Beiträge von Geraldjin

    boah, ist das armselig

    vor vier monaten war ich noch sein ein und alles ....
    und jetzt hockt er da bei einer rotweisaufenden manisch depressiven - edit -
    Die ihm kein kontra gibt sondern seine Musik, die er mal vor 25 jahren gemacht hat toll findet.

    Auch wenn es meiner Eitelkeit ganz schön weh tut,
    aber das ist so armselig und wiederwärtig, dass es dafür gar keine Worte gibt. Ich sollte das alles eigentlich gar nicht wissen können, aber ich weiss es und es bestärkt mich. Andererseits ists auch gut, so, daher meldet er sich nicht.
    Warscheinlich meldet er sich erst, wenn sie auch die Nase voll hat von ihm. Die Frau tut mir leid, aber sollen sie sich doch gemeinsam Todsaufen.

    Bin doch nicht ins Kino gefahren
    ich häng eher in den Seilen

    Vielleicht ist es gerade richtig so, dass ich trauer. Immer wieder
    hab ich das vor Augen wie er das letzte mal vor mir stand. Er sah scheusslich aus. Grau und verlebt, er ist sowas von unter meiner Würde. Das war mal ein wirklich schöner Mann. Jetzt ist er nichtmal mehr der Schatten davon.

    Immer wieder gehen mir die letzten Monate und die letzten zwei Jahre durch den Kopf. Ich wunder mich nicht, dass ich krank geworden bin und ich bin froh, dass ich überlebt habe.

    Ich hab jetzt eine tolle Wohnung, ich habe ab Freitag arbeit und ich habe keinen Platz für einen Säufer. Hier stinkt es nicht nach Alk und Zigaretten.

    Ja und das mit der Geliebten hab ich auch so gesehen, Er hat mich schon vor mehr als zwei Jahren verlassen. Ich wahr nichtmal ein Jahr richtig verheiratet. Nix von dem was er mir damals versprochen hat konnte er halten.

    25 Jahre lang war er mein bester Freund, und ich hab nix gemerkt. Heute kenn ich ihn nicht mehr und ich will den auch gar nicht mehr kennen.

    Vielen lieben Dank für den Zuspruch

    ja warscheinlich muss dieses Trauern sein
    Als mein Vater verstorben ist, hab ich doch auch geweint, und das war ganz normal.
    Schlimm ist nur, dass da noch jemand rumläuft in der ziemlich verwarlosten Hülle meines geliebten.
    Irgendwie wie ein Zombie.

    Vielleicht schüttelts mich gerade nur einfach so durch, weil ich gemacht hab was ich Faithfully geraten hab. Ich bin entlich mal raus gefahren und hab das Leben genossen. Aber daran sollte ich mich gewöhnen. Ich fahr heute wieder raus und gehe ins Freilichtkino. Das nehm ich mir ganz fest vor.

    Ich hock hier und heule
    schon wieder
    es tut so weh
    intelektuell weiss ich, dass alles richtig ist
    ich bin auf dem richtigen weg
    er sollte mir sowas von egal sein
    mein eigenes Leben ist viel wichtiger für mich

    und trotzdem frag ich mich
    was hab ich falsch gemacht,
    wo hätte ich anders reagieren sollen

    da ist doch schon der fehler
    es geht nur noch ums reagieren
    auf dem Weg den ich gegangen bin mit ihm hab ich mich verlohren

    ich sag immer der Mann den ich geheiratet habe, der ist ertrunken
    aber ich bin auch nicht mehr die, die er geheiratet hat
    die von damals ist irgendwo auf der Strecke verteilt und ich versuch die wieder aufzusammeln.

    Ich bin der Mittelpunkt des Universums für mich ....
    sollte ich jedenfalls sein,
    schliesslich ist es mein Leben um das ich jetzt kämpfe.

    trotzdem hock ich jetzt hier und heule.
    ich will den ja gar nicht zurück
    ich will gar nicht wissen was er macht
    ich will dass es ihn gar nicht mehr in meinem leben gibt
    ich will nicht mehr, dass mein selbstwertgefühl von ihm abhängig ist.

    Alles was ich anfasse wird gut,
    alles was ich mir vorgenommen habe funktiert.
    mein ganzes leben geht endlich in vernümftigen Bahnen.
    Also ich sollte frohl sein und die letzten Tage vor meinem Arbeitsbeginn geniessen

    Aber ich hocke hier und heule.
    ich trauer um meine große liebe, die mich schlimmer behandelt als nen Fussabtreter, ich jammer um jemanden dem es egal ist ob ich abkratze oder nicht, der saufen muss nur weil ich athme, jedenfalls behauptet er das. Jemand, der wo auch immer er kann als Monster darstellt, dass ihm die Luft zum Athmen genommen hätte.

    Mein Kopf ist klar, aber ich heul einfach nur. Ich weiss gerade überhaupt gar nicht mehr wohin mit mir.
    Ich hoff jetzt dass die Nacht vorrüber geht, dass der Katzenjammer vorrüber geht und dass morgen alles besser wird.

    Sorry aber das musste mal raus
    ich glaub einer meine größten schwierigkeiten verursacht noch mein Stolz, der einfach nicht zulassen mag, dass ich nicht immer stark bin, dass ich es nicht immer stemmen kann.

    Aus!!!!

    nicht denken :twisted:

    Heut ist tolles wetter, du kannst mit deine kleinen süßen Prinzessin in den Zoo gehen oder naja Schwimmbad, ... so toll ist das Wetter nu auch wieder nicht. Egal was, heute ist Samstag, das Wetter sieht nicht so übel aus, mach einfach irgendwas was für dich und die kleine gut ist

    Was er denkt oder nicht wirst du erfahren oder nicht. Nur ändern kannst du es sowieso nicht. Und Schuld, bist sowieso Du, weisst du doch. Aaaaaaaaalso, .... ich verweise auf den Absatz davor.

    Wow, wenns mir blos nicht genauso gehen würde.

    Ich finde den Hinweis von dir echt gut matthias, und bin auch dankbar dafür,
    andererseits bin ich es entgültig satt ständig gezwungen zu sein immer genau darüber nachzudenken, as ich mache und wie ich es sage, damit er es versteht.
    Das ist ja so ziemlich dass was uns zu diesen blöden Copiloten macht

    Also halte ich es wie Raithfully ... Wir sind keine Kindermädchen oder -pfleger
    es ist mir wurscht was er versteht oder nicht ich stecke meine Grenzen ab und wenn er versucht sie zu übertreten mache ich es ganz genau klar

    insofern wenn es dir wurscht ist mit dem Küsschen, dann ists ok, wenns dich stört sag es und fertig.

    Ja stimmt heute hab ich tatsächlich gelacht :shock:

    Nachdem ich ihn am Samstag zusammengefaltet habe, dass er verdammt noch mal selber verantwortlich ist für seine Taten. (Ich hab ihn noch nieeeeeee zusammengefaltet, ich habs immer mit einem Vernümftigen Gespräch versucht) und ich ihm tatsächlich noch einmal geschrieben habe, dass ich nicht mehr als Täter zur Verfügung stehe.
    Hat er doch tatsächlich nicht dementiert Alkoholiker zu sein (was er bisher immer tat) sondern mir sofort wieder Vorwürfe gemacht und mir wieder eine neue Schuld in die Schuhe geschoben.
    Ich hab herzlich gelacht.
    Wäre alles normal hätt ich ihn gefragt, welchen Teil von "ich stehe NICHT mehr zur Verfügung" er denn nicht verstanden hat.
    So verweiger ich jetzt endgültig jeden Kommentar und wie gesagt habe gelacht.

    Lachen schafft distance und befreit.
    Ich glaub ich bin auf einem guten Weg. :lol:

    wusst ich nicht mit dem Link...

    also beschreibe ich das Bild, die Postkarte,
    vielleicht haste die schon mal gesehen

    Da sitzt ein Paar auf einer Couch
    er in Feinripp-unterwäsche muffelig guckend auf seine Partnerin
    Sie mit genervten Gesichtsausdruck, Lockenwicklern und Hauskittel.

    "Harmonie ist, wenn man sich auch ohne Worte versteht"

    Ich hab mich darin total wiedergefunden.

    Ich hab mal ne Postkarte gefunden,
    die ist mein Anker wenns weh tut.
    Als ich sie das erste mal gesehen habe, ist mir das Lachen im Hals stecken geblieben. Dieses Bild ist so wahr,
    und ich will nie wieder so sein und dass was da hockt, will ich nicht mehr haben.

    Der Mann, den ich liebe und kannte, der ist ersoffen.

    edit - bitte keine externen Links setzen, danke - edit

    Ich will ja nicht klugscheissern, aber...

    Zitat von boonii

    Er nimmt das auf jeden Fall als Rechtfertigung, dass ich ihn nicht rausschmeißen kann.

    Wie er dir das erklärt ist mir vollkommen klar, aber ... wie erklärst du dir das? Es gruselt dich nach hause zu kommen, weil du nicht weisst wie du ihn vorfindest. Kaum haste Vertrauen gefasst wird er wieder sternhagelvoll sein. Es tut mir leid es so zu sagen, aber das ist meine Erfahrung.
    Es ist dein Zuhause und dass deiner Kinder. Schützt euch vor diesem Elend.

    Zitat von boonii

    Ja und ich bin schon vor einiger Zeit damit angefangen zu leben, was ihm nicht in den Kram passt...bist ja nur noch unterwegs oder vorm Rechner.

    Genau und mein Mann musste saufen, weil ich eine daily-soap angesehen habe, die konnte er nicht ertragen. Das waren ganze 45 minuten täglich die ihm das leben so schwer gemacht haben, dass er morgens um 6:30 anfangen musste zu trinken bis er ohnmächtig ins Bett gefallen ist. Einen Grund findet der Süchtige immer, und ganz wichtig den Grund liefert immer der Partner

    Zitat von boonii

    Die nächsten 3 Wochenenden sind schon verplant -ohne ihn- mit Freundinnen.


    Und wozu hast du deinen Partner? Damit er euer Geld versäuft, Dreck macht im Weg rumhockt und stinkt?

    Sorry, klingt super Klugscheisserisch, aber ich hab das auch durch. Ich bin heilfroh, dass ich jetzt meine Eigene Wohnung habe und aus dem Spiel ausgestiegen bin. Aber ich kämpfe eigentlich ständig darum nicht mehr Co-Pilot zu sein sondern endlich wieder ICH zu sein.

    Zitat von seti


    Ende März musste ich nochmal am Knie operiert werden, und was macht Sie??
    Ich kotze mir die Seele aus dem Leib (ambl. OP) und sie trinkt!!!!
    Ich Idiot.

    Geht gleich weiter...

    Jaaaaaaaa kommt mir bekannt vor, war bei mir genauso nachdem ich in einer lebensbedrohlichen Kriese war. Täglicher Besuch am Krankenbett bei mir und dann noch schnell zum Supermarkt Wein kaufen und saufen
    zwei stunden später wenn ich angerufen hab war er besoffen.

    Bei meiner zweiten Epikriese war sein Kommentar nur noch "Ja ja, sie will aufmerksamkeit und legt sich mal wieder ins Krankenhaus. Das kenn ich schon."

    Und was mach ich, ich zeige verständnis für sein Verhalten. Ich Volltrop

    Mehr dazu, wenn ich im geschützten Bereich bin

    ..........................

    Ich bin so dankbar, dass ich hier lesen kann was ich kenne. Ich bin einfach nicht mehr alleine

    So vieles was du schreibst klingt als hätte ich es geschrieben. Immer wieder wollte ich ihn verlassen, immer wieder hab ich Hoffnung geschöpft. Immer wieder war ich nur allzubereit zu glauben dass es sich ändern wird. Und vielleicht ist er ja auch kein Alkoholiker, sonder nur Depressiv und versucht seine Probleme zu ertränken.
    Wie oft hab ich mein Urteilsvermögen in Frage gestellt und immer wieder kam von ihm dass ich mich nicht so haben soll, er hat keine Entzugserscheinungen, seine Blutwerte sind doch unauffällig und wenn er einige Tage trocken war, konnte er sich toll belohnen mit einem Tetra Wein. Schliesslich sehe ich doch dass er keine Probleme mit Alkohol hat.

    Lütte ich wünsch dir viel Kraft, dass du deine Sachen wirklich in die Hand nehmen kannst und gehen kannst. Das ist pure Notwehr, auch wenns furchtbar weh tut.

    Mein persönlicher Tiefpunkt

    Danke das diese Frage gestellt wurde, so kann ich mal richtig drüber nachdenken.

    Ich glaube mein persönlicher Tiefpunkt ist jetzt endlich gekommen
    Ich merke immer wieder, wie ich versuche rauszubekommen wie es meinem Mann geht, was er macht, ob es sich Besserungen einstellen.

    Ich werde mental getreten und krieche immer wieder zurrück. In der hoffnung, das er es begreift. Er redet sich ein er wäre depressiv tja ist er ja auch, Alkoholbedingte depression nennt man das. Und ich entschuldige ihn immer wieder.
    jetzt muss aber mal Schluss sein. Da gibt es keine entschuldigung für. Und es kann nicht sein, dass ich mir meine mentale Prügel immer wieder abhole.

    Ich komm mir vor wie in einer SM-Beziehung.

    Ich will und muss mich daraus befreien, er kann mir mal im Mondschein begegnen. Der den ich liebe ist in unzähligen 1,5l Tetras Wein ertrunken und wird wohl auch nicht mehr auferstehen.