Beiträge von lütte69

    Hallo Ela,

    na dann gib ihm mal ganz schnell die Verantwortung zurück, die er hat. Er ist erwachsen und kann sich um seinen Kram selbst kümmern. Ihr seid getrennt, es geht dich nichts mehr an. Die Sorgen bist Du los. Du weißt, dass er sich nicht mehr ändern wird und Du nichts von ihm erwarten kannst, also konzentrier Dich auf Dein Leben. Es kann Dir echt Banane sein, was er sagt und tut. Er trinkt zu viel Alkohol und solange dieser sein Hirn vernebelt, wird er immer versuchen, seinen Konsum zu rechtfertigen und zu begründen. Gegen diese Argumentationen bist Du machtlos. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Nutze Deine Kraft lieber für Dich.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Ela,

    es muss doch jemand schuld daran sein, dass dein XY getrunken hat. Stell Dir mal vor, er würde da die Verantwortung bei sich suchen. Um ein berühmtes Filmzitat zu bemühen: "DAS GEHT DOCH GAR NICHT".

    Ich weiß, dass diese Angriffe uns treffen, gerade weil wir empathisch sind. Vielleicht solltest Du sein Gelaber als das nehmen, was es ist - nämlich nasses Gelaber. Und wichtig ist vielleicht auch Abstand, keine Diskussionen, nur sachliche Absprachen bzgl. des Kindes, falls das sein muss (weiß gerade nicht, ob es ein gemeinsames Kind ist). Du kannst Dein Leben in die Hand nehmen und es so gestalten wie Du es möchtest und Dich mit Menschen umgeben, die Dir gut tun. Was er macht, ist einfach Banane. Hast Du einen guten Kumpel den Du mit zu den gemeinsamen Freunden nehmen könntest? So als moralische Unterstützung?

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Biene,

    Zitat

    Ich wünsche mir ein GESUNDES aufeinander bezogen sein.

    Meiner Meinung nach geht das nur, wenn beide mit sich im Reinen sind. Ich bin grundsätzlich auch der Meinung, dass ich für die Befriedigung meiner Bedürfnisse verantwortlich bin bzw. wenn ich mich irgendwie einen Mangel fühle, ich dafür sorgen kann/muss, diesen Mangel auszugleichen. Bürde ich dem Partner nicht eine Last auf, wenn ich sage, Du bist für die Befriedigung meiner Bedürfnisse verantwortlich und ziehe mich mich selbst damit nicht aus der Verantwortung und nehme mir die Chance, mein Leben zu gestalten? Bis zum Tag x war ich auch der Meinung, dass sich nur mein Mann zu ändern brauchte und meine Welt wäre in Ordnung. Dann die Trennung und meine Welt war nicht in Ordnung. Als ich anfing, mich selbst um meine Mängel zu kümmern, kam meine Welt langsam in Ordnung. Heute, 5 Jahre später, leben wir beide zusammen ein neue Beziehung. Wir brauchten eine gewisse Zeit um jeder für sich ins Reine zu kommen und jetzt haben wir ein gesundes aufeinander bezogen sein.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Ja, für einen süchtig Trinkenden ist das zu viel verlangt, liebe Lya. So lange er nicht trocken leben will, kannst Du machen, was Du willst. Es ist sche*ß egal, was Du möchtest und brauchst. Du wirst kurz ruhig gestellt mit Versprechungen und er dreht sich um und trinkt. Soll so Dein Familienleben aussehen? Willst Du Dein Kind einem Alkoholiker aussetzen?

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Julchen,

    Zitat

    Er ist eigentlich eine echte Intelligenzbestie und hat so ein gut funktionierendes Hirn

    das ist der Sucht so was von herzlich egal. Es trifft den Prof. Dr. Dr. wie den ohne Abschluss und Ausbildung gleicher Maßen und alles was dazwischen liegt ebenfalls.

    Du kannst die Sucht als Nicht-Süchtiger nicht verstehen. Ich hab das irgendwann einfach akzeptiert und hatte damit viel Platz in meinem Gedankenkarussell geschaffen.

    Sunshine kennt die Sucht aus eigenem Erleben und die Gedanken, die sie zur Reaktion deines Partners geschrieben hat, sind mir auch durch den Kopf geschossen, da ich das ähnlich erlebt habe. Es hat sich bei ihm erst was getan, als ich ausgezogen bin und Nägel mit Köpfen gemacht habe.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld für Deinen Weg.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Julchen,

    vertrau einfach deinem Bauchgefühl. Gut für Dich, dass es noch funktioniert. Drohe ihm nur an, was Du wirklich durchziehen willst/kannst, denn sonst machst Du Dich unglaubwürdig.

    Du bist nicht bekloppt, siehst alles nur negativ oder missgönnst ihm irgendwas. Wie Aurora schon sagt, wer vergleicht, verliert. Du bist der Maßstab in Deinem Leben.

    Viel Kraft und Geduld.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Guten Morgen Ganja,

    herzlich willkommen im Forum. Ich war als erste bei der Suchtberatung, nachdem ich dieses Forum gefunden hatte und mir ein paar Schuppen von den Augen gefallen waren. Dann habe ich die Suchtberatung meinem Mann ans Herz gelegt, der dafür natürlich keinen Grund sah. Erst als ich ausgezogen war, hat er sich einen Termin besorgt. Ich war nicht dabei und weiß nicht, was besprochen wurde. Er ist noch ein 2. Mal gegangen, aber dann nicht mehr. Heute trinkt er keinen Alk mehr, er ist seinen Weg gegangen ohne Suchtberatung und Therapie. Wir leben wieder zusammen. Das ist aber nur eine von 1000 Möglichkeiten. Nach außen hin waren wir auch eine normale Familie mit Kind, Arbeit, Haus und Hof. Das hat es mir ja auch so immens schwer gemacht zu begreifen warum ich trotzdem unglücklich bin.

    Für mich waren diese Suchtberatungstermine (5 Stück) sehr wichtig und auch meine Besuche beim Therapeuten. Alles lief zwar anders ab, als ich es mir vorgestellt hatte und die Erfolge waren auch nicht gleich sichtbar, aber diese Besuche haben mich doch in meiner persönlichen Entwicklung stark voran gebracht.

    Ich hab damals alle Hilfe angenommen, die sich mir geboten hat. Du musst schauen, mit was Du dich wohl fühlst. Manchmal kann zu viel des Guten ja auch überfordern. Dann ist es vielleicht besser, die Dinge nacheinander anzugehen als gleichzeitig.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld für Deinen Weg.

    sonnige Grüße
    Elke

    Huhu eklisee,

    na, da scheint ja jemand bei sich angekommen zu sein. Es gibt immer was zu klären oder zu bedenken, aber im Großen und Ganzen liest Du Dich zufrieden. Das ist schön.

    Ich würde arbeitstechnisch auch gern einen Gang zurück schalten für mehr "meine" Zeit, aber das Geld ist auch nicht zu verachten und es wäre jetzt strategisch unklug. Es muss ja auch nicht heute geklärt werden.

    Schön, dass dem S-Kind gut geht. Drücke euch ganz doll die Sonnen-Daumen.

    Ganz herzliche Grüße
    Lütte

    Hallo Lya,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Was das Richtige für Dich ist, weiß ich auch nicht. Für mich war es richtig, mich in den Mittelpunkt zu stellen, darüber nachzudenken was ich will, wie mein Leben sein soll.

    Zitat

    Was ist, wenn ich hinterher alles bereue?


    Was ist alles? Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn die Beziehung dauerhaft sein soll, dann hält sie auch so eine Neujustierung aus. Ich war 4 Monate ausgezogen. Mein Mann ist seinen Weg weg vom Alkohol gegangen und ich hab in der Zeit angefangen, mich um mich zu kümmern. Wir haben beide wieder zueinander gefunden. Das ist nicht sehr oft der Fall, aber warum solltest Du nicht ohne xy glücklich werden.

    Zitat

    Was wird aus ihm? Was wenn er doch aufhört und ich ihn dann aber ganz verloren habe?

    Das ist auch schon vorgekommen, dass der trinkende Partner nach dem er trocken wurde, feststellt, dass er seinen Co nicht mehr möchte. Es gibt da so viele Konstellationen, dass es viel zu viel Deiner Energie verbraucht, die Du sicher für andere Dinge benötigst.

    Was hast Du jetzt? Ist es nicht unwahrscheinlich belastend, jeden Abend zu bangen, was kommen mag, wie stark die Stimmungsschwankungen sein werden, zu erraten, was Du wieder falsch gemacht haben könntest?

    Ich hab auch mal gesagt, ich bin nicht glücklich, aber die Wahrheit war, ich war totunglücklich. Nur das wollte ich mir nicht eingestehen. Wer will schon unglücklich sein.

    Zitat

    auch ich bin wichtig und ich habe keine Lust mein Leben, meine Lebensfreude durch Probleme anderer überschatten zu lassen


    Ein toller Satz, daran halt Dich fest.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Geduld.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Eule,

    wenn Du jetzt schon Magenschmerzen hast, warum triffst Du Dich dann mit ihm. Du musst das nicht, wenn Du nicht willst. Ich hab meinen Mann auch trotz Magenschmerzen getroffen. War ein Sche*ß-Gefühl. Hab mir die ganze Zeit gewünscht, woanders zu sein. Nach unserer 4-wöchigen Kontaktsperre, war es dann was anderes. Er trank nicht mehr, was ganz wichtig war und wir hatten beide Zeit, etwas zur Ruhe zu kommen.

    Hör in diesem Fall mal auf Deinen Bauch.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Shopgirl,

    ja, die Schuldgefühle sind sehr anhänglich. Bei mir hat es lange gedauert, bis sie weg waren. Wichtig war für mich zu spüren, dass er ja erwachsen ist und sein Leben selbst in die Hand nehmen kann (was bei uns zum Glück passiert ist) und ich nicht für ihn verantwortlich bin. Er entscheidet über sein Leben und ich über meins. Vom Kopf her war mir das schon eine ganze Weile klar, aber ich konnte es nicht so fühlen. Als sich dann dieses Gefühl eingestellt hatte, fiel mir eine Last von den Schultern.

    Du hast für Dein Leben entschieden, nicht mit einem nassen Alkoholiker befreundet zu sein, weil es Dir nicht gut tut. Das ist Dein gutes Recht.

    Hab ein bisschen Geduld mit Dir, mit der Zeit ändern sich die Gefühle.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Lizzy,

    ich weiß nicht, ob ein nasser Alkoholiker in der Lage ist, seinem Kind zu erklären, warum ihr euch trennt. Hab da so meine Bedenken. Ich denke, es ist wichtig dem Kind zu vermitteln, dass die Trennung eine reine Erwachsenenentscheidung ist und nix mit ihm zu hat. Kinder denken ja oft, dass sie Schuld an der Familiensituation sind. Offenheit ist meiner Meinung nach ganz wichtig und dass das Kind das Gefühl hat, seine Fragen stellen zu dürfen, Ernst genommen wird mit seinen Ängsten. Vielleicht sagst Du Deinem Mann im Vorfeld, was Du Deinem Kind sagen willst.

    Wie gesagt, ich kenne Deinen Mann nicht, sind nur so meine Gedanken.

    Sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Lizzy,

    bezüglich Deines Sohnes denke ich, dass absolute Offenheit das Beste ist. Alkoholismus ist nicht umsonst als Krankheit eingestuft. Es ist natürlich immer die Art und Weise, wie Du es vermittelst. Vielleicht versuchst Du, ihm auf der Sachebene Deine Schritte zu erklären und die Emotionen (die sicherlich da sind) ein bisschen an den Rand zu stellen. Mit 13 hat er mehr mitbekommen als Du denkst. Du willst ihm ja nicht den Vater nehmen, Du übernimmst die Verantwortung für Dich und Dein Kind.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Lizzy,

    leider wieder ein Schicksal, das es viel zu oft gibt. Das mit der räumlichen Trennung halte ich für eine gute Idee. Für mich war sie wichtig um zur Ruhe zu kommen und zu mir zu finden. Ich würde ihm auch ein zeitliches Ultimatum für den Auszug nennen. Vielleicht kennst Du den zeitlichen Rahmen in welchem man bei euch eine Wohnung finden kann. Den kannst Du ihm ja dann nennen. Ansonsten besteht natürlich die Möglichkeit, dass er es arg hinauszögert und immer wieder versucht, dich zu beruhigen und wieder einzulullen. Wichtig ist, konsequent zu bleiben.

    Die Hoffnung, ihn wach zu rütteln hatte ich auch mal. Bei uns hat es funktioniert, aber auf eine andere Art und Weise wie ich mir das so vorgestellt hatte. Das musste ich auch erst mal akzeptieren. Es ist aber nicht so häufig, dass der Alki und sein Co ein Paar bleiben.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld.

    Sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Lizzy,

    herzlich willkommen im Forum. Du hast einen langen Kampf hinter Dir. So lange wir noch einen Funken Hoffnung und ein Quäntchen Kraft haben, geben wir nicht auf. Für mich war mein Aufgeben die richtige Entscheidung. Es konnte sich was bewegen.

    Schau Dich hier in Ruhe um.

    Wünsche Dir viel Kraft und Geduld
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Eule,

    Hans hat es sehr schön ausgedrückt. Es ist Deine Zeit - Du spielst die Hauptrolle.

    Was wird, ist erst mal zweitrangig. Soll ich Dir mal ein Geheimnis verraten? Wir machen alle Fehler, das gehört zum Leben dazu. Es gibt niemanden, der immer alles falsch macht und niemanden, der immer alles richtig macht. Du nimmst Dein Leben wieder in die Hand. Das ist wichtig.

    Wünsche Dir eine schöne Woche.
    Lütte