Beiträge von Sissis Hasenfuss

    Eigentlich müsste es mir grad richtig schlecht gehn.
    Ich befinde mich noch (+/-) in einer schwierigen beziehung mit nem mann. Vor ein paar tagen habe ich ihn seit meiner entgiftung besucht. Und musste wieder feststellen, das alles wie immer ist. Wir haben immer noch das selbe problem, mit welchem ich nicht umgehen kann. Ich habe, naiver weise, gehofft das sich was geändert hat bei ihm da wir uns sehr lang nicht sahen. Wie dumm von mir. Aber gefühle abstellen geht nicht von heut auf jetzt. Mich zerfrisst die geschichte noch.
    Bin aber über eines sehr sehr froh: ich bin nicht wie sonst, als meine nerven wegen ihm blank lagen, in den laden und habe mir stoff geholt... Und mir die beziehung wieder zurrecht gesoffen oder mich in meine verzweiflung noch weiter rein. Ich ertrage jetzt die tatsachen ohne extremes hoch und tief. Wenn auch traurig.

    LG
    S

    Hallo forum, hallo maik,

    ja ich glaub wenn man was ändern will an der situation, diese angst vor draussen, muss man sich immer wieder vor augen halten das daran nichts schlimmes ist, und es unser recht ist rauszugehen. Ne therapie und die gelegenheiten nutzen, die sich bieten gehören wohl auch dazu. Nur zu schade das es nicht von heut auf morgen geht. Ein langer weg.
    Vor allem die angst verletzt zu werden und mit abwertungen umgehen zu müssen ... :?
    Aber ich für meinen teil will mich nicht mein leben lang einsperren "müssen" wegen dieser sch.. ängste.

    LG

    ...ja, es ist ein echt banaler hinweis, aber momentan halt ich mir auch immer wieder vor die nase was ich geschafft hab, und sei es noch so ne miniaktion. Und nicht was ich schaffen wollte. So versuch ich die gegenwart anzunehmen und nicht ständig in der zukunft, oder gar bei den "grösseren" zielen mit meinen gedanken zu sein.
    Stimmt, bei uns war das mit dem backen bei plätzchen so... wenn nichts mehr ausgestochen werden konnte weil der teig zu wenig war, durften wir erfinderisch sein-das war toll!
    Schöne nacht noch!

    LG
    S

    Gutn abend TT,

    na ich kann mit den tabletten wenigstens irgendwann einschlafen, ansonsten hört mein gedankenkarussell einfach nicht auf und ich penne nicht ein. Das hatt ich sonst nur vor prüfungen o.ä. Mal schaun, ich mach das noch paar tage mit dann muss was anderes her-meditieren könnt ich mir vorstellen und keine morgendlichen termine...
    Mit suff bin ich auch immer nach etwa 3 stunden hellwach gewesen, seltsam ja. Nach so ner stunde konnt ich wieder pennen. Von anderen hab ich das auch gehört.
    Ich hoffe die tagesmüdigkeit verschwindet mal irgendwann, es nervt-verstehe ich! Die präsens im leben, du sagst es- das schlaucht. Wahrscheinlich kommt mein kopf auch deshalb nicht zur ruhe weil jetzt ebend die pulle wegbleibt, welche ich mir immer reingeschraubt hab..
    Thema heut in der shg: sich zeit geben, der körper und geist muss sich umstellen.
    Gib nicht auf, ich werds auch nicht.
    Noch was: willst du denn eine rückzugstante sein? Bei mir ists so, ich bin auch eine, will es aber absolut nicht-paradox...

    eine angenehme nacht!

    LG
    S

    hallo adlei,

    ja ich glaub es ist wichtig auch die kleinen schritte zu registrieren. Das thema hatten wir heute auch in der shg. Es ging einigen so, wie auch mir, dass sie anfangs sich einfach zu viel vorgenommen haben, oder ebend den berg von aufgaben sahen, und letzten endes nix oder nur ein teil davon schafften. Ich versuche mir jetzt mehr zeit zu geben und auch die kleingebackenen brötchen zu sehen. Und vor all dem, mir einen alkfreien alltag zu bauen...

    LG
    Steffi

    Hey TT,

    sone träume hätte ich auch gern mal :) , nur momentan bin ich froh wenn ich überhaupt schlafen kann mit schlaftabletten :oops:
    Ich denk es ist gut auch mal den ersten schritt zu machen bzgl. der einsamkeitsbewältigung, drück dir de daumen!
    Wär ja nur zu schön wenn es eines tages klingelt an der tür und jemand präsentiert einem das silberne tablett mit all den leuten welche man gern umsich hätte. Und ich frag mich manchmal, was hab ich denn zu verlieren wenn ich jetzt das u. das tue.. Die antwort liegt auf der hand.

    LG,
    S

    Hallo Alle ,

    mein we war ganz gut, wir haben viel unternommen. Wenn mir die fahnen der leute um mich zu viel wurden, hab ichs geäussert und mich im zweifelsfall vom acker gemacht. Leute im suff merken manchmal nicht wenn sie einem zu nahe kommen... wenn ich mir vorstell wie ich so war im suff-oh jee.
    Nach wie vor bastel ich an meiner tagesstruktur, vor allem am rausgehen. Was wiederrum sehr mit dem aus mir herausgehen zusammen hängt :roll: das funzt noch nicht so, aber die kleinen schritte registriere ich trotzdem.
    Mir ist manchmal nicht klar was da draussen mir so angst macht, oder druck, oder unwohlsein...

    LG S

    Hey frank,

    ..."das macht inneren Streß und darauf reagiere ich eben gern mit Ängsten, von denen ich weiß daß sie irrational sind - aber sie kommen eben. Und jetzt fühle ich sie im Gegensatz zur Trinkzeit. Hinterher seh ich dann immer, daß nix so schlimm war wie ich auf unklare Weise befürchtet hatte..."
    -erinnert mich wieder an das thema konfrontationstherapie. Und: mir geht es grad genauso mit meinen sozialen ängsten! ich denke aber auch das wird, je mehr man immer wieder bemerkt: hey, so schlimm wars gar nicht. was hab ich mir eigentlich den kopf zerbrochen? funzt doch..

    Viel spass beim nudeln essen und schönes we euch!

    LG
    S

    Hallo adlei,

    ich wünsch dir viel kraft dafür! Ich finde den austausch(+das lesen) hier und in den realen shgs unheimlich wichtig. Mir ist klar, ich kann das nicht mit mir alleine ausmachen. Zu sehr ist mein hirn noch vom teufel alk besetzt, und wer weis in welchem schwachen moment er vielleicht zuschlägt und mich wieder für sich gewinnen will. Son rückfall wäre mein absoluter untergang. Deshalb bau ich mir dieses schutzzelt...

    LG
    S

    Hey TT,

    liest sich ganz gut was du schreibst. Sich gedanklich drauf vorzuberreiten auf die thera, macht sinn. Das hab ich in den vergangen jahren immer ignoriert. Hab schon etliche ambulante begonnen und wieder geschmissen, weil ich gedanklich immer ganz woanders war.So als hätten die therapeuten nen zauberstab- (ja, macht mal was mit mir leute...). So werd ich mein warten auch bestücken mit überlegungen was denn so schief gelaufen ist, bzw. immer noch läuft.

    ein angenehmes we dir!

    LG
    S

    Hallo maik,

    danke für deine worte, und ich hab schon verstanden was du geschrieben hast, keine sorge!
    ..."Aber wie sehr die Gefühle auch Achterbahn fahren, eins ist mir klar: Ich will diese Achterbahn diesmal nüchtern und mit klarem Verstand fahren. Auch wenn mir zwischendurch mal schlecht wird, rgendwann fängt es bestimmt an Spaß zu machen. "- ja das hoffe ich auch. Ich glaube die grundbausteine, sind da ein guter ansatzpunkt. Für mich persönlich, vor allem: neue soziale kontakte knüpfen, mit menschen die abstinent leben.
    Mit den shg`s hab ich bis jetzt nur positive erfahrungen gemacht, man wird überall erstmal herzlich aufgenommen. Den meisten ist auch klar, dass es am anfang für einen ne schwierige position ist. Ich kann dir nur dazu raten.

    Ansonsten gehts mir auf jeden fall etwas besser. Zwar hab ich arg muskelkater, da ichs mit dem sport etwas übertrieben habe. Aber emotional lichtet sich die lage grad wieder. Diese hoffnungslosigkeit ist nicht mehr so präsent. Dank des sports, des hier seins und der shg...
    Am we bin ich bei verwandten, die wissen bescheid. Sie selbst werden garantiert alk konsumieren. Ich konzentriere mich auf das mögliche: wir haben geplant mitm rad zu fahren und badminton zu spieln, sowie diverse sachen zu kochen.
    Etwas mulmig ist mir schon.

    Ein schönes we allen euch!

    LG
    S

    Guten morgen adlei,

    hast du schon daran gedacht (nochmal?) ne entgiftung zu machen? Mir hat das zumindest geholfen den anfang zu bewältigen, das aufhören. Ich konnte nicht aus eigener kraft den alk seinlassen, so stark wie auch mein wille war.

    Ich wünsch dir viel kraft!

    LG
    S

    Guten morgen,

    danke für eure antworten, ich hab einiges darüber nachgedacht und auch noch einiges gelesen im forum dazu.
    Rein biochemisch betrachtet, ist es sinnvoll meinen/diesen zustand nicht überzubewerten. Das hirn, mit seinen stoffwechselkreisläufen muss sich ja erstmal wieder einpegeln. Wenn chronischer alkkonsum depressionen, stress, dauermüdigkeit, energielosigkeit,.. auslösen kann. Was passiert dann wenn der alk wegbleibt? Die negativen folgen des konsums waren ja auch nicht gleich da. Ich bin überzeugt das es ne weile braucht eh sich das zusammenspiel der hormone reguliert hat. Nicht das ich meine gefühle komplett abwerte. Aber ich werde diese "sinnlosigkeitszustände" eher den dämonen in die schuhe schieben, welche mich für den alk zurückgewinnen wollen, oder kraft zehren und mich auslaugen, wenn ich mich komplett isoliere.

    ich wünsch euch einen
    energievollen tag!
    LG
    S

    Guten abend margit,

    wollt mal nen schönen gruß hier lassen, weil ich dich vorhin bei TT registrierte!
    Das ist schön dass du dich auf morgen freust! Und ich freu mich mit dir, weil auch für mich morgen ne kleine praline dabei sein wird. Kaffee trinken mit der shg. Das ist grad echt ein kleines licht bei meinem rumgeschleife...

    Gute nacht und
    einen energievollen tag morgen,

    Steffi

    Mir hat mal jemand gesagt: "weisst du warum du immer an "solche" männer gerätst? weil du deinem vater noch nicht verziehen hast"... ich für meinen teil hab mich darin wieder gefunden. Ich sehe, da gibts schon einige paralleelen zwischen uns. Auch in anderen Bereichen handle ich, meist unbewusst, selbstzerstörerisch. Vieles ist mir theöretisch klar, aber die umsetzung...
    Deshalb will ich unbedingt schnellstmöglich in die lzt, weil ich raus will, raus aus diesem kreislauf. Die Thera könnte was ins rollen bringen. Hast du eine lzt gemacht?
    TT, das mit deinen Träumen, siehe Irland, verstehe ich sehr gut. Auch ich habe mir vieles versaut, bzw. noch nicht umgesetzt, obwohl die ideen schon teilweise viele jahre in mir brodeln. Sei es durch saufen, sei es durch angst, sei es durch blockierende beziehungen, durch das was scheinbar grad wichtiger ist... 100 dinge angefangen, rein gar nix beendet.
    Derzeit ist mir auch nicht klar wie genau das gehn soll, mit dem ankommen am ziel. Ich schule grad meine konzentration, um das licht nicht aus den augen zu verlieren und mir meine träume ziemlich genau auszumalen. Je besser man sie visualisiert um so eher werden sie wahr, hab ich mal gelesen.. ich leide an zerstreutheit, muss ich dazufügen.
    Bleib dran an deinen Ideen!

    Guts nächtle,
    S.

    Hey,

    ja also zunehm geht gar nicht... muskeln ok, aber schokispeck, nee. So halt ich mein Kekskonsum auch im auge, da ich ja renne :wink: schwimmen, geht auch, nur bin ich lang nicht gewesen. Vielleicht klappts mal die woche mit ner bekannten. Oft nerven mich die vielen leute im bad, deshalb lieber wald.
    Ich bin mal mit nem Kleinbus ne Ausfahrt raus gefahren, so 5 meter.. also nicht wirklich mit nem bus unterwegs gewesen. Doch das kann man ja üben. Wohin? Erstmal richtung süden, ganz klar, richtung meer und von da aus mal sehn. Vor Jahren hat ich mal ne nette kleine route ausgemalt. Über belgien, richtung südfrankreich, dann abstecher nach venedig, und weiter weis ich garnicht mehr.. *träum* wohin würde es dich denn am ehesten treiben?

    LG
    S.

    Hey TT, hallo Frank,

    ja das laufen ist ne tolle sache, und derzeit mein absolut einziges licht, was mich noch rührt- bin grad unten... gehe seid ich aus der klinik bin auch aller 2 tage laufen.
    Das thema reisen, wegfahren etc. wird ja in dem Einsamkeitsbuch auch angeschnitten, TT. Ich fühlte mich damit auch angesprochen, nur dass ich da eher träume von nem Kleinbus, mit welchem ich dann unterwegs wär. Diese Vision liegt aber auf eis. Doch hat mich diese Idee zum ersten mal so intensiv berührt, zum anfang meiner abstinenz, dass ich sie nicht aus meiner birne bekomm.

    nen schönen abend und
    Beste grüße,
    Steffi

    Hallo Delia,

    willkommen hier im forum! Mir wird grad auch immer bewusster dass ich gegen meine trägheit und die depression ankämpfen muss (um nicht wieder zu saufen). Das ist eine harte nuss, aber ich denke es lohnt sich sie zu knacken. Denn so wie mein leben war, konnte es nicht weiter gehn. So lange bin ich noch nicht "ohne", und auch wenn es mir derzeit nicht gut geht, ist der weg entschieden.
    Ich wünsche dir viel Energie für deinen weg und hier im forum einen sinnvollen austausch!

    LG
    Steffi