Liebe Irene,
herzlich willkommen im Forum.
Aus Deinem Post lese ich, dass es Dir nicht gut geht in Deiner Beziehung. Als ich hier vor 4 Jahren ankam, hab ich irgendwo folgendes gelesen: "Wenn jeder für sich sorgt, ist für jeden gesorgt." Man kann "sorgen" auch gut durch "kümmern" ersetzen. Wenn Du Dich derzeit so viel um Deinen Lebensgefährten sorgst und kümmerst, wer kümmert sich in der Zeit um Dich? Ich kann mir vorstellen, dass Dein Partner nicht dazu in der Lage ist. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Du gegen eine Wand läufst, solange er nicht trocken werden will. Für mich hieß das damals konsequent sein. Ich bin ausgezogen und hab mich um mich gekümmert. Das war eine echt harte Zeit. Vom Verstand her war mir klar, dass es nur so geht, aber mein Gefühl rebellierte total. Ich war in Gedanken viel zu viel bei ihm und innerlich völlig zerrissen. Dazu kamen natürlich seine Bemühungen, mich mit allen Mitteln zur Rückkehr zu bewegen. Er hat aufgehört zu trinken (meinetwegen) und nach 4 Monaten bin ich wieder zurück gegangen. Es hat noch mal ca. 1,5 Jahre gedauert, bis es wirklich wieder funktioniert hat mit uns beiden. Ich hab viel gelernt in dieser Zeit, vor allem, dass jeder für sein Leben verantwortlich ist. Das hat lange gedauert, bis dieser Gedanke auch wirklich im Gefühl angekommen ist, aber ab da an wurde es für mich leichter. Ich konnte eine große Last, die ich mir ja selbst aufgebürdet hatte, abgeben.
Zitatwas ich tun kann um das durchzuhalten?
Meine Fragen an Dich: Warum willst Du das durchhalten und wie lange? Was ist, wenn nichts passiert, wenn er sich dazu entschließt, bis zu seinem Tode zu trinken? Es ist sein Leben, er entscheidet. Willst Du daneben stehen, zusehen und daran mit zu Grunde gehen? Liebe Irene, es ist Dein Leben und Du kannst darüber entscheiden ob Du glücklich wirst.
Mein Tipp, kümmere Dich erst mal um Dich.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld.
sonnige Grüße
Lütte