe beim Lesen deines Posts das Gefühl, dass Du sehr überlegt schreibst und Deine Worte sehr gut auswählst. Aber mal Butter bei die Fische, wie geht es Dir, was fühlst Du? Es ist eine beschi**ene Situation in der Du Dich befindest. Du möchtest weg vom Alki, weißt aber nicht wie. Du meinst, ihr könnt euch selbst häuslich therapieren, aber das funktioniert eben doch nicht. Es ist schwierig, Ratschläge zu erteilen, aber ich kann Dir sagen, wie es bei mir war.

    Ich habe auch jahrelang mit gespielt, auch aus dem Grund, dass ich einfach nicht wusste, wo die Ursache für meine ambivalenten Gefühle lagen. Nach außen hin waren wir eine normale Familie. Meine Tochter, die damals schon erwachsen war, hat mich mit der Nase drauf gestoßen. Es war das Zusammenleben mit einem Menschen, der zu viel Alkohol konsumiert. Ich fing an, mich mit dem Thema zu beschäftigen um ihm zu helfen. Es hat nicht lange gedauert und ich bin auf die Co-Abhängigkeit gestoßen. Meine Verwirrung war perfekt. Irgendwann war ich an dem Punkt, entweder ich geh mit ihm unter oder ich nehm mein Leben selbst in die Hand. Also bin ich bei Nacht und Nebel ausgezogen. Das brachte dann ne Menge Steine ins rollen. Die mussten wir erst mal beiseite räumen und daraus unseren Weg bauen, aber für uns hat es funktioniert. Es war ein harter Weg mit so vielen widersprüchlichen Gefühlen, aber ich hab gelernt sie auszuhalten. Was hat mir geholfen? Zum einen das Schreiben hier im Forum. Das hat glaube ich den größten Ausschlag gegeben. Dann hab ich eine sehr gute Freundin gehabt und mein Vater hat mich sehr unterstützt. Und ich hab angefangen, mich wichtig zu nehmen, meinen Gefühlen und Wahrnehmungen wieder zu trauen, mir mal wieder bewusst Kleinigkeiten gegönnt. Das war ganz grob umrissen mein Weg.

    Vielleicht nimmst Du Deine Wünsche mal wieder wahr. Wie soll Dein Leben aussehen. Ich denke, auch mit 65 sind Träume und Wünsche wichtig und gut.

    Viel Kraft und Geduld für Deinen Weg.
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Sunny,

    also ich bin glücklich, wenn ich meinen Hobbies nachgehen kann, wenn ich mich mit Leuten umgebe, die ich mag, die mich mögen. Vielleicht ein tolles Schaumbad kaufen und eine Badewanne genießen, so die Kleinigkeiten im Leben. Das kannst Du üben und es funktioniert bestimmt.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Sunny,

    böser XY, nun seid ihr nicht mehr zusammen und er macht dein Leben immer noch kaputt (Sarkasmus aus). Wie wäre es, wenn Du mal an Dich denkst und Dir Dein Leben schön gestaltest? Du musst auch nicht mit ihm telefonieren, wenn dich das runter zieht. Du hattest Deine Gründe für eine Trennung und wer weiß, wie es wirklich bei den beiden läuft. Du bist nicht sein Kummerkasten oder was auch immer. Du bist die, die sich um dich kümmern muss und dafür sorgt, dass es Dir gut geht.

    sonnige Grüße
    Lütte